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Sony verkauft Sony Online Entertainment

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  • Sony verkauft Sony Online Entertainment

    Die "neue" Firma heißt jetzt Daybreak Game Company und gehört einer Investment-Gruppe namens Columbus Nova, die zB auch hinter Rhapsody stehen. Sony verabschiedet sich damit aus der Online-Sparte als "Hersteller" und bietet damit nur noch Netzservices wie das kürzlich lahmgelegte PlayStation-Network (das eigentlich inzwischen Sony Entertainment Network heißt). Bei Daybreak wurde gleich nach der Trennung bekanntgegeben, daß man sich nun nach Auflösen der Lizenzbindung auch an X-Box-Spiele machen will, statt sich auf PC und PlayStation zu beschränken.

    Mitteilung im offiziellen SOE-Board:

    https://forums.station.sony.com/soe/...y.11500068269/

    Kommentiert bei gamesindustries:

    SOE acquired, becomes Daybreak Game Company | GamesIndustry.biz

    Während da jetzt natürlich viel "hurra!"-Stimmung publiziert wird, sollte man im Hinterkop behalten, daß der neue "Chef" eine Investment Gruppe ist. Die wollen natürlich Gewinne erwirtschaften; man muß da wohl mit Entlassungen und auch eingestellten Titeln im Portfolio rechnen.
    Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

    Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

  • #2
    Nun, der Markt für Online-Spiele ist mittlerweile einfach gesättigt. Nach dem unerhörten Erfolg von World of Warcraft und den Achtungserfolgen einiger weiterer MMOs kann man heute einfach kaum mehr ein in der Herstellung teures Spiel am Markt platzieren. So ging im letzten Jahr das extrem teure Elder Scrolls Online an den Start und auch hier geht es nach einem schnellen Spielerschwund jetzt in die Free-2-Play Schiene. Auch andere von den Kritikern gelobte Spiele (Star Wars - The Old Republic oder Wildstar) enttäuschten oder brauchten ihre Zeit, um sich in der F2P Ecke zu etablieren.

    Mittlerweile ist hier einfach nicht mehr viel zu holen, da das Potential der Online-Spieler einfach ausgeschöpft ist. Jeder hat jetzt seine Spiele gefunden und mit Neuerscheinungen kriegt man aktuell einfach nicht genug Leute zum wechseln motiviert.

    Der Verkauf macht da schoneinen gewissen Sinn. Es hört sich für mich aber ans Abschieben an einen Verwalter an, der eben nur die bestehenden Spieler weiter betreibt und sich dabei eine gewisse Gewinnsteigerung erhofft. Gut möglich, dass da auch einige Sachen teurer werden oder auf einmal lukrative aber hochpreisige Pakete für die entsprechenden Spiele angeboten werden.

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
      Nun, der Markt für Online-Spiele ist mittlerweile einfach gesättigt. Nach dem unerhörten Erfolg von World of Warcraft und den Achtungserfolgen einiger weiterer MMOs kann man heute einfach kaum mehr ein in der Herstellung teures Spiel am Markt platzieren. So ging im letzten Jahr das extrem teure Elder Scrolls Online an den Start und auch hier geht es nach einem schnellen Spielerschwund jetzt in die Free-2-Play Schiene. Auch andere von den Kritikern gelobte Spiele (Star Wars - The Old Republic oder Wildstar) enttäuschten oder brauchten ihre Zeit, um sich in der F2P Ecke zu etablieren.

      Mittlerweile ist hier einfach nicht mehr viel zu holen, da das Potential der Online-Spieler einfach ausgeschöpft ist. Jeder hat jetzt seine Spiele gefunden und mit Neuerscheinungen kriegt man aktuell einfach nicht genug Leute zum wechseln motiviert.
      Das liegt zum großen Teil daran, daß "neue" MMOs einfach absolut nix Neues bieten. Da wird die Steuerung etwas dynamisiert oder die Wirkung von Level-Ups und Equipment mal nach oben oder unten skaliert, aber unterm Strich bleiben MMOs Equipmentgrinds mit einem "überschaubaren" Pool an Quest-/Missions-Typen. Im Prinzip immer der gleiche Mülll in anderen Franchise-Farben - warum sollte man da auch wechseln und bei Null anfangen wollen, wenn man in einem anderen Spiel dieser Art schon (nahe) am Maximum ist? Obendrein ist das Zeitalter der Abo-Spiele einfach um; zu Zeiten von Finanzkrisen gibt es einfach zu wenig Publikum, daß sich weitere feste monatliche belastungen in zweistelliger Höhe (und drunter gibt's kaum ein Spiel) leisten kann oder will. Und in vielen Spielen sind die "Microtransactions" ganz einfach nicht "Micro"

      Der Verkauf macht da schoneinen gewissen Sinn.
      Finanziell sicherlich. Man trennt sich auch vom Risiko-Teil des Geschäfts und verdient als Service-Anbieter trotzdem weiter mit.

      Es hört sich für mich aber ans Abschieben an einen Verwalter an, der eben nur die bestehenden Spieler weiter betreibt und sich dabei eine gewisse Gewinnsteigerung erhofft. Gut möglich, dass da auch einige Sachen teurer werden oder auf einmal lukrative aber hochpreisige Pakete für die entsprechenden Spiele angeboten werden.
      Das erwarten in den verschiedenen Foren schon einige Spieler; die Befürchtungen gehen da stark in die Richtung "noch mehr Pay-2-Win!". Ich selbst geh davon aus, daß in spätestens 2-3 Jahren eins oder mehr der jetzt großen Spiele aus dem ehemaligen Sony-Portfolio verschwunden ist. Kandidat Nummer 1 ist dabei DCUO, weil die Fremdlizenz einfach ein bleibender Kostenfaktor ist, den man bei eigenen Produkten wie der Everquest-Reihe nicht hat.
      Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

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      • #4
        Und schon geht's los:

        Daybreak Game Company - Entlassungen beim ehemaligen Sony Online Entertainment - News - GameStar.de

        Das ist eine der nicht so zahlreichen deutschen Quellen; im englischsprachigen Raum wird dann deutlich klarer, daß es sich um zahlreiche Entlassungen und nicht Einzelfälle handelt. Wie immer steht nach der Übernahme durch eine Investment Firma wohl erstmal Gewinnoptimierung auf dem Stundenplan - so schnell nach einer Übernahme (keine zwei Wochen) hab ich das aber noch nicht erlebt.
        Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

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        • #5
          Und kurz nach den Entlassungen holpert auch schon der Service - die Foren wie auch Teile der Spielserver sind offline, und zwar unangekündigt und ungeplant. Da hat wohl jemand bei der "das geht auch alles mit dünnerer Personaldecke"-Planung einen klitzekleinen Rechenfehler begangen

          Relativierend muss man sagen, daß zumindest die DCUO-Server sei dem letzten Update als "laggy" moniert wurden und 2 Crashes hatten. Das erklärt allerdings nicht das Forum und die Probleme in den Servern der Everquest-Reihe. Ich denke, mit den 2-3 Jahren lag ich diesmal wohl falsch - in dem Tempo ist bis Jahresende Feierabend
          Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

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          • #6
            Inzwischen ist der ehemalige CEO von SOE/Daybreak zurückgetreten:

            Daybreak Games: John Smedley tritt wohl wegen Hackerangriffen zurück - Golem.de

            Die Hacker-Angriffe als Hauptantrieb zu sehen, finde ich da nicht besonders überzeugend; Smedley hat erst vor kurzem der enttarnten Lizzard-Säuglinge aus Finnland mit Zivilklage gegen ihn (bzw. seinen Eltern - diese Hacker-Gruppe bedient tatsächlich das Klischee von hässlichen Teenager-Losern, die im Keller ihrer Eltern wohnen, auf's Vollste ) gedroht, nachdem die finnische Justiz trotz 50.000 Fällen von Cyberkriminalität auf eine Jugendhaftstrafe verzichtet hatte.

            Dagegen waren die im DCUO-Thread beschriebenen Aktionen vom Wochenende ein voller Reinfall und mehrere Spiele aus dem Portfolio von Daybreak verlieren Spieler im Eiltempo, seit Service und Foren nicht mehr wenigstens so "funktionieren" wie früher; die Methode "Abzocke jetzt!" kommt auch nicht so gut bei der Zielgruppe an.

            Smedley wird nach einer Pause bei Daybreak in einer neuen Rolle wieder einsteigen - das ist so ein Satz, der verwendet wird, wenn sich ein verdienter Mitarbeiter in Spitzenposition bis zum Burnout durchgearbeitet hat. Sowas wird - als Zeichen von Schwäche - dann oft mit irgendwelchen Formulierungen nicht eingestanden - bzw. nur zwischen den Zeilen.

            Für Daybreak ist das erstmal ein schwerer Schlag, denn Smedley ist einer der CEOs, die selbst als Kopf hinter Erfolgsprojekten stecken und nicht einfach nur Mitarbeiter verwaltet haben (Smedley war der Kopf hinter Everquest). Mit seinem Gehalt sollte er sich jedenfalls einen guten Psychotherapeuten leisten können....
            Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

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