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Im Namen des Vaters...

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  • Im Namen des Vaters...

    Wie seid Ihr gegenüber Religion im Allgemeinen, und der kath. Kirche im Speziellen eingestellt?

    Ich hatte eben angefangen, den Thread Homosexuelle-Hochzeiten zu lesen, wo unter anderem jemand mit Gott anfing.

    Ich geb jetzt erst mal meine Meinung zu kath. Kirche bekannt, da ich diese am besten beurteilen kann, weil ich selbst kath. war.

    Ich finde die Ansichten dieser Glaubensgemeinschaft, zumindest bei den Personen, die streng danach leben irgendwie heuchlerich. Das liegt vor allem daran, dass einerseits gesagt wird "Gott liebt alle seine Schäflein" und andererseits ist die gleichgeschlechtliche Liebe eine Sünde, die am besten mit dem Tod bestraft werden sollte. Das geht irgendwie an meinem Sinn für Gleichheit vorbei.

    Zum Thema Religion allgemein sei noch kurz folgendes gesagt:
    Ich denke, dass die Tatsache, dass es unterschiedliche Glaubensgemeinschaften gibt masgeblich für die meisten (wenn nicht alle) Kriege auf diesem Planeten verantwortlich ist...

    Bin an Euren Sichtweisen sehr interessiert, da dies ein Thema ist, dass mir immer wieder sauer aufstösst.

    Gruß
    Andy

  • #2
    Ich glaub ein großteil hier im Forum ist nicht gläubisch wie man in diesem Thread festellen kann. http://www.scifi-forum.de/showthread.php?t=36134
    Ich stimme mit die vollkommen über ein das die Religion für viele Kriege verantwortlich ist und speziel die Katholische Kirche sehr Geld gierig war (siehe Ablaßbriefe ka ob die so genau hießen) aber ob sie es heute noch ist weiß ich nicht kann ich mir aber gut vorstellen wie soll man sonst so ein Papstmobil finanzieren. ;D
    Irgendwie ist die Kirche ja von der Grundhaltung gar nicht mal so schlecht mit du sollst nicht töten und so aber dann selber Kreuzüge usw. starten ist dann doch etwas heuchlerisch man sollte sogar sagen ironisch.
    Damals waren wohl nur alle Europäischen Christen vor Gott gleich.

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    • #3
      Zweierlei ist Religionen und Sekten IMHO geminsam: Sie bauen auf Theorien auf, die sie nicht beweisen können. Und sie machen sich eine elementatere menschliche Urangst zunutze - die Angst vor der Ungewißheit nach dem Tod.

      Sie predigen Liebe, scheuen aber Intrige nicht und Kriege, wenn es darum geht, ihre religiöse Anschauung durchzusetzen. Liebe und Toleranz enden immer sehr schnell dort, wo die Konkurrenz auftaucht. Schließlich geht es IMHO in der Religion auch um Macht und Geld. Und das nicht zu knapp. Da gibt es die großen Weltreligionen, die beherrschenden Giganten, und da gibt es die vielen kleinen Religionen, auch gern (und abwertend) Sekten genannt.

      Um die Gläubigen bei der Stange zu halten, wird ihnen bei guter Führung auf Mutter Erde und Loyalität zur Kirche nach dem Tod der Himmel versprochen, und es wird mit der Hölle gedroht, wenn sie wagen, zu zweifeln.

      Doch die Hölle beginnt für viele schon zu Lebzeiten. Vor allem für Mitglieder vieler Sekten.
      Als Gott die Welt erschuf, schickte er drei Lichter. Ein kleines für die Nacht, ein großes für den Tag, aber das schönste Licht legte er in Biancas Augen! - Als Sarah geboren wurde, war es ein regnerischer Tag, doch es regnete nicht wirklich, es war der Himmel, der weinte, weil er seinen schönsten Stern verloren hatte! - Als Emily geboren wurde, kamen alle Engel zusammen und streuten Mondstaub in ihr Haar und das Licht der Sterne in ihre wunderschönen Augen! Leonies Augen spiegeln das Blau des Meeres wieder und funkeln wie die Sterne am Nachthimmel!

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      • #4
        na bei dem Gegenwind getraue ich mich kaum noch etwas zu sagen.

        Meine Kirche (zwinglianisch-evangelisch in der Schweiz) segnet gleichgeschlechtliche Paare. Eigentlich wollte man ihnen das gleiche Sakrament zubilligen, wie den heterosexuellen, aber man scheiterte am Stimmvolk. Solche Änderungen fällt bei uns der demokratische Entscheid, das Volk hat das letzte Wort und da sind wohl noch nicht alle der gleichen Meinung.
        Jegliche Kriege, die in der Vergangenheit begangen wurden, werden von unserer Kirche sehr verurteilt, genauso wie verurteilt wird, dass auch unsere Kirche damals nichts dagegen gesagt und unternommen hat. Einige wenige vielleicht, aber nicht die gesamte Kirche.
        Soviel mal zu uns, wer will mehr wissen?

        @peterpan: Suuper Avatar! passt voll zu dir
        Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts. Elias Canetti
        Take it easy, but take it. Nothing Comes to you, when you waite to long.

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        • #5
          Die Kirche hat sogar teilweise Hitler unterstützt und der Urvater des Evangeliums Martin Luther war ein extremer Antisemit.
          Überhaupt geht fast der gesamter Antisemitismus den es gibt von der Kirche aus (heute natürlich nicht mehr....).
          Aber dafür kann man natürlich keine einzelene Kirche in der Schweiz verantwortlich machen!
          Was bedeutet zwinglianisch?

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          • #6
            Zitat von Imperialist Beitrag anzeigen
            Die Kirche hat sogar teilweise Hitler unterstützt und der Urvater des Evangeliums Martin Luther war ein extremer Antisemit.
            Überhaupt geht fast der gesamter Antisemitismus den es gibt von der Kirche aus (heute natürlich nicht mehr....).
            Aber dafür kann man natürlich keine einzelene Kirche in der Schweiz verantwortlich machen!
            Was bedeutet zwinglianisch?
            Wir sind noch "trockener" als die Lutheraner. Bei uns gab es ja in der Zwingli-Zeit auch den Bildersturm. Wir entdecken gerade Kerzen wieder als Schmuck für die Kirche. Lange Zeit war das verpönt. Ausserdem haben wir auch nicht soviel "Firlefanz" um das Abendmahl. Das gibt es genau 6 Mal im Jahr an den dafür vorgesehenen Festtagen und sonst nicht. Usw. ich könnte da noch viel aufzählen. Wir empfinden die Lutheraner als "sehr katholisch"
            Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts. Elias Canetti
            Take it easy, but take it. Nothing Comes to you, when you waite to long.

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            • #7
              Also etwas freier und und nicht ganz so tradionell wenn ihr Lutheraner schon als "sehr katholisch" anseht.

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              • #8
                Zitat von Imperialist Beitrag anzeigen
                Also etwas freier und und nicht ganz so tradionell wenn ihr Lutheraner schon als "sehr katholisch" anseht.
                Kann man so sagen. Es gibt schon auch Traditionen, aber wenn sie nicht mehr taugen, werden sie erneuert, geschmissen oder ersetzt. Wichtig ist einfach immer das Evangelium. Das ist eine der Grundlagen. Die wichtigste Grundlage ist der Mensch ansich.
                Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts. Elias Canetti
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                • #9
                  Ich bin ja bekennender Katholik und führe ein recht gutes Leben damit.

                  Und mir wird es nie Leid, aus meiner Sicht, negative Punkte an meiner Kirche zu kritisieren. Ebenso, die Kirche auch zu beschützen. Ich habe nichts gegen homosexuelle Hochzeiten, aber wer sieht schon nicht gerne das 'traditionelle' Familienbild, für welches die Kirche so steht.Darin sehe ich auch nichts falsches, würde aber trotzdem gerne mehr Offenheit gegenüber den Wünschen von Menschen sehen, die in ihren Bedürfnissen etwas anders liegen.

                  Wir Katholiken werden ja gerne mal kollektiv für die Worte einzelner gebrandmarkt, aber jeder von uns kann immernoch selbstständig denken..
                  Aber ich muss meine Kirche natürlich auch in Schutz nehmen. Ich bin zuversichtlich, dass sie ihre Toleranz auch auf dieser Ebene noch ausbauen wird.
                  Ja, ... ich bin es wirklich.
                  Rockiger World of Warcraft-Song

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                  • #10
                    In den nächsten Jahren, Jahrzehnten oder Jahrhunderten? Tschuldigung, aber im Vergleich zur unseren mahlen eure Mühlen extrem langsam. Ich will dich nicht beleidigen, aber aus diesem Grund bin ich froh, reformiert zu sein.
                    Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts. Elias Canetti
                    Take it easy, but take it. Nothing Comes to you, when you waite to long.

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                    • #11
                      Mag sein. Wir sind da wohl gemächlicher.

                      Dafür haben wir uns in anderen Bereichen schnell gebessert. In dieser Organspenden-Sache beispielsweise. Wir sind alles andere als gegen all die modernen Mittel der Medizin. Nur wünschen wir uns, oder zumindenst der Vatikan und auch ich, dass der Mensch dabei mit Respekt behandelt wird. Genauso wie seine Organe.

                      Die Kirche ist sehr darum bemüht, dass bei all dem Fortschritt der Mensch seine Menschlichkeit und Werte nicht verliert, dass sie dabei nicht selten übervorsichtig ist, ist wohl jedem klar. Konservativ halt.
                      Aber Konservativität ist nicht gleich was schlechtes..
                      Ja, ... ich bin es wirklich.
                      Rockiger World of Warcraft-Song

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                      • #12
                        Ich sag ja auch gar nicht, dass konservativ manchmal auch gut ist. Beim Organspenden hält es meine Kirche gleich wie deine. Als bei uns die Sonntagsöffnugnszeiten gelockert werden sollte, war unsere Kirche auch dagegen. Bei der Stammzellenforschung forderte meine Kirche eine ganz klare definition, wo das Leben zu schützen ist etc. Unsere Kirche fördert extrem alle Frauen, die sich mit einer ungewollten Schwangerschaft auseinandersetzen müssen. Ob sie nun unserer Kirche angehören oder nicht. Aber nicht mit dem Zeigefinger à la "du darfst nicht abtreiben" sondern mit begleitenden Ratschlägen, finanzieller Unterstützung, Unterstützung am Arbeitsplatz etc.
                        Und so weiter...
                        Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts. Elias Canetti
                        Take it easy, but take it. Nothing Comes to you, when you waite to long.

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                        • #13
                          Im Namen des Vaters...

                          würde schon viel müll gepredigt und viel mussten dafür ihr leben lassen und
                          viele leiden heute noch und viele brüsten sich mit ihren lügen ect...

                          der glauben vieler hat sich verändert und es gibt immer wieder mal sogenannte modertrends, aber in 3000 jahren - in 5000 jahren in 10000 jahren Im Namen des Vaters... wo bleibst du den ?! jesus wollte doch auch 2000 vorbei schauen und? nüschts der sitzt loker im paradies und wir!
                          warten doll, vergib mir den ich weiss nicht was ich schreibe Im Namen des Vaters...

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                          • #14
                            Da hab ich scheints, ein heisses Eisen angepackt. Aber dafür ist so ein Forum ja auch gut.

                            Prinzipiell finde ich es gut, dass die Menschen etwas haben, was ihnen in schlimmen Situationen halt gibt. Schlimm finde ich, wenn dieser Halt von gewissenlosen, machtgeilen Menschen ausgenutzt wird, oder der Glaube für Kriege missbraucht wird.

                            Dass die Ansichten, und Handlungsweisen der Kirche (zum Glück) nicht mehr das sind, was sie mal waren kann man auch sehen. Fraglich nur, ob das aus Überzeugung, oder aus der Notwendigkeit heraus kommt.
                            Leider gibt es immer noch, auch in eigentlich aufgeklärten Kreisen, Menschen, die es gutheissen würden, wenn auch heute noch Hexen verbrannt würden, um mal ein krasses Beispiel zu nennen.
                            Ich persönlich kenne jemanden, der für Gewisse "Sünden" auch heute noch die schlimmsten Strafen gutheissen würde, unter anderem für Homosexualität. Allerdings konnte er mir noch nicht schlüssig erklären, wie das mit der Toleranz, die Gott ja angeblich hat zusammen passen soll...

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                            • #15
                              Wie sagt meine Schwester immer so schön? "Ich habe nichts gegen Gott, nur seine Fanclubs kann ich nicht ausstehen!"

                              Ich selbst glaube nicht - weder an Gott, noch an sonst irgendeine diffuse Macht, die alles regelt.

                              Trotzdem habe ich nichts gegen den Glauben der Menschen. Ich kenne nämlich keine Religion, die Gewalt und Krieg fordert. Daher soll von mir aus jeder nach seinem Gutdünken selig werden, solange er damit keinem anderen auf die Nerven geht.

                              Die diversen Kirchen (einschließlich Sekten) allerdings beäuge ich durchaus skeptisch, denn Kirchen, Macht und Machtausübung waren schon immer eine Einheit. Insofern mache ich - und werde es immer - einen riesigen Bogen um jede Glaubensgemeinschaft.
                              *Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen.*
                              *Alles was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form.*
                              Indianische Weisheiten
                              Ich bin nicht kaffeesüchtig, aber wenn ich irgendwann einmal verbrannt werde, werde ich vermutlich nicht zu Asche zerfallen, sondern zu Kaffeesatz! ;)

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