Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Massaker in Pennsylvania

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Massaker in Pennsylvania

    Amokläufer tötete fünf Schülerinnen aus "Welt ohne Gewalt"
    Nach dem Schulmassaker im US-Staat Pennsylvania ist die Zahl der getöteten Kinder auf fünf gestiegen. Besondere Tragik: Amish glauben an Welt ohne Gewalt und wurden nun von ihr eingeholt.

    Der gewaltsame Tod von fünf Schülerinnen an einer Schule in Pennsylvania erschüttert die amerikanische Öffentlichkeit. Ein 32-jähriger Mann drang am Montag in den Unterrichtsraum einer Gemeinde der Amish-Religionsgemeinschaft im US-Staat Pennsylvania ein und erschoss fünf Mädchen. Fünf Schülerinnen wurden verletzt. Zuletzt richtete der Täter die Waffe gegen sich selbst.




    Verbarrikadiert
    Mit drei Schusswaffen und einem tiefen Groll aus der eigenen Kindheit war Charles Carl Roberts am Montagvormittag während des Unterrichts in die Schule in Board Township eingedrungen und hatte alle Eingänge mit mitgebrachten Holzlatten verbarrikadiert. Er habe alle männlichen Schüler zum Verlassen des Raumes aufgefordert, teilte die Polizei mit. Die anderen Kinder im Alter zwischen sechs und 15 Jahren seien als Geiseln genommen worden. "Er handelte aus Rache für etwas, was vor 20 Jahren passiert ist", sagte Polizeichef Jeffrey Miller.


    Qualle

    Die Amish glauben an eine Welt ohne Gewalt

    Sie halten sich so weit wie möglich von allen sogenannten Errungenschaften der Moderne fern: Elektrizität, Auto, Fernsehen, Kino und Computerspiele. Nichts verabscheuen Amish mehr als Gewalt.

    „Die Amish glauben daran, dass Christus gelehrt hat, Böses nicht mit Bösem zu vergelten“, sagt der Amish-Experte Steve Scott vom Elizabethtown College, 50 Kilometer westlich der kleinen Siedlung Nickel Mines gelegen. Selbst beim Verlust des eigenen Kindes durch die Waffe eines Verbrechers „folgen sie der Lehre, die andere Wange hinzuhalten“.

    „Die Amish sind solide Mitglieder dieser Gemeinde“, sagte Polizeichef Jeffrey Miller. „Das haben sie nicht verdient. Niemand hat so etwas verdient.“

    Die Amish haben ihre Wurzeln in der Täuferbewegung der europäischen Reformationsgeschichte. Wegen ihres Glaubens verfolgt, wanderten viele Täufer aus Deutschland nach Amerika aus. Im Bezirk Lancaster in Pennsylvania trafen die ersten um das Jahr 1730 ein und bauten dort ihre eigene Gemeinschaft auf. Die Religionsfreiheit der USA tolerierte ihre Grundsätze, auch die Weigerung, Militärdienst zu leisten oder irgendeine Form von staatlicher Unterstützung anzunehmen.

    Heute leben in Pennsylvania etwa 55.000 „Amish People“. Die Gemeindemitglieder in Nickel Mines gehören der Gemeinschaft Old Order Amish an, die besonders konservativ ist und auch Mitglieder in Ohio und Indiana hat. Von außen betrachtet sind die altertümlichen Pferdewagen ihr Markenzeichen, sie gelten als Sehenswürdigkeit von Touristen, die bei ihnen Handwerksprodukte und Lebensmittel kaufen.

    Das Leben kommt für die Amish vom Land, Ackerbau und Milchwirtschaft sind die materiellen Grundlagen ihrer Gemeinschaft. Die Frauen tragen lange Kleider aus festem Stoff, eine weiße oder schwarze Schürze und eine Kopfhaube. Zur Tracht der Männer gehören dunkle Hosen, Strumpfhalter, Weste und ein Hut mit einer breiten Krempe. Die Amish sprechen neben Englisch auch weiter ihre alte Sprache, die als „Pennsylvania Dutch“ oder „Pennsylvania German“ bezeichnet wird.

    Viele Angehörige der Amish-Gemeinschaft haben sich behutsam an das Leben in der Moderne angepasst. So gibt es Telefonzellen, die im Notfall genutzt werden sollen. Einige Milchbetriebe nutzen Stromgeneratoren, um die Milch zu kühlen und verkaufen zu können. Aber in ihrem Innersten glauben die Amish daran, dass sich alles Leben auf dem Glauben gründet – und auf den Glauben an eine künftige Welt ohne Gewalt.


    Qualle

    grausam, ein riesen schock für die menschen dort die ihren glauben friedlcih auslebten,
    was ist vor 20 Jahren passiert ?! das er es in sich trug bzw was der auslöser für jetzt und überhaubt?!

  • #2
    Dieses Amoklaufen scheint wohl in Mode zukommen Ok, ok, der war nicht so gut... Was der Auslöser ist für diese grausame Taten, weiß ich auch nicht. Vor ein paar Wochen war doch auch so ein Amokläufer Kim McGill in Kanada in einer Schule auf Kriegsfuß gewesen. Bei den weiß ich auch nicht, was da der Auslösen war. Der Typ war doch so ein Waffennarr, wenn ich mich richtig zurückerinnere.

    Ob die Amish jetzt noch an Gott glauben tuen?
    Liebe Grüsse, Oerni

    Kommentar

    Lädt...
    X