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  • Deutsche Emigranten

    Immer mehr Junge und Hochqualifizierte verlassen Deutschland


    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat beklagt, dass immer mehr junge Menschen aus Deutschland auswandern. Präsident Braun sagte, im vergangenen Jahr hätten soviele Menschen der Bundesrepublik den Rücken gekehrt wie nie zuvor. Es sei ein Alarmzeichen, dass mehr als die Hälfte der Auswanderer Junge und Hochqualizierte seien. In anderen Ländern würden sie oft bessere Arbeits- und Lebensbedingungen vorfinden. Braun forderte die Politik auf, den Missstand zu bekämpfen und den jungen Menschen hier eine Perspektive zu geben.

    Qualle

    Das Wirtschaftsklima ist depressiv, die Gesellschaft schlafft ab.
    Die politische Lage: jenseits der Empörung. Immer mehr Deutsche wollen deshalb Auswandern.
    Der stern besuchte Menschen, die schon gegangen sind.



    Ein Haus in Wedel, zwei gute Jobs, das Kind in der Schule - was wollt ihr denn noch? Immer klang bei den Freunden ein leichter Vorwurf mit, und so richtig wussten Peter und Petra Ramm anfangs auch nicht, was genau ihnen in Deutschland nicht mehr passte. Sicher, das wirtschaftliche Klima: schlecht. Das gesellschaftliche: depressiv. Der politische Frust: schon jenseits der Empörung. Aber, subjektiv betrachtet, "hätte es auch noch 20 Jahre im gleichen Trott weitergehen können". Was nagte, was nervte und am Ende den Ausschlag gab, war dieses Gefühl, in einem festgefahrenen Land gefangen zu sein. "Wir hatten alles, nur keine spannende Perspektive mehr. Wir brauchten eine Herausforderung, die Freiheit, Neues zu probieren", sagt Peter Ramm. Sie waren beide 40, hatten Karriere gemacht und nach einem Besuch bei Freunden im australischen Perth "einen Antrag gestellt". Der Sprachtest war für beide kein Problem, dann kam die berufliche Anerkennung als Elektroingenieur durch die australischen Behörden, schließlich der Gesundheitstest. Aber als Ostern 2002 plötzlich das Visum als "permanent residence" im Briefkasten lag, wurde es auf einmal ernst. Australien! Und nur noch ein Jahr Zeit für die erste Einreise. Die Ramms schafften alles in sechs Monaten: Jobs gekündigt, Elternhaus verkauft, Krempel verschenkt. Im Herbst stand der Übersee-Container vor der Tür. Für Peter, Petra und Sohn Jannik, 8, gab es kein Zurück mehr: "Jetzt oder nie!"



    Qualle

    Qualifizierte Arbeitskräfte kehren Deutschland den Rücken

    Berlin (dpa) - Die Wirtschaft befürchtet den Verlust hoch qualifizierter Arbeitskräfte durch die zunehmende Auswanderung von Deutschen ins Ausland. Weit mehr als die Hälfte der Emigranten sei jünger als 35 Jahre, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun.

    "Darunter sind viele qualifizierte und hoch motivierte Köpfe. Das ist ein Alarmzeichen", so Braun zur Zeitung "Die Welt".


    Qualle

    Warum wohl merkt die Politik nicht das viele flüchten? das geht schon seit jahren so und ich finde das GUT,
    wer im ausland einen job findet und den mut bzw Qualifiziert ist, sollte es machen. Hier wird es immer mehr Chaos geben. Was hält eine noch in Deutschland, der keinen Job hat?!

    Ich finde es ok, vor allem im Ausland wird investiert in Qaulifikationen der Menschen. Ich hab mir auch überlegt ob ich ins ausland gehen soll, wenns schlimmer wird, wohin weiss ich nicht, wird aber irgendwo in Europa sein aber werd mich mal etwas schlauer machen darüber.
    Zuletzt geändert von QDataseven; 24.10.2006, 01:51.

  • #2
    Sehe ich ganz genauso. Wenn es klappt, mein Englischexamen dieses Semester abzulegen, werde ich alle Zelte in Deutschland abbrechen und nach Dänemark auswandern. Hängt nur davon ab, wie es mit den Hausarbeiten hinhaut.
    Ich sehe gerade im Lehrerberuf hier in Deutschland keine Zukunft, da ich dieses beschissene real/Hauptschulsystem nicht leiden kann. Es ist sozial ungerecht, benachtteiligt Immigrantenkinder und nimmt Hauptschülern schon von Anfang an jegliche Aussicht auf eine schöne Zukunft. Nach meinen 5 Praktika in Dänemark an der Folkeskolen ist mir mehr denn je bewusst, wie sehr ich mit diesem System übereinstimme. Damit schütz ich mich vor späterer Frustration und Hilflosigkeit als Hauptschullehrer.

    Letztlich sehe ich auch so nicht unbedingt einen Zwang, in seinem Heimatland zu bleiben. Wozu auch? Jeder sollte dorthin gehen, wo er sich selbst in der Zukunft vorstellen kann.
    Don't you hate it when you look in your closet for clothes and you find Narnia instead??

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    • #3
      Ich habe auch vor, nach Dänemark zu gehen, wenn ich mein Studium beendet habe.
      "Cross the Stars, and fight for Glory, But 'Ware the heaven's wrath. Taker yer salt and hear a shipman's story. Listen to the tales of the Gulf, Of stars that sing, and worlds that Lie beyond the ghosts of the Rim. But remember, lads, their ain't no words For every void-Born Thing....."

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      • #4
        Ihr Deutschen überschwemmt ja gerade unseren Arbeitsmarkt.
        Mir macht das nichts aus, da kann man neuerdings mit den Zuwanderern auch mal richtig reden und nicht nur gebrochen und Händen und Füssen.
        Wenn ich Deutschland betrachte und was dank der EU daraus geworden ist, bin ich ganz froh, dass die Schweiz nicht beigetreten ist. Vor allem rechtlich gesehen würden wir extreme Rückschritte machen und unser Regierungssystem (Das Volk ist der höchste Herrscher) würde systematisch unterhöhlt.
        So fühle ich mich aber bei uns noch recht sicher. Nur die Psychische Seite der Arbeitsmarktsituation finde ich bedenklich.
        Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts. Elias Canetti
        Take it easy, but take it. Nothing Comes to you, when you waite to long.

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        • #5
          Zitat von Gul Levek Beitrag anzeigen
          Ich habe auch vor, nach Dänemark zu gehen, wenn ich mein Studium beendet habe.
          Echt? Cool! Wieso grad Dänemark?
          Don't you hate it when you look in your closet for clothes and you find Narnia instead??

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          • #6
            Ich werde nach der Ausbildung mir hier in Deutschland einen Beruf suchen. Das Ausland ist eine Möglichkeit, wenn ich hier keinen Job finde (was ich aber doch erhoffe).

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            • #7
              Irgendwo verständlich, aber Herausforderungen gibt es auch hierzulande und sooooooooo schlecht geht es uns in Deutschland auch nicht wirklich.
              Mehr Sorge sollte die Tatsache machen, daß teilweise hochqualifizierte Leute auswandern - im Gegendatz dazu viele eher unterdurchschnittlich gebildete Menschen einwandern. Integrationsprobleme inbegriffen.
              vg meguré - verbunden mit dem Erzgebirge, der Armetei in D schlechthin
              Ya, Fernsehkiffen - because i got hi´..

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              • #8
                Zitat von meguré Beitrag anzeigen
                aber Herausforderungen gibt es auch hierzulande und sooooooooo schlecht geht es uns in Deutschland auch nicht wirklich.
                mag ja sein das es Herausforderungen gibt, aber leider mit sehr viel bürokratie verbunden und es wird NIX daran verändert imgegenteil wie man ja sieht ist man wie vor 10 jahren am rand des tellers, den sonnst würde es nicht so "boomen" und es würde hier nicht so ne miese stimmung herschen im land.

                sooooooooo schlecht geht es uns in Deutschland auch nicht wirklich
                sitzen ein grieche ein italiener und ein deutscher an der theke,
                plötzlich geht die tür auf und Jesus steht da,

                sagt der grieche:
                oh Jesus bitte heile mich, mein arm tut weh ständig gyros scheiden,
                voll der muskelkatter, jesus berührt in und alles wieder ok freu....danke jesus

                jesus wendet sich dem italiener zu

                sagt der italiener:
                oh Jesus bitte heile mich, mein arm tut weh ständig pizza backen,
                voll der muskelkatter, jesus berührt in und alles wieder ok freu....danke jesus

                jesus wendet sich dem deutschen zu
                der deutsche springt ein satz nach hinten und schreit:

                fass mich bloss nicht an ich bin 6 wochen krank geschrieben


                sooooooooo schlecht geht es uns in Deutschland auch nicht wirklich

                es kommt darauf an in welcher schicht der geselschaft du lebst dementsprechend gut oder schlecht, aber vielen geht es schlecht und wer etwas kann und das "abenteuer" nicht schuet kann machen und lassen und arbeiten wo er will. Das war und ist seit jahren so und wird sich auch nicht ändern, man merkt nur am ende des monats was man in der tasche hat und das immer weniger immer mehr arbeiten.

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                • #9
                  Das ist der springende Punkt, seven.. Es wird definitiv zuviel gejammert. Anpacken! heißt die Devise. Ich stamme aus der Arbeiterschicht, verdiene auch keine Millionen. Bin nun 30 und arbeite allerdings bereits seit 14 Jahren.
                  Man muß sich halt vor Augen halten, wer hier in D nix auf die Reihe bekommt, fällt im Ausland erst recht auf die Schnauze. Das bezieht sich nichtmal auf den Artikel im ersten Posting, sondern eher auf die Blauäugigkeit "Hauen wir eben ab, Hauptsache weg hier" - wie im TV oft sehr schön zu sehen ist.
                  Ich hatte auch das Angebot, eine Filiale in den USA zu übernehmen. Topchance, wie mir jeder sagen würde. Aber dafür mein soziales Umfeld aufgeben? Neee und letzlich bin ich ganz zufrieden mit dem, was ich mir hier aufbaue.
                  vg megure
                  Ya, Fernsehkiffen - because i got hi´..

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                  • #10
                    Zitat von meguré Beitrag anzeigen
                    Das ist der springende Punkt, seven.. Es wird definitiv zuviel gejammert. Anpacken! heißt die Devise. Ich stamme aus der Arbeiterschicht, verdiene auch keine Millionen. Bin nun 30 und arbeite allerdings bereits seit 14 Jahren.
                    Man muß sich halt vor Augen halten, wer hier in D nix auf die Reihe bekommt, fällt im Ausland erst recht auf die Schnauze. Das bezieht sich nichtmal auf den Artikel im ersten Posting, sondern eher auf die Blauäugigkeit "Hauen wir eben ab, Hauptsache weg hier" - wie im TV oft sehr schön zu sehen ist.
                    Ich hatte auch das Angebot, eine Filiale in den USA zu übernehmen. Topchance, wie mir jeder sagen würde. Aber dafür mein soziales Umfeld aufgeben? Neee und letzlich bin ich ganz zufrieden mit dem, was ich mir hier aufbaue.
                    vg megure
                    Es wird definitiv zuviel gejammert.

                    stimmt

                    Anpacken! heißt die Devise.

                    wo am S...k ne ne

                    was anpacken? die (wir gehen jetzt mal von denen aus die es "wirklich" wollen ok)

                    die suchen ja aber was gibt es für möglichkeiten zur zeit?

                    ein beispiel für einen der jammert? der hofft? der ....

                    (openPR) - In den letzten Tagen vermehrten sich die Diskussionen bzgl. des Unterschichtenproblems und der "Neuen Armut" in Deutschland. Sowohl Vertreter aus Politik und Sozialverbänden (Der Caritas-Verband erklärte, Hartz IV sei nicht schuld am Entstehen von... ) sind der Überzeugung, dass Hartz IV nicht dazu beigetragen hat, dass die Armut und die dadurch resultierende Unterschicht ( auch gerne Prekariat genannt ) ein Hartz IV Problem sei.

                    Dazu berichtet allerdings Hans-Jürgen Villard vom Magdeburger Sozialamt:

                    "Die Menschen gehen nicht mehr zum Arzt, sie holen ihre Kinder nicht nach, sondern vor dem Mittagessen von der Kindertagesstätte ab, sie ziehen sich immer mehr zurück, auch, weil sie sich schämen. Hartz IV klingt in den Ohren Ostdeutscher viel schlimmer als Sozialhilfe." Quelle: n-tv

                    Dem ständigen - sich aus der Verantwortung stehlen - will der Sozialticker ein Ende setzen. An dieser Stelle veröffentlichen wir einen Leserbrief, stellvertretend für unzählige gleicher Schicksale in Deutschland, der zeigen soll, dass Hartz IV massgeblich an dieser Problematik beiträgt:

                    Der Staat und seine Fürsorgepflicht von U.R.(55 Jahre)

                    1. Mein Sohn beendete Ende Juli 2005 die Schule. Er war danach als Ausbildungssuchender bei der Arge gemeldet. Anfang August 05 bekam er den Bescheid, dass er ab Januar 06 seinen Wehrdienst leisten muss. Sein Sachbearbeiter bei der Arge meldete ihn sofort ab.
                    Die Folge: Für August bis Dezember 05 wurde das Kindergeld gestrichen. Gleichzeitig rechnete mir die Arge das Kindergeld als Einkommen von meinem ALG II Geld ab. Jedes Reden an die Verantwortlichen war wie ein Monolog an die Wand. Für mich ein minus in 5 Monaten: € 770,--.

                    2. Meine Tochter hat einen Minijob. Ihre Miete wird direkt von der Arge an den Vermieter überwiesen da sie Jugendlicher ist. Die Miete betrug € 250,--. Ohne Zwang fand sie eine Wohnung für € 185,--. Sie gab der guten Behörde ARGE bescheid. Im August 05 zog sie in diese neue Wohnung.
                    Nach zwei Monaten bekommt sie vom Vermieter eine Abmahnung mit sofortiger Kündigung, da ihre Miete von 2 Monaten aussteht. Von meinem ALG II Geld und mit Hilfe von Freunden gab ich ihr € 370,-- womit sie ihre Miete zahlte und die Kündigung abwendete. Auf der Behörde gab man zu, dass das Geld falsch an den Vorvermieter geleitet wurde. Mir sagte man, dass ich mir das Geld bei dem Vorvermieter selbst zurückholen soll. Zwecklos. In der ersten Woche im Dezember 05 bekam meine Tochter eine Räumungsklage, da für 3 Monate die Miete aussteht. Sie sprach bei der Behörde vor. Diese überwiesen sofort die ausstehenden Mieten. Der Vermieter zog seine Räumungsklage zurück. Eine Woche später bekam meine Tochter eine Rechnung vom Anwalt des Vermieters. Gerichts- und Anwaltkosten ca. € 1300,--. Die Behörde fühlt sich nicht zuständig. Für mich ein Minus von € 370,--. Für meine Tochter Schulden von € 1300,--.

                    3. Am 2. Januar 06 musste mein Sohn zum Bund. Sofort bekam ich nur noch die "HALBE Miete". Wohnt mein Sohn nicht mehr bei mir?
                    Ich bekomme € 621,-- im Monat. Die Miete € 460,-- + Strom € 65,-. Mir bleiben € 95,-- zum Leben? Mir fehlen bis zum Oktober € 2430,--

                    4. Anfang Juni 2006, kein Geld auf dem Konto. Ein paar Tage später bekam ich ein Brief von der ARGE. Ich wurde gesperrt. Nach dem Brief muss ich einen Neuantrag stellen mit der Auflage, das Vermögen meines Sohnes offen zu legen? Hat mein Sohn während seiner Wehrpflicht etwa ein Vermögen angehäuft?
                    Mit der Verdienstbescheinigung und den Kontoauszügen der letzten 3 Monate meines Sohnes ging ich zur ARGE. Eine andere Sachbearbeiterin schaut im Computer nach und findet nichts, weder vom Brief noch von den Forderungen. Nach längeren hin und her und einer halben Stunde Telefonat der Sachbearbeiterin bekomme ich einen Scheck mit der monatlichen Zahlung, € 621,--.

                    5. Ich redete mit meiner Sachbearbeiterin. Diese macht sich ein paar Notizen und kürzt mir das ALG II um 10% da ich kein Geld für schriftliche Bewerbungen hatte.
                    Mir bleiben € 6,-- im Monat zum Leben.
                    Mir wird jetzt noch mal um 30% gekürzt, da ich keine schriftliche Bewerbungen vorweisen kann. Die Sachbearbeiterin sagte, dass die Beträge für Bewerbungen im Unterhalt (€ 6,--) enthalten sind. Doch habe ich meiner Sachbearbeiterin eine Liste mit Firmennamen gegeben, mit denen ich telefoniert habe, um eine Anstellung zu bekommen. Der Sachbearbeiterin ist das "EGAL".

                    6. Ich habe mit dem Vorgesetzten der Sachbearbeiterin gesprochen. In den 10 Minuten des Gespräches sagte er mir 4mal, er schenke mir schon wieder 2 Minuten seiner Zeit!

                    Geändert hat sich nichts. Inzwischen habe ich die fristlose Kündigung meines Vermieters. Ich weis nicht mehr weiter. Mit 55 Jahre ist es fast unmöglich, Arbeit zu finden.

                    Jetzt bin ich soweit, mir einen Platz unter einer Brücke zu suchen. Oder noch Schlimmeres.

                    Das ist die Fürsorgepflicht unseres Staates.
                    Quelle: Leserbrief

                    Wer diese Zeilen liest, kann nicht ruhigen Gewissens behaupten, dass dies ein Einzelschicksal ist und ebenso wenig nicht eine Folge der Hartz IV Gesetzgebung und dem ständigen Druck von Verschärfungen und Diskriminierungsvorwürfen.

                    Müntefering wehrt sich also gegen die "Einteilung der Gesellschaft". Aber was tut er dagegen? Für die Arbeitslosen hat er einen prächtigen Rat auf Lager: "Ihr müsst Euch anstrengen. Ihr müsst auch die Jobs nehmen, die wir zur Verfügung stellen können." Nur zur Erinnerung: Nach den jüngsten Zahlen aus Nürnberg gibt es in Deutschland eine Arbeitslosenquote von mehr als 10 Prozent. Wie viele Jobs hat Müntefering diesen Menschen angeboten?

                    Gesellschaftliche Probleme werden individualisiert, also schiebt man den Arbeitslosen die Schuld und Verantwortung zu, denn das scheint die neue Fürsorgepflicht dieses Staates zu sein.



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                    • #11
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                      • #12
                        um sozialem Umfeld. ich bin eigentlich schon immer ne Typin gewesen, die viel herumgekommen is. hab mein Au pair Jahr in den Staaten gemacht, bin dann von Sachsen nach köln gezogen und plane halt später wieder weiterzuziehen. Wenn man immer nur Rücksicht darauf nimmt, was man zurücklässt, dann kann man sich auch nicht beschweren wenns nicht vorwärtsgeht. Das ist jetzt nicht auf die bezogen, meguré, sondern auf die vielen Leute, die immer nur jammern, dass es ihnen schlecht geht. Wer das eine will, muss das andere mögen.Außerdem lässt man nie zurück, sondern gewinnt nur dazu!
                        Don't you hate it when you look in your closet for clothes and you find Narnia instead??

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                        • #13
                          @sukie
                          Dein Fernweh finde ich gut. Ich persönlich habe es nicht (von Reisen mal abgesehen), aber es erweitert auf jeden Fall den Horizont. Bin bei längeren Auslandsaufenthalten ;-) immer froh, wenn ich das Schild "Willkommen im Freistaat Sachsen" lesen kann, das ist halt meine Heimat.
                          Ya, Fernsehkiffen - because i got hi´..

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                          • #14
                            Es ist ja nicht so, dass die weggehen, die schon ganz unten sind, sondern die, die auch in Deutschland was werden könnten - eben die, mit guter Ausbildung. Aber wenn man dann sieht, dass hier welche auswandern, die hier einen Job hatten, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Ein wunderschönes Beispiel war ein LkW-Fahrer: Der meinte halt, dass es Schei*e wäre, hier immer von Montag bis Freitag unterwegs zu sein. Komisch, in Kanada, seiner Wahlheimat, wollte er das gleiche machen ... ist man da nicht auch unterwegs?

                            Aber ganz ehrlich: Viele, die jetzt auswandern, machen das verdammt blauäugig. Sie sehen halt, dass es in diesen Ländern noch Arbeit gibt. Aber wie viele von denen, die dann dahin gehen, können die Sprache nicht, haben kein Jobangebot und kommen mit der Mentalität nicht klar? Man muß auch in diesen Ländern arbeiten (es ist eben nicht wie im Urlaub da) und wenn ich da statt 1000 € plötzlich 2000 € verdiene, dafür aber der Lebensunterhalt doppelt so teuer ist, hätte man auch hier bleiben können. Und das bedenken viele nicht, die sehen nur das Gehalt.
                            Ich weiß, dass es genug gibt, die sich das Auswandern richtig überlegt haben. Aber das sind imho die, die auch bei einer funktionierenden Wirtschaft in D ausgewandert wären. (Außer die Handwerker, die nach Norwegen etc. gehen.)

                            Liska
                            It is the heart that gives - the fingers just let go. (Nigerianisches Sprichwort)

                            Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (A. Einstein)

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                            • #15
                              Aber wenn man dann sieht, dass hier welche auswandern, die hier einen Job hatten, dann kann ich nur den Kopf schütteln.
                              WArum soll man nciht einen eigentlich ganz guten Job in D gegen einen gleichguten oder gar besseren in einer Gegend eintauschen, die einem noch besser gefällt als D? war bei meinem Brunder das gleiche, hier hatte er einen wirklich sicheren Job, nur seine Verlobte fand keinen. Sie fand aber einen in der Schweiz tja, was macht Bruder? Keine Frage sicheren Job hier aufgeben und dort einen neuen suchen, hat auch einen gefunden, einen gleichwertigen, nur Unterschied, die Gegend dort, das Umfeld und alles gefallen ihm auch viel besser. Ich glaub, LKW fahren in Kanada ist bei deinem Bsp für diesen schon schöner als in D.

                              Aber ok, vielleicht soltle man nicht fragen, was spricht fürs auswandern, sondern welche überragend guten Gründe sprechen fürs HIERBLEIBEN? Was hat Deutschland zu bieten, was andere Länder nicht zu bieten haben?
                              Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

                              Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

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