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Durchstich des Gotthard-Basistunnels

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  • Durchstich des Gotthard-Basistunnels

    Ich schaue gerade auf 3Sat im Live-Programm den Durchstich dieses 57 km langen Eisenbahntunnels. Er ist nicht nur fast 10 km länger als der Ärmelkanaltunnel sondern nun auch der längste Eisenbahntunnel in Europa und derzeit längste Tunnel auf der Welt.

    Wie schon in ICE-Treff - Danke für den Hinweis freue ich mich auf die erste Zugfahrt durch den Tunnel.

    Damit haben wir in Europa nun schon drei solch extrem lange Eisenbahntunnel.
    (Lötschberg-Basistunnel mit nicht ganz 35 km kommt noch dazu.)

    Interessant sind neben der technischen Leistung und politischen Feiern auch die Veränderung der Verkehrsströme in Europa durch diesen Tunnel.

    Was mir an dem Projekt am meisten imponiert, dass man die schweizer Bevölkerung darin involviert hat und abstimmen ließ, nachdem man ausführlich informiert hat.

    Dieses Projekt beweist, dass auch in Zukunft noch Großprojekte noch ohne großen Protest möglich ist.
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    Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

  • #2
    Zitat von McWire Beitrag anzeigen
    Was mir an dem Projekt am meisten imponiert, dass man die schweizer Bevölkerung darin involviert hat und abstimmen ließ, nachdem man ausführlich informiert hat.
    hust,hust.
    Wenn wir gewusst hätten wie viel dieses Teil schlussendlich kostet, hätten wir ganz sicher nicht dafür gestimmt!

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    • #3
      Zitat von adikil Beitrag anzeigen
      hust,hust.
      Wenn wir gewusst hätten wie viel dieses Teil schlussendlich kostet, hätten wir ganz sicher nicht dafür gestimmt!
      Großprojekte kosten nun einmal viel Geld, bringen wie in diesem Fall aber auch viel.

      Man kann Projekte nicht immer nur am Geld fest machen. Ich bin über jedes großes Eisenbahnprojekt froh, da gerade in Mitteleuropa dieser Verkehrsträger seit den 1950er im Vergleich zu den Anfangsjahren zugunsten von Autoverkehr ziemlich vernachlässigt wurde.

      Das Eisenbahnnetz wurde im wesentlichen zwischen 1860 und 1940 errichtet und hat sich im Prinzip, abgesehen von einigen Hochgeschwindigkeitsneubaustrecken, seitdem nicht mehr geändert. Unsere Güter- und Nahverkehrszüge schleichen immer noch über einige topografisch suboptimale Strecken mit Geschwindigkeiten bis maximal 120 km/h.

      Nachdem Autobahnen, Bundesstraßen neu und diverse Landstraßen ausgebaut wurden, wird es mal wieder Zeit das Schienennetz zu modernisieren.

      Ich glaube mit unserer heutigen Einstellung wäre ein so flächendeckendes Eisenbahnnetz im frühen 20. Jahrhundert niemals entstanden und wir hätten noch Jahrzehnte länger Güter und Personen mit der Postkutsche transportiert.

      Selbst wenn der Tunnel 50 Mrd. Euro gekostet hätte, hielt ich ihn für richtig, weil er einfach nötig ist.
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      Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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      • #4
        Zitat von McWire Beitrag anzeigen

        Ich glaube mit unserer heutigen Einstellung wäre ein so flächendeckendes Eisenbahnnetz im frühen 20. Jahrhundert niemals entstanden und wir hätten noch Jahrzehnte länger Güter und Personen mit der Postkutsche transportiert.
        Sicherlich nicht, weil unsere heutige Einstellung ja darauf basiert, daß wir die Alternativen Auto und Flugzeug haben.
        Und würde es diese nicht geben, dann würde ein Ausbau des Eisenbahnnetz sicherlich auch heute auf eine begeisterte Zustimmung stoßen.

        Man muß das also immer in Relation sehen.
        Ein paar praktische Links:
        In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
        Aktuelles Satellitenbild
        Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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        • #5
          Zitat von McWire Beitrag anzeigen
          Großprojekte kosten nun einmal viel Geld, bringen wie in diesem Fall aber auch viel.

          Man kann Projekte nicht immer nur am Geld fest machen. Ich bin über jedes großes Eisenbahnprojekt froh, da gerade in Mitteleuropa dieser Verkehrsträger seit den 1950er im Vergleich zu den Anfangsjahren zugunsten von Autoverkehr ziemlich vernachlässigt wurde.

          Das Eisenbahnnetz wurde im wesentlichen zwischen 1860 und 1940 errichtet und hat sich im Prinzip, abgesehen von einigen Hochgeschwindigkeitsneubaustrecken, seitdem nicht mehr geändert. Unsere Güter- und Nahverkehrszüge schleichen immer noch über einige topografisch suboptimale Strecken mit Geschwindigkeiten bis maximal 120 km/h.

          Nachdem Autobahnen, Bundesstraßen neu und diverse Landstraßen ausgebaut wurden, wird es mal wieder Zeit das Schienennetz zu modernisieren.

          Ich glaube mit unserer heutigen Einstellung wäre ein so flächendeckendes Eisenbahnnetz im frühen 20. Jahrhundert niemals entstanden und wir hätten noch Jahrzehnte länger Güter und Personen mit der Postkutsche transportiert.

          Selbst wenn der Tunnel 50 Mrd. Euro gekostet hätte, hielt ich ihn für richtig, weil er einfach nötig ist.
          Da kann ich Dir leider nicht zustimmen.
          Das der Tunnel teuer wird, das wussten wir schon bei der Abstimmung darüber.
          Das die Baukosten aber immer wieder angestiegen sind, hat doch einige Leute sehr verärgert.

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          • #6
            Ratet mal wie viele "die Schweizer haben den Längsten" Sprüche ich mir gestern anhören musste...

            Das Loch ist sicherlich eine Meisterleistung der Ingenieurskunst und dürfte sich auch als nützlich erweisen.
            Was die Kosten angeht, mit derzeit veranschlagten 11.7 Mrd. Franken ist das ding garnicht mal soo Teuer. Und wenn man bedenkt was man in Deutshcland für einen einzelnen Bahnhof ausgibt, ist unsere Monsterröhre geradezu ein Schnäppchen.

            Ein Problem welches ich sehe ist, dass sich die Bauten für die Anschlüsse an die NEAT in Deutschland massiv verzögern, und in Italien hat man afaik mit vielen Infrastrukturprojekten, zu denen sich die Italiener im Rahmen der NEAT verpflichteten, noch nicht mal angefangen.
            Ohne die neuen Anschlüsse im Norden und Süden ist der neue Tunnel eigentlich nur die Hälfte wert.

            Und dann ist da natürlich immer das Problem mit der EU-Lastwagenlobby welche beim Gedanken ihre Brummis auf den Zug zu verladen und damit ihren Fahrern 6 bis 8 Ruhestunden auf den Schreiber zu geben Gift und Galle spuckt.
            Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

            - Florance Ambrose

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            • #7
              Da werden die Schweizer mal wieder konsequent sein.
              Entweder Schiene oder Außen rumm!
              Ich kann mir nicht vorstellen das "die Schweizer" so Obrigkeishörig sind wie wir.
              Da kann die LKW-Lobby maulen wie sie will.
              Einen Ansatz gab es ja auch mal bei uns, die s.g. "rollende Landstraße", na da bei uns ja jeder seinen Abgeordneten hat, ist nix draus geworden.
              Außer auf meiner HO-Anlage, aber die zählt wohl hier nicht.*gg*
              mfg


              Prix
              Ich bin der Graue / Bin Keines Freund / Keines Feind / nicht zu Kaufen / nicht zu Bitten / nicht zu Handeln / nicht zu Drohen / einfach nur der Graue.

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              • #8
                Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen

                Ein Problem welches ich sehe ist, dass sich die Bauten für die Anschlüsse an die NEAT in Deutschland massiv verzögern, und in Italien hat man afaik mit vielen Infrastrukturprojekten, zu denen sich die Italiener im Rahmen der NEAT verpflichteten, noch nicht mal angefangen.
                Ohne die neuen Anschlüsse im Norden und Süden ist der neue Tunnel eigentlich nur die Hälfte wert.

                Und dann ist da natürlich immer das Problem mit der EU-Lastwagenlobby welche beim Gedanken ihre Brummis auf den Zug zu verladen und damit ihren Fahrern 6 bis 8 Ruhestunden auf den Schreiber zu geben Gift und Galle spuckt.
                Da hast Du vollkommen recht.

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                • #9
                  Yep, und jetzt will Italien auch noch Geld von der Schweiz für den Ausbau ihrer vernachlässigten Güterfahrkehrseisenbahnen.
                  War ein Interview mit dem Verkehrsminister (glaube ich) in der Tageszeigung (daher kein Link).
                  Und am Ende ist der Bundesrat auch noch so dumm und gibt ihnen unsere Steuergelder, die dann zu zwei Dritteln in der Tasche der Mafia, oder der Politiker (ist da ein Unterschied?), versickern.

                  Das Argument unserer südlichen Nachbaren:
                  "Die Schweiz profitiert von dem Ausbau der Eisenbahn-Infrastruktur in Norditalien, also sollen die Eidgenossen auch was abdrücken."

                  Äh, Norditalien profitiert auch vom Gotthard-Basistunnel. Wieviel hat Italien beigesteuert?
                  Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                  - Florance Ambrose

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                  • #10
                    Stuttgart 21

                    Ich möchte diesen Thread wieder etwas nach oben bringen. Ich halte ihn für wichtig. Warum? Es geht um S21 und den Güterverkehr, der über die Alpen soll. Wenn ich richtig informiert bin, dient dieser Tunnel in Zukunft mit Schwerpunkt dazu, den Güterverkehr zu erleichtern. Nun kommt S21 und verschlingt enorme Summen an Geld. Dieses Geld wird dem Ausbau der „Rheintrasse“ fehlen, die dem erhöhten Güterverkehrsaufkommen auf der Schiene gerecht werden soll.
                    und bedenket / für das verstehen benötigt man antworten auf seine fragen.

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                    • #11
                      Altbekanntes Problem.
                      Weil auf der Rheinterasse Geld für Lärmschutzmassnahmen fehlt, gibt es überall Einsprachen.
                      Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                      - Florance Ambrose

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