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Welt AIDS Tag 2001

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  • Welt AIDS Tag 2001

    Die WHO schätzt, dass mittlerweile 40 Millionen Menschen weltweit mit HIV infiziert sind.

    Leider fallen mir keine markigen Worte ein, um an die zu erinnern, der an AIDS verstorben sind und an die, die noch an dieser Krankheit sterben werden, weil ihnen die medizinische Unterstützung nicht zuteil werden wird.

    Nehmt euch etwas Zeit und denkt an sie.

    endar
    Republicans hate ducklings!

  • #2
    Es ist schon wirklich eine furchtbare Sache. Wenn man mal alleine an die Menschen in Afrika denkt, die ja AIDS mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert sind.
    In solchen Fällen bin ich aber wohl auch kein großer Redner. Ich hoffe man wird eines Tages Heilung für die erkrankten Menschen finden.
    Sorans Fußballblog - Einblicke in die Welt des Fußballs - Spielberichte, Fotos und mehr. :)
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    • #3
      Es ist einfach nur schrecklich..täglich erkranken so viele Menschen an dieser Krankheit...damit ist ihr Todesurteil so gut wie unterschrieben...

      Und immernoch sind manche Menschen so dumm und naiv zu glauben, sie könnte es niemals treffen.

      Es ist einfach nur traurig, wie leichtsinnig viele Menschen mit ihrem Schicksal umgehen.

      Es wird tagtäglich so viel erfunden, entwickelt und zu Tage gebracht. Jetzt ist es gelungen, den ersten Menschen zu klonen. Wieso kann es nicht endlich etwas gegen diese Krankheit geben...

      Liebe Grüße
      Troi
      "I have a very strong sense of what other people are feeling" (Deanna Troi, Star Trek The Next Generation)
      Bescheidenheit ist die letzte Raffinesse der Eitelkeit. (Jean de La Bruyère)

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      • #4
        Mir gehen vor allem die Kinder zu Herzen, die schon mit dem HI-Virus geboren wurden. Ich finde es schrecklich, dass sie für die Taten ihrer Eltern büßen müssen. Ich muss hier schon sagen, dass man zwei (!) Menschen braucht um AIDS zu bekommen.
        Das heißt ich appelliere an alle, bei jedem Geschlechtsverkehr zu verhüten. Natürlich, ein kleiner Trost für diejenigen, die bereits daran erkrankt sind. Ich werde aber auf alle Fälle an diese Menschen denken!

        Liebe Grüße, Gene
        Live well. It is the greatest revenge.

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        • #5
          Diese Kinder sind zum sterben geboren...

          es ist einfach so traurig ;(

          Mein tieftes Mitgefühl für alle Infizierten und angehörige der Erkrankten, die das Schicksal ihrer Lieben miterleben!

          Deanna Troi
          "I have a very strong sense of what other people are feeling" (Deanna Troi, Star Trek The Next Generation)
          Bescheidenheit ist die letzte Raffinesse der Eitelkeit. (Jean de La Bruyère)

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          • #6
            Schöne Worte Gene... und so wahr...

            Es ist einfach nur verdammt traurig, dass diese naiven Menschen immer noch gibt... und niemand sie belehren kann!

            Gerade heute sollte jeder einmal darüber nachdenken... und man sollte spenden! Denn man wird eine Heilung finden!!! Es ist nur eine Frage der Zeit- und der Unterstützung durch eine offene, interssierte Bevölkerung, die bereit ist anderen, infizierten Menschen zu helfen!
            Und man sollte sich vor allem nicht abwenden, von den Menschen, die infiziert sind! Ich finde es schokierend zu hören, dass sich Leute darüber unterhalten ob sie eine Person nicht mehr besuchen, nur weil diese infiziert ist! Denn diese Menschen LEBEN! Und man sollte ihnen nicht das Gefühl geben wandelnde Leichen zu sein, sondern ihnen helfen lebende fröhliche Menschen zu bleiben... Man sollte ihnen helfen weiterhin zu lachen und nicht nur an ihr Ende zu denken...

            Geht nicht mit verschlossenen Augen durch's Leben...
            Lebt und gebt Leben!
            Lacht und gebt lachen!
            Helft und euch wird geholfen... usw.

            Seit einfach für die Menschen da, die eure Hilfe brauchen...
            "Archäologie ist nicht das, was sie glauben. Noch nie hat ein X irgendwo, irgendwann einen bedeutenden Punkt markiert."

            „And so the lion fell in love with the lamb“

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            • #7
              Auf der einen Seite ist es sehr traurig die Leute vor allem die Kinder an einer solch schlimmen Krankheit wie AIDS leiden zu sehen,auf der anderen Seite macht es einen wütend,dann die Pharma-Firmen zu sehen,die lieber diese Kinder sterben sehen,als ihre Patente herauszurücken,damit es billigere Medikamente gibt,die sich auch die armen Leute leisten können.
              Möp!

              Kommentar


              • #8
                Ich sehe, dass AIDS ja immer noch eine moralische Dimension hat und nach wie vor nach Schuld gefragt wird. Fragt man bei Krebs auch nach Schuld?

                @Gene: Und worin liegt eigentlich die Schuld der Eltern, die HIV-positive Kinder zur Welt bringen. Das verstehe ich nicht so ganz.
                Ganz abgesehen davon ist es sehr wahrscheinlich, dass das Kind von HIV-positiven Eltern bei einem Kaiserschnitt HIV-negativ zur Welt kommt. Man muß ja nur Blutvermischung verhindern.

                Und was das Mitleid mit den Kindern anbetrifft und dem für sie spenden: Stiftungen für HIV-positive Kinder schwimmen im Geld, während vor Ort die AIDS-Hilfen, die sich um erwachsene Betroffene kümmern, pleite machen.
                In Oldenburg gibt es z.B. an die 130 HIV-positiven, von denen keineR unter 15 ist. Trotzdem spendet immer alles für die Michael Stift Stiftung.
                Nicht, dass ich HIV-positiven Kindern, das Geld nicht gönnen würde, aber wenn sich das Verhältnis anschaut, denkt man, die sollten Rasseln aus Gold bekommen.

                Was die Medikamente anbetrifft, ist glaub ich für die Dritte Welt bereits ein Kompromiß gefunden worden. Ich hoffe, dass man da auch auf Kaiserschnitte übergreift, aber meistens sind die Krankenhäuser einfach überfordert.

                Es ist ein schwieriges Thema.
                endar
                Republicans hate ducklings!

                Kommentar


                • #9
                  @endar
                  Man muss dabei aber bedenken,dass ein mit HIV infiziertes Kind für seine Infektion absolut nichts kann,während die meisten Erwachsenen,zumindest bei uns,das Risiko von AIDS vorm GV schon kennen.Allerdings gibt es viele Länder in denen noch Aufklärungsarbeit geleistet werden muss.
                  Zu den Medikamenten: Erst nach zähen Gerichtsverhandlungen haben sich die Pharmakonzerne dazu durchgerungen preiswerte Medikamente herzustellen.Das Ergebniss kam AFAIK erst heraus,nachdem den Konzernen Millionen-Klagen drohten!
                  Möp!

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                  • #10
                    Originalnachricht erstellt von endar
                    Ich sehe, dass AIDS ja immer noch eine moralische Dimension hat und nach wie vor nach Schuld gefragt wird. Fragt man bei Krebs auch nach Schuld?
                    Es kommt darauf an, welche Art von Krebs. Wenn ein starker Raucher Lungenkrebs bekommt, kann man sehr wohl von einer "Schuld" sprechen. Bei Jungendlichen, die an Leukämie erkranken - wohl kaum.

                    Originalnachricht erstellt von endar


                    @Gene: Und worin liegt eigentlich die Schuld der Eltern, die HIV-positive Kinder zur Welt bringen. Das verstehe ich nicht so ganz.
                    Ganz abgesehen davon ist es sehr wahrscheinlich, dass das Kind von HIV-positiven Eltern bei einem Kaiserschnitt HIV-negativ zur Welt kommt. Man muß ja nur Blutvermischung verhindern.
                    Das ist richtig! Doch wenn die Eltern HIV-positiv sind, dann tragen sie für ihr (ungeborenes) Kind die Verantwortung, KEIN Kind zu bekommen. IMO ist es für alle Beteiligten das beste.

                    Originalnachricht erstellt von endar

                    Und was das Mitleid mit den Kindern anbetrifft und dem für sie spenden: Stiftungen für HIV-positive Kinder schwimmen im Geld, während vor Ort die AIDS-Hilfen, die sich um erwachsene Betroffene kümmern, pleite machen.
                    Na, ich weiß nicht. Kannst du eine Quelle nennen woher du das hast? Nicht dass ich an deinen Aussagen zweifle aber wir sprechen von einem globalen Problem. Ich weigere mich zu akzeptieren, dass in Südafrika genung Geld für AIDS-kranke Kinder gibt.

                    Originalnachricht erstellt von endar

                    Nicht, dass ich HIV-positiven Kindern, das Geld nicht gönnen würde, aber wenn sich das Verhältnis anschaut, denkt man, die sollten Rasseln aus Gold bekommen.
                    Sorry, diese Art von Humor verstehe ich ÜBERHAUPT (!!!) nicht.

                    Originalnachricht erstellt von endar

                    Was die Medikamente anbetrifft, ist glaub ich für die Dritte Welt bereits ein Kompromiß gefunden worden. Ich hoffe, dass man da auch auf Kaiserschnitte übergreift, aber meistens sind die Krankenhäuser einfach überfordert.
                    Na Hauptsache in Oldenburg gibt es genug Geld in den Kassen...

                    Originalnachricht erstellt von endar

                    Es ist ein schwieriges Thema.
                    Das ist wohl unbestritten.

                    Liebe Grüße, Gene
                    Live well. It is the greatest revenge.

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                    • #11
                      Originalnachricht erstellt von Gene
                      Doch wenn die Eltern HIV-positiv sind, dann tragen sie für ihr (ungeborenes) Kind die Verantwortung, KEIN Kind zu bekommen. IMO ist es für alle Beteiligten das beste.
                      Hm, das ist leicht gesagt.
                      Man kann mit HIV infiziert sein und davon lange nichts mitbekommen, da die Krankheit ja nicht sofort ausbricht, und teilweise noch ziemlich lange ruhen kann.

                      Ich denke, das Hauptproblem von AIDS (aus globaler Sichtt) ist immer noch mangelnde Aufklärung über die Krankheit und die Infektionswege. Wenn in diesem Punkt mehr erreicht werden würde, könnte man IMO eine menge an Neuinfektionen verhindern.
                      Zusätzlich muss natürlich auch eine Versorgung mit den bereits existierenden Medikamenten für ALLE HIV-Infizierten sichergestellt werden.
                      Er lächelte ein verklemmtes kleines Lächeln, in das Zaphod am liebsten mit einem Backstein reingehauen hätte. [...] "Im realen Universum", sagte er mit einem Lächeln, das noch sehr viel mehr nach einem Backstein schrie, "hätten Sie den Totalen Durchblicksstrudel niemals überlebt." [...] Er lächelte wieder das Lächeln, in das Zaphod am liebsten mit einen Backstein reingehauen hätte, und diesmal tat er's. - tu es!

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                      • #12
                        Originalnachricht erstellt von Gene

                        "Das ist richtig! Doch wenn die Eltern HIV-positiv sind, dann tragen sie für ihr (ungeborenes) Kind die Verantwortung, KEIN Kind zu bekommen. IMO ist es für alle Beteiligten das beste."

                        Dann bist du also für einen Schwangerschaftsabbruch, oder wie muß ich das verstehen?

                        zu den Rasseln aus Gold:
                        "Na Hauptsache in Oldenburg gibt es genug Geld in den Kassen... "
                        Nein, gibt es nicht. Die örtliche AIDS-Hilfe wird für die Betreuung von 70 Personen nur noch eine Kraft haben, weil weitere Stellen vom Land nicht finanziert werden, Stadt und Bund gar nichts geben und das Spendenaufkommen zu gering ist. Und da kommen wir zu den Rasseln. Wenn nämlich rund die Hälfte des Spendenaufkommens zugunsten eines Bruchteils der Betroffenen geht, nur weil diese minderjährig oder noch Babys sind, dann frage ich mich, warum das so ist (ich stelle hier nur eine grobe Schätzung an).
                        Und ich komme zu der Schlußfolgerung, dass Schwule, Junkies und Frauen (das sind die drei Hauptbetroffenengruppen in Deutschland) eben nicht spendenwürdig sind und dass man für Spritzentausch für Junkies nichts spenden würde, wohl aber für "unschuldige Babys". So als seien die anderen nicht im selben Maße hilfswürdig und so als hätten sie ihre Würde mit ihrer Infizierung verloren. Und so werden dann 70 Betroffene, sowie die Aufklärung von Emden bis Bremen von EINER Person durchgeführt werden müssen, nur weil die Deutschen nur für anständige Opfer spenden.
                        Damit bekämpft man aber leider nur ein Symptom, nicht die Ursache. Wenn man Neuinfektionen verhindert, verhindert man auch Schwangerschaften von HIV-Positiven, weil diese erst gar nicht HIV-positiv werden. Aber ohne nachzudenken neigen die Leute dazu, für die unschuldigen Kinder zu spenden, anstelle von Organisationen, die Neuinfektionen verhindern können. Und das finde ich im höchsten Maße kritikwürdig. Dass HIV-positive Kinder umfassend versorgt werden sollen, stelle ich ja gar nicht außer Frage, aber dass die von den Stiftungen nicht wissen, wohin mit dem Geld, während woanders Läden dichtmachen müssen...
                        Und was geschieht in solchen überfetten Stiftungen? Da werden erstmal Stellen ausgebaut. In Mecklenburg Vorpommern haben sie einen Geschäftsführer des DRK verhaftet, rate mal, wer dessen Villa finanziert hat?

                        Zur dritten Welt kann ich mich nur schlecht äußern, da kenne ich mich nicht so gut aus. Aber auch da, so sage ich mal aus dem Bauch heraus, gehört das Geld in die Prävention, also die Verhinderung von Neuinfektionen. Das muß sich mit der Betroffenenhilfe verzahnen, aber die Relationen müssen gewahrt bleiben.

                        Also weiter mit meinem Spendentraktat.
                        Die Opfer des 11.9. wurden regelrecht zugespendet, während für Afganistan sehr viel weniger floß. Auch RTL sammelt für "Kinder in Not". Ich finde das ja ausgezeichnet, aber ich habe noch nie auf dem Sender gesehen, was mit dem Geld geschieht, was für Kinder sind und wo das Geld hinfließt. Interessiert das denn niemanden?
                        Wenn man sich genauer darüber Gedanken machen würde, wofür man spenden würde, dann würde sicher mehr erreicht werden.

                        endar
                        Republicans hate ducklings!

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                        • #13
                          Danke endar!
                          Ich habe alles zur Kenntnis genommen und akzeptiere es voll und ganz. Nur diese Bemerkung mit den goldenen Rasseln konnte ich einfach nicht so stehen lassen - das tat mir im Herzen weh.

                          Aber eines ist noch offen:
                          Ich bin nicht für einen Schwangerschaftsabbruch. Ich bin für eine verantwortungsvolle "Kinderpolitik" von Seiten der Eltern. Wenn sie wissen, dass sie HIV-positiv sind, dann sollten sie gar nicht erst ans Kinderkriegen denken. Kaiserschnitt hin - Kaiserschnitt her: Das Risiko ist einfach zu hoch.

                          Liebe Grüße, Gene
                          Live well. It is the greatest revenge.

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                          • #14
                            Gerade hat die tolle (Wortwahl=Absicht) Aids-Gala begonne und wie jedes mal dreht sich mir der Magen um. Einmal im Jahr zelebriert man seine eigene Humanität, um die Notleidenden dann wieder für 364 Tage zu vergessen.

                            Von der Veruntreuung von Spendengeldern möchte ich jetzt nicht sprechen, aber dies ist sicherlich ein Problem. Weitaus gefährlicher ist aber die geistige Verzahnung von Sünde und HIV-Infektion. Wenn Parteien auf Plakate schreiben, dass AIDS eine Strafe Gottes für ein gottloses Leben sei und diese Ideologie auf fruchtbaren Boden fällt, frage ich mich manchmal wo wir leben. Sicher ist eine situationsbezogene Schuld erkennbar, aber das Fehlen von Mitleid etc. ist doch extrem.

                            Mal sehen, ob sich bis zum nächsten Welt-Aids-Tag etwas ändert...
                            Recht darf nie Unrecht weichen.

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                            • #15
                              ich unterstütze Hilfen vor Ort,
                              und Personen, die z.b.: in Afrika aufklären, diese aber vorallem mit Materialien und durch Ausbildung, die ich extrem kostengünstig bis gratis mache

                              in Afrika gibt es immer noch die Meinung, dass durch Geschlechtsverkehr mit einer jungfrau AIDS geheilt werden kann?
                              soviel zum Thema Schuld der Erwachsenen.

                              in Indien werden immer jüngere Kinder zur Prostitution verkauft, haben sie AIDS werden sie einfach nach Hause zurückgeschickt und *vegetieren* dann dort einfach so dahin................

                              ich unterstütze SchülerInnen, die andere SchülerInnen aufklären und kläre selber Eltern auf, die immer noch entsetzt sind, dass ein Mädchen oder eine junge Frau ein Kondom bei sich trägt....

                              ich versuche - dort wo ich lebe zu erklären und vorzuleben, dass Personen, die eben Beziehungen mit Partnern des gleichen Geschlechts bevorzugen, ganz normale Menschen sind...und keine Monster und keine Verrückten....



                              das ist meine AIDS Gala und die findet nicht nur einmal pro Jahr statt...

                              t´bel

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