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Kriegsverbrechen in Vietnam

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  • Kriegsverbrechen in Vietnam

    Über den Artikel The scalping party bin ich auf einen echten Höhepunkt des Journalismus in der Zeitung Toledo Blade aus Ohio gestossen:

    Eine Serie von Artikeln über die Kriegsverbrechen des 327. Platoons ('Tiger Force') der 101. Airborne Division, einer aus 45 Fallschirmspringern bestehenden Eliteeinheit, die im Sommer und Herbst 1967 in Südvietnam eingesetzt war. Diese Einheit ermordete über sieben Monate Hunderte von Zivilisten und sammelte deren Ohren und Skalps als Souvenir. Diese Verbrechen führten zu der längsten Untersuchung über Kriegsverbrechen in Vietnam, die zur der Schlussfolgerung kamen, dass 18 Soldaten für Kriegsverbrechen verantwortlich waren. Aber keiner wurde verurteilt. Unter der Regierung Ford wurde 1975 die Entscheidung gefällt, die Untersuchung zu beenden. Wer war damals in Schlüsselpositionen in der Regierung und wohl entscheidend für Einstellung verantwortlich? Die alten Bekannten Dick Cheney (damals Stabschef im Weissen Haus) und Donald Rumsfeld (auch damals Kriegsminister)! Und dies macht auch klar, warum die US-Regierung Immunität für ihre Truppen gegenüber dem Internationalen Gerichtshof fordert.
    Resistance is fertile
    Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
    The only general I like is called strike

  • #2
    Was soll man dazu noch groß sagen ...
    Es bestätigt nur wieder , dass jeder Anspruch auf eine moralische Führung seitens der Amis absolut lächerlich ist und dass Cheney und Rumsfeld eigentlich hinter Gitter, aber nicht in die Regierung eines mehr oder weniger demokratischen Staates gehören.
    “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
    They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
    Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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    • #3
      Original geschrieben von Nicolas Hazen
      Was soll man dazu noch groß sagen ...
      Es bestätigt nur wieder , dass jeder Anspruch auf eine moralische Führung seitens der Amis absolut lächerlich ist und dass Cheney und Rumsfeld eigentlich hinter Gitter, aber nicht in die Regierung eines mehr oder weniger demokratischen Staates gehören.
      Die Verbrechen beschränken sich ja nicht nur auf die beiden, sondern auch Nixon und Kissinger waren maßgeblich an Kriegsverbrechen in Vietnam beteiligt. Auch 1973 waren die beiden die hauptschuldigen am Sturz der chilenischen Regierung.

      http://www.members.partisan.net/sds/sds10201.html
      Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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      • #4
        Nun, ich habe nur die beiden exemplarisch genannt , da sie zur Zeit eben noch in der Regierung sitzen. Dass sich die Verbrechen quer durch die amerikanische(n) Regierung(en) ziehen ist schon klar.

        Und als Ärzte-Fan weiß man natürlich auch wegen Rod zumindest einiges über die Ereignisse in Chile.
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        • #5
          Das ist alles nur zu bekannt, aber leider sind diese Leute einfach zu mächtig, um ihnen etwas anhaben zu können. Was uns bleibt, ist sich in Foren über solche Verbrecher auszulassen. Ändern wird es jedoch nichts an der Sache . Die einzige Hoffnung, die ich im Moment habe, wäre ein libereraler Führungswechsel in den USA, was jedoch auch nichts garantiert und ohnehin nur eine Lösung auf Zeit bedeuten würde.
          Wer nähmlich mit h schreibt, ist dähmlich!

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          • #6
            Original geschrieben von WilderKlingone
            Die einzige Hoffnung, die ich im Moment habe, wäre ein libereraler Führungswechsel in den USA, was jedoch auch nichts garantiert und ohnehin nur eine Lösung auf Zeit bedeuten würde.
            Ich denke auch kaum dass Leute die mit liberalen und an sich ordentlichen Ansichten in das Amt des Präsidenten gehen würden diese wirklich realisieren könnten. Dafür ist das Pentagon und die Industrie einfach zu stark.

            Und als wirklich liberal (wobei liberal im wirtschaftlichen Sinne ja eigentlich mit das schlimmste ist was jemand sein kein) sehe ich Kerry auch nicht an.
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            • #7
              Ich denke, die USA werden sich irgendwann selbst erledigen.

              Sie machen jetzt das, was vor 30 Jahren die UdSSR machte: Sie rüsten sich in Grund und Boden!

              Nur, dass die UdSSR damals quasi dazu gezwungen war, wegen des kalten Krieges. Die USA machen das aber ohne Not...
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              • #8
                Original geschrieben von Lucky Guy
                Nur, dass die UdSSR damals quasi dazu gezwungen war, wegen des kalten Krieges. Die USA machen das aber ohne Not...
                Ohne Not würde ich nicht sagen. Bush & Co versucht die politische Vormachtstellung der USA aus dem Kalten Krieg zu erhalten. Damals kontrollierten die USA alle westlichen Grossmächte. Diese waren nicht in der Lage unabhängig von den USA zu handeln, was Frankreich und Grossbritannien 1956 bei ihrem Überfall auf Ägypten lernen mussten. Die BRD erlangte erst nach der Wiedervereinigung ihre vollständige Souveränität. Seitdem versuchen die BRD und Frankreich die EU zu nutzen, um eine eigene Weltmachtstellung zu erhalten. Dagegen gehen die USA vor, z.B. im Kosovo-Krieg, als sie den europäischen Mächte deren militärische Schwäche demonstrierten.

                Die politische Hegemonie ist für die herrschende Klasse in den USA auch lebensnotwendig um sicherzustellen, dass es zu keinem Kapitalabfluss aus den USA kommt. Die US-Wirtschaft ist auf Kapitalimport angewiesen und verschuldet sich immer stärker im Ausland. Normalerweise würde dies bedeuten, dass die US-Wirtschaft politisch abhängiger von den Kapitalgebern werden würde. Da die USA militärisch klar überlegen sind, können sie dies verhindern.

                Es stimmt aber, dass die Rüstung für die USA ein wirtschaftliches Problem darstellt und den Niedergang letztendlich beschleunigen wird.
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                • #9
                  Naja, im Moment scheint es ja schon so zu sein, dass die USA die Vorherrschaft in der Welt sicher wollen und da scheint ihnen wohl jedes Mittel recht.

                  Gestern in Panorama wurde auch wieder gezeigt, was dort im Irak gemacht wird. Kriegsverbrechen gibt es da auch genauso. Und jetzt meine ich nicht nur politische, sondern die, die von der Armee selbst verbrochen wurden. Bei Panorama wurden Videos gezeigt, die bei Militäraktionen aufgenommen wurden und amerikanischen Nachrichtensendern zugespielt wurden.
                  Man sah dabei, wie Soldaten verletzte Iraker erschossen und sich dabei sogar noch richtig toll vorkamen.
                  Also hier ist die Kurzfassung des Artikels. Panorama scheint wohl nicht so wie Monitor ein Video-Stream anzubieten, aber ich fand diese Video auf jeden Fall schon sehr eindeutig und abscheulich.

                  Also, da frag ich mich, wo man eigentlich den Unterschied zwischen einem irakischen Terroristen sehen soll?
                  Diese Soldaten, über die berichtet wurde, waren auch eiskalte Mörder und so darf man die wohl auch nach internationalen Recht nennen, wenn sie unbewaffnete verletzte Gegner erschießen.

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                  • #10
                    @Geordie: Als ich den Artikel gerade angeglickt habe, gab es schon eine Möglichkeit den Beitrag anzusehen.

                    Also das ist schon erschreckend anzusehen. Solche Soldaten sind Terroristen die diese Verbrechen inter dem Deckmäntelchen der Gerechtigkeit begehen.
                    Was war das überhaupt, was einer der drei Iraker da hatte? Wie eine Granate oder so sah das ja nicht aus...

                    Ich finde es dann nicht verwunderlich, wenn die Iraker in ihrer Verzweiflung Rache an den US Truppen begehen.

                    Solche Soldaten, die zum Spaß abmetzeln, gehören IMO vor das Kriegsgericht nur wird in dieser Richtung wohl nie was passieren.
                    Im vorzeitigen Ruhestand.

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                    • #11
                      Ich muss aber dazu sagen das nicht nur Amerika so ist, beispiel Japan: kurz vor dem 2. WK (china). 1937 erreichten die japanischen Truppen die Kaiserstadt und bewegten die chinesischen Kämpfer unter falschen Versprechungen zur Kapitulierung. Dann folgten mehr als 7 Wochen Martyrium für die bewohner der Stadt. Selbst Nazis beschreiben das Geschehen als "bestialische Maschinerie". Nein Nazis waren nicht besser, doch in der Durchführung unterschieden sie sich.
                      Die Massenverncihtung war bis ins Kleinste durchorganisiert, das Massaker an den Bewohnern Nanjings wahllos, spontan und wurde nie geahndet, nie wurde um Vergebung gebeten.

                      (wer nicht viel verträgt sollte NICHT weiterlesen)
                      Die jap. Soldaten vergewaltigten alles (Frauen, Männer, Jungen, Mädchen, allen Alters) was sie finden konnten, mit allem was sie zur Verfügung hatten. Sie zwangen Familien sich untereinander zu vergewaltigen. Sie benutzten Zivilisten als bewegliche Ziele für Schißeübungen, bajonettierten sie um die Wette und vergruben sie im Boden wo sie Hunde auf sie Hetzten. Frauen wurden die Brüste abgeschnitten, an Wänden und sonstwo festgenagelt (bei vollem Bewusstsein) und hängten sie an ihren Zungen an Hacken auf. Sie wurden lebendig verbrannt, kastriert und man riss ihnen die Eingeweide heraus.


                      Entschädigungszahlungen hat es nie gegeben, und in Japan wird es bis heute noch totgeschwiegen. Von Historikern wird es geleugnet. 1990 wurde ein Bürgermeister aus Nagasaki nach einer kritischen Äußerung über den damaligen Kaiser durch einen Brustschuss schwer verletzt...........
                      cyberindustrial for hyperactive people

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                      • #12
                        Ja, über die Japaner vor und während des 2. Weltkrieges hab ich noch wenig gelesen, aber dass die nicht immer ganz friedlich waren, war mir schon sehr bekannt. Ich meine da gibt es auch so eine Bezeichnung, dass man sie "asiatische Preußen" oder so genannt hat, weil sie eben so effizient ihre "Arbeit" durchführen wie die Deutschen. Die Methoden, die die Nazis im 3. Reich angewandt haben, um Juden zu vergasen und einzulagern wie auch die Euthanasie-Experimente waren ja alles vom Grunde her keine Ideen der Nazis. Das alles gab es schon mal, nur haben die Nazis gezeigt, wie man das ganze noch "perfektionieren" kann, indem man es viel maschineller macht und größere Massen ermorden kann.

                        Bei den Japanern hat wohl einen ähnlichen "Perfektionismus" gegeben. Daher verstanden sich Hitler und die Japaner wohl so gut.

                        Naja, wie das mit der Aufarbeitung lief, weiß ich auch nicht genau. Ich wusste nur, dass die Amerikaner den Japanern die Götter "weggenommen" hatten indem sie ihnen erzählten, dass der japanische Kaiser doch kein Gott sei. Naja, ich dachte, dass die Amerikaner dann die Japaner vielleicht auch gezwungen hätten, ihre Geschichte aufzuarbeiten oder dass das vielleicht bei den Japanern von selbst kam.

                        In Deutschland wurde das ja auch irgendwann gemacht. Aber ich glaube es ist schon so, dass die meisten Länder, die am 2. Weltkrieg teilgenommen haben, wenig von ihren Verbrechen aufgearbeitet haben. Von den USA und der Sowjetunion wäre mir da nicht so viel bekannt und von Italien hab ich gehört, dass das dort wohl auch ein sehr großes Tabu sein soll, auch wenn viele dort nicht nur Täter waren, sondern es auch viele Opfer durch die Nazis gab, nachdem Italien sich den Allierten angeschlossen hatte.

                        Aber ich denke, wenn man sich heute die Situation ansieht, dann will man ja von den Medien glaube, dass Länder mit Demokratie solche Verbrechen nicht begehen würden. Japan, Italien und Japan waren ja wohl keine richtige Demokratien damals im 2. Weltkrieg, doch heute sind sie es und die USA(wenn man mal über den Wahlbetrug von G.W. Bush hinwegsieht) auch.

                        Da fällt es schon sehr negativ auf, wenn solche Länder, besonders die USA, die ja angeblich immer für Demokratie, Gleichheit und Menschenrechte kämpfen, sich doch in ihren Methoden kein bisschen von Diktatoren und Terroristen unterscheiden!

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                        • #13
                          Original geschrieben von Geordie
                          Und als wirklich liberal (wobei liberal im wirtschaftlichen Sinne ja eigentlich mit das schlimmste ist was jemand sein kein) sehe ich Kerry auch nicht an.
                          Aehm - tschuldigung! Man kan sehr wohl was schlimmeres sein als wirtschaftsliberal, hoffe ich mal - ansonsten waere ich wohl der groesste Abschaum der Welt, und als solchen betrachte ich mich noch nicht.


                          So, und jetzt on-topic:

                          Verbrechen, die Soldaten demokratischer Laender begehen, sind imho ungleich strenger zu beurteilen, als Verbrechen, die von Terroristen, Partisanen usw begangen werden. Natuerlich kommt es in Kriegen auch bei Demokratien zu Kriegsverbrechen, teils auch im grossen Stil. Es macht mich immer wieder wuetend, dass Staaten und Regierungen, die ich an sich durchaus respektiere, diese Verbrechen nicht entsprechend ahnden, sie teilweise unterstuetzen und vor allem die Opfer zu oft nicht entsprechend entschaedigen.

                          @Sakara:
                          Was die Japaner in Nanking angestellt haben, hat mich zum Heulen gebracht (letztes Buch, bei dessen Lektuere ich geweint habe, war die Vergewaltigung von Nanking). Japan war aber zu der Zeit de facto eine Militaerdiktatur und ist mit den USA nicht vergleichbar - Frankreich und UK sind das viel eher.

                          @max:
                          Der Zusammenhang zwischen der politischen Hegemonie und dem Kapitalabfluss erschliesst sich mir nicht sofort. Ich investiere derzeit mein Geld auch in den USA, das mache ich nicht, weil die so eine tolle Armee haben. Ich habe Vertrauen in ihre Wirtschaft, und das habe ich, weil die USA ein sehr unternehmerisches, wirtschaftsliberales, innovatives, geburtenstarkes Land sind. ich habe mein Geld nicht abgezogen, als sie in Somalia gegen eine Verbrecherbande verloren haben und nicht mehr investiert, als sie in Afghanistan eine andere verjagt haben.
                          Dass aber prinzipiell Ruestung ziemlich unproduktiv ist, da stimme ich Dir voll zu.

                          @C'est Moi:
                          Du koenntest leider recht haben damit, dass die Soldaten und die Verantwortlichen nicht vors Kriegsgericht kommen.
                          Leider sind die USA nicht die Niederlande, und dass es auf alle Soldaten und die gesamte Armee ganz fuerchterlich zurueckfaellt, wenn sie Kriegdverbrecher in ihren Reihen dulden, haben sie noch nicht begriffen.
                          Aber vielleicht kommen ja in Zukunft Schadensersatzklagen? Die koennten im Ergebnis noch viel staerker schmerzen.

                          Original geschrieben von Geordie
                          Da fällt es schon sehr negativ auf, wenn solche Länder, besonders die USA, die ja angeblich immer für Demokratie, Gleichheit und Menschenrechte kämpfen, sich doch in ihren Methoden kein bisschen von Diktatoren und Terroristen unterscheiden!
                          Naja, in den USA gibt es immerhin solche Zeitungsartikel...
                          Ich glaube, dass die Diskussion ueber Menschenrechte, Kriegsverbrechen oder Entschaedigungszahlungen in den USA intensiver gefuehrt wird, als zB in Saddam Husseins Irak.
                          Auch die Methoden (dadurch bedingt) sind andere. Den USA ist der Schutz ihrer Soldaten viel wichtiger als vielen anderen Laendern (klar, sie sind teurer in Ausbildung und Ausruestung). Auch der Schutz der Zivilbevoelkerung zaehlt in den USA mehr als zB Jugoslawien - dass es zu fuerchterlichen Verbrechen auf beiden seiten kommt, und dass solche Verbrechen fuer eine Demokratie viel schlimmer sind, sollte nicht den natuerlichen Unterschied zwischen Demokratien westlichen Zuschnitts und Diktaturen vergessen machen.
                          Der Mensch ist endlich auch ein Federvieh, denn gar mancher zeigt, wie er a Feder in die Hand nimmt, dass er ein Viech ist.
                          Johann Nestroy

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                          • #14
                            Original geschrieben von Locksley
                            Der Zusammenhang zwischen der politischen Hegemonie und dem Kapitalabfluss erschliesst sich mir nicht sofort.
                            Du meinst, dass der Abzug deiner Kohle die US-Wirtschaft gefährden würde? Mal im Ernst, mir ging es um etwas grössere Summen. Im übrigen ist festzustellen, dass sehr unternehmerisch, wirtschaftsliberal und innovatives für die meisten Menschen in den USA bedeutet, dass sie einen geringeren Lebensstandard, ein geringeres Einkommen und schlechtere Arbeitsbedingungen als in Ländern haben, wo sehr viel über den Reformstau gejammert wird, also der Sozialstaat noch nicht zerstört wurde und die Gewerkschaften noch nicht ganz am Boden sind. Der Standortvorteil für die Kapitalisten ist halt ein Standortnachteil für die Arbeiter und Angestellten.
                            Original geschrieben von Locksley
                            Auch der Schutz der Zivilbevoelkerung zaehlt in den USA mehr als zB Jugoslawien
                            Was willst du hier sagen? Das die Verbrechen in Vietnam an Zivilisten zeigen, dass die Zivilbevölkerung mehr geschützt wird? Sind in Vietnam nicht deutlich mehr Zivilisten durch US-Militärs umgebracht worden, als in Jugoslawien durch serbisches Militär?
                            Resistance is fertile
                            Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
                            The only general I like is called strike

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                            • #15
                              Original geschrieben von max
                              Du meinst, dass der Abzug deiner Kohle die US-Wirtschaft gefährden würde? Mal im Ernst, mir ging es um etwas grössere Summen.
                              Ist mir klar, aber vielleicht schaetzen institutionelle Investoren oder Grossinvestoren dieselben Faktoren...

                              Original geschrieben von max
                              Im übrigen ist festzustellen, dass sehr unternehmerisch, wirtschaftsliberal und innovatives für die meisten Menschen in den USA bedeutet, dass sie einen geringeren Lebensstandard, ein geringeres Einkommen und schlechtere Arbeitsbedingungen als in Ländern haben, wo sehr viel über den Reformstau gejammert wird, also der Sozialstaat noch nicht zerstört wurde und die Gewerkschaften noch nicht ganz am Boden sind. Der Standortvorteil für die Kapitalisten ist halt ein Standortnachteil für die Arbeiter und Angestellten.
                              Jepp, das habe ich auch nicht bestritten. Dieser Faktor beeinflusst aber den Kapitalfluss imho nicht wirklich. Ausserdem ging es darum, dass die USA Deiner Meinung nach ruesten muessen, um Kapitalabfluss zu verhindern - und das sehe ich nur dann im Zusammenhang mit Deinem jetzt gebrachten Argument, wenn Du den USA unterstellst, dass sie ihre Armee gegen die kommunistische Revolution im eigenen Land ruesten.

                              Original geschrieben von max
                              Was willst du hier sagen? Das die Verbrechen in Vietnam an Zivilisten zeigen, dass die Zivilbevölkerung mehr geschützt wird? Sind in Vietnam nicht deutlich mehr Zivilisten durch US-Militärs umgebracht worden, als in Jugoslawien durch serbisches Militär?
                              Nein, das will ich nicht, da habe ich mich wohl missverstaendlich ausgedrueckt bzw war zu weit off-topic. Ich unterstelle, dass die USA viel aus Vietnam gelernt haben. Ich bezog mich auf aktuelle Kriege der USA - Afghanistan, Kuwait, Irak, Somalia, Jugoslawien, (deswegen auch das Beispiel Jugoslawien, da ebenfalls aktuell).
                              Die USA versuchen imho mittlerweile, die schlechte Presse zu vermeiden, die eigene und fremde Opfer verursachen.
                              Der Mensch ist endlich auch ein Federvieh, denn gar mancher zeigt, wie er a Feder in die Hand nimmt, dass er ein Viech ist.
                              Johann Nestroy

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