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Müssen wir uns immer noch für den zweiten Weltkrieg schämen?

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  • Müssen wir uns immer noch für den zweiten Weltkrieg schämen?

    Oft wird man schief angeschaut wenn man sein Land liebt. Naja eigentlich werden nur wir Deutschen schief angeschaut. Das was im dritten Reich passiert ist, das ist grausam gewesen da gibt es gar nichts zu Diskutieren. Aber jedes Land hat dunkle Stellen auf seiner Weste, doch wir Deutschen legen diese Bürde nie ab.

    Bei den Amerikanern (eigentlich dürften sie sich gar nicht so nennen den es sind nur ausgesiedelte Europäer) sind der Vietnam und Koreakrieg sowie die Sklaverei nur einige Beispiele. Die Amerikaner haben sich aber niemals entschuldigt oder etwas gezahlt. Bis in die 80iger waren die Afroamerikaner nur Menschen zweiter Wahl.

    Dagegen haben wir Deutsche den Juden und anderen Völker, Millionen und Milliarden bezahlt. Ich kenne eigentlich nur eine Situation wie ein Firma Geld zahlt. Das ist bei Unglücken wie z.B. bei der Concorde. Doch das dritte reich als Unglück zu bezeichnen wäre doch soweit von der Wahrheit entfernt wie es nur möglich wäre.

    Nach dem zweiten Weltkrieg war Deutschland am Boden zerstört. Leben wir heute in einem Dritte Weltland? Nein wir sind die größte Exportnation der Welt, verkaufen die besten Autos, unterstützen unzählige Humanitäre Aktionen und sind überall gerne gesehen egal ob als Arbeitskraft oder als Urlauber. Weiterhin haben wir eine Beispiellose Demokratie und ein gut organisiertes Rechtssystem. Auch im Sport besonders der Winterolympiade sind wir eine feste Größe. Ich finde auf das was wir bzw. unsere Großeltern und Eltern nach 1945 erreicht haben kann man Stolz sein sowie auf das Deutschland so wie es heute ist.

    Ich denke mal wir haben wie kein zweites Land in der Geschichte für unsere Taten bezahlt und so sollte man uns wie wir uns selber langsam diese Taten vergeben werden.

  • #2
    "verkaufen die besten Autos"...
    nujo wir verkaufen fette proll karren (benz, bmw) aber technisch sind die Japaner imho immer nen Schritt vorraus (nur dummerweise erreichen viele modelle den deutschen markt erst garnicht...).

    Streich einfach das "die besten" und dann passt das schon.
    aber darum gehts ja auch garnicht!


    Ich schäme mich nicht für den zweiten oder ersten Weltkrieg... damit hatte ich nichts am hut.
    Das andere Nationen teilweise sogar schlimmer waren/sind ist keine Frage
    (bei Amerika hast du noch den Irak krieg vergessen... ich sag nur Massenvernichtungswaffen, wo sind sie denn?) nur die hatten halt keinen Adolf, der gibt so ein schönes Feindbild her daran wird man sich in tausend jahren noch erinnern und durch die intresante Thematik wird das ganze ja auch ständig im TV und Kino wieder aufgewärmt...

    Hat jemand mal nen Western gesehen wo die Cowboys nicht die coolen Jungs waren sondern Indianer niedergemetzelt haben wie nix gutes? Also ich bis jetzt weniger...

    Ich bin nicht Stolz drauf was mein Land damals angestellt hat.
    Und wenn ich mir ankuck was die Politiker heutzutage so treiben... das ist auch nix worauf man Stolz sein kann... Arbeitslosen zahlen, Verschuldung in unvorstellbaren höhen und immer schön weiter dem Bürger das Geld aus der Tasche ziehen...
    Ich mein wenn es keine Arbeit mehr für Alle gibt sollte man sich vielleicht mal grundlegend Gedanken über ein alternatives Beschäftigungssystem machen? Als Arbeitsloser ist man ja gleich ein fauler Untermensch der nix kann und dummerweise auch jemand der nix bekommt...
    das beste Beispiel ist der MCSE Trainer (Microsoft Certified System Engineer) der bei uns im Walmart Paletten einräumt... ich mein WTF? Das isn studierter Fachidiot der total überbezahlt sein müsste... aber nö wir ham ja die dicke Auswahl und wenn die Industrie über fehlendes Fachwissen jammert hauen wir halt Greencards raus anstadt unsre resourcen zu nutzen die etwas mehr kosten würden.

    Ich hör jetzt auf ich fang gerade wieder an mich aufzuregen!

    Fazit: nein ich bin nicht stolz auf mein Land, es gibt mir keinen Grund dazu!
    Schäm ich mich für den ganzen Nazi scheiss? Nein damit hatte ich nichts zu tun, der einzige Mensch den ich kenne der was vom WW2 mitbekommen hat ist mein Opa der in Frankfurt aufräumen durfte als 16 Jähriger, nachdem die Ammis Bomben drauf geschmissen haben, und der ist auch schon um die 80 also denke ich das die Zahlungen auch mal bald aufhören dürften, von den Leuten die nen Schaden durch WW2 genommen haben ist bald eh keiner mehr am Leben und deren Nachfahren durchzufüttern finde ich doch etwas übers Ziel hinaus!
    -derzeit keine Signatur-

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    • #3
      Zitat von ZeroB@NG Beitrag anzeigen
      Ich schäme mich nicht für den zweiten oder ersten Weltkrieg... damit hatte ich nichts am hut.
      Das andere Nationen teilweise sogar schlimmer waren/sind ist keine Frage
      (bei Amerika hast du noch den Irak krieg vergessen... ich sag nur Massenvernichtungswaffen, wo sind sie denn?) nur die hatten halt keinen Adolf, der gibt so ein schönes Feindbild her daran wird man sich in tausend jahren noch erinnern und durch die intresante Thematik wird das ganze ja auch ständig im TV und Kino wieder aufgewärmt...
      Völlig zurecht wird das Thema immer wieder aufgewärmt, weil es ja nach wie vor auch hier in Deustchland so unheimlich dumme Menschen gibt, die das entweder nicht verstehen was damals passiert ist oder es einfach verdrängen wollen oder erst garnicht glauben. Ich bin zwar nicht wirklich geschichtsbewandert, aber der Holocaust an den Juden ist meiner Meinung nach das schlimmste jemals an einer Gruppe von Menschen verübte Verbrechen gewesen, und das ist grade mal 62 Jahre her. Der Irakfeldzug der Amerikaner ist zwar auch ein Verbrechen, aber IMO war das damals bzw speziell der Holocaust (was ja nur ein Aspekt der Rolle Deutschlands im WW2 war) eine viel schlimmere Sache.

      Nun zum Thema, ob ich mich schäme für den WW2:
      Ein bisschen, denn ich weiß, dass es viele vorurteilsbehaftete Menschen in der ganzen Welt gibt, die Deutschland damit verbinden, und es fällt mir schwer, das einfach zu ignorieren. Ich weiß zwar, dass ich nichts für das kann, was damals passiert ist, insofern müsste ich mich dafür eigentlich auch nicht schämen, aber ein bisschen Scham z.B. bei dem Singen der Nationalhymne ist einfach dabei.

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      • #4
        Niemand, der nicht dabei war, muss sich dafür schämen. Das verlangt auch niemand.
        Allerdings steht die Bundesrepublik als Nachfolgestaat des Nazi-Regimes wenigstens zu ihrerer Verantwortung (im Gegensatz zu manch anderen Staaten, Japan tut sich da z. B. auch sehr schwer), und das ist auch gut so.
        Mit Verantwortung meine ich in diesem Fall, zumindest so weit wie möglich zu versuchen, das geschehene Unrecht irgendwie auszugleichen und vor allem dafür Sorge zu tragen, dass so etwas niemals wieder geschehen kann, indem z. B. im Geschichtsunterrichtden den jungen Deutschen vermittelt wird, was geschehen ist und wie es dazu kommen konnte. Dazu gehört auch, durch politische Bildung das demokratische und vor allem kritische Denken zu stärken (daran mangelt es leider sehr in unserem Land).
        "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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        • #5
          Zur Ausgangsfrage, ich denke mal, wir müssen uns schon immer in Erinnerung rufen, dass wir den 2. WK begonnen haben, und damit viel Leid über Europa brachten. Aber ich denke auch, dass sich die jetzige Generation nicht mehr für alle Verbrechen des NS-Regimes zu verantworten hat, weil wir damals allesamt noch nicht auf der Welt waren. Und auch die ständigen Forderungen seitens der Opfer sollten mal eingestellt werden, denn ich denke schon dass wir da schon genug gezahlt haben. Wie schon geschrieben wurde, die Nachkommen der Opfer brauchen wir wirklich nicht mehr finanzieren.
          Und wenn hier Zefram schreibt, er hat teils ein beschämendes GEfühl bei der Nationalhymne mitzusingen, gut jeder hat das Recht auf freie Meinung, aber ich denke, es ist total natürlich bei der eigenen Hymne mitzusingen, auch die Deutschen brauchen irgendetwas mit dem sie sich identifizieren können.

          Zitat von Hagiman2000 Beitrag anzeigen
          ...sowie die Sklaverei nur einige Beispiele. Die Amerikaner haben sich aber niemals entschuldigt oder etwas gezahlt. Bis in die 80iger waren die Afroamerikaner nur Menschen zweiter Wahl.
          Das stimmt natürlich, Sklaverei, (beinahe-)Ausrottung der Indianer, Rassentrennung,... sind Kapitel der amerikanischen Geschichte, die sie gerne vergessen.


          Zitat von Hagiman2000 Beitrag anzeigen
          ..verkaufen die besten Autos, ...und sind überall gerne gesehen egal ob als Arbeitskraft oder als Urlauber.
          Die besten Autos täte ich nicht sagen, denn qualitativ schätze ich die Japaner (Toyota) höher ein als die Deutschen.
          Und das als gerngesehene Urlauber ist auch nicht richtig, denn soviel geschimpft wie über die Deutschen als Urlauber wird sonst über niemanden.

          Zitat von Zefram Beitrag anzeigen
          ...aber der Holocaust an den Juden ist meiner Meinung nach das schlimmste jemals an einer Gruppe von Menschen verübte Verbrechen gewesen, und das ist grade mal 62 Jahre her.
          Ja, damit hast du sicher recht. Aber es ist schon unfair, immer nur auf den Deutschen rumzuhacken, obwohl es (leider) in anderen Ländern auch ähnliche Verbrechen gab, nur fakt ist, dass der Holocaust das jüngste Ereignis ist. Die Ausrottung der Indianer in Amerika, Kreuzzüge inkl. Inquisition und jahrhundertelanger Terror der Kirche oder die spanischen Eroberungen in Mittel- und Südamerika waren genausoschlimm. Nur gab es damals eben noch keine technischen Möglichkeiten um so koordiniert vorzugehen wie die Nazis. Hört sich zwar brutal an, ist aber so.
          Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
          die Internationale erkämpft das Menschenrecht


          das geht aber auch so

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          • #6
            Ich finde auf das was wir bzw. unsere Großeltern und Eltern nach 1945 erreicht haben kann man Stolz sein sowie auf das Deutschland so wie es heute ist.
            Genau diese inkonsequente Einstellung halte ich für Schwachsinn.

            Einerseits soll ich stolz sein auf das, was andere Menschen erreicht haben, bloß aufgrund des biographischen Zufalls, dass ich im selben Land wie sie geboren wurde, andererseits aber soll es nicht nötig sein, dass ich mich für das, was ein paar Jahre zuvor von Deutschen begangen wurde, schäme.

            Offensichtlich passen diese beiden Haltungen nicht zusammen. Entweder es gibt irgendein besonderes Band, das mich mit allen anderen Deutschen zusammenschnürt, und das dafür verantwortlich ist, dass ich auf ihre Leistungen stolz sein kann. Dann führt diese Verbindung aber auch dazu, dass ich mich für ihre Untaten und Verbrechen schämen muss. Oder aber, ein solches Band existiert überhaupt nicht, weil jeder Mensch nur für seine eigenen Handlungen verantwortlich ist, und mit den Taten früherer Deutscher genauso wenig zu tun hat, wie mit den Taten früherer Franzosen oder Chinesen. Dann aber habe ich weder die Pflicht mich zu schämen noch das Recht, stolz auf das Wirtschaftswunder oder die Trümmerfrauen zu sein.

            Man muss sich also entscheiden: Entweder man betrachtet sich als frei stehendes Individuum, das sich von den Handlungen früherer Menschen nichts anzieht, oder man identifiziert sich mit "den Deutschen"; dann gehört aber zum Nationalstolz ebenso das Nationale Schamgefühl! Hingegen aus den Leistungen der Deutschen seinen Nationalstolz abzuleiten, und gleichzeitig für die Verbrechen keine Scham zu empfinden - das bedeutet, sich die Rosinen herauszupicken.

            Ich persönlich bevorzuge jedenfalls die zweite Lösung: Weder schäme ich mich für das NS-Regime noch bin ich Stolz auf die Leistung der Deutschen.

            Aber eines sollte auf alle Fälle klar sein: Dass es unsinnnig ist, sich als heutiger (junger) Deutscher für die Verbrechen anderer Menschen zu schämen, ändert nichts daran, dass die Deutsche Nation der Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches ist, und deshalb selbstverständlich für Entschädigungszahlungen in der Pflicht steht.

            Nach dem zweiten Weltkrieg war Deutschland am Boden zerstört. Leben wir heute in einem Dritte Weltland? Nein wir sind die größte Exportnation der Welt, verkaufen die besten Autos, unterstützen unzählige Humanitäre Aktionen und sind überall gerne gesehen egal ob als Arbeitskraft oder als Urlauber. Weiterhin haben wir eine Beispiellose Demokratie und ein gut organisiertes Rechtssystem. Auch im Sport besonders der Winterolympiade sind wir eine feste Größe. Ich finde auf das was wir bzw. unsere Großeltern und Eltern nach 1945 erreicht haben
            Ganz großartig-

            Aber hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, dass die günstige Entwicklung der BRD nach 1945 größtenteils auf der wirtschaftlichen Hilfe und auf den manipulativen Eingriffen der Alliierten beruhte? Wenn die uns nicht so üppig aufgeppelt hätten (weil sie selbst ein großes Interesse an einer kräftigen Wirtschaftsnation in Mitteleuropa hatten), sondern stattdessen den Morgenthauplan durchgesetzt hätten, dann wären wir heute eine bedeutungslose Agrarnation mit primitiveren Verhältnissen, als denen, die in der DDR herrschten.

            Das deutsche Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit war ein unverdienter Glücksfall, der nur durch die besonderen Umstände möglich gewesen ist. Stolz ist bei dieser Sache also am allerwenigsten angesagt.

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            • #7
              Zitat von Hagiman2000 Beitrag anzeigen
              Oft wird man schief angeschaut wenn man sein Land liebt. Naja eigentlich werden nur wir Deutschen schief angeschaut.
              Ich finde es grundsätzlich merkwürdig wenn jemand "sein Land liebt", weil was für ein angeknackstes Ego muss man haben, um sich selbst über so etwas, wie die Zugehörigkeit zu einer Nation zu definieren, da man ja kaum darauf Einfluß nehmen kann zu welcher Nation oder Ethnie man angehört.
              Aber das ist nur meine Meinung.


              Zitat von Hagiman2000 Beitrag anzeigen
              Das was im dritten Reich passiert ist, das ist grausam gewesen da gibt es gar nichts zu Diskutieren. Aber jedes Land hat dunkle Stellen auf seiner Weste, doch wir Deutschen legen diese Bürde nie ab.
              Dunkle Stelle finde ich doch untertrieben. Noch kein anderes Land hat es geschafft Massenmord an einer ganzen Volksgruppe zu industrialisieren.


              Zitat von Hagiman2000 Beitrag anzeigen
              Bei den Amerikanern (eigentlich dürften sie sich gar nicht so nennen den es sind nur ausgesiedelte Europäer) sind der Vietnam und Koreakrieg sowie die Sklaverei nur einige Beispiele. Die Amerikaner haben sich aber niemals entschuldigt oder etwas gezahlt. Bis in die 80iger waren die Afroamerikaner nur Menschen zweiter Wahl.
              Also Korea- und Vietnamkrieg sind von Art und Umfang wohl kaum mit dem 2.WK vergleichbar... In Korea setzte die USA auch einen UNO-Beschluß um, nach dem Nordkorea..... och. guckste hier: Korea, Vietnam war ein regional begrenzter Krieg und kein Weltkrieg....
              Und was die Sklaverei und die gesellschaftliche Stellung von Schwarzen in den USA angeht, möchte ich eigentlich nicht ins Detail gehen, weil sich das nur sehr schwer mit Völkermord vergleichen läßt.

              Zitat von Hagiman2000 Beitrag anzeigen
              Dagegen haben wir Deutsche den Juden und anderen Völker, Millionen und Milliarden bezahlt. Ich kenne eigentlich nur eine Situation wie ein Firma Geld zahlt. Das ist bei Unglücken wie z.B. bei der Concorde. Doch das dritte reich als Unglück zu bezeichnen wäre doch soweit von der Wahrheit entfernt wie es nur möglich wäre.
              Ich verstehe nicht, was Du hiermit sagen willst... dass der durch den 2.WK entstandene Versicherungsschaden ausgeglichen wurde?

              Zitat von Hagiman2000 Beitrag anzeigen
              Nach dem zweiten Weltkrieg war Deutschland am Boden zerstört. Leben wir heute in einem Dritte Weltland? Nein wir sind die größte Exportnation der Welt, verkaufen die besten Autos, unterstützen unzählige Humanitäre Aktionen und sind überall gerne gesehen egal ob als Arbeitskraft oder als Urlauber. Weiterhin haben wir eine Beispiellose Demokratie und ein gut organisiertes Rechtssystem. Auch im Sport besonders der Winterolympiade sind wir eine feste Größe. Ich finde auf das was wir bzw. unsere Großeltern und Eltern nach 1945 erreicht haben kann man Stolz sein sowie auf das Deutschland so wie es heute ist.
              Ich finde die wirtschaftliche Leistung Deutschlands auch beachtlich, aber ich sehe nicht, dass dadurch der 2. Weltkrieg und der Holocaust relativiert wird.
              Was hat eigentlich Wintersport mit dem Topic zu tun?


              Zitat von Hagiman2000 Beitrag anzeigen
              Ich denke mal wir haben wie kein zweites Land in der Geschichte für unsere Taten bezahlt und so sollte man uns wie wir uns selber langsam diese Taten vergeben werden.
              Also ich habe mir eigentlich nie etwas vorgeworfen in der Sache, aber immer wenn ich eine Gedenkstätte besucht habe, habe ich mich geschämt...
              This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
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              Yossarian Lives!

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              • #8
                Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                Einerseits soll ich stolz sein auf das, was andere Menschen erreicht haben, bloß aufgrund des biographischen Zufalls, dass ich im selben Land wie sie geboren wurde, andererseits aber soll es nicht nötig sein, dass ich mich für das, was ein paar Jahre zuvor von Deutschen begangen wurde, schäme.
                Nun hör aber mal auf. Das ist schon 62 Jahre her. Da warst Du nicht mal annähernd in Planung. Schämst Du Dich auch für die Taten Deiner Vorfahren im Krieg von 1870/71 gegen Frankreich oder der Vorfahren in den Kreuzzügen ? Ich denke wohl kaum. Nur durch die nähere Vergangenheit und die immer wiederkehrenden Bilder des WK2 wird den Deutschen das ins Gehirn gebracht. Das darf aber nicht verwechselt werden mit Geschichtsaufarbeitung! Wir analysieren die Vorgänge von damals und das waren eine Menge, das braucht seine Zeit.

                Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                Man muss sich also entscheiden: Entweder man betrachtet sich als frei stehendes Individuum, das sich von den Handlungen früherer Menschen nichts anzieht, oder man identifiziert sich mit "den Deutschen"; dann gehört aber zum Nationalstolz ebenso das Nationale Schamgefühl! Hingegen aus den Leistungen der Deutschen seinen Nationalstolz abzuleiten, und gleichzeitig für die Verbrechen keine Scham zu empfinden - das bedeutet, sich die Rosinen herauszupicken.
                So so, muss man sich entscheiden ? Nenne ich eher Meinung festlegen ! Ok, es ist Deine Meinung, die ich im vollen Umfang akzeptiere. Das Schamgefühl wird doch nicht vererbt ? Also ich habe mit diesem Krieg definitiv NICHTS zu tun gehabt, deshalb fühle ich mich auch für nichts verantwortlich, schämen tue ich mich erst recht nicht. Wofür ? Das damals etwas falsches gemacht wurde ? Nein Nein, so kann nicht argumentiert werden. Wenn Du es machen möchtest bitte, nur dann müssten unsere Nachkommen, die in 250 Jahren z.B. leben sich auch dafür schämen ! Ich überziehe es gerne an dieser Stelle. Irgendwann ist einfach mal schluss. Auch wir Deutschen können Stolz auf unser Land sein. Ich sage auch ich bin stolz ein Deutscher zu sein ohne damit mich in eine Rechte ecke zu stellen !!! Die Franzosen, etc etc etc haben auch alle ihr Nationalgefühl, nur wir Deutsche dürfen keins mehr haben ? So ein Quatsch.

                Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                Ich persönlich bevorzuge jedenfalls die zweite Lösung: Weder schäme ich mich für das NS-Regime noch bin ich Stolz auf die Leistung der Deutschen.
                Deine Meinung, voll akzeptiert

                Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                Aber eines sollte auf alle Fälle klar sein: Dass es unsinnnig ist, sich als heutiger (junger) Deutscher für die Verbrechen anderer Menschen zu schämen, ändert nichts daran, dass die Deutsche Nation der Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches ist, und deshalb selbstverständlich für Entschädigungszahlungen in der Pflicht steht.
                Bitte ? Ne, das muss irgendwann mal ein Ende haben. Das ist nach Meinung vieler Menschen einfach erreicht. Wie lange sollte Deiner Meinung denn gezahlt werden ? Bitte mal einen genaueren Zeitrahmen. 30 Jahre ? 100 Jahre ? Meiner Meinung nach sind wir bei weitem nicht mehr in der Pflicht. Haben mehr als genug gezahlt. Heute kommen immer noch Forderungen von irgendwelchen "jüdischen" Vereinen, weil dort Menschen ermordet wurden. Dann wollen die gleich 500 Mill. €. Hallo ? Gehts noch ? Nichts gegen die Juden, nicht das dies jetzt Teil der Diskussion wird ! Gegen die habe ich nichts und es war schrecklich was damals passiert ist. Es ist jedoch etwas überzogen nach 60 Jahren soviel zu fordern, die Betroffenen sind oftmals schon tot oder weit über 70 Jahre ! Wie wird also so etwas gerechtfertigt ? Geht das? Nein. Die Angehörigen sollen nicht von uns finanziert werden !!

                Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                Aber hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, dass die günstige Entwicklung der BRD nach 1945 größtenteils auf der wirtschaftlichen Hilfe und auf den manipulativen Eingriffen der Alliierten beruhte? Wenn die uns nicht so üppig aufgeppelt hätten (weil sie selbst ein großes Interesse an einer kräftigen Wirtschaftsnation in Mitteleuropa hatten), sondern stattdessen den Morgenthauplan durchgesetzt hätten, dann wären wir heute eine bedeutungslose Agrarnation mit primitiveren Verhältnissen, als denen, die in der DDR herrschten.

                Das deutsche Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit war ein unverdienter Glücksfall, der nur durch die besonderen Umstände möglich gewesen ist. Stolz ist bei dieser Sache also am allerwenigsten angesagt.
                Aber natürlich haben uns die Alliierten geholfen, sind denen ja auch dankbar. Die kriegen aber keine Zahlungen mehr von uns ! Die hatten aber auch Hintergedanken bei ihrer Hilfe. Denk nur mal an die Russen, die waren gleich nach dem Krieg der neue Feind, schon unmittelbar nach dem Krieg gab es Reibungspunkte. Deutschland galt als Puffer ! Deshalb sollte Deutschland wieder aufgebaut werden. Sicherlich gibt es auch noch andere Punkte, weshalb Deutschland wiederaufgebaut wurde.

                Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
                Ja, damit hast du sicher recht. Aber es ist schon unfair, immer nur auf den Deutschen rumzuhacken, obwohl es (leider) in anderen Ländern auch ähnliche Verbrechen gab, nur fakt ist, dass der Holocaust das jüngste Ereignis ist. Die Ausrottung der Indianer in Amerika, Kreuzzüge inkl. Inquisition und jahrhundertelanger Terror der Kirche oder die spanischen Eroberungen in Mittel- und Südamerika waren genausoschlimm. Nur gab es damals eben noch keine technischen Möglichkeiten um so koordiniert vorzugehen wie die Nazis. Hört sich zwar brutal an, ist aber so.
                Bravo ! Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Es gab in der Geschichte auch viele andere Taten, die teilweise noch viel viel schlimmer waren NUR die Morde aus dem WK2 waren und wurden besser dokumentiert !!!!

                Vielleicht kann man diese Thread-Fragestellung verbinden mit "Sind alle Deutschen Kriegsverbrecher?" oder "War jeder Soldat der Wehrmacht ein Nazi und Kriegsverbrecher?"
                Zuletzt geändert von Harmakhis; 17.03.2007, 13:18.
                Die Römer waren die Amerikaner der Antike.
                Carolin Witt (*1983), Studentin

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                • #9
                  Nun hör aber mal auf. Das ist schon 62 Jahre her. Da warst Du nicht mal annähernd in Planung. Schämst Du Dich auch für die Taten Deiner Vorfahren im Krieg von 1870/71 gegen Frankreich oder der Vorfahren in den Kreuzzügen ?
                  Nein, aber ebenso wenig bin ich stolz auf die Leistung der damaligen Deutschen, was aber bei jedem wackeren deutschen Patrioten sehr wohl der Fall sein dürfte. Und dass diese Haltung inkonsequent ist, habe ich in meinem letzten Posting ausgeführt.

                  So so, muss man sich entscheiden ? Nenne ich eher Meinung festlegen ! Ok, es ist Deine Meinung, die ich im vollen Umfang akzeptiere. Das Schamgefühl wird doch nicht vererbt ? Also ich habe mit diesem Krieg definitiv NICHTS zu tun gehabt, deshalb fühle ich mich auch für nichts verantwortlich, schämen tue ich mich erst recht nicht. Wofür ? Das damals etwas falsches gemacht wurde ? Nein Nein, so kann nicht argumentiert werden.
                  Sag mal, hast du mein Argument überhaupt richtig gelesen?

                  Ich habe argumentiert, dass es inkonsequent ist, wenn man auf die Leistung früherer Deutscher stolz ist, ohne sich zugleich für die Verbrechen früherer Deutscher zu schämen. Denn wenn es irgendeine besondere „Verbindung“ zwischen mir und anderen Deutschen gibt, die es legitimiert, dass ich auf deren Leistung stolz sein kann, dann impliziert diese Verbindung logischerweise auch, dass ich mich für deren Schandtaten zu schämen habe.

                  Scham und Stolz kann man konsequenterweise nur zusammen erhalten. Wer hingegen auf die Leistungen vergangener Deutscher sein Nationalgefühl (und wohl auch sein Selbstwertgefühl) stützt, jedoch deren Verbrechen außen vor lässt, dessen Denkweise ist offensichtlich inkonsequent und irrational.


                  Bitte ? Ne, das muss irgendwann mal ein Ende haben. Das ist nach Meinung vieler Menschen einfach erreicht. Wie lange sollte Deiner Meinung denn gezahlt werden ? Bitte mal einen genaueren Zeitrahmen. 30 Jahre ? 100 Jahre ?
                  Bis wann und in welchem Umfang Entschädigungszahlungen fällig sind, ist eine juristische Detailfrage, die in diesem Thread wohl kaum zu klären ist. Fest steht aber, dass die BRD die Pflicht zu Entschädigungszahlungen hat, da sie der Rechstnachfolger des 3. Reiches ist, und da Verträge und Schulden von Staaten nicht mit dem Aussterben der Generationen enden, die sie unterschrieben bzw. verursacht haben.

                  Aber natürlich haben uns die Alliierten geholfen, sind denen ja auch dankbar. Die kriegen aber keine Zahlungen mehr von uns !
                  Du scheinst Probleme damit zu haben, bei einem Argument den springenden Punkt zu erfassen.

                  Mit ging es bei meinem Hinweis nicht um einen Vergleich zu den Entschädigungszahlungen (völliger Quatsch), sondern darum, dass es keinen Grund gibt, als Deutscher auf das deutsche Wirtschaftswunder stolz zu sein. Denn die entscheidende Ursache des Wirtschaftswunders waren zufällige global-politische Umstände, und nicht etwa der überlegene Fleiß des deutschen Volkes.

                  Vielleicht kann man diese Thread-Fragestellung verbinden mit "Sind alle Deutschen Kriegsverbrecher?" oder "War jeder Soldat der Wehrmacht ein Nazi und Kriegsverbrecher?"
                  Schwachsinn.

                  Erstens hat das hier nichts zu suchen. Zweitens ist völlig klar, dass die Aussage in dieser kategorischen Form hirnrissiger Blödsinn ist. Du scheinst, indem du so etwas zur Diskussion stellst, offensichtlich nur provozieren zu wollen.

                  Kommentar


                  • #10
                    Warum kann ich nicht Stolz darauf sein in diesem Land zu leben. Immerhin habe ich mir dieses Rechts und Demokratiesystem ausgesucht den seit meine 18 Lebensjahr hätte ich dieses Land verlassen können. Weiterhin kann ich Stolz sein weil, ich jeden Tag ja zu der jetzigen Situation bei trage, in dem ich einer Arbeit nach gehe, Steuern zahle und das Gesetz beachte. Würde kein Bewohner dieses Landes dies machen dann wäre hier Chaos, also trägt jeder was dazu bei und kann somit auch Stolz sein.

                    Das man uns immer wieder an diese Taten erinnert, halte ich auch für Absolut richtig, den sowas darf man niemals vergessen. Aber ich verstehe nicht warum ich bei einem Fussball Spiel der National Mannschaft mich bei der Hymmde schämen müsste? Was haben die Zuschauer und Spieler getan das man sich schämen müsste. Ganz anders wenn ich einen Rundgang durch Auschwitz mache. Hier wird einfach alles pauschalisiert.

                    Ich bin einfach der Ansicht warum ich für etwas zahlen soll an dem ich keinen Anteil habe. Weiterhin muss doch wie auch andere meinten Irgendwann Schluss sein, nicht mit dem vergessen sondern mit dem bezahlen.

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Hagiman2000 Beitrag anzeigen
                      Aber ich verstehe nicht warum ich bei einem Fussball Spiel der National Mannschaft mich bei der Hymmde schämen müsste? Was haben die Zuschauer und Spieler getan das man sich schämen müsste.
                      Also ich schäme mich dabei nie. Warum du? Ich finde das nur kitschig...

                      Ich bin einfach der Ansicht warum ich für etwas zahlen soll an dem ich keinen Anteil habe. Weiterhin muss doch wie auch andere meinten Irgendwann Schluss sein, nicht mit dem vergessen sondern mit dem bezahlen.
                      Welche großen Entschädigungszahlungen finden denn heute noch statt? Die sind so gut wie abgeschlossen. Es wird auf jeden Fall irgendwann Schluß sein, dann wenn alle deutschen Unternehmen z.B. die durch das Ausnutzen von KZ-Insassen enorm Profite gemacht haben, dafür Entschädigungen geleistet haben. Das ist allein den deutschen Unternehmen zuzuschreiben, dass sie dazu nicht schon 1960 bereit waren.
                      Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                      Makes perfect sense.

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                      • #12
                        Ich denke es gib zu diesem Thema schon mehr als genug Threads (z.B.:http://www.scifi-forum.de/showthread.php?t=6129) Also sc´hließe ich den hier.
                        Möp!

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