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Zwei Welten - Behörden und Bürger

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  • Zwei Welten - Behörden und Bürger

    Hallo!


    Ihr habt bestimmt schon mal ähnliche Probleme gehabt:

    Unverständliches Amtsdeutsch. Schwachsinnige und überflüssige Regelungen. Undurchschaubare Formulare, Ab/Berechnungen und dergleichen.

    Warum machen die das mit uns???

    Es sind doch eigentlich auch Menschen wie du und ich. Warum können die nicht auf dem selben Level eines normalen Menschen verständliche Formulare oder Briefe verfassen?

    Ich habe mal im Fernsehen gesehen, dass manche Amtsstuben Beratungen aus der Wirtschaft bekommen, damit sie ihre Briefe für den Bürger verständlicher formulieren. Weil sie das alleine nicht schaffen.

    Und dann noch eine Frage: Warum schaffen sie das nicht?

    Ich könnte jetzt noch weitere Fragen stellen. Aber die würden wahrscheinlich in den Bereich der Beleidigungen übergehen. Deswegen lasse ich es.


    Edit: Die Steigerung wären absurde und realitätsfremde Gesetzesverabschiedungen von Spitzenpolitikern, welche in einer völlig anderen Welt leben.

  • #2
    na ganz einfach weil die keine menschen sind sons konnten sie
    ja normale briefe screiben
    aber sons machen die vielleicht extra damit sie sich über bürger erhaben fühlen
    „Nichts will ich als ein schlankes Schiff und den weisenden Stern in der Höh'“

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    • #3
      Ergehen wir uns in Geschimpfe und Stammtischreden oder habt ihr auch mal ein paar handfeste Geschichten? Einfach nur feststellen, dass alles Scheiße ist hat für mich jedenfalls keinen geistigen Nährwert.

      Ich will jetzt sicher nicht den Paragrafen-Überfluss und die Arbeitseinstellung mancher Beamter gut reden, aber ich persönlich hatte bisher keine schlechten Erfahrungen mit den Behörden. Ummeldungen, Personalausweisverlängerungen, Rentenkram usw. liefen bei mir eigentlich reibungslos.
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      • #4
        Aber das sie kompliziert schreiben ist auch dir schon mal aufgefallen oder?
        Und das ihre Formulare sehr verwirrend strukturiert sind?

        Die meisten Mensch denken übrigens so wie ich. Dazu gibt es auch zahlreiche Umfragen.

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        • #5
          Endar, ick hör die trapsen : "Skymarschall, du hast doch keine Ahnung von Verwaltungswissenschaft!"

          Aber mal im Ernst: Schlechte Erfahrungen hab ich auch noch nicht gemacht.
          Natürlich kann man sich über Beamtendeutsch aufregen, so wie man sich über unverständliche Gebrauchsanweisungen und Wirtschaftsdeutsch ärgern kann. Aber aus einer anderen Welt kommt das nicht.
          I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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          • #6
            Zitat von Skymarshall Beitrag anzeigen
            Die meisten Mensch denken übrigens so wie ich. Dazu gibt es auch zahlreiche Umfragen.
            Aha. Erwartest du eine ernsthafte Antwort darauf?

            Zitat von sky
            Aber das sie kompliziert schreiben ist auch dir schon mal aufgefallen oder?
            Und das ihre Formulare sehr verwirrend strukturiert sind?
            Mag sein, ich hab noch nicht alle Formulare durchgelesen und hab sicher mal was falsches angekreuzt/weggelassen/... Worauf ich hinaus wollte: Feststellen, dass Beamten und Formulare doof sind (UND Politiker) ist mir ein bisschen zu dröge. Wie wäre es, wenn wir mal über konkrete Fakten/Erlebnisse (oder deine "Umfragen") eingehen? Gibt doch bestimmt was zu diskutieren wenn du so viele negative Erfahrungen gemacht hast.
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            • #7
              Ach, klar nervt es manchmal, dass man für alles zig Formulare braucht und stundenlang warten muss, aber mein Gott... Es ist ja nicht so, als ob der einzelne Beamte etwas dafür könnte. Und selbst wenn, schwarze Schafe gibt es in jedem Beruf. Mit unverständlichen Formularen hatte ich bisher keine Probleme, da ich einen Mund zum Fragen habe und bisher jederzeit meine Antworten bekommen habe
              Don't you hate it when you look in your closet for clothes and you find Narnia instead??

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              • #8
                Zudem stimmt das nicht bzw. nicht generell. Ich kenne auch eine Reihe von Formularen bzw. hatte schon auf die verschiedenste Art und Weise mit zahlreichen Behörden und Beamten zu tun (gerade gestern erst wurde ich von einem Oberstaatsanwalt aus dem Bett geklingelt ).

                Es gibt halt eine lange Rechtsentwicklung und deswegen gibt es in gewissen Bereichen auch komplizierte Formulare. Teilweise sind sie umständlich, weil sie juristisch wasserdicht sein müssen oder zumindest sein sollen.

                Andere sind weniger kompliziert. Es stimmt auch gar nicht, dass man für alles zig Formulare braucht. Ich habe mal einen Hartz IV-Verlängerungsantrag gesehen, das waren drei Kreuzchen, die da zu machen waren. Das fand ich jetzt nicht besonders kompliziert.
                Republicans hate ducklings!

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                • #9
                  Zitat von endar Beitrag anzeigen
                  Ich habe mal einen Hartz IV-Verlängerungsantrag gesehen, das waren drei Kreuzchen, die da zu machen waren. Das fand ich jetzt nicht besonders kompliziert.
                  Ich glaube, das wurde aber auch zwanzigmal überarbeitet.

                  Gerade was ja auch das Arbeitsamt betrifft, wäre oft manchmal von Vorteil, wenn die dort angestellten mal öfters ihren gesunden Menschenverstand gebrauchen würden. Was ich so im Bekanntenkreis erlebt habe, aus welchen Gründen Leuten Fortbildungen oder Umschulungen verweigert wurden, ist einfach nur aberwitzig.

                  Wobei man aber auch einräumen muss, dass viele in diversen Behörden wohl zur "Übereifrigkeit" neigen, weil sie selber Druck bekommen.

                  Gruß, succo
                  Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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                  • #10
                    Es ist schon so, dass man ab und zu ein bisschen mit Formularen und allem möglichen Zeug zum ausfüllen und ankreuzen zugemüllt wird. Nur muss man sich auch vor Augen halten, dass solche Sachen für möglichst viele Leute gelten sollen, und dass dabei möglichst alle denkbaren Eventualitäten berücksichtigt werden müssen.

                    Beispiel: Ich bin Reserveoffizieranwärter in der Luftwaffe, und mache zur Zeit meine Lehrgänge an der Offizierschule der Luftwaffe. 1 Monat, bevor das losging kam erstmal ein dickes Einschreiben mit allen möglichen Zetteln drin, wovon ich mich erstmal ziemlich erschlagen gefühlt hab. Dann hab ich mich ein paar Minuten damit beschäftigt, und hab festgestellt, dass ich ein gutes Drittel der Zettel nicht auszufüllen brauche, weil sie mich nicht betreffen. Dann musst ich ein paar Sachen ausfüllen, bei denen es zB darum ging, dass meine Inspektion ein bisschen über mich Bescheid weiss (Name, Dienstgrad, Kontonummer....), dass der Rechnungsführer weiss, wohin er mein Geld überweisen muss und ob ich am Wochenende dableiben will, ein Wisch für's Landratsamt, damit ich Unterhaltssicherung kriege, ein Zettel für's Sanitätszentrum, falls ich in letzter Zeit mal krank war... Und ich bin froh um jeden einzelnen Zettel. Weil von den meisten hab ich persönlich ja was
                    There's a very fine line between not listening, and not caring. I like to think that I walk that line every day of my life.

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                    • #11
                      Zitat von endar Beitrag anzeigen
                      Andere sind weniger kompliziert. Es stimmt auch gar nicht, dass man für alles zig Formulare braucht. Ich habe mal einen Hartz IV-Verlängerungsantrag gesehen, das waren drei Kreuzchen, die da zu machen waren. Das fand ich jetzt nicht besonders kompliziert.
                      Naja, zumindest für die Erstbeantwortung ist da schon ein bischen mehr zu machen - das geht sogar so weit daß die erste "Schulungsmaßnahme" in die man gesteckt werden kann heißt: "Wie fülle ich meinen ALGII-Antrag aus?" (das ist kein Scherz!). Selbstverständlich gibt es in jedem bürokratischen System haufenweise Idiotien (ich denke da z.B. auch an die Verwaltungsvorschriften für Studiengebühren...). Das liegt aber nicht an irgendwelchen bösen Beamten die aus reiner Boshaftigkeit Leute schikanieren (schickanieren? Sieht irgendwie beides falsch aus...), sondern an einem überkomplizierten System (das im Übrigen viele Beamte nicht unbedingt toll finden, schließlich haben die den ganzen Tag damit zu tun ).

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                      • #12
                        Zitat von maestro Beitrag anzeigen
                        Aha. Erwartest du eine ernsthafte Antwort darauf?
                        Ja normal. Oder nicht?

                        Mag sein, ich hab noch nicht alle Formulare durchgelesen und hab sicher mal was falsches angekreuzt/weggelassen/... Worauf ich hinaus wollte: Feststellen, dass Beamten und Formulare doof sind (UND Politiker) ist mir ein bisschen zu dröge. Wie wäre es, wenn wir mal über konkrete Fakten/Erlebnisse (oder deine "Umfragen") eingehen? Gibt doch bestimmt was zu diskutieren wenn du so viele negative Erfahrungen gemacht hast.
                        Formulare könnte z.B. anders gegliedert werden. Oft sind sie unübersichtlich.

                        Und die Amtsprache ist nicht konform mit andere Kommunikationsformen. So spricht kein Mensch im Alltag wie die einen anschreiben. Es ist auch nicht nötig so zu formulieren.

                        Vielleicht ist dabei dieser Artikel mal ganz interessant: Amtsdeutsch - lessmoellmann.net.

                        Im Fernsehen hatte ich z.B. über das selbe Problem einen Beitrag gesehen.


                        Edit: Und ich wollte Beamten keine Boshaftigkeit unterstellen. Sie können ja nichts dafür. Das sie so sind...

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                        • #13
                          Zitat von Skymarshall
                          Vielleicht ist dabei dieser Artikel mal ganz interessant: Amtsdeutsch - lessmoellmann.net.
                          Ja durchaus. Hast du den vielleicht auch gelesen bevor du dein erstes Post verfasst hat? Denn da steht ja z.B. drin daß die tlw. verquere Sprache eben nicht auf "die" Beamten ("Menschen wie du und ich") zurückgeht, und zudem hauptsächlich der juristischen Verlässlichkeit dient.

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                          • #14
                            Zitat von Jack Crow Beitrag anzeigen
                            Naja, zumindest für die Erstbeantwortung ist da schon ein bischen mehr zu machen - das geht sogar so weit daß die erste "Schulungsmaßnahme" in die man gesteckt werden kann heißt: "Wie fülle ich meinen ALGII-Antrag aus?" (das ist kein Scherz!).
                            Also ein Kurs ist da völlig übertrieben. Soo viel ist das auch beim ersten Antrag nicht. Wenn man selbst nicht so der Schrifttyp ist, ist es sicher ratsam, den Antrag mit jemanden zusammen auszufüllen, der sich mit Amtsdeusch besser auskennt.
                            Ich kenne da einen, der keinen Satz fehlerfrei schreiben kann. Dem muss man natürlich helfen. Wer niemanden hat, kann zur Arbeitslosenberatung gehen. Aber an und für sich ist der wie viele andere Anträge auch (Wohngeld etc.) nicht schwierig. Man kann aber die Anträge nun aber auch nicht am untersten Niveau orientieren.

                            ALG II Erstbezugsantrag

                            oder

                            Ey Alter, Kohle vom Staat!
                            Republicans hate ducklings!

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                            • #15
                              @Jack Crow: Mir ist schon klar das es am System liegt. Ein Arzt unterhält sich privat auch nicht in Fachsprache mit seiner Frau. Und Beamte wohl auch nicht.

                              Nur ist es für die Kommunikation nicht gerade förderlich. Und es werden Barrieren geschaffen, welche Bürger verwirren und wütend machen.

                              Vielleicht sollte man dieses System mal überdenken.

                              Und "Juristische Verlässlichkeit" gilt auch nicht in allen Fällen. Bis auf die Rechtsfolgenbelehrungen welche standardmäßig immer dabei sind. Das Ganze ist ein Witz.


                              PS: Vielleicht kann ein Mod im Threadtitel aus den Beamten ein "Behörden" machen. Damit nicht alle denke ich will den armen Beamten was.

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