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Steuererklärung: Steuerberater/Buchhalter oder doch selbst?

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  • Steuererklärung: Steuerberater/Buchhalter oder doch selbst?

    Ich weiß, ein furchtbar langweiges Thema, dennoch wollte ich ein paar Fragen diesbezüglich stellen.

    1. Welches Programm kann man für die Einkommensteuer ruhigen Gewissens empfehlen? Meines Wissens soll Elster da recht gut sein.

    2. Welches Programm kann man für die Einkommensteuer & Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit empfehlen? Ich habe gehört, dass WISO da wohl besser geeignet sein soll als Elster.

    3. Steuerberater: Zu teuer. Ich habe ein Angebot von einem Steuerberater erhalten, der von mir 475 € zzgl. Vorsteuer haben möchte, um meine Steuererklärung aus selbstständiger und nicht selbstständiger Arbeit zu erstellen. Ich bin fast vom Stuhl gefallen. Liegt dieser Wert im Durchschnitt?

    Wie sind eure Erfahrungen dahingehend?
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    #Krümelchen2018

    Avasarala:
    "Es fällt mir schwer zu glauben, dass ein Mars-Marine allein vom Sitzen auf einem Stuhl erschöpft ist."

  • #2
    Als Doktorand in Dtl war ich beim Lohnsteuerhilfeverein. Gegen eine Jahresgebühr <100 Euro (in meinem Fall) muss man Mitglied werden, dafür bekommt man eine fertige Steuererklärung.
    Allerdings ist das nur bei Einnahmen aus "nichtselbstständiger" Arbeit erlaubt.
    Jedoch gibt es auch da Ausnahmen, zB für "Einkünfte aus gelegentlicher Vermittlung" oder "private Veräußerungsgeschäfte", wenn 13000 Euro/Jahr nicht überschritten werden.

    Es kommt also darauf an, was du mit "selbstständiger Tätigkeit" meinst.

    Beratung, Leistung, Kosten | NVL - Neuer Verband der Lohnsteuerhilfevereine e. V.
    .

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    • #3
      Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
      3. Steuerberater: Zu teuer. Ich habe ein Angebot von einem Steuerberater erhalten, der von mir 475 € zzgl. Vorsteuer haben möchte, um meine Steuererklärung aus selbstständiger und nicht selbstständiger Arbeit zu erstellen. Ich bin fast vom Stuhl gefallen. Liegt dieser Wert im Durchschnitt?
      Bei diesem Punkt solltest du dir sicherheitshalber noch von anderen Steuerberatern Angebote einholen lassen, nicht nur von großen Kanzlein, sondern auch mal von kleineren. Denn auch wenn die zu erledigende Arbeit bei jedem wohl die selbe wäre, bei der Rechnungslegung gibt es da noch eine Tabelle, an der sich die Steuerberater orientieren müssen und während sicher viele gern am oberen Ende der jeweiligen Kategorie schauen, gilt das nicht für alle und es ist sehr wohl möglich, das auch weniger fällig wäre
      Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

      Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

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      • #4
        Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
        Ich weiß, ein furchtbar langweiges Thema, dennoch wollte ich ein paar Fragen diesbezüglich stellen.

        1. Welches Programm kann man für die Einkommensteuer ruhigen Gewissens empfehlen? Meines Wissens soll Elster da recht gut sein.

        2. Welches Programm kann man für die Einkommensteuer & Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit empfehlen? Ich habe gehört, dass WISO da wohl besser geeignet sein soll als Elster.

        3. Steuerberater: Zu teuer. Ich habe ein Angebot von einem Steuerberater erhalten, der von mir 475 € zzgl. Vorsteuer haben möchte, um meine Steuererklärung aus selbstständiger und nicht selbstständiger Arbeit zu erstellen. Ich bin fast vom Stuhl gefallen. Liegt dieser Wert im Durchschnitt?

        Wie sind eure Erfahrungen dahingehend?
        Das kommt ganz daruf an wieviel Zeit du hast dich damit zu befassen und auch inwiefern da der eigene Wissensstand liegt.

        Bei einer geringen Teilselbständigkeit die im Verhältnis recht übersichtlich ist ( also als Nebenverdienst gesehen) würde ich doch lieber die Steuererklärung selbst machen.
        Auch würde ich mir als Teilselbständiger ein Netzwerk mit anderen Teilselbständigen zulegen um da einmal im Monat mögliche Lösungswege für alle zu besprechen.

        Alles was drüber hinausgeht würde ich schon von einem Steuerberater deines Vertrauens machen lassen.
        █▓▒░ -Leipzig bei Nacht fotografiert von Silvio T.-☆ ░▒▓█

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        • #5
          Also ich benutze seit Ewigkeiten (seit Endphase Studium) WISO.

          Praktisch daran: Man kann sich Schritt-für-Schritt durch die Steuererklärung führen lassen und bekommt wenn man alles eingegeben hat eine Abschätzung über die Höhe der Erstattung (oder halt Nachzahlung). Hat in der Regel bei mir immer mit dem übereingestimmt was ich vom Finanzamt zurückbekam.

          Und wenn man einmal seine Steuererklärung mit WISO gemacht hat, kann man alle relevanten Daten aus dem Vorjahr übernehmen und passt eigentlich nur noch die Werte an die sich geändert haben. Auch dabei führt das Programm schön durch die Stellen an denen Anpassungen nötig sein können.

          Bzgl. Selbstständigkeit:
          Bei mir laufen die Einnahmen meiner Photovoltaikanlage (mit Gewerbeschein) auch über das WISO-Programm (Umsatzsteuererklärung, bzw. Umsatzsteuervoranmeldung, EÜR, Abschreibungen kann alles damit gemacht/berücksichtigt werden). Aufpassen muss man allerdings welche Version des Programms man da kauft. In der preiswertesten Windows-Version sind diese Sachen m.W. nicht unterstützt.

          ELSTER: Per ELSTER kann man auch aus WISO heraus seine Steuern ans Finanzamt zurückmelden. Das Zertifikat das man über die ELSTER-Webseite anfordern kann, hinterlegt man dann in WISO und kann dann alle Meldungen ans Finanzamt elektronisch machen. Lediglich Belege müssen ggf. noch per Post ans Finanzamt geschickt werden und dafür druckt einem WISO sogar noch entsprechende Anschreiben aus.

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          • #6
            Danke erst einmal für eure Antworten.

            Nun ist es leider so, dass im Lohnsteuerverein weder Auskünfte noch Steuererklärungen für selbstständig tätige Menschen erteilt oder erstellt werden dürfen. Von daher fällt diese preiswerte Lösung leider für mich weg.

            Allein die Tatsache, dass eine selbstständige Tätigkeit (bei mir im Nebenerwerb) durchgeführt wird und damit auch steuerlich erfasst werden muss, kostet 100 € (Mindestbetrag) zzgl. Vorsteuer versteht sich.

            Gut, dann werde ich mir wohl ein paar weitere Angebote holen und auch mal bei WISO reinschauen.
            Wahl zu Mister SciFi-Forum 2017
            #Krümelchen2018

            Avasarala:
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            • #7
              Du solltest dich vor einer endgültigen Entscheidung noch ein bisschen bei anderen Selbstständigen umhören, wie das zuständige Finanzamt mit Steuererklärungen von Selbstständigen umgeht. In dieser Region kam es vor ca. 10-12 Jahren zu einer Umstrukturierung, und aus dem Finanzamt Bielefeld Aussenstadt wurde ein Teil gelöst und dem neugegründeten Finanzamt Gütersloh zugeordnet; mit diesem neuen Amt hatten einige (Teil-)Selbstständige dann Probleme der Art, daß selbst erstellte Steuererklärungen einfach fast prinzipiell angezweifelt wurden und ggf. mit einer Gegenschätzung des Amts bedacht wurden; in Einzelfällen wurden Erklärungen mit exalt gleichen Zahlen beim erneuten Einreichen über einen Steuerberater dann anerkannt. (Die Finanzbude hat bei der "Zivilbevölkerung" einen schlechten Ruf; als Gerücht hält sich hartnäckig, man habe in Bielefeld alle "Brenner" - also karriergeile Arschlöcher - vorsätzlich aussortiert und in Gütersloh angesiedelt, um selbst wieder eine ruhige Kugel schieben zu können....)

              Trotz Änderungen in 2011 (oder 2012?) ist der Kostenpunkt Steuerberater übrigens weiterhin prinzipiell steuerlich absetzbar. Wie hier schon erwähnt wurde - selbst im teuren Pflaster München müßte da preislich noch was gehen, also ruhig noch ein paar Angebote reinholen.
              Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

              "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

              Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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              • #8
                Ich kann dieses Programm empfehlen:

                https://www.steuertipps.de/shop/soft...par-erklaerung

                Die Kosten sind moderat und es führt einen so gut durch die einzelnen Abschnitte, dass man zügig mit der Erklärung fertig werden kann. Hat man alle Belege griffbereit, so ist die Steuererklärung damit die Aufgabe für einen Nachmittag.

                Ein Steuerberater lohnt sich nur dann, wenn die zu erwartende Rückzahlung deutlich über dem Honorar des Steuerberaters liegt. Dafür scheinen die Finanzämter Steuererklärungen mit dem Stempel des Steuerberaters nicht mehr so gründlich zu prüfen, so dass man auch mit unmöglichen Dingen durchkommen kann. So konnte z.B. ein mir bekannter Beamter darin immer einen Kammerbeitrag geltend machen, obwohl Beamte gar keine Kammerbeiträge zahlen.
                "En trollmand! Den har en trollmand!"

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