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Air France Flug-447-Aufklärung um/für jeden Preis?

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  • Air France Flug-447-Aufklärung um/für jeden Preis?

    Zur Erinnerung:

    Am 31.05. 2009 stürzte ein Airbus 330 der Air France auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris in einer Unwetterzone ab.

    Weitere Hintergründe gibt es auf einer Themenseite von SPON

    Da nun sowohl der Flugschreiber als auch die Voicebox geborgen wurden, werden erste Details sichtbar. Dabei wird nun auch in Richtung der Piloten ermittelt.

    Zitat von SPON
    Die Auswertung der Flugschreiberdaten hat gerade erst begonnen, aber eines scheint schon jetzt klar: Ursache für den Absturz des Air-France-Flugs AF447 sollen keine grundlegenden Mängel am Flugzeug sein. Damit rücken die Piloten und die Fluggesellschaft in den Fokus. [...]
    --> Zum Bericht auf SPON

    Einen Tag später schaut es schon wieder ganz anders aus:

    Zitat von SPON
    [...]Seit vergangener Woche liegen den französischen Ermittlern von der Flugunfalluntersuchungsbehörde BEA die Flugdaten und die Stimmenaufzeichnung aus dem Cockpit der Air-France-Maschine vor, die am 1. Juni 2009 auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris verunglückt war. Und was sich ihnen da präsentiert, scheint auf eine gleichermaßen technische wie menschliche Tragödie hinzudeuten.

    Das legen erste Informationen nahe, die aus dem Umfeld des Untersuchungsteams durchsickern. Demnach war Pilot Marc Dubois nicht in der Kanzel, als das Unglück seinen Lauf nahm. Auf den Aufzeichnungen jedenfalls soll zu hören sein, wie der 58-Jährige ins Cockpit stürzt. "Er hat den beiden Kopiloten noch Anweisungen zugerufen, um den Flieger zu retten", so ein Insider zum SPIEGEL.[...]
    Inzwischen gibt es wohl auch den Verdacht, das gezielte Indiskretionen seitens der französischen Presse Airbus aus der Schusslinie halten soll. Die Luftfahrt Show in Le Bourget steht an.

    Zitat von SPON
    [...]Am gleichen Abend meldete die Website der französischen Zeitung "Le Figaro", dass die Ermittler angeblich nicht an ein Verschulden von Airbus glauben - obwohl zu diesem frühen Zeitpunkt eigentlich niemand so weitreichende Aussagen hätte machen können.

    Handelte es sich hier um gezielte Indiskretionen? Hersteller und Airline jedenfalls haben ein dringliches Interesse, jegliche Verantwortung für den Unfall von sich zu weisen. Denn die französische Justiz ermittelt gegen beide wegen fahrlässiger Tötung. Nach dem Maß der Schuld dürften sich später die Schadenssummen für die Hinterbliebenen belaufen.
    und

    Zitat von SPON
    [...]Die beiden Konzerne haben unterdessen ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, wann der Untersuchungsbericht erscheinen soll. Airbus hätte die unliebsame Sache gern möglichst schnell vom Tisch, am liebsten noch ehe im Juni die große Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris öffnet. Dort werden viele Kaufverträge unterschrieben. "Einen solchen Absturz ohne Ursache will kein Unternehmen in seinen Büchern stehen haben", sagt William Voss, Präsident der amerikanischen Flight Safety Foundation.[...]
    Ich frage mich bei solchen Meldungen, wie es für die Angehörigen ist, solche Dinge zu lesen. Kühle Marktstrategien bei solch einer Aufklärung? Ist da noch Vertrauen genug, die Ergebnisse am Ende als wirklich authentisch anzusehen.
    Was meint ihr?
    "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
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  • #2
    Ich hasse sowieso fliegen. Früher als Kind hat es mir gefallen aber als ich älter wurde und ich von vielen Flugzeugunfällen und dem 11.9 mitbekam wurde mir ganz anders. Ich bestreite nicht, dass es das sicherste Verkehrsmittel ist, nur wenn irgendwo eine Kleinigkeit ist und sei es, dass die Räder nicht ausgefahren werden können mehr Menschen sterben als wenn ich mit meinem Auto angeschnallt mit 50 km/h gegen einen Baum fahre oder der Zug entgleisen würde. Wenn das Flugzeug explodiert haste sowieso verloren, da gibts keine Flucht im Gegensatz zum Auto oder zum Zug, dass nicht so drastisch explodiert (wenns überhaupt explodiert). Flugzeuge halten nichtmal den kleinsten Streifer aus (siehe das Flugzeugunglück mit dem ehemaligen polnischen Präsidenten). Dies hat ja auch mit dem lagernden Treibstoff in der Maschine zu tun. Deswegen bin ich froh, wenn Kerosin bald durch Brennstoffzellen ersetzt werden. So fühle ich mich einigermaßen sicherer, die Flugzeugunternehmen zahlen weniger Spritkosten und die Umwelt freut sich auch
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    • #3
      Zitat von Knörf
      Ich bestreite nicht, dass es das sicherste Verkehrsmittel ist
      Ich aber schon. Dass Fliegen das sicherste Verkehrsmittel sei, ist ein Mythos.

      Je nach Art von Zug, nach Strecke (Hochgeschwindigkeit) und nach Kriterium (transportierte Fahrgäste) sind der franz. TGV oder der japan. Shinkansen (eindeutig) sicherer. Das potentielle Risiko für tödliche Unfälle ist weit geringer, als in 10 Kilometern mit 850 km/h vor sich hinzufliegen; Todesfälle aufgrund der HGV-Zugtechnik gab es in Frankreich und Japan noch keine.

      Ausserdem meine ich gehört zu haben, dass Fahrstühle das sicherste Verkehrsmittel seien.

      Zitat von Knörf
      Deswegen bin ich froh, wenn Kerosin bald durch Brennstoffzellen ersetzt werden.


      Topic:

      Ja, was soll man dazu meinen? Würden wir davon erfahren, würden die betroffenen Behörden geschmiert werden?

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      • #4
        Zitat von Nequorta Beitrag anzeigen
        Ausserdem meine ich gehört zu haben, dass Fahrstühle das sicherste Verkehrsmittel seien.
        Und Platz 2 belegen dann Rollbänder?

        Prinzipiell (und per Definition) hast du sicherlich recht, aber ich denke automatisch an Massenverkehrsmittel - so wird des den meisten anderen wohl auch gehen, vermute ich.

        Zitat von EREIGNISHORIZONT
        Ich frage mich bei solchen Meldungen, wie es für die Angehörigen ist, solche Dinge zu lesen. Kühle Marktstrategien bei solch einer Aufklärung? Ist da noch Vertrauen genug, die Ergebnisse am Ende als wirklich authentisch anzusehen.
        Was meint ihr?
        Es wird für die Angehörigen auf jeden Fall ein bitterer Beigeschmack bleiben. Zusätzlich zur Trauer über ihren Verlust.
        LOAD "SCIFI-FORUM.DE",8,1

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        • #5
          Zitat von Nequorta Beitrag anzeigen
          Je nach Art von Zug, nach Strecke (Hochgeschwindigkeit) und nach Kriterium (transportierte Fahrgäste) sind der franz. TGV oder der japan. Shinkansen (eindeutig) sicherer. Das potentielle Risiko für tödliche Unfälle ist weit geringer, als in 10 Kilometern mit 850 km/h vor sich hinzufliegen; Todesfälle aufgrund der HGV-Zugtechnik gab es in Frankreich und Japan noch keine.
          Nach der Argumentation gibt es aber auch "das Flugzeug" nicht, sondern viele - verschieden sichere und schnelle - Flugzeugtypen und Fluggesellschaften. Auf den meisten Flugrouten hast du die Wahl.

          Die A318 und A319 hatten zum Beispiel trotz mittlerweile bis zu 15 Jahren Dienstzeit, Millionen von Flügen und Milliarden von Flugkilometern bisher keinen einzigen Zwischenfall mit Personenschaden zu vermelden. Da kann keine japanische oder französische Bimmelbahn auch nur Ansatzweise mithalten.

          Und wenn ich beispielsweise nach Madrid oder New York fliegen will, hilft es mir kaum, dass japanische und französische Züge so sicher sind.
          "Mai visto un compagno uscire dal campo senza aver dato tutto e anche di più. Siamo la squadra più straniera d’Italia, dicono. Faccio però fatica a trovare in giro per il mondo un gruppo più attaccato alla maglia del nostro." - Javier Zanetti
          ¡Pueblo no bueno! ¡Pueblo es muy mal!

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          • #6
            Zitat von Spooky Mulder
            Nach der Argumentation gibt es aber auch "das Flugzeug" nicht
            Habe ich ja deswegen spezifiziert.

            Nur ist eben das Prinzip Hochgeschwindigkeitszug genauso sicher wie das Prinzip Verkehrsflugzeug; und wenn du die Crashs der Mini-Blechdosen mit einberechnest, die auch Transportmittel sind, sieht das mit den Bimmelbahnen auch schon wieder anders aus.

            Und Frankreich und Japan können ja nichts dafür, wenn sich in Indien die Passagiere der Wagen doppelt auf den Wagendächern versammeln, deswegen von der Stromleitung erwischt werden und die Strecken in solch miesen Zuständen sind, dass es alle paar Tage zu einer Katastrophe kommt, wo dann jeweils alle Passagiere ersaufen/verrecken, weil die Fenster mit Metallgittern verschlossen sind.

            Und Australien kann ja auch nichts dafür, dass Air Kongo Regional in den Busch stürzt, weil sie mit bruchreifen Sovjet-Maschinen fliegen.

            Deswegen behaupte ich auch, dass Flugangst ziemlich rational ist: Geschieht etwas ernstes, ist der Passagier machtlos und in aller Regel 5 Minuten später tot.

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            • #7
              Zitat von Nequorta Beitrag anzeigen
              Deswegen behaupte ich auch, dass Flugangst ziemlich rational ist: Geschieht etwas ernstes, ist der Passagier machtlos und in aller Regel 5 Minuten später tot.
              Na die Chance nen AUtounfall oder Zugunfall zu überleben ist klar Höhr als einen Flugzugabsturz.
              Flugzeugunglücke sind zumeist Totalverluste.
              ETwas, das von einem "Spatz" in dr Turbine gekillt werden kann, ist alles ander als sicher
              >ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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              • #8
                Zitat von Guy de Lusignan Beitrag anzeigen
                Na die Chance nen AUtounfall oder Zugunfall zu überleben ist klar Höhr als einen Flugzugabsturz.
                Flugzeugunglücke sind zumeist Totalverluste.
                ETwas, das von einem "Spatz" in dr Turbine gekillt werden kann, ist alles ander als sicher
                Von EINEM Spatz kann ein Flugzeug sicher nicht abstürzen, es sei denn der Vogel wäre ein Brocken von 50kg
                Selbst ein Schwarm sollte kein allzu großes Problem darstellen, es sei denn bei einer zweimotorigen Maschine fallen beide Triebwerke aus, was wirklich äusserst selten vorkommt, gerade bei großen Jets. Ein viermotoriges Flugzeug kann noch mit zwei einsatzbereiten Triebwerken fliegen, selbst wenn auf einer Seite beide Triebwerke ausgefallen sind. Der Pilot steuert das Flugzeug dann, neben der normalen Steuerung, über die beiden verbliebenen Triebwerke.
                Die Triebwerke heutzutage sind extremst sicher, selbst die der Turboprop-Maschinen. Selbst wenn bei einer zweimotorigen Maschine ein Triebwerk ausfällt, kann das Flugzeug immernoch sicher landen, klar eine Notlandung meistens zum nächstgelegensten geeigneten Flughafen, nur das hört sich viel dramatischer an als es eigentlich ist. Und über dem Pazifik oder Atlantik fliegen die Flugzeuge so hoch, das kein Vogel dort zu finden ist.
                Und das Flugzeugabstürze meistens in Totalverlusten enden ist auch nicht wahr, im Gegenteil, die wenigsten tatsächlichen Abstürze sind Totalverluste, die meisten "Abstürze" sind Bruchlandungen oder Ähnliches, die relativ glimpflich ausgehen.
                Wenn also eine Boeing 747 mit 400 Passagieren an Bord abstürzt und dabei alle Insassen ums Leben kommen, so sind in den Minuten des Absturzes sicher weltweit mehr Menschen bei Autounfällen ums Leben gekommen, als bei dem Absturz selbst. Und es stürzt ja nicht alle paar Minuten ein Flugzeug ab, schon garnicht mit Totalverlust und erst recht keine modernen Passagierjets

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                • #9
                  Zitat von Borgcube Beitrag anzeigen
                  Selbst wenn bei einer zweimotorigen Maschine ein Triebwerk ausfällt, kann das Flugzeug immernoch sicher landen, klar eine Notlandung meistens zum nächstgelegensten geeigneten Flughafen, nur das hört sich viel dramatischer an als es eigentlich ist.
                  Hier auch mal ein schönes Video, das zeigt, wie routiniert Pilot und Flugsicherung heutzutage mit solchen Situationen umgehen:

                  YouTube - &#x202a;Bird through jet engine at takeoff&#x202c;&rlm;

                  Die Maschinen sind so gebaut, dass sie auch beim Ausfall eines Triebwerkes beim Start nach Erreichen der Entscheidungsgeschwindigkeit (ab dieser Geschwindigkeit ist ein Startabbruch nicht mehr möglich) noch Rotationsgeschwindigkeit und mit dieser eine sichere Manövrierhöhe für die Einleitung einer Notlandung erreichen können. Das gilt auch für vierstrahlige Maschinen (z.B. B747, A340, A380) beim Ausfall von bis zu drei Triebwerken.
                  "Mai visto un compagno uscire dal campo senza aver dato tutto e anche di più. Siamo la squadra più straniera d’Italia, dicono. Faccio però fatica a trovare in giro per il mondo un gruppo più attaccato alla maglia del nostro." - Javier Zanetti
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                  • #10
                    @Spook Mulder
                    Wenn allerdings ein grösserer Vogelschwarm bei einer zweimotorigen Maschine in der Startphase dazwischenfliegt, bist du ziemlich am Hintern...ausser der Hudson ist gerade leer und hat kaum Wellen.

                    Und wie ich erfahren habe ist die Fehlertoleranz bei der Geschwindigkeit weiter oben praktisch nicht vorhanden; wobei man auch da ja immer noch Nase leicht senken und Schub geben kann, sollten die Messer ausfallen. Die AF-Piloten waren wohl zu langsam/die Anzahl der ausgefallenen Instrumente zu gross.

                    Die Seitenleitwerke scheinen, wie's aussieht, auch immer die Schwachstelle zu sein; zieht euch mal die des AF-447-Falls rein, sieht wie abgeschnitten aus. Das gleiche habe ich mal von B737 gehört und eine AA A3xx ist ja auch wegen Versagens des Seitenruders gecrasht.

                    Trotzdem muss ich natürlich sagen, dass ertaunlich wenig Schlimmes passiert.

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                    • #11
                      Zitat von Nequorta Beitrag anzeigen
                      Und wie ich erfahren habe ist die Fehlertoleranz bei der Geschwindigkeit weiter oben praktisch nicht vorhanden; wobei man auch da ja immer noch Nase leicht senken und Schub geben kann, sollten die Messer ausfallen. Die AF-Piloten waren wohl zu langsam/die Anzahl der ausgefallenen Instrumente zu gross.
                      In großen Höhen ist in der Tat die Fehlertoleranz sehr gering, was die Geschwindigkeit angeht. Da in dieser Höhe die Luft sehr dünn ist, ist der Strömungsabriss sehr schnell vorhanden.
                      Bei dem gefürchteten "Deep Staal" ist es mit der Nase senken alleine nicht mehr getan. Die Maschine sackt einfach in ihrer fast normalen Position durch und ein Korrigieren ist da nur noch bedingt möglich, bzw hilft nicht.
                      "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                      DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
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                      • #12
                        Dies hat ja auch mit dem lagernden Treibstoff in der Maschine zu tun. Deswegen bin ich froh, wenn Kerosin bald durch Brennstoffzellen ersetzt werden.
                        Zuletzt geändert von Miles; 26.05.2011, 16:08.

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                        • #13
                          Schaut euch mal Dokus über die Hintergründe und ursachen von FLugzeugabstürzen an. Da verschwindet die Flugangst sehr schnell wieder.
                          www.planet-scifi.eu
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