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Drogen und Psychosen

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  • Drogen und Psychosen

    Heute ist so ein Tag, wo mir nach der Arbeit so richtig bewusst wird, was für katastrophale Schäden Drogen bei jungen Menschen hinterlassen. Wer glaubt, mal hin und wieder eine kleine Pille zur Party oder einen Pilz zum aktuellen Blockbuster nehmen zu können, spielt russisches Roulette.

    Ein Fall:

    Karsten*, 24 Jahre alt, bisher ein sog. normaler Lebensverlauf, Abbi geschafft und mal ein wenig "relaxen" vor den großen Entscheidungen.
    Viel Zeit zum Denken, das mag Karsten eh. Hin und wieder 'ne Tüte Gras, vielleicht auch mal etwas Chemie. Aber bisher klappt die Koordination von Rausch und Wachsamkeit.Bis zum Film "Sakrileg"!

    Karsten sitzt mit glasigen Augen vor einem Blumentopf und meint, dass dieser ihn die wahre Natur des Ganzen erzählen kann. Eltern gibt es eh nicht, die sind zu "abgespaced", so Karsten.
    Als er verzweifelt mit dem Vater über den Film und vor allem seiner Paranoia diskutieren wollte, tilte Karsten aus. Der Vater liegt im Krankenhaus und Karsten unterhält sich mit einer Topfpflanze. Ehrlich, ich habe lange nicht mehr so einen ängstlichen Menschen gesehen!

    *Name geändert



    Wenn ich so die letzten 5 1/2 Jahre Arbeit auf der Akut-Station einer Allgemein Psychiatrie betrachte, fällt am meisten auf, wie das Alter der Leute gesunken ist.
    Zur Zeit haben wir ca. 50% einer 28 Betten Station mit unter 25 Jährigen belegt und es kommen mehr.
    Auch die Art der Psychosen oder bessen deren Ursachen verlagen sich mehr und mehr in Richtung Drogenkonsum und dabei sind auch einige Erst-Konsumenten. Es geht gar nicht nur alleine darum, ob ich abhängig werde, sondern auch um dieses "Russisch Roulette-Prinzip".
    Hat du Pech, knallt da irgendwas durch im Hirn und das kann verdammt schmerzhaft sein.

    Ist mir ein wichtiges Thema und ich hoffe, dass es gelesen wird.

    Bei Problemen mit Drogen ist es keine Schande sich Hilfe zu holen, sondern ein verdammt mutiger Schritt.

    Hier geht´s zu einer coolen Seite, sehr lesenwert:

    http://www.partypack.de/
    Zuletzt geändert von EREIGNISHORIZONT; 24.05.2006, 19:58.
    "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
    DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
    ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

  • #2
    Ich sage auch nur "Finger weg von den Drogen!"

    Habe selber damit schlechte Erfahrungen gemacht wie einige hier wissen.

    Aber das jemand mit einen Blumentopf labert ist mir neu. Habe Therapieerfahrung und kenne viele Leute mit ähnlichen oder gleichen Erkrankungen. SOrry, da muß ich mir das lachen mal verkneifen....*G*

    Das mit seinen Vater ist wohl nicht so schön und wäre mir nie eingefallen.

    Also die Tendenz zu immer mehr drogeninduzierten Psychosen ist zu erkennen.

    Ob es bei allen an einer vererbten Anfälligkeit liegt? Oder liegt es daran das die Substanzen "härter" und konzentrierter geworden sind? Wohlmöglich noch mit ZUsatzstoffen versetzt?

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    • #3
      Zitat von Skymarshall
      SOrry, da muß ich mir das lachen mal verkneifen....*G*
      Hat ja auch was Komisches, aber glaube mir, wenn du die Augen siehst, bleibt dir das Lachen im Halse stecken. Ich möchte nicht in dieser Haut stecken, auch wenn ich mich in meiner auch oft nicht wohl fühle.
      Aber so den Boden zu verlieren, muss pures Grauen sein.
      Na ja, aber seine Chancen sind gut, das sei hier dennoch angemerkt. Zur Not ist selbst der Gang zur Psychiatrie keine "Imageverlust". Die Einstiegshürde ist minimal, da die dort arbeitenden Leute nicht urteilen und werten. Daran sollte man denken.
      Selbst die medikamentösen Hilfen sind weitaus besser, als oft vorurteilhaft verschrien Nichts mit "Sabbern" und "Roboter". Das wird glücklicherweise ein Teil der Geschichte werden.
      "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
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      • #4
        Öhm also bis jetzt hab ich noch keine Drogen... außer Alkohol natürlich. , zu mir genommen. Aber du hast Recht , dass das Alter immer niedriger wird.
        Also von gewissen Leuten aus unserer Jahrgangsstufe weiss ich auch, dass
        sie mit Drogen dealen und auch selber sogar in der Schule heimlich aufen Klo
        zu sich nehmen!!!
        Die meisten fehlen auch regelmäßig und der Montag nach den 1. MAiwanderungen waren bestimmt ca. 40 Prozent wegen übermäßigen Konsums net da.
        Das Lied für sinnlose Diskussionen zur Aggressionsbewältigung.
        Mehr Frieden und Liebe für das SFF! Trage dazu bei!

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        • #5
          Zitat von EREIGNISHORIZONT
          Hat ja auch was Komisches, aber glaube mir, wenn du die Augen siehst, bleibt dir das Lachen im Halse stecken. Ich möchte nicht in dieser Haut stecken, auch wenn ich mich in meiner auch oft nicht wohl fühle.
          Aber so den Boden zu verlieren, muss pures Grauen sein.
          Ich habe auch schon ein paar heftige Filme und Horrortrips gefahren - das kannst du mir glauben.

          Und Leute gesehen die durch einen durchgucken....

          Na ja, aber seine Chancen sind gut, das sei hier dennoch angemerkt. Zur Not ist selbst der Gang zur Psychiatrie keine "Imageverlust". Die Einstiegshürde ist minimal, da die dort arbeitenden Leute nicht urteilen und werten. Daran sollte man denken.
          Selbst die medikamentösen Hilfen sind weitaus besser, als oft vorurteilhaft verschrien Nichts mit "Sabbern" und "Roboter". Das wird glücklicherweise ein Teil der Geschichte werden.
          Natürlich ist die moderne Psychatrie wirklich sehr wichtig und hilfreich. Ohne moderne Psychopharmaka und Fachkompetenz ginge es vielen Menschen unerträglich schlecht, vielleicht hätten sie sich schon umgebracht.

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          • #6
            Ich selbe nehme ausser Alkohol keine Drogen, doch mit dem Thema habe ich schon bekanntschaft gemacht.

            Mein Cousin (jetzt Mitte zwanzig) war selber Drogenabhängig.
            Er hat seit etwa seinem 15 oder 16 Lebensjahr gekifft und hat nun davon Multiple Sklerose, eine Nervenkrankheit die bis zur Erblindung führen kann.
            Er wurde mal zusammengeschlagen, weil er gedealt hat.
            Ein wirklich geregeltes Leben führt er nicht.
            Er hat seinen Hauptschulabschluss nachgeholt, sogar eine Lehrstelle gehabt, die er aber aufgegeben hat. Wie es ihm zur Zeit geht, weiss ich nicht. Ich habe ihn zuletzt auf einem Geburtstag gesehen.

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            • #7
              Zitat von Skymarshall

              Also die Tendenz zu immer mehr drogeninduzierten Psychosen ist zu erkennen.

              Ob es bei allen an einer vererbten Anfälligkeit liegt? Oder liegt es daran das die Substanzen "härter" und konzentrierter geworden sind? Wohlmöglich noch mit ZUsatzstoffen versetzt?

              Oftmals liegt es daran, daß die Drogen nicht die sind, die die Kiddis zu nehmen meinen ....
              Eine Pille von Heute enthält in den seltensten Fällen noch MDMA .. nicht mal MDEA, MDA oder MDBB ... Chemie ist schlicht nicht kalkulierbar und von daher geht es heutzutage öfter nach hinten los als früher ...
              Auch hat sich das Umfeld der Konsumenten verändert ..
              War Ecstasy früher noch eine Droge, die in einem "Familären" Umfeld auf Partys genommen wurde, so wird das Zeug heute in allen Lebenslagen und zu jeder Gelegenheit genommen... da Psychoaktive Droge nunmal aber stark in ihrer Wirkung vom erfahrenen Eindruck abhängen gehen sie auch hier viel öfter als Früher nach hinten los!.
              Eine E in depressiver Stimmung kann einem den Knall die in die Psychatrie schneller verschaffen als man Peng sagen kann vor allem, wenn es keine Gruppe gibt,die eventuelle negative "Schwingungen" auffängt ...

              Man erinnere sich da mal an die "Bad Trip" Zelte, die es beim Woodstock Festival gegeben hat, wo sich erfahrene Leute speziell um LSD und Mescalin Opfer auf schlechten Filmen gekümmert haben ...

              Allles in allem gilt heute mehr als Früher noch : Finger weg von der Chemie!!!!
              Das Risiko ist einfach nicht zu kalkulieren und niemand weiß genau, was er da in sich reinpumpt ..

              Vor allem, wo auch die Potenz einiger Stoffe um einiges gesteigert wurde ..
              Crystal Speed hat z.B. mit dem Speed der "alten Tage" nicht mehr viel gemein und hat ein Abhängigkeitspotential, daß Beachtlich ist ... ausserdem frisst es die Birne noch mehr an als es das "gute Alte" Speed eh schon getan hat ..

              Die gute Alte "Haschparanoia" darf da natürlich nicht unerwähnt bleiben (jeder Kiffer kennt die Vorstufe die sich in einem Gewissen Verfolgungswahn äußert.. nach dem Motto " ich hab das Gefühl, daß alle sehen können, daß ich Stoned bin ...")
              Nur wird sich die beim Gelegenheitskonsumenten nicht so schnell einstellen, Heavy User stehen da schon einer ganz anderen Gefährdung gegenüber ...

              Bei den Langzeitwirkungen von Chemie kann ich leider nur zu gut mitreden ..
              bin seit 1997 raus aus der Scene und plag mich noch heute mit den Nachwehen rum ... die Psyche an sich ist eigentlich soweit wieder in Ordnung, aber die "Kleinigkeiten" können einem schon ganz schön zu schaffen machen ...
              Stichwort "Psychovegetative Störungen" wie Herzschmerzen, Kreislaufprobleme Angstzustände wenn man sich z.B. auf eine Reise begibt und sich auf der Autobahn der Entfernung von zu Hause ausgeliefert sieht und und und ...

              Zum Glück bin ich damals ohne Psychatrie ausgekommen, denn was ich bei einigen meiner Kollegen von damals mitbekommen hab, was das dann aus denen gemacht hat .. hätte ich nicht schon vorher aufgehört, dann hätte ich es dann aus Angst vor der Psychatrie!!!
              Leider Gottes sind da einige Fälle dabei, die mit leichten Problemen (teils Freiwillig) da rein sind und als komplett Paralysierte und Sabbernde Tablettenmonster da wieder raus sind ...

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              • #8
                Zitat von Mendred
                Mein Cousin (jetzt Mitte zwanzig) war selber Drogenabhängig.
                Er hat seit etwa seinem 15 oder 16 Lebensjahr gekifft und hat nun davon Multiple Sklerose, eine Nervenkrankheit die bis zur Erblindung führen kann.
                Naja, ich glaub nicht, dass er MS vom Kiffen hat. THC greift im Gegensatz zu Alkohol nicht die Myelin-Scheiden der Nerven oder Aterien an. Es wird sogar als Medikament bei MS eingesetzt, weil es beruhigt und die Entladungen der ungeschützten Nervenbahnen veringert.

                Trotzdem sollte man die Wirkung von THC nicht unterschätzen. Die im akuten Rausch noch "angenehme" Gleichgültigkeit (ja, auch ich hab Haschisch-Erfahrung) kann chronisch werden, gerade bei übermäßigem Gebrauch.

                Trotzdem soll an dieser Stelle gesagt sein (und ich finde es gut, dass viele in diesem Thread Alkohol bereits als Droge bezeichnen), das gerade Alkohol eine der schlimmsten Drogen ist, die es gibt. Alkohol und Barbiturate sind die einzigen Drogen, bei denen der Entzug zum Tode führen kann. Alkohol greift die Hirn-Blut-Schranke an und macht sie dauerhaft durchlässiger für andere giftige Stoffe. Das Suchtpotenzial ist enorm hoch und die Folgen (für Gesundheit und soziales Umfeld) sind katastrophal. Ich finde es sehr schlimm, dass Alkohol eine derartige Popularität in unserer Gesellschaft hat. Es wird heute eher hinterfragt, warum man nicht trinkt, als warum man trinkt. Meiner Meinung nach sollte Alkohol vor allen anderen Drogen verboten werden!
                But someday we'll catch a glimpse of eternity, as the world stands still for a moment.
                And I guess we will be making history, when we all join hands, just to watch the sky.
                For a moment...

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                • #9
                  Alkohol wirst du nicht verbieten können.
                  Viel zu grosse Lobby. Ausserdem trink ich selbst gerne mal ein Bierchen.

                  Der "Vorteil" von Alk gegenüber von THC und co. ist, dass du beim Alkohol ziemlich genau weist wie er wirkt. Und vorallem, wie lange.
                  Die Wirkung von THC ist von Person zu Person viel unterschiedlicher.
                  Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                  - Florance Ambrose

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                  • #10
                    Nun, auch wenn ich persönlich denkbar wenig von Drogen halte, darf man doch niemals die gewaltigen Unterschiede zwischen verschiedenen Drogen und verschiedenen Arten des Drogenkonsums übersehen.

                    So sind z.B. die sogenannten psychedelischen Drogen, und unter diesen speziell die pflanzlichen Psychedelika, bei verantwortungsbewusstem Umgang relativ ungefährlich. Sie sind nicht sonderlich gesundheitsschädlich und bei vernünftigem Umgang ist die Chance auf eine sogenannte "Drogenpsychose" praktisch nicht vorhanden. Wenn so etwas vorkommt, haben die Leute entweder schon vorher einen psychischen Knax gehabt und die Droge war nur der "Trigger", oder die Dosis war viel zu hoch. (und bei Überdosis kann bekanntlich fast alles gefährlich werden)

                    Aber der große Unterschied zwischen Psychedelika auf der einen Seite und Drogen wie Kokain, Heroin, Speed usw. auf der anderen besteht darin, dass Psychedelika zwar einen "Trip", aber keinen eigentlichen Rausch auslösen und deshalb weder psychisch noch physisch abhängig machen. Wenn man einen Pilztrip hinter sich hat, ist einfach keinerlei Bedarf vorhanden, die Sache möglichst bald zu wiederholen.
                    Für viele ist es sogar eine einmalige Sache. Das hat seinen Grund darin, dass das Belohnungszentrum wird nicht tangiert wird, weshalb kein Drang nach "mehr" entsteht.

                    Ich selbst habe schon mal darüber nachgedacht, einmal einen Versuch mit "Salvia Divinorum" zu machen, einem pflanzlichen Psychedelikum das nur sehr kurz wirkt. Nicht um mir einen schönen Abend zu machen, nicht um etwas zu genießen, sondern weil mich die Verzerrung der Realität interessiert, von der erzählt wird.

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                    • #11
                      Zitat von 3of5
                      Ich selbst habe schon mal darüber nachgedacht, einmal einen Versuch mit "Salvia Divinorum" zu machen, einem pflanzlichen Psychedelikum das nur sehr kurz wirkt. Nicht um mir einen schönen Abend zu machen, nicht um etwas zu genießen, sondern weil mich die Verzerrung der Realität interessiert, von der erzählt wird.
                      nur kann sich leider niemand seiner Psyche so sicher sein, daß das wirklich Risikolos möglich wäre !
                      Wie ein Kollege sagte: Psychodrogen öffnen Türen im Hirn, die mit gutem Grund hätten verschlossen bleiben sollen ....
                      Und Grade die Pflanzlichen Psychodelica sind mit mehr Vorsicht noch als die Chemie zu behandeln!
                      Grund: Niemand, wirklich niemand kann sagen was für eine Dosis er sich im Endeffekt wirklich reinzieht !
                      Beispiel Pilze:
                      30 rohe Frische Pilze (Psylos von der Weide) haben eine eher Geringe Wirkung, sind diese Teile aber schon einigermaßen angetrocknet, erhöht sich die Wirkpotenz um ein Vielfaches!
                      Weiß man dann nicht genau um welche Pilze es sich handelt, können 5 getrocknetet Pilze schon dermaßen reinhaun, daß auch eine "gesunde" Psyche gewaltig ins Trudeln kommen kann ...

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                      • #12
                        also ich würde die Finger von dem Zeug lassen.
                        Soll auch vorkommen, das Leute nicht mehr vom Trip runter kommen.

                        Nein danke, ich verzichte
                        Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                        - Florance Ambrose

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                        • #13
                          Zitat von 3of5
                          Ich selbst habe schon mal darüber nachgedacht, einmal einen Versuch mit "Salvia Divinorum" zu machen, einem pflanzlichen Psychedelikum das nur sehr kurz wirkt. Nicht um mir einen schönen Abend zu machen, nicht um etwas zu genießen, sondern weil mich die Verzerrung der Realität interessiert, von der erzählt wird.
                          Warum kommen mir solche Sätze so bekannt vor?
                          Auf der Suche nach der "Matrix"?

                          Ich finde es auch gut, dass hier insbesondere auch der Alkohol als Droge bezeichnet wird, denn das ist er und führt nicht minder zu Psychosen. Einen chronischen Trinker kann man am Ende seiner "Karriere" nichts mehr vermitteln. Ein ungeheuer deprimierendes Bild, was sich einem da bietet. Darum arbeite ich auch nicht mehr in diesem Bereich.

                          Zitat von I_are_Daxter
                          Man erinnere sich da mal an die "Bad Trip" Zelte, die es beim Woodstock Festival gegeben hat, wo sich erfahrene Leute speziell um LSD und Mescalin Opfer auf schlechten Filmen gekümmert haben
                          Keine schlechte Sache und es wäre gut, wenn bei Konzerten/Clubs in heutigen Zeiten auch geschulte Leute anwesend wären. Eine Menge Schaden kann in diesen ersten kritischen Momenten abgefangen werden.
                          Leider schwingt aber immer diese "Moralkeule" mit in der Diskussion um Drogen, das lässt dann solche Modelle wohl eher nicht zu, da sie evtl. als eine Art Förderung des Konsums angesehen würden.

                          Zitat von I_are_Daxter
                          Allles in allem gilt heute mehr als Früher noch : Finger weg von der Chemie!!!!
                          Das Risiko ist einfach nicht zu kalkulieren und niemand weiß genau, was er da in sich reinpumpt
                          Ja, das ist vollkommen richtig.
                          Erschreckend ist, wenn man sich ansieht wie junge Leute an die Drogen kommen und mit wie wenig Wissen dort agiert wird. Da wird der letzte Dreck verkauft und die Leute braten sich die Gehirnzellen weg.
                          Wäre schön, wenn diesbezüglich eine bessere Aufklärungskmpagne statt finden würde. In den Schulen z.B.

                          Zitat von I_are_Daxter
                          Die gute Alte "Haschparanoia" darf da natürlich nicht unerwähnt bleiben (jeder Kiffer kennt die Vorstufe die sich in einem Gewissen Verfolgungswahn äußert.. nach dem Motto " ich hab das Gefühl, daß alle sehen können, daß ich Stoned bin ...")
                          Nur wird sich die beim Gelegenheitskonsumenten nicht so schnell einstellen, Heavy User stehen da schon einer ganz anderen Gefährdung gegenüber ...
                          Hash und Gras genießen eine fragwürdige Harmlosigkeit. Auch ich habe gerade mit diese Droge schlechte Erfahrungen gemacht und sehe da imense Gefahren.
                          Auch wenn ich sicherlich kein "Heavy User" bin, so habe ich auch schon diese Gleichgültigkeit in mir erlebt, selbst wenn es Tage her war, wo ich einen durchgezogen habe.
                          Heute betrachte ich den Konsum mit weitaus mehr Respekt und genieße hin und wieder einen Joint mit sog. Rahmenbedingungen. Mir muss es schon vorher gut gehen und nicht schlecht.

                          Zum Thema "sich berauschen" sei das gesagt. Es ist nicht moralisch verwerflich, sondern es ist einfach nur eine Frage der gesunden Logik, mit was ich mein Realitätsempfinden beeinflusse und warum ich es tun will.
                          Man muss genauso eine "Tüte" weg legen können, weil man z.B. arbeiten oder Auto fahren muss, wie das Glas Bier.

                          Zitat von I_are_Daxter
                          Leider Gottes sind da einige Fälle dabei, die mit leichten Problemen (teils Freiwillig) da rein sind und als komplett Paralysierte und Sabbernde Tablettenmonster da wieder raus sind ...
                          Das ist nicht schön zu lesen.

                          Wir haben bei uns ein sog. "Soteria Zimmer". Vielleicht auch einigen bekannt unter "weiches Zimmer". Ist einfach nur ein Raum mit weichen Teppich, einigen Kissen und Matratze. Ruhige Farben und ein paar Lava-Lampen, sovie beruhigende Musik.
                          Wenn jemand psychotisch ist, müssen die Außenreize runter geschraubt werden und gleichzeitig eine Art Kommunikationskanal hergestellt werden, damit die inneren Reize und Wahnvorstellungen "raus" können. Damit lässt sich der Gebrauch von starken Psychpharmaka erheblich reduzieren.
                          Leider wird dieses Konzept noch nicht konequent umgesetzt. Oft aus Kostengründen.

                          Es gibt aber leider auch Zustände, wo aus Gründen der Selbst- und Fremdgefährdung der Einsatz von starken Medikamenten nicht zu umgehen ist. Selbst wenn das unter einer Fixierung läuft, muss das aber nicht zu einem Selbstläufer werden. Bei den Leuten bleiben und ihnen Sicherheit geben ist da das Wichtigste.
                          Bis jetzt kann ich sagen, dass bei uns sich solche Szenarien wirklich in Grenzen halten, ansonsten würde ich da sicherlich nicht mehr arbeiten.
                          Bleibt zu hoffen, dass sich die Psychiatrie weiter reformieren wird, denn das hat sie mit Sicherheit nötig.
                          "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                          DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
                          ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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                          • #14
                            Wir haben bei uns ein sog. "Soteria Zimmer". Vielleicht auch einigen bekannt unter "weiches Zimmer". Ist einfach nur ein Raum mit weichen Teppich, einigen Kissen und Matratze. Ruhige Farben und ein paar Lava-Lampen, sovie beruhigende Musik.
                            davon höre ich zum ersten mal (habe mir bisher unter "weiches Zimmer" immer was anderes vorgestellt (haha)).
                            Klingt aber nach ner guten Idee.

                            Bleibt zu hoffen, dass sich die Psychiatrie weiter reformieren wird, denn das hat sie mit Sicherheit nötig.
                            Aye, dem kann selbst ein unbedarfter Laie wie ich nur zustimmen.
                            Allerdings wenn ich so die Entwicklungen im Gesundheitswesen beobachte, sehe ich da eher schwarz.
                            Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                            - Florance Ambrose

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                            • #15
                              nur kann sich leider niemand seiner Psyche so sicher sein, daß das wirklich Risikolos möglich wäre !
                              Wie ein Kollege sagte: Psychodrogen öffnen Türen im Hirn, die mit gutem Grund hätten verschlossen bleiben sollen ....
                              Risikolos ist im Leben überhaupt nichts möglich Auto fahren, Urlaub machen, weiche Eier essen... die Gefahr lauert überall.

                              Aber wie gesagt: Wenn man mit der Dosis aufpasst, dann ist das Risiko so minimal, dass man nicht von einem Wagnis sprechen kann. Ich kenne entsprechende Leute, lese auch gelegentlich in einschlägigen Foren, und habe im Zusammenhang mit pflanzlichen Drogen noch nie von Zwischenfällen oder eben gar einer solchen Psychose gehört.

                              Warum kommen mir solche Sätze so bekannt vor?
                              Auf der Suche nach der "Matrix"?
                              Das eigentlich nicht. Nur stets an neuen Erfahrungen interessiert In meinen Augen taugt das Leben für nichts anderes.

                              Anmerkung am Rande: Warum wird in "Matrix" eigentlich so getan, als wäre die Matrix das Mysteriöse und sogar "Unbeschreibliche"? Die Matrix ist doch gerade das, was jeder Matrixbewohner am besten kennt...

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