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Sozialkritische Fantasy

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  • Sozialkritische Fantasy

    Ich nehme mal folgenden sehr interessanten Beitrag als Anlass für ein neues Thema:
    Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
    Das gibt es doch eigentlich schon.
    Der Herr der Ringe im SF-Gewand heißt Babylon 5.

    Zumindest gibt es da unzählige Parallelen und Anspielungen, wie Sheridans Tod und Auferstehung oder Namen wie Z'Ha'Dum und Lorien.

    Auch in den Grundzügen bestehen große Ähnlichkeiten, wie die Geschichte vom uralten Bösen, das sich nach Jahrhunderten erneut erhebt und neue Kräfte sammelt, die kleine Gemeinschaft Eingeweihter, die sich dieser Macht entgegenstellen und große Wandlungen durchmachen oder auch die Befreiung der besetzten Erde nachdem die Schatten besiegt sind, die an die Befreiung des Auenlands aus der Hand Saromans erinnert.

    Hier zeigt sich aber auch sehr schön der Unterschied zwischen Science-Fiction und Fantasy, denn während der "Herr der Ringe" von Tolkien nach eigenen Aussagen bewusst als purer Eskapismus angelegt ist, zeigt sich die SF-Variante weitaus philosophischer, sozialkritischer und politischer.

    Es ist nämlich ein typisches Merkmal der Science-Fiction, sich mit gesamtgesellschaftlichen Problemen und Ideen zu befassen, während sich die Fantasy, wenn sie überhaupt mal mehr möchte, als einfach zu unterhalten, eher mit subjektiven Themen auseinandersetzt.

    Wie sieht es mit sozialkritischer und philosophischer Fantasy aus ?

    Haben Harry Potter und Herr der Ringe in dieser Hinsicht - Philosophie und Sozialkritik - etwas zu bieten, und / oder wo sonst wird man diesbezüglich in der Fantasy fündig ?

    Und was ist eigentlich das Genre "Social Fantasy" ?
    Zuletzt geändert von irony; 01.10.2009, 17:21.

  • #2
    HdR und Harry Potter haben allerhöchstens moralische Einsichten zu bieten, die dem Zuschauer mit dem Holzhammer einmassiert werden. Eine tiefere Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen findet nicht statt. Bei B5, SW und ST ist das übrigens genauso, also kein Makel der Fantasy sondern ein immer wiederkehrendes Muster.

    Das liegt v.a. darin, das diese TV-Shows, ob nun TV-Serie oder Kinofilm, als Unterhaltung für den Zuschauer produziert werden und als solches auch vom Zuschauer angenommen bzw konsumiert werden. Daran ist nichts Verwerfliches oder Schlechtes zu finden. Es ist halt Unterhaltung und die braucht der Mensch genauso wie Essen und Trinken.
    Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

    - Mencius

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    • #3
      Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
      Eine tiefere Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen findet nicht statt. Bei B5, SW und ST ist das übrigens genauso, also kein Makel der Fantasy sondern ein immer wiederkehrendes Muster.
      Na, da muss ich aber dringend widersprechen, zumindest was B5 und ST angeht. In ST wurden viele soziale Probleme behandelt, etwa in den Episode "Bele jagt Lokai" und diversen anderen TOS- und TNG-Episoden, im vierten und sechsten und neunten Kinofilm oder dem DS9-Zweiteiler "Past Tense". In B5 wurden ebenfalls soziale Probleme vergegenwärtigt, etwa durch die "Lurkers" in Down Below, dann gab es z.B. noch die Streik-Episode "By any Means necessary" (in welcher auch das Ungleichgewicht von militärischen Ausgaben und Arbeiterlöhnen zur Sprache kam), und wenn in der Episode "Voices of Authority" die politische Offizierin Julie Musante sagt, dass die Erd-Regierung jedem Menschen einen Arbeitsplatz versprochen hat und dass daher jene, die keine Arbeit haben folglich nicht arbeiten wollen müssen, so kommt dem Zuschauer so etwas doch auch bekannt vor (hierzulande z.B. als Rot-Grün behauptete, für jeden jungen Bürger eine Ausbildungsstelle vermitteln zu wollen).

      Und das sind nur Beispiele, die ich hier aus dem Stehgreif nenne. ST und B5 sind also durchaus äußerst politisch und gesellschaftskritisch, aber der Zuschauer HAT die Möglichkeit, diese Serien auch als einfache Unterhaltung zu schauen. Sie funktionieren eben auf verschiedenen Ebenen.

      Was sozialkritische und/oder philosophische Fantasy angeht, so fällt mir da nicht sonderlich viel ein. Es gibt sicherlich so einige Romane, welche diese Vorgaben erfüllen, mir fällt aber höchstens philosophische Fantasy etwa in Form von Michael Endes "Momo" und "Die unendliche Geschichte" ein. Darin werden Fragen zur Natur von Zeit und menschlicher Vorstellungskraft gestellt, und das durchaus tiefgehend.
      Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
      Stalter: "Nope, it's all bad."

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      • #4
        Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
        Wie sieht es mit sozialkritischer und philosophischer Fantasy aus?
        Da fallen mir die Romane von China Miéville ein, speziell die über die Welt von Bas-Lag.
        Die Stadt New Crobuzon wird zwar von einem Parlament regiert und hat damit oberflächlich gesehen eine demokratische Verfassung, aber es gibt auch eine Miliz, die Arbeiteraufstände blutig niederschlägt. Miéville schildert Regierung und Bürgermeister als korrupt, macht- und geldgierig, obwohl er diesem Punkt keine starke Beachtung schenkt. Seine Aufmerksamkeit gilt mehr unterschiedlichen Subkulturen und Widerstandsgruppen und deren Interaktionen sowie den Konflikten, die seine Hauptpersonen zwischen persönlichen, Gruppen-, nationalen oder rassischen Interessen erleben. Die Liebesbeziehungen seiner Protagonisten, bei denen es sich um Männer, Frauen als auch andere Wesen handeln kann, sprengen oft die heterosexuelle Norm, sei es in Form homosexueller oder auch rassenübergreifender Partnerschaften.
        Zitat aus: China Miéville - Wikipedia


        Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
        Haben Harry Potter und Herr der Ringe in dieser Hinsicht - Philosophie und Sozialkritik - etwas zu bieten, und / oder wo sonst wird man diesbezüglich in der Fantasy fündig ?
        Harry Potter ist nicht sozialkritischer oder philosophischer als jeder andere Jugendroman. Und HdR bietet zwar einige Einblicke in das Innenleben der Protagonisten, aber das trifft auf jede andere bessere Erzählung ebenfalls zu. Zum Thema befragt würde ich beide Romane, nicht nennen. Diese Themen werden in der Fantasy-Literatur nur selten gestreift, da hat jeder Roman von Marc Twain mehr an Sozialkritik und Philosophie zu bieten.
        Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
        Dr. Sheldon Lee Cooper

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        • #5
          Zitat von Kai "the spy" Beitrag anzeigen
          Na, da muss ich aber dringend widersprechen, zumindest was B5 und ST angeht. ...
          Im Thread: Geht die Ära der Science-Fiction zuende? läuft gerade eine ähnliche Diskussion.
          Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

          - Mencius

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          • #6
            Mir ist ein gutes Beispiel für Gesellschaftskritik in der Fantasy eingefallen, dass im Grunde offensichtlich ist, aufgrund der Art der Gesellschaftskritik aber leicht übersehen wird: Conan.

            Robert E. Howard hat mit seiner Schöpfung die Wildheit und Natürlichkeit des Barbarentums idealisiert und gegen negative Bilder von Zivilisation gestellt. Conans Gegner sind Häufig Magier (Metapher für Wissenschaftler?), auch mit Bürokraten und Politikern gerät er aneinander. Ein immer wiederkehrendes Bild ist die Unterdrückung und Ausbeutung der Schwachen durch Reiche und deren Schergen. Howards Lösung für diese Probleme ist natürlich mit dem Barbarentum seines Helden recht simpel gefunden: Gewalt. Howard kritisiert die Auswüchse der menschlichen Zivilisation und propagiert im Grunde die Rückkehr zu einer natürlichen, wilden Ordnung.

            Das mag freilich nicht gerade tiefgehend sein, ist aber ein eindrucksvolles Beispiel für Gesellschaftskritik in der Trivialliteratur.
            Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
            Stalter: "Nope, it's all bad."

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            • #7
              Zitat von Kai "the spy" Beitrag anzeigen
              Mir ist ein gutes Beispiel für Gesellschaftskritik in der Fantasy eingefallen, dass im Grunde offensichtlich ist, aufgrund der Art der Gesellschaftskritik aber leicht übersehen wird: Conan.

              Robert E. Howard hat mit seiner Schöpfung die Wildheit und Natürlichkeit des Barbarentums idealisiert und gegen negative Bilder von Zivilisation gestellt. Conans Gegner sind Häufig Magier (Metapher für Wissenschaftler?), auch mit Bürokraten und Politikern gerät er aneinander. Ein immer wiederkehrendes Bild ist die Unterdrückung und Ausbeutung der Schwachen durch Reiche und deren Schergen. Howards Lösung für diese Probleme ist natürlich mit dem Barbarentum seines Helden recht simpel gefunden: Gewalt. Howard kritisiert die Auswüchse der menschlichen Zivilisation und propagiert im Grunde die Rückkehr zu einer natürlichen, wilden Ordnung.

              Das mag freilich nicht gerade tiefgehend sein, ist aber ein eindrucksvolles Beispiel für Gesellschaftskritik in der Trivialliteratur.
              Ich finde den Conan-Subtext weniger Sozialkritisch, sondern eher Anthropologisch. Es geht ja um das (recht zweifelhafte) Bild der ursprünglichen Natur des Menschen als Gegensatz zum modernen Menschen. Hier wird weniger die Gesellschaft als solche kritisiert, sondern mehr der Wandel des Menschen.

              Die Tendenz zum Eskapismus ist dabei ebenfalls sehr deutlich vorhanden, denn es geht kaum darum, gezielt soziale Misstände zu thematisieren, um ein reales Umdenken im Rezipienten zu erwirken, sondern eher darum, von einer einfacher gestrickten Welt zu träumen, in der die Bösen auf Fresse kriegen.
              Besonders diesen Aspekt sehe ich in der SF seltener.

              Sozialkritische Fantasy gibt es aber schon, nur ist sie - vor allem in der High Fantasy - eher selten und wenn sozialkritische Aspekte vorhanden sind, sind es nicht selten lediglich Randnotizen, wie die faschistoide neue Schulleitung im fünften Harry Potter.

              Das bedeutet natürlich nicht, dass Fantasy grundsätzlich weniger anspruchsvoll wäre, als SF, nur liegen die Themen der Fantasy eher in anderen Bereichen. Sie steht dem Mythos, der Sage und dem Märchen am nächsten und behandelt ähnliche Motive. Es geht dabei mehr um konkrete Lebensphilosophien und subjektive Selbstwerdungsprozesse, um das Erwachsen werden oder den Umgang mit komplexen Gefühlen wie Liebe, Schuld oder Tod oder eben auch um den Werdegang des Menschen.

              Solche Dinge finden sich beispielsweise in Marion Zimmer-Bradleys "Die Nebel von Avalon", wo sie auf einen alten, weit verbreiteten Sagenkreis zurückgreift und dessen Protagonisten bewusst, in moderner Weise, als differenzierte Charaktere darstellt, um das der Sage zu Grunde liegende Gut vs. Böse - Schema bewusst zu durchbrechen und dabei eine höhere Komplexität herzustellen.

              Auch Le Tendre und Loisels Graphic Novel "Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit" behandelt recht komplexe, anspruchsvolle Themen.

              Manches ist aber auch einfach nur pure Weltflucht, was ja durchaus auch seine Berechtigung hat. Tolkien hat seine Werke z.B. bewusst genaus so angelegt, da er seinen Lesern in den schweren Nachkriegszeiten (besonders in Großbritannien) eben diese Flucht ermöglichen wollte.

              Richtige Sozialkritik findet sich meiner Meinung nach aber wirklich eher in der SF, wo es oft gezielt um politische Systeme geht oder die gesellschaftlichen Veränderungen durch moderne Technik (und gleichsam die Angst vor bestimmten Auswüchsen der Technik) geht. Hier steht weniger der Einzelne im Mittelpunkt. Nicht umsonst wirft man vielen SF-Autoren, wie etwa A.C. Clarke, vor, sich zu wenig um ihre Charaktere zu kümmern. Die sind da aber auch tatsächlich oft eher Mittel zum Zweck und der Zweck ist meistens eine sozialkritische, politische oder gesellschaftsphilosophische Aussage, die dem Autoren besonders am Herzen liegt.

              Selbst Romanserien wie Perry Rhodan oder Captain Future, die vordergründig mehr am abenteuerlichen Aspekt der jeweiligen Geschichte sind interessiert, kommen nicht ganz um entsprechende Botschaften und Thematisierungen herum. Nicht umsonst sind diese Geschichten in der Zukunft angesiedelt, statt in einer fernen, komplett erdachten Welt, von der keiner weiß, wo sie genau liegt. Allein dieser Zukunftsaspekt deutet bereits darauf hin, dass es hier um Mögliches, tatsächlich Denkbares - wenn auch oft in sehr übertriebender Form - gehen soll.

              Die High Fantasy macht dagegen von vorn herein klar: "Dieses hier ist niemals wirklich." Das lädt mehr zum Aussteigen ein, als dazu, gegenwärtige Probleme zu thematisieren.

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              • #8
                Relativ sozialkritisch geht es auch im Darkover-Zyklus von Marion Zimmer Bradley zu. Gesellschaftliche Themen die angesprochen werden sind:
                - Gleichberechtigung der Frau
                - Homosexualität
                - Konflikte zwischen Kulturen mit unterschiedlicher technsicher Entwicklung
                - Bewahren der eigenen kulturellen Identität

                LG
                Whyme
                "Und wie alle Priester haben sie als erstes gelernt, Wahrheit mit "Ketzerei" zu übersetzen."
                -Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

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                • #9
                  Zitat von Whyme Beitrag anzeigen
                  Relativ sozialkritisch geht es auch im Darkover-Zyklus von Marion Zimmer Bradley zu. Gesellschaftliche Themen die angesprochen werden sind:
                  - Gleichberechtigung der Frau
                  - Homosexualität
                  - Konflikte zwischen Kulturen mit unterschiedlicher technsicher Entwicklung
                  - Bewahren der eigenen kulturellen Identität

                  LG
                  Whyme
                  Ja, Marion Zimmer-Bradley zählt zu den wenigen Fantasy-Autorinnen, die in ihrem Werk immer wieder auf besagte Themen zu sprechen kommt, auch wenn "Darkover" bereits zur Science-Fantasy zählt, also eine Mischform aus Fantasy und SF darstellt.

                  Allerdings finden sich die genannten Themen auch in ihren reinen Fantasy - Romanen, die aber wiederum meistens in unserer Vergangenheit angesiedelt sind und damit einen stärkeren Bezug zur Realität herstellen.

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                  • #10
                    Fantasy und Science Fiction sind in ihrer Tradition nicht sehr sozialkritisch. Orwell`s "1984" z.B. ist ja kein SciFi sondern Utopie. Teilweise sind die Genres aber nicht scharf abgegrenzt und überlagern sich.

                    Das was man so gemeinhin mit Fantasy assoziiert - also Feen, Zwerge, Zauberer, Trolle, Hexen - in einer sozialkritischen Variante, kenne ich eigentlich nur von Terry Pratchetts Scheibenwelt-Romanen. Eigentlich sind diese häufig nur parodistische Beschreibungen unserer Gesellschaft, die in einen Fantasy-Kontext gesetzt werden. So sind Rechtsanwälte auf der Scheibenwelt immer Vampiere und eine Stadtwache muss sich mit Problemen einer multikulturellen Gesellschaft auseinandersetzen (bestelle in einer Zwergenbar niemals "einen Halben" ).
                    Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe hinauskommt

                    Oscar Wilde

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                    • #11
                      Zitat von Kai "the spy" Beitrag anzeigen
                      Mir ist ein gutes Beispiel für Gesellschaftskritik in der Fantasy eingefallen, dass im Grunde offensichtlich ist, aufgrund der Art der Gesellschaftskritik aber leicht übersehen wird: Conan.

                      Robert E. Howard hat mit seiner Schöpfung die Wildheit und Natürlichkeit des Barbarentums idealisiert und gegen negative Bilder von Zivilisation gestellt. Conans Gegner sind Häufig Magier (Metapher für Wissenschaftler?), auch mit Bürokraten und Politikern gerät er aneinander. Ein immer wiederkehrendes Bild ist die Unterdrückung und Ausbeutung der Schwachen durch Reiche und deren Schergen.
                      Zumindest lässt er Conan edler handeln, als so manchen "zivilisierten" Menschen, gewisse Exesse unserer zivilisierten Welt, kämen Conn nichtmal in den Sinn. Der klassiche "edle" Barbar, sozusagen.
                      Conan handelt oft im Endeffekt, nicht immer, moralischer als die zivilisierten Menschen, die ihn verachten. Aber ob es wirklich sozialkritisch ist, pffff.... das einzige, was Conan in den ursprünglich nur von Howard verfassten Romanen nicht macht, ist Sklavenhandel udn gewalt gegen Frauen/Kinder. Aber ansonsten begeht er so ziemlich jedes Verbrechen der zivilisierten Welt Hyboriens.
                      >ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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                      • #12
                        Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
                        Die High Fantasy macht dagegen von vorn herein klar: "Dieses hier ist niemals wirklich." Das lädt mehr zum Aussteigen ein, als dazu, gegenwärtige Probleme zu thematisieren.
                        Dass High Fantasy eine Art Eskapismus darstellt, bezweifelt niemand, aber bestimmte Formen von mit Scifi belabelten Werken sind für mich auch nichts Anderes als High Fantasy und reiner Eskapismus.

                        Aber es gibt ja auch Low Fantasy und eine ganze Menge Fantasy-Sub-Genres, darunter auch solche, von denen ich noch nie gehört habe, wie z.B. Fantasy of manners - Wikipedia, the free encyclopedia
                        The fantasy of manners is a subgenre of fantasy literature that also partakes of the nature of a comedy of manners (though it is not necessarily humorous). Such works generally take place in an urban setting and within the confines of a fairly elaborate, and almost always hierarchical, social structure.
                        Eigentlich sollte ja Fantasy mehr Möglichkeiten zur Sozialkritik bieten, da sie weniger Beschränkungen als Science-Fiction hat.

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                        • #13
                          Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                          ...
                          Aber es gibt ja auch Low Fantasy und eine ganze Menge Fantasy-Sub-Genres, darunter auch solche, von denen ich noch nie gehört habe, wie z.B. Fantasy of manners - Wikipedia, the free encyclopedia

                          Eigentlich sollte ja Fantasy mehr Möglichkeiten zur Sozialkritik bieten, da sie weniger Beschränkungen als Science-Fiction hat.
                          Z. B. http://www.scifi-forum.de/filme-tv-s...rmenghast.html

                          Oft findet man auch kirchenkritische Fantasy, wie z. B. Philipp Pullmans
                          His Dark Materials - Wikipedia
                          "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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                          • #14
                            Es wundert mich, dass noch niemand Ursula K. Le Guin genannt hat, siehe Ursula K. Le Guin - Wikipedia. Zumindest ist mir dieser Name schon einige Male begegnet. Gelesen habe ich von ihr aber noch nichts. Aber die Richtung sozialkritische Fantasy scheint mir zu stimmen.

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                            • #15
                              ICH finde grade B5 in diesem Konsenz als sehr passend...
                              .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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