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Compilations / Sampler

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  • Compilations / Sampler

    Ich habe mir schon vor einiger Zeit vorgenommen gehabt, einen Thread über Compilations (Sampler) aufzumachen. Nun ist es endlich so weit.
    Compilations waren bis um 2000 herum, ein beliebtes Medium, um kostengünstig an Dance-Music heranzukommen. Im Laufe der Zeit hat die Compilation allerdings an Bedeutung eingebüßt, was man an dem geschrumpften Angebot an Compilations sehen kann. An vielen Stellen wurde die Compilation durch mp3 abgelöst, d.h. man läd sich heute tendenziell gezielt die Stücke herunter, die man braucht, oder besorgt sie sich anderweitig und stellt sich selbst Playlisten zusammen. Die meisten Compilations sind heute DJ-Mixe – das war früher anders.

    Ich habe in den letzten Monaten und Jahren sehr viele ältere Compilations über den Gebrauchtwarenmarkt besorgt und habe mittlerweile einen ganz guten Überblick über Veröffentlichungen aus der Zeit von 1990 bis 2002. Der Thread soll Gelegenheit geben, sich über die wirklich interessanten Compilation-Serien zu verständigen und gegebenenfalls Anregungen für Sucher von Raritäten liefern.
    Gerne kann auch über die jeweiligen Hass-Compilations gesprochen werden: Ich verabscheue z.B. alle Compilations aus dem Hause "Ministry Of Sound". Dazu später mehr.
    Es können natürlich auch Fragen gestellt werden. Mich würde z.B. interessieren, wie gut die "The Best In Minimal"-Reihe (seit 2008) so ist.

    Ich fange einfach mal mit einigen der von mir präferierten Compilation-Serien an:

    Dance Max
    In den 90er Jahren gab es eine Vielzahl von Dance-Compilations mit Schwerpunkt auf Euro-Dance z.B. Maxi Dance Sensation, Dance Now!, Maxi Power, Dance Mission usw. Die Dance Max-Reihe war aus meiner Sicht die interessanteste. Das Konzept der Maxi-Versionen hat man im Vergleich zu anderen Serien recht lange durchgehalten. Häufig hat man auf sehr rare Remixe zurückgegriffen wie z.B. den heute sehr schwer erhältlichen Morales Remix von "Now That We Found Love" (Heavy D. & The Boyz). Natürlich ist auch einiger Ausschuss dabei. Wer kann, sollte sich Vol.5 bis Vol.14 besorgen. Ich habe das als Kind rauf und runter gehört. Spätestens mit Vol.15 wurde es allerdings zunehmend schlecht. Ab Vol.21 war das Konzept der Maxi-Versionen entgültig aufgegeben worden und die Trackauswahl war so beliebig, wie auf anderen Compilations auch.

    Back To Love
    Die beste Compilation-Serie aus dem Hause Hed Kandi. Seit dem Jahr 1999 werden Schätze aus der Zeit von 1988 bis 1996 ausgegraben und zusammengestellt. Genremäßig wird dabei überwiegend House und Soul abgedeckt. Dabei handelt es sich aber weniger um kommerziell erfolgreiche Musik, d.h. Dr. Alban, Snap und ähnliches sucht man (zum Glück vergeblich). Trotzdem sind viele Stücke absolute Großkaliber wie z.B. "I'll Be Your Friend" von Robert Owens. Viele Tracks werde einige vom GTA-San Andreas-Soundtrack kennen. Bis zur 2007er Ausgaben lagen alle Tracks vereinzelt zwar gekürzt aber unmixed vor. Alle darauffolgenden Veröffentlichungen sind leider DJ-Mixe.

    Diggin' Deeper – The Roots Of Acid Jazz Vol.1-7
    Sony-Compilation mit Tracks aus dem Bereich Jazz-Funk und der Zeit von Ende 60er bis Anfang 80er. Viele dieser Tracks werden als Inspirationsquelle für Musiker der Acid-Jazz-Welle angesehen. Einige der Stücke kennt man, weil sie entweder gecovert wurden oder Samples in der Dance-Music der 90er wiederverwertet wurden. Wer die Original-Versionen von "Die da" oder "Gangsta's Paradise" hören möchte, kommt nur schwer an dieser Compilation vorbei. Zum Teil handelt es sich um Tracks, die auf regulären Veröffentlichungen erhältlich sind (z.B. Alben), zum Teil sind die Tracks nur auf dieser Compilation erhältlich. Leider ist die Serie nach Vol.7 (2003) nicht fortgesetzt worden.

    Fortsetzung folgt ...
    Zuletzt geändert von Largo; 12.05.2013, 21:40.
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  • #2
    Meine umfangreichste Sampler Reihe ist die Trancemaster Serie. Irgendwann Mitte der 90er hatte ich die 8er, 9er und 11er gekauft. Da es aber in dem Zeitraum doch relativ viele und v.a. ähnliche Sampler gab und sich die Trancemaster deswegen in eine Richtung entwickelte die mir nicht zusagte, war bei 11 Schluss. Ich glaube 2008 bin ich wieder darauf gestossen und war von der Zusammenstellung recht angetan, weil sie einen guten Querschnitt von Produktionen repräsentierte! Und seitdem habe ich von 52 herum bis 76 so gut wie alle gekauft. Außerdem noch einige zwischendrin, weil ich sie bei Flohmärkten etc. gefunden hatte (zB 19, 20 und andere).
    Leider wurde die Serie ja "pausiert". Als Begründung wird ja das Raubkopieren genannt, aber ich glaube, dass eines der Hauptprobleme die Überschneidung bzw. Ähnlichkeit mit den Armada (Armin van Buurens Label) Samplern ist...

    Von den erwähnten 90er Samplern habe ich noch Trance Nation 3, 4 und 6. 1 und 2 will ich noch unbedingt haben, eventuell auch noch die 5er. Sind aber nicht ganz so leicht bzw. günstig zu bekommen. Diese Serie ist, was 90er betrifft, top!

    Außerdem habe ich noch die Rave Mission 1-5 und 11. Wie der Name schon sagt, raviger und acidlastiger.

    Abgesehen davon bzw aus neuerer/aktuellerer Zeit habe ich: Heaven - Deep Trance Essentials 1-7, welche einen guten Überblick über hervorragende UK-Trance Produktionen gibt und sich dadurch definitiv von anderen Samplern Kontinentaleuropas unterscheidet. Leider wurde diese mit 7 beendet.

    Bei der A State of Trance Classics habe ich auch alle 7 (immerhin jeweils 4 CDs/Nr), die, wie der Name schon sagt, die Klassiker aus älterer und jüngerer Vergangenheit beinhaltet.

    Dann möchte ich noch die Anjunabeats Serie auffüllen, wo ich erhebliche Lücken habe. 10 gibts bisher und haben tu ich: 1, 5 und 7, wobei ich nicht sicher bin, ob ich bei 7 aufhören soll/werde.
    Um was gehts da überhaupt? Um die Releases von Above&Beyonds Label Anjunabeats, comprende? *g*

    Ja und wenn ich schon Armada erwähne...zählen auch die DJ-Mix Reihen? :-D

    Wie man merkt, recht elektronisch lastig

    €: ach ja, und ich wäre mir nicht so sicher, ob die Compilations an Bedeutung eingebüßt haben. Mir kommt eher so vor als würde hinz&kunz, jede Fernsehsendung (egal ob Morgenmagazin, Gute Zeiten Schlechte Zeiten, Fernseh"magazin" und Serie uswusf) etcpipapo "ihre" Reihe rausbringen, die allesamt dieselben Nummern oben haben.
    Wenn es nur eine Sampler-Reihe gibt mit einem Absatz von sagen wir 1000 Stück, gibt es bei 1000 Sampler-Reihen dementsprechend nur mehr einen Absatz von einer CD..!

    Und meinst du mit der "Best in..." Reihe die von ZYX? Da gibts ja einige mit der jeweilen Richtung bzw. Stil der elektronischen Musik und nicht nur Minimal, oder?
    Zuletzt geändert von Eye-Q; 18.05.2013, 00:51.
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    • #3
      Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
      Meine umfangreichste Sampler Reihe ist die Trancemaster Serie.
      Die Trancemaster-Reihe ist auch eine meiner Favoriten. Die Serie ist bereits 1992 gestartet und dokumentiert damit sehr gut die Entwicklung von Techno/Trance. Die frühen Ausgaben zeigen, dass das Genre zu Beginn sehr viel breiter aufgefächert und experimentierfreudiger war, als es heute der Fall ist. Die Tracks unterscheiden sich sehr viel deutlicher voneinander und man kann heraushören, ob ein Track von 1992 oder 1994 ist. Heute es ist nach meiner Wahrnehmung fast unmöglich, herauszuhören, ob der Track von 2002 oder von 2012 ist. Ich würde mir manchmal wünschen, dass die Produzenten solcher Musik ein paar Schritte zurückgehen und an frühere Traditionen anknüpfen. Ich habe alle Trancemaster-Ausgaben von Vol.1 bis 16.

      Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
      Von den erwähnten 90er Samplern habe ich noch Trance Nation 3, 4 und 6. 1 und 2 will ich noch unbedingt haben, eventuell auch noch die 5er. Sind aber nicht ganz so leicht bzw. günstig zu bekommen. Diese Serie ist, was 90er betrifft, top!
      Die Trance-Nation-Serie habe ich natürlich auch, habe alle Vol. 3 bis 9 und 12 bis 15. Die Qualität hat aus meiner Sicht etwas geschwankt. Meine Favoriten sind Vol. 6 und 7. Auf Vol.7 ist einer meiner absoluten Lieblingstracks enthalten "51 Days – Paper Moon". Sehr schwer erhältlich übrigens. Das Konzept mit den 2 CDs ungekürzten Tracks und 1 CD DJ-Mix ist eigentlich gut gewesen. So kommen eigentlich alle auf ihre Kosten.

      Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
      Ja und wenn ich schon Armada erwähne...zählen auch die DJ-Mix Reihen? :-D
      Gern können auch DJ-Mixe aufgezählt werden. Auch wenn ich damit nichts anfangen kann, haben sie sicher auch ihre Daseinsberechtigung. Mich stört nur, dass sie inzwischen den Compilation-Markt dominieren. Vielleicht komme ich an dieser Stelle gleich auf die "Ministry Of Sounds"-Compilations zu sprechen. Dieses Label veröffentlicht tatsächlich fast ausschließlich DJ-Mix-Compilations bzw. Compilations mit ineinandergefadeten Tracks. Selbst bei Compilations, wo aufgrund der Heterogenität der Tracks ein DJ-Mix nicht zweckdienlich ist – und selbst auf Compilations, wo mehrheitlich schwer erhältliche Tracks enthalten sind (z.B. 70er Jahre-Funk-Classics). Als Sammler kann ich da nur mit den Augen rollen.

      Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
      €: ach ja, und ich wäre mir nicht so sicher, ob die Compilations an Bedeutung eingebüßt haben.
      Ich beobachte halt, dass viele hervorragende Compilation-Serien eingestellt wurden: Audiopharm hatte z.B. mehrere Compilation-Serien veröffentlicht (Brazilectro, Afrotronic, Nova Soul, Asia Lounge) – alle sind eingestellt worden. Vision-Soundcarriers hatte früher neben der Trancemaster-Reihe auch andere Reihen am Start: Travellings, Rave Now!, Groove Zone, World Of Trance. Davon ist heute nicht mehr viel übrig geblieben. Dasselbe gilt für SPV (Goa-Head, TanTrance, Cosmic Cubes, Chill Out, Acid Flash, Pulse) oder Spirit Zone (Global Psychedelic Trance, Global Psychedelic Chill Out). Space Night könnte man in diesem Zusammenhang auch nennen. Dann gibt es noch verschiedene Jazz/Funk/Soul-Compilations, die eingestellt worden (Mojo Club, Manifesto of Groove, Diggin' Deeper) – ersatzlos. Zu erwähnen sind auch die verschiedenen Dance-Compilations (Dance Max, Dance Now!, Maxi Dance Sensation), für die es kein Pendant mehr gibt. Die ehemals gelungenen HedKandi-Compilations haben an Qualität eingebüßt und erscheinen ausschließlich als DJ-Mix. Übrig geblieben sind vor allem Compilations mit Kommerz-Musik (z.B. Future Trance, Dream Dance) und DJ-Mixe. Ich würde sagen, der Compilation-Markt hat sich deutlich konsolidiert, um es vorsichtig auszudrücken.

      Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
      Und meinst du mit der "Best in..." Reihe die von ZYX? Da gibts ja einige mit der jeweilen Richtung bzw. Stil der elektronischen Musik und nicht nur Minimal, oder?
      Mich interessiert erstmal nur die Minimal. Das scheint die umfangreichste zu sein (ist mittlerweile bei Vol.8 angekommen). Habe mir kurzfristig die beiden ersten Ausgaben gekauft. Bin gespannt.
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      • #4
        Ich behaupte mal, dass das Genre immer noch breit gefächert ist. Nur die Zusammenstellung von Compilations hat sich spezialisiert.

        Weiters behaupte ich auch, dass man sehr wohl die Unterschiede der Tracks von 2002 oder 2012 hören kann; wobei, von welcher Richtung reden wir? Um 2000 herum war das "Goldene Zeitalter" von Trance. Das hört man an Gouryella bzw. System F Produktionen, die es in dieser Art nicht mehr gibt. Ich bin versucht zu sagen, dass es "poppiger" geworden ist... Allerdings muss man da aufpassen, weil es sehr wohl noch "un-poppige" Produktionen gibt, die man aber, bei der Armada Übermacht (ich nenne sie schon Krake), suchen muss!

        Bei all den 90ern Samplern habe ich damals eigentlich immer nur die ersten paar (meistens die ersten 5 herum) gekauft und es dann gelassen, weil sie für mich (v.a. um/ab 96-97) dann zu "kommerzig" wurden
        Bei der Trance Nation ging es ja so: '94 (1), 2, 3, '95 (4), 5, 6, '96 (7) usw. (fett hervorgehoben habe ich)
        Und die Nummer die ich mit Trance Nation verbinde ist: Resistance D - Skyline (Bytes Mix) auf der TN 95, die für mich beste TN! (Paper Moon kannte ich gar nicht, ist für mich aber etwas..."unspektakulär" )

        Ministry of Sound kenne ich natürlich, habe ich aber nie speziell verfolgt, insofern habe ich keine Meinung zu dem Label. Aber ich mochte/mag es auch gar nicht, wenn Tracks ineinander übergehen, wenn es sich nicht um einen DJ-Mix handelt.

        Was Vision-Soundcarriers und SPV anbelangt, so brachten sie in der Tat einige Serien raus. Allerdings sollte man wahrscheinlich bedenken, ob Serien beendet wurden, weil sie von Anfang mit Absatz zu kämpfen hatten oder tatsächlich der Absatz zurückging. Aber das wird man wohl nie erfahren... Und wie bereits erwähnt, es kamen nicht wenige Sampler, die sich dann zu sehr ähnelten.
        Übrigens gibt es Goa-Head (wenn ich das jetzt nicht verwechsle) immer noch, aber von YSE rausgebracht. Im Goa Bereich wird schon noch rausgebracht und ich glaube nicht so wenig, aber ich verfolge den Bereich kaum.

        Und Dance Max, Dance Now!, Maxi Dance Sensation sorry, das Pendant IST Future Trance/Dream Dance Abgesehen davon ist halt der €-Dance Ende der 90er einfach flöten gegangen...aber ist ja witzigerweise im Moment, also gut 15 Jahre später, wieder extrem stark im kommen...

        Weitere Sampler die es gab:
        Hypnotrance (1-3 hatte ich mal, die dann aber verkauft)
        D.Trance (hatte ich nie)
        D-Techno (hatte ich nie)
        Eye-Trance (eigentlich auch eine sehr gute Serie...)
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        • #5
          Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
          Weiters behaupte ich auch, dass man sehr wohl die Unterschiede der Tracks von 2002 oder 2012 hören kann...
          Also, auch wenn ich mich nicht mehr wirklich intensiv Techno/Trance/House beschäftige, höre ich manchmal in aktuelle Releases (z.B. Trancemaster) rein. Mir ist dabei aufgefallen, dass die aktuellen Veröffentlichungen nicht wirklich signifikant anders klingen, als das, was um 2000 herum herausgekommen ist. Mag sein, dass es da auch Entwicklungen gegeben hat, aber die Unterschiede sind nach meiner Wahrnehmung deutlich geringer, als die Unterschiede zwischen einem 1992er und einem 1994er Release. Mir scheint, als würden die Produzenten dieser Musik ein bisschen im eigenen Saft braten. In der Sprache der Wissenschaft heißt das "Selbstreferenz".

          Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
          (Paper Moon kannte ich gar nicht, ist für mich aber etwas..."unspektakulär" )
          Das, was mich an "Paper Moon" seit meiner Jugend begeistert ist u.a. die ungewöhnliche Instrumentierung. Der Track klingt ein bisschen so, als sei er mit analogen Instrumenten (z.B. Kontrabass, Percussion) aufgenommen worden. Weiterhin gibt es eine schöne Spannungskurve und ein Thema, was einprägsam und gleichzeitig unaufgeregt ist. Mir fallen kaum Tracks aus dem Bereich Trance/Techno/House ein, die so klingen. Das macht den Track so einzigartig. Nu Jazz verbindet zwar auch elektronische Musik mit jazzigen Elementen, aber Nu Jazz ist eigentlich keine Dance-Music.

          Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
          Und Dance Max, Dance Now!, Maxi Dance Sensation sorry, das Pendant IST Future Trance/Dream Dance
          Das sehe ich etwas anders. Serien wie Dance Max, Dance Now! und Maxi Dance Sensation haben einen breiten Überblick über die Segmente der Dance-Music geboten: Euro-Dance, House, Hip-Hop, Soul und später auch Techno. Das bieten Compilations wie Future Trance und Dream Dance nicht. Weiteres Alleinstellungsmerkmal der Dance-Compilations waren bis 1995/96 die langen Tracks (Extended Versions, Remixe). Auf Future Trance und Dream Dance ist kaum ein Track länger als 3:30 Minuten.


          Weitere Compilations, die ich empfehlen kann:

          Future Sounds Of Jazz (Vol. 1-12)
          Der Titel täuscht. Es gibt keinen Jazz zu hören, sondern elektronische Musik (Lounge, House, Drum'n'Bass) mit gelegentlichen Jazz/Funk-Gimmicks. Typische Vertreter sind Beanfield, Fauna Flash, Tosca, Bonobo. Dennoch ist das ganze recht hörenswert. Schade ist trotzdem, dass Jazz-Musiker, die an der Schnittstelle von Jazz und elektronischer Musik operieren (z.B. Bugge Wesseltoft, Nils Petter Molvaer), vollständig außer Acht gelassen worden. Trotzdem ein Must-Have, da viele Tracks nur hier erhältlich sind. Die Serie wird weiterhin fortgesetzt, allerdings erscheinen die Releases sehr unregelmäßig. Die älteren Ausgaben sind auf dem Gebrauchtwarenmarkt relativ günstig erhältlich.

          Global Psychedelic Trance (Vol.1-10)
          Compilation-Reihe aus dem Hause Spirit Zone, die in der Zeit von 1996 bis 2002 veröffentlicht wurde. Das Besondere ist die Aufteilung in eine Dance-CD und eine Ambient-CD. Vertreten sind typische Vertreter aus dem Bereich Goa und Ambient z.B. S.U.N. Project, Tarsis, Space Tribe, Gabriel Le Mar, Chris Zippel. Daneben gibt es noch einen Ableger die "Global Psychedelic Chill Out" (Vol. 1 bis 4), auf der ausschließlich Ambient-Tracks enthalten sind. Um an die CDs heranzukommen, muss man auf dem Gebrauchtwarenmarkt etwas tiefer in die Tasche greifen.

          Manifesto Of Groove (Vol.1-12)

          Compilation-Reihe mit Schwerpunkt auf der Jazz/Funk/Soul-Schnittstelle. Es wird der Zeitrahmen von Ende der 60er bis Ende der 70er Jahre abgedeckt. Die verschiedenen Ausgaben haben Namen wie "Hit The Rhodes, Jack" und haben leicht unterschiedliche Schwerpunkte. Typische Vertreter sind Isaac Hayes, Kool & The Gang, Roy Ayers, Herbie Hancock usw. Das groovt und fetzt wie Sau. Beispiel: Melvin Sparks - Who's Gonna Take The Weight - YouTube Viele der Tracks sind heute schwer erhältlich. Das macht diese CDs so wertvoll.

          Fortsetzung folgt ...
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          • #6
            Zitat von Largo Beitrag anzeigen
            Dance Max
            In den 90er Jahren gab es eine Vielzahl von Dance-Compilations mit Schwerpunkt auf Euro-Dance z.B. Maxi Dance Sensation, Dance Now!, Maxi Power, Dance Mission usw. Die Dance Max-Reihe war aus meiner Sicht die interessanteste. Das Konzept der Maxi-Versionen hat man im Vergleich zu anderen Serien recht lange durchgehalten. Häufig hat man auf sehr rare Remixe zurückgegriffen wie z.B. den heute sehr schwer erhältlichen Morales Remix von "Now That We Found Love" (Heavy D. & The Boyz). Natürlich ist auch einiger Ausschuss dabei. Wer kann, sollte sich Vol.5 bis Vol.14 besorgen. Ich habe das als Kind rauf und runter gehört. Spätestens mit Vol.15 wurde es allerdings zunehmend schlecht. Ab Vol.21 war das Konzept der Maxi-Versionen entgültig aufgegeben worden und die Trackauswahl war so beliebig, wie auf anderen Compilations auch.
            Ich war zu der Zeit noch jung und brauchte das Geld........... ................. auch noch für andere Musik-CD's ! Darum habe ich von deinen aufgezählten nicht und niemals die ganze Reihe! Ich habe so von jeder Dance-Compilation nur etwa 4-7 CD's: Maxi Dance Sensation, Dance Now!, Dance Max und sonst noch Kram (ich müsste mal nach gucken ) !

            Aber ich habe bei der Club Sounds Reihe am längsten durchgehalten, und zwar 1-44, danach riss es plötzlich ab, weil ich nur noch am Existenzminimum lebte und kein Geld mehr dafür hatte !
            Ich hab da ein ganz mieses Gefühl!!!!
            Magierin: Ich sleudere den Fffeuerball dem Drachen entgegen
            There's a Rainbow inside my Mind
            Trippin' on Sunshine

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            • #7
              Hallo,

              erstmal möchte ich sagen, das ich den Faden klasse finde.
              Viele gute Tips sind dabei, und es macht ja auch ein bißchen Mühe die Tracks zusammenzusuchen.
              Dafür meinen Dank.

              Vorstellen möchte ich euch ein paar meiner Sampler.
              In den 90gern bin ich total auf Acid Jazz abgefahren.
              Hiermal ein paar Beispiele.

              Totally Wired 6 / A Collection from Acid Jazz Records

              Aaron Neville - Hercules
              Aaron Neville - Hercules. - YouTube

              Mother Earth - The Fifth Quadrant
              Mother Earth - The 5th Quadrant - YouTube

              Totally Wired 7 / A Collection from Acid Jazz Records

              The Subterraneans - Taurus Woman
              The Subterraneans featuring Carleen Anderson "Taurus Woman" - YouTube

              Sunship - Sunship
              Sunship "Sunship" - YouTube

              Acid Jazz / Collection One

              The K Collective - Keep It Coming
              K. COLLECTIVE - KEEP IT COMING - YouTube

              Stone Cold Boners Lesson One
              THE STONE COLD BONERS Lesson One [The Jazz Quiz] - YouTube

              Acid Jazz / Collection Two

              STONE COLD BONNERS - WORDS FROM YOUR MOTHER (LAND)
              STONE COLD BONNERS - WORDS FROM YOUR MOTHER (LAND) - YouTube

              Ace Of Clubs - Everything's Going To The Beat
              Ace Of Clubs - Everything's Going To The Beat - YouTube


              Acid Jazz ist ein weites Feld, deswegen kann ich nicht sagen ob sich die ganzen Reihen für euch lohnen,
              ich habe mal meine Lieblingsstücke hier vorgestellt.

              Hervorheben möchte ich die "Stone Cold Boners".
              Die Texte gefallen mir auch sehr gut.
              "Lesson One" ist eine Gegenüberstellung von schwarzen und weißen Musikern.
              Die Weißen kennt man fast alle, die Schwarzen eher weniger.
              Die Weißen haben aber die Musikstile der Schwarzen kopiert und waren erfolgreich.

              "Words from your Motherland" ist eigentlich ein Sprachkursus Suaheli - Englisch.
              Z.B. Trip = Safari.

              Das war's erstmal, uff.

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              • #8
                Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
                Abgesehen davon bzw aus neuerer/aktuellerer Zeit habe ich: Heaven - Deep Trance Essentials 1-7, welche einen guten Überblick über hervorragende UK-Trance Produktionen gibt und sich dadurch definitiv von anderen Samplern Kontinentaleuropas unterscheidet. Leider wurde diese mit 7 beendet.
                Habe mir die Vol.2 und Vol.5 eben günstig vom Gebrauchtwarenmarkt besorgt. Eigentlich eine ganz nette Compilation, aber leider haben die Compiler versucht, sich selbst zu verwirklichen, und einen Soft-Mix zusammengestellt. Irgendwie inkonsequent. Die Rezensionen im Internet hatten leider auf das Gegenteil hingedeutet.

                Zitat von Mallory Beitrag anzeigen
                Totally Wired
                Finde ich interessant. Werde mir sicher einige Ausgaben besorgen, sofern erhältlich.

                Zitat von Mallory Beitrag anzeigen
                Acid Jazz ist ein weites Feld, deswegen kann ich nicht sagen ob sich die ganzen Reihen für euch lohnen, ich habe mal meine Lieblingsstücke hier vorgestellt.
                Ich kannte bisher nur die üblichen Verdächtigen: The Brand New Heavies, Incognito, Galliano, Jamiroquai, Corduroy. Ansonsten eben sehr viel Jazz&Funk und Nu Jazz. Ich hoffe sehr, dass findige Musiksammler die Schätze dieser unbekannten Musikrichtung irgendwann wieder heben und herausbringen – als Re-Release eines Albums oder als Compilation.
                Mein Profil bei Last-FM:
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                • #9
                  Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                  Mir ist dabei aufgefallen, dass die aktuellen Veröffentlichungen nicht wirklich signifikant anders klingen, als das, was um 2000 herum herausgekommen ist.
                  Das Rad kann nicht neu erfunden werden.
                  Wenn mal Töne gespalten werden können, die 5. Dimension in die Produktion herangezogen werden kann etc. dann mag es anders aussehen.

                  Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                  Mir fallen kaum Tracks aus dem Bereich Trance/Techno/House ein, die so klingen.
                  Ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstanden habe, aber gehts um Tracks wie solche?
                  Mollono Bass - Die Liebe
                  bzw. derselbe/Goldenbaum - Traumtänzer

                  Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                  Das sehe ich etwas anders. Serien wie Dance Max, Dance Now! und Maxi Dance Sensation haben einen breiten Überblick über die Segmente der Dance-Music geboten: Euro-Dance, House, Hip-Hop, Soul und später auch Techno. Das bieten Compilations wie Future Trance und Dream Dance nicht.
                  Da hast du natürlich recht; ich hatte meine Anmerkung auch nicht so ernst gemeint.

                  Was Heaven Deep Trance Essentials betrifft, kann ich mich daran gar nicht erinnern. Denn ich mag sowas eigentlich auch gar nicht. Wenn ich so nachdenke, bilde ich mir dunkel ein mich erinnern zu können, dass nur bei vereinzelten Tracks und im Sekundenbereich eine "Verbindung" hergestellt wurde, die mich aber nicht weiter gestört hat.
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                  • #10
                    Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
                    Das Rad kann nicht neu erfunden werden.
                    Wenn mal Töne gespalten werden können, die 5. Dimension in die Produktion herangezogen werden kann etc. dann mag es anders aussehen.
                    Also, ich sehe auch heute durchaus noch Spielräume für Kreativität. Man muss das Rad nicht neu erfinden, man kann sich auch ersteinmal am bereits bestehenden orientieren. Typischerweise findet man immer wieder Anknüpfungspunkte in früheren Perioden oder in anderen Genres. Ich denke, dass vor allem der Bereich der afroamerikanischen Musik (Jazz, Fusion, Funk, Soul) bzw. Groove-Musik im Allgemeinen (Reggae/Dub, Big Beat, Trip-Hop, Kraut-Rock, Jungle/Drum&Bass) eine nahezu unerschöpfliche Quelle für Inspiration und Anregung für die elektronische Musik darstellt. Ich denke tatsächlich, das Problem ist, dass viele Techno/House-Produzenten sich nicht mit den Wurzeln ihrer Musik oder anderen Genres beschäftigen, sondern im eigenen Satz braten.
                    Damit entfällt eine weitere Möglichkeit der Erweiterung der Handlungsspielräume: die Zusammenarbeit mit Musikern aus anderen Genres und die Einbeziehung analoger Instrumente.
                    Die wenigen Versuche in diese Richtung deuten jedenfalls bereits das Potential solcher Kollaborationen an.

                    Beispiele:
                    Laurent Garnier & Bugge Wesseltoft: https://www.youtube.com/watch?v=kmZ-zQlx5Y8
                    Henrick Schwarz & Bugge Wesseltoft: https://www.youtube.com/watch?v=z3m6T68VPZI
                    Nils Petter Molvaer mit DJ und Programmierer: https://www.youtube.com/watch?v=H5Ioz12Ijp4

                    Ich weiß, das ist sicher schon weit weg von Techno und House, aber die Möglichkeiten sind trotzdem erkennbar. Es gibt keinen Zwang zum Konservatismus. Gerade elekronische Musik darf nicht konservativ sein. Das ist eher was für Rock und Heavy Metal.

                    Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
                    Ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstanden habe, aber gehts um Tracks wie solche?
                    Mollono Bass - Die Liebe
                    bzw. derselbe/Goldenbaum - Traumtänzer
                    So ungefähr, aber es darf gerne etwas staubtrockener sein.

                    Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
                    Was Heaven Deep Trance Essentials betrifft, kann ich mich daran gar nicht erinnern. Denn ich mag sowas eigentlich auch gar nicht. Wenn ich so nachdenke, bilde ich mir dunkel ein mich erinnern zu können, dass nur bei vereinzelten Tracks und im Sekundenbereich eine "Verbindung" hergestellt wurde, die mich aber nicht weiter gestört hat.
                    Ja, die Übergänge finden lediglich innerhalb weniger Sekunden statt. Aber die Tracks werden teilweise sehr spät eingeblendet oder/oder früh ausgeblendet, sodass die Tracks auch gut und gerne mal eine Minute kürzer als im Original sind. Für Sammler rarer Tracks ist das natürlich eine ungünstige Voraussetzung.
                    Mein Profil bei Last-FM:
                    http://www.last.fm/user/LARG0/

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                    • #11
                      Ich mach mal mit der "Dorado" Reihe weiter.

                      Der Macher nannte sie "Radical 90's Fusion".
                      Eine bunte Mischung aus Jazz in Verbindung mit HipHop, Dancefloor, DnB,
                      und was weiß ich nicht.


                      Dorado - A Compilation

                      D*NOTE - Scheme Of Things
                      Scheme Of Things - D*NOTE - YouTube

                      "Ain't nobody, gives a damn, for the voice of a weaker nation".
                      Hahaha, natürlich nicht.
                      Und kuschen tun sie nur, wenn sie die finanzielle Daumenschraube angelegt bekommen.

                      Giant Step NYC - Impressions
                      Giant Step NYC "Impressions" (South Central Mix) 1992 - YouTube

                      Mit Martin Luther King, sehr schön.


                      Dorado(2) - A Compilation

                      Outside - No Time For Change
                      Outside - No Time For Change - YouTube

                      High Steppers - Got To Be
                      High Steppers - Got To Be - YouTube


                      Dorado(3) - A Compilation

                      Slowly - Understanding the Peace
                      Slowly - Understanding the Peace ( Dorado Mix ) - Dorado- A Compilation (3) - YouTube


                      Dorado -Fine Gold

                      Outside - If You Come With Me
                      Outside - If You Come With Me - YouTube


                      Ein paar der Stücke, die mir gut gefallen.
                      Alles in allem finde ich die Reihe klasse.

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                      • #12
                        Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                        Also, ich sehe auch heute durchaus noch Spielräume für Kreativität. Man muss das Rad nicht neu erfinden, man kann sich auch ersteinmal am bereits bestehenden orientieren. Typischerweise findet man immer wieder Anknüpfungspunkte in früheren Perioden oder in anderen Genres. Ich denke, dass vor allem der Bereich der afroamerikanischen Musik (Jazz, Fusion, Funk, Soul) bzw. Groove-Musik im Allgemeinen (Reggae/Dub, Big Beat, Trip-Hop, Kraut-Rock, Jungle/Drum&Bass) eine nahezu unerschöpfliche Quelle für Inspiration und Anregung für die elektronische Musik darstellt. Ich denke tatsächlich, das Problem ist, dass viele Techno/House-Produzenten sich nicht mit den Wurzeln ihrer Musik oder anderen Genres beschäftigen, sondern im eigenen Satz braten.
                        Damit entfällt eine weitere Möglichkeit der Erweiterung der Handlungsspielräume: die Zusammenarbeit mit Musikern aus anderen Genres und die Einbeziehung analoger Instrumente.
                        Die wenigen Versuche in diese Richtung deuten jedenfalls bereits das Potential solcher Kollaborationen an.
                        Ja was soll ich schreiben. Ich glaube wir finden schwerlich einen Nenner...
                        Tatsache ist, es gibt unzählige Cross-over Produktionen und Kollaborationen! Nur wird man auf diese nur stoßen, wenn man sich mehr mit der Musik bzw. einer bestimmten Richtung "beschäftigt". Und ich habe schon gemerkt, dass du erstens musikalisch an einer (total) anderen Richtung interessiert bist und zweitens, und eines der größten "Probleme" an der ganzen Diskussion, du meiner bisherigen Einschätzung nach doch recht typisch "deutsch" bist.
                        Das soll jetzt nichts beleidigendes oder abwertendes sein! Ich habe lediglich in meiner 15 jährigen "Musikkarriere" gemerkt, dass der deutschsprachige Raum (also inkl. Österreich, allerdings ausgenommen CH) sich im elektronischen Bereich fast ausschließlich im harten und/oder "minimalen" Bereich bewegt. Alles andere, also was mit "Melodie" (sogar im weitesten Sinne) zu tun hat und v.a. Trance, wird abgelehnt und/oder ist "Kinderkakke", "zu viel (Geschwurbel)" uswusf... Insofern ist das was du ansprichst bzw. "forderst" ("die Zusammenarbeit mit Musikern aus anderen Genres und die Einbeziehung analoger Instrumente") die Quadratur des Kreises. Denn im Trance Bereich gibt es diese bereits en Masse und v.a. seit 2000 herum (wirklich) viele Produktionen in die Richtung. Eine Sammlung ist dieser Sampler hier: Classical Trancelation (unten steht welche klassischen Stücke Anwendung fanden) in der der Pianist und Kompositeur Jan Vayne mit Trance Produzenten zusammengearbeitet hat.
                        Außerdem haben nicht wenige Produzenten durchaus entweder klassischen Background (ich meine ihre musikalische Ausbildung, was sie dann in den Produktionen einfließen lassen) oder lassen einfach so klassische Elemente einfließen, weil es ihnen auch privat gefällt.
                        Beispiele wo Klassik komplett elektronisch "interpretiert wurde:
                        William Orbit hat klassische Stücke in elektronisches Gewand gehüllt und Ferry Corsten einige nochmals interpretiert (so zB Ravels Pavane pour une infante défunte, Barbers Adagio for Strings und Bachs Clavier - die ersten beiden Ende der 90er und letzteres ist relativ neu)
                        Scott Bond vs. Solarstone - 3rd Earth wo John Tavener - The Lamb (geistlicher Choral) eingearbeitet wurde
                        Rank 1 - Opus 17
                        wer kennts..?
                        uswusf

                        Weiters Andrew Rayel (Senta (550 - Aether Mix), und überhaupt hat Armin van Buuren früh angefangen klassische Elemente zu nutzen und dadurch relativ "populär" in der (Trance)Szene gemacht.
                        Ein anderes Beispiel einer tollen andersartigen Interpretation ist von Kodo, der japanischen Taiko (Trommeln) Gruppe, die ich heiss Liebe (also Original und die auch schon live genießen durfte)! Auch bereits Ende der 90er gabs diesen Mix: Kodo - Nanafushi (Strobe's Satori Mix) oder The Hunted (Strobes Kannagara Mix)

                        Umgekehrt gabs auch komplett klassische interpretationen von elektronischen Tracks. zB hat Paul van Dyk - For an Angel: For an Angel
                        Außerdem werden bei größeren Veranstaltungen nicht selten inzwischen Orchester bzw. Teile davon eingesetzt! Ich werde nie Tiestos Beginn 2005 in Wien vergessen, welches mit einem Streichorchester begonnen wurde (im Video ganz gut ab Min 1:50 zu sehen und die Leute sind quasi durchgedreht)! Und andere Kooperationen wie mit der Blue Man Group usw.

                        Um nun auf die Quadratur des Kreises zurückzukommen, ich traue mich zu sagen, dass dir (sofern du reinhörst) so gut wie nichts gefallen wird. Denn wenn dir schon Mollono Bass zu "flüssig" ist...
                        Nur wie soll das klappen zB klassische Musik, die selbst von Höhepunkten, Interludien, verschiedenen Elementen (Intermezzi, Pizzicati,...) usw lebt, "staubtrocken" umzusetzen?! Das macht doch alles kaputt, wenn es nur in klick-klack und "ja nicht zu viel Elemente einsetzen" umgesetzt wird...
                        Im Grunde wird ja "melodiöses" halt deswegen abgelehnt, weil da "zu viele" Emotionen drinnen sind. Denn Musik darf ja, teutonisch gesehen, nicht Spass machen (ähm, ist schon zynisch gemeint, gell )

                        Und was deine Bsp anbelangt, gehen die halt in die Richtung die dir gefällt. Mir gefällt halt Jazz nicht, von daher gibt mir die Verbindung zur Elektronic auch nicht mehr... Aber Geschmäcker sind halt verschieden!

                        Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                        Ja, die Übergänge finden lediglich innerhalb weniger Sekunden statt. Aber die Tracks werden teilweise sehr spät eingeblendet oder/oder früh ausgeblendet, sodass die Tracks auch gut und gerne mal eine Minute kürzer als im Original sind. Für Sammler rarer Tracks ist das natürlich eine ungünstige Voraussetzung.
                        Und ich habe in die 2er noch mal reingehört. Richtig ineinander übergehen tut kein Track. Wenn man direkt einen Titel anwählt, gibt es also keine Probleme (wegen minutenlangem Mixübergang) und die Tracks sind Originallänge (was mir persönlich ziemlich wichtig ist!
                        Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
                        Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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                        • #13
                          Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
                          Das soll jetzt nichts beleidigendes oder abwertendes sein! Ich habe lediglich in meiner 15 jährigen "Musikkarriere" gemerkt, dass der deutschsprachige Raum (also inkl. Österreich, allerdings ausgenommen CH) sich im elektronischen Bereich fast ausschließlich im harten und/oder "minimalen" Bereich bewegt. Alles andere, also was mit "Melodie" (sogar im weitesten Sinne) zu tun hat und v.a. Trance, wird abgelehnt und/oder ist "Kinderkakke", "zu viel (Geschwurbel)" uswusf...
                          Dazu folgende Anmerkung:

                          Ich sehe Techno, House und auch andere Arten von elektronischer Musik ein großes Stück in der Tradition einer bestimmten Art von Musik. Aus meiner Perspektive ist diese Musik vor allem aus der Rhythmus- und Sound-Perspektive interessant. Unter Rhythmus verstehe ich die zeitliche Strukturierung von Tönen oder Schlägen. Elektronische Musik ist, wie afroamerikanische Musik (z.B. Jazz) eigentlich hochgradig polyrhythmisch, d.h. innerhalb eines Stücks finden parallel verschiedene Rhythmen statt. Der Rhythmus kann groovy sein oder auch kopflastig, aber in der Regel ist er vielschichtig und interessant.
                          Unter Sound verstehe ich verschiedene klangästhetische Elemente wie z.B. den Klang von Instrumenten, Soundscapes, Geräusche, Variation/Modulation von Tönen, Samples. In der elektronischen Musik dreht sich vieles um irgendwelche Soundspielereien. Die Frage danach, wie etwas zu klingen hat, hat hier einen besonderen Stellenwert.
                          Gegenüber diesen beiden Aspekten treten Melodie und erst recht inhaltliche Aussagen (manche Hörer legen Wert auf eine Botschaft) in den Hintergrund. Die Kombination aus repetitiver Polyrhythmik, sphärischen Sounds und reduzierter Meldodie macht die hypnotische Wirkung dieser Musik aus. Man kann diese Gewichtung bei vielen Klassikern und bis hinein den Gegenwart nachweisen. Dass wir "Pump Up The Volume", "Novelty Waves" oder "Let Me Take You (On A Journey)" interessant und cool finden, hat damit zu tun.

                          Was hat das jetzt mit der von Dir benannten "Kinderkacke" zu tun?
                          Aus meiner Sicht haben viele Sachen aus der kommerziellen Trance-Musik sowohl sowohl rhythmisch als auch klangästhetisch nicht viel zu bieten. Diejenigen, die diese Musik gut finden, tun es vor allem der Melodie wegen und die ist aus meiner Sicht oft schnulzig, pathetisch und unoriginell (vieles kommt einem vor, wie schon mal gehört). Einiges davon könnte auch beim ZDF-Sommergarten laufen. Es ist Musik aus dem Baukausten, der seit fünfzehn Jahren nicht signifikant erweitert oder verändert wurde. Begriffe wie Konservatismus, Selbstreferenz oder Inzucht beschreiben diesen Zustand gut.
                          Natürlich ist auch im Bereich der elektronischen Musik auch Platz für kommerzielle Musik (Tiesto, Gary D., Cascada). Ich kann auch akzeptieren, wenn andere sich solche Musik anhören. Aber wenn man sich nach 20 Jahren die Highlights des Genres zurückerinnert, dann sind es – behaupte ich - eher die spröden, staubtrockenen, unpathetischen Stücke.

                          Du hast Verknüpfungen zur klassischen Musik aufgezählt … ich muss zugeben, dass ich das nie herausgehört hätte, wenn Du mich nicht darauf hingewiesen hättest. Im ersten Moment klang das für mich so wie die obligatorischen Schnulzen. Ich muss allerdings konstatieren, dass ich mich nicht mit klassischer Musik auskenne und den Wert dieser Produktionen demnach nicht einschätzen kann. Was sagen denn die Leute dazu, die sich sonst regelmäßig klassische Musik anhören? Nehmen die das ernst?

                          Ganz allgemein gesagt, kommt es bei einem gelungenen Crossover auf die Synthese an. Eine Melodie von Mozart oder eine Geige reicht dafür aus meiner Sicht nicht aus. Ich persönlich finde es interessant, wenn am Ende etwas völlig neues herauskommt.
                          Wenn man elektronische Musik schon mit klassischer Musik (im Sinne von europäischer Kunstmusik) verheiraten will, dann kommt mir als erstes so etwas wie Steve Reich in den Sinn:
                          https://www.youtube.com/watch?v=9XUQ_BeqKbI
                          Ich behaupte daher, dass gelungene Cross-Overs im Bereich der elektronischen Musik eher Ausnahmeerscheinungen sind.

                          Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
                          Im Grunde wird ja "melodiöses" halt deswegen abgelehnt, weil da "zu viele" Emotionen drinnen sind. Denn Musik darf ja, teutonisch gesehen, nicht Spass machen (ähm, ist schon zynisch gemeint, gell )
                          Ich habe das an anderer Stelle schon mal gesagt … das hat mit "deutsch" nichts zu tun. Mir fallen auch Produktionen aus anderen Teilen der Welt ein, die unpathetisch und staubtrocken sind. Umgekehrt kommt auch aus Deutschland viel herzergreifender, anrührender Trance. Reserviertheit und Schwermütigkeit kommen in der nordeuropäischen Musik vielleicht etwas häufiger vor ... das ist gut möglich.
                          Darüber hinaus höre ich natürlich in erster Linie Musik, weil sie mir Spaß macht. Ich höre seit über 20 Jahren Musik und habe insgesamt ca. 1.500 CDs angesammelt. Das kann man mit rationalem Kalkül nicht allein erklären. Da hängen auch Emotionen und Leidenschaft dran.

                          Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
                          Und ich habe in die 2er noch mal reingehört. Richtig ineinander übergehen tut kein Track. Wenn man direkt einen Titel anwählt, gibt es also keine Probleme (wegen minutenlangem Mixübergang) und die Tracks sind Originallänge (was mir persönlich ziemlich wichtig ist!
                          Wie würdest Du dann das zwischen Track 6 und 7 auf CD2 bezeichnen?
                          Ein anderes Beispiel ist CD2 von Vol.5. "Sacred Cycles" geht im Original 1:30 Minuten länger und man kann auch deutlich heraushören, dass das vorangegangene Stück hineinragt.
                          Übrigens hat leider kaum einer der Tracks Originallänge. Alle werden etwas früher ein- und/oder ausgeblendet.
                          Mein Profil bei Last-FM:
                          http://www.last.fm/user/LARG0/

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                          • #14
                            Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                            Ich habe mir schon vor einiger Zeit vorgenommen gehabt, einen Thread über Compilations (Sampler) aufzumachen. Nun ist es endlich so weit.
                            Compilations waren bis um 2000 herum, ein beliebtes Medium, um kostengünstig an Dance-Music heranzukommen. Im Laufe der Zeit hat die Compilation allerdings an Bedeutung eingebüßt, was man an dem geschrumpften Angebot an Compilations sehen kann. An vielen Stellen wurde die Compilation durch mp3 abgelöst, d.h. man läd sich heute tendenziell gezielt die Stücke herunter, die man braucht, oder besorgt sie sich anderweitig und stellt sich selbst Playlisten zusammen. Die meisten Compilations sind heute DJ-Mixe – das war früher anders.
                            Geht es hier eigentlich ausschließlich um Dance-Music?
                            Da kann ich nicht mitreden aber ich weiss das es z.B. im Rock, Metal & Punk unzählige Sampler gibt und ich habe das Gefühl das es täglich mehr werden!

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                            • #15
                              Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                              Geht es hier eigentlich ausschließlich um Dance-Music?
                              Da kann ich nicht mitreden aber ich weiss das es z.B. im Rock, Metal & Punk unzählige Sampler gibt und ich habe das Gefühl das es täglich mehr werden!
                              Es ist keine Einschränkung nach Genre vorgesehen.
                              Mein Profil bei Last-FM:
                              http://www.last.fm/user/LARG0/

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