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Einschneidende Erlebnisse

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  • Einschneidende Erlebnisse

    ...oder "neue Lebensabschnitte" - obwohl ich die Bezeichnung nicht wirklich mag - habt ihr solche erfahren bzw erlebt? Wann waren sie und gab es bestimmte Auslöser?

    Der Grund warum ich das nun eröffnet habe ich, dass die ersten 2, 2 1/2 Monate dieses Jahres (bzw schon der Jahreswechsel) einige Rückschläge für mich bereit hielt. Jetzt ist es mittlerweile Mitte April und ich habe damit umgehen gelernt, auch wenn auf Grund komplizierter und schwerer familiärer Probleme meine Beziehung in die Brüche ging. Derzeit bin ich wieder soweit (bzw war ich noch nie so weit wie heute) mit einem Optimismus und positiver Einstellung in das Jahr zu gehen wie selten zuvor!

    Natürlich habe ich überlegt, wann es Einschnitte in meinem Leben gab und wie ich sie beurteile. Bei mir waren sie definitiv mit 19/20, als ich aus der Schule kam und erst mal arbeiten ging und meine erste Beziehung und auch (schlimmste) Trennung erlebte; 23/24 als ich nach Wien zog und zu studieren anfing; und eben jetzt mit 28.

    Würde mich über andere Lebenserfahrung freuen
    Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
    Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

  • #2
    Einschneidende Erlebnisse...

    Der Wechsel meiner Schule.
    Ich bin seit einem Jahr auf dem Berufskolleg, wo ich meine Ausbildung mache und ich bin überglücklich endlich aus meinem früheren schulischen Umfeld rauszukommen. Ich wurde jahrelang gemobbt und ich werde nicht mehr dauernd dran erinnert. Jetzt bin ich glücklich, habe eine Freundin und meine Noten sind die besten meiner schulischen Karriere! Ich habe viele neue Freunde gefunden und gehe nun als Optimist durch den Tag.

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    • #3
      Ich habe zuviele einschneidende Erlebnisse um hier alle aufzuzählen... dabei bin ich erst 36

      Da war mal die Zeit vor der Schule, wo wir so weit weg von anderen Kindern wohnten, dass ich in der Regel nur mit meinem Bruder spielen konnte. Als ich dann in den Kindergarten kam, war ich wohl etwas seltsam, denn niemand wollte wirklich mit mir spielen. Das machte mich noch einsamer und trauriger...

      Dann kamen die Anfälle, die ich Aufgrund eines kleinen Defektes im Kleinhirn hatte. Danach war ich für 6 Monate im Alter von 8 Jahren im Kinderkrankenhaus. Als ich wieder zurückkam, hatte die Lehrerin den Kinder was von Anfall = Hirnzellen sterben ab erzählt. Genau weiss ich das nicht, aber ab da galt ich als blöd und dumm. Nicht bloss bei den Schülern, auchbei den Lehrern.

      Die ganze Schulzeit war geprägt von Hänseleien, Schlägen und Einsamkeit. Bis im letzten Schuljahr ein neuer Lehrer bemerkte, dass ich ausserordentlich gut Rechnen kann, dass ich das quasi aus dem Ärmel schüttelte und mich einem IQ-Test unterzog. Ich hatte auf Anhieb einen Wert von 131 und den habe ich in etwa wiederholt bei einem Test auf dem Schülerbetreuungsamt mit 127... Tja, zu spät, denn es war das letzte Schuljahr und ich konnte keine höhere Stufe mehr machen.

      Ich habe eine Detailhandelslehre absolviert mit sehr guten Abschlussnoten und sehr zufriedenen Lehrmeistern. Dabei hätte ich so gerne studiert... vor allem Theologie.

      Aber ich hatte schon meinen Mann kennengelernt und mir war klar: ich will eine Familie, dann noch studieren auf dem Umweg, dann wäre ich heute noch am warten auf Kinder...

      Mit knapp 20 habe ich geheiratet, mit 21 haben wir das Haus gekauft und mit 26 bin ich nach mehreren Aborten Mutter geworden. Danach haben wir es nochmals probiert, dabei gab es nochmals ein paar Aborte (insgesamt 7 mal) und wir haben uns gesagt, den Horror machen wir nicht mehr mit. Er liess sich unterbinden...

      Als unsere Tochter 6 wurde, wurde unsere Ehekriese dermassen unerträglich, dass er sich zu einer anderen Frau flüchtete und ich ihn rausschmiss deswegen.

      Das ging in etwa knapp ein halbes Jahr und wir haben einander in dieser Zeit dermassen vermisst, dass wir merkten, kein anderer Mensch kommt an das heran, was wir aneinander haben: Bedingungslose Liebe. Ab und an ist er noch fremdgegangen, dann haben wir auch mal ein bisschen geswingert und heute wissen wir: das beste haben wir schon: einander.

      Zwischendurch habe ich nun wieder 5einhalb jahre gearbeitet und musste wegen dem Stress aufhören, auch weil unsere Tochter wegen Lernschwierigkeiten viel Unterstützung braucht. Das habe ich auch in einem Thread hier verarbeitet: http://www.scifi-forum.de/intern/com...t-fahrrad.html
      Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts. Elias Canetti
      Take it easy, but take it. Nothing Comes to you, when you waite to long.

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      • #4
        In der Tat ein bewegtes Leben!

        Zitat von Gabriela Beitrag anzeigen
        Das ging in etwa knapp ein halbes Jahr und wir haben einander in dieser Zeit dermassen vermisst, dass wir merkten, kein anderer Mensch kommt an das heran, was wir aneinander haben: Bedingungslose Liebe. Ab und an ist er noch fremdgegangen, dann haben wir auch mal ein bisschen geswingert und heute wissen wir: das beste haben wir schon: einander.
        Da arbeitet es bei mir im Kopf auch gerade rum was das Thema betrifft. Vergleichen kann ich es mit meiner Situation natürlich nicht, aber es würde mich interessieren wie es bei euch verlief. Habt ihr euch in dem halben Jahr gar nicht mehr gesehen oder schon sporadisch (regelmäßig) voneinander gehört?

        edit: auch zu mendred: nach der Matura und der Entschluss vorerst nicht studieren zu wollen war das beste was ich machen konnte. Die Schule hat mich auf das Leben null vorbereitet und erschwerend kam hinzu, dass ich generell ein ziemlicher Aussenseiter bzw Einzelgänger war. Das änderte sich mehr oder weniger radikal als ich anfing zu arbeiten und dadurch "lernen" musste mit Menschen umzugehen.
        Auch der Umzug nach Wien hat mich von meinen "Fesseln" befreit die einem "der alte (Wohn)Ort" anlegten. Finde ich überhaupt interessant, dass einem Orte bzw auch "alte FreundeW (mit denen man aber später keinen Kontakt mehr hat) so hemmen sich "anders" zu geben wie man gern würde., weil man eben nicht mehr diese alte Person ist als die einem die alten bekannten kennen.
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        • #5
          Mein "einschneidendstes" Erlebnis ist wahrscheinlich meine Zeit in einem Kinderheim für Schwererziehbare von 1988 bin 1990. Ich war in der Vergangenheit eigentlich ein recht lebhaftes/hyperaktives Kind und habe in der Schule dann zahlreiche Verhaltensauffälligkeiten gezeigt, die unter anderem auf zwischenmenschliche Spannungen in meinem Elternhaus (Stichwort: Scheidung) zurückzuführen waren. Ich wurde dann in ein Heim für Schwererziehbare in der Nähe von Freiberg eingewiesen, in dem ich eineinhalb Jahre meines Lebens verbrachte. Im Gegensatz zu vielen anderen jungen Menschen, die in DDR-Jugendwerkhöfen einsaßen, hatte ich allerdings nichts Schlimmes auszustehen – auch wenn es ein Leben nach strengen Regeln war. Wir Kinder waren eine eingeschworene Truppe und der Abschied ist mir (auch wenn es für Außenstehende etwas bizarr wirken mag) nicht sehr leicht gefallen.
          Die Wiedereingliederung in die Welt außerhalb des Kinderheims ist mir (im Nachhinein betrachtet) recht schwer gefallen und so richtig angekommen bin ich bis heute nicht. Aus meiner Kindergartenzeit ist beispielsweise überliefert, dass andere Kinder großen Respekt vor mir hatten und mir freiwillig ihre Spielsachen gegeben haben. In der Schule hatten sowieso alle Angst vor mir und auch im Kinderheim war ich ziemlich beliebt. Nach meiner Zeit im Kinderheim konnte ich allerdings nie wieder an diese "alten Erfolge" anknüpfen. Im Umgang mit anderen Menschen z.B. bin ich eher gehemmt und wirke oft reserviert. Ob das Folgeerscheinungen meiner Zeit im Kinderheim sind oder ob da auch andere Faktoren eine Rolle spielen mögen, kann ich nicht genau sagen. Jedenfalls stellt dieser Abschnitt eine wichtige Zäsur in meinem Leben dar.
          Mein Profil bei Last-FM:
          http://www.last.fm/user/LARG0/

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          • #6
            Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
            In der Tat ein bewegtes Leben!
            Da arbeitet es bei mir im Kopf auch gerade rum was das Thema betrifft. Vergleichen kann ich es mit meiner Situation natürlich nicht, aber es würde mich interessieren wie es bei euch verlief. Habt ihr euch in dem halben Jahr gar nicht mehr gesehen oder schon sporadisch (regelmäßig) voneinander gehört?
            naja, wir haben zusammen eine Tochter, da lässt sich das "einander sehen" nicht vermeiden, und da er Schichtarbeiter ist und oft unter der Woche Wochenende hat, hat er auch ab und an hier geschlafen, damit er jede freie Minute mit ihr verbringen konnte. Und obwohl er es ja war, der sich eine neue Frau gesucht hatte und mir die Schuld dafür in die Schuhe schieben wollte, weil ich ihm sagte, dass ich mit dem perfektionistischen Druck, den er erzeugt nicht klar komme und so nicht mit ihm weiterleben könne, war er es, der total eifersüchtig reagierte, als ich mich ein wenig verliebt hatte und er den "Neuen" kennelernte. Er ist da fast durchgedreht...
            Ich wollte ja keine Trennung, eher sowas wie ne Paartherapie...

            Zitat von Largo Beitrag anzeigen
            Wir Kinder waren eine eingeschworene Truppe und der Abschied ist mir (auch wenn es für Außenstehende etwas bizarr wirken mag) nicht sehr leicht gefallen.
            Doch das kann ich sehr gut nachvollziehen. Sie waren ab da deine Familie...

            Die Wiedereingliederung in die Welt außerhalb des Kinderheims ist mir (im Nachhinein betrachtet) recht schwer gefallen und so richtig angekommen bin ich bis heute nicht.
            Ich war in der Schule immer der Aussenseiter und bin es auch heute noch... Aber mit meinem Mann und meiner Tochter habe ich ein Zuhause...

            Aus meiner Kindergartenzeit ist beispielsweise überliefert, dass andere Kinder großen Respekt vor mir hatten und mir freiwillig ihre Spielsachen gegeben haben. In der Schule hatten sowieso alle Angst vor mir und auch im Kinderheim war ich ziemlich beliebt. Nach meiner Zeit im Kinderheim konnte ich allerdings nie wieder an diese "alten Erfolge" anknüpfen. Im Umgang mit anderen Menschen z.B. bin ich eher gehemmt und wirke oft reserviert. Ob das Folgeerscheinungen meiner Zeit im Kinderheim sind oder ob da auch andere Faktoren eine Rolle spielen mögen, kann ich nicht genau sagen. Jedenfalls stellt dieser Abschnitt eine wichtige Zäsur in meinem Leben dar.
            naja, so betrachtet sind ja deine alten Erfolge auch keine wirklichen. Nur die, die man mit der Herzenswärme erzielt sind wirkliche Erfolge... Welche Erfolge kannst du denn da aufweisen? Aber dein Leben war schon auch recht heftig. Ich hatte immer meine Grossmutter, auf die ich "zurückgreifen" konnte... Sie hat mich immer bedingungslos geliebt und mir erklärt, wieso die Menschen so oder so zu mir sind. Sie war so voller Liebe zur ganzen Welt, auch wenn sie manchmal darüber gewettert hat, wie blöd die Menschen im allgemeinen doch sind...
            Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts. Elias Canetti
            Take it easy, but take it. Nothing Comes to you, when you waite to long.

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            • #7
              Ich denke einschneidende Erlebnisse habe ich auch genug hinter mir.

              Ich frage mich manchmal ob meine Erfahrungen wohl nicht öfters mit ein Grund waren weshalb ich den Trek'schen Idealen nachlebe.

              Ich denke das erste Einschneidende Erlebnis war mein Eintritt in den Kindergarten. Nuja da hat mein Outsider Tum angefangen. Auf die eine Seite war ich natürlich auch mit dafür verantwortlich. Ich war in jungen Jahren auch ein Hyperaktives und eben auch Jähzorniges Kind... Allerdings hab ich nie jemanden geschlagen oder so. Ich war einfach oft wütend Und wenns nicht nach meinem Kopf ging hab ich mich nicht sehr Teamfähig verhalten... Hehe das is heute auch noch so manchmal . Ich war eben ein "Befähli".

              Naja dann die grosse "katastrophe" 1 1/2 Jahre nach der Einschulung. Es zeigten sich bei mir massive defizite in der psychomotorik und der Feinmotorik. Ausserdem hatte ich eine dyslexische rechenschwäche und überhaupt alles ein wenig im Argen mit dem System...
              Ich wurde generell Medizinisch untersucht. Naja der Ärztliche Befund war gelinde gesagt schockierend. Die sogennanten Fachkräfte haben mich doch tatsächlich als teilweise debil und mehr oder weniger unterapierbar abgestempelt. Zum Glück wollten meine Eltern davon nichts wissen.
              Man hat mich dann in die Klein Klasse Umgeteilt (so was wie Hilfsschule). Allerdings waren meine Leistungen, abgesehen von den "beeinträchtigten" Bereichen überdurchschnittlich und waren normal stufen Schüler teilweise mehr als ebenbürtig.

              Tja nach weiteren 1 1/2 Jahren wurde ich dann in 3. Primar Klasse zurück entlassen, obwohl ich noch in Logopädischer Behandlung war.

              Zwischenzeitlich wurde ich noch auf Epilepsie abgeklärt (was glücklicherweise negativ war). Joa dann war so ein bisschen übliches Schulalltag auf und ab, aber ich konnte mich doch noch profilieren und wechselte dann in die Sekundarschule (zweithöchste Stufe) Eigentlich hätte ich mit ein wenig mehr effort und ohne die Rechenschwäche locker die Bezirksschule absolvieren können und danach an die kantonschule weitergehen können um zu Maturieren, aber eben...

              Joa meine Oberstufe schloss ich mittelmässig aber ned schlecht ab und ja... die berufswahl verlief nicht ganz wie erwartet. Ursprünglich wollte ich ja eigentlich Buchhändler werden. Aber das war dann mangels Lehrstellen nicht möglich. Ich machte ein Zwischenjahr und ging dann an eine Private Handelsschule und machte dort Zwei Diplome. Beim Eidgenösischen scheiterte ich dann leider 2 Mal... Auch wegen der Rechenschwäche. Und auch wegen wirklich kaputer Motivation... Ausserdem hat die Prüfungskomission meinen Attest zurückgewiesen, mit der Begründung dass jemand der in einem Elementaren Fach wie Rechnungswesen nicht mit einem anständigen Notenschnitt abschliessen kann eigentlich nicht in den Beruf des Kaufm. Angestellten gehört.

              Ich habe also mit einem Notenschnitt von 4.3 (skala 1 = Schlechtestes 6 = beste) wegen zu vielen "minuspunkten" die Eidgenössische Zertifizierung nicht geschafft. Tja darauf folgten dann das obligate zerwürfnis mit der Familie die darauf gepocht hat dass sie Unsummen an Ausbildungsgeldern zum Fenster hinausgeworfen hätten etc... Dann wurde ich arbeitslos weil die Firma konkurs ging bei der ich mein Praktikum absolviert hatte. Danach war ich 1 Jahr Arbeitslos, ging für ein halbes Jahr zum Radio Kanal K in ein Arbeitslosenprogramm. Dort allerdings machte man mir leere Versprechungen und hat mir eine Position in Aussicht gestellt, und sie dann doch mit jemand anderem besetzt. Naja meine Motivatin ist dann rapide gesunken und am Schluss hatte man mir mein mangelndes engagement vorgeworfen. Und gefunden also so einem wie mir würde man kein Arbeitszeugnis ausstellen etc...

              Zur gleichen Zeit bin ich daheim ausgezogen, weil meine Mutter einfach nur noch Terror gemacht hat. Ich bin dann in eine ziemlich abgerissene WG in der Altstadt gezogen wo mich zwei gute Kollegen freundlicherweise beherbergt hatten. Bis ich mich durch interne streitigkeiten mit denen auch noch überworfen hatte. Ausserdem folgten noch gesundheitliche probleme durch den allgegenwärtigen Schimmel im Haus. Und natürlich auch durch die Belastung meiner Finanziellen Lage...

              Tja im November 2005 hab ich dann einige Konsequenzen gezogen, Sozialhilfe beantragt mir eine eigene Wohnung gesucht. Umgezogen. Temporärjob in ner sozialen Institution gekriegt für ein Jahr und das Filmprojekt gestartet. Und jetzt suche ich mir einen Brotjob damit ich meine Wohnung bezahlen kann etwas zu essen habe. Und an meinen kreativen projekten arbeiten kann.

              Das nächste das ich eigentlich in Angriff nehmen will ist eine grösser angelegte psychiatrische/psychologische Behandlung um meiner anhaltenden depression Herr zu werden...

              Naja sucht euch ein Einschneidendes Erlebnis aus... Manchmal denke ich es ist ein Wunder dass ich nicht einfach den Bettel hingeworfen habe. Aber ich merke langsam dass mein fell nicht mehr wirklich dick ist...

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              • #8
                Zitat von Gabriela
                naja, so betrachtet sind ja deine alten Erfolge auch keine wirklichen.
                Das war natürlich etwas unpräzise formuliert von mir mit den "alten Erfolgen". Gemeint war der Umstand, dass ich früher ein selbstbewussteres Auftreten hatte und dadurch in anderen Gruppen leichter akzeptiert und respektiert wurde. Mit so einer Gabe hat man es gewiss leichter im Leben. Andererseits möchte ich meine Erfahrungen aus der Zeit im Kinderheim nicht missen, denn irgendwie ist es auch gut so, dass ich so bin wie ich bin. Eine ambivalente Kiste halt.
                Mein Profil bei Last-FM:
                http://www.last.fm/user/LARG0/

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                • #9
                  @Gabriela
                  Was du da so erzählst, hast eh schon viel mitgemacht in deinem Leben. Aber sicher positiv ist, dass du nun wohl eine gestärkte Beziehung hast, wo du und dein Mann wisst was ihr wollt.

                  So wirklich einschneidende Erlebnisse wie hier geschildert wurden, hatte ich eigentlich noch keine erwähnenswerten.
                  Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                  die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                  das geht aber auch so

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                  • #10
                    Zitat von Robert Johnson Beitrag anzeigen
                    Ich denke einschneidende Erlebnisse habe ich auch genug hinter mir.

                    Ich frage mich manchmal ob meine Erfahrungen wohl nicht öfters mit ein Grund waren weshalb ich den Trek'schen Idealen nachlebe.

                    Ich denke das erste Einschneidende Erlebnis war mein Eintritt in den Kindergarten. Nuja da hat mein Outsider Tum angefangen. Auf die eine Seite war ich natürlich auch mit dafür verantwortlich. Ich war in jungen Jahren auch ein Hyperaktives und eben auch Jähzorniges Kind... Allerdings hab ich nie jemanden geschlagen oder so. Ich war einfach oft wütend Und wenns nicht nach meinem Kopf ging hab ich mich nicht sehr Teamfähig verhalten... Hehe das is heute auch noch so manchmal . Ich war eben ein "Befähli".

                    Naja dann die grosse "katastrophe" 1 1/2 Jahre nach der Einschulung. Es zeigten sich bei mir massive defizite in der psychomotorik und der Feinmotorik. Ausserdem hatte ich eine dyslexische rechenschwäche und überhaupt alles ein wenig im Argen mit dem System...
                    Ich wurde generell Medizinisch untersucht. Naja der Ärztliche Befund war gelinde gesagt schockierend. Die sogennanten Fachkräfte haben mich doch tatsächlich als teilweise debil und mehr oder weniger unterapierbar abgestempelt. Zum Glück wollten meine Eltern davon nichts wissen.
                    Man hat mich dann in die Klein Klasse Umgeteilt (so was wie Hilfsschule). Allerdings waren meine Leistungen, abgesehen von den "beeinträchtigten" Bereichen überdurchschnittlich und waren normal stufen Schüler teilweise mehr als ebenbürtig.

                    Tja nach weiteren 1 1/2 Jahren wurde ich dann in 3. Primar Klasse zurück entlassen, obwohl ich noch in Logopädischer Behandlung war.

                    Zwischenzeitlich wurde ich noch auf Epilepsie abgeklärt (was glücklicherweise negativ war). Joa dann war so ein bisschen übliches Schulalltag auf und ab, aber ich konnte mich doch noch profilieren und wechselte dann in die Sekundarschule (zweithöchste Stufe) Eigentlich hätte ich mit ein wenig mehr effort und ohne die Rechenschwäche locker die Bezirksschule absolvieren können und danach an die kantonschule weitergehen können um zu Maturieren, aber eben...

                    Joa meine Oberstufe schloss ich mittelmässig aber ned schlecht ab und ja... die berufswahl verlief nicht ganz wie erwartet. Ursprünglich wollte ich ja eigentlich Buchhändler werden. Aber das war dann mangels Lehrstellen nicht möglich. Ich machte ein Zwischenjahr und ging dann an eine Private Handelsschule und machte dort Zwei Diplome. Beim Eidgenösischen scheiterte ich dann leider 2 Mal... Auch wegen der Rechenschwäche. Und auch wegen wirklich kaputer Motivation... Ausserdem hat die Prüfungskomission meinen Attest zurückgewiesen, mit der Begründung dass jemand der in einem Elementaren Fach wie Rechnungswesen nicht mit einem anständigen Notenschnitt abschliessen kann eigentlich nicht in den Beruf des Kaufm. Angestellten gehört.

                    Ich habe also mit einem Notenschnitt von 4.3 (skala 1 = Schlechtestes 6 = beste) wegen zu vielen "minuspunkten" die Eidgenössische Zertifizierung nicht geschafft. Tja darauf folgten dann das obligate zerwürfnis mit der Familie die darauf gepocht hat dass sie Unsummen an Ausbildungsgeldern zum Fenster hinausgeworfen hätten etc... Dann wurde ich arbeitslos weil die Firma konkurs ging bei der ich mein Praktikum absolviert hatte. Danach war ich 1 Jahr Arbeitslos, ging für ein halbes Jahr zum Radio Kanal K in ein Arbeitslosenprogramm. Dort allerdings machte man mir leere Versprechungen und hat mir eine Position in Aussicht gestellt, und sie dann doch mit jemand anderem besetzt. Naja meine Motivatin ist dann rapide gesunken und am Schluss hatte man mir mein mangelndes engagement vorgeworfen. Und gefunden also so einem wie mir würde man kein Arbeitszeugnis ausstellen etc...

                    Zur gleichen Zeit bin ich daheim ausgezogen, weil meine Mutter einfach nur noch Terror gemacht hat. Ich bin dann in eine ziemlich abgerissene WG in der Altstadt gezogen wo mich zwei gute Kollegen freundlicherweise beherbergt hatten. Bis ich mich durch interne streitigkeiten mit denen auch noch überworfen hatte. Ausserdem folgten noch gesundheitliche probleme durch den allgegenwärtigen Schimmel im Haus. Und natürlich auch durch die Belastung meiner Finanziellen Lage...

                    Tja im November 2005 hab ich dann einige Konsequenzen gezogen, Sozialhilfe beantragt mir eine eigene Wohnung gesucht. Umgezogen. Temporärjob in ner sozialen Institution gekriegt für ein Jahr und das Filmprojekt gestartet. Und jetzt suche ich mir einen Brotjob damit ich meine Wohnung bezahlen kann etwas zu essen habe. Und an meinen kreativen projekten arbeiten kann.

                    Das nächste das ich eigentlich in Angriff nehmen will ist eine grösser angelegte psychiatrische/psychologische Behandlung um meiner anhaltenden depression Herr zu werden...

                    Naja sucht euch ein Einschneidendes Erlebnis aus... Manchmal denke ich es ist ein Wunder dass ich nicht einfach den Bettel hingeworfen habe. Aber ich merke langsam dass mein fell nicht mehr wirklich dick ist...
                    Wow, liest sich ähnlich wie bei mir... und ich finde es gut, dass du deine Depression loswerden willst und was dafür tust. bewundernswert, dass du noch so "normal" geblieben bist, trotz allem, was das Leben bereits für dich bereit hielt...

                    Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                    Das war natürlich etwas unpräzise formuliert von mir mit den "alten Erfolgen". Gemeint war der Umstand, dass ich früher ein selbstbewussteres Auftreten hatte und dadurch in anderen Gruppen leichter akzeptiert und respektiert wurde. Mit so einer Gabe hat man es gewiss leichter im Leben. Andererseits möchte ich meine Erfahrungen aus der Zeit im Kinderheim nicht missen, denn irgendwie ist es auch gut so, dass ich so bin wie ich bin. Eine ambivalente Kiste halt.
                    Okay, wenn ich das so lese, habe ich keine Bedenken mehr Was meinst du wie schön es war, vom hässlichen Entlein, dass immer geplagt wurde, zu einer jungen offenbahr genug begehrenswerten Frau zu werde, die sich alle zwei Wochen nen anderen an Land ziehen konnte? Dass es bloss Unfug war, weil die Jungs ja alles nur eines wollten, habe ich so nach 10 Jungs schon auch bemerkt und die hatte ich allein in einem Jahr. Dann hab ich was "richtiges" gesucht und nach ca. 16 Jungs hatte ich die Nase voll... und ganz ehrlich: an ein Paar kann ich mich bloss noch schwach erinnern. Was mir das für einen Ruf beschert hat, kannst du dir wohl auch vorstellen und ich hatte eigentlich die Nase voll... Aber da war dieser Typ, den meine Freundin hat abblitzen lassen, der war irgendwie aufdringlich aber süss... bloss sein Parfüm, ihh, zehn Meilen gegen den Wind Und heute ist das mein Mann und wir sind 17 Jahre verheiratet...

                    Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
                    @Gabriela
                    Was du da so erzählst, hast eh schon viel mitgemacht in deinem Leben. Aber sicher positiv ist, dass du nun wohl eine gestärkte Beziehung hast, wo du und dein Mann wisst was ihr wollt.

                    So wirklich einschneidende Erlebnisse wie hier geschildert wurden, hatte ich eigentlich noch keine erwähnenswerten.
                    Naja, ich hab vor allem gelernt, dass mich niemand glücklich machen kann. Ausser ich mich selbst...

                    Und geniesse es, dass das Leben dich derart verwöhnt hat. Ich beneide dich darum...
                    Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts. Elias Canetti
                    Take it easy, but take it. Nothing Comes to you, when you waite to long.

                    Kommentar


                    • #11
                      Wow, also gegen die Lebens- und Leidensgeschichten einiger in diesem Thema habe ich ja noch echtes Glück gehabt, obwohl ich auch einge "Ereignisse" im Leben erlebt habe, in Folge derer mein Weltbild in geistiger Hinsicht über den Haufen geworfen wurde oder ich im Erreichen mancher durchaus weltlicher Ziele immer wieder an den Anfang zurückgeworfen wurde.
                      Meine Hoffnung ging darüber aber nie verloren, auch wenn diese sich auf etwas bezieht, was ich doch nicht beeinflussen kann, genauso wenig wie jeder andere hier, aber gerade deshalb hat sich nie etwas an dieser Hoffnung geändert.

                      Ich weiß, dass ich mich offensichtlich in dieser Hinsicht in Rätseln ausdrücke, aber die, welche mich kennen, dürften wissen was ich meine, und verstehen, warum ich irgendwie daran zweifle, dass es hierher gehören würde, wenn ich darauf näher einginge.
                      Die Wahrheit entgeht dem, der nicht mit beiden Augen sieht. Wähle den Weg, der recht und wahr ist.
                      Wenn Du erkennst, dass das Kerzenlicht Feuer ist, dann wurde das Mahl vor langer Zeit bereitet.
                      Skylaterne vor der Haustür (Youtube Video) - ich bin ein Mitglied der Kirche Jesu Christi. Die USS Vergissmeinnicht nimmt wieder ihren Dienst auf und heißt alle interessierten Crewmitglieder willkommen.

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                      • #12
                        einschneidene erlebnisse?!
                        ja davon habe ich bis jetzt in meinem recht kurzen leben doch schon so einige erlebt, die eigentlich schon für ein ganzes leben reichen würden!

                        ich habe dazu schon einiges in anderen threads geschrieben des wegen gibt es ein teil nur als zitate von mir selbst.

                        Zitat von mir aus dem thread: "AUtounfälle Eure (persönlichen) Erlebnisse"

                        beifahrer unfallwir sind so zum spaß unterwegs! da taucht auf einmal nen reh auf mein kolege will ausweichen kommt von der straße ab und von da ab weiß ich nichts mehr! bind dann zweitage später im krankenhaus aufgewacht! 2 not ops! beide beine gebrochen 5 rippen schädeltraumer innere blutungen! knapp am tot vorbei würde ich sagen! hinterher habe ich dann erfahren dass wir auf meiner seite gegen einen baum geknallt sind und uns noch einmal überschlagen haben! aber ich war der einzige dem wirklich etwas passierte! omg! was ich für ein schwein hatte! kaum zuglauben!

                        original
                        Zitat von mir aus dem Thread:" Schicksalsschläge"

                        also schicksalsschläge hä? davon kann ich ein lied singen.
                        vor einem jahr nen bisschen mehr als ein jahr hat sich mein bester freund das leben genommen! damit um gehen kann ich heute noch nicht war sogar einmal kurz davor es ihm gleich zu tun. aber zum glück hat man mich davon abgebracht.

                        er schrieb in seinem abschieds brief das er es nicht mehr aus halten könnt und einfach dem ganzen ein ende bereiten muß, ich verstehe es bis heute nicht.
                        war das erste halbe jahr danach wie in einem loch und habe versucht durch drogen und alkohol den schmerz zuverdrängen aber es hat alles nur noch schlimmer gemacht. ich weiß nicht ob jemand das kennt aber ich gönne es keinem das mit machen zu müssen.

                        original
                        außerdem habe ich einen selbstmord versuch hinter mir. aber ich bin seit einigerzeit wieder froh darüber das es nicht funktioniert hat.

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                        • #13
                          Zitat von Gabriela Beitrag anzeigen
                          Und geniesse es, dass das Leben dich derart verwöhnt hat. Ich beneide dich darum...
                          Also natürlich hatte ich auch schon Beziehungsprobleme und Trennungen, aber das war alles keine große Sache, weil ich eben noch mit keiner zusammengewohnt habe oder ein Kind habe.
                          Und arbeitsmäßig zB habe ich auch schon mal gekündigt, weil ich dort mit den Arbeitskollegen nicht klarkam, außerdem war der Job langweilig, schlecht bezahlt und keine Aufstiegsmöglichkeiten in Sicht.
                          Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                          die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                          das geht aber auch so

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                          • #14
                            Okay, wenn ich das so lese, habe ich keine Bedenken mehr Was meinst du wie schön es war, vom hässlichen Entlein, dass immer geplagt wurde, zu einer jungen offenbahr genug begehrenswerten Frau zu werde, die sich alle zwei Wochen nen anderen an Land ziehen konnte? Dass es bloss Unfug war, weil die Jungs ja alles nur eines wollten, habe ich so nach 10 Jungs schon auch bemerkt und die hatte ich allein in einem Jahr. Dann hab ich was "richtiges" gesucht und nach ca. 16 Jungs hatte ich die Nase voll... und ganz ehrlich: an ein Paar kann ich mich bloss noch schwach erinnern. Was mir das für einen Ruf beschert hat, kannst du dir wohl auch vorstellen und ich hatte eigentlich die Nase voll... Aber da war dieser Typ, den meine Freundin hat abblitzen lassen, der war irgendwie aufdringlich aber süss... bloss sein Parfüm, ihh, zehn Meilen gegen den Wind Und heute ist das mein Mann und wir sind 17 Jahre verheiratet...
                            Jaja Frauen habens einfacher ... Nuja ich warte immer noch darauf das mich eine "entdeckt"...

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                            • #15
                              Wieso einfacher
                              Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts. Elias Canetti
                              Take it easy, but take it. Nothing Comes to you, when you waite to long.

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