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Phänomenologie der Lebenswelt oder Hermeneutik der Faktizität?

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  • Phänomenologie der Lebenswelt oder Hermeneutik der Faktizität?

    Dieser Text ist nicht von mir, aber vielleicht kann jemand damit etwas anfangen. Ich kanns nämlich nicht, da ich das meiste einfach nicht verstehe.
    Viel spaß dabei!


    Seitdem Schelling in den Fragmenten mit dem Titel "Die Weltalter" gegen das Hegelsche Begriffsdenken den Gedanken der "Unvordenklichkeit" geltend gemacht hat, steht das Dasein im Verdacht, daß es nicht als Gegenstand der Anschauung gegeben sein kann. Unvordenklichkeit - das meint aber vor allem, daß das Leben Vollzugscharakter hat und sich dem Bezugssinn des Theoretischen nicht als Gegenstand erschließt. Vom Leben in seiner Ganzheit, in seiner Totalität oder besser noch vom Leben als Totalität kann es keine Anschauung geben, weil es als Vollzug seiner selbst unableitbares und unbegründbares Dasein ist. In seiner Unvordenklichkeit - oder vielleicht auch als Unvordenklichkeit - kann uns das Dasein nicht in den Blick kommen, denn jeder Blick hängt seinerseits an den Voraussetzungen des Lebensvollzugs. Im Grunde ist das die Umkehrung des mittelalterlichen, identitätstheoretischen Gedankens, das, was man in seiner Vollständigkeit erkennen wolle, müsse man auch sein, in das neuzeitliche, differenztheoretische Format, die Vollständigkeit des Erkennens könne, wenn überhaupt, nur das Ergebnis des Variantenreichtums theoretischer Zugriffe sein.

    Mit der Fusion zweier begrifflich-theoretischer Großformate, Leben und Welt, in der Spätphilosophie Husserls zur Lebenswelt als transzendentalphilosophische Basis der phänomenologischen Forschung wird der Schelling´sche Gedanke der Unvordenklichkeit aktualisiert und der Vollzugscharakter des Daseins theoretisch neu verankert. Sein Konkurrenzprodukt ist das von Heidegger initiierte und von Gadamer ausgeführte Programm einer Hermeneutik der Faktizität. Beide Optionen der Beschreib- bzw. Lesbarmachung eines Unvordenklichen sollen hier zur Sprache kommen.

  • #2
    Erstens wäre das im Wissenschaftsforum besser aufgehoben...und zweitens ist das einer dieser total bescheuerten philosophische Texte wo Dinge unnötig kompliziert geredet werden. Ähnlich wie "der Mist" von Kant.

    Da muß man erstmal überhaupt ein paar Begriffe klären:

    Unvordenklichkeit - was ist das denn? Das Gegenteil von Voreiligkeit?

    Lebensvollzug - Der Alltag? Der Ablauf der Dinge?

    Hermeneutik der Faktizität - Bitte was? Kann man das essen?

    Irgendwie geht es glaube ich darum das man mit herkömmlichen Kriterien(ich denke also bin ich) nicht auf (s)ein Leben oder seine Identität schließen kann oder so. Sich nur differenziert über verschiedene Anschauungsmodelle annähern kann. Das Leben als Ganzes ist nicht zu erfassen.

    Wie und warum verstehe ich nicht. So ein Text widert mich an.


    PS: Woher ist dieser tolle Text? Und von wem?

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    • #3
      Zitat von Existenz
      Dieser Text ist nicht von mir, aber vielleicht kann jemand damit etwas anfangen. Ich kanns nämlich nicht, da ich das meiste einfach nicht verstehe.
      Viel spaß dabei!


      Seitdem Schelling in den Fragmenten mit dem Titel "Die Weltalter" gegen das Hegelsche Begriffsdenken den Gedanken der "Unvordenklichkeit" geltend gemacht hat, steht das Dasein im Verdacht, daß es nicht als Gegenstand der Anschauung gegeben sein kann. Unvordenklichkeit - das meint aber vor allem, daß das Leben Vollzugscharakter hat und sich dem Bezugssinn des Theoretischen nicht als Gegenstand erschließt. Vom Leben in seiner Ganzheit, in seiner Totalität oder besser noch vom Leben als Totalität kann es keine Anschauung geben, weil es als Vollzug seiner selbst unableitbares und unbegründbares Dasein ist. In seiner Unvordenklichkeit - oder vielleicht auch als Unvordenklichkeit - kann uns das Dasein nicht in den Blick kommen, denn jeder Blick hängt seinerseits an den Voraussetzungen des Lebensvollzugs. Im Grunde ist das die Umkehrung des mittelalterlichen, identitätstheoretischen Gedankens, das, was man in seiner Vollständigkeit erkennen wolle, müsse man auch sein, in das neuzeitliche, differenztheoretische Format, die Vollständigkeit des Erkennens könne, wenn überhaupt, nur das Ergebnis des Variantenreichtums theoretischer Zugriffe sein.

      Mit der Fusion zweier begrifflich-theoretischer Großformate, Leben und Welt, in der Spätphilosophie Husserls zur Lebenswelt als transzendentalphilosophische Basis der phänomenologischen Forschung wird der Schelling´sche Gedanke der Unvordenklichkeit aktualisiert und der Vollzugscharakter des Daseins theoretisch neu verankert. Sein Konkurrenzprodukt ist das von Heidegger initiierte und von Gadamer ausgeführte Programm einer Hermeneutik der Faktizität. Beide Optionen der Beschreib- bzw. Lesbarmachung eines Unvordenklichen sollen hier zur Sprache kommen.
      Philosophie!
      Phänomenologie ist meines Wissens ein Philosophisches Konzept das Von einen Philosophen Namens Husser in der 1. helfte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde!

      wenn ich diesen Text richtig Interpretiere heist das das Schelling(ein Philosoph der Romantik) meinte der mensch könnte seine Lebenswelt(dasein, oder sozial zu verstehen) nicht mit den Mitteln des Verstandes Erfassen!
      Hussel und transzendentalphilosophische ?
      die transzendentalphilosophische ist doch etwas von Kant,
      Die WIssenschaft von der Grundlage der Erfahrung(auf der laut Kant und die Empieriker die menschliche erkenntnisfähnigkeit aufbaut)!

      Anscheinend scheint auch Hussel der ansicht zu sein das der Mensch seine Lebenswelt nicht (vollständig) verstehen kann.

      Aber ich bin kein Experte und habe den text zum teil nur Überflugen, kenne den Zusammenhang nicht u.s.w!

      Daher Könnte ich mich irren!

      Edit: kann sein das das Alles Quatsch ist!
      Zuletzt geändert von DragoMuseveni; 09.07.2006, 20:09.
      "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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      • #4
        Zitat von DragoMuseveni
        Philosophie!
        Naja, das kann sich jeder denken...
        Phänomenologie ist meines Wissens ein Philosophisches Konzept das Von einen Philosophen Namens Husser in der 1. helfte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde!
        "Phänomenologie des Geistes" ist von Hegel. Und älter Hegel-System.

        Ich denke Existenz möchte wissen ob jemand den Text versteht?

        Also bei mir sieht es da schlecht aus...

        Kommentar


        • #5
          Zitat von Skymarshall
          Naja, das kann sich jeder denken...

          "Phänomenologie des Geistes" ist von Hegel. Und älter Hegel-System.

          Ich denke Existenz möchte wissen ob jemand den Text versteht?

          Also bei mir sieht es da schlecht aus...
          der Begriff Phänomenologie ist schon älter!
          Hegel ging es um "werdendes Wissen" wenn ich mich nicht irre!
          "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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          • #6
            Ich würde jetzt mal ganz schnell auf einen postmodernen Essay-Generator tippen... Z.B. wie diesen hier (allerdings englisch, vielleicht gibts das Ding auch auf deutsch): http://www.elsewhere.org/pomo
            Solche Generatoren erzeugen sinnlose Essays, die aus durchaus gramatikalisch korrekten Sätzen bestehen, jedoch keinen wirklichen Sinn haben.

            Einem Physik-Professor ist es sogar gelungen, einen solchen Nonsens-Text publiziert zu bekommen. Das führte damals (1996) zu einem grossen Aufschrei... Hier ist die "Arbeit":
            http://www.physics.nyu.edu/faculty/s...inglefile.html
            Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
            Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

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            • #7
              Zitat von Bynaus
              Ich würde jetzt mal ganz schnell auf einen postmodernen Essay-Generator tippen... Z.B. wie diesen hier (allerdings englisch, vielleicht gibts das Ding auch auf deutsch): http://www.elsewhere.org/pomo
              Solche Generatoren erzeugen sinnlose Essays, die aus durchaus gramatikalisch korrekten Sätzen bestehen, jedoch keinen wirklichen Sinn haben.

              Einem Physik-Professor ist es sogar gelungen, einen solchen Nonsens-Text publiziert zu bekommen. Das führte damals (1996) zu einem grossen Aufschrei... Hier ist die "Arbeit":
              http://www.physics.nyu.edu/faculty/s...inglefile.html


              das könnte auch sein!
              "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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              • #8
                Von dem Text selbst habe ich auch kaum etwas verstanden, aber von Husserl, Hermeneutik und Phänomenologie habe ich zumindestens schon etwas gehört.
                Ich habe ein wenig empirische Sozialforschung an der Uni gemacht und da kamen diese Begriffe vor.
                Also Hermeneutik ist eine Art Verstehensprozess und Phänomenologie ist so etwas wie die Wissenschaft des Phänomens. Man nimmt sich bestimmte Ereignisse bzw. Handlungen in seiner Umgebung vor und untersucht diese. Das kann z.B. die Situation sein, wenn sich zwei Menschen begegnen und sich z.B. Grüßen. Das könnte man z.B. noch verändern indem eine der beiden Personen statt ein Handzeichen zu geben oder so etwas wie "Hallo" zu sagen, einfach mal ein Wort sagt, was völlig gegen die normalen Erwartungen wäre und dann abwarten, was darauf passiert. Ich habe das ganze jetzt mehr in soziologischer Hinsicht gelernt, kann aber sein, dass man das auch in anderer Hinsicht erklären kann, aber der Text deutet ja doch eher auf einen sozio-psychologische bzw. philosophischen Hintergrund hin und nicht auf einen naturwissenschaftlichen.

                Wofür brauchst du den Text eigentlich und woher hast du ihn?

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                • #9
                  Langer Rede kurzer Sinn, es hat keinen Sinn

                  Ich brauche keinen Generator der Sinnloses Zeug produziert ich produziere lieber selbst Sinnloses! Ich verwende dazu zwar keinerlei Fremdworte aber dafür ist es Sinnlos.

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                  • #10
                    Mag sein daß der Text so etwas entstammt, aber zumindest die Konzepte von Husserl, Schelling, Heidegger [der mit der Hütte ] etc. gibt es ja wirklich - und viele wissenschaftstheoretische Texte hören sich auch so an...
                    Deswegen ist das alles aber noch lange nicht komplett zu verwerfen (und Kant ist ganz bestimmt kein "Mist" nur weil man ihn nicht sofort versteht ), denn für hochabstrakte philosophische Gedanken sind eben auch hinreichend komplexe Begrifflichkeiten vonnöten. Daß man sowas mal schnell im Bus liest ist ja auch nicht beabsichtigt.
                    Ansonsten würd ich mit meinem Laienwissen mal davon ausgehen, daß es dabei um das Grundproblem der Erkennbarkeit der "Realität", und zwar vor allem der sozialen Realität, geht. Im traditionellen, auf der Naturwissenschaft basierdenden Sinn funktioniert dies durch möglichst genaues empirisches Messen von möglichst präzise formulierten Hypothesen - diese können dann entweder falsifiziert oder als vorläufig gesichert angesehen werde (so der kritische Rationalismus nach Karl Popper). Eine zweite wissenschaftstheoretische Ansicht geht dagegen davon aus, daß es gar keine von den Subjekten unabhängige soziale (in Extremen: auch keine materielle) Realität gibt. Ganz simpel ausgedrückt: Soziale Realität konstituiert sich beständig durch das Handeln der Akteure selbst - sie ist also nicht unabhängig von ihnen, sondern wird permanent (re-)konstruiert. Die Pointe ist, daß es dabei nun keine "objektive, neutrale" wissenschaftliche Beobachtung mehr geben kann, denn auch der Forscher ist Bestandteil des Konstkruktionsprozesses, und interpretiert "seine" wahrgenommene Realität in subjektiver Weise. Das wäre dann der "Vollzugscharakter der Realität".

                    Andererseits kann auch etwas völlig anderes gemeint sein...

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                    • #11
                      Deswegen hatte ich "Mist" auch in Anführungsstriche gesetzt.

                      Ich bin immer noch der Meinung das man sowas anders formulieren kann. Besonders so ein Satz

                      Im Grunde ist das die Umkehrung des mittelalterlichen, identitätstheoretischen Gedankens, das, was man in seiner Vollständigkeit erkennen wolle, müsse man auch sein, in das neuzeitliche, differenztheoretische Format, die Vollständigkeit des Erkennens könne, wenn überhaupt, nur das Ergebnis des Variantenreichtums theoretischer Zugriffe sein.
                      Ist doch purer Unfug und Verwirrung. Wo ist da eigentlich Haupt - und Nebensatz?

                      Also 3of5, der Philosophie studiert, meinte das es ingesamt notwendig sei so zu formulieren. Aber er sagte auch das es teilweise bewußte Verkomplizierung ist.

                      Selbst wenn Fachbegriffe verwendet werden, was zu jeder Wissenschaft dazugehört, geht es bestimmt auch einfacher.

                      Ich kann mir auch nicht vorstellen das Philosophiestudenten sowas auf Anhieb verstehen. Wo kann dann die Motivation des Verfassers sein?

                      Also ich würde es (versuchen) so zu verfassen das man es auch gut verstehen kann.


                      Edit:@Jack Crow: Geordies und dein Ansatz hören sich plausibel an. Vielleicht ist ja sowas damit gemeint.

                      Die Pointe ist, daß es dabei nun keine "objektive, neutrale" wissenschaftliche Beobachtung mehr geben kann, denn auch der Forscher ist Bestandteil des Konstkruktionsprozesses, und interpretiert "seine" wahrgenommene Realität in subjektiver Weise. Das wäre dann der "Vollzugscharakter der Realität".
                      Ähnlich wie eine objektive Selbstanalyse.

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                      • #12
                        Dieser Text stammt ursprünglich von dieser Seite:
                        http://www.philosophie-raum.de/thread.php?threadid=8017

                        Der Grund war und ist, dass ich mir nicht sicher war was dieser Text zu bedeuten hat. Bisher hatte ich philosophische Texte diesen Niveaus weder gelesen noch gesehen.
                        Jack Crow erwähnte Kant, jedoch finde ich seine Arbeit weitaus verständlicher als diesen Text!



                        Also:
                        Hier scheinen zwei verschiedene Betrachtungsweisen auf einander zu prallen. Zum einen die Phänomenologie der Lebenswelt (sprich das Phänomen des Lebens als Ganzes) und die Hermeneutik der Faktizität (sprich das unvollkommene Verständnis eines Sachverhaltes bzw. einer Tat)
                        Hierbei kommt der Begriff Dasein zum Tragen, welcher als solcher leider nicht näher erklärt wird.
                        Eigentlich kommt dieser Terminus bei Hegel durch die These, Antithese, Synthese Methode zustande.
                        Sein ist die These und Nichts ist die dazugehörige Antithese. Den beiden übergestellte Synthese wird als Werden bezeichnet. Zu Werden ist nun das hier beschriebene Dasein die Antithese. Das ständige Wechsel zwischen Sein und Nichts (hierbei ist Sein und Nichts eigentlich das Gleiche) wird durch das besagte Werden beschrieben. Nun kann man das Dasein mit dem definitiven, statischen [im Gegensatz zum Werden(Antithese)], physikalischen (in jedem Aggregatzustand) Vorhandensein gleichsetzen!

                        HdF - Hermeneutik der Faktizität

                        So:
                        Der sogenannte Vollzugscharakter des Lebens, welcher nichts anderes als ein abgeschlossenes System meint, verhindert aus der Sicht der HdF, dass das System (hier das Leben/Dasein im allgemeinen) nicht in der Lage ist sein Wesen in seiner Gänze zu begreifen. Der Vollzug seiner Selbst kann also nicht genügen um ein ausreichendes Verständnis der einzelnen oder der Situationen (Punkte auf der Zeitlinie - im 10-Dimensionen-System betrachtet) als Ganzes (Leben) aufzubauen, da die nötigen Orientierungspunkte ausserhalb des Systems liegen.
                        Siehe Dasein - Werden (besteht aus Sein und Nichts), jedoch sind die beiden Begriffe (Sein und Nichts) innerhalb des Systems nicht konsistent.
                        sprich:
                        weil es als Vollzug seiner selbst unableitbares und unbegründbares Dasein ist

                        Weiters:

                        Die Unvordenklichkeit (sprich: Unfähigkeit das Selbst zu erkennen) negiert also im Rahmen der HdF, die Möglichkeit der objektiven Betrachtung des Systems, da das Dasein/Leben selbst Bestandteil des Systems ist und somit nur subjektives Erkennen zulässt.
                        Objektiv wäre also die Phänomenologie des Lebens, da sie das Leben/Dasein als Ganzes, somit ausserhalb des Systems, betrachtet und nicht als einzelne Situationen, wie HdF!


                        So hab ichs verstanden, aber ich hab halt keine Ahnung ob das annähernd stimmt, da ich mich mit solchen Themen nicht wirklich auskenne.
                        Tja, Jack Crow ist ja zu einem ähnlichen Schluß gekommen, also wirds schon irgendwie in diese Richtung gehen.



                        Hat eigentlich jemdand 3of5 dazu befragt? Vielleicht könnte er uns den Sachverhalt kompetent erklären!
                        Zuletzt geändert von Existenz; 12.07.2006, 17:39.

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                        • #13
                          Zitat von Existenz
                          Jack Crow erwähnte Kant, jedoch finde ich seine Arbeit weitaus verständlicher als diesen Text!
                          Ich hatte behauptet das er schwer verständlich sein. Und mit der Meinung stehe ich nicht alleine. Z.B. hatte sogar ein gewisser Herr Stephen Hawking damit Probleme. Hat er selbst in einen seiner Bücher zugegeben. Und der Mann hat wirklich Grips.

                          So hab ichs verstanden, aber ich hab halt keine Ahnung ob das annähernd stimmt, da ich mich mit solchen Themen nicht wirklich auskenne.
                          Tja, Jack Crow ist ja zu einem ähnlichen Schluß gekommen, also wirds schon irgendwie in diese Richtung gehen.
                          Wird wohl von der Tendez richtig sein.


                          Hat eigentlich jemdand 3of5 dazu befragt? Vielleicht könnte er uns den Sachverhalt kompetent erklären!
                          Habe ihn jetzt ein paar Tage nicht gesehen. Er wird den Thread bestimmt finden und dann antworten wenn er Zeit hat.

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                          • #14
                            Hegel da bekommt man Knoten in Gehirn.

                            wenn das dasein sich selbst nciht durch den VOllzug seiner selbst Verstehen kann heist das, denke ich, das man das leben nicht durch das leben verstehen kann!

                            wenn deine aufführungen stimmen Brauch es zu verstehen einen "Äusseren Bezugspunkt".
                            Äusserhalb des "Werdens" und daseins also.

                            Das heist den ja ausserhalb der lebenswelt.
                            Also Tranzendent oder?
                            unfähigkeit das system zur erkennen, also können wir Quasie das System der Wirklichkeit nicht begreifen!
                            Und dann sprechen wir uns selbst die Objektivitet(b.z.w. Intersubjektivität) ab.



                            ALso ist das eine Metaphysische Überlegung.
                            da wird 3of5 seine Freude haben uns das zu Erklären!
                            "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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                            • #15
                              ja hallo zusammen

                              Ist doch purer Unfug und Verwirrung. Wo ist da eigentlich Haupt - und Nebensatz?

                              Also 3of5, der Philosophie studiert, meinte das es ingesamt notwendig sei so zu formulieren. Aber er sagte auch das es teilweise bewußte Verkomplizierung ist.
                              Waaaas? Ich soll gesagt haben, dass es in der Philosophie notwendig ist, sich unsinnig und verwirrt auszudrücken?

                              Das bezweifle ich stark.

                              Denn ich selbst stehe gerade auf dem gegenteiligen Standpunkt: Ich bin überzeugt, dass gerade in der Philosophie, wo man leichter aneinander vorbeiredet als in irgendeiner anderen Wissenschaft, jeder Autor um ein größtmögliches Maß an Klarheit, Durchsichtigkeit und begriffliche Präzision bemüht sein muss. Außerdem erwarte ich von jedem Philosophen ein gehöriges Maß an Humor und Selbstironie (was die heutigen Philosophen Gott sei dank meist auch aufbringen) und nicht dieses arrogante Selbstgefühl eines Propheten, der an letzten Geheimnissen rührt und sich mit seinen hohen Erkenntnissen für eine einfache und deutliche Sprache zu gut ist (was man früheren Philosophen leider allzu häufig anmerkt).

                              Aber: Dennoch bin ich natürlich der Auffassung, dass auch die Philosophie - als genuine Wissenschaft - das Recht auf eine eigene Fachterminologie hat und dass man von der Philosophie genauso wenig erwarten kann, dass ihre Ergebnisse für einen Laien sofort und mühelos verständlich sind, wie man es von der Physik oder irgendeiner anderen Wissenschaft erwarten kann. Wissenschaften sind eben gerenell hartes Brot.

                              Dennoch gibt es zwei verschiedene Weisen, auf die Philosophie schwer verständlich sein kann: Es gibt Texte, in denen der Autor sich möglichst einfach und klar ausgedrückt hat, die aber trotzdem schwierig sind, einfach deshalb, weil die dahinter stehende Sache, die Zusammenhänge kompliziert sind. So verhält es sich in der Regel mit den Texten der modernen analytischen Philosophie: Die Texte sind meist glasklar, einfach und präzise formuliert - und trotzdem rackert man sich an ihnen ab, denn der Gegenstand hat es nun mal in sich. Bei diesen Texten weiß man aber, dass sich die Arbeit lohnt, weil es wirklich etwas zu verstehen gibt. Wenn man sich daran abarbeitet, hat man nachher wirklich das im Kopf, was die Autoren vermitteln wollten, und kann darüber diskutieren, wie über Physik oder Biologie.

                              Und dann gibt es leider auch Texte von so Typen wie Hegel und Heidegger. Hier trifft man auf eine vollkommen andere Art, Philosophie zu treiben. Deren Texte zeichnen sich meist aus durch ein Höchstmaß an Dunkelheit, Verworrenheit und der totalen Weigerung der Philosophen, ihre Begriffe und Thesen zu definieren und durch eine saubere Argumentationsführung zu belegen. (unser Logikprofessor macht sich immer einen Spaß daraus, in Argumentationstheorie einen Text von Hegel oder Derrida zu zerpflücken, um den Ersemestlern alle erdenklichen Fehler aufzuzeigen, die man beim Philosophieren machen kann )
                              Bei diesen Philosophen würde ich wirklich von verschuldeter Unverständlichkeit sprechen. Diese Leute haben einfach unsauber geschrieben und gedacht, und wenn ich als Leser einen Text von Hegel nicht verstehe (tue ich übrigens auch nicht), dann ist das m.E. nicht meine Schuld.

                              Zu dem Text, der in diesem Thread zitiert wurde: Ich persönlich habe das starke Gefühl, das er in die zweite, der von mir angeführten Kategorien gehört. Ich kann damit jedenfalls auch nichts anfangen, könnte höchstens raten.

                              Das liegt aber in meinem Fall auch daran, dass ich an einer Uni studiere, an der fast ausschließlich die moderne, analytische Philosophie gelehrt wird: Eine Philosophie, die man verstehen kann; die klar und systematisch ist, und die in ihrer Methodik und ihrem Denkstil viel mehr Verwandtschaft mit der Mathematik und den Naturwissenschaften hat als mit den typischen Geisteswissenschaften.
                              In vieler Hinsicht steht die analytische Philosophie dem, was so Leute wie Heidegger geschrieben haben, diametral entgegen. Fast möchte ich sagen: Analytische Philosophie verhält sich zu Hegel/Heidegger... etc., so wie Astrophysik zu Astrologie

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