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Mittelalterliche Musik

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  • Mittelalterliche Musik

    Für alle Freunde ausgefallener Musik habe ich hier einen kleinen Tip:

    Vor ein paar Tagen bin ich in einem Elektronikkaufhaus hier in der Nähe über eine CD-Collection namens "Faszination Alte Musik - Lieder und Tänze des Mittelalters" gestolpert. Die beinhaltet 5 CD's mit Geistlicher-, Instrumental- und Tanzmusik aus der Zeit von 1200 bis 1400. Kosten tut das ganze etwa 18 €.
    Ich höre zwar großteils Klassik und man könnte ja eigentlich annehmen, das der Sprung von bspw Barock zu Mittelalterlich nicht so groß ist, aber da wurde ich dann doch schnell eines besseren belehrt. Für alle, denen der Einheitsbrei moderner Musik auf die Nerven geht und die dringend mal ein Kontrastprogramm benötigen, diametraler als mit dieser Musik gehts kaum noch!

    Kennt jemand hier vielleicht ähnliche Zusammenstellungen von Musik dieser Epoche? Wie ist eure Meinung dazu?

  • #2
    Es gibt da noch so eine CD-Rehie, die sich "Gregorian" nennt, wenn ich mich Recht erinnere. Ich setz grad mal den Link hier rein, was Amazon so alles dazu anzubieten hat.

    Außerdem gibt es dann noch eine Band namens In Extremo, die u.a. Original Minnetexte vertont hat. Auch die Band Letzte Instanz macht mittelalterlich angehauchte Musik.
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
    endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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    Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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    • #3
      In meinem Mp3 Verzeichnis lungern schon seit längerem Stücke von Gregorian herum, allerdings finde ich die nicht so toll, da sie einfach 'hits' im Stil der Benediktinischen Gesänge machen. Besser finde ich da die Titel die damals original in den Köstern und Kirchen gesungen wurden (Sancte Dei, In Patronum Angeli etc.) Was Minnegesämg usw. angeht habe ich noch nicht angehört, hört sich aber interessant an
      Tante²+²

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      • #4
        Also wirkliche mittelalterliche Musik höre ich nicht.

        Lediglich Blind Guardian hat ja zum Teil einen leicht mittelalterlichen Einschlag, und "The Bard's Song (in the Forrest) ist schon fast wirklich mittelalterlich.
        “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
        They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
        Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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        • #5
          Weiß einer eigentlich wo es Noten zu mittelalterlichen Stücken gibt?
          Ich bin ein Stern am Firmament,
          Der die Welt betrachtet, die Welt verachtet,
          Und in der eignen Glut verbrennt.

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          • #6
            Ich weiß zwar nicht, wo man jetzt Noten zu den mittealterlichen Klängen bekommen kann aber, soweit ich mich habe belehren lassen gibt es keine richtigen Noten, da eine Notenschrift als solche damals noch nicht bekannt war. Zu Liedern, wie zum Beispiel dem Palästinalied, sind nur Tonhöhen bekannt. Nicht die "Schnelligkeit" des Liedes.

            Da man damals zu "Noten"aufzeichnung keine Linien benutzte, wirken diese, als ob ein Vogel mit Tintenfüße über Papier gelaufen wäre

            Rhiannon
            HOFFNUNG ist alles!

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            • #7
              Auch Tonarten gab es im Mittelalter nur in beschränkter Form, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

              Der Quintenzirkel, der ja erst durch das "wohltemperierte" Klavier zur Zeit Bachs/Händels/Vivaldis entstand, war im MA nur teilweise vorhanden/bekannt/entwickelt.
              Ich denke, man sang pentatonisch, d.h. auf 5-Ton Basis. Auch viele Musikinstrumente waren nicht bekannt, deswegen liest man oft von Harfen und Zimbeln (=Cembalo!!!). Die Orgel war allerdings bereits bekannt, hatte ihren Siegeszug in Europa allerdings noch nicht angetreten.

              Ich selbst höre kaum Musik des MA, habe aber Chroräle des Anselm da Milano (5/6 Jh.) zuhause und einen Sampler. Ich höre erst ab der Generation vor Bach = Biber etc.

              endar
              Republicans hate ducklings!

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              • #8
                Demnach gibt es auch nichts was nachher noch auf Blatt übertragen wurde?
                Schade.
                Mein Bruder hatte mich mal gefragt ob ich vielleicht mal bein einem Mittelalterfest (die guten) mitmachen würde.
                Da hätt ich gerne etwas Musik geliefert.
                Ich bin ein Stern am Firmament,
                Der die Welt betrachtet, die Welt verachtet,
                Und in der eignen Glut verbrennt.

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                • #9
                  Hm, schau mal auf http://www.wolfenmond.de/WolfenLinks.html

                  Vielleicht findest du da einen Hinweis, der dir weiterhilft.
                  Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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                  • #10
                    Original geschrieben von Sebenai Frill
                    Demnach gibt es auch nichts was nachher noch auf Blatt übertragen wurde?
                    Schade.
                    Mein Bruder hatte mich mal gefragt ob ich vielleicht mal bein einem Mittelalterfest (die guten) mitmachen würde.
                    Da hätt ich gerne etwas Musik geliefert.
                    Doch selbstverständlich ist sie dann auch "notiert" worden, sonst könnte man sie ja heute nicht spielen.
                    Oder die alte Notierung ist in zeitgenössiche umgewandelt, damit jeder was davon hat.
                    Republicans hate ducklings!

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                    • #11
                      Original geschrieben von endar
                      Zimbeln (=Cembalo!!!).
                      Es ist passiert! Es ist passiert! Ich weiß mehr als endar!

                      Also was mich bei dir immer wieder verblüfft, endar, ist, wie du mit größter Selbstsicherheit falsche Definitionen in den Raum werfen kannst.

                      Zimbeln sind kleine metallene Platten, quasi die "Becken" der heutigen Orff-Instrumente, aber viel, viel kleiner:



                      Ihre Blütezeit erlebten die Cembali ab Anfang des 16. Jahrhunderts und gehören somit in die Renaissance und nicht in das MA (wenngleich das erste Cembalo 1440 gebaut wurde und somit noch ins Mittelalter fällt).

                      [/schamlos ergoogeltes Klugscheißerwissen ]
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                      • #12
                        @endar: THX, hab einen Haufen Noten gefunden gefunden. Jetzt hab ich ein Gigabyte weniger auf der Festplatte.
                        Ich bin ein Stern am Firmament,
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                        • #13
                          Ich war am WE ja in Bern auf dem Mittelalter Festival. Hätte ich da gewußt, daß hier jetzt die Musik dazu diskutiert würde.
                          Hätte ich die Flötistin fragen können.
                          Sie spielte Mittelalter-Flöte und hatte auch entsprechende Noten dazu.

                          Eine Barden-Gruppe war dieses Jahr auch in Konstanz gewesen, mit Lieder aus dem Mittelalter, die aber ins Hochdeutsche übersetzt wurden, sonst könnte man die nicht verstehen.
                          Ich sag nur, Walther von der Vogelweide, sollte dem einen oder anderen noch ein Begriff sein.

                          Typische Mittelalter-Instrumente sind:

                          Trommeln, Tamburin, Schellenkranz, Flöten, Schalmei, Luren, Drehleier (hört sich wie ne Geige an), Laute, Harfe, Dudelsack und Fiedel

                          Diese Aufzählung ist sicherlich nicht chronologisch und ich weiß nicht so genau, in welches Jahrhundert sie soiom einzelnen gehören, aber so ab 8. Jahrhundert sollte schon alles bekannt gewesen sein... *g*

                          Edit:

                          Luren sind altnordische Blashörner,

                          Schalmeien sind die Vorgänger der Oboe, die Technik kommt aus Ägypten (Zweiblattmundstück),

                          Flöten sind die ältesten Instrumente überhaupt,

                          Drehleier ist ein Kasten wo Saiten über ein Rad gespannt sind, Wird das Rad gedreht, klingen die Saiten. Mittel Tasten werden die Saitenlängen verändert und andere Töne erzeugt. Einige Saiten klingen aber ständig mit, so daß immer ein brummender Unterton zu hören ist, wie beim Dudelsack.

                          Dudelsack wird auch Sackpfeife genannt.

                          Hier ein paar Links zu den unbekanntesten Instrumenten:

                          Lure
                          Drehleier
                          Schalmei

                          Hab hier nochn Minnelied:

                          Walther von der Vogelweide


                          Ich saz uf einem Steine
                          Da dachte ich Bein mit Beine.
                          Dar uf sazte ich min Elenbogen.
                          Ich hate in min Hand gesmoge
                          Das Kinne un ein min Wange.
                          Da dachte ich mir vil ange.
                          Wie man zer Welte solte leben.

                          Quelle: Walther von der Vogelweide, Minnelied (1170-1230)
                          Zuletzt geändert von Ezri Chaz; 18.08.2003, 14:18.

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                          • #14
                            Schön ist auch "Nouvele amor qui si m´agrée" von Rogeret de Cambrai uas dem 13. Jahrhundert. Für Sopran, Bass und Tenor .
                            Wird bestimmt keiner von euch kennen.
                            "If there's nothing wrong with me, maybe there's something wrong with the universe!" (Dr. Beverly)

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                            • #15
                              Was auch sehr viel Spaß macht zu hören ist Schandmaul
                              Nur weil die Klugen immer nachgeben regieren die Dummen die Welt

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