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Facebook schluckt Occulus VR - Kickstarter und Vertrauen

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  • Facebook schluckt Occulus VR - Kickstarter und Vertrauen

    Facebook to Acquire Oculus -- MENLO PARK, Calif., March 25, 2014 /PRNewswire/ --

    Occulus VR ist ein Projekt gewesen bei dem eine serienreife VR-Brille entwickelt wurde. Das Ganze wurde über Kickstarter finanziert wodurch das Ganze überhaupt erst seine Brisanz erhält. All die Backer haben sicher nicht ihr Geld investiert, nur damit der Entwickler die Marke dann für Unsummen an FB verscherbelt und den großen Reibach macht.
    Minecraft-Chef Notch hat eine bereits geplante Zusammenarbeit mit Occulus direkt gecancelt ( https://twitter.com/notch/status/448586381565390848).

    Für Kickstarter könnte das unangenehme Folgen haben, denn potentielle Backer werden es sich wohl in Zukunft dreimal überlegen ob sie irgendwo ihr Geld reinstecken. Ich würde mir auf jeden Fall ganz genau mal Star Citizen anschauen. Ca. 30 Mio wurden bereits gesammelt, aber außer Artworks, ein paar Schiffchen und Modulen sowie viel Gerede ist bisher nach Jahren Entwicklunsgzeit noch nicht viel bei rumgekommen.

  • #2
    Wie genau funktioniert Kickstarter?
    Leute geben Geld zur Realisierung eines innovativen Produktes oder einer guten Idee, verbunden mit der Hoffnung, das Geld (und vielleicht ein paar Zinsen) wieder zurück zubekommen.

    Hat Oculus das erfüllt?
    Und "kaufen" sich Kickstarter-Investoren ein Recht zur Mitbestimmung (ähnl. Aktien)?
    .

    Kommentar


    • #3
      Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
      Wie genau funktioniert Kickstarter?
      Leute geben Geld zur Realisierung eines innovativen Produktes oder einer guten Idee, verbunden mit der Hoffnung, das Geld (und vielleicht ein paar Zinsen) wieder zurück zubekommen.

      Hat Oculus das erfüllt?
      Und "kaufen" sich Kickstarter-Investoren ein Recht zur Mitbestimmung (ähnl. Aktien)?
      Nein, genau das kaufen sie nicht. Mitbestimmung bei Kickstarter zeichnet sich eben dadurch aus, daß man entscheidet, welche Projekte man "sehen will" und dementsprechend unterstützt, und die Mehrheit kann dann über diese Mitbestimmung vielleicht erreichten, daß diese Projekte "zuerst" (halt vor anderen Projekten) tatsächlich umgesetzt werden - und das war's schon. In Videospielen kann der Umfang der Unterstützung sich später im Umfang des Spiels niederschlagen (bzw. ist ein beliebtes Mittel, um "mehr" Unterstützung rauszujucken) oder ein Anrecht auf Bonus-Items im Spiel sichern. Und wenn ich micht recht erinner, ist sogar die "Rückführung" der Investitionen optional und nicht Pflicht.

      Abgesehen davon weiß ich gar nicht, warum ausgerechnet das jetzt so einen Aufschrei gibt. Erstmal kann man von Deutschland aus auf Kickstarter eh nur zahlen - Projekte erstellen geht nur für Einwohner aus USA, UK, Kanada, Australien und Neu Seeland (oder nicht?); zweitens ist facebook dochwohl lange als schwarzes Schaf bekannt. Mit diesem Einkauf schafft facebook wieder "two birds with one stone" - einmal kauft man sich ein zukunftsträchtiges Produkt und zum zweiten diskreditiert man einen Online-Service, den man selbst nicht so leicht aufkaufen kann. Ist doch wunderbar!

      Die Masse der Internet-User hat den raffgierigen Moloch facebook selbst erschaffen. Jetzt müssen sie auch damit Leben, daß facebook sein Vermögen in "unlauterer" Art und Weise einsetzt. Ich mach hier weder den Leuten hinter Oculus noch denen hinter Kickstarter einen Vorwurf. Wenn Lieschen Müller, the Joneses usw. endlich gelernt haben, ihr Privatleben privat zu halten, hat facebook auch keine Ware mehr zum verticken - und keinen Marktwert. Aber solange solche Leute aus gründen wie Internet-Exhibitionismus, Bequemlichkeit, Dummheit oder Faulheit diesen Moloch weiter füttern, wird das Geld auch zum "Macht"erhalt und -ausbau eingesetzt. Kein Mensch braucht eine VR-Brille; lasst das Ding im Regal verrotten, bis facebook den Laden wieder abstösst. Es ist ja nicht so, daß die jetzt Coca Cola übernommen hätten. Also, noch nicht
      Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

      "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

      Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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      • #4
        Soweit ich das sehe, hat Oculus noch keine fertige Brille geliefert, es existerien bislang "nur" Entwickler-Modelle, und damit diesen Teil der Kickstarter-Abmachnung noch nicht eingehalten.
        Der Frust kommt wohl hauptsächlich daher, das man sich von Kickstarter unabhängige Produkte erhoffte und das mit der Facebook-Übernahme nicht mehr als gegeben sieht bzw Facebook nicht unterstützen wollte oder das Projekt gar nicht unterstützt hätte, wäre eine Facebook-Übernahme vorher bekannt gewesen.
        Kann man ein Kickstarter Projekt verkaufen, das noch gar nicht seinen Teil erfüllt hat? Haben die Backer nun das Recht, ihr Geld zurück zufordern, weil sich die Bedingungen geändert haben? Von einem Facebook-Produkt stand schließlich nichts in der Beschreibung.
        Ich persönlich würde auch kein Projekt finanziell unterstützen wollen, das direkt Facebook in die Hände spielt.

        Ob das nun direkte Auswirkungen auf die Oculus Rift als solches hat, zB im zukünftigen Preis oder irgend eine Datenverbindung zu Facebook, ist eine weitere Frage.

        @Karl, naja, diverse Leute sehnen sich schon eine gute VR-Brille herbei Ich hab einen (einfachen) 3D-Monitor und das ist schon ein Unterschied in 3D-Spielen (besonders die aus der Ego-Perspektive), wenn man die Tiefe richtig wahr nimmt, anstatt sie nur als 2D Abbild auf dem Monitor zu sehen. Mit so einer Brille mit großem Sichtfeld wäre das noch besser als ein Monitor, dann wäre man richtig drin.
        Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

        Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

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        • #5
          Das Problem bei der Oculus ist, das sie nach wie vor Tastaturabhängig ist. Ich hab sie selber mal aufgehabt, und das einzige, was man mit der Sicht steuern kann, ist die Sicht. (ui)
          Dass das Projekt durch den FB-Kauf einen Schub erhält, stelle ich in Frage.

          @Suthriel: Die 3D-Sicht damit ist genial.

          - - - Aktualisiert - - -

          Nebenbei einige Reaktionen:

          http://www.gameswelt.de/minecraft/news/notch-streicht-oculus-fassung,217800
          Atra Esterní ono thelduin, Mor´ranr lífa unin Hjarta onr, un du Evarínya ono varda.

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          • #6
            Zitat von spidy1980 Beitrag anzeigen
            Für Kickstarter könnte das unangenehme Folgen haben, denn potentielle Backer werden es sich wohl in Zukunft dreimal überlegen ob sie irgendwo ihr Geld reinstecken.
            Solange Occulus am Ende die versprochene Brille an die Backer liefert, gibt es da eigentlich nichts zu meckern. Erstaunlich ist hier allerdings, wie schnell hier ein Unternehmen an Wert gewinnen kann, wenn es eine attraktive Idee umsetzt. Im Grunde ist das genau der Grundgedanke des Crowdfunding, man hat eine gute Idee, sammelt Geld bei Vorbestellern/Investoren ein, und kommt damit groß heraus.
            Das Crowdfunding hat mit den vielen Startups, unbekannten Musikern & Co in den letzten paar Jahren ein gewisses alternatives Image zu den großen Konzernen gewonnen. Aber jetzt davon auszugehen, das deshalb attraktive Konzepte am Ende nicht von großen Unternehmen gekauft werden, ist schon etwas naiv.

            Zitat von spidy1980 Beitrag anzeigen
            Ich würde mir auf jeden Fall ganz genau mal Star Citizen anschauen. Ca. 30 Mio wurden bereits gesammelt, aber außer Artworks, ein paar Schiffchen und Modulen sowie viel Gerede ist bisher nach Jahren Entwicklunsgzeit noch nicht viel bei rumgekommen.
            Die Entwicklung von Computerspielen braucht Zeit, erst recht wenn das Konzept recht umfangreich ist. Das wurde bei Star Citizen auch vorher so kommuniziert. Wer nicht so lange warten will, sollte sich bei Crowdfunding-Projekten eher auf die Musik konzentrieren, da sind die Lieferzeiten in aller Regel bedeutend kürzer.
            Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
            Dr. Sheldon Lee Cooper

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            • #7
              Ich bin auch kein Freund dieses Aufkaufs durch Facebook, habe jetzt aber auch nicht so sehr ein Problem damit, dass ich mich nun plötzlich nicht mehr auf das Endprodukt bzw. die erste Consumer-Version des Rift freuen würde. (Und bereue es auch jetzt nicht deshalb plötzlich, das DevKit 2 vor ein paar Tagen vorbestellt zu haben *hust*.)

              Ich freue mich viel zu sehr, dass VR im privaten Bereich so langsam mal etwas werden könnte, und sich auch das ganze Spielerlebnis potentiell ordentlich umkrempeln kann. Ich war schon immer fasziniert von der Idee der VR, und bin Oculus und den Backern mehr als dankbar, dass dieses Produkt und damit auch die ganze VR-Bewegung durch sie einen ordentlichen Schub bekommen hat.

              Dass nun ausgerechnet FB sie aufkaufen musste - nun ja. Kommuniziert wird es ja so, dass Oculus VR eigenständig bleibt und "sein Ding machen kann" wie bisher auch. FB wird sich da vermutlich gar nicht groß einmischen, und setzt eher auf die neuen Möglichkeiten und Märkte die nach erfolgreicher Verbreitung von VR entstehen könnten. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass so etwas wie Second Life als VR-Version neu entstehen könnte, und dort steckt natürlich für FB viel potentielles Geld drin. Entsprechend verwundert es nicht, dass sie sich frühzeitig in diese Richtung bewegen und die Entwicklung auch weiter voran treiben wollen, um ein stabiles Standbein zu haben bevor das FB-Kerngeschäft irgendwann vielleicht doch wegbricht (aka die Blase platzt).

              Das ist ohne Zweifel der andere Grund für den Kauf: Von rein virtuellen Werten hin zu realen greifbaren Produkten um als Firma auch eine stabilere Zukunft zu haben. Und da ist ein Startup wie Oculus VR sicher keine schlechte Wahl, denn wenn der große Durchbruch dieser Technologie kommt, war der Einkaufspreis - auch wenn er jetzt überzogen scheint - eher Peanuts.

              Muss man es gut finden, dass sich FB breiter aufstellt? Natürlich nicht. Nachvollziehbar ist es aber imho. Letztlich ist der/die/das Rift aber eben bloß ein Anzeigegerät und Controller, und dass viele gleich aufschreien weil sie meinen dass FB nun alle Daten der Rift aufzeichnen oder überall Werbung einblenden wird oder man es nur noch mit einem FB-Account wird nutzen können, halte ich mit Verlaub für totalen Blödsinn. Das wird wohl für die von Facebook entwickelten bzw. gepushten Dienste gelten (also sowas wie ein neues Second Life wie gesagt), aber nicht für die generelle Nutzung der Brille.

              Das verhindert weder, dass man die Brille auch völlig unabhängig von FB zum Zocken von Star Citizen und Co verwenden kann, noch zwingt es einen dazu die potentiellen neuen Facebook-Dienste letztlich auch zu nutzen.

              Und selbst wenn (was ich aber nicht glaube) - bis dahin wird es sicherlich genug brauchbare Konkurrenz geben.

              Das einzige was für mich bleibt ist, dass ich FB auch nicht unbedingt noch mit meinem Geld unterstützen will. Da denke ich nicht anders als viele andere auch. Aber für mich ist VR als Technologie zu interessant, um es deswegen jetzt kaputt zu reden und Oculus den Flopp zu wünschen, nur weil mir die neue Firma dahinter nicht gefällt.

              Ein ganz ganz kleines Stück weit sorgt es sogar für Sympathie, dass sie offenbar Oculus und somit auch VR pushen wollen. Auch wenn sie natürlich nur die Finanzen im Sinn haben, während ich mich eher auf die neue Benutzererfahrung freue.

              Ich hätte mir auch gewünscht, Oculus hätte es allein geschafft groß zu werden, gar keine Frage. Aber andererseits erhöht der Kauf auch die Chance für einen Erfolg der ganzen Geschichte, meine ich.

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