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Kritik an Monica Lierhaus

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  • Kritik an Monica Lierhaus

    Ich kannte die Frau bis jetzt gar nicht. Jedenfalls hatte sie vor Jahren eine Gehirn-Operation mit Komplikationen, resultierend in einer Behinderung. Kürzlich erwähnte sie in einem Interview, dass sie die Operation nicht noch mal durchführen lassen würde, auch wenn sie ohne den Eingriff heute tot wäre. Sie hat also angedeutet, dass sie auf ein Leben mit dieser Behinderung keinen großen Wert legt.

    Als Reaktion darauf gab es einen Shitstorm von Behindertenaktivisten nach der Devise: Lierhaus unterstellt, dass ein Leben mit Behinderung keinen Wert hat.

    Der Bärendienst von Monica Lierhaus - Stufenlos

    Kritik an Monica Lierhaus: "Aussage kommt einem GAU gleich"

    Ich finde diese Reaktionen unverschämt. Es muss doch jeder das Recht haben, die Qualität seines Lebens selbst einzuschätzen. Es ist nicht in Ordnung, jemanden anzugreifen, nur weil er das politisch korrekte Schönreden von Krankheit und Behinderung nicht mitmacht.

  • #2
    Ich wollte den gleichen Thread aufmachen, da ich das Thema auch sehr kontrovers und interessant finde.

    Ich bin auch deiner Meinung und ich finde es ehrlich gesagt ziemlich anmaßend, wie Monica Lierhaus zur Zeit angegangen wird. Es wird ihr nahegelegt dass sie besser hätte schweigen und nicht in der Öffentlichkeit ausdrücken sollte dass es ihr mit ihrer Behinderung schlecht geht.

    Interessanterweise wird sie (soweit ich das mitbekommen habe) nur von Menschen angegriffen, die selbst keine Behinderung haben, es also überhaupt nicht nachfühlen können wie das Leben als Behinderter ist.

    Bei Monica Lierhaus kann ich mir nur ansatzweise vorstellen wie bitter es für sie sein muss. Wer sie früher gesehen hat bei Fußballübertragungen der hat erkannt was für eine tolle Frau sie ist. Sehr intelligent, eigentlich eine der wenigen weiblichen Personen im Bereich Fußball, die man 100% ernst nehmen konnte und auch noch attraktiv.
    Durch die Op und die resultierende Behinderung hat sie ihren Mann verloren, kann ihren tollen Beruf nicht mehr richtig ausüben und ihr ganzes Leben hat sich gewendet. Wer sie sieht und anhört, der weiß dass einige Schäden zurückgeblieben sind und dass es sie wahrscheinlich für immer verändert hat.

    Sie hat jedes Recht darüber verbittert zu sein und darf das auch kommunizieren, wenn es ihr dadurch vielleicht auch nur ein bisschen besser geht. Ihr jetzt nahe zu legen dass sie entweder eine Maske aufsetzen und ihre Situation herunterspielen soll, oder sich zumindest nicht in der Öffentlichkeit dazu äußern soll, den halte ich ehrlich gesagt für ziemlich gemein ihr gegenüber. Aber natürlich ist es leicht aus einer Position so zu agieren, wenn es einem selbst gut geht. "Soll sie sich nicht so anstellen und ihre Situation annehmen". Sehr respektlos und unfair gegenüber Monica Lierhaus. Denn die negativen Seiten an Behinderungen sollten nicht totgeschwiegen werden. Sie gehören genauso dazu wie die positiven.

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    • #3
      Zitat von Derek Vontanes Beitrag anzeigen
      Interessanterweise wird sie (soweit ich das mitbekommen habe) nur von Menschen angegriffen, die selbst keine Behinderung haben, es also überhaupt nicht nachfühlen können wie das Leben als Behinderter ist.
      Die Autorin des Zeit-Blogs, das 3of5 verlinkt hat, ist übrigens querschnittgelähmt, die weiß also schon, wie es sich mit einer Behinderung lebt.

      Ansonsten finde ich das alles schwierig. Natürlich hat Monica Lierhaus das Recht ihre Situation so zu beurteilen, wie sie das für richtig hält und das auch zu sagen, allerdings muss sie dann eben auch mit entsprechender Kritik leben. Dass solche Äußerungen Behinderten und deren Angehörigen, die irgendwie das Beste aus einer blöden Situation machen wollen, nicht gerade helfen, kann ich mir jedenfalls durchaus vorstellen.

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      • #4
        Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
        Ich finde diese Reaktionen unverschämt. Es muss doch jeder das Recht haben, die Qualität seines Lebens selbst einzuschätzen. Es ist nicht in Ordnung, jemanden anzugreifen, nur weil er das politisch korrekte Schönreden von Krankheit und Behinderung nicht mitmacht.
        Ich verstehe die Unterstellungen auch gar nicht.
        Jutta Pagel-Steidl: Die Mehrheit hat mit Entsetzen reagiert. Denn die Botschaft, die ankam, ist: Ein Leben mit einer solchen Behinderung ist nicht lebenswert. Insbesondere für Eltern von Menschen mit Behinderung kommt diese Aussage einem GAU gleich.
        Das ist doch nicht die Botschaft. Frau Lierhaus scheint im Stande zu sein sich zu vergiften oder sonstwie zu töten. Sie tut es nicht. Die Botschaft ist klar. Sie will leben und ist mit ihrem Gesundheitszustand unzufrieden. Das ist ihr gutes Recht.
        Ich denke aber beim Lesen des Interviews, dass sie die OP nicht mal unbedingt wegen ihres aktuellen Status nicht sicher wieder machen lassen würde.

        Was wäre gewesen, wenn es die OP nicht gegeben hätte?

        Sigrid Lierhaus: Monica ist freiwillig zur Schlachtbank gegangen. Aber ohne OP wäre sie irgendwann tot umgefallen.

        Monica Lierhaus: Ich glaube, ich würde es nicht mehr machen.

        Sigrid Lierhaus: Du wärst sonst tot.

        Monica Lierhaus: Egal. Dann wäre mir vieles erspart geblieben.
        Rolf Hellgardt und Sie haben sich getrennt.

        Monica Lierhaus: Ja. Schade. 18 Jahre. (ringt mit den Tränen). Aber die Welt geht nicht unter. Die Welt dreht sich weiter. Ja. Ich habe so viele Rückschläge meistern müssen – das bekomme ich jetzt auch noch hin.

        Beeindruckend.

        Monica Lierhaus: Was bleibt mir?
        Es gab wohl eine Zeit, zu der sie lieber tot als lebendig gewesen wäre, Rückschläge, die sie lieber nicht erlebt hätte und nun hat sie so viel erreicht (90% wieder hergestellt) dann schafft sie den Rest auch noch. Das ist die Botschaft. Weder ne Glorifizierung noch ne Verdammung der Behinderung. Einfach ne Frau, die ihre Meinung sagt. Steht ihr zu.

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        • #5
          Zitat von The Martian Beitrag anzeigen
          Die Autorin des Zeit-Blogs, das 3of5 verlinkt hat, ist übrigens querschnittgelähmt, die weiß also schon, wie es sich mit einer Behinderung lebt.
          Danke für die Berichtigung, dann nehme ich die dazugehörige Aussage zurück.

          Finde einen Kommentar aus dem Zeitblog sehr gut geschrieben und wollte ihr deswegen hier mal zitieren:
          Ich finde auch, dass jeder Mensch – ob bekannt oder unbekannt – seine Meinung zu einem Thema sagen darf. Und wenn Frau Lierhaus so empfindet, ist das ihre Sache. Als selber Schwerbehinderte gestehe ich ihr gerne das Recht zu, ihre Haltung zu ihren Einschränkungen publik zu machen und glaube nicht, dass dies für unsere “Lobby” oder die Einschätzung durch Nichtbehinderte wirklich viel ändert. Denn es ist und bleibt so, dass kein Mensch die Probleme von Schwerbehinderten nachvollziehen kann, wenn er sie nicht hautnah erlebt hat.
          Und genau wie bei Nichtbehinderten ist auch bei Schwerbehinderten die Welt “bunt” – die einen finden sich vergleichsweise leicht mit diesem Leben ab, andere Betroffene hadern mit ihrem Schicksal, wünschten sich lieber tot zu sein… wer will da ein Urteil fällen.
          Ich fühle mich nicht durch Frau Lierhaus “geschädigt” und finde es eher gut, wenn sie offen mitteilt, wie schwierig es sein kann, ständig auf Hilfe angewiesen zu sein!
          Meiner Ansicht nach ist es fragwürdig, wenn man die Meinungsfreiheit eines Menschen einschränkt, nur weil man denkt, dass Äußerungen anderen Menschen vielleicht schaden könnten. Jeder kann und darf (ja auch hier) äußern, was er empfindet und genau wie es andere Behinderte gibt, die ihren positiven Umgang mit der Behinderung öffentlich äußern (z.B. Florian Sitzmann oder Joachim Schoss). Mich entlastet es eher, wenn auch mal negative Statements geäußert werden, denn es kann auch ein Druck sein, immer “tapfer” und “positiv” die Behinderung anzunehmen, die manchmal eben einfach auch nur anstrengend und hart ist!!!
          Vielleicht ist es doch auch gut, dass Nichtbetroffene mal ganz klar lesen bzw. hören, dass eben nicht “alles gut” ist, nur weil man denkt, “die hat sich damit doch nun abgefunden und bekommt ja viel Hilfe”.
          Also: ich finde es völlig okay, dass Frau Lierhaus ihre Meinung kundtut!"

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          • #6
            Zitat von The Martian Beitrag anzeigen
            Die Autorin des Zeit-Blogs, das 3of5 verlinkt hat, ist übrigens querschnittgelähmt, die weiß also schon, wie es sich mit einer Behinderung lebt.
            Das kann man doch nicht verallgemeinern. Jeder hat andere Vorstellungen vom guten Leben.

            Im Grunde ist das der entscheidende Punkt: Jeder darf nur den Wert seines eigenen Lebens beurteilen. Hätte Frau Lierhaus gesagt "Ein Leben mit Behinderung ist grundsätzlich nicht lebenswert", dann wäre das inakzeptabel. Genauso inakzeptabel ist es aber, wenn andere sagen "Ein Leben mit Behinderung ist grundsätzlich lebenswert und wer anders denkt, soll die Klappe halten".

            Würde es nach den Kritikern gehen, dann wäre der Film "Das Meer in mir" vermutlich in Deutschland verboten...

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            • #7
              Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
              Das kann man doch nicht verallgemeinern.
              Das ist keine Verallgemeinerung, sondern eine Tatsache. Die Aussage, dass eine querschnittsgelähmte Frau weiß, wie es sich mit einer solchen Krankheit lebt, enthält nicht die Aussage, dass jeder Querschnittsgelähmte genauso lebt wie diese Frau.
              Republicans hate ducklings!

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              • #8
                Zitat von endar Beitrag anzeigen
                Das ist keine Verallgemeinerung, sondern eine Tatsache. Die Aussage, dass eine querschnittsgelähmte Frau weiß, wie es sich mit einer solchen Krankheit lebt, enthält nicht die Aussage, dass jeder Querschnittsgelähmte genauso lebt wie diese Frau.
                Frau Link weiß, wie sie mit Querschnittslähmung lebt, aber das qualifiziert sie nicht zu Aussagen über die Lebensqualität anderer behinderter Menschen.

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                • #9
                  Ich habe ihren Blog jetzt nicht besucht, also weiß ich nicht, was Frau Link genau sagt. Mir ging es um die Logik der Aussage.

                  Aber natürlich kann ein Mensch mit Behinderung A einige Aussagen darüber treffen, die auf jeden oder die meisten Menschen mit Behinderung A zutreffen. Probleme beim Bahnfahren mit Rollstuhl z.B. haben sicherlich keine große Streuung.

                  Das schließt natürlich das individuelle Empfinden nicht ein.

                  edit: Ich habe mir den Artikel jetzt mal durchgelesen und kann die "Unverschämtheit" darin nicht entdecken. Die Lierhaus hat ein Interview gegeben, dazu hat sie jedes Recht, Frau Link kann dieses Interview kommentieren, dazu hat sie ebenso jedes Recht.

                  Wie wäre es, sich mit der Aussage des Artikels von Link bzw. ihrer Analyse der gesellschaftlichen Implikationen von Lierhaus' Interviews auseinanderzusetzen, anstelle sich einfach billig darüber zu echauffieren?
                  Zuletzt geändert von endar; 21.07.2015, 15:50.
                  Republicans hate ducklings!

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                  • #10
                    Zitat von Derek Vontanes Beitrag anzeigen
                    Durch die Op und die resultierende Behinderung hat sie ihren Mann verloren, kann ihren tollen Beruf nicht mehr richtig ausüben und ihr ganzes Leben hat sich gewendet. Wer sie sieht und anhört, der weiß dass einige Schäden zurückgeblieben sind und dass es sie wahrscheinlich für immer verändert hat.

                    Sie hat jedes Recht darüber verbittert zu sein und darf das auch kommunizieren, wenn es ihr dadurch vielleicht auch nur ein bisschen besser geht.
                    Sie sollte einfach nach vorn schauen. In Selbstmitleid zu versinken und der guten alten Zeit nachzutrauern hat noch niemandem geholfen. Es ist pure Energie- und Zeitverschwendung, immer nur zurückzuschauen auf Dinge die man sowieso nicht mehr rückgängig machen kann.
                    Würde mich nicht wundern wenn es nicht die Behinderung sondern diese Negativität war die letztendlich ihre Ehe ruiniert hat. Ich könnte auch nicht ständig mit so jemandem rumhängen. Das zieht einen auch selber immer mehr runter besonders wenn man sich die ganze Zeit den Hintern aufreisst hat um den anderen glücklich zu machen. .
                    Ihre Lebenssituation hat sich stark verschlechtert, das ist klar. Das heißt aber nicht, dass ihr Leben jetzt wertlos ist. Sie muss halt einen neuen Sinn für sich finden. Das geht aber eben nur indem man nach vorn schaut.

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                    • #11
                      Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                      Das kann man doch nicht verallgemeinern. Jeder hat andere Vorstellungen vom guten Leben.

                      Im Grunde ist das der entscheidende Punkt: Jeder darf nur den Wert seines eigenen Lebens beurteilen. Hätte Frau Lierhaus gesagt "Ein Leben mit Behinderung ist grundsätzlich nicht lebenswert", dann wäre das inakzeptabel. Genauso inakzeptabel ist es aber, wenn andere sagen "Ein Leben mit Behinderung ist grundsätzlich lebenswert und wer anders denkt, soll die Klappe halten".

                      Würde es nach den Kritikern gehen, dann wäre der Film "Das Meer in mir" vermutlich in Deutschland verboten...
                      Ich weiß nicht ob du genauso locker flockig für die freie Rede streiten würdest, wenn George Michael gesagt hätte, er fände es schrecklich schwul zu sein und hätte sich anstatt zu outen besser entleibt, dann wäre ihm vieles erspart geblieben. Wie gut fändest du es wenn die KK einen Film in die Kinos brächte in dem thematisiert wie man sich schwulsein durch freitod erlöst?

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                      • #12
                        Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                        Ich weiß nicht ob du genauso locker flockig für die freie Rede streiten würdest, wenn George Michael gesagt hätte, er fände es schrecklich schwul zu sein und hätte sich anstatt zu outen besser entleibt, dann wäre ihm vieles erspart geblieben. Wie gut fändest du es wenn die KK einen Film in die Kinos brächte in dem thematisiert wie man sich schwulsein durch freitod erlöst?
                        Ja, etwas ähnliches kam mir auch in den Sinn. Es muss nicht Entleibung sein, es gibt leider immer noch genügend religiöse Spinner, die eine "Umerziehung" für möglich halten.

                        Zur Meinungsfreiheit gehört es sicher, dass man in einem Interview (weitgehend) sagen darf, was man möchte. "Meinungsfreiheit" bedeutet nicht, dass der Rest der Menschheit widerspruchslos aufmerksam zuhören muss. Es gehört genauso dazu, dass man die Reaktion erträgt, die auch mal in Widerspruch ausfällt. Das muss auch Frau Lierhaus als Bestandteil dieser Gesellschaft. Sie davon ausnehmen zu wollen, ist eine Diskriminierung ganz eigener Art.

                        Davon, dass Klein Lierhaus irgendwelche Tipps geben würde, wie hier angedeutet, steht kein Wort in dem Artikel.
                        Republicans hate ducklings!

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                        • #13
                          Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                          Ich weiß nicht ob du genauso locker flockig für die freie Rede streiten würdest, wenn George Michael gesagt hätte, er fände es schrecklich schwul zu sein und hätte sich anstatt zu outen besser entleibt, dann wäre ihm vieles erspart geblieben. Wie gut fändest du es wenn die KK einen Film in die Kinos brächte in dem thematisiert wie man sich schwulsein durch freitod erlöst?
                          Bei Homosexualität ergeben sich die Nachteile nicht aus der Sache selbst, sondern aus der gesellschaftlichen Benachteiligung. Bei einer Behinderung ist es völlig anders. Ein Behinderter kann zwar durch soziale Diskriminierung zusätzlich benachteiligt werden, aber selbst in der behindertenfreundlichsten Gesellschaft, die man sich vorstellen kann, würde ein Leben mit Querschnittslähmung zahlreiche Einschränkungen mit sich bringen.

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                          • #14
                            Zitat von spidy1980 Beitrag anzeigen
                            Sie sollte einfach nach vorn schauen. In Selbstmitleid zu versinken und der guten alten Zeit nachzutrauern hat noch niemandem geholfen. Es ist pure Energie- und Zeitverschwendung, immer nur zurückzuschauen auf Dinge die man sowieso nicht mehr rückgängig machen kann.
                            Würde mich nicht wundern wenn es nicht die Behinderung sondern diese Negativität war die letztendlich ihre Ehe ruiniert hat. Ich könnte auch nicht ständig mit so jemandem rumhängen. Das zieht einen auch selber immer mehr runter besonders wenn man sich die ganze Zeit den Hintern aufreisst hat um den anderen glücklich zu machen. .
                            Ihre Lebenssituation hat sich stark verschlechtert, das ist klar. Das heißt aber nicht, dass ihr Leben jetzt wertlos ist. Sie muss halt einen neuen Sinn für sich finden. Das geht aber eben nur indem man nach vorn schaut.

                            Klar wäre das natürlich die optimale Lösung: Einfach nach vorne schauen, Situation so annehmen wie sie ist, das beste draus machen.

                            Aber das sagt sich sehr einfach. Umzusetzen ist es mit ziemlicher Sicherheit viel schwieriger.
                            Ich finde wir sind nicht wirklich in der Position da Ratschläge zu erteilen.

                            Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                            Ich weiß nicht ob du genauso locker flockig für die freie Rede streiten würdest, wenn George Michael gesagt hätte, er fände es schrecklich schwul zu sein und hätte sich anstatt zu outen besser entleibt, dann wäre ihm vieles erspart geblieben. Wie gut fändest du es wenn die KK einen Film in die Kinos brächte in dem thematisiert wie man sich schwulsein durch freitod erlöst?
                            Du kannst doch nicht schwul sein mit einer Behinderung gleichsetzen. Ein Mensch mit Behinderung ist in seiner Lebensweise (teilweise extrem) eingeschränkt, möglicherweise von anderen abhängig und teilweise sogar geistig beeinträchtigt. Ein Homosexueller ist das nicht (solange alle Menschen tolerant sind). Und selbst wenn nicht sind es Vorurteile und vllt. Mobbing mit dem er sich auseinander setzen muss.
                            Mit einer Behinderung ist das mal gar nicht zu vergleichen.

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                            • #15
                              Zitat von Derek Vontanes Beitrag anzeigen
                              Klar wäre das natürlich die optimale Lösung: Einfach nach vorne schauen, Situation so annehmen wie sie ist, das beste draus machen.

                              Aber das sagt sich sehr einfach. Umzusetzen ist es mit ziemlicher Sicherheit viel schwieriger.
                              Ich finde wir sind nicht wirklich in der Position da Ratschläge zu erteilen.
                              In dem Artikel von Frau Klein sind keine Ratschläge enthalten.

                              Du kannst doch nicht schwul sein mit einer Behinderung gleichsetzen. Ein Mensch mit Behinderung ist in seiner Lebensweise (teilweise extrem) eingeschränkt, möglicherweise von anderen abhängig und teilweise sogar geistig beeinträchtigt. Ein Homosexueller ist das nicht (solange alle Menschen tolerant sind). Und selbst wenn nicht sind es Vorurteile und vllt. Mobbing mit dem er sich auseinander setzen muss.
                              Mit einer Behinderung ist das mal gar nicht zu vergleichen.
                              1. Das hat er auch nicht getan.
                              2. Du bist derjenige, der hier diskriminiert, wenn du andeutest, man dürfe aufgrund der Situation von Lierhaus an ihrem Interview keine Kritik üben. Da kommen schon die mitleidsgetränkten "Samthandschuhe" durch. So wie Leute, die mit körperlich Behinderten langsam und laut sprechen, so als seien es Kleinkinder oder Bekloppte.

                              Lierhaus ist im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten und als Bestandteil der Gesellschaft auch so zu behandeln.
                              Republicans hate ducklings!

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