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Fernsehtip: Das Massaker in Afghanistan

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  • Fernsehtip: Das Massaker in Afghanistan

    Heute um 21.55 Uhr kommt auf ARD ein Film über das Massaker an kriegsgefangenen Taliban nach der Kapitulation von Konduz:
    Das Massaker in Afghanistan
    Haben die Amerikaner zugesehen?

    Ein Film von Jamie Doran

    Unter dem Oberkommando der Amerikaner verschwanden im November 2001 in der Nähe der afghanischen Stadt Masar-iScharif 3.000 von insgesamt 8.000 gefangenen Taliban. Die entwaffneten Gotteskrieger sollten von der Festung Kalai Dschangi in das Gefängnis der Stadt Scheberghan überführt werden, doch viele kamen niemals dort an.

    Jamie Doran hat Beweise dafür zusammengetragen, dass diese Männer ermordet wurden. Ihre Leichen - so zeigt er in seinem Dokumentarfilm - liegen in einem Massengrab in der afghanischen Wüste bei Dasht Leili.

    Weiter lesen
    Weitere Quellen:
    http://www.phrusa.org/research/afgha..._graves.html#1
    http://www.phrusa.org/research/afgha...ai_letter.html
    http://www.zeit.de/2002/27/Politik/p...urensuche.html
    http://www.wsws.org/de/2002/jun2002/masa-j18.shtml
    http://www.wsws.org/de/2002/jun2002/tali-j29.shtml
    Anscheinend wollte die US-Regierung die Ausstrahlung verhindern. Hierzu noch ein Artikel über den Umgang der US-Regierung mit ausländischen Medien:
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...227384,00.html
    Zuletzt geändert von max; 18.12.2002, 18:14.
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    The only general I like is called strike

  • #2
    Das wäre ja nun bei weitem nicht das erste Massaker, dass von den USA verübt / tolleriert wurde...
    Es ist allerdings Wunschdenken zu sagen, ein Krieg würde ohne solche oder ähnliche Massaker von statten gehen ... In nahezu jedem Krieg gab es vergleichbare oder weitaus schlimmere Massaker an Unschuldigen / Kriegsgefangenen.
    Mich regt an der Sache am Meisten auf, dass die USA stock und steif behaupten, dass es solche Massaker in ihren Kriegen nicht geben würde (siehe Vietnam oder jetzt eben dieser Fall). Diese verlogene und propagandistische Politik ist aber typisch für die USA, allerdings nicht nur für die ... Kein Staat gibt seine Kriegsverbrechen gerne zu...

    Zu dem anderen Bericht ( USA-Propaganda in Deutschland )
    Ich kann mir eigentlich nur schwer vorstellen, dass so eine Aktion hier wirklich Früchte tragen würde ... Ich will ja nicht verallgemeinern, aber ich merke sehr oft, dass in Deutschland (immer noch) eine gewisse "antiamerikanische Grundstimmung" vorhanden ist...
    Demonstrationen für die USA wirken absolut lächerlich und aufgesetzt (siehe Demo der "Jungen Union" beim Bush-Besuch)
    "Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden." - Ludwig Feuerbach

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    • #3
      Es sind neue Beweise für die Kriegsverbrechen der USA in Afghanistan aufgetaucht. Die Zeitung Washington Post vom 26.12.02 lieferte Einzelheiten über das Schicksal afghanischer und arabischer Kriegsgefangener:
      Wer sich weigert, in diesem geheimen Vernehmungszentrum der CIA zu kooperieren, müssen manchmal stundenlang mit übergezogenen schwarzen Kapuzen oder übermalten Schutzbrillen stehen oder knien. Das berichten Geheimdienstspezialisten, denen die Verhörmethoden der CIA bekannt sind. Zeitweilig werden sie in eine qualvolle Lage versetzt, müssen schmerzhafte Positionen einnehmen, erfahren Schlafentzug bei einem 24-stündigen Lichtbombardement - sie werden sogenannten ‚stress and duress‘ (Stress und Zwang)-Techniken ausgesetzt.
      Die Reporter befragten US-Sicherheitsbeamte zu dem Umgang mit den Gefangenen. Diese meinten, dass der Einsatz von Folter „gerechtfertigt und notwendig“ sei. Hier noch ein paar zusätzliche Zitate dieser Beamten:
      “Wenn man nicht hin und wieder irgend jemandes Menschenrecht verletzt, wird man wahrscheinlich seinem Job nicht gerecht.... Ich denke nicht, dass es erwünscht ist, dass wir da eine Null-Toleranz-Haltung entwickeln. Das war lange Zeit das Problem der CIA“

      „Unsere Kerls sollen die ruhig ein bisschen härter rannehmen“

      „Schmerzkontrolle ist eine sehr subjektive Angelegenheit“. [über die medizinischen Versorgung verwundeter Gefangener!]
      Auch bei dem Verhör von Abu Zubaida, einem Führungsmitglied der Al-Qaida, der bei seiner Festnahme verletzt wurde, wurden Scherzmittel bewusst zurückgehalten. Zudem mussten die US-Behörden im Dezember zugeben, dass in Bagram zwei Gefangene beim Verhör gestorben sind.
      Die Doppelmoral der US-Regierung und –Behörden ist dabei nicht zu überbieten. Der Menschenrechtsbericht des State Departments von 2001 klassifizierte Schlafentzug und das erzwungene lange Stehen von Gefangenen als Folter und kritisierte diese Methoden, als sie von Jordanien angewandt wurden. Dabei werden vom CIA Gefangene an Jordanien „zurückgegeben“.
      Dazu Frederick Hitz, einem früheren CIA-Generalinspekteur:
      “Wir foltern nicht und wir können Folter auch nicht billigen, indem wir behaupten, wir wüssten nichts davon,“ sagte er. Aber wenn ein Land den USA Informationen anbietet, die es mit Hilfe von Folter erhalten hat, „können wir die Früchte davon ernten“
      aus der Washington Post
      Die USA foltert also nicht nur Kriegsgefangene in Guantanamo, Bagram und Diego Garcia, sondern übergibt Gefangene zu besonderen extremen physichen Folter auch noch an Länder wie Syrien, Jordanien, Ägypten, Saudi-Arabien und Marokko, eine schon unter Clinton erlaubte Massnahme („rendering“ ). Diese Länder versorgen im Austausch die USA mit den Ergebnissen der Folter. Die USA sind kein Garant von Freiheit, Menschenrechten oder Demokratie, sondern stellen unter Bush einer der grössten Gefahren für diese Rechte dar!
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      • #4
        Wer sich über die dubiose Rolle der USA in der Weltpolitik über die Terrorproblematik hinaus informieren möchte (und morgen nicht allzu früh aufstehen muss ), dem sei die Dokumentation "Doppeltes Spiel" um 0.00 Uhr in der ARD nahegelegt: Dort geht es um das Verhalten der Staaten im bosnischen Bürgerkrieg, die systematisch UN-Vereinbarungen wie das Waffenembargo unterliefen, die europäischen Verbündeten ausspionieren ließen und Informationen verheimlichten. Für die Brisanz des Materials spricht schon, daß die ARD es um Mitternacht versteckt...

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        • #5
          Original geschrieben von Jack Crow
          Für die Brisanz des Materials spricht schon, daß die ARD es um Mitternacht versteckt...
          Finde ich übrigens ein Unding! Ich würde solche Details offen in den Nachrichten ansprechen lassen, damit man mal sieht was unsere "amerikanischen Freunde" alles treiben, um ihre Vormachtssetellung auf dem Globus zu erhalten.
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          • #6
            Wer hat gestern den Beitrag über die Rolle der USA in Bosnien gesehen? Es wurde versucht vier Thesen zu beweisen:
            1.) Die USA haben die UNO-Truppen (also im Endeffekt die NATO) auspioniert.
            2.) Die USA haben die UNO-Truppen nicht unterstützt, teilweise auch behindert in dem sie keine Geheimdienstinformationen weitergaben. Dies soll die Ursache (oder der Auslöser?) für eine Spaltung in der NATO sein. In der Folge wurde begonnen eine eigenständige europäische Armee aufzubauen. Dies wird meiner Meinung nach langfristig zu einem wirklichen Zusammenbruch der NATO führen. Nur ist es noch nicht absehbar, ob ein gemeinsamer europäischer Block (EU) entsteht oder ob der Bruch auch innerhalb des europäischen Lagers sein wird, also ein Teil weiter mit der USA in einem Bündnis bleiben wird (letzteres ist im Moment durch Puddel Blair & Co wahrscheinlicher).
            3.) Die USA haben die kroatische und die bosnische Armee unter dem Bruch des UN-Waffenembargos aufgerüstet und damit den Krieg verlängert.
            4.) Die USA haben die kroatische Armee militärisch durch Luftangriffe unterstützt, z.B. bei der Operation Sturm, der Vertreibung der Krajna-Serben.

            2.) bis 4.) war mir bekannt. Aber ich dachte, dass auch die BRD die kroatische Armee unterstützt hat. Zumindestens hat die BRD durch Anerkennung Sloweniens und Kroatiens eine Mitverantwortung für den Ausbruch der Balkankriege. Auch bei 4.) hatte ich in Erinnerung, dass Bundeswehr-Tornados die US-Bombenangriffe durch Aufklärungsflüge vorbereitet haben.
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