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Arzt soll blechen, weil er Todkranken heilte

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    Das Medikament hier nicht zugelassen, deshalb will die AOK Geld zurück



    Das Medikament Marinol: Es kommt aus den USA, ist in Deutschland nicht zugelassen. Aber bei Krebskranken wirkt es oft Wunder
    Kaufhold Potsdam - Ärzte sollen Kranke heilen. So verstand der Potsdamer Schmerztherapeut Dr. Knud Gastmeier (50) bisher seinen Beruf. Doch die AOK in Sachsen-Anhalt sieht das anders. Sie fordert von ihm 51 000 Euro Schadensersatz, weil er einem todkranken Krebspatienten mit einem Cannabis-Mittel das Leben rettete.

    Frank Kraus (48) lebt. Dabei müsste er seit fünf Jahren tot auf dem Friedhof liegen. Denn der ehemalige Installateur aus Zahna (Sachsen-Anhalt) hatte Zungenkrebs im Endstadium, als er Ende 2000 zu Dr. Gastmeier kam. Ihm verdankt Kraus sein Überleben. Dem Mediziner hat das nur Ärger eingebracht, weil er seinem Patienten das amerikanische Cannabis-Mittel Marinol verschrieb.

    "Ich hatte keine andere Wahl", sagt der Arzt. "Herr Kraus hätte die nächsten Wochen nicht überlebt." OP und Strahlentherapie hatten seine Speicheldrüsen kaputtgemacht. Kraus konnte nicht mehr essen, magerte ab. "Er wäre nicht an den Krebsfolgen gestorben, sondern qualvoll verhungert", sagt sein Arzt. Er griff zu dem Drogen-Mittel: "Cannabis regt den Appetit an. Es gab kein anders Mittel, um den Mann zu helfen."

    Da geschah das Wunder. "Ich nahm das Mittel, konnte wieder essen", sagt Kraus. 14 Monate nahm er das Cannabis-Mittel ein, besiegte damit den Krebs. Bis zu diesem Tag hatte die Krankenkasse auch die Kosten für Marinol, über 76 000 Euro, anstandslos bezahlt.

    Doch dann änderte die AOK ihre Meinung. Sie fordert vom Arzt ein Teil der Behandlungskosten zurück: 51 000 Euro. Begründung: "Das verordnete Medikament ist in Deutschland nicht zugelassen", sagt Sprecherin Christiane Riedel. Es ist allerdings auch nicht verboten. Die Kapseln können auf Rezept in jeder Apotheke bestellt werden. Ärzte dürfen solche Mittel in Notfällen verordnen wenn es Erfolgschancen gibt – laut Urteil des Bundesverfassungsgerichtes.

    "Es ist makaber", sagt Kraus. "Ein Menschenleben wurde gerettet und die AOK streitet sich um die Behandlungskosten. Für meinen Arzt wäre es wohl besser gewesen, ich wäre gestorben."

    Dr. Gastmeier klagt gegen die AOK-Forderung. Sollte er den Prozess verlieren und zahlen müssen, steht die Existenz seiner Praxis auf dem Spiel. "Viel schlimmer ist, dass dann andere Ärzte nicht mehr den Mut haben, dieses Mittel zu verschreiben, obwohl es Krebskranken helfen kann."


    Qualle

    geile sache wa?!
    der mensch ist nix wert, haubtsache das geld stimmt,
    weil wer die macht hat, hat die macht über leben und tod.
    gibt schon A....löcher,
    sparen wo es nur geht hauptsache die kasse stimmt,
    aber solange es nur die anderen trifft... macht ja alles spass

  • #2
    Zitat von QDataseven
    geile sache wa?!
    der mensch ist nix wert, haubtsache das geld stimmt,
    weil wer die macht hat, hat die macht über leben und tod.
    gibt schon A....löcher,
    sparen wo es nur geht hauptsache die kasse stimmt,
    aber solange es nur die anderen trifft... macht ja alles spass
    Das würde ich so pauschal nicht sagen, dass die Krankenkassen immer nur Geld sparen wollen. Die AOK bewies kürzlich, dass genaue Gegenteil ... .

    Ich habe einen Patienten vor dem Sozialgericht vertreten.

    Zum Sachverhalt:
    Dem Patienten war von seinem Facharzt, aufgrund einer Blasenentleerungsstörung und einer angelegten suprapubischen Dauerharnableitung, eine tägliche Blasenspülung verordnet worden, um einem Verstopfen des Blasenkatheters zu verhindern. Diese tägliche Blasenspülung sollte von einem ambulanten Pflegedienst durchgeführt werden, der den Ptienten schon seit Jahren betreut, also täglich de Patienten sowieso aufsucht. Bei Verstopfung des Katheters musste der bettlägerige Patient in der Regel jedesmal mit einem Krankentransport in ein Krankenhaus verbracht werden, welches eine uroligische Fachabteilung unterhält, weil ein notdienstärztlich geschulter Urologe regelmäßig nicht greifbar war, damit ein neuer Katheter gelegt werden konnte. Die notwendige Verbringung des Patienten in das Krankenhaus erfolgte bis zu zweimal wöchentlich. Bei Verstopfung des Katheters, insbesondere an Wochenenden, musste ein Notarzt gerufen werden, der den Patienten dann in ein Krankenhaus einwies.

    Die Kosten für die Krankenhauseinweisung und der durchgeführten Katheterwechslung überstiegen die Kosten der täglichen Blasenspülung um ein vielfaches.

    Die AOK lehnte die Kostenübernahme für die tägliche Blasenspülung ab, weil sie die Auffassung vertrat, dass eine täglich ausreichende Flüssigkeitszufuhr geeignet sei, eine Verstopfung des Katheters zu vermeiden. Der hiergegen form- und fristgerecht eingelegte Widerspruch wurde vom Widerspruchsausschuss zurückgewiesen, so dass der Weg zum Sozialgericht eröffnet war. Aufgrund der von mir gefertigten Klageschrift wurde die AOK, nach Einholung eines medizinischen Sachverständigengutachtens, zur Kostenübernahme der täglichen Blasenspülung verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.

    Das Wohl ihres Versicherten interessierte die AOK offensichtlich in keinster Weise. Für einen 83jährigen Patienten ist es mit Sicherheit nicht gesundheitsförderlich, bis zu zweimal wöchentlich in ein Krankenhaus verbracht zu werden ...
    Als Gott die Welt erschuf, schickte er drei Lichter. Ein kleines für die Nacht, ein großes für den Tag, aber das schönste Licht legte er in Biancas Augen! - Als Sarah geboren wurde, war es ein regnerischer Tag, doch es regnete nicht wirklich, es war der Himmel, der weinte, weil er seinen schönsten Stern verloren hatte! - Als Emily geboren wurde, kamen alle Engel zusammen und streuten Mondstaub in ihr Haar und das Licht der Sterne in ihre wunderschönen Augen! Leonies Augen spiegeln das Blau des Meeres wieder und funkeln wie die Sterne am Nachthimmel!

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    • #3
      Ich find ja schon den Spruch in der Werbung geil:
      "Haubtsache schnell wieder gesund!" - damit man ja schnell wieder arbeiten gehen kann....!
      Dabei sollte es heißen "haubtsache wieder gesund gesund!"...!
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      • #4
        Was die Krankenkassen da abziehen ist teilweise echt fragwürdig. Sie haben Überschüsse und kürzen trotzdem noch Behandlungskosten bzw. streichen Dinge ganz.

        Wirksame Medikamente werden 1000 mal hinterfragt bis sie zugelassen werden. Die Folgekosten sind um ein vielfaches höher.

        Und mein Gott, wenn Marinol Cannabis enthält, aber den meisten hilft, dann soll es verdammt nochmal verordnet werden können. Selbst wenn es scheinbar relativ teuer ist. Herzmedikamente sind auch teuer.


        @peterpan: Freut mich das du den Prozess gewonnen und durchgezogen hast. Dann bist du schon der 2.(mir bekannte) Jurist hier (nach Sandwind) im Forum.

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        • #5
          Was ist das denn für eine Frechheit? Ich habe nichts dagegen wenn in den Standardfällen sog. Generika verschrieben werden müssen und der Arzt bestraft wird wenn er trotzdem das Markenprodukt nimmt. Aber wenn es keine andere Möglichkeit gibt dem Patienten zu helfen, dann ist es verdammt nochmal die Pflicht der Krankenkasse dies zu übernehmen!
          Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
          Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
          Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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          • #6
            Zitat von Skymarshall
            Was die Krankenkassen da abziehen ist teilweise echt fragwürdig. Sie haben Überschüsse und kürzen trotzdem noch Behandlungskosten bzw. streichen Dinge ganz.
            Kloar, irgendjemand muß ja die wohlgenährten Hinterteile der vielen Manager
            und Abteilungsleiter künstlich aufblähen.
            Und das ist nunmal immer der Patient, an dessen Behandlung kräftig gespart wird,
            und der Beitragszahler, der sich immer wieder durch komische Quartalszahlen hinters Licht führen lässt.
            ...reality.sys corrupted, restart universe...

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