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Warum machen wir uns selbst so fertig?

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  • Warum machen wir uns selbst so fertig?

    Tathergang: Mann sticht anderen Mann nieder, weil der ihm die Frau ausgespannt hat.
    Personen Fall a) "Deutscher" und "Deutscher": Schlagzeile: "Mann niedergestochen"

    Personen Fall b) "Deutscher" und "Ausländer": Schlagzeile: "Rechtsradikaler Übergriff!!!"

    Jedesmal wenn in Dtl. irgendwas mit nem Ausländer (oder nem ausländisch aussehenden Deutschen) passiert , wars es laut Presse sofort ein Anschlag mit rechtsradikalem Hintergrund. Ich versteh nicht (abgesehen, davon das eine solche Schlagzeile mehr Absatz bringt) warum wir Deutschen uns mehr fertig machen, als die ausländische Presse. Klar, es gibt definitiv hassmotivierte Übergriffe auf Ausländer und diese sind oftmals brutal, aber verdammt noch mal, nich jeder Streit zw. Deutschen und Ausländern und Ausländern und Deutschen ist gleich ein "Rassenkrieg"!!!
    "Der Tiger, der im Dschungel brennt, weil niemand seine Mutter kennt." - Spock
    ®

  • #2
    Da muss ich Dir recht geben - bisweilen regt mich das auch auf.
    Ich ärgere mich allerdings mindestens genauso, wenn nicht noch mehr, über ein anderes Phänomen:

    Tathergang: Mann sticht anderen Mann aus nichtpolitischen Gründen nieder
    Personen Fall a) "Deutscher" und "Deutscher":
    Schlagzeile: 30jähriger sticht Mann nieder

    Personen Fall b) "Ausländer" und "Deutscher"
    Schlagzeile: Türke sticht Mann nieder

    Personen Fall c) "Ausländer" und "Ausländer":
    Schlagzeile: Blutbad unter Türken

    Warum ist im einen Fall der Täter ein x-beliebiger Mann und im anderen Fall muss extra erwähnt werden, dass der Täter Ausländer ist?
    Macht alle mit in unserer SETI-Gruppe! Infos, wie's geht, unter: SETI. Den Erfolg unserer Gruppe könnt Ihr hier bewundern!
    Und Tipps und Probs werden hier diskutiert

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    • #3
      Genau DAS sind die Misstände unserer Zeit, die mich dazu veranlassen, mir zu wünschen, ich lebte im goldenen Mittelalter als Ritter oder in der fernen Star Trek Zukunft als Commander!

      Unsere Welt ist von den Median geprägt, die (fast?) schon vollständige Macht über unseren Geist besitzen. Ich bin mir absolut sicher, dass diese Tatsache uns dereinst vernichten wird, wenn nicht endlich ein riesiger Schlusstrich gezogen wird. (Nein, ich bein kein Kommunist!)

      Dass wir Deutsche uns fertig machen werde ich niemals verstehen. Offensichtlich muss erst die gesamte Kriegs- und Nachkriegsgeneration sterben, damit wir endlich wieder in Frieden leben können. ICH selbst fühle mich an NICHTS von dem schuldig und bin sehr traurig darüber, dass unser Land in den Augen der Weltöffentlichkeit immer noch schlecht dasteht. Ich bin wirklich NICHT stolz darauf, Deutscher zu sein, obwohl ich es gerne wäre.
      ~ TabletopWelt.de ~

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      • #4
        Im goldenen Zeitalter der Ritter?
        Ich nehme mal an du meinst das finstere Mittelalter wo Menschen versklavt und verarmt waren und ein normaler Mensch nur lebte um einen mächtigen zu finanzieren.
        Eine Zeit wo es nur so von Rassismus wimmelte. Oder wie war das noch mal mit den Kreuzzügen oder der "Eroberung" Amerikas?
        Aber das nur am Rande....

        Egal wie weit wir zurückblicken in die Vergangenheit - unsere Geschichte wird geprägt von Fremdenfeindlichkeit und Vorurteilen. Das begann noch vor den ersten Christen und hört sicher nicht bei den heutigen "Entschädigungszahlungen" auf.
        Aus einer solchen Perspektive bin ich nicht stolz darauf überhaupt der Gattung Mensch zu sein.....

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        • #5
          Originally posted by Khan
          Im goldenen Zeitalter der Ritter?
          Ich nehme mal an du meinst das finstere Mittelalter wo Menschen versklavt und verarmt waren und ein normaler Mensch nur lebte um einen mächtigen zu finanzieren.
          Eine Zeit wo es nur so von Rassismus wimmelte. Oder wie war das noch mal mit den Kreuzzügen oder der "Eroberung" Amerikas?
          Nein, ich meinte eigentlich nicht das "echte" Mittelalter. Ich bin neben meiner Tätigkeit als Star Trek Fan nämlich auch Fantasy-Rollenspieler und da gaukelt man sich auch ne schöne, heile Welt vor.

          Im Grunde existieren wir doch eh nor so vor uns her. OK, ich mag das Leben schon, aber eine große Zukunftsangst habe ich dennoch. In einer Fantasiewelt wäre das VIEL einfacher, aber es wäre halt nicht die Realität - und ich bin sicher nicht nur virtuell am Leben interessiert!
          ~ TabletopWelt.de ~

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          • #6
            Odysseus: wenn du nur so vor dich her existiertst"" tut mir das für dich leid, ich lebe mit all meinen Sinnen und auch meinen Verrücktheiten- und Phantasiewelten, mit meinen verschiedenen Rollen, Gefährtin, Angestellte, Freiberuflerin, Altvordere und ......naja irgendwoher muß der Nachwuchs ja kommen............

            diese Zeitungsmeldungen gehen mir auch gehörig am Nerv, damit wird Politik gemacht, - Feind von außen -immer besser als sich über Veränderungen im Inneren zu beschäftigen, und viele kaufen das ab, weil es so einfach klingt und einfach zu sein scheint, dass der Ausländer dran Schuld ist,-- momentan bin auch ich Ausländerin, denn bei mir stünde ...../.. .at dahinter. -
            ein Land, das Fremde nicht bei sich willkommen heißt ist dem Untergang geweiht......(glaube von Goethe)

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            • #7
              @t'bel: Natürlich macht auch mir das Leben Spaß, es gibt ja auch viel Schönes. Doch ab und zu mach ich mir eben Gedanken über das Woher und das Wohin, und dann finde ich mich manchmal in dieser Sackgasse der Zukunft wieder.
              Naja, dann ruf ich mein Mädel an, plaudere mit Freunden, schau einen schönen Film oder geh spazieren, und dann sieht die Welt schon viel besser aus.
              Aber trotzdem denke ich, dass unsere Existenz auch ihre deutlichen Schattenseiten hat, die man nicht ignorieren darf, oder sie werden uns mal überrollen.

              Aber das mit dem "Ich bin NICHT stolz, Deutscher zu sein" nehme ich auf keinen Fall zurück! Das ist für mich ein Faktum. *seufz*
              ~ TabletopWelt.de ~

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              • #8
                Die Schweiz war ja auch nicht gerade ein Musterbeispiel im 2. Weltkrieg, trotzdem habe ich mich nie geschämt eine Schweizerin zu sein. Ich bin im Gegenteil echt stolz darauf, dass wir uns der Vergangenheit stellen. Im Gegensatz zu den Amis etc.
                Das mit den Medien finde ich auch echt beschissen, noch mehr aber die Menschen, die tatsächlich alles glauben, was uns da serviert wird.
                Aber wieso packen wir es nicht an, und versuchen unsere Vision einer "heilen Welt" zu verwirklichen? Wenigstens um uns herum.
                Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts. Elias Canetti
                Take it easy, but take it. Nothing Comes to you, when you waite to long.

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                • #9
                  Das ist eine Möglichkeit.
                  Die Welt um uns herum zu beeinflussen, zu handeln innerhalb unserer Möglichkeiten. Vielleicht sogar unsere "Traumwelten" nach Außen zu kehren und aus ihnen zu lernen.
                  Ob das nun die ritterliche Rollenspiel-Welt ist oder die heile Welt von StarTrek. Man kann aus beidn lernen und etwas daraus auf das reale Leben projezieren.

                  Aber was meiner Meinung nach besonders wichtig ist: Man sollte offen sein für Neues und Fremdes, sich seine eigene Meinung bilden und diese auch begründen können....

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                  • #10
                    offen für Neues und Fremdes, manchmal denk ich , dass ich das kann, doch manchmal da beschleicht auch mich das Gespenst,der Angst vor Neuem, vorallem wenn´s nicht in mein eigenes Weltbild passt, dann denk ich mir, ich bin die einzige , die checkt, dass das in die Binsen geht - ich bin nicht stolz auf diese Seite in mir, aber sie ist da, - solange ich das noch kapier ist die Zukunft für mich jedoch keine Sackgasse, sondern "das unentdeckte Land" das so schön sein kann, wie das Glitzern des Schnees in der Sonne, oder so häßlich, wie ein Erdbeben Stärke 7, -- was sagte Tuvok sinngemäß zu Kes: das Erlebte verändert uns, was wir draus machen liegt allein an uns!- ich sag: packen wir´s an, nur wer gegen den Strom schwimmt, erreicht die Quelle.

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                    • #11
                      Offen sein für Neues? Das bin ich nicht so unbedingt - waäre es abundzu, aber wenn ich das meiste "Neue" sehe auf dieser Welt, wird mir einfahc nur kotzübel und dann kommt wieder meine konservative Ader hoch!
                      Mit konservativ meine ich nicht das ich was gegen die Emanzipation, Ausländer usw. hab', aber gegen diese "Fun"-Gesellschaft, realityTV und die neuen Möglichkeiten der Techniken....

                      In der Fun-gesellschaft ist es völlig in ordnung oder sogar wird es erwartet das man auf Kosten anderer Spass hat - und da bin ich doch gerne reaktionär!
                      Sicher es gibt viele tolle neue Erfindungen und in anderen Ländern lernt man nette Leute kennen, wenn man offen ist(und da bin ich es auch) - ich mahc mir mehr Sorgen um die Verwendung neuer Technologien(sie für schlechte Ziele einzusetzten wird immer mehr zur Mode), einerseits können sie helfen uns aber auch vernichten, und solang in den Köpfen der Menschen und im Gesetz ein Menshcenleben weniger wert ist, als etwas Materielles(sieht man an der Rechtsprehung: Kind vergewaltigt gibt 5 jahre, Bank eigebrochen gibt lebensölänglich) sehe ich da leider schwarz!
                      Das Denken der Menschen muss radikal geändert werden - um 180°!

                      Zu uns Deutschen: Ich dneke unser Problem ist, das wir nach dem 2.Weltkrieg unsere Identität verloren habe - uinsere Vergangehiet war böse und wurde aus den herzen udn gedächnissen getilgt und ohne vergangenhiet udn Kultur kann kein Volk gesund sein. Wir haben uns dann eine lobenswerte Ersatzidentität gesucht: Europa! Niemand hat wie wir Deustchen so für ein vereintes Europa gekämpft - und als wir dann merkten, dass wir die einzigen sind die Europa wirklich wollen hat usn das so depremiert, dass wir uns davon bis jetzt nicht erholt haben. Und im Osten ist es halt besonders schlimm, weil wir im Westen 50 Jahre Erfahrung in Sachen Demokratie haben, die da "drüben" aber nicht und deshlab haben die mit Europa und Ausländer(verstärkt durch Arbeitslosigkeit und die Aussagen von NPD, DVU & CO, dass die Ausländer und Europa, der Euro und die "Anderen" schuld seinen) viel mehr Probleme und Reibungspunkte als die Wessis!

                      Wie man das ändern kann ist eine gte frage! Kalr, man muss offen sein für Neues, aber man muss auch das Volk politisch/demokratisch mehr engagieren, mann muss Propaganda gegen Hass und für Frieden und Europa machen - wenn man so will, kann man sagen, das man die Menschen "umerziehen" muss! Oder man macht gar nix und es spizt sich so lange zu bis das Faß explodiert und dann werden den Menschen vielleicht die Augen geöffnet - aber diesen Augenöffner könnte auch eine Katastrophe übernehmen, die so extrem ist das sie alle Menschen trifft und usn ausser Zusammenarbeit gar nix anderes übrig bleibt(ein gutes Beispiel wäre hier, wenn dr Yellowstone-Vulakn ausbricht - für diesen fall werden wahrscheinlich 50% der Weltbevölkerung sterben, an Hunger, Kälte und am Ausbruch direkt) udn wir uns dann endlich dem Überleben wegen besinnen.....aber wir werden sehen was die Zukunft brigt!
                      Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                      Makes perfect sense.

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                      • #12
                        Ich denke es liegt an der Gierigkeit des Geldverdienens, Machthunger, oder einfach am Überleben in der Wirtschaft.

                        Warum haben wir denn diese unterschiedliche Interpretation der verschiedenen Tathergänge? Oder warum haben wir RealityTV? Ich lege Euch mal meinen Gedankengang dar:

                        Reisserische Informationspolitik -> mehr Absatz -> mehr Marktanteile -> mehr Geld -> mehr Macht.

                        Durch welche Branche kann man denn heute am meisten Geld verdienen? Durch die Information. Der "Focus" versucht sich gegen den "Spiegel" durchzusetzen und ist eigentlich vergleichbar mit der "Bild". (Nur mal als Beispiel)

                        Nächster Stichpunkt: Die Werbung. Je länger man einen durchschnittsintelligenten Menschen mit einem Produkt konfrontiert (Zeitung, TV, etc.), desto eher ist dieser bereit dieses Produkt zu erwerben. Ist denn heute ein vermeintlich objektiver Vergleichstest eines Gerätes in einer Zeitung noch glaubwürdig? Oder kommt es darauf an, wer das meiste Geld für seine Werbung in dieser Zeitung zahlt?
                        Und das dieses Produkt dann den Vergleichstest gewinnt???
                        Ich habe das schon so oft gesehen, das z.B. ein Monitor in der Hitliste der einen Zeitung auf Platz Eins steht... in einer Anderen auf Platz Vierzehn. (Nur mal als Beispiel)

                        Fazit: Solange Menschen nur ans Geld oder an die Macht denken, werden wir immer verschiedene Interpretationen ein und desselben Tatherganges erleben um die Absatzzahlen in die Höhe zu treiben.

                        Meinung: Das hierbei im Prinzip wirklich nix mehr objektiv ist und der "normale" Bürger dabei auf der Strecke bleibt, ist ja wohl nebensächlich, oder? Ich denke wir müssen unseren Kiddies (ähh.. unseren Nachkommen.. ) genau das beibringen, daß Geld oder Macht nicht alles ist im Leben. Eher der Fortschritt und die Evolution des Menschen gilt der Sinn des Lebens. Reich macht nicht glücklich. Etwas zu schaffen, damit Stabilität in unserem Umgang miteinander in den Vordergrund rückt ist das Ziel.


                        Ich bin keine Signatur, ich mach hier nur sauber ...

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                        • #13
                          Lieber Amasov, der größte Irrtum eines Menschen ist zu glauben es gäbe Objektivität: du beobachtest die Welt mit deinen Augen und interpretierst sie auch mit deinen Erfahrungen, ich tu dasselbe mit meinen Augen, und jedeR andere auch- es sagte mal einer: wir sind einsame Erzeuger unserer eigenen Realität - dass wir unseren Kid.....Nachkommen ist wohl das richtige Wort, Werte mitgeben sollen da geb ich dir absolut recht- bloß das klingt recht einfach?...

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                          • #14
                            Es IST einfach, @T'Bel.. als Vulkanierin müßtest Du das eigentlich wissen, daß dies eine logische Konsequenz ist, so zu handeln und nicht anders.



                            Und btw: Es gibt Objektivität, jedenfalls in Grenzen. Natürlich betrachte ich die Welt aus meinen Augen, aber ich versuche auch die Welt aus den Augen des Anderen zu betrachten, damit meine ich, daß jeder ein Recht auf seine Betrachtungsweise hat und diese versuche ich zu respektieren und in meine Meinung einzubauen. Na? Alles klar?

                            Deshalb gibt es Objektivität.

                            Ich bin keine Signatur, ich mach hier nur sauber ...

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                            • #15
                              Yellowstone-Vulkan? Ehrlich gesagt nie gehört. Aber schaudern tun mich die Zahlen, die du da angehängt hast. Brrr. *Schüttel*
                              Ich hoffe nicht, dass es soweit kommen muss, allerdings wenn ich sehe, wieviel Gutes uns Jesus schon mitgeben wollte und das unter seinen "Anhängern" immer noch keine Realität geworden ist, muss ich sagen, dass ich da keine tollen Erfolgsaussichten sehe.
                              Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts. Elias Canetti
                              Take it easy, but take it. Nothing Comes to you, when you waite to long.

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