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7 Millionen Erwerbslose

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  • 7 Millionen Erwerbslose

    7 Millionen Erwerbslose

    Die Arbeitslosen sind neben den Behinderten und Armutsrentnern die von der neoliberalen Sozialdemontage mit am härtesten betroffen. Man ist empört und hilflos gegenüber den skandalösen Kürzungen bei den Ärmsten der Bevölkerung, während die Reichen mit Steuergeschenken überschüttet werden.

    Inzwischen sind bereits 7 Millionen Erwerbslose abhängig von Hartz-IV-Zahlungen. Die Ein-Euro-Jobber sind natürlich auch Arbeitslose, weil sie weiterhin Arbeit suchen müssen. Die Bundesregierung zählt sie aber nicht in der Arbeitslosenstatistik und schönt diese ganz gewaltig (Auch die 58-Geegelten erscheinen nicht mehr in der Statistik).
    Die Arbeitslosen werden alleine mit bundesweit 10 oder 20.000 nur wenig an ihrer ökonomischen Armutslage, z. B. der Erhöhung der Hartz-IV-Unterhaltsregelsätze ändern können. Dennoch bleibt es wichtig, dass sie immer wieder gegen die soziale Demontage protestieren, auch militant mit Transparentaktionen auf den Arbeitsämtern oder Rathausbesuchen. Diese Kämpfe können die von der Gewerkschaftsführung kontrollierten zahnlosen Kämpfe der noch beschäftigten Arbeiter zu emanzipierenden Kämpfen inspirieren und somit eine starke, gemeinsame und erfolgreiche Front gegen die Sozialdemontage aufbauen.

    Kurz- und mittelfristig erfolgreicher können lokal begrenzte Kämpfe durchgeführt werden. Es langt schon der Zusammenschluss einiger Arbeitslosengruppen in einer Stadt, um z.B. einen Schaukasten der Arbeitslosengruppen auf dem Arbeitsamt, pardon der „Arbeitsagentur“, durchzuboxen. Auch ein gemeinsamer Besuch mit 20 Leuten einer Verhandlung um Kinderspielzeug kann manche Richter beeindrucken. Es ist unzumutbar, dass eine Millionen kleiner Kinder ohne phantasievolles Spielzeug, wie z.B. ein Holzbaukasten, aufwachsen sollen. Damit wird nur eine Kaste von Billiglöhnern herangezogen.

    Wie auch der gemeinsame Besuch des Sozialamtes oder des Sozialdezernenten gegen Nichtübernahme der vollen Miete lassen sich vielerlei Aktionen vorstellen. Längerfristige Kampagnen schweißen aber die Mitglieder der Arbeitslosenbewegung enger zusammen und verleiten ihr damit mehr Kraft. Im lokalen Raum ist eine Kampagne für den Nulltarif für Arbeitslose am ehesten vorstellbar.

    Der Erwerbslose gerät durch die von den winzigen Hartz-IV-Regelsätzen verursachte Immobilität leicht in die Isolation. Um auf dem aktuellen Stand unserer Informationsgesellschaft sein zu können, wäre heute eigentlich auch eine Flatrate für jedermann wie fließend Wasser oder Strom eine unbedingte Voraussetzung, aber dieser Gedankengang überfordert wahrscheinlich noch die Hirne der Auftragspolitiker. Um die Isolation zu durchbrechen und kulturelle oder Bildungsangebote wahrnehmen zu können, sieht der Hartz-IV-Empfänger oft nur die Möglichkeit, „schwarz“ zu fahren und riskiert dabei für ihn unbezahlbare Geldstrafen, ersatzweise Haftstrafen bis zu einem halben Jahr. Es ist schon lachhaft, dass sich eines der reichsten Länder der Welt den allgemeinen Nulltarif im öffentlichen Nahverkehr alleine für den Umweltschutz in den Ballungsgebieten nicht leisten kann, aber es ist in der Tat unerträglich, dass die Ärmsten dieses reichen Landes die Kulturangebote nur bei dem Risiko von Haftstrafen annehmen können. Anfang der 1990er Jahre versprachen deshalb auch die Richter, diese brutale Praxis nicht mehr fortführen zu wollen, aber inzwischen hat sie sich wieder zur gängigen Praxis entwickelt. Es gibt also drei gewichtige Argumente, die Kampagnen für den Nulltarif für Erwerbslose notwendig für die Betroffenen werden zu lassen:


    1. Durch den Nulltarif die Isolation von dem Bekanntenkreis und den Kulturangeboten in dem Ort, von der fast jeder Arbeitslose in irgendeiner Form betroffen ist, zu verringern.

    2. Die Erwerbslosen vor der Kriminalisierung zu schützen. Denn immer häufiger werden Arbeitslose zu Straftätern gemacht, weil sie aufgrund ih*rer geringen materiellen Einkünfte gezwungen sind, schwarz mit der Stra*ßenbahn zu fahren. Zum Beispiel wurden Arbeitslose zu Strafen von über 1.000,- DM oder gar Haft verurteilt.

    3. Die Nulltarif-Kampagne kann man auch für eine bessere Öffentlichkeitsarbeit be*nutzen, um stärker auf die soziale Situation der Arbeitslosen hinweisen zu können; und die Arbeitslosen selbst aufzurufen, dass sie sich organisieren müssen, um gemeinsam für ihre Rechte kämpfen zu kön*nen.



    Qualle


    7 Millionen Erwerbslose


    Gibt es bei uns zu viele, die mit Hartz IV zufrieden sind

    Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck packt ein ganz heißes Eisen an!

    In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ warnt Beck als erster SPD-Chef davor, dass sich immer mehr Bundesbürger damit abfinden, in sozial schwachen Verhältnissen zu leben!

    Es gebe „ein zunehmendes Problem“, das „manche Unterschichten-Problem nennen“. Beck wörtlich: „Es gibt viel zu viele Menschen in Deutschland, die keinerlei Hoffnung mehr haben, den Aufstieg zu schaffen. Sie finden sich mit ihrer Situation ab. Sie haben sich materiell oft arrangiert und ebenso auch kulturell.“


    Tatsache ist:

    Schon rund 7 Millionen leben von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld – 8,6 % der Bevölkerung. In manchen Städten sind es weit über 10 %, die von Stütze leben. Tendenz steigend!

    Offiziell werden inzwischen rund 14 Millionen Deutsche (17,3 %) als arm eingestuft, weil sie weniger als 60 % vom Durchschnittseinkommen zur Verfügung haben. Neuer Rekord!

    4,6 Millionen Arbeitnehmer verdienen unter 7,50 Euro brutto pro Stunde!

    Hat Beck recht, wenn er sagt: Das Streben von Eltern, dass die Kinder es einmal besser haben sollen, gehe in Teilen der Gesellschaft „besorgniserregend“ verloren?

    „Ja“, sagt der Berliner Wirtschafts- und Sozialforscher Prof. Gert G. Wagner: „Die Fakten belegen, dass die unterste soziale Schicht der Gesellschaft wächst. Aber: Daran ist die Politik schuld. Sie hat Langzeitarbeitslose herangezüchtet, die irgendwann verlernen, dass Arbeit der Normalfall ist.“

    Daten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung belegen sogar, dass Hartz IV gewissermaßen vererbbar ist! Demnach werden Kinder aus Sozialhilfe-Haushalten um 25 % öfter zu Stützeempfängern als gleich gut gebildete Kinder aus Arbeiterhaushalten. Manche geben „Hartz IV“ schon als Berufswunsch an.

    Experte Wagner: „Das Vorbild nicht arbeitender Eltern färbt leider ab.“

    Scharfer Protest gegen die Beck-These kommt von Gewerkschaftsseite! IG-Metall-Chef Werner Neugebauer (Bayern): „Die wenigsten leben gern vom Staat! Die meisten tun alles, um zu arbeiten, nehmen auch Lohnverzicht in Kauf.“



    Qualle


    Hartz-IV-Empfänger sollen Autos verkaufen

    In der Union gibt es Pläne für weitere Einschränkungen für die Bezieher von Arbeitslosengeld II. Die Möglichkeiten für anrechnungsfreie geringe Nebenverdienste und die Ansprüche auf Rentenbeitragszahlungen sollen deutlich reduziert werden. Dies berichtet die Internet-Ausgabe des „Focus“ unter Berufung auf den Entwurf eines Abschlussberichts einer Unions-Arbeitsgruppe. Fraktionschef Volker Kauder leitet die Gruppe.

    Demnach soll der pauschale Grundfreibetrag für Nebenverdienste von Arbeitslosengeld-II-Beziehern von 100 auf 40 Euro gesenkt werden. Außerdem sollen frühere Sozialhilfebezieher, Freiberufler und Selbstständige keinen Anspruch mehr auf Rentenmindestbeiträge haben. Aus Fraktionskreisen hieß es dazu, es liege noch kein von der Arbeitsgruppe abgestimmtes Papier vor. Nach dem Bericht plant die Unionsarbeitsgruppe außerdem, Arbeitslosengeld-Empfängern nur ein Auto bis zu einem bestimmten Höchstwert zuzugestehen. Teurere Autos müssten demnach verkauft werden. Überlegt werde außerdem, dass jede so genannte Bedarfsgemeinschaft von Leistungsempfängern höchstens einen Wagen halten soll.



    Qualle

    waren es nicht 4,3mile vorgestern? oder 4,2mile letzte woche?
    wie wollen die den 800000 offenstellen belegen!?

    und warum wird bzw ist hartz 4 so teuer? ein grund könnte doch sein das es soviele klagen gibt und die kassen dadurch geleert werden weil die kosten ja vom staat übernohmen werden oder? diese ganzen verbote kürzungen, geplante Verschärfung von sanktionen ect...halte ich persönnlich für die grösste schweinzucht in deutschland, so ein asoziales verhalten der politik und teils selber schuld beim volk, kein zusamen halt, keine informationen, die ganzen demos werden totgeschwiegen und der "gürtel" wird immer weiter engergeschnallt, wie kann man nur so eine Masse in Elend und Angst stürzten? und selber die taschen vollstopfen? raff ich nicht, firmen investieren ins ausland, immer weniger arbeiten immer mehr und die armut wächst und es wird nicht besser...2007 noch 2 monate und alles wird teuer die menschen kämpfen ums überleben was "normal" ist und werden noch beschipft als schmarotzer. asoziale politik
    Zuletzt geändert von QDataseven; 09.10.2006, 08:23.

  • #2
    Diese Entwicklung finde ich sehr bedenklich. Nicht jeder Hartz4-Empfänger ist automatisch notleidend - auch wenn es gern propagiert wird. Letzlich ist es ein unheimlich großer Batzen Geld, der auf Arbeitende und "Kapitalisten" umgewälzt wird. Überleg mal, ein Angestellter von mir hat 1200,- Nettoverdienst. Rechnet man sämtliche Nebenkosten dazu, sprich seine Brutto-Netto-Differenz und mein Arbeitgeberanteil, so kostet mich der Mann pro Monat fast 4000,- Euro! Nur um mal die Relationen klarzustellen.
    Man soll von H4 IM BEDARFSFALL halbwegs menschenwürdig leben können, aber es animiert meiner Meinung nach schon ein wesentliches Stück zur Faulheit.
    vg meguré
    Ya, Fernsehkiffen - because i got hi´..

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    • #3
      Ganz ehrlich, ich glaub kaum ,das H4 zu Faulheit animiert, auch wenn sich ehrliche Arbeit acuh nicht wirklich lohnt. Wenn ich sehe, das ich von meinem Gehalt eigentlich nur 62 % ausgezahlt bekomme (1200 netto und etwas mehr als 1900 brutto) und eben diese 1200 fast nur für die Kosten draufgehen um zu EXISTIEREN (sprich Miete, Versicherungen, Strom, Wasser ect.) und an Luxus da überhaupt nicht zu denken ist, dann frag ich mir wie einer von H4 LEBEN soll und das wies immer propagiert wird im übermäßigem Luxus?! Was mir nach der USt-Erhöhung dann noch bleibt, da will ich gar nicht drüber nachdenken, wie das für die H4er dann aussieht, da sag ich nur "Gute Nacht, Marie".

      Das das übrigens 7 mio AL´s sind wundert mich kein bisschen, jeder sollte doch schon mitbekommen haben, das das A-Amt die Statistiken immer gewaltig frisiert. Und ich bleib bei meiner Meinung, das die Politiker und alle anderen ERST DANN Arbeitslose als FAUL bezeichnen dürfen, wenn es genau so viel oder MEHR freie Stellen als Arbeitslose gibt Also, wo sind die 7 Mio. freien Arbeitsplätze...?

      PS: von der Schönrederei ala "Erwerbslose" (weils besser klingt-.-) halt ich auch nichts.
      Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

      Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

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      • #4
        Die hohe Arbeitslosigkeit sehe ich auch als ein großes Problem unserer Gesellschaft an, mit dem ich mich hoffentlich in Zukunft erstmal nicht konfrontiert werde, aber bald ist meine Ausbildung zu Ende, dann muß ich erstmal sehen, wie es weitergeht.
        Generell muss man sich aber selbst fragen: Was ist denn "arm"? Die statistische offizielle Definition lautet scheinbar "wer weniger als 60% des durchschnitteinkommes verdient". Ich denke nicht, dass man das so pauschal sagen kann. Dazu gibt es zum einen zu große regionale Unterschiede v.a. zwischen ost und West, aber zum anderen ist man, ganz allgemein gesagt, als Armer in Deutschland immernoch ein Reicher dieser Welt.
        In meinen Augen ist aber auch eine Internet - Flatrate zum Nulltarif und ein Freifahrschein für alle Deutschen für sämtliche ÖPNVs Luxus, was aber scheinbar nicht alle in diesem land so sehen. Da frag ich mich schon manchmal, welche Ansprüche manche Leute haben
        Deren Klagen kann ich dann auch nicht mehr richtig ernst nehmen.

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        • #5
          Problem liegt doch wesentlich tiefer. Natürlich muß der H4-Empfänger nicht von 345 (?) Euro existieren, dazu kommt noch eine angemessene Miete usw.. - ein Großteil dessen, was DU von DEINEM Lohn bezahlst.
          Mein Fazit - die hohen Nebenkosten - auch durch H4 verursacht! - die hier in D produziert werden, sind eine riesige Wirtschaftsbremse. Dadurch stellt simpel gesagt "keiner" der bösen Kapitalisten irgendjemanden ein, ergo -> hohe Arbeitslosenquote.
          Glaub mir, ich habe schon oft genug Pappnasen auf der Matte stehen gehabt, die lediglich ihren Stempel haben wollten. Frag Dich dochmal bei Schichtarbeitern etc. durch, was sie von Hartz4 halten - die Antwort wird Dir nicht gefallen.
          vg meguré
          Ya, Fernsehkiffen - because i got hi´..

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          • #6
            Zitat von meguré Beitrag anzeigen
            Diese Entwicklung finde ich sehr bedenklich. Nicht jeder Hartz4-Empfänger ist automatisch notleidend - auch wenn es gern propagiert wird. Letzlich ist es ein unheimlich großer Batzen Geld, der auf Arbeitende und "Kapitalisten" umgewälzt wird. Überleg mal, ein Angestellter von mir hat 1200,- Nettoverdienst. Rechnet man sämtliche Nebenkosten dazu, sprich seine Brutto-Netto-Differenz und mein Arbeitgeberanteil, so kostet mich der Mann pro Monat fast 4000,- Euro! Nur um mal die Relationen klarzustellen.
            Man soll von H4 IM BEDARFSFALL halbwegs menschenwürdig leben können, aber es animiert meiner Meinung nach schon ein wesentliches Stück zur Faulheit.
            vg meguré
            Ich beziehe momentan ALG und Hartz IV zum Aufstocken, d.h. insgesamt sollte ich mit einem ähnlichen Betrag rauskommen wie ein Hartz IV-Empfänger. Angesichts der Tatsache, dass ich Nebenkostennachzahlungen am Hals habe bleiben mir nach Abzug von allen Verbindlichkeiten ca. 80 Euro im Monat. Ab nächstem Monat wird das etwas mehr, weil die Nachzahlungen dann fertig sind. Diesen Monat allerdings kam noch die Quartalsabrechnung für mein Girokonto dazu, das hieß das mein komplettes Geld erstmal weg war. Du solltest dir mal überlegen, dass die meisten Hartz IV-Empfänger nicht gerade mit Reichtümern gesegnet sind sondern das Konto genauso überzogen und je nachdem wird der eine oder andere Kredit abgezahlt. Die steigenden Energiepreise haben dazu die Stromrechnungen in die Höhe getrieben.

            Nein, Hartz IV animiert keineswegs zur Faulheit. Vielmehr zerstört die Perspektivlosigkeit jede Motivation, Ich sitze hier als promovierter Naturwissenschaftler in einem an sich sehr gesuchten Feld. Ich sitze hier nicht zuletzt deshalb, weil irgendwelche Kaufleute in Firmen zu deren Tätigkeitsprofil ich 100% passe anstatt sich meine Bewerbung anzuschauen gleich ne Absage schicken nach dem Motto "Die kam zwei Tage zu spät, die wird nicht mehr angeschaut." Ich sitze hier nicht zuletzt, weil eine Firma es nicht gebacken bekommt, eine seit 3. Juli(!) ausgeschriebene Stelle zu vergeben. Ich sitze hier nicht zuletzt, weil in einer anderen großen Firma das absolute Chaos tobt und die Entscheidung wieder und wieder verschoben wird. Nicht Hartz IV animiert zur Faulheit, sondern die geballte Inkompetenz in einer Vielzahl von Firmen, die Leuten suggeriert, sie hätten sowieso keine Chance, selbst wenn sie hochgradig qualifiziert sind.

            Anstatt nur darauf zu schielen, wieviel ein Mitarbeiter kostet, solltest du dazu auch mal vergleichen, wieviel er dir bringt. Alles andere hat nämlich mit vernünftigem wirtschaftlichen Denken nichts zu tun.

            Man kann durchaus eine Menge bei den Arbeitslosen kritisieren -so zum Beispiel, dass viele ohne zwingende Gründe nicht gewillt sind, umzuziehen. Das erklärt aber nicht das Gesamtproblem. Und Tatsache ist, dass die wirtschaftlichen Probleme vieler Unternehmen auf Management-Fehler zurückgehen, nicht auf die Gesamtsituation in Deutschland.

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            • #7
              Es sind immer die anderen schuld, ich vergaß ;-).
              Daß der Kostenvergleich etwas hinkt, ist mir durchaus bewußt. Ich habe nur keine Lust, betriebsinterne Zahlen, mit denen ein Außenstehender kaum etwas anfangen kann, hier auszubreiten.
              Konträre Meinungen über Arbeitslosigkeit wird es immer geben - und das ist nunmal meine. Aber ich sage nur soviel - ich habe auch ganz unten mit 0, d.h. 300 Euro Startkapital und 1000 aufm Konto angefangen, nachdem mein Arbeitgeber in die Binsen ging. Mein Stolz ging damals (vollkommen idiotisch) sogar soweit, daß ich noch nicht mal Überbrückungsgeld beantragt habe (Ich-AG gabs noch nicht), rein ins AA, das Zeremon dort gesehen, Anruf meines jetzigen A-Kunden, raus ausm AA. Sicher eine Verkettung glücklicher Umstände. Aber einen tollen Spruch muß ich trotzdem noch loswerden: Jeder ist seines Glückes Schmied. Die Vollkasko-BRD wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben.
              vg meguré
              Ya, Fernsehkiffen - because i got hi´..

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              • #8
                Zitat von meguré Beitrag anzeigen
                Mein Fazit - die hohen Nebenkosten - auch durch H4 verursacht! - die hier in D produziert werden, sind eine riesige Wirtschaftsbremse. Dadurch stellt simpel gesagt "keiner" der bösen Kapitalisten irgendjemanden ein, ergo -> hohe Arbeitslosenquote.
                ich zitiere mal von wikipedia:
                ----------
                Den Lohnnebenkosten steht natürlich auch ein Nutzen gegenüber. Denn die Notwendigkeit zur Versicherung sozialer Risiken bleibt nach Wegfall der Arbeitgeberanteile (oder der gesamten Sozialversicherungsbeiträge) bestehen, d. h. ein Arbeitnehmer müsste auch nach Wegfall der Lohnnebenkosten Kosten für die allgemeinen Lebensrisiken aufwenden.

                Eine allgemeine, gleichermaßen Arbeitnehmer und Arbeitgeber entlastende Lohnnebenkostensenkung führt zwar zu einer Erhöhung der frei verfügbaren Nettolöhne der Arbeitnehmer, sie belebt allerdings nur dann die Nachfragekonjunktur, wenn die Senkung der Lohnnebenkosten nicht mit einer Senkung der Sozialleistungen (Rente, Krankenversicherungsleistungen und so weiter) verbunden ist.

                Von den Arbeitgebern werden zu den Lohnnebenkosten ebenso die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, der Tarifurlaub und andere zusätzliche tariflich oder einzelvertraglich vereinbarte Zusatzleistungen (z. B. Tantiemen, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Mehrarbeits- und Sonderzuschlagszahlungen, Firmenfahrzeug, verbilligtes Kantinenessen oder Betriebsausflug) gezählt. Diese Definition ist problematisch, da alle diese Zuschläge zwischen den Tarifpartnern entwickelt wurden, um Kompromisse in der Lohnanpassung zu ermöglichen. Sie sind also Bestandteil des Lohns.
                ----------

                Wenn ich die Wahl habe zwischen "niedrige Lohnnebenkosten und geringere sozialleistungen" oder "hohe lohnnebenkosten und hohe sozialleistungen" nehme ich doch das letztere. Denn eines ist auch klar: Grade die großen Unternehmen mit zehntausenden Angestellten (und Milliardengewinnen) werden nicht all ihr durch die Lohnnebenkostensenkungen eingespartes Geld in neue Arbeitskräfte investieren. Eher in eine neue Produktionsanlage in einem Land, wo man billiger produzieren kann.
                Das ist der Lauf der Globalisierung, den man nur versuchen kann, zu stoppen, indem man Meinungen wie deiner gegenübertritt.

                Was man diskutieren könnte, wären niedrigere AG - Anteile für mittelständische oder Kleinbetriebe, denn bei diesen ist die Situation sicher etwas anders. Aber was sich die großen, deutschen Firmen in letzter Zeit erlauben, ist einfach zuviel. Schönen Gruß an dieser Stelle nochmal an die kompetenten Vorstandsmitglieder von Siemens, Deutsche Bank, RWE und Konsorten.

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                • #9
                  Zitat von meguré Beitrag anzeigen
                  Es sind immer die anderen schuld, ich vergaß ;-).
                  Nein, hast du nicht, denn das ist genau DEIN Argument, nicht meins. Dass du mir das Unterstellst obwohl ich beidseitig Verantwortlichkeiten etabliert habe zeigt nur, dass du genau dieser Mentalität nachhängst und an einer tatsächlichen Abwägung der Fakten nicht interessiert bist. Und solange du das tust, sorry, verdienst du es nicht besser. Wer ein Unternehmen auf der Basis von Milchmädchenrechnungen und dem Ausblenden von Fakten, die einem nicht in den Kram passen führt sollte nicht Verantwortlichkeiten bei anderen suchen, sondern zuallererst bei sich selbst.

                  Aber einen tollen Spruch muß ich trotzdem noch loswerden: Jeder ist seines Glückes Schmied.
                  Und weiteres Zeichen von purer Realitätsverweigerung.

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                  • #10
                    Zitat von Suthriel Beitrag anzeigen
                    Ganz ehrlich, ich glaub kaum ,das H4 zu Faulheit animiert, auch wenn sich ehrliche Arbeit acuh nicht wirklich lohnt. Wenn ich sehe, das ich von meinem Gehalt eigentlich nur 62 % ausgezahlt bekomme (1200 netto und etwas mehr als 1900 brutto) und eben diese 1200 fast nur für die Kosten draufgehen um zu EXISTIEREN (sprich Miete, Versicherungen, Strom, Wasser ect.) und an Luxus da überhaupt nicht zu denken ist, dann frag ich mir wie einer von H4 LEBEN soll und das wies immer propagiert wird im übermäßigem Luxus?! Was mir nach der USt-Erhöhung dann noch bleibt, da will ich gar nicht drüber nachdenken, wie das für die H4er dann aussieht, da sag ich nur "Gute Nacht, Marie".
                    Ganz ehrlich? Wenn ich sehe, dass andere mehr Geld bekommen, wenn sie arbeitslos sind, als ich, die ich arbeite, geht mir schon die Hutschnur hoch. Ich komm mit meiner 40 Stunden Woche nicht auf die armen 1.200 Euro (netto) und muß auch alles davon bezahlen. Und, kümmert das jemanden? NEIN. Also red Dich nicht ärmer als Du dann wirklich wärst. Ich kann auch von weniger als 1.000 € netto leben und mir ein bissl was leisten. Es müssen ja nicht die 2 mal Urlaub im Jahr sein, denn das mag ich mit meinen Steuern echt nicht finanzieren wollen.

                    Es sind ja gar nicht die ganzen Menschen, die wirklich händeringend nach einem Job suchen, die aus irgendwelchen Gründen keinen Finden.
                    Diejenigen, die das Sozialsystem wehement stören sind die, die mal eben ein paar Monate arbeiten gehen und dann für den Rest ihres Lebens gewollt dem Steuerzahler auf der Tasche liegen. Und die bekommen alles gezahlt, wie Miete, Möbel etc. und der normale Arbeitnehmer muß sich das alles von seinem Lohn abstottern. DAS finde ich mehr als ungerecht.
                    Und es gibt leider immer mehr, die auf dem Tripp "Arbeit nein danke" sind. Und genau denen müßte mal einhalt geboten werden.

                    Zitat von Zefram
                    Was man diskutieren könnte, wären niedrigere AG - Anteile für mittelständische oder Kleinbetriebe, denn bei diesen ist die Situation sicher etwas anders. Aber was sich die großen, deutschen Firmen in letzter Zeit erlauben, ist einfach zuviel. Schönen Gruß an dieser Stelle nochmal an die kompetenten Vorstandsmitglieder von Siemens, Deutsche Bank, RWE und Konsorten.
                    Da kann ich Dir nur Zustimmen. Die armen großen Unternehmen, die ja nur eine Gewinnsteigerung von 10 % haben, denen geht es sicher nicht dreckig. Und wenn man dann noch liest, dass trotz steigender Gewinne Massen Angestellte entlassen werden sollen (wars nicht die Dresdner Bank?), fragt man sich echt, was das soll?!?
                    Ich sehs jeden Tag bei uns in der Firma (4 Angstellte, 1 Lehrling, 1 Chef): Man hat Arbeit, würde gern weitere Arbeit annehmen aber muß teilweise ablehnen, da man es personell nicht schafft. Aber Dank der "Geiz ist geil"-Mentalität aller ist durch den Mehrauftrag eben kein neuer Arbeitsplatz drin, da man die insgesamt 40 % Sozial-Abgaben der gezahlten Nettolöhne nicht damit aufbringen kann. Es rechnet sich ganz einfach kaum noch, einen neuen Arbeitsplatz für ein bisschen mehr Arbeit einzurichten. Und da müßte wieder angesetzt werden: Dass die Arbeit/Leistungen der kleinen Firmen wieder ordentlich entlohnt werden. Es wird nie gefragt, wie man diese Dumping-Preise stemmen soll. Und die tolle Rechnung: Ein Auftrag zieht den nächsten nach sich geht eben nicht auf, so dass man solche Dumping-Preise nicht überstehen kann. Es ist ein ewiger Kreislauf....
                    Zuletzt geändert von Liska; 09.10.2006, 11:53.
                    It is the heart that gives - the fingers just let go. (Nigerianisches Sprichwort)

                    Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (A. Einstein)

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                    • #11
                      @zefram: Ich geb Dir in vielen Punkten recht. Allerdings sehe ich das Ganze nicht aus der Sicht der Globalplayer "Siemens" etc. - sondern wie in Deinem letzten Absatz beschrieben als Kleinstklitsche. Und für die ist es nunmal ein großer Batzen Geld, das die Nebenkosten ausmachen.

                      @Irmo: Ich wünsche Dir viel Glück bei der Arbeitssuche, Du wirst es sicher brauchen.

                      Ansonsten klinke ich mich bis auf Weiteres aus diesem Faden aus.
                      viele Grüße, meguré
                      edit: Doch stop - eines würde mich interessieren @ Irmo: WAS verdiene ich Deiner Meinung nach nicht besser? Mir erschließt sich der Sinn dieser Aussage auf mich bezogen nicht. Ich hab nirgends geschrieben, wie es meiner Firma geht (abgesehen davon kann ich mich nicht beschweren). Ich finde sogar zwischen zwei Zeilen Programmcode noch die Zeit, hier im Forum zu antworten, wie Du siehst.
                      Nichts für ungut, ich kann Deine Verbitterung schon nachvollziehen. Es macht keinen Spaß, mit arbeitsloser Freundin, leerem Kühlschrank und kalter Wohnung darauf zu warten, bis endlich der Kunde die erste Rechnung bezahlt, um das Konto auszugleichen.. Nur ist sie halt sehr kontraproduktiv.
                      Ya, Fernsehkiffen - because i got hi´..

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                      • #12
                        Zitat von Liska Beitrag anzeigen
                        Ganz ehrlich? Wenn ich sehe, dass andere mehr Geld bekommen, wenn sie arbeitslos sind, als ich, die ich arbeite, geht mir schon die Hutschnur hoch. Ich komm mit meiner 40 Stunden Woche nicht auf die armen 1.200 Euro (netto) und muß auch alles davon bezahlen. Und, kümmert das jemanden? NEIN. Also red Dich nicht ärmer als Du dann wirklich wärst. Ich kann auch von weniger als 1.000 € netto leben und mir ein bissl was leisten. Es müssen ja nicht die 2 mal Urlaub im Jahr sein, denn das mag ich mit meinen Steuern echt nicht finanzieren wollen.

                        Es sind ja gar nicht die ganzen Menschen, die wirklich händeringend nach einem Job suchen, die aus irgendwelchen Gründen keinen Finden.
                        Diejenigen, die das Sozialsystem wehement stören sind die, die mal eben ein paar Monate arbeiten gehen und dann für den Rest ihres Lebens gewollt dem Steuerzahler auf der Tasche liegen. Und die bekommen alles gezahlt, wie Miete, Möbel etc. und der normale Arbeitnehmer muß sich das alles von seinem Lohn abstottern. DAS finde ich mehr als ungerecht.
                        Und es gibt leider immer mehr, die auf dem Tripp "Arbeit nein danke" sind. Und genau denen müßte mal einhalt geboten werden.
                        Der normale Arbeitnehmer kann sich raussuchen in was für einer Wohnung er lebt. Der Hartz IV-Empfänger nicht. Der Hartz IV- Empfänger kann auch keinesfalls "Arbeit nein danke" sagen, sonst gibt's kein Hartz IV mehr.

                        Im Übrigen bekommen Arbeitslose nur dann mehr Geld als Arbeitende wenn sie Arbeitslosengeld I, nicht Hartz IV beziehen UND vorher entsprechend verdient haben. Arbeitslosengeld I ist eine Versicherungsleistung, die Leute haben dafür Beiträge bezahlt, dass sie das Geld bekommen. Also tu nicht so, als würden sie für die Arbeitslosigkeit belohnt. Das werden sie nicht mehr als du für deine Krankheit belohnt wirst wenn deine Krankenversicherung deine Arztrechnung übernimmt.

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                        • #13
                          Zitat von meguré Beitrag anzeigen
                          Diese Entwicklung finde ich sehr bedenklich. Nicht jeder Hartz4-Empfänger ist automatisch notleidend - auch wenn es gern propagiert wird. Letzlich ist es ein unheimlich großer Batzen Geld, der auf Arbeitende und "Kapitalisten" umgewälzt wird. Überleg mal, ein Angestellter von mir hat 1200,- Nettoverdienst. Rechnet man sämtliche Nebenkosten dazu, sprich seine Brutto-Netto-Differenz und mein Arbeitgeberanteil, so kostet mich der Mann pro Monat fast 4000,- Euro! Nur um mal die Relationen klarzustellen.
                          Man soll von H4 IM BEDARFSFALL halbwegs menschenwürdig leben können, aber es animiert meiner Meinung nach schon ein wesentliches Stück zur Faulheit.
                          vg meguré
                          Ich bin selber Harz IV Empfänger. Genauso wie meine Frau und mein kleiner Sohn. Und ich sage dir das wir gerade so mit unseren Geld klarkommen. Uns bleibt nichts zum sparen oder groß für Versicherungen. Die Internet-Flatrate können wir uns nur leisten weil meine Frau gut mit Geld umgehen kann und ingesamt sehr sparsam ist. Also preisbewußt einkauft.

                          Alleine wäre ich nicht in der Lage mit Internet zu leisten. Wohlmöglich könnte ich dann nur noch ein Päckchen Tabak in der Woche rauchen.

                          Solange Billigarbeit in Deutschland gefördert und toleriert wird, welche auf Sozialhilfe bzw Harz IV Niveau ist, wird es immer wieder welche geben die auch sich keine Mühe machen etwas zu finden.

                          "Was habe ich davon wenn ich schuften gehe und am Ende genau das selbe rauskommt wie bei Harz IV?"

                          Das werden sich viele denken.

                          Bei mir kommt noch dazu das ich nicht mal in Leihfirmen was bekommen weil ich kein Führerschein habe. Natürlich würde ich dann was annehmen weil ich vom Gewissen her nicht auf Dauer vereinbaren könnte und arbeiten möchte.

                          Mir hat sogar mal ein Sozialarbeiter gesagt ich solle genau abwägen ob es sich lohnt einen Billigjob anzunehmen.

                          Selbst für Ungelernte sollte sich Arbeit ein wenig lohnen. Es kann nicht sein das diejenigen welche schuften gehen(körperlich genau das selbe machen wie Gelernte), letztendlich trotzdem arm bleiben.

                          Glaube mir es ist nicht schön von allen Leuten doof angeguckt zu werden wenn man sagt das man H4 bekommt. Es ist deprimierend und frustrierend.

                          Bei der Wohnungssuche wird man von Privatvermietern auch ständig ausgefragt ob man in Arbeit ist. Die meisten wollen keine Arbeitslosen im Hause haben. Obwohl das Geld vom Amt eigentlich sicher ist.

                          Es gibt genug Leute die arbeiten und Schulden haben, ihre Mieten zahlen. Teilweise auch Dreckschweine sind die die Wohnungen verkommen lassen.

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                          • #14
                            Aber einen tollen Spruch muß ich trotzdem noch loswerden: Jeder ist seines Glückes Schmied.
                            Hmm du kannst dich ganz ehrlich glücklich schätzen, das es bei dir so gut läuft. wirklcih, das mein ich ohne Ironie oder Hintergedanken. Warum? Weil ich hier in einem Steuerbüro hock, bei der Buchhaltung und ich im Laufe der Letzten 3 Jahre sehe, wie eine Ich AG nach der anderen, alle hoffnungsvoll und mit viel Einsatz und Leidenschaft gegründet, wieder dicht macht. Kaum eine schaffts 2 jahre zu bestehen. Ich sehe wie auch "größere" Unternehmen nach und nach abbauen und auch ganz dicht machen. Demgegenüber stehen aber leider keine hoffnungsvollen Neugründungen (siehe Ich-AG ein paar zeilen höher). Und es scheitert nicht so oft daran, das die Leute kein Plan haben von ihrem Geschäft, sondern einfach, das die Kunden ausbleiben und die laufenden Kosten auch nicht gerade gering sind. Manche stellen sich wirklich etwas seltsam an aber das sind eher wenige, immerhin helfen wir den Leuten schon soweit das sie zumindest die nötigen Grundkenntnisse für Buchhaltung und ein Blick für die tatsächlichen Kosten haben (bzw Chef "schult" die schon ein wenig dahingehend, wir wollen sie ja auch lang als Mandanten haben ^.^).
                            Aber ganz ehrlich, den größten Müll veranstalten eigentlich nur Ämter... Und ein Unternehmensberater, bei dem wir uns ernsthaft gefragt hat, ob sein Ziel nicht eher ist, die zukünfitigen Unternehmer schnellstmöglich in den Ruin zu treiben. Was der gelehrt hatte gehörte verboten weils so grundlegend falsch war wies nur ging -.-
                            Fazit ist eigentlich, das es den Arbeitslosen die sich selbstständig machen wollen, und sich schon was fürs neue Unternehmen zusammen sparen konnten (wie auch immer das gehen soll ist mir bis heut ein Rätsel) es wirklich nicht leicht gemacht wird und von den Instituten sie wirklich keine ernsthafte Hilfe erwarten können. Das sich Selbstständige auch nur schwer bis gar nicht gegen ein Scheitern absichern können, weil schlicht kein Geld für diese zusätzliche Versicherung da ist , ist auch nicht grade förderlich für das ganze.

                            Wie gesagt, sei froh das dus so gut geschafft hast, Fortuna war dir hold, doch komm bitte ncith darauf , das es bei jedem so gut klappen kann wie bei dir. Der Alltag spricht nämlich leider dagegen.

                            @Liska: Keine Sorge, ich rede mich nicht ärmer als ich bin, ich könnte auhc getrost mit 1000 € auskommen wenn nicht wie beschrieben FASTmein komplettes Gehalt für die laufenden und zwingend nötigen Kosten drauf gehen würden. Wegen meinem Umzug muss ih nochmal neu duchrechnen, wieviel mich genau der Monat jetzt kostet aber vorher haben mich schon kleine Störungen (zb Mal einmal mehr tanken und etwas mehr einkaufen müssen) des Alltags schnell ins Minus gebracht. Jetzt steh ich etwas besser da, derzeit dürften grob geschätzt ca 900,- € laufende kosten sein, bleiben 300 zum schönen Leben (jetzt köntne ich auch über sowas wie BIO produkte nachdenken....) ist das jetzt übermäßig viel das ich reich bin?
                            Zuletzt geändert von Suthriel; 09.10.2006, 12:10. Grund: Geädnert für Liska ^.^
                            Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

                            Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

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                            • #15
                              Zitat von meguré Beitrag anzeigen
                              Aber einen tollen Spruch muß ich trotzdem noch loswerden: Jeder ist seines Glückes Schmied.
                              Genau, und mit solchen Sprüchen lässt sich wunderbar begründen, warum ein Spitzenmanager á la Ackermann das 400fache einer Altenpflegerin verdienen sollte. Der eine hat sein Schicksal in die eigene Hand genommen, die andere nicht.

                              Gegen das Ideal einer Leistungsgesellschaft ist ja eigentlich nichts einzuwenden. Nur sollte man bedenken, dass die Voraussetzungen dafür, dass sich alle gleichermaßen entfalten können, gegenwärtig nicht gegeben sind. Wer zum Beispiel aus der Arbeiterschicht kommt, hat trotz hervorragender Leistung äußerst schlechte Karten, in eine Managerposition zu kommen.

                              Andererseits gibt es tatsächlich soetwas wie einen Spielraum bei der Lebensplanung. Nur weil man etwa Hartz-IV-Empfänger ist, heißt das noch lange nicht, dass man den ganzen Tag Bier trinken, Computer spielen oder auf dem Sofa butzeln (sächsischer Ausdruck für leicht schlafen) muss.
                              Mein Profil bei Last-FM:
                              http://www.last.fm/user/LARG0/

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