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Endless Space

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    Ich dachte mir, wo das Spiel doch nun schon eine Weile draußen ist, könnte man ihm ja doch mal einen Thread spendieren. Insbesondere da ich es vor einigen Tagen für ~10€ auf Steam erworben und mittlerweile schon einige Stündchen angezockt habe.

    Worum geht's?

    Mit Endless Space hat das junge Entwickler-Studio Amplitude dieses Jahr ihr eigenes Master of Orion veröffentlicht, jedenfalls würde ich es mit letzterem am Ehesten vergleichen. Wie MoO2 ist ES ein rundenbasiertes 4X Weltraum Strategiespiel, bei dem es letztlich darum geht, sein Volk zum mächtigsten Volk der ganzen Galaxie zu machen.

    ES wurde auf Kickstarter per Crowd-Funding finanziert, und ist das erste fertige Crowd-Funding Spiel, das auf meiner Platte gelandet ist. Ich selbst hab daran nicht teilgenommen, aber da Ergebnis kann sich imho sehen lassen.


    In Kürze was mir gefällt:
    - Die grafische Präsentation ist gar nicht schlecht, sehr rund und hübsch.
    - Das Interface ist vllt. etwas langweilig, aber dafür übersichtlich und erfüllt seinen Zweck (sobald man weiß wo was ist).
    - Das Heldensystem gefällt mir, und wie man sie verbessern kann wenn sie aufleveln, etc.
    - Ich finde es gut, dass es eher von Planetenverwaltung zu Systemverwaltung gegangen ist, erzeugt weniger (aber auf Wunsch immer noch genug) Mikromanagement. Auch gut, dass man da an eine KI übergeben kann.
    - Der Galaxieaufbau ist ganz nett (mit den Spiralarmen, Verbindung zur Mitte, die dadurch entsprechend strategisch wichtig ist, etc.) - könnte wahlweise noch größer sein meiner Meinung nach, aber passt auch so schon.
    - Die verschiedenen Völker, auch mit ihren sehr unterschiedlichen visuellen Stilen der Schiffe etc.

    Was mich stört:
    - Diplomatie nur schwach ausgeprägt. Hier fehlen auch viele Möglichkeiten, die man bei der Konkurrenz (insbesondere auch schon in good ol' MoO2) schon lange hat.
    - Dazu keine Spionage, Sabotage, nix
    - Öhm, Siegbedingungen? Gibt es, klar, leider weiß man nur nie wie weit man selbst oder die Gegner am Sieg sind. Plötzlich heißt es dann man hat verloren wegen irgendeiner abstrakten Bedingung, dabei hat man sich doch gerade schön in Stellung für den letzten Krieg gebracht. Das nervt mich von allem am meisten.
    In diesem Zusammenhang fehlt mir auch das Galaxy News Network.


    An das oft kritisierte Kampfsystem hatte ich mich übrigens sehr schnell gewöhnt - und finde es im Nachhinein gar nicht schlecht. Ursprünglich hatte ich da auch Bedenken und hätte ein direkteres System bevorzugt (Homeworld mäßig, oder eben auch rundenbasiert wie bei MoO2), im Nachhinein sehe ich als positiven Punkt daran, dass man durch dieses System aber wesentlich weniger aus dem Hauptspiel herausgerissen wird.

    Blöd nur, dass die Wahl der verschiedenen Waffengattungen nicht so wirlich viel Sinn macht, am Ende muss man eh das nehmen, was schon in den ersten 2 Phasen den meisten Damage macht, also Strahlenwaffen und vielleicht noch Raketen.

    Insgesamt hat sich das Spiel für mich gelohnt und ich werde sicherlich noch so einige Ründchen zocken. Bewerten würde ich es mit ganz knappen 8/10 nach normalem Maßstab. Den geringen Preis eingerechnet sogar eine gute 9/10, denn für 10€ definitiv eine dicke Empfehlung.

    Würden sie jetzt noch besseres Feedback zum Erreichen der Siegbedingungen geben und vllt. die Diplomatie etwas ausbauen, dann wäre es für mich ideal. Vielleicht kommt ja noch was per DLC-AddOn.
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