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Inder versenken Piratenschiff vor Somalias Küste

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  • Inder versenken Piratenschiff vor Somalias Küste

    Die Piratenübergriffe vor Somalias Küste nehmen immer weiter zu. Soll die Deutsche Marine erweiterte Machtbefugnisse bekommen, um der zunehmenden Piraterie vor Somalias Küste Herr zu werden, mit Hilfe der Bundespolizei Leute zu verhaften und ggf. Boote zu versenken? Von mir aus ein eindeutiges JA.

    Die Piraten vor der Küste Somalias kapern unbeeindruckt von internationaler Militärpräsenz weiter Schiffe. Obwohl erstmals ein großes Piratenboot vor der Küste bei einem Seegefecht mit einer indischen Fregatte versenkt wurde, enterten die Seeräuber weitere Handelsschiffe.

    Nach dem Eingang erster Lösegeldforderungen für die Freilassung von 25 Seeleuten und des Supertankers «Sirius Star» wurden in Saudi-Arabien Rufe nach einer internationalen Militäroperation laut. Die NATO kündigte die Übergabe ihres Anti-Piraten-Einsatzes an die Europäische Union im Dezember an. Die Regierung in Berlin will den Bundestag möglichst bis Ende des Jahres über eine deutsche Beteiligung an der EU-Mission im Kampf gegen zur Piraten entscheiden lassen.

    Die indische Fregatte «INS Tabar» versenkte in der Nacht zum Mittwoch im Golf von Aden ein sogenanntes Mutterschiff der Seeräuber. Wie das Verteidigungsministerium in Neu Delhi mitteilte, habe die Fregatte das Piratenschiff zuvor mehrfach zum Halt aufgefordert. «Die drohende Antwort des Schiffes war, dass es das Kriegsschiff in die Luft sprengen würde, wenn es näher komme.» Die Piraten hätten dann auf die «INS Tabar» gefeuert. Das Kriegsschiff habe das Feuer «zur Selbstverteidigung» erwidert und den Gegner zerstört. Die Seeräuber nutzen solche Mutterschiffe, um Schnellboote auf hohe See zu schleppen und dann mit diesen Frachter oder Tanker zu kapern.

    Am Mittwoch wurde eine Lösegeldforderung der Seeräuber für ihre bisher wertvollste Beute, den Supertanker «Sirius Star», bekannt. Die genaue Summe für die Freilassung der 25 Besatzungsmitglieder und des Tankers, der Rohöl im Wert von 100 Millionen Dollar (79 Millionen Euro) geladen hat, wurde offiziell nicht genannt. Der britische Sender BBC sprach von einem Betrag in Höhe von 200 Millionen Dollar. Das saudische Außenministerium bestätigte lediglich, dass verhandelt werde.

    «Unterhändler befinden sich sowohl an Bord als auch an Land», sagte Farah Abd Jameh, der nach eigenen Angaben zu den Seeräubern gehört. «Sobald sie sich auf ein Lösegeld einigen, wird diese Summe in bar zu dem Tanker gebracht», sagte er in einem Videoband, das dem arabischen Sender Al-Dschasira zugestellt wurde. Die «Sirius Star» war am vergangenen Samstag von den Piraten vor der Küste Kenias gekapert worden und ankert inzwischen bei Harardhere, einem Schlupfwinkel der Piraten an der Küste Somalias.

    Nach dem Überfall auf die «Sirius Star» wurde in Saudi-Arabien eine internationalen Militäroperation gefordert. Die in Dschidda erscheinende Zeitung «Arab News» meinte, ein internationaler Marineverband solle im Auftrag der Vereinten Nationen die Schiffe und Boote der Seeräuber in den Häfen entlang der somalischen «Piratenküste» zerstören. Alle anderen Lösungen seien nicht praktikabel, hieß es in dem Kommentar.

    In Brüssel kündigte die NATO das Ende ihres Anti-Piraten-Einsatzes vor der somalischen Küste Mitte Dezember an. Anschließend solle der Stab an die EU übergeben werden, sagte der Vorsitzende des NATO- Militärausschusses, der italienische Admiral Giampaolo Di Paola. Von einer Verstärkung des laufenden Einsatzes war im NATO-Hauptquartier nichts zu hören. Die NATO hat derzeit vier Schiffe in dem Schutz- Einsatz. Die EU will Marine-Einheiten in ihrer «Operation Atalanta» ab Mitte Dezember einsatzbereit haben.

    Der Bundestag wird voraussichtlich noch in diesem Jahr über die Beteiligung der Bundeswehr an der EU-Mission entscheiden. «Wir streben eine Kabinettsbefassung noch im Dezember an», sagte ein Sprecher der Regierung in Berlin. Die Regierung bemüht sich gegenwärtig um Klarheit über die Befugnisse der deutschen Soldaten - etwa, ob sie im Kampf gegen Piraten Polizeiaufgaben wie Verhaftungen übernehmen dürften. Nach dem Grundgesetz sind die Aufgaben von Soldaten und Polizisten prinzipiell getrennt.

    Unklarheit herrschte über über das Schicksal eines griechischen Schiffes. Der griechische Rundfunk berichtete, das Schiff mit 23 Mann an Bord sei das jüngste Opfer somalischer Piraten. Andrew Mwangura vom Ostafrikanischen Seefahrerhilfsprogramm erklärte ebenfalls, ihm lägen entsprechende Berichte vor. Die griechische Küstenwache erklärte dagegen, sie habe keinerlei Hinweise.

    Zuvor war der unter der Flagge Hongkongs fahrende Frachter «Delight» in die Hände der Seeräuber gefallen. Zudem wurde vor der somalischen Küste noch ein thailändischer Trawler mit 12 Mann Besatzung gekapert. Gegenwärtig befinden sich 17 Schiffe mit rund 340 Besatzungsmitgliedern in der Gewalt somalischer Piraten. Unter den Geiseln sind knapp 130 Philippiner.

    Quelle: DPA vom 19. November 2008
    siehe auch

    N-TV: http://www.n-tv.de/1055591.html
    FAZ: http://www.faz.net/s/Rub02DBAA63F9EB...~Scontent.html
    Spiegel.de: http://www.spiegel.de/panorama/justi...591366,00.html
    Tagesschau.de: http://www.tagesschau.de/ausland/piraten124.html
    Heute.de: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/...411549,00.html
    Zuletzt geändert von Astrofan80; 20.11.2008, 02:03.
    R.I.P. SGU // R.I.P. STARGATE™
    ***
    "Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt." Albert Einstein

  • #2
    Zitat von Astrofan80 Beitrag anzeigen
    Die Piratenübergriffe vor Somalias Küste nehmen immer weiter zu. Soll die Deutsche Marine erweiterte Machtbefugnisse bekommen, um der zunehmenden Piraterie vor Somalias Küste Herr zu werden, mit Hilfe der Bundespolizei Leute zu verhaften und ggf. Boote zu versenken? Von mir aus ein eindeutiges JA.
    Abwarten, wie die Bedingungen bzw. Einsatzregeln hinterher aussehen. Sie wie bisher einfach nur zu verjagen reicht nämlich nicht, die Piraten müssen aus dem verkehr gezogen werden.
    Dann gibt es da auch noch das Problem mit den Gefangenen, wobei ich eh nicht glaube, dass die Marine da viele macht. Da muss man erstmal prüfen, ob man sie überhaupt an Somalia übergeben darf (Todesstrafe usw.). In Deutschland kann man sie aber eigentlich auch nicht verknacken, sonst wollen die am Ende noch Asyl.

    Früher war halt alles besser
    Zuletzt geändert von Makrovirus; 20.11.2008, 08:49.
    When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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    • #3
      Was in dieser Sache momentan zwischen Verteidigung, Inneres, Regierung und Parlament stattfindet ist ein Paradebeispiel für den irrsinnigen bürkoratischen Elfenbeinturm den sich Deutschland in diesen Angelegenheiten ohne Not aufgebaut hat.
      Es ist zum Kopfschütteln. Im letzten Jahrtausend bombadierte man noch ohne UN-Mandat und ohne Skrupel Jugoslawien und zehn Jahre später geilen wir uns daran auf, das man aus dem Wasser gefischte Piraten doch gefälligst nach Maßgabe deutscher Polizei- und Strafgesetze von der Bundespolizei verhaften sollte.
      Wir schaffen hier Probleme wo keine sind. Die Rechtsgrundlage ergibt sich aus internationalen Seerechtsabkommen und ist eindeutig klar und einfach.
      Jeder Staat der Welt hat nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht Piraterie in internationalen Gewässern zu bekämpfen.
      Vollkommen wurscht ob diese Freibeuter gerade dabei sind ihrem Handwerk nachzugehen oder nicht.
      Man müsste sie aufbringen, bei der zu erwartenden Gegenwehr müsste das Feuer erwidert werden.
      Einigermaßen kompetent ausgeführt erlefdigt sich hier das Gefangenen-Problem eh im Zuge der Kampfhandlungen ohne das man mit dem hier eh nicht einschlägigen Völkerrecht in Konflikt kommt.
      Eventuell doch noch aus dem Wasser Gefischte kann man dann auch guten Gewissens wieder an der Küste Somalias aussetzen.
      Den Kahn unterm Hintern weggeschossen zu bekommen dürfte erst mal genug Abschreckung sein.
      Aber das geht natürlich nicht weil den armen Piraten in Somalia kein nach Bundesdeutschen Recht einwandfreiees Leben garantiert ist.
      Irrsinn.
      Dabei zeigt ein Blick in einige Tausend Jahre Seefahrergeschichte sehr schnell und eindeutig wie Piraterie zu besiegen ist.

      Ein passender Artikel dazu:
      Piratenjagd: „Das ist absolut irreal“ - Ausland - FOCUS Online

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      • #4
        Gerade in diesem Fall finde ich das auch schlimm, denn hier werden nicht nur Verbrecher gejagt sondern auch zweifelsfrei deustche Interessen verfolgt, der Zweck einer solchen Mission sollte also für jeden nachvollziebar sein. Und was die Rechtsgrundlage angeht, hat die UNO eigentlich alles erlaubt, was nötig wäre.
        When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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        • #5
          Da hier im Gegensatz zu den "Abenteuern" im Irak und Afghanistan die Gefahr relativ gering sein dürfte, dass unser glorreiches westliches Militär bei wüsten Aktionen unschuldige Zivilisten tötet, wäre das sogar ein Einsatz, dem auch ich u.U. zustimmen würde. Sofern es ein handlungsfähiges Mandat gibt, also nicht nur ein bischen Rumschippern, damit wir auch mit dabei sind, sondern mit der Möglichkeit echte Hilfe zu leisten.

          Ein paar Schiffchen werden das Problem aber sicher nicht langfristig lösen, denn auch die Piraterie vor Somalia ist wie so oft nur das Symptom:

          Steinmeier für Bundeswehreinsatz gegen Piraten | tagesschau.de
          Piraten kapern "zielgerichtet und auf Bestellung" | tagesschau.de
          Das Geschäft mit der Piraterie | tagesschau.de
          "The only thing we have to fear is fear itself!"

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          • #6
            DIe Piraten scheinen auch immer genau zu wissen, wie die Schifffahrtsrouten sind und welcher Tanker bzw. welches Transportschiff am Besten geeignet ist. Sieht mir nicht so aus, als ob die wahllos zuschlagen. Truckunternehmen ändern auch ständig bei besonders "heikler" Fracht in letzter Minute die Routen, damit nichts schief läuft. Mein Vater war früher LKW-Fahrer für "besondere" Fracht und da wurde häufig die Route gewechselt, denn auch da kam es zu Überfällen. An der somalischen Küste scheint es das gleiche Problem zu sein, also sollten die sich vielleicht nicht nur mit dem Symptom befassen. Aber ich seh es schon kommen, mehr als ein paar Warnschüsse und leere Drohungen dürfen nicht abgelassen werden und wenn die Piraten das erstmal spitz kriegen, wird es für die Kapitäne der Fregatten ganz schön übel...

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            • #7
              Zitat von picard2893 Beitrag anzeigen
              DIe Piraten scheinen auch immer genau zu wissen, wie die Schifffahrtsrouten sind und welcher Tanker bzw. welches Transportschiff am Besten geeignet ist. Sieht mir nicht so aus, als ob die wahllos zuschlagen.
              Freilich schlagen die wahllos zu. Es gibt kein ersichtliches Muster in den gekaperten Schiffen.
              Schiff aufzuspüren ist geringste Problem.
              Standort und Fahrtroute von Handelsschiffen sind frei aus dem Internet abrufbar.

              Zitat von picard2893 Beitrag anzeigen
              Truckunternehmen ändern auch ständig bei besonders "heikler" Fracht in letzter Minute die Routen, damit nichts schief läuft. Mein Vater war früher LKW-Fahrer für "besondere" Fracht und da wurde häufig die Route gewechselt, denn auch da kam es zu Überfällen. An der somalischen Küste scheint es das gleiche Problem zu sein, also sollten die sich vielleicht nicht nur mit dem Symptom befassen.
              Andere Routen dauern länger und kosten damit Geld.
              Das ist alles ein Rechenspiel. Die Schiffe sind in der Regel voll versichert, eine Entführung kostet der Reederei damit wesentlich weniger als lange Umwege.
              Zumal so viele Überfälle gemessen am Schiffsverkehr nun mal auch nicht stattfinden.


              Zitat von picard2893 Beitrag anzeigen
              Aber ich seh es schon kommen, mehr als ein paar Warnschüsse und leere Drohungen dürfen nicht abgelassen werden und wenn die Piraten das erstmal spitz kriegen, wird es für die Kapitäne der Fregatten ganz schön übel...
              Am Ende wird es halt so sein wie immer. Die Deutschen machen sich lächerlich während der Rest der zivilisierten Welt die Arbeit macht.

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              • #8
                Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
                Freilich schlagen die wahllos zu. Es gibt kein ersichtliches Muster in den gekaperten Schiffen.
                Schiff aufzuspüren ist geringste Problem.
                Standort und Fahrtroute von Handelsschiffen sind frei aus dem Internet abrufbar.
                Ganz so wahllos scheint es nicht zu sein... zumindestens der Wert der Ladung spielt eine gewisse Rolle.

                Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
                Andere Routen dauern länger und kosten damit Geld.
                Das ist alles ein Rechenspiel. Die Schiffe sind in der Regel voll versichert, eine Entführung kostet der Reederei damit wesentlich weniger als lange Umwege.
                Zumal so viele Überfälle gemessen am Schiffsverkehr nun mal auch nicht stattfinden.
                Aus diesem Grunde würde ich nie Matrose werden... im Zweifel gegen die Besatzung und für den Gewinn

                Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
                Am Ende wird es halt so sein wie immer. Die Deutschen machen sich lächerlich während der Rest der zivilisierten Welt die Arbeit macht.
                Warum haben wir eigentlich so "bescheuerte" Gesetze?
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                Treknology-Wiki

                Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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                • #9
                  Zitat von McWire Beitrag anzeigen
                  Aus diesem Grunde würde ich nie Matrose werden... im Zweifel gegen die Besatzung und für den Gewinn
                  Ich bin jetzt nicht sonderlich gut in Erdkunde, aber müsste man um die Gegend zu umgehen nicht einmal um Afrika rumfahren? Das kostet Millionen und lohnt sich deshalt einfach nicht. Man kann da übrigens Kreuzfahrten buchen, es gibt also durchaus noch Leute die da freiwillig hingehen.
                  When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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                  • #10
                    Neben den sicherlich notwendigen Operationen zur See, sollte nicht vergessen werden, wo die Wurzeln der Piraterie gedeihen.

                    Es muß auch etwas an den Verhältnissen in den betreffenden Ländern geändert werden.
                    Wenn kriminelle Kräfte dort von der armen Bevölkerung als Heilsbringer und Helden verehrt werden, zeigt es doch das Versagen der Regierungen in den betreffenden Ländern auf und nicht zuletzt auch das Versagen reicher Länder an diesen Umständen mit was zu ändern.
                    "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                    DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
                    ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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                    • #11
                      Zitat von EREIGNISHORIZONT Beitrag anzeigen
                      Neben den sicherlich notwendigen Operationen zur See, sollte nicht vergessen werden, wo die Wurzeln der Piraterie gedeihen.

                      Es muß auch etwas an den Verhältnissen in den betreffenden Ländern geändert werden.
                      Wenn kriminelle Kräfte dort von der armen Bevölkerung als Heilsbringer und Helden verehrt werden, zeigt es doch das Versagen der Regierungen in den betreffenden Ländern auf und nicht zuletzt auch das Versagen reicher Länder an diesen Umständen mit was zu ändern.
                      Dann kannst du deine Wünsche ja mal dem Horst mitteilen, dann schickt er die Bundeswehr, wenn sie im Kongo fertig ist, vielleicht direkt weiter nach Somalia

                      Letztendlich bleibt einem nichts anderes übrig als zu hoffen, dass die Piratenangriffe aufhören, wenn mal nurnoch jeder zweite oder dritte lebend zurückkommt.
                      When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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                      • #12
                        Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
                        Dann kannst du deine Wünsche ja mal dem Horst mitteilen, dann schickt er die Bundeswehr, wenn sie im Kongo fertig ist, vielleicht direkt weiter nach Somalia
                        Die Bundeswehr ist doch im Kongo schon lange fertig. Unser Diktator ist schließlich erwartungsgemäß wieder"gewählt" worden. Und welchen Horst sollte man da anrufen? Wohl eher den Franz-Josef oder noch besser die Angie.

                        Letztendlich bleibt einem nichts anderes übrig als zu hoffen, dass die Piratenangriffe aufhören, wenn mal nurnoch jeder zweite oder dritte lebend zurückkommt.
                        Ich habe mir sagen lassen, dass man Kriminelle auch verhaften kann.
                        "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                        • #13
                          Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                          Ich habe mir sagen lassen, dass man Kriminelle auch verhaften kann.
                          Jetzt müsste unsere Bundeswehr nur noch Leute verhaften dürfen
                          "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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                          • #14
                            Zitat von McWire Beitrag anzeigen
                            Ganz so wahllos scheint es nicht zu sein... zumindestens der Wert der Ladung spielt eine gewisse Rolle.
                            Nur weil sie einmal einen Öltanker aufgabeln sind sie noch lange nicht wählerisch.
                            Aber dieses Argument für nirgendwo hin.

                            Zitat von McWire Beitrag anzeigen
                            Aus diesem Grunde würde ich nie Matrose werden... im Zweifel gegen die Besatzung und für den Gewinn
                            Du wirst auch nicht Matrose. Schiffsbesatzungen impotiert man schon seit längerem aus Billiglohnländern.

                            Zitat von McWire Beitrag anzeigen
                            Warum haben wir eigentlich so "bescheuerte" Gesetze?
                            Wir haben im Sicherheits- und Verteidigungsbereich bescheuerte Gesetze weil wir bis 1990 überhaupt nicht daran dachten die Bundeswehr abseits der direkten Landesverteidigung im In- oder Ausland einzusetzen.
                            Es fehlte an geeigneten Gesetzen und Erfahrungswerten.
                            Kombiniert mit den üblichen Bedenken aus der Historie ergab das eine Rechtsgrundlage die sich an politischen Wunschträumen und nicht militärischen Fakten orientiert.
                            Zudem ist - und das ist fast noch wichtiger - die Bundeswehr seit Ende des Kalten Krieges und dem damit verbundenen Wegfall von Auftrag und Feind um Größenordnungen bürokratischer geworden.
                            Die berüchtigte Deutsche Bürokratie hat zusammen mit überzogener politischer Korrektheit im schier gigantischen Ausmaß auf der Hardthöhe Einzug gehalten.
                            Das Hauptproblem dabei ist das die Militärische Führung der Streitkräfte voll auf diese Linie eingeschwenkt ist und Offiziere mit einem realistischeren Weltbild systematisch ausschließt und demontiert.
                            So hat es seine Gründe warum der der politischen Führung äußerst genehme General Schneiderhahn seit Ewigkeiten den Generalinspekteur gibt.
                            Da die politische Führung gelinde gesagt von allem wirklichen Militärischem Handeln gerne zurückschreckt und die Generale nicht daran interessiert sind auf eine realistischere Herangehensweise zu pochen kommt nur Murks raus.
                            Der äußert sich dann in solchen Gesetzen und für alle deutlich sichtbar in sinnfreien Auslandseinsätzen (zB Einsatz im Kongo, Einsatz vor dem Libanon, OEF-Afrika).
                            Hier werden Millionen von Steuergeldern verpulvert und Leben und Gesundheit von Soldaten unnötig gefährdert weil keiner der zuständigen Politiker und Militärs ein Interesse daran hat Auslandseinsätze so zu gestalten das sie etwas bringen.
                            Stattdessen geht man mit dem Ansatz hin es PR-mäßig so positiv wie möglich darzustellen (man könnte es auch als Propaganda bezeichnen) und bloß nicht zu kämpfen.
                            Diese bescheuerten Gesetze oder besser gesagt der Unwille diese Gesetze so auszulegen das der Einsatz Sinn macht sind da nur Mittel zum Zweck.

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                            • #15
                              Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                              Die Bundeswehr ist doch im Kongo schon lange fertig. Unser Diktator ist schließlich erwartungsgemäß wieder"gewählt" worden. Und welchen Horst sollte man da anrufen? Wohl eher den Franz-Josef oder noch besser die Angie.
                              Den Köhler Horst natürlich, der neulich ja noch lautstark den Einsatz von Truppen der EU im Kongo verlangt hat, damit die UN-Truppen beim Zugucken nichtmehr ganz so einsam sind.

                              Ich habe mir sagen lassen, dass man Kriminelle auch verhaften kann.
                              Wenn es möglich ist habe ich da noch nichtmal was dagegen. Letztendlich muss man ihnen eben die Wahl zwischen "ergeben" und "sterben" lassen. Worauf es in der Praxis dann rausläuft wird man sehen.
                              When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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