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Ist die FPÖ faschistisch ?

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  • Ist die FPÖ faschistisch ?

    Ist die FPÖ faschistisch ? Oder hat die FPÖ faschistische Teile ? In wie weit ist sie Gefahr für die Demokratie ?
    Da ich leider selbst gerade keine Zeit habe umfangreiche Recherche anzustellen, hier ein Ausschnitt aus einem Artikel über Rechtsextreme in Österreich:
    WAS IST HAIDER, WAS IST DIE FPÖ?
    Seit 1986 mit dem neuen Parteiobmann Jörg Haider hat die FPÖ eine Rechtsentwicklung durchgemacht. Heute dominieren die Rechtsextremen den ideologischen Diskurs und die praktische Politik. Das drückt sich auch in der Kandidatenauswahl bei Wahlen und für die zentralen Parteiämter aus. Das „Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands“ konnte zahlreiche Kontakte von FPÖ-Spitzenkandidaten mit dem Rechtsradikalismus nachweisen. Die gesamte traditionelle rechtsradikale Szene Österreichs ist heute in der FPÖ integriert, mit Ausnahme der militanten Neonazis um Gottfried Küssel oder andere kleine Zellen, die noch immer den militärischen „Umsturz“ zum Ziel haben.

    In zahlreichen Reden und Artikeln bekennt sich die FPÖ zur „sozialen Volksgemeinschaft“ und kritisiert die „Altparteien“ und das österreichische demokratische System. In seinen Attacken ging er zuletzt so weit, den (in Österreich beliebten) Bundespräsidenten Thomas Klestil des Hochverrats zu bezichtigen, weil er angeblich die internationalen Proteste gegen die ÖVP-FPÖ-Regierung bestellt hätte. Schon 1993 erklärte Haider in einem Zeitungsinterview:

    „Österreich ist ja in Wirklichkeit keine funktionierende Demokratie, es ist eine autoritäre Entwicklungsdemokratie ...“

    Natürlich gehört zu Jörg Haiders Politikverständnis auch ein „starker Staat“. An die Wand gemalt wird eine überbordende Kriminalität, zunehmender Rauschgifthandel und Missbrauch der Sozialleistungen. Besonders im Schussfeld stehen dabei die AusländerInnen. Als Gegenmittel kennt die FPÖ Aufrüstung der Polizei, Repression und verschärftes Strafrecht.

    Das Frauenbild der FPÖ deckt sich ebenfalls mit rechtsextremen Vorstellungen: Die Frau muss ihre natürliche Rolle in der Familie finden und vor allem Kinder gebären und großziehen.

    Jörg Haider ist ein Rechtsextremist, der die FPÖ zu einer „Führerpartei“ umstrukturiert hat, die sowohl ideologisch als auch in der Tagespolitik allein seiner Linie folgt. Alle Elemente des Rechtsradikalismus sind in Haiders öffentlichen Reden und in seiner politische Betätigung nachzuweisen. Seine Aussagen über die „ordentliche Beschäftigungspolitik im Dritten Reich“, die Verharmlosung und Umdeutung der KZ als „Straflager“ und seine Sympathien für die „aufrechten“ SS-ler sind gerichtsbekannt. Selbst das Oberlandesgericht Wien erkannte in seinen Entschuldigungen eine „Maßnahme politischer Taktik.“
    Ein spezielles Verhältnis hat Jörg Haider zum Nationalismus. Zwar erklärte er Österreich zur „ideologischen Missgeburt“ und zeigt unverhohlen seine Sympathien für das „deutsche Volkstum“. Allerdings gibt es in Österreich nach soziologischen Studien kaum mehr AnhängerInnen des Deutschnationalismus. Also setzt die FPÖ auf „Österreich-Patriotismus“ und verwendet lieber den emotional besetzten Begriff „Heimat“. Dieser Österreich-Nationalismus wurde auch in der Kampagne der FPÖ zum Hauptargument gegen einen EU-Beitritt. Haider selbst klärte in der rechtsradikalen Zeitschrift /Aula/ 1994 auf: „Kulturelles Bekenntnis zum Deutschtum“ stehe nicht im Widerspruch „zu einer vorrangigen Verteidigung Österreichs“.

    Wirtschaftspolitisch steht Jörg Haider für einen radikalen Neoliberalismus. Er versuchte mit der „Flat-Tax“ auch in die wirtschaftspolitischen Debatten einzugreifen, was ihm allerdings nicht gelungen ist. Die Maßnahmen der ÖVP-FPÖ-Regierungserklärung bringen den Widerspruch zwischen Haiders selbsternannter Rolle als „Anwalt des kleinen Mannes“ und der politischen Praxis erstmals klar zu Tage. Hatte Haider noch eine Woche vor der Regierungserklärung getönt, eine Steuererhöhung ließe er nicht zu, sieht das Programm nun empfindliche Steuererhöhungen vor, die Haider als „notwendige Anpassungen“ verteidigte.

    Die Geschichte der FPÖ seit ihrer Gründung zeigt eine starke Wurzel im Nationalsozialismus, und sie zeigt auch eine ideologische Wandlungsfähigkeit. Sie ist heute eine rechtsradikale Partei, die einen starken Anteil an jugendlichen WählerInnen und WählerInnen aus der ArbeiterInnenklasse hat. Was ihr fehlt, sind breite organisatorische Strukturen. Die FPÖ-AnhängerInnen haben keine andere Möglichkeit sich politisch zu betätigen, als die FPÖ zu wählen. Sie sind zu einem großen Teil ProtestwählerInnen, die sich Haider ausschließlich als aggressiven Oppositionspolitiker wünschen, und sie stimmen nur mit Teilen seines politischen Programms überein. Die Gefährlichkeit der FPÖ liegt zum einen in ihrer Wandlungsfähigkeit, die eine noch weitergehende Radikalisierung nicht ausschließt. Sie liegt aber auch darin, dass sie als demokratische Partei Elemente rechtsextremer und faschistischer Politik gesellschaftsfähig und diskutabel macht. Das wird ihr umso besser gelingen, je länger sie sich an der Regierung beteiligen kann.

    aus ‚Zur Geschichte des Rechtsextremismus in Österreich‘ von Boris Jezek
    Hans-Hennig Scharsach und Kurt Kuch widmen in ihrem Buch ‚Haider- Schatten über Europa‘, Verlag Kiepenheuer und Witsch 2000 über siebzig Seiten den rassistischen Ausfällen von Haider & Co. wobei sie den FPÖ-Rassismus in den Alten (gegen Juden) und den Neuen (gegen Ausländer) einteilen. Allein die Vielzahl der Fälle die eingehend geschildert werden zeigt deutlich, dass Rassismus in der FPÖ zum Programm gehört. Die Autoren stellen fest:
    „Der Antisemitismus des Nationalsozialismus ist fester Bestandteil der freiheitlichen Parteigeschichte. Selbst gesellschaftliche Ächtung und drohende Strafen haben ihn nicht verschwinden lassen. Sie haben ihn nur verändert. Statt offen artikuliert zu werden, versteckt er sich in sprachlichen Umschreibungen und unterschwelligen Ausdrucksformen.“
    Hier noch ein Link zum Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands.
    Dort ist auch ein aktueller Bericht:
    Dass die FPÖ nach dem "Putsch" von Knittelfeld wieder wird, was sie war, zeigt sich auch im Kleinen. So versandte die FPÖ-Ortsgruppe Kaumberg (NÖ) Mitte November zusammen mit einem mehrseitigen Flugblatt die von der rechtsextremen ‚Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik‘(AFP) herausgegebene antisemitische Agitationsschrift "Krisengebiet Nahost" von Richard Melisch.
    weiter
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  • #2
    Womit wir auch schon wieder bei einer "Faschismus"-Definition sind. Ich kann ja verstehen, dass, wenn man den "Faschismus" als Schlagwort liebgewonnen hat, dann auch nicht davon lassen möchte, aber das nun mit Antisemitismus zu begründen, ist nun wirklich sehr geschichtsvergessen (aber das haben Schlagworte eben so an sich):

    Antisemitismus ist nicht speziell faschistisches. Wie ich gestern bereits geschrieben habe, hat z.B. die italienische Armee Juden geschützt. Zudem war Antisemitismus keine Staatsideologie in Italien und der Abtransport von Juden war in Italien problematisch, da die italienischen Behörden die Zusammenarbeit verweigerten. So sind in Italien "nur" 8.500 Juden im Rahmen der "Endlösung" umgekommen. Staatlich getragene rassistische antijüdische Programme oder Pogrome sind in Italien nicht vorgekommen. Von den über 8000 deportierten Juden kehrten 800 nach Italien zurück. Nach 1933 hatte Italien Juden aus Deutschland aufgenommen, 1938 etwa 10.000. Erst infolge der Annäherung an HItler erließ Mussolini antijüdische Gesetze, welche aber aber verhältnismäßig milde gehandhabt wurden.

    Also läuft der "Faschismus"-Begriff hier ins Leere, zumal in deiner Quelle auch nur von Politik-Elementen die Rede ist.
    Vergleiche hierzu: Lea Rosh/Eberhard Jäkel, Der Tod ist ein Meister aus Deutschland. Deportation und Ermordung der Juden. Kollaboration und Verweigerung in Europa, Hamburg 1991, S. 235-257.

    Die FPÖ hat als rechts-liberale Partei sicherlich einen starken rechten Teil. Man muss wissen, dass die deutsche, als auch die österreichische Geschichte eine Trennung zwischen links- und rechts-liberal kennt, bzw kannte, weil sich nach 1945 in Deutschland, anders als in Österreich, keine rechtsliberale Partei mehr gegründet (wie es die DVP gewesen war).
    Nach einem "starken Staat" riefen nicht nur Nazis und Faschisten, sondern eben auch die Rechtsliberalen, die National-Konservativen, "Völkische" oder die Monarchisten etc.

    Inwieweit Haider (wie es Möllemann auch versucht hat) eine bestimmte Klientel zu bedienen, weiß ich nicht, weil ich von der FPÖ nur sehr selten höre.
    Ob er eine Gefährdung für die österreichische Demokratie darstellt, weiß ich nicht - eigentlich in Bedrohung gerät eine Demokratie nur dann, wenn ihr die Verwurzelung in der Bevölkerung fehlt.

    endar
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    • #3
      ... aber das nun mit Antisemitismus zu begründen
      Ich denke nicht, dass dies hier die Begründung ist. Ich hatte nur ein Zitat gepostet, dass die FPÖ systematisch Antisemitismus verbreitet und sich dabei oft der Sprache der Nazis bedient.

      Leider muss ich gerade eigentlich für meine Arbeit (ein ganz anderer Bereich) etwas heraussuchen und kann deshalb im Moment nicht so viel selbst suchen. Der erste Autor hatte auf dieses Dokumentationszentrum verwiesen, da werde ich selbst noch einmal suchen. Auch dieses von mir erwähnte Buch scheint eine gute Quelle zu sein.

      Ich denke, dass die häufigen Lobreden Haiders und anderer FPÖ-Funktionäre auf die Nazis kein Zufall sind.
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      • #4
        Original geschrieben von max
        Ich denke, dass die häufigen Lobreden Haiders und anderer FPÖ-Funktionäre auf die Nazis kein Zufall sind.
        Dass das Zufall oder "Versehen" sei, denke ich allerdings auch nicht.

        Mich störte ja auch nur der inflationäre Faschismusbegriff.

        gruß, endar
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        • #5
          Um die Diskussion zu erleichtern, ob die FPÖ eine faschistische Partei ist, wäre eine Definition einer faschistischen Partei hilfreich. Und zwar einer Kriterien für eine heutige Partei, also einer nicht herrschenden Partei.

          Ich schlage folgende Kriterien vor:
          1. Nationalistisch. Dies kann mit Ablehnung der EU und Rhetorik gegen eine der Grossmächte, wie die USA kombiniert sein.
          2. Rassismus. Hetze gegen Flüchtlinge und Immigranten, z.B. diese für die sozialen Probleme verantwortlich machen. Eventuell antisemitisch, oft Hetze gegen Moslems.
          3. Antidemokratisch. Ziel eines autoritären Einparteienstaat unter einem Führer. Dieses Kriterium ist ein Grund für ein Parteiverbot in vielen europäischen Staaten, weshalb dies nicht offen propagiert werden dürfte.
          4. Hierarchische Parteistrukturen, nur wenig oder keine interne Parteidemokratie, Führerkult.
          5. Ziel der nationalen Grösse, Militarismus
          6. Verharmlosung des Faschismus/Nationalsozialismus/Ausschwitz-Lüge. Dies ist oft auch ein Verbotgrund, weshalb dies mehr intern propagiert werden dürfte.
          7. Paramilitärische Elemente, Schlägertrupps. Diese sind für die Errichtung eines faschistischen Regimes notwendig, sind also eher ein Kriterium für die Gefährlichkeit dieser Partei.

          Es ist notwendig dabei im Kopf zu haben, dass die Erinnerung an die faschistischen Regime bei vielen ein Grund ist, sich von diesen Parteien fernzuhalten. Diese haben deshalb ein Interesse diese Regime zu verharmlosen oder sich ein anderes Image zu geben.
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          • #6
            1. Nationalistisch. Dies kann mit Ablehnung der EU und Rhetorik gegen eine der Grossmächte, wie die USA kombiniert sein.
            Da kann ich zustimmen...

            2. Rassismus. Hetze gegen Flüchtlinge und Immigranten, z.B. diese für die sozialen Probleme verantwortlich machen. Eventuell antisemitisch, oft Hetze gegen Moslems.
            Kann ich so nicht unterschreiben da "Hetze" ein sehr vager Begriff ist... Nicht selten sind bestimmte Bevölkerungsgruppen tatsächlich für soziale Probleme verantwortlich... Hier in meiner Nähe gibt es Gebiete mit einem Ausländeranteil von nahezu 100% wo die Polizei völlig machtlos ist... Und das ist nur eine Kleinstadt!

            3. Antidemokratisch. Ziel eines autoritären Einparteienstaat unter einem Führer. Dieses Kriterium ist ein Grund für ein Parteiverbot in vielen europäischen Staaten, weshalb dies nicht offen propagiert werden dürfte.
            Blödsinn... Nur weil die NSDAP einen solchen Staat herbeigeführt hat, heisst das noch lange nicht, dass Parteien die dem rechten Spektrum zuzuordnen sind das automatisch im Programm haben...

            4. Hierarchische Parteistrukturen, nur wenig oder keine interne Parteidemokratie, Führerkult.
            Soweit ich weiss wäre eine solche Partei ohne innere Demokratie gar nicht als Partei zugelassen... Füherkult ist in den meisten Parteien = 0 (was aber auch an den lächerlich wirkenden "Führern" liegen könnte)

            5. Ziel der nationalen Grösse, Militarismus
            Nationale Größe zum Teil ... Aber nicht unbedingt mit militärischen Maßnahmen weshalb Militarismus keine automatische Nebenerscheinung ist, und so in den Köpfen neofaschistischer Politiker auch nicht weit verbreitet ist...

            6. Verharmlosung des Faschismus/Nationalsozialismus/Ausschwitz-Lüge. Dies ist oft auch ein Verbotgrund, weshalb dies mehr intern propagiert werden dürfte.
            soso... Alles illegale spielt sich also geheim und parteiintern ab ... Und das weisst du natürlich ganz genau ... Beweise ? Intuition reicht da nicht...

            7. Paramilitärische Elemente, Schlägertrupps. Diese sind für die Errichtung eines faschistischen Regimes notwendig, sind also eher ein Kriterium für die Gefährlichkeit dieser Partei.
            Paramilitärische Verbände ? Also darunter versteh ich eine Organisation wie die SA aber so etwas hat keine einzige Partei heutzutage ... Wenn du die gröhlenden Glatzen die auf den Straßen herumlaufen als Parteiorganisation ansiehst weiss ich auch nicht mehr...

            Es ist notwendig dabei im Kopf zu haben, dass die Erinnerung an die faschistischen Regime bei vielen ein Grund ist, sich von diesen Parteien fernzuhalten. Diese haben deshalb ein Interesse diese Regime zu verharmlosen oder sich ein anderes Image zu geben.
            Da macht die PDS aber nichts anderes...
            "Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden." - Ludwig Feuerbach

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            • #7
              Original geschrieben von 5 of 12


              Da macht die PDS aber nichts anderes...
              Achem, achem!
              Da muss ich dir doch widersprechen! Die PDS verharmlost keinesfalls die Verbrechen des SED Regimes! In einer offiziellen Grundsatzerklärung werden diese ausdrücklich verurteilt!

              @topic
              Ich halte die FPÖ keineswegs für faschistisch, sie ist zwar durchaus rechts bis radikal, aber sehe keine parallelen zu faschistischen Parteien wie in Italien.
              Möp!

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              • #8
                Original geschrieben von Cu Chulainn
                Achem, achem!
                Da muss ich dir doch widersprechen! Die PDS verharmlost keinesfalls die Verbrechen des SED Regimes! In einer offiziellen Grundsatzerklärung werden diese ausdrücklich verurteilt!
                In öffentlichen Grundsatzerklärungen verurteilen NPD und co. die Verbrechen des NS-Regimes aber auch (sofern sie sie nicht leugnen )...
                Die PDS will sich einen Ruf als Friedensalternative bauen. Meiner Meinung nach auch ein Versuch den Menschen die Angst zu nehmen, dass mit PDS gleich DDR-Verhältnisse einziehen...
                Aber wenn man sich die Grundsätze der Partei genau anschaut so stößt man immer wieder auf Sätze wie "Der Sozialismus in Deutschland ist unumgänglich" (Den genauen Wortlaut weiss ich nicht mehr, das kam vor ca. 2 Jahren bei Frontal21)
                Wie die PDS versuchen natürlich auch die rechten Parteien ihre extreme Weltanschauung so rüberzubringen, dass sie normale Menschen nicht verschreckt...
                Daran, dass es extreme Ansichten sind ändert das aber gar nichts...
                "Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden." - Ludwig Feuerbach

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                • #9
                  1. Wenn man sich das Grundsatzprogramm der PDS mal genauer ansehen würde, würde man erkennen, dass es sich hier um DEMOKRATISCHEN SOZIALISMUS handelt, ein Konzept, welches die SPD vor 50 Jahren ebenfalls vertrat.
                  2. Linksradikalismus nicht Menschenverachtend und Rassistisch!
                  3. Werden auf keinen Fall mit der PDS wieder DDR Verhältnisse einziehen, und SED Leute haben in der PDS auch nichts zu sagen!.
                  4. Frontal21 gab es vor 2 Jahren noch gar net
                  Möp!

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                  • #10
                    Original geschrieben von Cu Chulainn
                    1. Wenn man sich das Grundsatzprogramm der PDS mal genauer ansehen würde, würde man erkennen, dass es sich hier um DEMOKRATISCHEN SOZIALISMUS handelt, ein Konzept, welches die SPD vor 50 Jahren ebenfalls vertrat.
                    2. Linksradikalismus nicht Menschenverachtend und Rassistisch!
                    3. Werden auf keinen Fall mit der PDS wieder DDR Verhältnisse einziehen, und SED Leute haben in der PDS auch nichts zu sagen!.
                    4. Frontal21 gab es vor 2 Jahren noch gar net

                    1. Oh ja der demokratische Sozialismus ...die NationalDEMOKRATISCHE Partei Deutschlands hat ihren Namen auch weil sie sehr demokratisch ist

                    2. Rassistisch ist er in der Tat nicht aber er ist mindestens genauso undemokratisch wie der Rechtsradikalismus ... Die Marx´schen Theorien sind ausgemachter Blödsinn und bisher ist es niemanden gelungen die wenigen guten Stellen richtig umzusetzen - Zufall ?

                    3. Ist letztlich egal weil die PDS eh am Aussterben ist und sie auf Bundesebene soweiso nie mehr als 5% bekommen wird

                    4. Dann wars halt nich Frontal21 sondern diese andere Sendung ... Jedenfalls eine von diesen Sendungen mit Stasi-Methoden die sich für besonder wichtig halten


                    Ich habe ausserdem leichte Zweifel ob du als PDS-Mitglied die Partei wirklich neutral sehen kannst
                    "Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden." - Ludwig Feuerbach

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                    • #11
                      Ich sehe die Partei durchaus neutral,

                      1. weil ich hier im Westen sitze, und damit einem Teil der Partei angehöre der arge Schwierigkeiten mit der Führung und den Ostgenossen hat.

                      2. Weil ich mich durchaus mit dem Thema beschäftigt habe.

                      Außerdem: Dem. Sozialismus bezieht sich nur geringfügig auf den Marxismus. Dem. Sozialismus sieht z.B. nicht die Abschaffung der Marktwirtschaft vor!(Vielleicht sagt dir das ganze unter dem Begriff Ordoliberalismus mehr)

                      Übrigens: Wäre damals Kurt Schumacher Kanzler geworden, hätten wir jetzt den Demokratischen Sozialismus.
                      Möp!

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                      • #12
                        Original geschrieben von Cu Chulainn
                        Ich sehe die Partei durchaus neutral,

                        1. weil ich hier im Westen sitze, und damit einem Teil der Partei angehöre der arge Schwierigkeiten mit der Führung und den Ostgenossen hat.

                        2. Weil ich mich durchaus mit dem Thema beschäftigt habe.

                        Außerdem: Dem. Sozialismus bezieht sich nur geringfügig auf den Marxismus. Dem. Sozialismus sieht z.B. nicht die Abschaffung der Marktwirtschaft vor!(Vielleicht sagt dir das ganze unter dem Begriff Ordoliberalismus mehr)

                        Übrigens: Wäre damals Kurt Schumacher Kanzler geworden, hätten wir jetzt den Demokratischen Sozialismus.
                        Der Sozialismus bzw. Kommunismus ist antidemokratisch und lässt sich nicht mit unserer heutigen Politik kombinieren... In sofern ist ein demokratischer Sozialismus ein Gebilde das einen Spagat zwischen 2 Systemen versucht die zu verschieden sind... Das ist zwangsläufig zum Scheitern verurteilt...

                        Und nun gut ... Mit "was wäre wenn..." lässt sich viel experimentieren...
                        Wäre damals Franz-Josef Strauss Bundeskanzler geworden hätten wir jetzt Atomraketen... Vielleicht würden die hier rumgammeln, vielleicht hätten sie die Apokalypse ausgelöst... Das Gleiche mit dem dem. Sozialismus...
                        Es ist aber unwahrscheinlich, dass Deutschland heute auf so einem hohen Entwicklungsstand sein würde, wenn sich damals der Sozialismus durchgesetzt hätte...
                        "Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden." - Ludwig Feuerbach

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                        • #13
                          Original von 5 of 12 geschrieben
                          Die Marx´schen Theorien sind ausgemachter Blödsinn und bisher ist es niemanden gelungen die wenigen guten Stellen richtig umzusetzen - Zufall ?
                          Was meinst du mit umsetzen ? Der Marxismus beinhaltet keine Theorie, wie eine Wirtschaft funktionieren soll. Der Marxismus ist eine Methode die Geschichte und wirtschaftliche Entwicklungen zu analysieren und Theorien für die politische Praxis daraus zu entwickeln. Marx selber hat vielleicht ein paar Bemerkungen über die Pariser Kommune geschrieben, aber nicht über eine sozialistische Wirtschaft im genaueren. Die entscheidende Theorie hier ist, dass erst die Wirtschaft und der Staat von der Arbeiterklasse kontrolliert wird und dann in deren Sinne funktionieren soll. Es geht im Endeffekt um die Demokratisierung der gesamten Gesellschaft. Im Gegensatz zu den bürgerlichen Demokratie, in denen die Wirtschaft von einer kleinen Minderheit kontrolliert wird und diese nicht der Mehrheit verantwortlich ist.

                          Der Ostblock war nicht sozialistisch und schon gar nicht kommunistisch. In der DDR gab es mehrere Tausend, die mindestens Millionäre waren. Für diese gab es eigene Firmen, die Konsumgüter nur für die Nomenklatura produzierten und bei denen es auch keine Engpässe und Wartezeiten gab. In der DDR gab es nie Räte, nie eine Kontrolle der Arbeiterklasse und auch keine Arbeiterrevolution. Es gab zwar Ansätze einer sozialen Revolution 1953 und 1989, aber die waren gegen die Stalinisten. Die DDR verdankt ihrer Entstehung dem Einmarsch russischer Truppen und dem kalten Krieg. In der UdSSR hatte Stalin schon 20 Jahre früher die letzten Reste der Oktoberrevolution vernichtet und ein staatskapitalistisches System aufgebaut, dass von einer Minderheit von Bürokraten (Nomenklatura) kontrolliert wurde. Diese nannten sich nach 1989 in Privatkapitalisten um, ihre Firma wurde privatisiert und gehörte ihnen auch dann juristisch.

                          Zum eigentlichen Thema: 5 of 12, was sollen deine Anmerkungen bedeuten ? Meine Liste hatte ich nocht nicht auf die FPÖ angewendet. Bezogen sich deine Anmerkungen auf die FPÖ oder auf faschistische Parteien ? Oder auf irgendwelche rechtsradikalen Parteien ?
                          Resistance is fertile
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                          • #14
                            Original geschrieben von max Was meinst du mit umsetzen ? Der Marxismus beinhaltet keine Theorie, wie eine Wirtschaft funktionieren soll. Der Marxismus ist eine Methode die Geschichte und wirtschaftliche Entwicklungen zu analysieren und Theorien für die politische Praxis daraus zu entwickeln. Marx selber hat vielleicht ein paar Bemerkungen über die Pariser Kommune geschrieben, aber nicht über eine sozialistische Wirtschaft im genaueren. Die entscheidende Theorie hier ist, dass erst die Wirtschaft und der Staat von der Arbeiterklasse kontrolliert wird und dann in deren Sinne funktionieren soll. Es kommt im Endeffekt um die Demokratisierung der gesamten Gesellschaft. Im Gegensatz zu den bürgerlichen Demokratie, in denen die Wirtschaft von einer kleinen Minderheit kontrolliert wird und diese nicht der Mehrheit verantwortlich ist.
                            Eine Demokratisierung der Gesellschaft kann aber wohl kaum erreicht werden indem eine unterdrückte Klasse sich erhebt und anschließend ihre ehemaligen Unterdrücker selber unterdrückt

                            Der Ostblock war nicht sozialistisch und schon gar nicht kommunistisch. In der DDR gab es mehrere Tausend, die mindestens Millionäre waren. Für diese gab es eigene Firmen, die Konsumgüter nur für die Nomenklatura produzierten und bei denen es auch keine Engpässe und Wartezeiten gab. In der DDR gab es nie Räte, nie eine Kontrolle der Arbeiterklasse und auch keine Arbeiterrevolution. Es gab zwar Ansätze einer sozialen Revolution 1953 und 1989, aber die waren gegen die Stalinisten. Die DDR verdankt ihrer Entstehung dem Einmarsch russischer Truppen und dem kalten Krieg. In der UdSSR hatte Stalin schon 20 Jahre früher die letzten Reste der Oktoberrevolution vernichtet und ein staatskapitalistisches System aufgebaut, dass von einer Minderheit von Bürokraten (Nomenklatura) kontrolliert wurde. Diese nannten sich nach 1989 in Privatkapitalisten um, ihre Firma wurde privatisiert und gehörte ihnen auch dann juristisch.
                            Der Ostblock hat sehr schön gezeigt zu was die Marxschen Theorien führen, bzw. dass die Menschen einfach (noch) nicht Reif für so eine Lehre sind (waren)... Und es höchstwahrscheinlich auch nie sein werden...
                            Allein das Menschenbild von dem die Lehre ausgeht ist absolut utopisch ... Die extrem vielen Mittel der direkten Demokratie im Rätesystem etwa schreien nur danach missbraucht zu werden... Die Theorien sind vielleicht ganz schick anzuschaun aber das ist auch alles...

                            Zum eigentlichen Thema: 5 of 12, was sollen deine Anmerkungen bedeuten ? Meine Liste hatte ich nocht nicht auf die FPÖ angewendet. Bezogen sich deine Anmerkungen auf die FPÖ oder auf faschistische Parteien ? Oder auf irgendwelche rechtsradikalen Parteien ?
                            Ja das hatte ich etwas falsch verstanden... Ich hatte das ganze auf rechte Parteien allgemein bezogen...
                            Die Zusammenstellung der Punkte ist schon recht treffend wenn man Neofaschismus definieren will... Meine Anmerkungen sollen klarstellen, dass es in der BRD und in Österreich eine Partei auf die alle von dir aufgeführten Punkte zutreffen nicht gibt... Und es damit hierzulande auch keine "richtigen" neofaschistischen Parteien gibt
                            "Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden." - Ludwig Feuerbach

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                            • #15
                              Original geschrieben von 5 of 12
                              Der Sozialismus bzw. Kommunismus ist antidemokratisch und lässt sich nicht mit unserer heutigen Politik kombinieren... In sofern ist ein demokratischer Sozialismus ein Gebilde das einen Spagat zwischen 2 Systemen versucht die zu verschieden sind... Das ist zwangsläufig zum Scheitern verurteilt...

                              Es ist interessant ein System, das auf der totalen Herrschaft durch das Volk beruht, Antidemokratisch zu nennen. Das ist-pardon-Dummfung, Schwachsinn, blöd und obendrein schlichtweg Unsinn!

                              Ja,ja, jetzt wahrscheinlich wieder "Huhu, im Ostblock war der Kommunismus, und der war gamz gemein..." Aber das wissen wir schon längst ist auch Unsinn!
                              Möp!

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