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Sterben für jemand anderes?

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  • Sterben für jemand anderes?

    Hab mir schön öfters für mich selbst die Frage gestellt, ob ich für jemand anderes, denn ich u.U. noch nichtmal kenne, mein Leben riskieren würde. z.B. wenn ein Ausländer von Skins zusammengetreten wird oder eine alte Frau gleich vom Bus überfahren wird. Würdet ihr dazwischen springen? Ich für mich weiss es nicht.

    Aber es gibt auch unspektakülärere Situationen: Würdet ihr Stammzellen (Rückenmark) spenden? Immerhin entnehmen die aus der Wirbelsäule Gewebe. Die Chance gelähmt zu werden ist da und auch andere Risiken sind damit verbunden! Und vor allem, auch für jemand fremdes. Jemanden den man nicht kennt und dann die eigene Haut herhalten?

    Die schlimmste/glorreichste Entscheindung, die man ja (gottseidank) nur aus Filmen kennt: DU musst entscheiden, ob du ober jemand anders stirbt. Du kannst anderen durch dein eigenes Opfer das Leben retten. Ich zweifle, ob ich zu so einer ehrenhaften Tat fähig wäre, und somit ob ich es im Gegenzug somit würdig wäre, so ein Opfer entgegenzunehmen. Oder wächst man über sich selbst hinaus?
    Recht darf nie Unrecht weichen.

  • #2
    Das ist eine schwierige Frage.
    Ich fange mit dem 2. Teil an:
    Ich wäre (bin) bereit Rückenmark zu spenden und bin als Spender registriert und getestet. Ich bin mir ziemlich sicher, daß ich dann auch spenden würde, wenn ich geeignet wäre. Blutspenden ist für mich selbstverständlich, seit ich 18 bin und es tun darf.

    Zum 1. Teil geht es mir genauso wie Dir, ich bin mir nicht sicher, was ich tun würden, weil solche Situationen zu extrem sind, um sie vorweg einzuschätzen.
    CU

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    • #3
      sehr schwierig sowas...

      zur ersten sache... ich würde wahrscheinlich eingreifen. es gibt immer mittel und wege einzugreifen, anstatt einfach wegzuschauen.

      zum zweiten blutspenden und rückenmarkspenden. ist so ne sache zumindest das zweite, wär ich mir nicht sicher. das erste würde ich evtl. sogar durchziehen, ich weiß ja leider meine blutgruppe nicht, aber es ist sehr wahrscheinlich das ich eine der seltensten überhaupt habe (eigentlich dumm es nicht genau zu wissen, ich weiß. man weiß ja nie...)

      ansonsten sich für einen völlig fremden aufzuopfern... weiß ich nicht, ich denke nein. für jemand den man kennt bzw. seinen "wert" weiß (bitte, bitte nicht falsch verstehen, ich rede von einem eigenen wert, den ich demjenigen aus meiner sicht zuwerfe....klingt trotzdem dumm...naja egal)... vielleicht. wenn ich es mir so überlege gäbe es nur eine person auf diesem planeten für die ich mich wirklich opfern würde ... das wird sich auch nicht ändern. ich hoffe die person wird irgendwann wissen das ich so denke... naja anderes thema..
      OJF.de.vu - Webmaster
      "Nennen sich Christen, und unter ihrem Schafspelz sind sie reißende Wölfe." - Goethe

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      • #4
        Ich sag auch erstmal: Schwierig, schwierig!

        Also Blutspende habe ich schon mehrmals gemacht, hatte aber immer ein sehr mulmiges Gefühl dabei und wäre fast umgekippt...das ist aber individuel verschieden! Wenn ein Risiko für mich bei einer Spende da wäre, dann sag ich ganz offen: Ich würde nicht spenden, es sei denn ich wüßte mit Sicherheit, dass ein guter Mensch oder besser einer der mir selber am Herzen liegt es braucht!
        Ich weiss, dass dies nicht grade eine noble Einstellung ist, aber ich sags jetzt halt offen und ehrlich hier, wie andere ja auch schon!
        Ob ich für jemanden sterben würde in einer "Hollywood"-Situation? Ich weiss es nicht! Erstmal kommt es stark auf die Person an...sowieso nur, wenn mir die Person sehr am Herzen liegt! Da ich nicht verliebt bin (momentan) und selber keine Kinder habe, fällt mir momentan nur mein Taufpatenkind (also der Sohn meiner Schwester)ein, für den ich mich jederzeit opfern würde...einfach weil ich mich für ihn verantwortlich fühle!

        Einem wildfremden Menschen, der auf der Strasse verprügelt wird, zu helfen, ist auch (leider, ich aknns echt nicht anders sagen!!!)meine Art!
        Ich bin in dieser Hinsicht eher ein Ferengi, der weiss, wann er zu verschwinden hat! Man weiss nie, mit was für nem Chaoten man es zu tun bekommen könnte, und ich kenne einige Chaoten, denen ich alles zutrauen würde! Einfach mein Selbsterhaltungstrieb ist sehr stark...sehr zum Nachteil anderer Menschen, aber was will ich machen?

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        • #5
          Keine Frage für mich.

          Eine entscheidende Frage meinerselbst beschäftigt mich, würde ich auch mein Leben für jemanden geben, den ich von seiner Gesinnung her überhaupt nicht mag oder mit dessen ich nicht einverstanden bin?

          Meine Frage zielt eher auf folgende Situation ab: Muss ich mich als "Mörder" beschimpfen lassen und gleichzeitig den Allerwertesten desjenigen verteidigen?

          Nun denn, ich mache es, allerdings lasse ich diesen "persönlichen" Aspekt aussen vor und knöpfe mir denjenigen "danach" vor, sofern ich noch dazu in der Lage bin.

          Keine Frage für mich.

          Bedeutet soviel wie: Ja natürlich muss man einschreiten, wenn solche Situationen stattfinden. Leider habe ich noch keine solche erlebt, denn diejenigen, die in solcher Lage "Unrecht" tun, die könnten echt was erleben. Mein eigenes Leben dafür gefährden? Ich würde in so einer Situation wohl nicht über mein eigenes Leben nachdenken, frei nach dem Motto "Das Wohl aller wiegt mehr als das Wohl eines einzelnen."

          Das ist jetzt nicht abgedroschen, sondern soll einen Teil meiner Lebensphilosophie darstellen und hat auch viel mit Idealismus zu tun.

          Zur Spende:
          Eine Päriduralanästhesie bei einer schwangeren Frau ist auch nicht neu, ebendrum eine Spritze direkt ins Rückenmark der Frau. Ich habe vielleicht (zu) viel Vertrauen, daß alles "glatt" geht, aber ist IMHO nix anderes. Die Frage ist: Was oder wie hilft was oder Welches. Wenn jemand im Sterben liegt und nur ich derjenige bin, der helfen kann, werde ich ganz bestimmt nicht "Nein" sagen, ungeachtet der Risiken, die für mich entstehen könnten.

          Zur Frage der Entscheidung des Ablebens:

          Das ist wohl eher rhetorisch gemeint, gell? Das kann KEINER beantworten und kann eigentlich über Vermutungen nicht hinausgehen. Die menschliche Psychologie betrachtend, würde ich sagen, daß man tatsächlich den eigenen Tod eher in Kauf nimmt um im nachhinein nicht für den Tod des Anderen verantwortlich zu sein.

          Ich bin keine Signatur, ich mach hier nur sauber ...

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          • #6
            Das Blutspenden voll okay ist, daß weiß man ja.

            Normalerweise wäre das Spenden von Rückenmark wohl auch okay, weil man ja den Ärzten vertrauen kann. Früher hätte ich das wahrscheinlich auch noch getan, wenn ich nicht ständig mit meinem Asthma so zu kämpfen hatte. Aber jetzt würde ich es auf keinen Fall mehr machen. Aus dem einfachen Grund, weil ich meinen Glauben an die Ärzte verloren habe.

            Für eine Rückenmark-Spende wird wohl ziemlich das selbe gemacht, als wenn eine Nadel in die Wirbelsäule eingeführt wird und die Nerven betäubt werden. Wie Amasov schon so schön gesagt hat, wird das bei schwangeren Frauen gemacht, damit die Empfängnis nicht so schmerzhaft ist. Mich hat man 40 Stunden in den Wehen gelassen (natürlich kann man in der Zeit nicht schlafen), davon 10 Stunden im Kreissaal. Entgegen meiner Überzeugung habe ich mir die Spritze setzen lassen, weil man in so einer Situation vor Schmerzen einfach nicht mehr klar denken kann.

            Was ist passiert? Ich leide 16 Monate danach noch immer an sehr starken Rückenschmerzen, wo ich früher nie Probleme mit meinem Rücken hatte.

            Fazit: Sollte mein Sohn mal eine Rückenmarkspende brauchen und eine große Chance besteht, daß ich es ihm spenden kann, dann würde ich es tun, weil er mir über alles geht, ansonsten würde mich nichts dazu bringen.

            Was nun die Frage betrifft, ob man für jemand sein Leben riskieren oder einsetzen würde, so ist die sehr schwer zu beantworten.

            Theoretisch würde ich sagen: Früher, bevor ich einen Mann und eine Familie hatte, hätte ich es wohl ohne Zögern gemacht, weil mein Leben mir selbst nicht so wichtig war. Heute trage ich Verantwortung für die Menschen, die ich liebe, und auch daran muß ich denken und Rücksicht nehmen.

            Praktisch, gibt es aber einen Faktor, an den bisher noch niemand gedacht hat. Nämlich das Unterbewußtsein. In solchen Extremsituationen wo der Faktor Zeit die wichtigeste Rolle spielt, da kann man nicht erst zu überlegen beginnen, man wird handeln wie es einem der Instinkt vorschreibt. Dieser Instinkt wird manchem sagen, daß er helfen muß, während andere vor Angst oder Schock wie gelähmt wären.

            Wahrscheinlich würde ich instinktiv auch zu helfen versuchen, weil man sich dabei gar nicht wirklich bewußt ist, daß man sein Leben riskiert. Hätte ich aber meinen kleinen Sohn an der Hand, wäre er das Wichtigste für mich und ich würde ihn nicht loslassen aus Angst, daß ihm etwas passiert.

            Daß ich mein Leben "planmässig" opfern würde (also wenn der Faktor Zeit keine Rolle spielt), daß glaube ich nicht, weil s.o. ich Verantwortung für meine Familie trage.
            Sollte sich jemand opfern wollen, dann würde es auf die Situation ankommen, ob man das Opfer annimmt oder nicht. Um da eine richtige Aussage zu treffen, dazu fehlen einfach zu viele wichtige Faktoren.

            Abschließend könnte ich noch erwähnen, daß ich für meine Familie alles tun würde. Denn sie stehen bei mir an erster Stelle. Das ist wichtiger als mein Leben.

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            • #7
              Das wäre mein Traum!

              Bis jetzt hab ich mein Leben so vor mich hingelebtund werde dies höchst wahrscheinlich auch weiterhin tun. Aber sein Leben opfern für eine andere Person oder eine gute Sache, das wäre das erste sinnvolle, was ich in meinem Leben tun würde. Und wenn ich davon überzeugt wäre, das es das richtige ist, würde ich keine Sekunde zögern.

              Zur Blutspende gehe ich regelmäßig.

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              • #8
                @Usul

                So etwas solltest du nicht sagen. Auch wenn es dich natürlich ehrt, daß du anderen uneigennützig das Leben retten willst und es nichts Schöneres gibt, als ein Leben durch deines zu retten, so solltest du es nicht als deinen Traum ansehen.

                Auch wenn es dir vielleicht (noch) nicht so vorkommt, aber dein Leben ist wertvoll. Es gibt Menschen, die dich lieben und es wird auch einen besonderen Menschen in deinem Leben geben, für den DU das Wichtigste auf der Welt sein wirst.

                Ich persönlich muß sagen, daß jeder wohl sein Leben einfach so vor sich hinlebt, bis er seinen persönlichen Sinn im Leben findet. Das kann der Beruf sein, der Partner, die Familie und es gibt noch eine Menge anderer Lebenziele.

                Deshalb sollte es nicht dein Traum sein, dein Leben für ein anderes zu geben. Dein Traum sollte sein, was du dir ganz besonders wünscht. Z.B. eine Freundin.

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                • #9
                  Originalbeitrag von Amasov
                  Eine entscheidende Frage meinerselbst beschäftigt mich, würde ich auch mein Leben für jemanden geben, den ich von seiner Gesinnung her überhaupt nicht mag oder mit dessen ich nicht einverstanden bin?

                  Meine Frage zielt eher auf folgende Situation ab: Muss ich mich als "Mörder" beschimpfen lassen und gleichzeitig den Allerwertesten desjenigen verteidigen?
                  Als Soldat ist man ja auch speziellen Situationen und Pflichten unterworfen. Anders als der normale Bürger, ist die Grundpflicht des Soldaten "Der Soldat hat die Pflicht, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen" (entnommen dem Taschenbuch für Wehrausbildung). Durch deinen Schwur hast du dich ja dazu bekannt.

                  Sicherlich gibt es hier viel Abschaum, aber Mensch ist Mensch. Sicherlich kein leichtes Los, zumal diese idiotischen Vorwürfe kommen. Soldaten sind keine Mörder (zumindesten die deutschen), da sie das Leben bringen und nicht den Tod.
                  Recht darf nie Unrecht weichen.

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                  • #10

                    Ich war schon einige Male in Situationen, in denen meine Zivilcourage gefordert war,
                    in diesen Situationen habe ich noch nie darüber nachgedacht, ob damit auch mein Leben riskiert habe, ich handelte.
                    Ich spende regelmäßig Blut, trachte danach, dass mein 1. Hilfe Kenntnisse gut/ und gut immer wieder neu geschult sind.

                    Ob ich mein Leben für andere geben würde, ich denke ja, wenn keine andere Möglichkeit mehr da ist.
                    Dies ist ein Teil meines Selbstverständnisses, meiner Philosophie.

                    Wobei ich mir ungern Situationen vorstelle, wo es sehr wenig Fakten gibt, weil nie die noch so durchdachte Entscheidung vor einer Situation, die Situation selbst ist. - und man daher wirklich nie dagen kann, wie man schlußendlich wirklich handelt.
                    t´bel

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                    • #11
                      Denke ich auch, t'bel.

                      Wobei ich noch hinzufügen müßte, daß ich einem Verletzten (z.b. bei einem Verkehrsunfall) nur bedingt 1. Hilfe leisten würde. Verbinden, Druckverband anlegen, schön und gut, aber vor schlimmeren Fällen würde ich mich drücken (und natürlich alles daran setzen wirkliche Hilfe zu holen), da bei meinen beiden 1. Hilfekursen (in der Schule und für den Führerschein), die Puppe bei der Herzmassage ihren Geist aufgegeben hat und ihre Schläuche rausfielen.

                      DAS war vielleicht peinlich...

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                      • #12
                        Nun ich weiß gar nicht was ich da tue wenn so ein Fall eintritt. Wenn z.B. mein Vater eine Niere von mir braucht, dann denke ich würde ich ihm helfen. Nur soll man wirklich sein eigenes Leben riskieren für vollkommen fremde? Mein Leben ist mir wirklich sehr wichtig und ich will es nicht so einfach aufgeben. Sicher ich würde immer gerne anderen Menschen helfen, aber ich denke das sollte immer nur so weit gehen, dass das eigene Leben nicht gefährdet wird. Denn was hat man davon wenn am Ende sowohl der Verletzte als auch der Helfer sterben.

                        Mal sone Frage: Wer von euch hat schonmal Blut gespendet?
                        Sorans Fußballblog - Einblicke in die Welt des Fußballs - Spielberichte, Fotos und mehr. :)
                        Mein Videokanal - Supportvideos vom Fußball

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                        • #13
                          Hmm, Blutspender haben wir hier ja erfreulich viele (ich selbst bin, da erst ein halbes Jahr 18 noch nicht dazugekommen ) und bei Organspenden gibt es auch noch recht viele Willige, aber was ist mit der schon oft angesprochenen Pflicht/Verantowrtung? Sagen wir es ginge jetzt nicht um ein Leben gegen ein Leben, sondern um viel mehr Leben die man retten könnte. Wiegt das Wohl des Einzelnen wirklich nicht so schwer, wie das Vieler?

                          Ist eine sehr theoretische Frage, da die meisten ja gottseidank nicht in solche Situationen geraten (von Amasov mal abgesehen), aber meint ihr nicht, dass man durch einen Instinkt dazu geleitet wird, sein Leben vielleicht zu opfern?
                          Recht darf nie Unrecht weichen.

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                          • #14
                            Ich glaube nicht, daß man durch einen Instinkt dazu geleitet wird sein Leben zu opfen. Denn es gibt einen Instinkt, der besonders ausgeprägt ist und das ist der Lebensinstinkt eines jeden von uns.

                            Wenn man durch Zeitmangel oder was auch immer nicht direkt registriert, daß man auch sterben kann, dann wird man wohl spontan sein Leben für das eines anderen riskieren. Aber wenn ich sicher weiß, daß ich sterbe, dann sehe ich direkt dem Tod ins Auge. Ich denke nicht, daß das viele so ohne weiteres fertig bekommen. Das hat jetzt nichts mit fehlendem Heldenmut zu tun, sondern damit, daß man nun mal nur ein Leben hat. Niemand weiß was dann kommt.

                            Ich denke ein Mensch würde sich dann für mehrere Menschen absichtlich und mit vollem Bewußtsein, daß er sterben wird, opfern, wenn ihm das Leben der Menge wertvoller erscheint als sein eigenes.

                            Wobei bei seinem eigenen wohl noch dazu kommt, was er in seinem Leben geleistet hat (wie sieht er sich selbst? wäre dieser Tod die einzige Möglichkeit sich selbst zu beweisen? hat er schwere Schuld auf sich geladen, die er dadurch wenigstens im Tod begleichen könnte?), was er noch vom Leben zu erwarten hat (ein Alter wird sich da leichter opfern können, als ein Junger, der sein ganzes Leben noch vor sich hat), welche Verpflichtungen er hat (hat er Familie? muß er für jemand sorgen?), etc. Das sind nur einige Punkt, die mir jetzt einfallen. Punkte, die wohl jeder für sich abwiegen würde, wenn es soweit wäre. Und ein nicht einzuordnender Faktor wäre wohl auch noch Angst. Die Angst vor dem Tod. Darüber reden ist einfach und auch sich theoretisch für eine gute Sache zu opfern, aber wenn man dann genau in so einer Situation wäre, dann würden einem solche Gefühle bestürmen, die man niemals in der Theorie erörtern kann.

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                            • #15
                              Originalbeitrag von Narbo
                              ......Sagen wir es ginge jetzt nicht um ein Leben gegen ein Leben, sondern um viel mehr Leben die man retten könnte. Wiegt das Wohl des Einzelnen wirklich nicht so schwer, wie das Vieler?
                              ...........

                              ich verstehe diesen Zusammenhang nicht.....ganz.

                              kannst/magst du dies näher erläutern?


                              @ femewolf;
                              in den --wenigen---konkreten Situationen in denen ich einfach handelte, und im Nachhinein erkannte - dies war auch für mein Leben gefährlich--, machte ich mir tatsächlich keine deiner - im letzten Absatz, genannte Gedanken.
                              Vielleicht kann ich mich so verständlich machen:
                              Ich "habe" Kinder und einen Gefährten, und ich lebe gerne, und ich habe noch nie daran Gedacht , dass ich mit meinem Tod irgendetwas von meinem Leben "sühnen" könnte----
                              doch wenn ich daran denke, dass ich im Jahresschnitt täglich ca 240km mit dem Auto fahre, sehr oft Unfälle sehe oder deren Folgen, und dennoch mich --- und dies muß ich zugeben--(fällt mir schwer, weils unlogisch ist)-- nicht immer an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halte, dann riskiere ich auch dabei mein Leben und das anderer. und so gäbe es mehr Beispiele.

                              Wenn ich zu solchen Taten fähig bin, - sehr oft unbewußt - und erst der Blick auf die Tachonadel mich wieder zum Denken bringt - wieso sollte ich nicht dann auch, wenn ich damit andere Leben retten kann, meines riskieren? - dies wäre tatsächlich sowohl für meine 1. wie meine 2. Natur extrem unlogisch.
                              t´bel

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