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    Zitat von Aci Beitrag anzeigen
    Also ich finde solche Preise schon unverschämt. Ich habe ja vor kurzem aus dem Nintendo Eshop The Cave u. Trine 2 heruntergeladen (diese Spiele kosten auch nur um die 10-15 Euro und ich hatte mit denen auch um die 15-20 Stunden verbracht).
    Trine 2 ist anderthalb Jahre alt und hat zum Release sicherlich etwas mehr gekostet. The Cave ist ein Adventure, das laut Tests nicht allzu viel Sprachausgabe hat. Mit dem Citadel-DLC, für den so gut wie alle Sprecher inklusive recht bekannter Schauspieler nochmal herangekarrt wurden, sind also beide nicht wirklich vergleichbar.

    Fürs Protokoll: Ich habe im DLC laut Savegame ziemlich genau sieben Stunden verbracht. Crysis 3 für ~45€ ist etwa genauso lang.

  • #2
    Zitat von Baal´sebub Beitrag anzeigen
    Trine 2 ist anderthalb Jahre alt und hat zum Release sicherlich etwas mehr gekostet. The Cave ist ein Adventure, das laut Tests nicht allzu viel Sprachausgabe hat. Mit dem Citadel-DLC, für den so gut wie alle Sprecher inklusive recht bekannter Schauspieler nochmal herangekarrt wurden, sind also beide nicht wirklich vergleichbar.
    Das man die Spiele nicht vergleichen kann ist klar. Aber auch dein Beispiel mit Crysis 3 bestätigt einfach nur, das man für Geld immer weniger Spiel bekommt. Deswegen kaufe ich mir schon seit einiger Zeit keine Releasespiele mehr, außer ich warte schon seit Ankündigung drauf. Meistens kaufe ich mir die Spiele aus England weil sie meistens um einiges günstiger sind u. auch oft komplett in deutsch daherkommen.
    Ich hoffe ja noch immer auf eine ME3 Komplettbox mit allen DLC´s. Da das anscheinend der letzte DLC ist könnte man ja drauf hoffen.
    Die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.

    Ich war Teil der Lösung - und mein größtes Problem.

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    • #3
      Zitat von Aci Beitrag anzeigen
      Aber auch dein Beispiel mit Crysis 3 bestätigt einfach nur, das man für Geld immer weniger Spiel bekommt.
      Naja, da sollte man schon fair sein. Man bekommt weniger Gesamtspielzeit, das ist richtig. Und auch wenn vom Budget heutzutage mehr im Marketing landet als noch vor 20 Jahren, so ist die Produktion der Spiele unterm Strich nur aufwändiger geworden. Gerade bei Crisis sieht man aber, dass die Schwerpunkte dabei anders gesetzt werden als früher - die meisten Spiele setzen auf eine opulente Inszenierung (optisch wie akustisch), straffen dafür aber die erzählte Story.

      Und bei Mass Effect bin ich mir unsicher, ob ein längeres Spiel ohne die Pseudo-Kinofilm-Inszenierung genauso unterhaltsam gewesen wäre.

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      • #4
        Zitat von Aci Beitrag anzeigen
        Also ich finde solche Preise schon unverschämt. Ich habe ja vor kurzem aus dem Nintendo Eshop The Cave u. Trine 2 heruntergeladen (diese Spiele kosten auch nur um die 10-15 Euro und ich hatte mit denen auch um die 15-20 Stunden verbracht). Und wenn ich dann sehe das "nur" DLC´s mit der einen oder anderen Stunde Spielzeit so viel kosten stellt es mir die Haare auf.
        Was du hier ansprichst ist vor allem dann aufsehen erregend, wenn man sich anschaut, was ein, zwei, drei Hobby-Programmierer in ihrer Freizeit und kostenlos anfertigen können.

        Da kostet etwa ein Skyrim DLC mal eben 20 Euro (nur 20 Dollar in den USA für das selbe Produkt bei für den Euro günstigem Wechselkurs und niedrigerem GDP per capita in der EU, aber das lassen wir mal unkommentiert...), bietet 10-15 Stunden Spielzeit, ein neues Mittelgroßes Areal und drei Rüstungssets.

        Und zur gleichen Zeit erscheint ein Hobby- DLC namens "Moonpath to Elsweyr" mit ca einem Drittel des Umfangs (läuft auf zwei bis drei Stunden Spielzeit hinaus) und natürlich qualitativ etwas weniger raffiniert, dafür aber z.B. ebenfalls voll vertont, für... ja. Eben umsonst, und nicht wirklich *schlechter* als das offizielle "Vollpreis"-DLC.

        .....

        Aber dahinter steht ein anderes Problem. Nämlich, dass sie Gaming-Industrie unheimlich überbläht und vor allem unproduktiv ist.

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        • #5
          Zitat von Seether Beitrag anzeigen
          Was du hier ansprichst ist vor allem dann aufsehen erregend, wenn man sich anschaut, was ein, zwei, drei Hobby-Programmierer in ihrer Freizeit und kostenlos anfertigen können.
          Ohne jetzt sagen zu wollen, dass die Hobby-Programmierer da nicht trotzdem auf dem besseren Weg sind. Ich fühle ich mich aus eigener leidvoller Erfahrung genötigt hier zu erwähnen, dass die Arbeitsumstände eines arbeitenden Programmierers leider völlig anders sind als die des Hobbyisten.

          Was heißen soll dass mögliche Optimierungen, Verbesserungen oder Features die man selbst eigentlich gerne eingebaut hätte durchaus mal der Notwendigkeit zum Opfer fallen, dass man seinen eigenen Aufwand begrenzen muss. Nicht zwingend um auf Kosten der Qualität an der Entwicklung zu sparen, sondern um die Kosten für die eigene Arbeitszeit in einem real bezahlbaren Rahmen zu halten.
          Als Hobbyprogrammierer arbeite ich auch anders, als im Beruf. Und auch nur dann, wenn ich motiviert bin, was der Qualität des Ergebnisses sicher auch nicht gerade schadet.

          Ich gestehe ein, dass das gerade in einer kreativen Branche (vor allem einer, die als Kunst ernst genommen werden will) ein Problem ist. Tatsächlich sehe ich es sogar als DAS Problem der Branche - die Notwendigkeit, profitabel zu arbeiten (wirtschaftlich paradox, ich weiß) und dabei Risiken zu scheuen. Die größten Schwierigkeiten aktueller Spiele im Vergleich zu früher (fehlende Komplexität, Features oder Umfang gegenüber Grafikblendern, restriktivem DRM und reinen Medienhypes) kann man IMO ziemlich direkt oder auf Umwegen auf dieses eine Problem zurückführen.

          Also würde ich das hier:

          Zitat von Seether Beitrag anzeigen
          Aber dahinter steht ein anderes Problem. Nämlich, dass sie Gaming-Industrie unheimlich überbläht und vor allem unproduktiv ist.
          zumindest anders formulieren.

          Ich bin da sehr gespannt, wie sich Kickstarter entwickelt. In der Theorie ist es eine großartige und ziemlich simple Möglichkeit, den Publisher als "Mittelsmann" und Geldgeber aus der Gleichung zu entfernen. Der Kunde investiert DIREKT in eine Idee und die Umsetzung dieser Idee ist ihm im Idealfall wichtiger als ein zeitnahes Release oder gar finanzieller Profit. Es gibt den Entwicklern wieder die Möglichkeit, riskante Ideen vorzustellen UND sie bekommen direktes Feedback, ob die Umsetzung der Idee finanzierbar wäre.
          Es wird sich aber zeigen müssen, wie gut sich die einzelnen Projekte selbst organisieren können und ob sie mit dem angepeilten Budget hinkommen - die Schwierigkeit wird Ihnen leider keiner nehmen können. Und ich weiß, dass ich selbst damit reale Probleme hätte, habe daher den größten Respekt vor den Teams, die es schaffen.

          Sorry für's OT.

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          • #6
            Man hört im Rahmen der Diskussion um PcSpiele ja auch oft das Argument, die Preise für einen Volltitel hätten sich seit 10 Jahren nicht erhöht, aka inflationsbereinigt machen wir als Kunden einen riesen Reibach.
            Das stimmt natürlich auch nicht so ganz, denn heut zu Tage ist es Gang und Gebe, den Inhalt, der eigentlich in den Vollpreistitel zum Releasezeitpunkt gehört, durch Addons und vor allem DLCs (s. Protheaner-DLC bei Mass Effect 3 etwa) "nachzuliefern" und sich für ein, zwei Stunden mehr Spielspaß direkt 10 bis 20 Euro mehr reinzupfeifen.
            Gleichzeitig sparen Entwickler zunehmend Press -, Liefer - und Zwischenhändlerkosten, weil sie alle versuchen, ihre Spiele als Downloadlizent über Steam und ähnliche virtuelle Vertriebsplattformen zu vermarkten und hier einen Preisvorteil eben auch nicht weiterreichen.
            Ein weiterer Aspekt ist, dass der Großteil der Spiele immernoch aus den USA kommt und selbst beim Reinvertrieb über Steam und Co. einfach der Dollarpreis gleich dem Europreis gesetzt wird, sprich man hier als Kunde in Europa allein schon 20% mehr für dasselbe Produkt zahlen muss, obwohl unsere Kaufkraft rein statistisch geringer ist.

            All das wirft große Fragen auf.

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            • #7
              Verallgemeinern ist da eher ein Problem. Ja, generall hat man als Konsument das Gefühl, daß man immer weniger für's Feld bekommt. Aber im Speziellen sind da Anbieter unterwegs, die da auch mal den anderen Weg gehen, als wir in von - nennen wir mal zB EA - kennen. Ein Produkt der letzten 2-3 Jahre, das da hervorsticht, ist mMn Gran Turismo 5. Das Spiel selbst hat schon mal eine sehr lange "Unterhaltungszeit" in sich, die DLCs . Strecken- und Wagenpakete - bringen in Kombination nochmal viel Spaß, Vorraussetzung: man hat Spaß am Spielgenre. Obendrein gibt es im Schnitt alle 3 Wochen neue Online-Herausforderungen - umsonst, ohne Abo oder andere Kostenträger - und viele der DLCs sind ebenfalls umsonst: Golf VI GTI, Scirocco R, Motorshow 2013 Version der neuen Corvette Stingray, alle als hochwertige 3D-Modelle nachgearbeitet (bei der Stingray weiß ich's 100%, ich meine die beiden anderen waren auch "for free"). Dazu einmal im Jahr Sonderchallenges, die einen - wenn man richtig gut ist - zu einem Fahrertraining und im Einzelfall sogar bis zu den 24 Stunden von Le Mans bringen können (als Teilnehmer, echtes Cockpit, echter Rennwagen). Es ist ein Flagschiff-Produkt und wird dementsprechend gepflegt.

              Das geht aber leider auch im anderen Extrem: Für 2K sind die teuren Lizenzen der MLB oder der NBA usw. auch Flagschiffe, aber eben Flagschiff-Reihen. Die Auslage jedes Spiels dieser Serie ist darauf ausgelegt, nach einem Jahr mit dem Nachfolger ersetzt zu werden. Um diesem Anliegen einen gewissen Nachdruck zu verleihen, hat 2K bereits 2012 die Online-Inhalte der 2011er Reihen abgeschaltet - "Bitte kaufen Sie daß aktuelle Produkt, dem wir dann nächstes Jahr den Saft abdrehen!" Das wurde natürlich nicht so offen gesagt, war aber gemeint. Diese Spiele werden nur ca ein Vierteljahr lang aufwendig gepflegt und mit Patches versorgt, die zB etwaige Kaderänderungen nach Pressung der Scheiben noch korrigieren, und dann wird's rasch weniger mit dem Support.

              Zwei völlig gegensätzliche Methoden, mit seinen Kunden umzugehen. Und beide scheinen zu funktionieren. Die Frage ist doch: Warum? Warum läßt der Kunde sich die wenig kaschierte Total-Abzocke vom zweiten Fall gefallen, wenn es den ersten Fall doch auch gibt? Die Industrie geht im Normalfall so weit, wie sie mit ihren Unverschämtheiten kommt. Guter Ruf und auf schnell verdiente Kohle mit Minderqualitätsprodukten verzichten kommt den Wenigsten in den Sinn. Den Wenigsten? Gefühlt: Ja. Für die Methode 2K/EA und wie sie alle heißen fallen mir jedenfalls auf Anhieb mehr Beispiele ein als für die herangehensweise GT5. Es gibt für beide weitere Beispiele.

              Trotzdem bin ich in den meisten Fällen der Spiele, die ich mir zulege, mit den Preis-/Leistungsverhältnissen zufrieden - vermutlich, weil ich da beim Produkt recht wählerisch bin Ändern wird sich aber generell nur was durch Boykotte und Proteste: Solange die Abzocke unterm Stroch schwarze Zahlen bringt und nicht zehntausende eingestampfter oder stark reduzierter Boxen, die der Handel zurückgeben will, tut sich nix.
              Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

              "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

              Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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              • #8
                Aus (u.a.) obigen Gründen boykottiere ich seit bald anderthalb Jahren Electronic Arts, Blizzard und kaufe mir auch keinen Titel von Bethesda mehr zum Vollpreis.
                Gerade in Sachen EA tuts mir jedoch besonders leid, da die sich meine Lieblingsspieleschmiede unter den Nagel gerissen haben (BioWare...). Aber seis drum.

                Ich bin leider als entschlossener Kunde hier der Dumme, und solange EA publikumswirksame, aber wenig schädliche PR-Aktionen wie den kostenlosen Spieldownload nach dem katastrophen SimCity-Start abliefert, werde ich auch weiterhin als boykottierender Kunde der Leidtragende meiner eigenen Prinzipien und Überzeugungen sein.
                Bis heute hätte ich gerne auch mal Mass Effect 3 gespielt. Ich werds aber wohl niemals tun. Und mir WarCraft IV in die Haare zu schmieren, dürfte vermutlich auch schmerzlich werden. Aber ein Stück weit möchte man ja zu sich selber stehen.

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                • #9
                  IMHO sehe ich das Preis/Leistungsverhältnis immer erst, wenn ich ein Spiel schon länger besitze. Insgesamt habe ich ungefähr 200€ in Skyrim gepumpt, wobei mir Steam anzeigt, dass ich ungefähr 260 Stunden Spielzeit habe - und dann bin ich auf den ScriptExtender umgestiegen, d. h. seitdem ist meine Spielzeit noch weiter in die Höhe gestiegen, 350 - 400 Stunden insgesamt wäre hier meine Schätzung. Das heißt, dass ich ungefähr 50 Cent für 1 Stunde Unterhaltung bezahlt habe - und ich habe mich eigentlich immer gut unterhalten gefühlt. Und So billig kommt man was Unterhaltung angeht in wenigen Branchen weg, wenn ich das mal damit vergleiche, wie viel Bier man in einer Stunde in einer lustigen Runde vernichten kann und das dann auf 400 Stunden hochrechne... Au weia.
                  Krasser wird das noch bei Dark Souls, das hat 40€ gekostet und das hat 353 Stunden auf dem Buckel - 11 Cent pro Stunde, das geht kaum optimaler.


                  Schlimm finde ich es mittlerweile bei Dingen wie z. B. Crysis. Die Unterhaltung ist zwar auch da, aber ich werde für Crysis 3 sicherlich nicht 50€ hinlegen, wenn mich 7 Stunden Actionfilm und dann nichts erwartet. Das rentiert sich einfach nicht im Verhältnis zu anderen Spielen. Wenn es mal stark reduziert ist (Steam Summer oder Wintersale dann wohl) werde ich es mir sicherlich mal holen - einfach um alle gespielt zu haben - aber das war es dann auch schon.

                  Ebenso ärgerlich ist der gesamte Mist mit den DLCs. Manche Spiele sind in der Lage, hier einen vernünftigen Weg zu gehen: Skyrim schafft es, dass sich das Spiel ohne DLCs vollständig anfühlt und gleichzeitig werden die DLCs außergewöhnlich gut in das Spiel integriert, sodass es sich wie aus einem Guss anfühlt. Sicherlich gab es bereits vorher Planungen zu dem DLC-Content, aber man benötigt diese nicht zwingend für ein komplettes Skyrim Erlebnis.
                  Der Gegensatz dazu... Ist Mass Effect.
                  Ich fühle mich einfach verarscht von Bioware/EA. Ich habe bisher nicht einen DLC spielen können (ich besitze die zu 1, aber aus irgendeinem mystischen Grund sind die für mein Spiel nicht aktivierbar, seitdem BioWare das mit den Servern umgestellt hat und der Support ist da auch ratlos) und einige sind einfach essentiell für das Spiel: Gerade Lair of the Shadow Brooker gehört, von dem, was ich gelesen habe, zu den "Must-Haves" wenn man ein rundes Mass Effect Erlebnis haben will. Ich habe die Hälfte der Dialoge von Liara in ME3 (welches ich mir dann nichtmal mehr gekauft habe, was wohl mit eine der besten Entscheidungen, die ich treffen konnte, war) einfach nicht verstanden, weil sie sich andauernd auf den Mist bezogen hat - Ja klasse, da sind diejenigen, die keine DLCs kaufen, einfach unglaublich im Nachteil. Wenn ich eine Trilogie kaufe, dann erwarte ich auch, dass diese in sich schlüssig ist und ich noch weitere Teile kaufen muss, damit sich die Rätsel auflösen. Das ist einfach Betrug. Ich bezahle für ein Grundgerüst, an dem alles wichtige fehlt, während es noch wegen seiner epischen Story angepriesen wird.
                  "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                  • #10
                    Zitat von Amaranth Beitrag anzeigen
                    Text
                    Du sprichst mir zum Großteil aus der Seele, unter anderem auch wegen ME3.
                    Es geht mir ja auch nicht um Spiele wie Skyrim u. Co wo es generell eine länger Spielzeit gibt. Ich habe auch z.B. für Far Cry 3 50 Euro ausgegeben und war sehr lange mit dem Spiel beschäftigt und damit zufrieden. Wie gesagt, wenn der Content stimmt, dann bin ich gerne bereit einiges für ein Spiel auszugeben. Aber wenn man das komplette Spielerlebnis nur durch Bezahl-DLC´s bekommt, dann stimmt einfach irgend etwas nicht mehr. Und dazu gehört unter anderem auch EA bzw. dadurch leider auch Bioware.

                    Ein anderes Thema das im Moment aktuell ist, ist Sim City. Kompletter Onlinezwang auch für Offlinepartien, Servercrashes zu Release. Ist ja nicht das erste mal das ein Onlinezwang zu solchen Problenem führt (Diablo 3 lässt grüßen).

                    So oder so, irgendetwas läuft in der Industrie teilweise komplett aus dem Ruder.
                    Die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.

                    Ich war Teil der Lösung - und mein größtes Problem.

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                    • #11
                      Karl Ranseier hat das Problem an der Sache ja erkannt: Die Leute müssen en masse boykottieren, sonst ändert sich nichts. EA hat doch sein Ziel erreicht. Massenhaft Titel verkauft. Blizzard hat sein Ziel erreicht. Massenhaft Titel verkauft.
                      Da muss sowas schon zur Regel werden, damit Käufer sich denken: Bohr ne, mit denen habe ich nur Probleme, das Spiel, das ich UNBEDINGT HABEN WILL, kaufe ich mir jetzt GAR NICHT MEHR.
                      Aber hier wissen die Produzenten natürlich auch, dass "Konkurrenz" kaufen keine wirkliche Alternative für den Kunden ist, weil die Konkurrenz eben kein SimCity oder MassEffect produziert, sondern sich bestenfalls im selben Genre bewegt.

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                      • #12
                        Über den Aspekt Preis-/Leistungsverhältnis bei Spielen habe ich mich demletzt auch geärgert, nämlich in Bezug auf Starcraft II: Heart of the Swarm. Da soll man satte 40 (!) Ocken hinblättern für ein AddOn? Hö? Die spinnen wohl total. Was zur Hölle soll bei einer Erweiterung 40 Euro kosten? Der Singleplayer ganz bestimmt nicht. Aber gut, es wurde ja schon gesagt: Blizzard kann es sich erlauben, solche Preise zu verlangen, solange massenhaft durchgeknallter Mulitplayer-Freaks rumlaufen, deren Leben aus nichts anderem besteht als SC2-Turnieren. Natürlich wird es Blizzard nicht kratzen, wenn ich nicht sofort zulange, sondern erst in ein, zwei, drei Jahren. Aber ich muss mir das trotzdem nicht geben. Auch die wenigen Titel, die ich mir kaufe, sind mir längst nicht so wichtig, dass ich die in jedem Fall sofort haben müsste und die relative Enttäuschung über WoL tut da ja schon das Übrige. Das gleiche gilt auch für Crysis 3 und Far Cry 3, beides Spiele, die ich mir zu gegebener Zeit definitiv zulegen werde.

                        Sollen die Heuschreckenschwärme sich ruhig sattfressen. Ich bin mit dem zufrieden, was in ein bis drei Jahren übrig bleibt.
                        "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                        • #13
                          Zitat von Drakespawn Beitrag anzeigen
                          Und bei Mass Effect bin ich mir unsicher, ob ein längeres Spiel ohne die Pseudo-Kinofilm-Inszenierung genauso unterhaltsam gewesen wäre.
                          Als Fan dieser "Pseudo-Kinofilm-Inszenierung" und bekennender Casual-Gamer bin ich mir relativ sicher, dass das nicht geholfen hätte. Überhaupt hatten Spiele früher ja nicht wirklich mehr Inhalt, sie waren einfach bloß länger. Anstatt endloser Labyrinthe, deren Architektur überhaupt keinen Sinn ergibt, ist man heute halt bei etwas geradlinigeren, kürzeren und auch etwas weniger unsinnigen Level-Architekturen.

                          Von einem Shooter erwarte ich heute auch einfach, dass er mir alle 10-15 Minuten etwas neues bietet, sei es indem er die Story weiter entwickelt oder es sonst irgendetwas neues gibt. Ich habe einfach keine Lust mehr 10 mal nacheinander die selbe Gegnergruppe zu besiegen, weil der Leveldesigner auf Masse statt Klasse setzt und per Copy&Paste alles endlos dupliziert. Da habe ich lieber ein kurzes aber intensives Spielerlebnis und bin mit 15 Stunden vollauf zufrieden.

                          Was mich in letzter Zeit stört, sind hauptsächlich die teils unverhältnismäßig teuren DLCs.
                          I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

                          - George Lucas

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                          • #14
                            Nur auf die Spielzeit zu schielen und diese mit dem Preis in Relation zu setzen halte ich persönlich auch für recht fragwürdig.

                            Es gibt sehr viele Spiele welche eben eine eher kurze Spieldauer haben, und die dafür eben inhaltlich sehr dicht sind, grafisch ausgefeilt und kinoreif inszeniert. Der interaktive Spielfilm 2.0 halt.

                            Auf der anderen Seite gibt es eben Spiele die eine besonders lange Spieldauer bieten, dabei aber hauptsächlich vollgestopft sind mit generischen Inhalten, Nebenquests in Massen, vielen erforschbaren Bereichen die eigentlich keine Bedeutung haben, und nur eine recht lose erzählte Hauptgeschichte.

                            Beides hat seine Daseinsberechtigung und beides hat seine Zielgruppe. Ersteres ist vielen zu beengt, beschränkt und zu schnell vorbei, Zweiteres bietet vielen zu wenig mitreißendes, zu wenig Story, evtl. auch zu wenige Details. Die perfekte Kombination aus beidem habe ich bis jetzt auch noch nicht kennengelernt, ist wohl auch nicht wirklich umsetzbar.


                            Klar, es gibt auch Negativbeispiele, z.B. kurze Spieldauer und dabei weder besonders hübsch, noch besonders mitreißend noch spielerisch ausgefeilt. Sowas wie Alien: CM zum Beispiel. Dennoch würde ich nicht sofort jedem Spiel den Rücken kehren, nur weil es nach ein paar Stunden durchgezockt werden kann, in den paar Stunden kann es mitreißender sein und mehr Spaß machen als bei irgendwelchen Open World Spielen die mit 200+ Stunden werben insgesamt.

                            Zudem gibt es natürlich auch noch Spiele, die primär auf Multiplayer ausgelegt sind und bei denen der (ggf. recht kurze) Single-Player Teil eher als Dreingabe zu sehen ist. Damit habe ich auch kein Problem, wenn man es vorher weiß.


                            Was mir aber ebenso auf den Zeiger geht ist die DLC-Seuche. Ich habe wirklich kein Problem damit, wenn ein Spiel nach Release noch kostenpflichtig erweitert werden soll. Früher nannte man so etwas ein AddOn und bot zu dessen Preis in der Regel auch etwas Angemessenes. Aber wenn es daran geht, dass ganz offensichtlich etwas vielleicht schon längst existierendes aus dem Spiel wieder entfernt wurde um es dem Spieler im Nachhinein als DLC anzudrehen, oder Features dann gegen Geld geboten werden die definitiv zum Release versprochen waren, dann ist halt irgendwann vorbei.

                            Bei kostenlosen Spielen die sich darüber finanzieren kann man evtl. auch mal ein Auge zudrücken, aber die Entwicklung geht ja immer mehr in Richtung: Vollpreis-Kauf + Gebühren + AddOns + DLC + Mikrotransaktionen-Cash-Shop, und da ist bei mir eben ziemlich schnell Ende im Gelände.


                            Ich vermisse ganz klar die Zeiten, wo man ein Spiel einfach gekauft hat und dann zocken konnte, ohne sich an 2-3 Stellen erst einmal einen Account zu erstellen und ohne sich das eigentliche Spiel danach erst einmal noch in Form von DLCs zusammenkaufen zu müssen, weil es ohne die Dinger bloß wirkt wie ein unvollständiger Flickenteppich.

                            Sprich ich vermisse Spiele, die noch für den Spielspaß entwickelt wurden, und nicht nur dafür, den Spieler an allen möglichen Ecken und Enden melken zu können.

                            Der ganze Crowd-Funding-Trend bietet da sicher Chancen und ich bin gespannt, was dabei noch so herauskommen wird.

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                            • #15
                              Zitat von Kelshan Beitrag anzeigen
                              Nur auf die Spielzeit zu schielen und diese mit dem Preis in Relation zu setzen halte ich persönlich auch für recht fragwürdig.
                              Naja, ich persönlich werde keine 50€ für ein Spiel mit einer effektiven Spielzeit von 7 Stunden bezahlen. Das hat einfach keine Relation mehr und ist vollkommen überteuert. Ich brauche keine unglaublich bombastische Grafik, ich will ne spannende Geschichte erzählt bekommen und etwas vom Spiel haben. Selbst Shooter kann man handlungsmäßig auf weit über 7 Stunden strecken, wenn man es denn wollte. Wir Spieler bezahlen doch sowieso zu 60% eher die Werbung für die Spiele als die Spiele selbst.
                              "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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