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    Anlässlich der Veröffentlichung des neuen Air-Albums "Pocket Symphony" habe ich mir gedacht, ich spendiere dieser Band mal einen Thread.



    Schon der Name der Band deutet es an - Air haben sich einem luftig-leichten Sound verschrieben, der inzwischen zu einem Markenzeichen geworden ist und mittlerweile viele Nachahmer (z.B. Zero 7, Husky Rescue, Bent) gefunden hat. Das französische Duo - bestehend aus den beiden Franzosen Nicolas Godin (Keyboards, Gesang) und Jean-Benoît Dunckel (Gitarre, Bass) - ist dabei eine sehr vielseitige Band, die sich keiner gängigen Schublade recht zuordnen lässt. Ob French-House, Prog-Rock oder Trip-Hop - verschiedene Szenen versuchen die Band für sich zu vereinnahmen.

    Die Geschichte von Air beginnt bereits Ende der 80'er Jahre. Unter dem Namen "Orange" machen die Studenten Godin und Dunckel gemeinsam mit Alex Gopher und Xavier Jamaux für eine kurze Zeit Indie-Rock. Nach dem Ende der Band arbeiten Gopher und Godin noch bis 1991 zusammen und experimentieren mit den neuen technischen Möglichkeiten elektronischer Musik.
    1995 wird schließlich Air gegründet. In den darauffolgenden Jahren erscheinen diverse EPs, die aber erst viel später auf der Scheibe "Les Premiers Symptomes" (zu deutsch: die ersten Symptome) veröffentlicht werden. Bereits die ersten Aufnahmen deuten die weitere Entwicklung der Band an: eine musikalische Reise in die Zeit der analogen Synthesizer der 70'er Jahre. Die Single "Modulor Mix" schlägt in der französischen Dance-Szene ein wie eine Bombe und sorgt auch darüber hinaus für großes Aufsehen.

    Mit "Moon Safari" erscheint 1998 das erste reguläre Album von Air. Stilistisch knüpfen die Franzosen dabei an ihren Frühwerken an und bieten verträumte Easy-Listening-Songs im 60's/70's-Flair garniert mit elektronischen Effekten. Die Scheibe verkauft sich mehr als eine (!!!) Million Mal und die Songs "Sexy Boy", "All I Need" und "Kelly Watch The Stars" erreichen sogar die höheren Regionen der Single-Charts.
    In Folge ihres Überraschungserfolges werden Air 1999 von der Filmproduzentin Sofia Coppola engagiert, die Musik für ihren Film "The Virgin Suicides" zu kreieren. Dem Film bleibt zwar der große kommerzielle Erfolg verwehrt, aber er findet trotzdem viele Liebhaber - was zu einem Großteil sicher auch am gelungenen Soundtrack liegt.

    Das 2001 erscheinende "10.000 Hertz Legends" stellt die Fans von "Moon Safari" auf eine harte Probe. Der Sound des Albums ist wesentlich härter und abgefahrener. Neben vielen experimentellen Songs (z.B. "Don't Be Light", "Electronic Performers") sind aber auch die typischen federleichten Songs enthalten (z.B. "Radian" oder "Caramel Prisoner"). Prominenter Gast auf dem Album ist übrigens der Indie-Rocker Beck Hansen, der die Band gesanglich und an der Mundharmonika unterstützt. Im Jahr darauf erscheint mit "Everybody Hertz" ein Remix-Album, auf dem drei Songs von "10.000 Hertz Legends" durch den Reißwolf gejagt werden. Der künstlerische Gehalt der meisten Arbeiten hält sich aber in Grenzen.

    Der Vollständigkeit halber zu erwähnen, ist das 2003 erscheinende und kaum beachtete Album "City Reading". Darauf wird eine Vorlesung des italienischen Schriftstellers Alessandro Baricco von Air musikalisch untermalt. Die musikalische Ausbeute ist zwar kaum der Rede wert, aber das Projekt ist ein weiterer Beleg für die Vielseitigkeit der beiden Franzosen.

    2004 erscheint mit "Talkie Walkie" ein Album, dass stilistisch irgendwo zwischen "Moon Safari" und "10.000 Hertz Legends" einzuordnen ist und alle jene versucht zu versöhnen, die vom Vorgänger enttäuscht waren. Die Reminiszenzen an die 60'er und 70'er sind allerdings weitgehend passé - stattdessen dominieren grelle 80's-Elektro-Pop-Songs. Neu ist auch, dass die Gesangsparts fast vollständig von Air selbst übernommen wurden.
    Vorletzte Woche ist nun auch "Pocket Symphony" erschienen – und wieder ist es Air misslungen, die Fans des Erstlingswerkes "Moon Safari" zufriedenzustellen. Obwohl die neuen Songs wesentlich chilliger daherkommen als noch auf "Talkie Walkie" und teilweise recht exotisch instrumentiert sind (unter anderem kommt die Koto, ein japanisches Saiteninstrument, zum Einsatz), monieren viele Fans – teilweise zu recht – das Fehlen großer Ideen.

    Diskographie:
    Les Premiers Symptomes (1997)
    Moon Safari (1998)
    10.000 Hz Legends (2001)
    Walkie Talkie (2004)
    Pocket Symphony (2007)

    Anspieltipps:
    Modular Mix (1995)
    Le soleil est près de moi (1997)
    La Femme D'Argent (1998)
    All I Need (1998)
    Playground Love (2000)
    The Vagabond (2001)
    Don't Be Light (2001)
    Radian (2001)
    Cherry Blossom Girl (2004)
    Biological (2004)
    Alone In Kyoto (2004)
    Space Maker (2007)
    Mer Du Japon (2007)
    Mein Profil bei Last-FM:
    http://www.last.fm/user/LARG0/

  • #2
    Irgendwelche detailierten Empfehlungen? Wollte mich mal näher mit Air beschäftigen seit ich Lost In Translation gesehen habe - Alone in Kyoto ist IMO mit Abstand das beste Stück vom Soundtrack.

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    • #3
      Zitat von Dax Beitrag anzeigen
      Irgendwelche detailierten Empfehlungen? Wollte mich mal näher mit Air beschäftigen seit ich Lost In Translation gesehen habe - Alone in Kyoto ist IMO mit Abstand das beste Stück vom Soundtrack.
      Also wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, dann nimm die "Moon Safari". Die wird allgemein als die beste Scheibe von Air angesehen. "10.000 Hz Legends" ist vom Sound her das ungewöhnlichste Air-Album. Die ersten drei Songs darauf sind zwar ziemlich schlecht (für Air-Verhältnisse), dafür sind die restlichen Songs teilweise grandios (z.B. "Radian" oder "The Vagabound"). "Talkie Walkie" und "Pocket Symphony" sind eigentlich auch ok, aber der große Überraschungseffekt bleibt aus (wenn man die Vorgänger-Alben kennt). Gegen "Talkie Walkie" spricht eventuell der Kopierschutz - gegen "Pocket Symphony" der Preis. Deshalb würde ich mir wahrscheinlich "Moon Safari" und "10.000 Hz Legends" für jeweils 10 Euro (mehr kosten die ja nicht mehr) holen.
      Mein Profil bei Last-FM:
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      • #4
        Also ich habe "Moon Safari" und meine Favs sind "Kelly watch the stars" und "All I need"! Danach is das Interesse an Air etwas verflogen, ausser "Cherry Blossom Girl" hab ich noch mitbekommen

        Kauf mir vlt die anderen Alben noch nach, werde sie mir aber zuerst anhören, @largo: sind die letzten 2 Alben wirklich nich zu empfehlen?
        Ich hab da ein ganz mieses Gefühl!!!!
        Magierin: Ich sleudere den Fffeuerball dem Drachen entgegen
        There's a Rainbow inside my Mind
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