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Wenn Eltern jung sterben...

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  • Wenn Eltern jung sterben...

    In meinem Bekanntenkreis gibt es etwas, das mich jetzt schon seit Tagen beschäftigt:

    Der Vater zweier Kinder, die nicht viel älter sind als meine - der jüngere ging bis letztes Jahr sogar noch in die gleiche Kindergartengruppe wie meine große - hat Krebs im Endstadium und wird nicht mehr lange leben. Er will aber nicht, dass seine Kinder (7 und 9 Jahre alt) davon erfahren.

    Ich bin innerlich ziemlich zerrissen, ob ich das nun gutheißen soll, oder ob es besser wäre, ihnen die Wahrheit zu sagen.

    Was er ihnen erspart ist natürlich die Angst und das Leid im Vorfeld. Andererseits nimmt er ihnen so die Möglichkeit, sich zu verabschieden und er stirbt mit einer Lüge. Im Endeffekt kann das dazu führen, dass sie ihm deshalb böse wären eines Tages, aber andererseits meint er es natürlich nur gut mit ihnen.

    Angenommen, ihr wärt in dieser Situation, wie würdet ihr damit umgehen?
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
    endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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  • #2
    Ich kann den Vater verstehen.
    Für Kinder diesen Alters ist die Trauer und Abschiedsarbeit noch lange nicht so zu leisten, wie das Erwachsene tun. Wie soll ein Siebenjähriger mit der Aussicht umgehen, daß sein Vater nur noch so wenig Zeit hat? Er wird diese geringe Zeit sicher nicht dazu nutzen können, sich zu verabschieden, sondern sich schlimmsten Falls sogar zurückziehen.
    Ich versuche mich in meine Kindheit hinein zu versetzen und glaube, ich hätte es in diesem Alter auch nicht wissen wollen und wäre im nachhinein niemals enttäuscht oder wütend gewesen, wenn mein Vater so gehandelt hätte.

    Natürlich ist aber jeder Mensch und jedes Kind anders. Hier kann man nur darauf vertrauen, daß der Vater seine Kinder gut genug kennt, um die richtige Entscheidung zu treffen.
    Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
    Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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    • #3
      Die wissen aber doch, dass er krank ist? Krebs im Endstadium lässt sich ja nicht so gut verbergen, oder doch?

      Als ich neun war, ist meine Großmutter an Krebs gestorben. Ich habe das nicht wirklich verstanden. Wir haben sie jeden Sonntag besucht, Tod und Krankeit habe ich aber nicht wirklich realisiert.

      Wenn der Vater bzw. die Eltern das für richtig halten, dann soll es so sein. Trotzdem sollte man den Kindern die Möglichkeit geben, sich zu verabschieden, wenn der Moment sich nähert.
      When I was a boy we had a dog. One day, we took it to the park. Our dad had warned us how fast that dog was, but... we couldn't resist.So, my brother took off the leash, and in that instant, the dog spotted a cat. Well, he just sat down, bored. Guess cats weren't his thing.

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      • #4
        Es ist falsch, völlig falsch!
        Meine Mutter starb kurz vor meinem zehnten Geburtstag und meine Eltern haben mich um die letzten 3 Wochen von ihr betrogen. Ich konnte nicht von meiner Mutter Abschied nehmen und das habe ich meinen Eltern nie verziehen!

        Ich würde sogar empfehlen, schon einen Jugend-Psychotherapeuten heranzuziehen.
        Der überlebende Elternteil ist sowieso dann überfordert, weil es dann um existenzielle Probleme geht, bei denen in dem Fall die Mutter selber Hilfe brauchen wird.
        Wenn man bis zum letzten Moment "heile Welt vorgaukelt" ist der Absturz für die Kinder um so schlimmer.

        Vor etwa einem Jahr musste ich einer etwa 20-jährigen Tochter einer todkranken Mutter klarmachen, dass sie mit ihrem Vater die letzten Tage nutzen muß um Abschied zu nehmen und dass sie danach die Rolle als Ersatzmutter für ihre kleinen Geschwister (im Grundschulalter) übernehmen muß.
        Das Erschreckende daran war, dass es anstatt von ein paar Wochen nur noch 2 Tage waren.
        Wer in so einer entsetzlichen Situation ist, braucht jemanden der die unerträgliche Wahrheit ausspricht, damit die Betroffenen nicht wie gelähmt sind.
        Zuletzt geändert von Thomas W. Riker; 13.01.2014, 17:01.
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        • #5
          Zitat von Spocky Beitrag anzeigen

          Angenommen, ihr wärt in dieser Situation, wie würdet ihr damit umgehen?
          ganz ehrlich...das ist so schrecklich das ich es mir wirklich nicht vorstellen kann/mag.

          Klar..auch für mich wenn ich sterben muss...aber mir zerreist es das noch viel mehr das Herz daran zu denken das meinem Sohn sowas schlimmes (wie seinen Vater durch sowas zu verlieren) passiert.

          Diese Geschichte macht mich traurig...und ich wünsche der Familie deines Bekannten alles gute und viel Kraft !
          http://www.titanic-magazin.de/news/e...der-witz-7003/

          https://www.campact.de/ttip/

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          • #6
            Puh, das ist aber ein sehr schlimmes Thema!

            Ich habe da zum Glück keine persönlichen Erfahrungswerte und auch eine professionelle Fachkenntnis, aber ich würde es aus dem Bauch heraus so sehen wie Thomas W. Riker und auf jeden Fall professionelle Hilfe hinzuziehen. Zumindest sich erkundigen sollte man schon.
            Flassbeck Economics | Keynes-Gesellschaft | Steve Keen's Debtwatch

            "It is better to die for an idea that will live, than to live for an idea that will die." - Steve Biko

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            • #7
              Zitat von Spocky Beitrag anzeigen

              Angenommen, ihr wärt in dieser Situation, wie würdet ihr damit umgehen?
              Mir ist nicht klar ob Du Deine oder seine meinst. Wäre ich seiner Situation würde ich mich wohl wie dein Bekannter verhalten.
              Je nachdem wie gut Du ihn kennst kannst du ihm ja aber deine Bedenken an seinem Vorgehen erklären.

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              • #8
                Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                Puh, das ist aber ein sehr schlimmes Thema!
                Nein, ist es nicht. Der Tod gehört dazu, ist allgegenwärtig. Was es zu einem schwierigen Thema macht, ist einfach der Umstand, daß der Sterbende hier eine Wahl hat, wie er seinen Tod "organisatorisch" verarbeitet, statt - wie es in vielen anderen Fällen ist, wenn Eltern jung sterben - plötzlich per Unfall aus der Welt gerissen zu werden. Und eine Entscheidung kann halt nachher/irgendwann von den Mitbetroffenen kritisiert werden, anders als beim Unfall.

                Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                Ich habe da zum Glück keine persönlichen Erfahrungswerte und auch eine professionelle Fachkenntnis, aber ich würde es aus dem Bauch heraus so sehen wie Thomas W. Riker und auf jeden Fall professionelle Hilfe hinzuziehen. Zumindest sich erkundigen sollte man schon.
                Tendeziell würde ich hier auch zustimmen, aber nicht pauschal. Gegen die Lüge spricht vor allem, daß es eine Lüge ist. Aus einer Lüge entsteht Vertrauensverlust, und mit dem muss nachher die Mutter leben. Ausserdem wird den Kindern wie gesagt die Chance auf einen Abschied verwehrt. Obendrein sind die "war doch nur gut gemeint"-Lügen sehr oft die schlimmsten, was den Vertrauensfaktor angeht.

                Dafür spricht aber, daß es Menschen gibt, die nicht gut Abschied nehmen können, Kinder in dem Alter dadurch sogar traumatisiert werden können. Hier gilt für mich: engagierte Eltern kennen ihre Kinder immer noch am Besten und liegen in der Entscheidung, was besser für diese ist, meistens richtig.

                Was Spocky in der Situation angeht, hängt das sehr davon ab, wie er selbst "Bekannter" definiert. Für einige sind "Bekanntenkreis" und "erweiterter Freundeskreis" nahezu identisch, andere benutzen "Bekanntenkreis" für die Gruppe Menschen, mit den man beim Sehen ein bisschen Small Talk betreibt - wo auf der Skala sich der Betroffene für Spocky befindet, weiß nur Spocky. Falls es eher Richtung Freundeskreis tendiert: besonders in Extremsituationen brauchen Freunde öfter mal einfach nur Hiulfe und Unterstützung statt Diskussionen, egal, wie man selbst zu einer Sache steht.
                Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

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                • #9
                  Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
                  Es ist falsch, völlig falsch!
                  Meine Mutter starb kurz vor meinem zehnten Geburtstag und meine Eltern haben mich um die letzten 3 Wochen von ihr betrogen. Ich konnte nicht von meiner Mutter Abschied nehmen und das habe ich meinen Eltern nie verziehen!
                  Sehr schwierige Situation.
                  Ich sehe das aber auch so wie TWR; die Kinder sollten sich verabschieden können.

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                  • #10
                    Zitat von T`Pau Beitrag anzeigen
                    Ich kann den Vater verstehen.
                    Für Kinder diesen Alters ist die Trauer und Abschiedsarbeit noch lange nicht so zu leisten, wie das Erwachsene tun. Wie soll ein Siebenjähriger mit der Aussicht umgehen, daß sein Vater nur noch so wenig Zeit hat? Er wird diese geringe Zeit sicher nicht dazu nutzen können, sich zu verabschieden, sondern sich schlimmsten Falls sogar zurückziehen.
                    Ich versuche mich in meine Kindheit hinein zu versetzen und glaube, ich hätte es in diesem Alter auch nicht wissen wollen und wäre im nachhinein niemals enttäuscht oder wütend gewesen, wenn mein Vater so gehandelt hätte.

                    Natürlich ist aber jeder Mensch und jedes Kind anders. Hier kann man nur darauf vertrauen, daß der Vater seine Kinder gut genug kennt, um die richtige Entscheidung zu treffen.
                    Natürlich wird er die Kinder besser kennen. Wenn ich an die Zeit bei mir zurück denke, so starb mein Uropa als ich 5 war und ein Onkel als ich 7 war. Ich kann mich an beide Fälle jetzt auch nur sehr grob erinnern, bei meinem Onkel weiß ich noch, wie meine Mutter von ihrer Schwester angerufen hat, die ihr sagte, dass ihr Mann gestorben sei. An ein wirklich großes Trauerempfinden kann ich mich für beide nicht erinnern.

                    Später bei meinem ersten Opa war ich dann auch schon 23 und es war auch vorher klar, dass er sterben würde. Allerdings hieß es, er habe noch etwa 2 Wochen und als es dann doch nur 3 Tage waren, habe ich sehr bedauert, dass ich nicht mehr bei ihm war (ich hatte das für den nächsten Tag eingeplant). Allerdings war das natürlich meine eigene Schuld.

                    Zitat von endar Beitrag anzeigen
                    Die wissen aber doch, dass er krank ist? Krebs im Endstadium lässt sich ja nicht so gut verbergen, oder doch?
                    Ich selbst hab ihn noch nicht gesehen, aber meine Frau meinte, er sehe sehr schlimm aus. Ich kann mir also nicht vorstellen, dass seine Kinder gar nichts merken.

                    Als ich neun war, ist meine Großmutter an Krebs gestorben. Ich habe das nicht wirklich verstanden. Wir haben sie jeden Sonntag besucht, Tod und Krankeit habe ich aber nicht wirklich realisiert.

                    Wenn der Vater bzw. die Eltern das für richtig halten, dann soll es so sein. Trotzdem sollte man den Kindern die Möglichkeit geben, sich zu verabschieden, wenn der Moment sich nähert.
                    Wie gesagt, mit 5 bzw. 7 hab ich das auch noch nicht verstanden. Ich weiß allerdings nicht, wann das genau beginnt und wahrscheinlich ist das sowieso von Kind zu Kind unterschiedlich.

                    Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
                    Es ist falsch, völlig falsch!
                    Meine Mutter starb kurz vor meinem zehnten Geburtstag und meine Eltern haben mich um die letzten 3 Wochen von ihr betrogen. Ich konnte nicht von meiner Mutter Abschied nehmen und das habe ich meinen Eltern nie verziehen!

                    Ich würde sogar empfehlen, schon einen Jugend-Psychotherapeuten heranzuziehen.
                    Der überlebende Elternteil ist sowieso dann überfordert, weil es dann um existenzielle Probleme geht, bei denen in dem Fall die Mutter selber Hilfe brauchen wird.
                    Wenn man bis zum letzten Moment "heile Welt vorgaukelt" ist der Absturz für die Kinder um so schlimmer.

                    Vor etwa einem Jahr musste ich einer etwa 20-jährigen Tochter einer todkranken Mutter klarmachen, dass sie mit ihrem Vater die letzten Tage nutzen muß um Abschied zu nehmen und dass sie danach die Rolle als Ersatzmutter für ihre kleinen Geschwister (im Grundschulalter) übernehmen muß.
                    Das Erschreckende daran war, dass es anstatt von ein paar Wochen nur noch 2 Tage waren.
                    Wer in so einer entsetzlichen Situation ist, braucht jemanden der die unerträgliche Wahrheit ausspricht, damit die Betroffenen nicht wie gelähmt sind.
                    Das ist halt auch das, was ich befürchte. Ich kann mich da allerdings nicht einmischen, da es mir nicht zusteht, mich da einzumischen.

                    Von einem anderen Fall, wo es nicht primär um den Tod ging, weiß ich, dass ein verheimlichtes tragisches Vorkommnis schon entzweien kann. Bei einem Freund von mir hatten sich die Eltern scheiden lassen, aber sie haben ihren Kindern trotzdem heile Welt vorgegaukelt. Es wurde immer nur gesagt, deine Mutter ist im Moment einfach beruflich sehr viel unterwegs. Er hat das dann eher durch Zufall genau ein Jahr nachdem die Scheidung durch war erfahren und konnte das seiner Mutter auch nie verzeihen, nicht mal, als sie später dann mit Krebs im Sterben lag.

                    Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
                    ganz ehrlich...das ist so schrecklich das ich es mir wirklich nicht vorstellen kann/mag.

                    Klar..auch für mich wenn ich sterben muss...aber mir zerreist es das noch viel mehr das Herz daran zu denken das meinem Sohn sowas schlimmes (wie seinen Vater durch sowas zu verlieren) passiert.

                    Diese Geschichte macht mich traurig...und ich wünsche der Familie deines Bekannten alles gute und viel Kraft !
                    Mich macht das auch sehr traurig, vor allem, weil es ein prima Kerl ist. Bei Kindergartenfesten waren wir immer zusammen hinter dem Grill und er hat auch sonst immer sehr viel freiwillig für den Kindergarten gemacht.

                    Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                    Mir ist nicht klar ob Du Deine oder seine meinst. Wäre ich seiner Situation würde ich mich wohl wie dein Bekannter verhalten.
                    Je nachdem wie gut Du ihn kennst kannst du ihm ja aber deine Bedenken an seinem Vorgehen erklären.
                    Ich meine schon seine Situation. Mir liegt es auch fern, einem Sterbenden seinen letzten Wunsch zu verwehren und ich will nicht das letzte Stückchen KRaft, das er noch hat auf etwas bündeln, was ihm ein schlechtes Gefühl bereiten könnte.
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                    • #11
                      Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
                      Wenn man bis zum letzten Moment "heile Welt vorgaukelt" ist der Absturz für die Kinder um so schlimmer.
                      Nachvollziehbar, aber was ist mit dem Sterbenden? Wenn man den Tod vor Augen hat, ist es nicht leicht, seine eigenen Kinder leiden zu sehen, und der damit stetige Gedanke an den Tod kann auch die Angst beim Kranken verstärken. Der Sterbende möchte vielleicht die heile Welt noch so lange wie möglich erleben.

                      Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man die Kinder vorbereiten sollte.
                      "A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. " (Leonard Nimoy)

                      Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen. (Seneca)

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                      • #12
                        Eltern sind dazu da ihre Kinder auf das Leben vorzubereiten und Werte zu vermitteln:
                        Liebe, Vertrauen, Wahrheit und Umgang mit Problemen.
                        Ihnen eine heile Welt vorzuspielen ist ein Vertrauensbruch, den die Eltern im vorliegenden tragischen Fall nicht mehr gutmachen können und der auch das Verhältnis von Kindern und der weiterlebenden Mutter auf Dauer belasten wird.

                        Wie sehr das mich belastet hat, habe ich erst nach dem Tod meines Vaters, 25 nach dem Tod meiner Mutter verstanden.
                        Früher hat der Tod Großfamilien verbunden, oft auch noch die Nachbarn oder das Dorf.
                        Da war das kein Tabu-Thema und wenn Trauernde damit offen umgehen finden sie auch Menschen die ihnen in der Situation helfen.
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                        • #13
                          Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
                          Es ist falsch, völlig!
                          Es ist natürich nicht toll, dass dir so etwas widerfahren ist und du deinen Eltern das nie verziehen hast, dennoch ist jedes Kind, jede Person anders. Das Vorgehen von Spookys Bekannten daher so zu verurteilen halte ich nicht für richtig. Vielleicht können dessen Kinder später bei reflektierter Betrachtung mit dieser "Lüge" umgehen, sie sogar verstehen... weisst du das? Ich denke, das kann hier keiner von uns beurteilen, da wir weder den Bekannten noch die Kinder kennen und eigentlich kaum Informationen haben. Noch wissen wir, wie reif die Kinder sind. Ob sie wissen bzw. verstehen würden, was da vor sich geht.

                          Eventuell bekommen die Kinder ja noch Zeit sich zu verabschieden. Wir wissen hier ja nicht, wie weit vor dem "Ende" Spocky bekannter ist.

                          Die Frage ob das in dem speziellen Falle richtig oder falsch ist, ist kaum beantwortbar. Wir können nur diskutieren, wie wir selbst handeln würden.
                          "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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                          • #14
                            Bevor ich hier was zum Thema schreibe, möchte ich noch auf einen Beitrag von Spocky antworten:

                            Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                            Natürlich wird er die Kinder besser kennen. Wenn ich an die Zeit bei mir zurück denke, so starb mein Uropa als ich 5 war und ein Onkel als ich 7 war. Ich kann mich an beide Fälle jetzt auch nur sehr grob erinnern, bei meinem Onkel weiß ich noch, wie meine Mutter von ihrer Schwester angerufen hat, die ihr sagte, dass ihr Mann gestorben sei. An ein wirklich großes Trauerempfinden kann ich mich für beide nicht erinnern.

                            Später bei meinem ersten Opa war ich dann auch schon 23 und es war auch vorher klar, dass er sterben würde. Allerdings hieß es, er habe noch etwa 2 Wochen und als es dann doch nur 3 Tage waren, habe ich sehr bedauert, dass ich nicht mehr bei ihm war (ich hatte das für den nächsten Tag eingeplant). Allerdings war das natürlich meine eigene Schuld.
                            Dann muss ich dir folgendes sagen: ich hatte im Gegensatz zu dir dann eher "Glück"? Oder doch eher "Pech"? Man kann es drehen und wenden wie man will, man kommt bei diesem Thema nie zu einem grünen Zweig! Bei mir war es ja so: meine Grossmutter väterlicherseits verlor ich als ich schon 25 war! Also Kind war ich nicht mehr! Meine Urgrossmutter starb als ich schon 28 war! Und ich war bei Beiden sehr traurig ! Meine Urgrossmutter starb plötzlich, wie bei einem Unfall! Meine Grossmutter starb nach langer Krankheit, ich wusste also, dass sie sterben würde! Aber kurz davor war ich auch nicht mehr bei ihr ! Dies war aber nicht meine eigene Schuld, denn ich wohnte sehr weit von ihr weg und hatte keinen Führerschein!


                            Jetzt zum Thema: dies ist ein sehr schwieriges und auch schweres Thema! Ich steh hier klar hinter der Antwort von TWR, denn ich würde es gerne wissen was los ist! Ich hätte mich sehr gerne verabschiedet von meiner Grossmutter und auch von meiner Urgrossmutter wenn ich die Chance gehabt hätte! Ausser ich wäre noch so jung gewesen, dass ich es nicht wahrgenommen hätte, also so in den ersten 3, 4 Jahren !
                            Ich hab da ein ganz mieses Gefühl!!!!
                            Magierin: Ich sleudere den Fffeuerball dem Drachen entgegen
                            There's a Rainbow inside my Mind
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                            • #15
                              Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
                              Nein, ist es nicht. Der Tod gehört dazu, ist allgegenwärtig.
                              Und? Deswegen muss es nicht "nicht schlimm" sein. Zumal es zumindest in Deutschland nicht "allgegenwärtig" ist, dass Kinder mit 7 Jahren ihre Eltern verlieren.
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