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Was soll man mit dem Bengel bloß machen?

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  • Was soll man mit dem Bengel bloß machen?

    Darmstadt hat einen äußerst prominenten Bürger - einen inzwischen 16jährigen Knaben, der gegen jegliche Sozialisierungs-Anstrengungen resistent zu sein scheint, obgleich er als überdurchschnittlich intelligent gilt.

    Mit 13 schon über 200mal erwischt worden (Raubüberfälle, Einbrüche, Erpressung etc.). Bekam vom Jugendamt Therapien verordnet, unter anderem Abenteuerferien in Argentinien, ohne Erfolg. Einweisung in ein geschlossenes Heim - randaliert, abgehauen.

    Drei Tage nach seinem 14. Geburtstag wieder ein Raubüberfall - jetzt war er strafmündig und wurde verurteilt zu ein paar Monaten Jugendknast. Wurde entlassen - paar Tage draußen - wieder ein Überfall. Neues Verfahren - zurück in den Knast. 18 Monate.

    Vor kurzem wurde er entlassen. Wenige Tage draußen - drei Raubüberfälle. Jetzt sitzt er wieder.

    Was soll man mit so einem Bengel anfangen? Die harte Tour fahren und ihn für Jahre wegsperren? Es noch mal mit einer Therapie versuchen? Ist er verantwortlich für seine offenbar recht problematische Kindheit? In der Szene ist er ein Star, der schon in Talkshows aufgetreten ist. Ein "anständiges" Leben ist für ihn sicher weniger reizvoll.

    Was würdet Ihr mit so einem Jungen machen, wenn Ihr bei Gericht oder beim Jugendamt was zu sagen hättet?
    Macht alle mit in unserer SETI-Gruppe! Infos, wie's geht, unter: SETI. Den Erfolg unserer Gruppe könnt Ihr hier bewundern!
    Und Tipps und Probs werden hier diskutiert

  • #2
    Sei gegrüßt liebe Kira!

    Es ist für mich eine Ehre in Dein Topic ein Post zu platzieren!
    Ich hätte eine Frage: Hast Du schon mal was vom Boot-Camp in Amerika gehört? Das ist ein Camp, in das sich jüngere Straftäter einweisen lassen können und wenn sie es durchhalten kommen sie nach 6 Monaten frei, wenn nicht müssen sie 3 Jahre hinter Gitter. In diesem Camp wird der Drill der Navy Seals angewendet. Du weißt schon, brechen und wieder aufbauen. Die Leute werden dort so mies behandelt, daß man glaub, der Tod wäre was besseres. Sie werden psychisch richtig gefoltert. Wie es halt bei sämtliche Militärs so üblich ist. Aber laut Statistiken werden fast keine Absolventen mehr straffällig. Und in den Interviews sagen Ex-Stäflinge mit stolz: "Wenn Du das schaffst, kannst Du alles im Leben schaffen!". Vorallem sagten viele, daß sie es hinter sich hätten und mit Verbrechen fertig wären.

    Ob es stimmt weiß ich nicht, aber gehen wir davon mal aus, das diesen Programm wirklich hilft zu resozialisieren, dann wäre dies glaub ich die beste Variante! Oder?

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    • #3
      Hab ich auch gehört.
      War im ORF, gell?

      Das ist ein echtes Problem. Für diesen Jungen gibt es wahrscheinlich nichts mehr zu verlieren - weder Ruf noch irgendwelche materiellen Dinge. Für ihn zählt wahrscheinlich nur der "Kick" beim Überfall und Einbruch.
      Zumal er ein Star in der Szene ist wird es besonders schwer ihm zu "resozialisieren".
      Man könnte es natürlich jetzt auf "die harte Tour" machen und ihn lebenslänlich in ein dunkles Loch werfen um die Gesellschaft vor ihm zu schützen.
      Man könnte ihn aus seiner gewohnten, vertrauten Umgebung reißen und ihn in ein Gebiet umsiedeln wo er mit seiner Lebensauffassung und mit seinen "Fähigkeiten" nicht weiter kommt. Z.B. in eine Mission in Afrika, als Pinguinzähler auf den Nordpol oder als Schafscherer nach Australien.

      Es geht im Prinzip darum ihm beizubringen daß seine Lebensweise nicht richtig ist.

      Und darum ein dreifaches Hoch auf die Medien die ihm durch Talkshows zum Star machen!!!

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      • #4
        Nee, ich habs im Pro 7 (oh keine Werbung!!), sorry im Sat 7 gesehen.

        Ich denke, daß Du recht hast. Die Medien richten schon viel mist an. Schließlich bringen sie so manchen dazu eine Homepage aufzumachen und ander Postings dort rein zu schreiben.

        Aber wie dem auch sei, die Medien sollten ihn nach unten Puschen und nicht zu Star machen. Besser wäre vielleicht ihn aus den Medien auszugrenzen. Aber das alles löst das Problem der Resozialiesierung nicht.

        Ich denke ernsthaft: Ab ins Boot-Camp mit ihm.

        Und hoffen wir das es was bringt. Denn die Optionen werden immer weniger.

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        • #5
          Ich hab da noch ein paar Pilotprojekte anzubieten:
          [list][*] Wir fesseln ihn und zwingen ihn 24 Stunden am Tag Teletubbies zu gucken.
          [*] Wir stecken ihn in eine Rakete und lassen ihn den Mond besiedeln - alleine
          [*] Weitere Vorschläge erbeten....

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          • #6
            Aber bitte ist das nicht zu brutal, schließlich sollte er ja nicht mit dem Tot bestraft werden. Und sollte er es widererwarten doch überleben, dann hat er sicher nichts daraus gelernt. Und wenn doch auch hier, dann daß er wahrscheinlich alles tötet was sich bewegt und winke winke sagt!!!

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            • #7
              machen wir's ganz modern:

              Wir entfernen, den für seine Aggressionen zuständigen teil seines Gehirns.
              frei nach dem Motto: "Epilepy aber happy!"
              Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
              Makes perfect sense.

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              • #8
                Ein echt produktiver Beitrag lieber Captain, aber Du setzt Dich dann mit diesen ganzen Menschenrechtlern auseinander, die dieses Vorhaben mit Sicherheit unterminieren wollen. Besser wäre es doch ein paar Borg-Nanosonden ihm zu implantieren. Das wäre sicher effektiver und wie sagte die Borgkönigin in ST IIX: Er wird eine hervoragende Drohne abgeben!:

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                • #9
                  Pah...Menschenrechtler! Die sind doch die Bremse des Fortschritts!

                  Nein mal im Ernst: ich würd den einfach machen lassen...bis er 18 ist und dann nochmal pürobieren ihm zu helfen, wenn er dann immer noch net will und nix funktioniert würd ich's wie die Amis machen: einsperren und Schlüßel wegwerfen!
                  Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                  Makes perfect sense.

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                  • #10


                    Ich weiß dieser thread ist nicht gerade neu,
                    doch immer wieder vergaß ich dies zu schreiben, aus den Augen aus den Sinn - werde in mich gehen. ()

                    in Österreich gibt es so ca. alle zwei jahre ein Schiff auf dem Jugendliche, junge Erwachsene, die so ähnlich sind wie von dir beschrieben Kira, mit sehr vielen PsychologenInnen, SozialarbeiterInnen etc. aus.

                    Mit dem Ziel diesen jungen Erwachsenen zu helfen zu sich selbst zu finden, anschließend werden sie auch noch in Wohngemeinschaften betreut.

                    Leider scheitern diese Fahrten manchmal am Geld.

                    Ich finde dies sinnvoll, und eine gute Art des "Brückenbauens", und mehr denke ich kan nicht getan werden, als Brückenzubauen, drüber gehen muß jedeR alleine.

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                    • #11
                      Vielleicht sollte man es auch einfach mal in die andere Richtung versuchen. Diese Abenteuerferien die oben erwähnt wurden, sind zwar eine pädagogische Maßnahme bei dem Minderjährigen, wirken aber auf Außenstehende nicht eben abschreckend (wobei man auch nicht sieht, dass vorher andere Mittel versucht wurden...).

                      Warum sollte man sowas nur für Straftäter anbieten, warum sollte man Menschen die nie negativ oder eventuell sogar positiv auffallen nicht die Chance geben dafür belohnt zu werden. Ich weiß, sowas sollte nicht nötig sein, aber sehen wir den Tatsachen ins Gesicht: wirkliche Uneigennützigkeit gibt es immer weniger.

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                      • #12

                        dies ist nicht nur für "Straftäter"

                        du möchtest also belohnt werden weil du der Norm entsprichst,
                        dies hat und wird vermutlich nie eine Gesellschaft belohnen,

                        weil sie es als normal ansieht,

                        ob dies fair oder unfair ist, wer weiß,

                        t´bel

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                        • #13
                          Erstmal denke ich, dass du das hier abwertest .
                          "Der Norm entsprechen" empfinde ich als ziemlich unglücklich ausgedrückt. Das klingt so, als wenn Straftäter oder Leute die nicht der Norm entsprechen, einfach aus der Norm ausbrechen wollen oder mehr als nur die Norm sein wollen.

                          Und was sollte so abwegig daran sein, Menschen auch mal für etwas positives zu belohnen... nehmen wir den Finderlohn. Wenn ich etwas finde kann ich es behalten und mich strafbar machen, oder ich gebe es zurück... wenn ich es behalte (z.B. eine Geldbörse) ist die Chance entdeckt zu werden wohl mehr als gering. Wenn ich es zurückbringe bekomme ich, als Belohnung, zumindest einen Teil des gefundenen Wertes.
                          Also: was soll so abwägig daran sein, das aufzuarbeiten. Zum Beispiel wenn man Leute belohnt die sich sozial betätigen, oder wie es immer gefordert wird "mal eingreifen"...

                          Ich gebe zu da leicht vorbelastet zu sein. Ich kann mich einfach darüber ärgern, wenn zum Beispiel das oben erwähnte Beispiel, oder Leute wie Mehmet (auch wenn die Abschiebung bei einem "unechten Türken" eindeutig falsch war) von den Medien gepushed werden, oder trotz Integrationsversuchen immer wieder straffällig... und zwar im großen Rahmen... werden. Und dann muss man mal gucken, ob diese Fälle dazu von ihrer Umwelt gezwungen werden. Ich denke, dass kein Mensch zwangsläufig "kriminell bleiben" muss (200 Straftaten bevor man straffällig ist, mehrere Integrationsversuche... du kannst mir nicht sagen, dass da nicht versucht wurde den Jungen zu integrieren und er angesichts seiner Umwelt chancenlos ist)...

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                          • #14
                            Der Knabe hat inzwischen übrigens schon wieder ein neues Verfahren am Hals wegen Nötigung.

                            Immerhin hat er im Knast offenbar Fortschritte gemacht; er randaliert nicht mehr und will seinen Hauptschulabschluss machen. Mal sehen, ob's vorhält.

                            Die Stadt Darmstadt hat sich bei diesem Fall allerdings sehr merkwürdig benommen und musste einige Kritik einstecken: Nach seiner letzten Haftstrafe wies man dem immerhin erst Sechzehnjährigen eine Wohnung in einer nicht gerade gut beleumundeten Wohnanlage zu, stattete ihn mit Taschengeld aus und überließ ihn weitgehend sich selbst. Eine nennenswerte Betreuung oder Aufsicht gab es nicht. Das ist ein glatter Fall von verletzter Aufsichtspflicht, und Volkes Zorn kochte entsprechend.

                            Wer kann sich da ernsthaft wundern, dass das natürlich wieder schiefging?
                            Macht alle mit in unserer SETI-Gruppe! Infos, wie's geht, unter: SETI. Den Erfolg unserer Gruppe könnt Ihr hier bewundern!
                            Und Tipps und Probs werden hier diskutiert

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                            • #15
                              In München gabs mal nen ähnlichen Fall. Der Junge wurde in der Presse Mehmed genannt und hatte auch einige Körper- und Eigentumsdelikte auf dem Kerbholz. Sein Strafregister war schon ellenlang als er noch unter 14 Jahre alt war. Nachdem er mit 14 wieder Mist gebaut hat, hat man ihn, da er dummerweise Ausländer war, einfach ohne seine Eltern in die Türkei abgeschoben.
                              Es ist zwar überhaupt nicht ok was er angestellt hat, aber man kann doch einen Minderjährigen doch nicht einfach in ein für ihn fremdes Land abschieben, nur weil man nicht mehr mit ihm klar kommt.
                              Er lächelte ein verklemmtes kleines Lächeln, in das Zaphod am liebsten mit einem Backstein reingehauen hätte. [...] "Im realen Universum", sagte er mit einem Lächeln, das noch sehr viel mehr nach einem Backstein schrie, "hätten Sie den Totalen Durchblicksstrudel niemals überlebt." [...] Er lächelte wieder das Lächeln, in das Zaphod am liebsten mit einen Backstein reingehauen hätte, und diesmal tat er's. - tu es!

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