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Rente erst mit 67 - Was wäre davon zu halten?

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  • Rente erst mit 67 - Was wäre davon zu halten?

    Die designierte Kanzlerin Merkel hat sich mit einer langfristigen Forderung in die Debatte um die Erhöhung des Renteneintrittsalters eingemischt: Sie fordert von den unter 35-Jährigen, sich auf einen verspäteten Rentenbezug erst im Alter von 67 Jahren einzustellen.

    Berlin - Eine Anhebung des Renteneintrittsalters sei "keine aktuelle Aufgabe", es müsse aber "deutlich sein, dass dies eine weit in die Zukunft reichende Maßnahme ist, die nichts, aber auch gar nichts mit der aktuellen Situation zu tun hat", sagte Angela Merkel heute beim Deutschen Baugewerbetag in Berlin. Menschen, die nach 1970 geboren seien, müssten sich aber darauf einstellen, dass das Renteneintrittsalter "ganz schrittweise" auf 67 Jahre erhöht werden könnte.

    Zwar sei in den Koalitionsverhandlungen mit der SPD dazu noch keine Entscheidung gefallen, doch entspreche ein späterer Renteneintritt den Empfehlungen der meisten Experten, sagte die CDU-Vorsitzende. Sie räumte ein, dass angesichts der hohen Arbeitslosigkeit unter älteren Arbeitnehmern ein späterer Renteneintritt derzeit "nur ein Synonym für Rentenabschläge" sei. Die Rente erst mit 67 Jahren sei daher eine "weit in die Zukunft reichende Aufgabe", bei der sich die Altersgrenze für heute jüngere Menschen langsam "Monat für Monat" erhöhen könnte.

    Aktuell geht es laut Merkel darum, das gesetzliche Renteneintrittsalter von 65 Jahren mit dem faktischen in Einklang zu bringen, das wesentlich niedriger liege. Sie nannte in diesem Zusammenhang die Überlegung sinnvoll, dass Abschläge bei vorzeitigem Rentenbezug nicht wie bisher an starre Altersgrenzen geknüpft werden, sondern in gewissen Branchen wie am Bau an die Ableistung von beispielsweise 45 Beitragsjahren. Rentenkürzungen kämen weder für die Union noch für die SPD in Frage, sagte sie.

    Merkel beklagte, dass sich auch im kommenden Jahr der Abbau von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen fortsetzen werde. Vermutlich fielen 2006 rund 200.000 solcher Jobs weg, dazu kämen jährlich 40.000 Firmeninsolvenzen. "Dieser Trend muss gestoppt und umgedreht werden", sagte sie. In den Sozialkassen könne gar nicht so viel gespart werden, "als wenn wir die Einnahmesituation verbessern". Der stetige Zuwachs von Minijobs sei zwar grundsätzlich gut, aber leider kaum einträglich für die Sozialversicherungen, sagte sie. "Wir müssen aufpassen, dass nicht immer mehr Lasten auf immer weniger Schultern verteilt werden."

    Zum Thema Haushaltskonsolidierung sagte Merkel, es gelte das rechte Maß an Gestaltung für mehr Beschäftigung, aber auch für mehr Staatseinnahmen zu finden. An das Thema Steuererhöhungen gehe sie "mit äußerster Vorsicht" heran, weil dies die Binnenkonjunktur abwürgen könne. Zu den Beratungen mit der SPD über die Themen Haushalt und Finanzen sagte sie: "Dies ist eine Aufgabe, die mindestens die Quadratur des Kreises, wenn nicht die Kugelmachung des Würfels bedeutet."

    Angesichts leerer öffentlicher Kassen sucht Merkel nach eigenen Worten gezielt nach Maßnahmen für mehr Wachstum und Beschäftigung, die nichts kosten. Ein Beispiel sei der Bürokratieabbau. Die Anforderungen von Behörden mache bei Firmen mit weniger als 200 Beschäftigten vier bis sechs Prozent der Kosten aus. "Da muss man fragen: Sind alle Berichts- und Kontrollpflichten wirklich nötig?"
    Quelle
    "The only thing we have to fear is fear itself!"

  • #2
    War mir klar das so was eintritt, bis ich ins Rentenalter komme. Von daher nicht überraschend.

    Das Problem dabei ist bloß, dass die Leute auch ihre Jobs behalten müssen und nicht mit 55 in Vorruhestand geschickt werden oder schlimmer mit 48 ihren Job verlieren und dann keinen mehr finden. Ich finde dieses Problem wird dabei nicht genügend beachtet.
    Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
    Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
    Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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    • #3
      war klar das das kommt!!!!


      allerdings wird, wenn ich das alter erreicht haben sollte, das rentenalter auf 70 oder gar höher hochgeschraubt sein.
      Die Schwarz-Gelbe Invasion geht weiter !!!!

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      • #4
        Zitat von matrix089
        War mir klar das so was eintritt, bis ich ins Rentenalter komme. Von daher nicht überraschend.

        Das Problem dabei ist bloß, dass die Leute auch ihre Jobs behalten müssen und nicht mit 55 in Vorruhestand geschickt werden oder schlimmer mit 48 ihren Job verlieren und dann keinen mehr finden. Ich finde dieses Problem wird dabei nicht genügend beachtet.
        Da stimme ich voll zu. Es müssen sich ja mittlerweile sogar schon Mitdreißiger teilweise anhören, dass sie zu "alt" sind.
        Na ja, ich bin dann mal gespannt, wann uns die Medien in einem dieser erschütternden "Tatsachenberichten" die ersten 66jährigen "Drückeberger" präsentieren.

        Gruß, succo
        Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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        • #5
          Ich würde bis 67 Arbeiten. Das Problem ist nur: Habe ich mit 67 noch Arbeit oder bin ich im jetzigen Rentenalter (65) Arbeitslos und bekomme Sozialhilfe?
          Meine Meinung dazu: Schwachsinn
          ! Planet Thüringia ein Besuch lohnt sich !
          " Die Götter sind Außerirdische!"
          Mache das Beste aus deiner Vergangenheit!
          Thüringen das Grüne Herz Deutschlands.

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          • #6
            Ich weiß ned so genau, was ich von halten soll. Aber eigentlich wäre es IMO doch besser, wenn man das Rentenalter lassen oder sogar heruntersetzen würde, damit der Arbeitsmark für junge Leute frei wird. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob auch genug Arbeitnehmer hinzukommen, um die eh schon labilste Renten-Kasse monatlich ausreichend zu füllen.
            "The only thing we have to fear is fear itself!"

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            • #7
              Nun bis unsereins Alt ist (also jene unter 35) kann das Gesetz noch fünfmal geändert werden. Dennoch wirds langsam ehr unrealistisch. Sicher gibts viele Berufe die man mit 67 noch machen kann oder in denen man in dem Alter vll Selbstständig ist.

              Aber nur mal als Beispiel, ich bin Restaurantfachfrau und kann mir nicht vorstellen mit 67 noch mit 4 Tellern in der Hand durch die Gegend zu rennen. Und so gehts vielen, man bedenke nur mal die handwerklichen, bauliche usw Berufe.

              Ausserdem hat eine solche Diskussion den faden Beigeschmack, das ja für unsereins nicht mal sicher ist das es Rente gibt. Das derzeitige Rentensystem ist absolut veraltet und unrealistisch für die Zukunft. Sicher gibts private Vorsorge, nur dafür braucht man wieder Arbeit und sich das leisten zu können - doch Arbeit ist rar. Auch in der jüngeren Generation, wobei die ganz "jungen" teilweise keinerlei Grundsteine in bezug auf Bildung haben (zb immer mehr ohne Schulabschluss, von Berufabschluss ganz zu schweigen) und auch fehlendes Interesse zeigen. Diese Personen sind dann, so drastisch es klingt, für die Wirtschaft und das Sozialsystem ohne wirklichen Wert.

              Ich soll mich also abbuckeln bis 67 um dann mit etwas Glück, etwas Rente zu bekommen, welche zu wenig zum Leben und viel zum Sterben ist.
              my props

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              • #8
                Ich schätze mal, dass bei 67 noch nicht Schluss ist.

                Das Ganze ist doch eh Augenwischerei, da das Rentensystem so lange nicht funktionieren kann, bis endlich mal eine wirkliche Umverteilung an Geldern von oben nach unten statt findet. Alles Andere ist doch nur eine Rumwurstelei ohne jeglichen Effekt, ausser der verbleibenden Unsicherheit bei den Betroffenen.
                "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
                ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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                • #9
                  Zitat von Dr.McKay
                  Nun bis unsereins Alt ist (also jene unter 35) kann das Gesetz noch fünfmal geändert werden. Dennoch wirds langsam ehr unrealistisch. Sicher gibts viele Berufe die man mit 67 noch machen kann oder in denen man in dem Alter vll Selbstständig ist.

                  Aber nur mal als Beispiel, ich bin Restaurantfachfrau und kann mir nicht vorstellen mit 67 noch mit 4 Tellern in der Hand durch die Gegend zu rennen. Und so gehts vielen, man bedenke nur mal die handwerklichen, bauliche usw Berufe.

                  Ausserdem hat eine solche Diskussion den faden Beigeschmack, das ja für unsereins nicht mal sicher ist das es Rente gibt. Das derzeitige Rentensystem ist absolut veraltet und unrealistisch für die Zukunft. Sicher gibts private Vorsorge, nur dafür braucht man wieder Arbeit und sich das leisten zu können - doch Arbeit ist rar. Auch in der jüngeren Generation, wobei die ganz "jungen" teilweise keinerlei Grundsteine in bezug auf Bildung haben (zb immer mehr ohne Schulabschluss, von Berufabschluss ganz zu schweigen) und auch fehlendes Interesse zeigen. Diese Personen sind dann, so drastisch es klingt, für die Wirtschaft und das Sozialsystem ohne wirklichen Wert.

                  Ich soll mich also abbuckeln bis 67 um dann mit etwas Glück, etwas Rente zu bekommen, welche zu wenig zum Leben und viel zum Sterben ist.
                  Ich meine mich zu erinnern, dass die CDU da einen Vorschlag gemacht hatte, dass man auch nachdem man 45 Jahre eingezahlt hat, ohne Abschläge in Rente gehen kann. Damit wären zumindest die Leute vom Bau, etc. abgedeckt.

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                  • #10
                    Also ganz prinzipiell ist das doch klar, dass das Rentenalter ansteigt und auch noch ansteigen wird in der Zukunft. Die Menschen werden immer älter und können somit auch länger arbeiten. Wo früher der Mensch mit 40 am Ende war, ist heute doch bei 60 schon lange nicht mehr schluss bei vielen.

                    Ob man natürlich dann wie schon angesprochen noch Arbeit hat, ist eine andere Sache. Aber ich denke das ist nicht nur von Branche zu Branche verschieden sondern auch von Arbeitgeber zu Arbeitgeber.

                    Und wenn ich höre, dass der Notenbankchef in USA jetzt mit 79 erst aufhört, kann's so schlimm nicht sein.
                    Punkt.

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                    • #11
                      Zitat von Windsor
                      [...]Und wenn ich höre, dass der Notenbankchef in USA jetzt mit 79 erst aufhört, kann's so schlimm nicht sein.
                      Irgendwie habe ich so das Gefühl, dass dem seine "Rente" ganz gut sein wird! Zumindest besser als die manch anderer, gelle?
                      "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                      DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
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                      • #12
                        Zitat von Windsor

                        Und wenn ich höre, dass der Notenbankchef in USA jetzt mit 79 erst aufhört, kann's so schlimm nicht sein.
                        Meinst du nicht das ein solcher Posten mit 79 noch gut zu machen ist? Ich würde den auch nocht mit 80 erledigen wollen...aber leider hat die Mehrheit nicht so einen schön bezahlten und körperlich einfachen Job.
                        my props

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                        • #13
                          Also ganz ehrlich glaube ich, auch wenn er gut bezahlt sein wird, dass man solche Posten nicht unterschätzen sollte.

                          Auch gerade was Managerposten angeht. Da sind einige schon fast zugrunde gegangen und selbst die haben dann eingesehen, dass es das Geld nicht wert ist.
                          Wie das nun bei dem 79jährigen ist weiß ich nicht. Wenn er so lange blieb, kann es durchaus sein, dass es einigermaßen angemessen war für sein Alter.
                          Punkt.

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                          • #14
                            Ja aber so ein Posten erfordert in erster Linie nen guten verstand, welcher in aller Regel öfter zu finden ist (in dem Alter) als ebenso gute Gesundheit.

                            Ich denke durchaus auch das es ein Unterschied ist, ob sich einer 40 Jahre auf nem Sessel gesetzt hat und mit Kopf gearbeitet hat...oder eben 40 Jahre beim Arbeiten hauptsächlich körperlich da sein musste, wie zb Bauarbeiter, Kellner, Lagerarbeiter usw.

                            Klar ich kann natürlich mit 70 fit sein oder nicht, das kommt immer auf die person an und kann man leider nicht vorraus sagen.

                            p.s. ich nehme dennoch gerne so einen Managerposten Auch wenn er stressig ist und streß ungesund ist, ich kann das bei dem gehalt annehmen
                            my props

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                            • #15
                              Beim Bauarbeiter ist es natürlich schon so, dass irgendwann Ende ist.
                              Auch wenn ein Kopf-Job wirklich anstrengend sein kann, denke ich, dass da das Alter schon mehr Möglichkeiten bietet als ein Bauarbeiter. Da wird irgendwann einfach schluss sein. Das ist ganz normal.
                              Zitat von Dr.McKay
                              p.s. ich nehme dennoch gerne so einen Managerposten Auch wenn er stressig ist und streß ungesund ist, ich kann das bei dem gehalt annehmen
                              Das habe ich auch mal gesagt. Bis ich einer Frau hörte, die einen solchen Job hatte. Diese hatte selbst in der Freizeit das Handy/Headset erst gegen 2 Uhr Nachts weglegen können und das am Wochenende, lag dann nach einigerzeit wegen Herzinfarkt im Krankenhaus etc.
                              Das sollte man wirklich rein gar nicht unterschätzen. Da ist nichts mehr mit Freizeit. Und sowas hält man auch nicht lange durch, denke ich.
                              Da ist dann irgendwann auch der Punkt erreicht, andem es das Geld nicht mehr wert ist, wenn man nichtmal mehr die Zeit hat, es auch auszugeben/es zu genießen.

                              Dann lieber nur das Gehalt.
                              Punkt.

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