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Erziehungslager - Was haltet ihr davon?!

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  • Erziehungslager - Was haltet ihr davon?!

    SPD-Bundesjustizministerin Zypries lehnt Erziehungslager ab...

    CDU-Politiker Bosbach sagt dagegen: Erziehungscamps sind notwendig

    Rückendeckung bekommt Koch von Unions-Bundestagsfraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU): Er verteidigte Forderungen seiner Partei nach Erziehungslagern, sogenannten Bootcamps. "Eine reine Bewährungsstrafe empfinden viele als eine Art Freispruch", sagte Bosbach. Viele Jugendliche wüssten gar nicht, was der Vollzug einer Jugendstrafe für sie persönlich bedeute. Daher sei ein "Warnarrest" für jugendliche Straftäter von sechs oder acht Wochen sehr sinnvoll.

    "Hier geht es nicht um entwürdigenden Drill oder menschenverachtende Methoden", sagte Bosbach. Ziel sei es, Jugendliche aus ihrem kriminellen Milieu herauszuholen und mit ihnen die strikte Einhaltung bestimmter Regeln zu trainieren. Außerdem solle das Höchststrafmaß für Jugendliche von zehn auf 15 Jahre heraufgesetzt werden. Darüber hinaus solle die Verurteilung nach Erwachsenenrecht bei Straftätern im Alter zwischen 18 und 21 Jahren die Regel und die Anwendung des Jugendstrafrechts nur die Ausnahme sein. Außerdem solle die Abschiebung krimineller Ausländer erleichtert werden.



    Auch Sachsens Justizminister Geert Mackenroth (CDU) plädierte dafür, heranwachsende Straftäter im Alter zwischen 18 und 21 Jahren nur noch in Ausnahmefällen nach dem Jugendstrafrecht zu verurteilen. Mackenroth forderte einen sogenannten Warnschussarrest zusätzlich zu Bewährungsstrafen für junge Straftäter. Der Streit zwischen SPD und CDU um Erziehungslager sei eine Scheindiskussion.

    Seit 1. Januar gelte in Sachsen, das von einer CDU/SPD-Koalition regiert wird, erstmals ein Jugendstrafvollzugsgesetz. Es sehe vor, dass Jugendstrafgefangene auf freiwilliger Basis in geschlossenen Erziehungsstätten außerhalb von Gefängnissen einen geordneten Tagesablauf mit klaren Regeln und sinnvoller Tätigkeit erfahren. Sachsen plane solche Einrichtungen. Positive Erfahrungen in Baden-Württemberg belegten, dass damit die Rückfallquote entscheidend gesenkt werden könne. "Es geht um eine innovative Form, Jugendstrafe zu vollziehen", sagte Mackenroth.

    Der rechtspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Jürgen Gehb (CDU), nannte Kritik an Erziehungslagern kurzsichtig. Gehb sagte, Erziehungslager seien kein Verstoß gegen die Menschenrechte. "Die Alternativen dazu - Geld- oder Freiheitsstrafen - sind häufig hilflose Versuche, jugendliche Straftäter zu disziplinieren", sagte er. Erziehungslager einzurichten sei auch deshalb überlegenswert, um die hohe Rückfallquote junger Krimineller zu reduzieren.

    Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte die Einrichtung von Bootcamps bereits am Montag abgelehnt: "Camps, in denen Jugendliche gedemütigt und erniedrigt werden sollen, sind nicht mit der Menschenwürde vereinbar", sagte ihr Ministeriumssprecher in Berlin. Auch ein zusätzlicher Arrest zur Abschreckung sei nicht zielführend. Erziehungslager dienten nicht dazu, Jugendliche von weiteren Straftaten abzuhalten, so der Sprecher. Vielmehr müsse eine "positive Veränderung des Verhaltens" bei den Jugendlichen herbeigeführt werden".

    Auch Forderungen nach einem "Warnschussarrest", bei denen zu Bewährungsstrafen verurteilte Jugendliche zur Abschreckung für kurze Zeit in Arrestanstalten müssten, seien nicht hilfreich. Meist würden Jugendliche zu Bewährungsstrafen verurteilt, die zuvor im Jugendarrest oder in der Untersuchungshaft gesessen hätten. "Dass diese dann tatsächlich wieder straffällig werden, zeigt, dass sie sich durch den Warnschussarrest nicht beeindrucken lassen."


    Was haltet ihr davon?! Sind solche Erziehungslager wirklich sinnvoll, oder wird hier einfach nur Zeit vegeudet, da die Probleme der Jugend auf Fundamten liegen, die durch solche Erziehungsmaßnahmen nicht beseitigt werden können, sondern nur von den teils völlig überforderten Eltern...oder?!

  • #2
    Ich halte solche Erziehungslager auf jeden Fall für Menschenunwürdig.Die "völlig überforderten" Eltern sollen mal ihre Hintern vom Sofa wegbewegen und sich um ihre Kinder kümmern.Ich war immer für meinen Sohn da, habe ihn zum Schach gebracht und zum Basketball, damit er andere Freizeitbeschäftigungen lernt als sich auf der Straße rumzutreiben und S eiße zu machen ,war immer für ihn gesprächsbereit, auch bei Stress mit Mitschülern usw.Ja und mein Sohn ist jetzt auch mitten im Ghetto ein Pazifist und Gewaltgegner geworden !!!
    Es gibt Leute, die haben sich schon totgemischt.
    Nur durch gründliches Mischen wird der Verdacht des Falschspielens ausgeräumt.
    Das hoffe ich sehr! (Stammtisch Süd)

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    • #3
      Nun,ich find solche Erziehungslager eigendlich gar nicht so schlecht.
      Jungen Eltern ist damit bestimmt geholfen.
      Können nicht alle Eltern perfekt sein und alles wissen.
      Sie sind oftmals einfach überfordert und wissen nicht weiter.
      Es gibt ja auch das Fette Kinder lager *g*
      und auch da wird den Kids geholfen,genau so gesehen könnte man den Eltern vorwerfen sie ernähren ihre Kids falsch.
      Ich wills mal so ausdrücken,in manchen Situationen ist so ein Erziehungscamp genau das richtige für nen unartiges Kind.
      Die Eltern sind sicher oftmals selbst Schuld aber man kann nicht nur den Erzeugern die Schuld dafür in die Schuhe schieben..
      Und mal ehrlich,meine Mutter war alleinerziehende und sie musste nebenher noch arbeiten,ich bin zwar nicht grad ne nette aber verdorben bin ich nicht. XD
      Obwohl ich nicht in nem Erziehungsheim oder sowas war.
      Manchmal liegts an den Eltern,manchmal liegts am Umfeld,trotz allem kann man nie 100 % den Eltern die Schuld zuschieben.
      Hach *sfz* Zuviel Super Nanny gesehen ... ^^"
      Ich lese keine Betriebsanleitung, ich drücke Knöpfe bis es klappt!

      Hoffnung kostet nichts, also können wir sie uns ruhig leisten.

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      • #4
        Mindestens der Warnarrest wird wohl kommen:
        Jugendstrafrecht: Merkel will Erziehungscamps und Warnarrest - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

        Kann nicht behaupten darüber unglücklich zu sein. Im Gegenteil, Zeit wirds.

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        • #5
          ich glaube man will die gören nur los werden. langfristig wird niemandem gehölfen

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          • #6
            Der jetztige Zustand ist langfristig noch schlechter.
            Im Übrigen ist es ja nicht so, das da für Jahre in Erziehungslager gesteckt wird.
            Besser als wenn sie wenig später im Knast landen ist es allemal.
            Auch wenn ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen kann, wie Boot Camps im US-Style bei uns durchgezogen werden sollen.

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            • #7
              Erziehungslager finde ich nicht schlecht - und zwar für die Eltern, die es heute offenbar nicht hinbekommen, ihrem Nachwuchs all das mitzugeben, was die Menschheit der letzten paar tausend Jahre hinbekommen hat. Schon traurig, was teilweise an Kindern da draussen rumrennt - allerdings werde ich den Kindern nicht den geringsten Vorwurf machen, denn die können am wenigsten dafür und nehmen nun einmal die Erziehung von daheim mit und tragen diese an die Aussenwelt...
              Lass Dich nie auf eine Diskussion mit Idioten ein - sie ziehen Dich nur auf ihr Niveau herab und schlagen Dich dort mit ihrer grösseren Erfahrung

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              • #8
                Ja es ist traurig. Mehr noch, eigentlich ist es eine gesellschaftliche Bankrotterklärung, das es Eltern nicht schaffen ihre Kinder vernünftig zu erziehen.
                Nichtsdestotrotz ist das die Welt in der wir leben - entsprechend muss man auch handlen.
                Mit dme Problem zu hadern und langfristige Lösungen zu suchen bringt für die Kinder hier und heute nichts.
                Wenn die Eltern versagen muss der Staat eingreifen. Und das heißt nun mal die Kinder wieder in die zivilisierte Gesellschaft zu bringen.

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                • #9
                  Ich frage mich, warum man nicht standrechtliche Erschießungen für jugendliche Schläger einführt. Das würde das Problem doch effektiv und nachhaltig lösen, wie nichts anderes! Und Geld für die Camps spart man auch noch!
                  "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                  • #10
                    @SF-Junky jeep, so sollte man das machen *sarkasmus*


                    @Thema
                    Das Problem an der Sache ist micht die Erziehung alleine durch die Eltern. Ab einem gewissem Alter, trifft der Mensch/Jugendliche/r eigenständige Entscheidung.

                    Das Umfeld ist genauso entscheidend.


                    Aber das sind alles platte Platetüten!

                    Wir reden hier von Jugendlichen ohne Unrechtsbewußtesein!

                    Wir reden von einem Rechtssystem, dass Jugendliche ja nicht hart anfasst.

                    Wenn man diese Jugendliche, die diese Disksussion in der Öffentlichkeit ausgelöst haben und deren Strafakte. Wäre dafür, schon ein Volljähriger vor Jahren für Jahre im Bau verschwunden!

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                    • #11
                      Zitat von Cmdr. Ch'ReI
                      Ja es ist traurig. Mehr noch, eigentlich ist es eine gesellschaftliche Bankrotterklärung, das es Eltern nicht schaffen ihre Kinder vernünftig zu erziehen.
                      Nein, es ist das Normalste, was man sich nur vorstellen kann. Schließlich kann jeder Kinder in die Welt setzen, völlig ungeachtet ob er oder sie die geringste Ahnung hat, was das bedeutet. Das gab es schon immer und wird es immer geben.

                      Mit dme Problem zu hadern und langfristige Lösungen zu suchen bringt für die Kinder hier und heute nichts.
                      Die langfristigen Lösungen muss man nicht suchen, die sind bekannt. Es wird nur aus Bequemlichkeit darauf verzichtet, sie umzusetzen. Schließlich bringt es so viel mehr Wählerstimmen, wenn man mal schnell den Hardliner macht und Erziehungslager fordert.
                      "Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert, der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, dann sind wir alle unwiderruflich gefesselt."
                      -Cpt. Jean-Luc Picard

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                      • #12
                        Das Problem betrifft ja vor allem jugendliche Gewalttäter, da gibt es sicher einen Haufen, die von einem Camp langfristig profitieren können, wenn sie da lernen, ihr Testosteron zu beherrschen. Bei schlicht kriminellen (Drogen, Diebstähle etc.) wird das sicher nicht helfen.
                        Wenn man die Sache aber richtig angeht, in dem man das z.B. mit einer Akademie für vernünftige (Aus-)Bildung kombiniert und den Kids dann das Gefühl gibt, das man sie ernst nimmt und ihre Wandlung auch anerkannt wird, dann könnte das wirklich nützlich sein.
                        können wir nicht?

                        macht nix! wir tun einfach so als ob!

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                        • #13
                          Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
                          Ja es ist traurig. Mehr noch, eigentlich ist es eine gesellschaftliche Bankrotterklärung, das es Eltern nicht schaffen ihre Kinder vernünftig zu erziehen.
                          Nichtsdestotrotz ist das die Welt in der wir leben - entsprechend muss man auch handlen.
                          Mit dme Problem zu hadern und langfristige Lösungen zu suchen bringt für die Kinder hier und heute nichts.
                          Wenn die Eltern versagen muss der Staat eingreifen. Und das heißt nun mal die Kinder wieder in die zivilisierte Gesellschaft zu bringen.
                          Also ich finde diese Bootcamps total unangebracht, da hier die Eltern praktisch völlig beiseite geschoben werden, so nach dem Motto: Eltern haben es nicht gepackt, jetzt übernimmt der Staat...So geht das nicht. Die Kinder verlieren doch völlig den Bezug zu den Eltern, da kann nichts aufgebaut oder investiert werden. Eltern sind ja nicht nur zum Erziehen da. Sie sorgen für das Kind, oder den Jugendlichen, setzten sich für sie ein, pflegen und schützen sie...und vor allem lieben sie...solche Werte sind in unserer schnelllebigen und hektischen Zeit echte Seltenheiten. Klar, es gibt Familien, da klappt alles wunderbar, aber manche Kinder brauchen Strenge, andere widerum zerbrechen daran, die Einen brauchen mehr Aufmerksamkeit, andere verzweifeln dagegen bei zuviel von "Muttis" Liebe und Sorge...Die Jugendlichen, die so gewalttätig geworden sind, wild um sich schlagen und keine Ziele haben, suchen etwas. Sie suchen entweder nach mehr Aufmerksamkeit, mehr Liebe, mehr Zusammenleben, mehr Verbindung, mehr von dem, was sie so dringend brauchen und eventuell zumindest ansatzweise gerade haben. Denn im Vordergrund steht sicher nicht die Gewalt selbst, sondern das Ansehen in der Truppe, bzw. in der Gang, das die Jugendlichen damit erreichen wollen, und je brutaler, desto populärer und angesagter sind sie...das Gefühl finden sie toll, weil sie es vielleicht bei ihren Elten nie erhalten haben, nie empfinden konnten, oder zumindest nicht mehr. Deswegen sind solche Bootcamps eigentlich totaler Schwachsinn, weil das eigentliche Problem, der eigentliche Auslöser ein ganz anderer ist. Nicht das Resultat ist hier das Problem, sondern der Grund, warum der Jugendliche so handelt. Zu Gewalttätigkeiten ist jeder Mensch fähig, das ist genetisch bedingt, aber es liegt an jedem selbst, wie sehr er davon eingenommen wird.



                          Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                          Ich frage mich, warum man nicht standrechtliche Erschießungen für jugendliche Schläger einführt. Das würde das Problem doch effektiv und nachhaltig lösen, wie nichts anderes! Und Geld für die Camps spart man auch noch!
                          Das war hoffentlich nur ein Witz, nicht wahr?! Das wär so, als würde man den Patent töten, um die Krankheit zu heilen, statt ihn gesund zu pflegen. Klar, das Töten ist einfacher, aber das ist logischerweise nicht der Weg.

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                          • #14
                            Zitat von picard2893 Beitrag anzeigen
                            Also ich finde diese Bootcamps total unangebracht, da hier die Eltern praktisch völlig beiseite geschoben werden, so nach dem Motto: Eltern haben es nicht gepackt, jetzt übernimmt der Staat...So geht das nicht. Die Kinder verlieren doch völlig den Bezug zu den Eltern, da kann nichts aufgebaut oder investiert werden. Eltern sind ja nicht nur zum Erziehen da.
                            Eh Sorry, wenn es die Eltern nicht schaffen das Kind zu erziehen (oder nicht wollen) müssen die Eltern bei Seite geschoben werden.
                            Im Interesse des Kindes und der Gesellschaft.
                            Was ist wohl besser - ein geliebter, zukünftiger Sträfling oder ein Kind / Jugendlicher der mal für ein paar Monate die elterliche Liebe nicht erfährt?
                            Im Knast ist es damit sowieso vorbei.

                            Zitat von picard2893 Beitrag anzeigen
                            Die Jugendlichen, die so gewalttätig geworden sind, wild um sich schlagen und keine Ziele haben, suchen etwas. Sie suchen entweder nach mehr Aufmerksamkeit, mehr Liebe, mehr Zusammenleben, mehr Verbindung, mehr von dem, was sie so dringend brauchen und eventuell zumindest ansatzweise gerade haben.
                            Wenn das die Eltern bis dato nicht schaffen werden sie es auch zukünftig nicht liefern können. Klar wäre es so herum besser. Nur es gibt Familien in denen das nun mal nicht möglich ist. Hier muss der Staat eingreifen.

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                            • #15
                              Welche Form von Erziehungslager schwebt den Leuten eigentlich vor?
                              Dieses sinnlose Angebrülle nach amerikanischem Vorbild wird denke ich kaum jemandem Helfen. Das sind Methoden aus der Steinzeit.
                              Aber ein Erziehungslager, das auf moderne psychologische Erkenntnisse setzt und von Psychologen geleitet wird, so eine Art Antiaggressionstherapie im großen Maßstab wäre absolut in Ordnung.

                              Nur es gibt Familien in denen das nun mal nicht möglich ist. Hier muss der Staat eingreifen.
                              Dafür hats doch das Jugendamt, welches das Sorgerecht diesen Familien jederzeit entziehen kann und die Kinder in Pflegefamilien oder staatlichen Einrichtungen unterbringen kann.
                              Anstatt sinnlos unsere Gesetzbücher vollzumüllen, sollte man vielleicht die Resultate letzter Änderungen oder bereits bestehender Einrichtungen einmal konsequenz anwenden. Aber dafür bräuchte es natürlich mehr Geld für selbige und mehr Angestellte, was sich nicht so populär zu Wahlzwecken gebrauchen lässt.

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