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USA: Neue Feindsuche

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  • USA: Neue Feindsuche

    USA will Fidel Castro stürzen

    Offensichtlich war die Suche erfolgreich, denn das Bush-Regime will sich mal wieder einen ungeliebten Staatschef vom Hals schaffen. Mal hoffen, dass sie diesmal auch nicht weiterkommen, als damals in der Schweinebucht
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
    endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
    Klickt für Bananen!
    Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

  • #2
    Das blöde am Feindbild der Amis ist aber ... die haben recht. Die Leute die sie stürzen wollen, gehören auch weg vom Fenster. Das war bei Saddam so und ist auch bei Castro so. Nur ihre Art und Weise ist etwas daneben ... wann lernen die endlich mal aus ihren Desastern? Na ja ... wenigstens besteht noch Hoffnung, das Bush nächstes Jahr abgewählt wird.

    WJ

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    • #3
      Na ja, wenigstens sind sie diesmal so clever und unterstellen erst gar nicht, dass Kuba heimliche Massenvernichtungswaffen besitzt.

      Ich denke, wenn die USA die Castro Regierung wirklich beseitigen will, wird sie wohl kaum jemand oder etwas aufhalten können, nachdem Sowetunion und Warschauer Pakt Geschichte sind. Es ist ohnehin erstaunlich, wie hartnäckig sich Kuba ohne die Rückendeckung Moskaus und trotz schlechter Wirtschaftslage hält.
      Ich persönlich glaube schon das dies damit zusammenhängt, dass ein Großteil der Bevölkerung doch hinter der Regierung steht. Immerhin haben die Kubaner ihre sozialistische Revolution damals selber gemacht. Das System wurde ihnen also nicht von Moskau einfach übergestülpt, wie z.B. in Osteuropa.

      Bin gespannt wie sich das Ganze entwickelt.

      Gruß, succo
      Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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      • #4
        Bush will doch nur wieder von den inneren Problemen der USA ablenken.
        Ich hoffe Bush wird nächstes Jahr von Männern wie Howard Dean oder John Kerry abgelöst werden.
        Im vorzeitigen Ruhestand.

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        • #5
          Ob wirklich die Mehrheit hinter Castro steht wage ich zu bezweifeln... aber wie schon im Iran können sich die USA hier an die eigene Nase fassen. Als Kuba um die Jahrhundertwende gegen Spanien revoltiert hat, da kamen die USA zur Hilfe. Nach der Revolution liess sich die USA in Sachen Politik Kubas ein Mitsprache und Vetorecht geben, das Recht notfalls militärisch zu interve... ähm... helfen und ebenso ein Eckchen Land (Guantanamo Bay, da steht heute ein Fünf-Sterne-Hotel für arabische Touristen glaube ich). Bis zur kubanischen Revolution war also jeder Politiker Kubas den USA sehr genehm, auch der Herr Batista... dass der vielen Kubanern unangenehm war, dass war eher nebensache. Wer keine Feindbilder hat, der schafft sich welche.

          Man kann ja ein Söldnerheer in der Schweinebucht landen lassen... das hat ja schonmal fast geklappt.

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          • #6
            Also es stimmt schon, dass ein großer Teil der Bevölkerung hinter Castro steht, was an der ausgezeichneten sozialen Infrastruktur liegt, aber auch am Handelsboykott der Amis gegen Kuba, der leicht für die schlechte wirtschaftlichen Lage verantwortlich gemacht werden kann.

            Castro militärisch zu stürzen würde in einem weiteren Desaster enden.
            Möp!

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            • #7
              Ich glaube so schnell werden die USA nicht intervenieren .......
              ...wohl erst so 2 Wochen vor der Präsidentschaftswahl

              Bush holt sich seine Anerkennung im Volk durch beseitigen von Ungeziefer von der Weltkarte. Gut, soll er doch. Das tragische ist nur, und das sieht in den USA nur eine Minderheit, dass es hier um unschuldige Menschenleben geht, und es den besetzten Ländern nach der "Befreiung" auch nicht besser geht als vorher. Die Ausnahme sind natürlich die kleine Eliten der Anführer der ehemaligen Widerstandskämpfer, die von den USA alles bekommen, was sie wollen, und dann 20 Jahre später die Macht an sich reissen und die USA bekämpfen

              Im Falle von Cuba wird das Medieninteresse, und damit GWBs Wahlergebnisse, aber wohl nicht so gewaltig sein [habe ich eigentlich als einziger den Eindruck, dass Bush nur von Patrioten gewählt wird, die automatisch ihr Gehirn abschalten, wenn die Truppen irgendwo auf der Welt Leute umbringen? ]

              Naja, ich bin schonmal auf die Kriegsgründe gespannt
              "Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden." - Ludwig Feuerbach

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              • #8
                Das mit diesen Plänen habe ich vor ein paar Tagen schon irgendwo gelesen, aber ich glaube nicht, dass ihm das viel positive Kritik brächte. Die einzigen die sich in den USA darüber freuen würden, wären wohl die Exil-Kubaner in Florida. Vielleicht würde die ja die nötigen Stimmen bei der nächsten Wahl bringen, um Bush eine zweite Amtszeit zu sichern .

                Also im Ernst. Klar macht Castro und seine Regierung nicht gerade tolle Sachen mit dem kubanischen Volk. Es ist immernoch eine Diktatur, auch wenn sich Castro mit 99,99% oder so immer wieder zum Presidente wählen lässt. Es gibt auch sehr viele Menschenrechtsverstöße dort und der Bevölkerung geht es schlecht, weil sie überwiegend arm ist. Ich denke das ist ja alles bekannt, aber die USA können nicht einfach so Regierungen stürzen wie es ihnen passt. An Kuba stört ihnen ja immer schon, dass Castro eine kommunistische oder sozialistische Diktatur hat(sicherlich widerspricht sich das, aber es wird trotzdem so genannt).
                Der böse Kommunismus war ja immer schon eine größere Bedrohung als der Faschismus. Naja, für die Menschen ist aber wohl kein großer Unterschied, ob ihr Herrscher gerne Marx zitiert oder einen Nationalhelden. Besser geht es denen aber dadurch nicht.
                Die USA meinten aber, dass sie Kuba seit Jahrzehnten wirtschaftlich boykottieren müssten, wobei aber faschistisch regierte Diktaturen in Südamerika oder sonst wo ganz gut unterstützt werden konnten.
                Naja, China bekennt sich ja mittlerweile immer stärker zur Marktwirtschaft. Daher scheint man da das Etikett "Kommunismus" nicht mehr so zu sehen. Dabei sind die Zustände in Kuba auch nicht umbedingt schlechter als in China.
                Und wie es mit den USA und Demokratie und Menschenrechten steht ist wohl noch eine ganz andere Frage.
                Also, ich will ja nicht Diktatoren in Schutz nehmen und ich bin auch nicht gegen Demokratie. Sicher bin ich für freie Völker, die von durch das Volk bestimmte Regierungen gerecht geführt werden, doch die Art, wie die USA angeblich dieses Ziel verfolgen, halte ich für falsch. Denn ich glaube kaum, dass auf diese Art der Terror bekämpft werden kann und den Menschen es letztendlich besser geht.

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                • #9
                  Original geschrieben von Succo
                  Na ja, wenigstens sind sie diesmal so clever und unterstellen erst gar nicht, dass Kuba heimliche Massenvernichtungswaffen besitzt.
                  Bush hat vor einiger Zeit Kuba vorgeworfen B-Waffen zu produzieren! In Kuba existieren relativ gute Forschungseinrichtungen im biotechnologischen Bereich und genau diese wurden von Bush als B-Waffenproduktionsstätten bezeichnet. Das war genau zu der Zeit, als der Ex-Präsident Carter Kuba und eine diese Einrichtungen besucht.

                  Es wäre sicher positiv, wenn Castro gestürzt wird. Damit wäre einer dieser Staaten, die sich sozialistisch nennen ohne damit was zu tun zu haben von der Bildfläche verschwunden. Allerdings gegen eine US-Invasion ist Castro immer zu verteidigen, da der US-Imperialismus momentan die grösste Gefahr für Frieden, Demokratie und Menschenrechte ist. Dazu kommt, dass es wohl sicher sicher ist, dass eine US-Invasion dazu führen wird, dass die kubanische Bevölkerung genauso arm wie in den Nachbarstaaten wird.

                  C'est Moi hat sicher recht, dass es Bush hauptsächlich darum ging von seinen sonstigen Problemen abzulenken und für seine rechtsextremen Anhänger wieder einmal den starken Mann zu spielen. Ob er wirklich einen Angriff plant? Keine Ahnung, Bush ist in dieser Beziehung alles zuzutrauen.
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                  • #10
                    Wieso wäre es positiv, wenn Castro gestürzt würde? Was bringt dies der Bevölkerung? Ist sie weniger Arm als unter Castro? Wird Kuba ein Wirtschaftswunder erleben? Gäbe es eine demokratisch gewählte Regierung (ohne Manipulationen der USA)?

                    Ich sehe nicht wieso es positiv sein kann eine Regierung zu stürzen und als Ergebnis ein Land zu haben in dem nichts besser wird. Und das alles nur, weil die Bezeichnung sozialistisch nicht zutrifft?
                    »Ich habe nie eine Chance hastig vergeben, sondern lieber gemütlich vertändelt.« - Willi »Ente« Lippens

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                    • #11
                      Nun warum Castro?
                      Eigentlich ist es doch recht still um Kuba geworden. Sozialistisch hin oder her. Im Groben und Ganzen geht es Ihnen gleichsam schlecht. Kapitalistisch und somit marktwirtschaftlich orientiert, schuffe man dort doch nur ein zweites Rumänien. Es ist fraglich ob sich ein solches Freiheitsliebendes LAnd von den USA ihre Politik diktieren liesse.
                      ICh brauche doch nur einen Blick in unser Neu-Fünf-Land werfen wo sehr viele zwar die westliche und somit Massenproduktionorientierte Lebensart nicht mehr missen möchten, sich aber dennoch an die soziale Sicherheit gerne zurückerinnern und diese zurückhaben möchten. Ich denke dieses könnte sich bei Kuba ähnlich gestalten.

                      Ansonsten denke ich ähnlich über das Ablenkungsmanöver von GWB von seiner Innenpolitik.

                      X
                      Leiten im Droehnen der Motoren - Zhardul, so peinlich wie die Moral!

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                      • #12
                        Naja, ich glaube auch weniger, dass ein Angriff tatsächlich geplant ist. Denn irgendwie muss es sich für die USA auch lohnen, so ein Land einzunehmen. Zu Zeiten des Kalten Krieges war Kuba einen Außenposten der UdSSR. Jetzt ist es eigentlich fast wertlos für die USA.
                        Sicherlich hat die kubanische Wirtschaft auch einiges zu bieten und diese würde auch sehr gerne in die USA exportieren, doch würde das wohl nicht im Verhältnis zu den Kriegskosten stehen.
                        Doch könnte wohl die Androhung schon genug bewirken. Nämlich bei manchen Sympathien steigen zu lassen und einige Länder, die nicht so wollen, wie es die USA wollen, vielleicht zum Einlenken bringen.
                        Bei Syrien, Iran und Nordkorea wird im Moment ja auch so verfahen, obwohl ich da eher glaube, dass eins dieser Länder das nächste Ziel sein könnte. Iran und Syrien scheinen derzeit besonders bedroht zu sein. Vielleicht kümmert sich Israel ja auch alleine um Syrien.
                        Naja, ich glaube auch nicht, dass es den Kubanern nach dem Sturz Castros gleich besser ginge. Denn die Wirtschaft müsste erst wieder aufgebaut werden und das Volk an dem Gewinn auch richtig beteiligt werden und das kann auch dauern, wenn es überhaupt versucht wird.
                        Dass sich der Sturz eines sozialistischen Regimes positiv sich auf demokratische Versuche des Sozialismus oder Kommunismus auswirken würde, glaube ich nicht. Denn Kuba ist ja nicht das einzige Land mit dieser Staatsform und selbst wenn, dann scheinen Sozialismus und Kommunismus bei vielen Leuten einen schlechten Geschmack zurückgelassen, auch wenn Ziele und Ideale dieses Systems gut sind, wird es meistens mit Gewalt und Unterdrückung gleichgesetzt.

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                        • #13
                          Original geschrieben von Nopper
                          Wieso wäre es positiv, wenn Castro gestürzt würde? Was bringt dies der Bevölkerung? Ist sie weniger Arm als unter Castro? Wird Kuba ein Wirtschaftswunder erleben? Gäbe es eine demokratisch gewählte Regierung (ohne Manipulationen der USA)?

                          Ich sehe nicht wieso es positiv sein kann eine Regierung zu stürzen und als Ergebnis ein Land zu haben in dem nichts besser wird. Und das alles nur, weil die Bezeichnung sozialistisch nicht zutrifft?
                          Das positive an dem Sturz Castros wäre die Beendigung seiner Diktatur. Du hast vollkommen recht, dass damit nicht automatisch die Armut beendet würde oder eine demokratische Regierung an die Macht kommen würde. Wahrscheinlich wäre eines dieser Regime, die offiziell zwar demokratisch sind, in der Realität aber nur den Grosskonzerne dienen. Daran wäre natürlich nichts positiv, im Gegenteil der Sozialstaat in Kuba würde vernichtet werden und die Armut massiv steigen.

                          Das Problem an Kuba ist, dass es wirtschaftlich isoliert nicht existieren kann. Deshalb hatte sich Castro ursprünglich auch von der UdSSR abhängig gemacht (und die marxistische Rhetorik übernommen). Heute begibt sich Castro in die Abhängigkeit der europäischen, mexikanischen und kanadischen Konzerne. Er richtet z.B. Sonderwirtschaftszonen ein, in denen die kubanische Sozial- und Arbeitsschutzgesetze nicht gültig sind, die Grosskonzerne also ungehindert die Menschen ausbeuten können. Die Sonderwirtschaftszonen und die Tourismusindustrie, die ebenfalls von ausländischen Konzerne dominiert wird, werden wahrscheinlich alleine schon das kubanische Sozialsystem vernichten.

                          Kuba ist einfach in einer wirklich beschissenen Situation. Alleine ist es nicht in der Lage sich positiv zu entwickelt und Abhängigkeit von stärkeren wirtschaftlichen "Partnern" (egal ob USA oder EU) wird dazu führen, dass Kuba wie andere 3. Welt-Länder sich zurückentwickeln wird. Im letzteren Fall wird Kuba von Wirtschaftszweigen (Tourismus, Rohstoffproduktion) abhängig sein, die einen Kapitalabfluss bewirken, da Rohstoffe billig exportiert werden müssen, aber die Fertigprodukte teuer importiert werden.
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                          • #14
                            also ob Bush oder ein anderer Ammi, mich interessiert die amerikanische Politik nicht die Bohne...

                            man kann sich natürlich darüber aufregen wie toll die Ammis sich doch halten und für was für Weltbefreier und quasi Superweltpolizei sie sich doch halten, aber das bringt sowieso nichts, da sie eh niemand daran hindern kann und wird
                            »Ich bin Hunger! Ich bin Durst!
                            Ich kann hundert Jahre fasten, ohne zu sterben.
                            Ich kann hundert Nächte auf dem Eis liegen, ohne zu erfrieren.
                            Ich kann einen Strom von Blut trinken, ohne zu bersten. Sagt mir, wer Eure Feinde sind!«

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                            • #15
                              @Dunkelwolf: du solltest vielleicht eine weniger nationalistische Position einnehmen. Nicht alle "Amis" halten sich für Weltbefreier und Superpolizisten. Die meisten sind Opfer von Leuten wie Bush und Clinton. Es betrift auch jeden auf der Welt, wer in den USA regiert, da diese Regierung über den grössten Militärapparat verfügt und damit eine massive Bedrohung darstellt. Diese Apparat und andere Drohungen werden auch in anderen Teilen der Welt genutzt um dort soziale Errungenschaften zu zerstören (um die "Investitionsmöglichkeiten" für US-Unternehmen zu verbessern).

                              Genauso ist es wichtig sich gegen den europäischen und deutschen Nationalismus zu stellen. Dieser Nationalismus bindet einen nur an die hiesigen Herrschenden. Und diese haben nichts getan um Kriegsverbrecher und Wahlbetrüger wie Bush zu stürzen, im Gegenteil sie hofieren ihn auch noch. Die einzigen, die das Potential haben Bush ohne eine Weltkrieg zu stoppen, sind die ArbeiterInnen und Angestellten in den USA.
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