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Feuerwehr: Gruppe von Pyromanen?

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  • Feuerwehr: Gruppe von Pyromanen?

    Hallo,

    ich bin seit mehreren Jahren Mitglied der Jugend der Freiwilligen Feuerwehr.
    Seit mehreren Wochen trieb in meiner Heimatstadt ein Brandstifter sein Unwesen.
    Dieser steckte mehrere Mülltonen, Container, ein Gartenhaus und eine Scheune in Brand. Vor kurzem wurde er gefasst und es stellte sich herraus, dass dieser Mitglied der Feuerwehr war.

    Leider hat die Feuerwehr ja seit langem ein recht schlechtes Image, da immerwieder Pyromanen in den eigenen Reihen aufgefunden wurden.
    Dieser Fall bestätigt dies leider.

    Dieser ist hier nachzulesen.

    Was denkt ihr darüber?

    Ich bin der Ansicht, das die Medien Fälle, in denen Mitglieder der Feuerwehr Brände gelegt haben, extra hochpuschen und somit das Bild der Freiwilligen oder Berufsfeuerwehr so mancher Mitmenschen stört.
    Zuletzt geändert von Mendred; 05.03.2007, 21:38.

  • #2
    Ja auf jeden Fall puschen die Medien dieses Thema extra hoch, das steht außer Frage. Aber leider kommt es doch oft vor, wie es bei dir war, dass wirklich Mitglieder der Feuerwehr, die gesuchten Täter sind.
    In Österreich gabs da vor ein paar Jahren solch einen Fall, da war auch ein Brandstifter der mehrere Bauernhäuser anzündete, der Fall war schon einige Wochen ziemlich brisant in den Medien, und als er dann gefasst wurde, stellte sich heraus dass er auch Mitglied der Feuerwehr war.

    Aber man muss froh sein, dass es immer wieder Leute gibt, die bei der Feuerwehr dienen, egal ob beruflich oder freiwillig. Erst heute meldeten sie im Radio, dass eine Gemeinde in Österreich in Notfällen die Feuerwehr ausm Nachbarort holen muss, weil man einfach keine Bürger mehr ausm Ort hat, die sich dafür interessieren.
    Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
    die Internationale erkämpft das Menschenrecht


    das geht aber auch so

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    • #3
      Aber man muss froh sein, dass es immer wieder Leute gibt, die bei der Feuerwehr dienen, egal ob beruflich oder freiwillig. Erst heute meldeten sie im Radio, dass eine Gemeinde in Österreich in Notfällen die Feuerwehr ausm Nachbarort holen muss, weil man einfach keine Bürger mehr ausm Ort hat, die sich dafür interessieren.
      Nunja. Hier im Kreis haben wir diese Probleme nicht.. Wir haben hier im Ort alleine über 110 aktive Feuerwehrmitglieder. Es ist sehr schade, dass sich sowenige Leute für die Feuerwehr interessieren. Leider gibt es durch die Mitgliedschaft auch oft Probleme mit dem Arbeitgeber, der leider nicht tolleriert, dass man ab und zu wegen einem Einsatz raus muss.

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      • #4
        Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
        Aber man muss froh sein, dass es immer wieder Leute gibt, die bei der Feuerwehr dienen, egal ob beruflich oder freiwillig. Erst heute meldeten sie im Radio, dass eine Gemeinde in Österreich in Notfällen die Feuerwehr ausm Nachbarort holen muss, weil man einfach keine Bürger mehr ausm Ort hat, die sich dafür interessieren.
        Das stimmt zwar, das ehrenamtliche Engagement hat aber auch Schattenseiten. Denn diejenigen, die sich in der Feuerwehr freiwillig engagieren, sind nicht selten scharf auf Blaulicht und Uniform, nicht die Aufgabe an sich. Gerade in ländlichen Gegenden ist das oft der Fall, wenngleich ich das nicht pauschalisieren will. Ich habe aber einige Zeit im Rettungsdienst gearbeitet, da musst man teilweise ganz schön die Luft anhalten, wenn die Ehrenheimer von der Dorffeuerwache angerauscht kamen. Die hatten nicht mal das Fahrzeug unter Kontrolle und waren auch ansonsten extrem übermotiviert und nervös, was nicht gerade zu einer professionellen Arbeit am Unfallopfer beiträgt.

        Meine Lieblingsanekdote: Schwerer Unfall auf der Autobahn - ein Feuerwehrmann sägt über Kopf an einem Ast rum (obwohl das gar nicht nötig war), und vergisst dabei die Schwerkraft. Ansonsten haben alle Feuerwehrmänner immer einen Helm auf - da nicht. Platzwunde, Personal vom Verunfallten abgezogen.
        Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
        -Peter Ustinov

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        • #5
          Ich halte es für ausgemachten Blödsinn, so zu tun, als ob FF- oder BF-Frauen und -Männer prädestinierte Pyromanen sind. Es ist nunmal wieder typisch, dass sich gewisse Blätter mit Begierde auf solche Fälle stürzen. Gibt es was besseres, als wiedermal ein Klischee zu bedienen? Das ist genau wie der negative Ruf, dass FF-ler nur saufen und in Festzelten abhängen. Ich wohen selber auf dem Lande und in dem Haus, in dem ich wohne, wohnt auch ein BOI der FF. Und ich persönlich ziehe den Hut vor Leuten, die in der BF oder FF dienen. Vor allem die FF-ler tuen einen guten Dienst an uns allen. Denn die tuen es freiwillig und selbstlos. Neben ihren eigentlichen Berufen. Tag und Nacht. Ich denke mal, dass genau diese Schreiberlinge mal mit zu nem Einsatz fahren sollten, wenn mal wieder jemand vor nen Zug gehopst ist oder ein 40-Tonnen nen PKW durch die Leitplanken geschoben hat. Ob diesen Leuten dann immer noch danach ist, so über die Feuerwehren zu schreiben, wage ich zu bezweifeln.

          @Sandswind: es mag überall Deppen geben, aber soweit ich weiss, gehört da schon ne fundierte Ausbildung zu, bevor man zu Einsätzen darf. Diverse Lehrgänge, Atemgerätetauglichkeitsnachweis, Fitness usw. usw. Es ist also nicht so, dass jeder Honk sich da anmelden kann, nur weil er nen eimer Wasser halten kann. Auch bei den FF-Leuten. Denn grade auf dem Lande sind die Jungs und Mädels der FF genau so anzusehen, wie Leute der BF in Regionen, wo es beides gibt.
          Und so oft ich auch falle, ich stehe auf, richte mein Krönchen und marschiere weiter. Übung macht halt den Meister.

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          • #6
            Zitat von Lord Rover Beitrag anzeigen
            es mag überall Deppen geben, aber soweit ich weiss, gehört da schon ne fundierte Ausbildung zu, bevor man zu Einsätzen darf.
            Die Ausbildung allein macht's in dem Zusammenhang leider auch nicht. Was oft fehlt ist Erfahrung, gerade einsatztypischer Stress lässt sich nur schwer simulieren.

            Bevor das aber jemand falsch versteht: Ich wollte damit kein Pauschalurteil über die freiwillige Feuerwehr im Allgemeinen abgeben. Ich kann nur sagen, dass ich persönlich teilweise zweifelhafte Erfahrungen gemacht habe. Verantwortungsbewusste Ehrenheimer können durchaus gute Arbeit leisten - aber sie müssen sich über ihre Grenzen im klaren sein und im Einsatz besonnen handeln. Es gibt welche, die das nicht tun (wollen), und das sind dann die von mir beklagten Rettungsrambos.
            Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
            -Peter Ustinov

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            • #7
              Zitat von Sandswind Beitrag anzeigen
              Die Ausbildung allein macht's in dem Zusammenhang leider auch nicht. Was oft fehlt ist Erfahrung, gerade einsatztypischer Stress lässt sich nur schwer simulieren.

              Bevor das aber jemand falsch versteht: Ich wollte damit kein Pauschalurteil über die freiwillige Feuerwehr im Allgemeinen abgeben. Ich kann nur sagen, dass ich persönlich teilweise zweifelhafte Erfahrungen gemacht habe. Verantwortungsbewusste Ehrenheimer können durchaus gute Arbeit leisten - aber sie müssen sich über ihre Grenzen im klaren sein und im Einsatz besonnen handeln. Es gibt welche, die das nicht tun (wollen), und das sind dann die von mir beklagten Rettungsrambos.
              Die Du allerdings bei den beruflichen genauso gut findest. Und bei Polizei und Co. ebenso. Es gibt überall schwarze Schafe. Man nehme nur mal das Klischee der Türsteher vor Discotheken. Und ich denke, die Grenzen der Ehrenheimer sind genauso weit gesteckt wie die der beruflichen Kameraden.
              Und so oft ich auch falle, ich stehe auf, richte mein Krönchen und marschiere weiter. Übung macht halt den Meister.

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              • #8
                Zitat von Lord Rover Beitrag anzeigen
                Die Du allerdings bei den beruflichen genauso gut findest.
                Ja, sicher. Allerdings wird dort im Rahmen einer immerhin dreijährigen Berufsausbildung gesiebt und auch geschliffen. Hauptamtliche Feuerwehrmänner reagieren eher gereizt auf Blaulichtrambos, zumindest soweit ich das mitbekommen habe. Bei den Ehrenamtlichen kann das in der Form nicht passieren, da man dort oftmals auf jede helfende Hand angewiesen ist und entsprechende Abstriche machen muss.

                Zitat von Lord Rover Beitrag anzeigen
                Und ich denke, die Grenzen der Ehrenheimer sind genauso weit gesteckt wie die der beruflichen Kameraden.
                Nicht unbedingt. Die Ausbildung der Ehrenamtlichen kann man nicht vergleichen mit einer kompletten Berufsausbildung bei Vollzeitkräften. Das macht es zusätzlich schwer, fehlende Erfahrung durch Fachwissen aufzuwiegen.
                Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
                -Peter Ustinov

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                • #9
                  Zitat von Sandswind Beitrag anzeigen
                  Ja, sicher. Allerdings wird dort im Rahmen einer immerhin dreijährigen Berufsausbildung gesiebt und auch geschliffen. Hauptamtliche Feuerwehrmänner reagieren eher gereizt auf Blaulichtrambos, zumindest soweit ich das mitbekommen habe. Bei den Ehrenamtlichen kann das in der Form nicht passieren, da man dort oftmals auf jede helfende Hand angewiesen ist und entsprechende Abstriche machen muss.



                  Nicht unbedingt. Die Ausbildung der Ehrenamtlichen kann man nicht vergleichen mit einer kompletten Berufsausbildung bei Vollzeitkräften. Das macht es zusätzlich schwer, fehlende Erfahrung durch Fachwissen aufzuwiegen.
                  Hmmm, ich glaube nicht, dass das überall zutreffend ist.
                  Und so oft ich auch falle, ich stehe auf, richte mein Krönchen und marschiere weiter. Übung macht halt den Meister.

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                  • #10
                    Zitat von Lord Rover Beitrag anzeigen
                    Hmmm, ich glaube nicht, dass das überall zutreffend ist.
                    Die Ausbildung? Das dürfte überall zutreffen. Soweit ich weiss, ist die Mindestvoraussetzung zur Arbeit bei einer Berufsfeuerwehr ein 18-monatiger Grundkurs. Den kann in der Regel kein Ehrenamtlicher aufbieten.
                    Zuletzt geändert von Sandswind; 06.03.2007, 22:31.
                    Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
                    -Peter Ustinov

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                    • #11
                      Die Ausbildung bei der Freiwilligen besteht aus mehreren Lehrmodulen.
                      Modul 1 z.B. ist hauptsächlich Theorie und besteht aus dem Gesetzlichen Teil, Erste Hilfe etc.
                      Die Module dauern etwa 4 Wochenenden und die Lehrgänge finden immer Freitags Abends und Samstags morgens statt.
                      Am Ende des Lehrgangs wird eine Prüfung geschrieben.

                      Die anderen Module befassen sich immernoch mit Theorie, jedoch kommt einiges an Praktik dazu.

                      Ich kann leider dazu nicht mehr sagen, da ich erst nächstes Jahr meine Ausbildung anfange.

                      Die Ausbildung bei der Freiwilligen kann man natürlich nicht mit der BF vergleichen. Beruf und Ehrenamtliches ist ein Riesenunterschied. Trotzdem ist die Freiwillige darauf bedacht eine gute Ausbildung einzubringen.

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                      • #12
                        @LordRover

                        Welche Ausbildung haben den Türsteher von Diskotheken? In der Regel keine, wenn man Glück hat, haben sie eine Sachkunde nach §34a GeWO. In den allerseltensten Fällen sind das Fachkräfte für Schutz und Sicherheit. Die kannst Du von ihrer Ausbildung her nichtmal mit Ehrenamtlichen gleichsetzen, die eine Ausbildung genossen haben...

                        MfG
                        Whyme
                        "Und wie alle Priester haben sie als erstes gelernt, Wahrheit mit "Ketzerei" zu übersetzen."
                        -Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

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                        • #13
                          Zitat von Whyme Beitrag anzeigen
                          @LordRover

                          Welche Ausbildung haben den Türsteher von Diskotheken? In der Regel keine, wenn man Glück hat, haben sie eine Sachkunde nach §34a GeWO. In den allerseltensten Fällen sind das Fachkräfte für Schutz und Sicherheit. Die kannst Du von ihrer Ausbildung her nichtmal mit Ehrenamtlichen gleichsetzen, die eine Ausbildung genossen haben...

                          MfG
                          Whyme
                          Es ging mir in diesem Beispiel nur um das Klischee, was man landläufig mit Türstehern verbindet. Also dass die gerne mal unverhältnismässig zulangen und so. Quasi der typische "Ey, du kommst hier net rein"-Pöbel-und-Willkür-Typ.
                          Und so oft ich auch falle, ich stehe auf, richte mein Krönchen und marschiere weiter. Übung macht halt den Meister.

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