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Biosprit E10 macht Super teurer

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  • Biosprit E10 macht Super teurer

    Im Januar sollte ja dieser ach so tolle Biosprit E10 (Kraftstoffgemisch mit 10% Bioethanol) eingeführt werden. Da die Tankstellenkonzerne Probleme mit der Umstellung haben, wird der Sprit höchstwahrscheinlich erst im Februar und danach eingeführt. Der Knackpunkt ist, dass man mal wieder einer Mogelpackung auferliegt.

    Da das Problem mit der Veträglichkeit hingehend bekannt ist, fürchtet man, dass der Biosprit zum Ladenhüter wird. Aus diesem Grund erwägt man, das Superbenzin rund 3 Cent teurer zu machen. Unter Umständen wird der Preis des Biosprit etwas höher als der Preis beim Super-Benzins liegen, da die Herstellungskosten deutlich höher sind, so dass man am Ende noch mehr für den Liter Benzin berappen müsste (zur Zeit liegt der Preis für Super-Benzin hier in meiner Region schon seit Wochen bei 1,49 €). Auch ist fraglich, ob denn der Sprit neben der CO2 Einsparung bei fossilien Rohstoffen, wirklich so Öko ist, wie man immer behauptet, da da für den Anbau naturgemäß landwirtschaftliche Nutzfläche verwendet wird bzw. neu geschaffen werden muss mit all den negativen Konsequenzen (Regenwaldrodung, höherer Wasserverbrauch, Verteuerung der Nahrungsmittel für 3. Welt Länder etc. pp). Gleichzeitig steigt auch der Kraftstoffverbrauch, da Biokraftstoff eine geringeren Wirkungsgrad hat.

    Der Stopp an der Tankstelle wird demnächst wohl deutlich kostspieliger. Die Tankstellenunternehmen wollen einem Zeitungsbericht zufolge mit der Einführung des Biosprits E10 die Preise für das alte Super erhöhen.

    Berlin - Super tanken ist schon teuer - und bald wohl noch ein bisschen teurer. Die Tankstellenunternehmen wollen offenbar die Einführung des neuen Biosprits E10 für Preisänderungen nutzen. "Wir gehen davon aus, dass das neue Super E10 günstiger angeboten werden soll als das bislang übliche Super E5. Sonst wird sich das Bio-Benzin nicht erfolgreich am Markt durchsetzen", sagte Axel Graf Bülow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands freier Tankstellen, der "Welt". Die Folge: Der Preis für das alte Superbenzin steigt.

    Hintergrund: Um die vom Gesetzgeber verlangten Quoten für die Bio-Beimischung einhalten zu können, müssten die Tankstellenbetreiber einen hohen Anteil an E10 absetzen. Sonst drohen ihnen Strafzahlungen in Millionenhöhe. Die Preisdifferenz zwischen dem neuen und dem alten Superbenzin werde bei mindestens drei Cent plus Mehrwertsteuer liegen, sagte ein Manager der Branche. Durch diesen künstlichen Preisvorteil sollten die Autofahrer dazu bewegt werden, das Superbenzin E10 zu tanken.

    Kraftstoffgemisch E10: Biosprit macht Super teurer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto
    Was ändert sich durch den neuen Kraftstoff E10? | tagesschau.de

    Also ich bin durch meinen Job leider auf das Auto angewiesen...
    R.I.P. SGU // R.I.P. STARGATE™
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    "Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt." Albert Einstein

  • #2
    Was im Artikel auch nicht drin steht, nach diversen andren Seiten kommt man mit diesem tollen E10 Sprit gar nicht so weit, wie mit normalem Super, d.h. man tankt zwar erstmal "billiger", darf dafür aber auch öfter tanken, um auf die selben km zu kommen, wie mit dem alten Sprit. Ob sich das am Ende wirklich für die Umwelt rechnet?

    ADAC über E10

    Ein Anstieg des Bioethanolanteils verteuert das Autofahren. Zum einen führt der niedrigere Energiegehalt (35% weniger als fossiler Ottokraftstoff) zu höherem Verbrauch. Zum anderen kostet die Herstellung der Biokomponenten mehr als die der zu ersetzenden mineralischen Bestandteile.
    Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

    Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

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    • #3
      Ob es sich für die Umwelt rechnet, hat mit dem Energiegehalt und dem dadurch eventuell höheren Verbrauch erstmal nichts zu tun. Vergleichen muss man natürlich aber eben nicht die Umweltbilanz von einem Liter fossilem Kraftstoff mit einem Liter Biokraftstoff, sondern die Mengen, die nötig sind um jeweils eine Kilowattstunde Endenergie rauszukriegen.
      Sollte der Biokraftstoff da besser abschneiden, müsste jede Mischung aus ihm und fossilem Kraftstoff auch eine bessere Umweltbilanz haben, selbst wenn man dadurch mehr Liter verbraucht.
      I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

      - George Lucas

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      • #4
        Aber die ganze Ackerfläche sollte lieber zur Lebensmittelerzeugung genutzt werden.

        Großer Gott! Ca. 3 Mrd. - ich wiederhole 3.000.000.000 Menschen - haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Und 1 Mrd. Menschen leiden Hunger. Wir haben größere Probleme als irgendeine Energiebilanz mit Biosprit aufzuhübschen....
        "Der Deutsche hat an und für sich eine starke Neigung zur Unzufriedenheit. Ich weiß nicht, wer von uns einen zufriedenen Landsmann kennt." - Otto von Bismarck

        "Uns, dem deutschen Volke, sind die großen Ideale zu dauernden Gütern geworden, während sie anderen Völkern mehr oder weniger verloren gegangen sind. Es bleibt nur das deutsche Volk übrig, das an erster Stelle berufen ist, diese großen Ideen zu hüten, zu pflegen, fortzusetzen." - Kaiser Wilhelm II.

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        • #5
          Nach der Logik müssten wir auf alles verzichten, bis auch der letzte Nordkoreaner genauso reich bzw. satt ist wie wir.
          Wenn ein Land die eigene Bevölkerung mit Nahrung versorgt, hat es IMHO auch das Recht den Rest in Biotreibstoff zu stecken oder an die Rindviecher zu verfüttern und somit aus viel pflanzlicher wenig tierische Nahrung zu machen.
          Außerdem schadet der Klimawandel in einigen gebieten der Landwirtschaft, was wieder zu weniger Nahrung führt und in Bangladesch säuft man womöglich ab.
          Zuletzt geändert von Leandertaler; 10.01.2011, 16:03.
          I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

          - George Lucas

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          • #6
            Gibt es eigentlich ein 10 auf der LOL Skala?

            Ich musste heute mal wieder tanken und bin zu HEM gefahren. Für 1,48 € sind das ja wieder seit Wochen ganz moderate Sprit-Preise, die man einfach ausnutzen muss.

            Dort angekommen das große Staunen: Überall auf den Zapfsäulen steht E10. Na wunderbar dachte ich mir. Ich bin dann mal kurz reingegangen und habe bei der netten Dame nachgefragt, ob es denn noch eine Säule mit normalen Super-Benzin geben würde. Ja gleich hier vorn direkt am Eingang, meinte sie daraufhin. Auf die Frage, was dieser Scheiß denn eigentlich soll, sagte sie, dass es doch allgemein bekannt sei, dass in nächster Zeit alle Tankstellen auf das neue E10 umgestellt werden. Und diese hier hat das neue E10 letzten Mittwoch bekommen. Auf meine Frage, warum es denn nur noch jeweils 1 Zapfsäule mit Super bzw. SPlus geben würde - wohlgemerkt eine von insgesamt 15 - meinte sie, dass sie darauf keinen Einfluss hätte und wenn es mir nicht gefällt, ich ja woanders tanken könnte.

            Nun traf der nächste Kandidat ein und ist dann mal eben eine Ehrenrunde gefahren, bis ich ihn darauf aufmerksam gemacht habe, dass ich gerade die einzige Zapfsäule mit Super benutze. Dieser war dann mindestens genau so begeistert wie ich, da er leider ein Auto fährt, was E10 nicht verträgt - im Gegensatz zu meinem. In der Zwischenzeit hatten sich zwei weitere Kandidaten eingefunden und reihten sich in die Warteschlange mit ein.

            Für Außenstehende muss das eigentlich ziemlich bekloppt ausgesehen haben: Überall freie Säulen und mittendrin 5 Autos, die sich eine Zapfsäule teilen - inklusive der entsprechenden Wartezeit.

            Das ist halt Deutschland...
            R.I.P. SGU // R.I.P. STARGATE™
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            • #7
              Zitat von d12 Beitrag anzeigen
              Aber die ganze Ackerfläche sollte lieber zur Lebensmittelerzeugung genutzt werden.

              Großer Gott! Ca. 3 Mrd. - ich wiederhole 3.000.000.000 Menschen - haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Und 1 Mrd. Menschen leiden Hunger.
              DIe Mrd. Menschen wird auch Hunger leiden, wenn wir unsere Ackerfläche vollkommen zur Lebensmittelerzeugung umwidmen.
              Weil unsere Lebensmittel für die viel zu teuer sind.

              Und wenn wir sie verschenken, haben wir ganz schnell noch ein paar Milliarden Hungerleider mehr durchzufüttern.

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              • #8
                Hatte man nicht früher sogar Reste verschickt und nur dafür gesorgt, dass die heimischen Bauern arbeitslos wurden und man damit noch mehr Mäuler zu füttern hatte?

                Wer wegen der verschwendeten Nutzfläche bezüglich Biosprits sauer wird, sollte dringend Vegetarier werden. Tiere verbrauchen nicht wirklich weniger Platz und verursachen eine Menge Abgase.
                "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                • #9
                  Nicht zu vergessen das Nutzrinder für 1/3 der Klimaerwährmung verantwortlich sind.

                  Aber es stimmt schon, früher wurde überflüssige Nahrung vernichtet oder verschenkt. Was unter anderen in vielen Afrikanischen Regionen dafür gesorgt hat das die dortigen Bauern arbeitslos wurden und die Menschen danach von Nahrungsmittelgeschenken abhängig waren.
                  Klimaerwärmung einmal positiv
                  Der deutsche Rechtsstaat in Aktion.

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                  • #10
                    Ob 1 Milliarde Menschen hungern oder 2, das interessiert doch kaum einen hierzulande (relativ gesehen). Unsere Getreidesilos waren die letzten Jahre übervoll und es gab keinen wachsenden Absatzmarkt mehr dafür. Die armen Menschen, die hungern müssen, können sich das Getreide ohnehin nicht leisten. Und etwas zu verschenken ist erstens fatal und zweitens auch nur eine kurzfristige Lösung.

                    E10 ist einfach eine gesteigerte Form der Verwertung von überschüssigen Anbauprodukten. Und das wird schon seit Jahren so gehandhabt. Das Super-Benzin hat auch schon seit Jahren bereits einige Prozente an Ethanol beigemischt bekommen und keiner hat sich darüber groß beschwert.

                    Ich mache mir nur sorgen, dass bei der Ethanolproduktion eben auch Kohlenstoffdioxid entsteht und dass durch die schwächere Brennstärke von Ethanol, der Verbrauch irgendwann so hoch steigen wird, dass wir überall Kohlenstoffdioxid-Schleudern rumstehen haben werden...

                    Ethanol brennt zwar leichter als das gängige Benzin, hat jedoch nunmal nicht den selben Wirkungsgrad bzw. Brennwert.
                    Biodiesel ist da eigentlich die bessere Alternative. Jedoch wäre ja das Problem mit den überfüllten Getreidesilos dann nicht gelöst, weil eben nur die Produktion von Ethanol den Absatzmarkt von Getreide und Zuckerrohr wachsen lässt.

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                    • #11
                      Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                      Die armen Menschen, die hungern müssen, können sich das Getreide ohnehin nicht leisten.
                      Ist das so? Soweit ich weiß, ist der Knackpunkt dabei, dass die EU (und USA/Kanada) mit ihren subventionierten Exportprodukten den Weltmarkt überfluten und damit die Landwirtschaft in Afrika kaputt machen bzw. kaputt gemacht haben, weil diese zu den Preisen nicht produzieren kann, es also billiger ist zu importieren. Sonnleitner fordert ja sogar noch mehr Subventionen, um Milch in großem Stil exportieren zu können.
                      Insofern sollte man lieber da mal den Hebel ansetzen.

                      Was E10 angeht, so ist mir das ganze doch sehr suspekt. Ich habe mich da jetzt nicht übermäßig informiert, aber aus ökologischer Sicht ist die Sache wohl recht zweifelhaft. Auf der anderen Seite ist es schon ein merkwürdiger Zufall, dass ausgerechnet zwei Tage nachdem die Industrie sagt, sie will E10 wieder vom Markt, ein findiger Ingenieur bei BMW bemerkt, dass der Sprit ja gar nicht verträglich sein soll.
                      "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                      • #12
                        In der NRZ stand heute ein interessanter Artikel dazu. So sollen/dürfen die Rohstoffe für E10 nur auf zertifizierten Flächen angebaut werden, aber auch dafür werden dann Wälder gerodet und Moore trockengelegt etc. Desweiteren hat eine EU-Kommission festgestellt, dass der ökologische Schaden, der zur Herstellung von E10 betrieben werden muss, den Nutzen des Endproduktes bei weitem übersteigt...
                        Zuletzt geändert von burpie; 08.03.2011, 14:48.
                        Heaven is where the police are British, the chefs are Italian, the mechanics German, the lovers French and it all is organized by the Swiss.
                        Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

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                        • #13
                          Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                          Ist das so? Soweit ich weiß, ist der Knackpunkt dabei, dass die EU (und USA/Kanada) mit ihren subventionierten Exportprodukten den Weltmarkt überfluten und damit die Landwirtschaft in Afrika kaputt machen bzw. kaputt gemacht haben, weil diese zu den Preisen nicht produzieren kann, es also billiger ist zu importieren. Sonnleitner fordert ja sogar noch mehr Subventionen, um Milch in großem Stil exportieren zu können.
                          Insofern sollte man lieber da mal den Hebel ansetzen.
                          Und das ist dieser Teufelskreis, der Schuld an der ganzen Miesere ist. Durch die subventionierte Überproduktion an Nahrungsmitteln und der aggressive Export, lohnt sich der Anbau der lokalen Bauern in ärmeren Regionen noch kaum. Bestenfalls wird für den Eigenbedarf angebaut. Hinzu kommt noch die Schweinere mit dem teuren Saatgut, aber das ist n anderes Thema. Jedenfalls geht es darum, dass die Absatzmärkte für Nahrungsmittel einfach nicht mehr so wachsen wie früher und dass durch die Spekulationen auf den Börsen, die Lebensmittel immer teurer werden, was wiederum den Absatzmarkt schmälert, weil immer weniger Menschen sich die Nahrungsmittel noch leisten können.

                          Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                          Was E10 angeht, so ist mir das ganze doch sehr suspekt. Ich habe mich da jetzt nicht übermäßig informiert, aber aus ökologischer Sicht ist die Sache wohl recht zweifelhaft. Auf der anderen Seite ist es schon ein merkwürdiger Zufall, dass ausgerechnet zwei Tage nachdem die Industrie sagt, sie will E10 wieder vom Markt, ein findiger Ingenieur bei BMW bemerkt, dass der Sprit ja gar nicht verträglich sein soll.
                          E10 wurde einfach nur stümperhaft an das Volk gebracht. Niemand wurde groß gefragt und es wurde kaum Werbung dafür gemacht. Ich denke, dass die Industrie einfach einen anderen Weg einschlagen wird, indem der Ethanolanteil im normalen Benzin langsam erhöht wird. Psychologisch und marketingtechnisch gesehen, war die Einführung von E10 ein Riesenfehler. Das wirtschaftliche Interesse an E10 ist jedoch so groß, dass ein E10-Ableger kaum vermeidbar sein wird. Dafür wird die chemische Industrie schon sorgen.

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                          • #14
                            Da ist mir direkt mal eine Nachfrage eingefallen, vielleicht weiss das ja jemand hier:

                            Schon vor Jahren hieß es immer wieder, die ganzen Subventionen in der Landwirtschaft sorgen für viel zu viel produzierte Lebensmittel, und oft kam noch die Zusatz-Info, diese würden dann schlecht und dann weggeschmissen.

                            Stimmt das überhaupt? war es jemals so, dass in der EU ein paar Tonnen an Milch, Fleisch oder Weizen wirklich erst vergammelt sind und dann auf einer Müllkippe landeten?

                            Ich meine, wenn die geschlachtete Kuh eigentlich gegessen werden sollte, dann nicht gekauft wurde und am Ende zu Tiermehl verarbeitet wird (oder heute sogar zu Energie), dann ist das ein ganz normaler Wirtschaftskreis. Rechtfertigt zwar nicht jede Subvention, aber eine Katastrophe ist es auch nicht.

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                            • #15
                              Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                              E10 wurde einfach nur stümperhaft an das Volk gebracht. Niemand wurde groß gefragt und es wurde kaum Werbung dafür gemacht. Ich denke, dass die Industrie einfach einen anderen Weg einschlagen wird, indem der Ethanolanteil im normalen Benzin langsam erhöht wird. Psychologisch und marketingtechnisch gesehen, war die Einführung von E10 ein Riesenfehler. Das wirtschaftliche Interesse an E10 ist jedoch so groß, dass ein E10-Ableger kaum vermeidbar sein wird. Dafür wird die chemische Industrie schon sorgen.
                              Zumal es keine Vorschriften der EU, aber gleichzeitig genügend Alternativen gäbe, den Umweltschutz nach Plan weiter voran zu bringen. Die Art der Einführung von E10 passt nahtlos in die Konzeptionslosigkeit unserer Bundesregierung. Das Gelabere von Röttger, E10 wäre ein Schritt, um "von solchen Leuten wie Gaddafi unabhängiger zu werden" ist doch nur noch hilflos. Was wäre denn seine Ausrede gewesen, wenn der Öl- und Spritpreis in einem Tief wäre? Genauso wie die Androhung von Strafzahlungen, falls nicht genügend E10 abgesetzt wird. Mit sowas sind die in Berlin immer schnell bei der Hand, denn man verdient sich in beiden Situationen dumm und dämlich.
                              Leider gibt es keinerlei Langzeitstudien, ob und wie E10 den Motoren tatsächlich schadet. Der Typ von BMW ist da etwas vorschnell gewesen, denn würde sich das E10 in irgendeiner Form mittelfristig durchsetzen, könnte das auf deren Verkaufszahlen zurück schlagen. Die Autobauer werden sich hüten, dagegen anzugehen, denn sie wollen auch in Zukunft Produkte an den Mann bringen. Und durch veränderte Materialen und Verarbeitung haben die Autos heute eine erheblich längere Lebensdauer als noch vor vlt 20 Jahren.
                              Ich lehne E10 ab, weil niemand zugeben wird, dass das Ethanol möglicherweise Materialien beschädigt und auch weil der Wirkungsgrad niedriger ist. Dazu kommt, dass Röttger und Brüderle nun versuchen, die Brechstange anzusetzen. Ein Trauerspiel...
                              Heaven is where the police are British, the chefs are Italian, the mechanics German, the lovers French and it all is organized by the Swiss.
                              Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

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