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Energiegewinnung von einzelnen Gebäuden

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  • Energiegewinnung von einzelnen Gebäuden

    Da es ja schon den Atomkraftwerkthread gibt, wollte ich von euch wissen was ihr davon haltet, wenn man statt auf neue Kraftwerke mehr auf die Energiegewinnung der einzelnen Gebäude setzt. Der Staat könnte ja Photovoltaikanlagen und Windräder fürs Dach mehr fördern als jetzt und so würde jeder Hausbesitzer überlegen, sich sowas anzuschaffen. Aber auch bei Wohnhäusern, Bürokomplexe usw. könnte man nachrüsten lassen. Ich denke so würde man einige richtige Kraftwerke (Kohlekraftwerke) sparen und die Besitzer müssten auch weniger Geld an die Stromerzeuger bezahlen. Was sagt ihr dazu?
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  • #2
    Was ich dazu sage? Das hier:
    Was sind Photovoltaikanlagen?
    Nur wer vergessen wird, ist tot.
    Du wirst leben.

    ---- RIP - mein Engel ----

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    • #3
      Photovoltaik ist die Gewinnung von Strom aus Licht; die dazu nötigen Teile nennt man im Volksmund "Solarzellen".
      Grüße,
      Peter H

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      • #4
        Das Problem mit Photovoltaik ist, dass sie schrecklich ineffizient ist und es teilweise bis zu 10 Jahre dauert bis sie die bei ihrer Herstellung verschwendete Energie wieder erzeugt haben. Diese Technik lohnt sich eigentlich nur weil sie so stark subventioniert wird.

        Solarthermische Anlagen haben geringere Herstellungskosten und sind effizienter als Photovoltaik. Hierbei wird das Sonnenlicht eingefangen und gebündelt um eine Flüssigkeit (meistens Wasser) zu erhitzen, welche dann zur Stromerzeugung genutzt wird. Diese Anlagen erfordern allerdings eine gewissen Mindestgröße (sie passen nicht aufs Hausdach) und müssen häufiger gewartet werden. Trotzdem bevorzuge ich sie gegenüber Solarzellen.

        Wie schon erwähnt lohnt sich Photovoltaik in unseren Breiten nur aufgrund der Subventionierung. Solange es noch nicht gelingt die Effizienz des ganzen zu steigern, wird das auch noch eine Weile so bleiben. Aber wer weiß wie die Sache in 10 oder 20 Jahren aussieht. An der Technik wird nämlich auch eine Menge geforscht.

        Und Windräder aufs Dach ist eine ziemlich schlechte Idee. Die Dinger machen einen Heidenlärm weswegen man schon bemüht ist sie nicht direkt neben die nächste Ansiedlung zu stellen. Offshore würden sie schon Sinn machen.
        Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Großvater, nicht schreiend und heulend wie sein Beifahrer im Wagen. - Will Shriner

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        • #5
          Zitat von Schlachti Beitrag anzeigen
          Das Problem mit Photovoltaik ist, dass sie schrecklich ineffizient ist und es teilweise bis zu 10 Jahre dauert bis sie die bei ihrer Herstellung verschwendete Energie wieder erzeugt haben.
          Ohne die in den Raum geworfenen 10 Jahre überprüfen zu können (hier ist eine Seite, die spricht von zwischen 2,5 und 6 Jahren), sollte man aber noch darauf hinweisen, dass Photovoltaik-Anlagen auf eine Betriebsdauer von deutlich über 20 Jahren ausgelegt sind. Am Ende kommt da also schon deutlich mehr Energie raus als ursprünglich reingesteckt wurde.


          .
          EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

          Thorpe schrieb nach 11 Minuten und 11 Sekunden:

          Zitat von Schlachti Beitrag anzeigen
          Wie schon erwähnt lohnt sich Photovoltaik in unseren Breiten nur aufgrund der Subventionierung.
          Kann man das nicht eigentlich über fast jede Form der Energieerzeugung sagen? Eigentlich variiert doch nur die "Sichtbarkeit" für Verbraucher. Bei den EEG-geförderten Formen der Energieerzeugung wird direkt auf den Strompreis aufgeschlagen. Bei anderen Subventionierungen zahlt der Staat und damit wieder der Endverbraucher in Form von Steuern. Nur taucht das dann eben nicht auf der Stromrechnung auf...
          Zuletzt geändert von Thorpe; 16.06.2011, 10:55. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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          • #6
            Wurde dieses Thema nicht schon mehrmals und in mehreren anderen Threads durchgekaut?

            Zitat von Schlachti Beitrag anzeigen
            Das Problem mit Photovoltaik ist, dass sie schrecklich ineffizient ist und es teilweise bis zu 10 Jahre dauert bis sie die bei ihrer Herstellung verschwendete Energie wieder erzeugt haben. Diese Technik lohnt sich eigentlich nur weil sie so stark subventioniert wird.
            Mittlerweile gibt es viele verschiedene Rechnungen zu diesem Thema. Und, soweit ich mich erinnere, einzig die Rechnungen der konventionellen Stromproduzenten kommen auf Dein Ergebnis, also dass Solar teurer ist als alles andere. Gerade wenn das Thema Subventionen noch berücksichtigt wird, steht Solarkraft eigentlich relativ gut da.


            Zum Thema Herstellungsenergie würde ich aber gerne mal wissen: Was kostet denn da ein klassisches Akw oder Kohlekraftwerk? Angefangen beim verbauten Stahl bis hin zum gelieferten Brennstoff, einfach alle Energiekosten (Energie!!) zusammengezählt und verrechnet mit der produzierten Stromenergie.. wie lange dauert es dann, bis zum ersten Mal ein "+" untern Strich erscheint? Weiss dazu zufälligerweise jemand etwas?

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            • #7
              Du hast meinen Post falsch verstanden mir ging es nicht darum gegen die Solarenergie zu wettern. Nur ist Photovoltaik eben weniger effizient und teurer als andere Formen der Solarenergie. Es währe besser auf solarthermische Kraftwerke zu setzen als auf Photovoltaik.
              Und von teurer als alles andere habe ich auch nichts gesagt.

              Und was Kern- und Kohlekraftwerke angeht erübrigt sich deine Frage, da hierbei kein neues geplant ist. Wenn man bereits bestehendes weiterverwendet sind die ursprünglichen Anschaffungskosten nicht mehr wichtig.
              Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Großvater, nicht schreiend und heulend wie sein Beifahrer im Wagen. - Will Shriner

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              • #8
                Zitat von Thorpe Beitrag anzeigen
                Ohne die in den Raum geworfenen 10 Jahre überprüfen zu können (hier ist eine Seite, die spricht von zwischen 2,5 und 6 Jahren), sollte man aber noch darauf hinweisen, dass Photovoltaik-Anlagen auf eine Betriebsdauer von deutlich über 20 Jahren ausgelegt sind. Am Ende kommt da also schon deutlich mehr Energie raus als ursprünglich reingesteckt wurde.
                Bei einer "vernünftigen" Anlage (es gibt in der Branche auch schwarze Schafe, die gerne mal "günstigere" Module vertickern, die aber dafür am Ende auch noch Kosten für Sondermüllentsogung entstehen lassen) ist die Anlage nach 5 - 8 Jahren Betrieb "CO2-neutral".

                Die meisten Anlagen auf privaten Dächern werden so finanziert, das sie sich nach etwa 12 Jahren über die eingespeiste Strommenge ins Netz und der daraus resultierenden Vergütung sich selbst bezaht haben. (Das ist die vorgeschriebene EEG-Förderung, die derzeit die Stromunternehmen zahlen MÜSSEN und die bei ans Netz gehen der Anlage für 20 Jahre todsicher für den Betreiber ist, immer abhängig davon WANN man so eine Anlage in Betrieb nimmt - jemand der erst in einem Jahr beginnt kann natürlich schon niedrigere Förderung ethalten und es kann auch die Laufzeit geändert werden - allerding NICHT für bereits bestehende Anlagen!)

                Bei der angegebenen Laufzeit von 20 Jahren (was bei rennomierten Herstellern der Garantie entspricht) hat man dann noch 8 Jahre, in denen man am produzierten Strom verdient. Allerdings nur wenn die Anlage nach 20 Jahren wirklich nicht mehr funktioniert - die meisten werden eher 30 oder mehr Jahre laufen und entsprechend Energie liefern.

                Bei den Anlagenberechnungen werden übrigens auch 10% Leistungsverlust während der angenommen Laufzeit einkalkuliert, die moderne Module allerdings kaum aufweisen dürften.

                Seit letztem Jahr kann man auch die Anlagen für Eigenbedarf anmelden und somit den eingespeisten Strom direkt mit dem eigenen Stromverbrauch zu verrechnen - ob sich das eher rentiert muss der Finanzberater der finanzierenden Bank ausrechnen.

                Und vor Hagel, Blitzschlag etc. muss man sich bei den Anlagen auch kaum sorgen machen, da bei eiener Finanzierung die Bank (die ja quasi ihr Geld über den produzierten Strom zurückbekommt) sowieso darauf achtet, dass über die Laufzeit eine entsprechende Versicherung besteht, die entsprechende Schäden und vor allem auch die während der Reparatur ausfallende Stromeinnahmen bezahlen.

                Was nach 5 bis 8 Jahren mal kaputt gehn kann, ist der Wechselrichter, was bei einer vernünftigen Planung aber im Vorfeld bereits mit in die Laufzeit einberechnet wird.

                Alles in allem rentiert sich so eine Anlage sehr wohl, das technische Hauptproblem ist aber immer noch nicht gelöst - und zwar das Speichern des erzeugten Stromes. Ausserdem müssen wir auch mit den Rohstoffen für diese Anlagen haushalten.
                Grüße,
                Peter H

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                • #9
                  Zitat von Schlachti Beitrag anzeigen
                  Und was Kern- und Kohlekraftwerke angeht erübrigt sich deine Frage, da hierbei kein neues geplant ist. Wenn man bereits bestehendes weiterverwendet sind die ursprünglichen Anschaffungskosten nicht mehr wichtig.
                  Warum ist es dann für Solarzellen wichtig, die halten auch deutlich länger. Ich gehe einfach mal davon aus, dass die Technik durchaus so weit ist, dass man Solarzellen bauen kann, die so lange halten, wie es dauert, bis bei einem Kohlekraftwerk die Wartungskosten die Baukosten überholt haben.

                  Also, zum besseren Verständnis:

                  Lebenszeit einer Solarzelle mit hervorragender Qualität = Dauer bis (Kohlekraftwerk.Baukosten = Kohlekraftwerk.Wartungskosten)


                  Egal, ob man die Kosten nun in Energie oder Geld misst.

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                  • #10
                    eine andere Alternative wären Erdwärmepumpen bzw.Anlagen.Da ist Deutschland sogar Enwicklungsland.In Schweden werden fast 90% aller Heizungen mit Erdwärme betrieben.
                    "Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion." Voltaire

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                    • #11
                      Wesentlich effektiver wäre es, wenn man endlich mal mit der Gebäudedämmung vorankäme. Was da an Energie durch die Fenster, durchs Dach und die Wände rausgeheizt wird, kann man mit keiner Solaranlage oder Windrad auf dem Dach wieder reinholen. Wenn man es schaffen würde, den Wohnungsbestand auf Niedrigenergie- oder Passivhausstandard zu bringen wäre das CO2 Problem schon halb gelöst.

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                      • #12
                        Ich finde diese Idee gut unter unterstütze diese schon lange. Den wenn man alle Dachflächen mal zusammen nimmt die fast nutzlos rum stehen, könnte man viel Megawatt PV erzeugen.
                        Und dann kann sich jede Gemeinde wie Prenzlau selber versorgen mit Strom auch im Winter. Klar in Kompilation mit Gaskraftwerken, Windkraftanlagen ect.

                        Erschreckend ist auch wie viele schlecht über aktuelle PV Module Bescheid wissen, ineffizient ist immer relativ, den es kommt drauf an welche und zu welchen Einsatzzweck sie genutzt werden oder wie deren Ausrichtung ist. Auf der Intersolar konnte man diese schön nachvollziehen dieses Jahr.
                        "Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird hat er das Anrecht auf ein Stück Land, das Ihm ernähren kann. Wenn aber alles Land schon aufgeteilt ist unter wenigen, die meine das sei Ihr Eigentum, dann muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser Ausgleich ist ein Grundeinkommen, für diejenigen die kein eigenes Land mehr haben und sich nicht selbst versorgen können"

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                        • #13
                          Zitat von Chloe Beitrag anzeigen
                          Wesentlich effektiver wäre es, wenn man endlich mal mit der Gebäudedämmung vorankäme.
                          Gerade bei Neubauten hat sich da schon einiges getan. Das konnte ich in den letzten Jahren sehr gut bei Neubauten im Familienumfeld beobachten. Und natürlich muss ein Haus, welches durch gute Dämmung wenig (speziell Heizenergie) ungenutzt nach außen verpuffen lässt, nicht auf die Möglichkeit verzichten, z.B. durch eine PV-Anlage auf dem Dach auch selbst noch Energie zu erzeugen.

                          Zitat von Chloe Beitrag anzeigen
                          Wenn man es schaffen würde, den Wohnungsbestand auf Niedrigenergie- oder Passivhausstandard zu bringen wäre das CO2 Problem schon halb gelöst.
                          Da müssen einfach Förderprogramme her (und sollen ja wohl auch kommen). Nur so bekommt man es hin, dass auch bestehende Gebäude entsprechend saniert werden.

                          Zitat von kosmoaffe
                          eine andere Alternative wären Erdwärmepumpen bzw.Anlagen.Da ist Deutschland sogar Enwicklungsland.In Schweden werden fast 90% aller Heizungen mit Erdwärme betrieben.
                          Yep, mein Bruder heizt in seinem vor ein paar gebauten Haus mit einer Erdwärmepumpe. Der für den Betrieb der Pumpe erforderliche zusätzliche Strombedarf schlägt die im Vergleich dazu für andere Heizungsarten anfallenden Kosten um Längen, gerade wenn man es z.B. mit den immer weiter steigenden Heizölpreisen vergleicht.

                          Zitat von RTW112
                          Ich finde diese Idee gut unter unterstütze diese schon lange. Den wenn man alle Dachflächen mal zusammen nimmt die fast nutzlos rum stehen, könnte man viel Megawatt PV erzeugen.
                          Ich würde Dächer niemals als "nutzlos" bezeichnen, gerade bei Regen sind sie sogar ausgesprochen nützlich (sorry, konnte mir das nicht verkneifen ).

                          Aber "ungenutzt" sollte man all diese Flächen trotzdem nicht lassen. Persönlich hoffe ich ja, dass in nicht allzu ferner Zukunft, PV auf dem Dach eine Normalität wird. Vielleicht sogar so normal, dass man vielleicht mal dahin kommt, Dächer von vornherein mit PV-Modulen zu decken, anstatt mit den bisher üblichen Dachziegeln?

                          Zum Thema PV und Dachziegel bin ich diese Woche dann noch auf einen absurden Artikel in unserer Lokalzeitung gestoßen. Bei uns in der Innenstadt soll eine bereits installierte PV-Anlage auf Anweisung der Stadtverwaltung wieder entfernt werden, weil das fragliche Hausdach mit roten Dachziegeln gedeckt ist.

                          Grund ist irgendeine obskure Bauvorschrift bei uns, dass Dächer entweder mit roten oder schwarzen Dachziegeln gedeckt sein müssen. Mischungen sind nicht erlaubt, andere Farben ebenso wenig. Jetzt sind die PV-Platten allerdings nicht rot (sondern eben in der Farbe, die PV-Platten nun mal haben). Daher erging jetzt wohl die Anweisung die PV-Anlage wieder zu entfernen.

                          Hintergrund dieser Vorschrift ist angeblich, dass damit das Gesamtbild der historischen Altstadt bewahrt werden soll. Dummerweise ist genau das fragliche Gebäude weder historisch (oder gar denkmalgeschützt), noch fügt es sich sonst wie in ein historisches Gebäudeensemble ein. Direkt neben an steht z.B. ein ziemlich hässliches Gebäude in 70er-Jahre-Fertigbau-Optik. Einfach zum Kopfschütteln sowas...

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                          • #14
                            @Knörf
                            Was hältst du eigentlich von Photovoltaikanlagen auf Dächern? Wenn du einen Thread öffnest stellst du immer nur Fragen an die anderen gibst aber nie deine eigene Meinung zum Thema preis und meldest dich später auch nicht mehr im Thread.
                            Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Großvater, nicht schreiend und heulend wie sein Beifahrer im Wagen. - Will Shriner

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                            • #15
                              Zum thema Effiziens der Solarzellen:
                              Also natürlich stimmt es, das sich Solarzellen irgendwan sogar ziehmlich stark rechnen, sowie im Finanziellem als auch im Energietechnischen Sinne. Gerade bei den Finanzen ist das Problem, dass sich sowas erst nach 10-20 Jahren rechnet, genau das selbe ist auch bei beispielsweise Wärmepumpen das Problem. Für Leute, die ein Haus neu bauen, fällt sowas kaum ins gewicht, aber für die, die schon länger nen Haus haben und das nachrüsten könnten, is das en ziehmlicher Hinderungsgrund. Denn Solarzellen oder noc vielmehr Erdwärmepumpen kosten einfach ziehmlich viel und rechnen sich deshalb erst sehr weit in der Zukunft.

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