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Ab wann ist man arm ?

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  • Ab wann ist man arm ?

    Ich bräuchte mal wieder eure Hilfe. Ich muss als Hausaufgabe schreiben, was ich glaube, ab wann man arm ist. Dies ist aber auf die Industrieländer bezogen.
    Was meint ihr, ab wann ist ein Mensch in einem Industrieland, wie Deutschland, als arm zu bezeichnen ?
    Adenauer, Konrad, Politiker (Deutschland, 1876 - 1967)
    Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht.

  • #2
    kein haus, kein job

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    • #3
      @GLF
      Arm ist jemand der nicht genug Geld hat um für sein Essen, seine Kleidung und sein Obdach zu sorgen.

      @LR
      Das reicht wohl nicht ganz aus, wenn Ron Sommer jetzt sein Haus verkaufen würde, ist er bestimmt noch nicht arm.

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      • #4
        Original geschrieben von Lone Ranger
        kein haus, kein job
        Reicht bei weitem nicht aus, und stimmt auch nicht.

        Ich kann 10 Millionen Euro auf dem Konto haben, dann arbeite ich freiwillig nicht und lebe das ganze Jahr im Berliner "Adlon", weil ich bedient werden möchte.

        Dann habe ich kein Haus und keinen Job - aber Arm bin deswegen noch lange nicht...

        Arm ist m.E. derjenige, der auf Sozialhilfe angewiesen ist.

        Das alleine reicht aber nicht. Arm können auch Menschen sein, die deutlich über dem Sozialhilfesatz verdienen, die aber Altschulden und so haben, denen also die Kosten davonlaufen. Und solche Leute leben mitunter sogar unter dem Sozialhilfesatz, weil sie von ihren Gläubigern zu Zahlungen gedrängt werden.

        Letztlich glaube ich, dass Armut dann besteht, wenn die Teilhabe an der Gesellschaft aus finanziellen Gründen erschwert ist. Armut ist selten ein "isoliertes" Problem. Meist gibt es Ko-Erscheinungen (niedriger Bildungsstand, Arbeitslosigkeit, Alkoholismus, labile Gesundheit, Gewalt).

        Armut ist also eigentlich kein finanzielles, sondern ein gesellschaftliches Phänomen.
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        • #5
          Arm ist für mich jemand, der den Sozialhilfesatz oder weniger hat...

          Und das schwankt von Bundesland zu Bundesland, sogar von Wohnort zu Wohnort...

          Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, daß man mit der normalen Sozialhilfe nicht wirklich leben kann...

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          • #6
            Gibts dafür nicht eine Definitionsgemäße Einkommensgrenze? Ist bei mir schon zu lang her, dass ich Erdkunde hatte, aber AFAIR ist die Armutsgrenze ein fester Geldwert.
            Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
            endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
            Klickt für Bananen!
            Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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            • #7
              Ja, das nennt sich Exsistensminimum. Aber frag jetzt bitte nicht wie hoch es ist. Es müsste so ungefähr auf der Höhe der Sozialhilfe liegen...

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              • #8
                Wenn sich die Definition von Armut rein auf die Materielle Seite beschränkt, dann sind Menschen, die mit dem Existenzminimum oder weniger auskommen müssen wohl als arm zu bezeichnen.
                ...ist aber wahrscheinlich ziemlich objektiv gesehen, da es sicherlich genug Menschen in Deutschland gibt, die mehr besitzten, als diesen Wert und sich trotzdem als arm bezeichnen würden.
                “Oh my, that is quite toxic isn’t it?” (Weyoun) “Duty? Starfleet, the Federation? You must be pleased with yourself. You have this ship to take back to them. I hope it was worth it.” (Kilana)
                Was hältst du von den Vorta? Der Vorta-Fanclub freut sich über deinen Besuch.

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                • #9
                  laut dieser Quelle liegt die Armutsgrenze bei 950 DM, aber wie man an der Währung erkennen kann, ist die Quelle schon älter.

                  Für die USA gilt folgendes:
                  Armutsgrenze (USA):

                  Von den US-Behörden festgelegtes Jahreseinkommen, das als Mindesteinkommen für eine angemessene Ernährung, Kleidung usw. angesehen wird. Die Armutsrate (Poverty Level) richtet sich nach Personenzahl und Alter der Familienmitglieder. Die Höhe der Armutsgrenze wird jährlich entsprechend der Inflationsrate neu festgelegt. Personen, deren Einkommen unter dieser Grenze liegt, gelten offiziell als arm.
                  Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                  endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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                  • #10
                    Na ja jede menge Arme wird es ab 2004 geben allein nur durch die Agenda 2010… Wenn alles so kommt wie befürchtet werde ich auch einer dieser Armen sein falls ich es bis dahin nicht geschafft habe eine Arbeit zu finden, wenn nicht werde ich vielleicht nicht nur Arm sondern auch Obdachlos sein.
                    "...To boldly go where no man has gone before."
                    ...BASED UPON "STARTREK" CREATED BY GENE RODDENBERRY...

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                    • #11
                      Danke für die vielen Antworten, besonders das mit dem Existenzminimum war sehr informativ.
                      @ Scotty
                      Kopf hoch, wird schon klappen.
                      Adenauer, Konrad, Politiker (Deutschland, 1876 - 1967)
                      Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht.

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                      • #12
                        Es gibt regelmäßig Armutsberichte der Länder, zumindest Niedersachsen hat welche veröffentlicht.

                        Die würde ich mir mal ergooglen.
                        When I was a boy we had a dog. One day, we took it to the park. Our dad had warned us how fast that dog was, but... we couldn't resist.So, my brother took off the leash, and in that instant, the dog spotted a cat. Well, he just sat down, bored. Guess cats weren't his thing.

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                        • #13
                          Der Bund bringt imho auch einen heraus.
                          LANG LEBE DER ARCHON

                          Kommentar


                          • #14
                            Original geschrieben von LuckyGuy
                            Reicht bei weitem nicht aus, und stimmt auch nicht.

                            Ich kann 10 Millionen Euro auf dem Konto haben, dann arbeite ich freiwillig nicht und lebe das ganze Jahr im Berliner "Adlon", weil ich bedient werden möchte.

                            Dann habe ich kein Haus und keinen Job - aber Arm bin deswegen noch lange nicht...

                            ja genau was hast du geschrieben?

                            haus kann auch bedeutet obbach...

                            wen du mit deinen 10mille in adlon wohns has trotzdem nen dach übern kopf und jemand der in nen hochhaus wohnt hat trotzdem kein haus aber nen dach über den kopf

                            btw: pappkarton zählt nicht!

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                            • #15
                              Is vermutlich nicht mehr von Nöten aber:

                              Armut - das ist nach Ansicht der Österreicher längst nicht mehr nur "nichts zu essen" und "kein Dach über dem Kopf", sondern auch "kein Handy", "kein Auto" und "Urlaub daheim". Das ergab eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "IMAS" nach den Merkmalen von Armut bei 1.000 für die Gesamtbevölkerung repräsentativ ausgewählten Personen.

                              In Armut zu leben, heißt für elf Prozent der Befragten, wenn jemand den Urlaub aus Geldmangel zu Hause verbringen muss. Für zwölf Prozent bedeutet es Armut, wenn sich jemand kein motorisiertes Fahrzeug leisten kann. In der Vorstellung von 14 Prozent lebt ein Mensch in Armut, wenn er aus finanziellen Gründen kein Telefon oder Handy haben kann. Der notgedrungene Verzicht auf einen Fernseher ist für 17 Prozent ein Anzeichen für Armut.

                              Nach Einschätzung von 41 Prozent lebt derjenige in Armut, der "gerade so durchkommt, sich aber keinen einzigen Euro im Monat ersparen kann". Für 46 Prozent ist ein Zeichen von Armut, wenn sich jemand nur billigste Lebensmittel leisten kann, um satt zu werden. Für 77 Prozent, wenn jemand obdachlos ist, und für 81 Prozent, wenn jemand dauernd Hunger leiden muss.

                              Bei den Angehörigen der Generation unter 30 sieht bereits jeder Vierte einen Menschen in Not, wenn sich dierer keinen Fernseher leisten kann. Jeweils ein Fünftel empfindet das Fehlen eines Telefons oder eines Autos als Ausdruck von Armut. Jeder sechste spricht von Notlage, wenn sich jemand keine Urlaubsreise leisten kann.
                              Quelle: aon.at

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