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Macht Wikipedia denkfaul?

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  • Macht Wikipedia denkfaul?

    Also ich weiß, es gibt hier schon irgendwo einen Thread zum Thema "Phänomen Wikipedia", aber ich konnte ihn beim besten Willen nicht finden.

    Mir ist nur aufgefallen, dass ich in letzter Zeit, wenn ich etwas wissen möchte, zuerst immer auf Wikipedia nachschaue und das, was ich da vorfinde, auch erst mal akzeptiere.
    Früher habe ich mich da wirklich etwas mehr ins Zeug gelegt.

    Auch ist Wikipedia hier im Forum sicherlich die am meisten benutzte Quellenangabe, auch von mir.
    Dabei muss man ja bedenken, dass dort nicht nur Fachleute und Experten Beiträge verfassen oder ergänzen, sondern auch die, die sich dafür halten.

    Was meint denn Ihr? Sind wir alle schon "wikipediatisiert"?

    Gruß, succo
    Zuletzt geändert von succo; 26.01.2008, 13:54.
    Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

  • #2
    Naja, Wikipedia macht das suchen von informationen leichter, aber man sollte aufpassen da Beiträge verändert werden können. Ich benutzte lieber google und vergleiche dan Informationen. Und Wikipediatisiert sind nur manche
    Chaos Universe

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    • #3
      Zitat von succo Beitrag anzeigen
      Also ich weiß, es gibt hier schon irgendwo einen Thread zum Thema "Phänomen Wikipedia", aber ich konnte ihn beim besten Willen nicht finden.

      Mir ist nur aufgefallen, dass ich in letzter Zeit, wenn ich etwas wissen möchte, zuerst immer auf Wikipedia nachschaue und das, was ich da vorfinde, auch erst mal akzeptiere.
      Früher habe ich mich da wirklich etwas mehr ins Zeug gelegt.

      Auch ist Wikipedia hier im Forum sicherlich die am meisten benutzte Quellenangabe, auch von mir.
      Dabei muss man ja bedenken, dass dort nicht nur Fachleute und Experten Beiträge verfassen oder ergänzen, sondern auch die, die sich dafür halten.

      Was meint denn Ihr? Sind wir alle schon "Wikipediatisiert"?

      Gruß, succo
      Jo, ich denke du hast recht...bei mir ist das schon genauso. Wenn ich etwas für die Schule nachschauen soll, dann guck ich nicht in unseren Brockhaus, sondern bei Wikipedia. 1. Da steht meistens viel mehr drin als in Lexikas und 2. Ich habe einen "guten" Grund ins I-net zugehen .

      Das mit den möchtegern Experten stimmt auch, aber Wikipedia-Team macht das doch so, wenn die einen Beitrag für Falsch halten, schreiben die das da drüber oder löschen ihn ganz. Das ist auch nicht schwierig, da die da so ne Liste haben wo drin steht, wann und wo Änderungen an Beiträgen vorgenommen haben oder ganz neue Beiträge geschrieben wurden. Ich denke Wikipedia ist weitgehend sicher und wenn sich tatsächlich mal Fehler eingeschlichen haben, merkt man das meistens, weil die Fehler dann so offensichtlich sind, dass man diese garnicht übersehen kann.

      MfG,
      P13
      ~Burn the Land and boil the Sea, you can't take the Sky from me~

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      • #4
        Zitat von Skulblaka
        Naja, Wikipedia macht das suchen von informationen leichter, aber man sollte aufpassen da Beiträge verändert werden können. Ich benutzte lieber google und vergleiche dan Informationen. Und Wikipediatisiert sind nur manche
        Naja, der Haken bei Google ist ja auch, dass da die Wiki-Beiträge auch immer äußerst verführerisch ganz oben erscheinen.

        Gruß, succo
        Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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        • #5
          Ich persönlich nutze Wikipedia immer erst als groben Einstieg in ein Thema über das ich mich informieren will. Wiki ist einfach zu oberflächlich, aber es ist eben ein Lexikon und nicht der Stein der Weisen! Aber ungemein hilfreich, besonders wenn einem einfach mal irgendein Fachbegriff abhanden gekommen ist.
          Gut ist ja, das dort meistens direkt noch ein paar zusätzliche Links angegeben werden.
          Lieber eine Kerze anzünden, als über die Finsternis klagen.
          Schrimps und Krabben haben das Herz im Kopf.

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          • #6
            Kommt aufs Thema an. Meistens sind die Erklärungen in den Wikipedia-Artikeln ausreichend. Wenn ich mehr Informationen brauche, folge ich erstmal den Links.

            Besonders für Filme ist die Wikipedia eine ausgezeichnete Quelle. Man findet kaum sonst irgendwo so umfangreiche Informationen. Die Qualität der Artikel variiert aber sehr stark.
            "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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            • #7
              Mir ist nur aufgefallen, dass ich in letzter Zeit, wenn ich etwas wissen möchte, zuerst immer auf Wikipedia nachschaue und das, was ich da vorfinde, auch erst mal akzeptiere.
              Früher habe ich mich da wirklich etwas mehr ins Zeug gelegt.
              Die Informationssuche hat sich ja durch das Internet sowieso komplett gewandelt. Wenn man früher (vor mehr als 10 Jahren) etwas gesucht hat ist einem nichts anderes übrig geblieben als in eine mehr oder weniger weit entfernte Bibliothek zu fahren. Das muss man zwar heute auch noch wenn man etwas genauer wissen möchte, allerdings geben einem wikipedia und co schon einen groben Überblick über das jeweilige Thema, in den meisten Fällen reicht dieser Überblick auch vollkommen aus. Sobald es etwas ins Eingemachte geht hilft einem wikipedia aber so gut wie nicht mehr weiter, wenn man natürlich nur z.B. den Torschützenkönig von 1970 oder die Oscargewinner von 1950 wissen möchte ist wikipedia super.
              "Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht ist zu Recht ein Sklave"
              (Aristoteles 384 v.Chr. - 322 v.Chr.)

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              • #8
                Mir geht es auch wie vielen hier. Wenn ich irgendwie den Einstieg in ein Thema brauche, dann schaue ich auch ganz gerne bei Wiki nach, aber wenn ich dann genauere Informationen will, versuche ich mir lieber mit anderen Quellen weiter zu helfen.
                Die Artikel bei Wikipedia sind oft auch gar nicht so schlecht, aber je nach Themengebiet variiert die Ausführlichkeit und Qualität der Texte. Bei beliebten Artikeln funktioniert wohl die Kontrolle ganz gut, aber es gibt so einige Spezialthemen, da schaut fast keiner rein und da sollte man schon sehr vorsichtig sein. Ich habe da z.B. schon mal Artikel gelesen, die waren richtig furchtbar. Die waren in richtig schlechtem Deutsch verfasst worden und eine bestimmte Tendenz hatten diese Artikel auch noch.

                Insgesamt finde ich gut, dass es Wikipedia gibt, aber ich finde es etwas bedenklich, wenn Menschen nur ihr Wissen daher bekommen und nicht auch Bücher oder Fachartikel zu den Themen lesen.
                Die Gefahr besteht ja schon, dass man sich zu sehr mit Halbwissen abspeisen lässt. So in der Art: "Bei Wiki steht nicht mehr darüber, dann brauch man auch nicht mehr darüber wissen!"
                Von daher sollte schon über Succos Eingangsfrage nachdenken.

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                • #9
                  Ich suche eher selten was bei Wikipedia, ausser Personen und Ereignisse zu verschiedenen Daten. Ansonsten verwende ich zu 99% google.com mit dem No Country Redirector, weil der deutsche Google absolut nicht brauchbar ist.
                  Aber ich denke nicht, dass die Wikipedia denkfaul macht, denn vor der Wikipedia hat mal halt eine Suchmaschine seiner Wahl befragt oder hat gewisse Informationen aus anderen Medien zusammengesucht. Es gibt ja viele, die haben die Encarte (die es übrigens ja auch online gibt) oder Brockhaus oder was weis ich was verwendet.
                  Die Wikipedia macht es einem halt einfach, allerdings habe ich schon zahlreiche Einträge entdeckt, die nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Wichtig ist es meiner Meinung nach, dass Wikipedia eigentlich immer recht kritisch hinterfragt werden sollte, gerade bei spezifischen Inhalten sollte man es zumindest mit anderen Quellen gegenprüfen.
                  Textemitter, powered by C8H10N4O2

                  It takes the Power of a Pentium to run Windows, but it took the Power of 3 C-64 to fly to the Moon!

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                  • #10
                    Um in ein Thema einzusteigen ist meine erste Handlung tatsächlich meistens das Aufrufen der Wikipedia-Seite. Früher hab ich mir für teures Geld die Encarta von Microsoft gekauft.

                    Alles in allem ist Wikipedia schon eine tolle Sache. Wenn man den Inhalt für unangemessen findet oder entsetzt über die schlechte Grammatik oder Syntax ist, kann man Beiträge einfach editieren; man ist praktisch ein kleiner Mod.
                    Natürlich muß man dem Inhalt kritisch gegenüberstehen und bei bestimmten Gebieten sollte man sich unter keinen Umständen allein auf Wikipedia verlassen (medizinische Fragen bsp.), aber das ist beim Umgang mit Quellen eigentlich common sense.
                    Und die Qualität der Artikel steht in der Regel der Qualität von Artikeln regulärer Enzyklopädien in nichts nach(abgesehen davon, dass der Brockhaus vermutich wenig über die Herstellung von Lichtschwertern verrät).

                    Immherin habe ich es in 1-2 Jahren Anmeldung bei Wikipedia auf einen erstellten Beitrag + ein halbes dutzend editierter Beiträge geschafft. Wäre ich nicht beschäftigt genug meine Weisheit in diesem Forum zu offenbaren wäre es vielleicht mehr.
                    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                    • #11
                      ich schaue eher selten bei wikipedia vorbei, aber mir hilfts oft z.B. wenn ich wem aus nem andern Land was historisches von hier, über bestimmte Gebäude, etc. schreiben möchte. Da schau ich dann bei den englischen Texten von wikipedia rein. (Vergleiche das aber auch immer mit anderen Seiten)

                      Letztens wurde wieder irgendwo in nem Bericht gesagt, dass wikipedia oft besser als Brockhaus und Co abschneidet.

                      Und wenn ich irgendwo auf ner Seite Fehler entdecke, besser ich die auch aus.
                      Nothing is forgotten, nothing is ever forgotten!

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                      • #12
                        Macht ein Lexikon denkfaul?
                        Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                        Für alle, die Mathe mögen

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                        • #13
                          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                          Macht ein Lexikon denkfaul?
                          Zumindest wurde mein Brockhaus einhundertprozentig von Leuten verfasst, die sich tatsächlich auskennen und mein halbgebildeter Nachbar kann nicht einfach kommen und was daran herumändern.

                          Gruß, succo
                          Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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                          • #14
                            Wikipedia ist ein Nachschlagewerk - zwar mit einem etwas anderen Konzept - aber ein Nachschlagewerk. Mir ist nicht bekannt, dass Leute durch das Verwenden von Nachschlagewerken denkfaul werden...

                            ... und selbst wenn: Wikipedia ist sicherlich aufgrund seines Konzeptes sogar eher geeignet einen vor Denkfaulheit zu bewahren, als z.B. die Print-Version des Brockhauses. Bei Wikipedia weiß doch jeder, dass die Informationen nicht 100% korrekt sind - also versuchen viele Leute die Informationen an anderer Stelle zu bestätigen. Des Weiteren hat man die Möglichkeit an der Ausgestaltung der Inhalte teilzunehmen und über strittige Interpretationen zu diskutieren. Das sind sicherlich alles Dinge, die eher zum Denken anregen.

                            Ich persönlich verwende Wikipedia durchaus als erste Quelle, wenn ich Fragen habe - und da Wikipedia durchaus so gut oder besser als Printlexika ist, geht das auch in Ordnung. Geht es um mein Studium, verschaffe ich mir auf Wikipedia den Überblick, um dann die Details in Fachbüchern nachzuschlagen.
                            Hauptsächlich verwende ich dabei die englische Wikipedia, da diese sehr viel weiter als die deutsche Version ist was Quellenangaben angeht. Die Links zu Originalbeiträgen/-arbeiten, usw. sind da sehr hilfreich... sehr viel hilfreicher als Google, da man dort wirklich jeden Mist vorgesetzt bekommt, ohne jegliche Kontrolle. Google verwende ich deshalb nur noch sehr selten, wenn ich spezifische Informationen suche. Da dann halt über weiterführende Links in der engl. Wikipedia oder spezielle Suchmaschinen und/oder Fachbücher zu dem Thema.
                            Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                            Makes perfect sense.

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                            • #15
                              Da muß ich Harmakhis zustimmen. Es ist ein Nachschlagewerk welches man mit einer gewissen Grundskepsis begegnen sollte. Und allein diese Grundskepsis regt immer zum überprüfen und kritischen denken an. Sie ist der Kern davon. Da man ja auch Quellen vergleicht um die Wahrheit zu erfahren.

                              Allerdings ist die Selbstkontrolle doch sehr zuverlässig und viele Informationen bestätigen sich letztendlich als wahr. Groben Unfug habe ich dort eher selten gesehen. Wenn dann wurde er sehr schnell beseitigt.

                              Außerdem kann man das erworbene Wissen hier ja in Diskussionen mit einbringen. Umso mehr Wissen umso mehr Begriffe mit denen man arbeiten kann. Natürlich ist Wissen und qualitatives denken nochmal etwas anderes.

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