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Alle Parteien sind praktisch gleich und das ist auch völlig ok?

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  • Alle Parteien sind praktisch gleich und das ist auch völlig ok?

    Nach den Wahlen vorletzten Samstag habe ich im ZDF (oder wars ARD) das "Nachtstudio" angesehen und dort wurde etwas besprochen was mir persönlich doch Sorgen bereitet.
    Eine Teilnehmerin stellte die These auf, dass alle Parteien außer der Linkspartei doch praktisch gleich seien und das selbe wollten. Sie stieß damit auch nicht auf Widerspruch, sondern auf ungeteilte Zustimmung. Offensichtlich gibt es kaum noch Unterschiede zwischen den Parteien. Nur noch die Linkspartei steht alleine da.
    Nach reiflicher Überlegung muss ich dem leider auch zustimmen.
    Ich war allerdings erschrocken mit was für einer selbstverständlichkeit alle in der Gesprächsrunde diesen Umstand hinnahmen. Denn wenn wir nicht mehr die Wahl zwischen unterschiedlichen Standpunkten haben, da alle Parteien die selben vertreten, leben wir dann nciht quasi in einer Diktatur?
    Was meint ihr dazu?

    Edit:
    Hups eigentlich wollt ich diesen Thread ins Politkunterforum schreiben. war ich wohl ein FOrum zu tief. Kann ihn vielleicht ein Mod verschieben?
    Disclaimer: Meine Post sind meist nicht als Absolute zu vestehen, sondern sollen nur einen weiteren Blickwinkel bieten.
    "Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!" - Alte Volksweisheit
    "The man who trades freedom for security does not deserve nor will he ever receive either." - Benjamin Franklin

  • #2
    Dem kann ich ganz und gar nicht zustimmen. Also ehrlich, wer keinen Unterschied zwischen den Parteien erkennt bzw. erkennen will, ist mE nur zu faul oder gleichgültig, sich damit zu befassen. Allein zwischen CDU und FDP klaffen horrende Unterschiede. Bei einer Koalition müssen natürlich Kompromisse gefunden werden. Und das ist gut so. Ich hoffe doch mal nicht, dass es irgendwann soweit kommt, dass lern- und geschichtsresistente Leute wieder eine Einparteienherrschaft wollen.

    Falls das jetzt so rüberkam, damit meinte ich nicht dich, Slowking.

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    • #3
      Es gibt Unterschiede, die werden in einer Regierung durch den Koalitionszwang jedoch aufgeweicht, der in einem proportionalen Wahlsystem nunmal zu 90% das Resultat ist. Als Bürger bekommt man halt immer nur die Kompromisse zu spüren. Dadurch erscheint alles etwas gleicher als wenn mal die eine mal die andere Seite in einer Alleinregierung regieren würde.

      Außerdem gibt es bei allen Vorhaben nunmal Zwänge, welche die Handlungsspielräume begrenzen. Man kann noch so hohe Ziele stecken, wenn sie nicht finanzierbar sind, bleibt nur ein fauler Kompromiss übrig...

      Abgesehen davon existieren nunmal ja die Linken, die NPD, die MLPD, ..., die sind ja wohl kaum alle gleich und die sind - im Gegensatz zur Diktatur - wählbar. Nur der Durchschnitt der Wähler lehnt eben Extreme ab, die erfolgreichen Parteien, die mehr als 5% mobilisieren wollen, dürfen folglich gezwungenermaßen nie zu sehr von der Durchschnittsmeinung des Wählers abweichen und zu sehr zu Extremen tendieren, wollen sie nicht neben NPD oder MLPD im Abseits landen

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