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An was "glaubt" ihr: Politik

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  • An was "glaubt" ihr: Politik

    Aus gegebenem Grund, damit meine ich den Thread An was "glaubt" ihr, wuerde ich gerne mal wissen an was ihr politisch glaubt.

    Meiner Meinung nach ist Politik in weiten Strecken Glaubenssache. Ich zB bin in meiner Grundstruktur Wirtschaftsliberaler, und es wuerde einen riesigen Haufen von Argumenten benoetigen, mich zB in einen Sozialisten zu verwandeln, so gut die Argumente im Detail auch sein moegen.

    Mir sind bei weitem nicht alle politsichen Themen gleich wichtig, aber bei den mir wichtigsten kurz meine Glaubensgrundsaetze:

    Wirtschaft: Ich gehe davon aus, dass eine Wirtschaft sich selbst am besten reguliert. Natuerlich muss die Haerte abgefedert werden, aber staendige Veraenderung und staendiger Wettstreit sind imho fuer das Gesamtwohl am besten. Dass die Weltordnung nicht ganz passt, um Wirtschaftsliberalismus nur im Positiven zutage treten zu lassen, lasse ich dabei eher unter den Tisch fallen.

    Aussenpolitik: Ich bin ein starker Befuerworter der EU und jedweder Integration. Im Sinne des Liberalismus sollten nach meinem Glauben alle davon profitieren.

    Bildung: Extrem wichtig. Als ungebildeter oder falsch gebildeter im Wirtschaftsliberalismus ist man ein permanenter Haertefall, gebe ich zu. Wobei ich die alles ueber die Grundbildung hinausgehende als Privatsache beurteile.

    Recht: Menschenrechte sind mir ein grosses Anliegen. Die Grundrechte der europaeischen Menschenrechtskonvention muessen imho einfach fuer jeden gewaehrleistet sein.

    Andere Themengebiete sind mir eher wurscht, da habe ich dann nur zu (teils tagesaktuellen) Einzelthemen (Agrarfoerderung der EU (nein), Homosexuellen-Ehe (ja), Natobeitritt (ja), Pruegelstrafe fuer Kinder (nein),... ) pointierte Meinungen.


    Ich wuerde Euch bitten, hier nicht einfach Glaubensmeinungen zu verdammen, in diesem Thread soll es eher um unsere politischen Eckpfeiler gehen (ich will aber auch nicht jede Diskussion abwuergen, wir sind ja ein Forum).
    Der Mensch ist endlich auch ein Federvieh, denn gar mancher zeigt, wie er a Feder in die Hand nimmt, dass er ein Viech ist.
    Johann Nestroy

  • #2
    Mal sehen.
    Ich sthe von der Mitte gesehen ganz leicht rechts. Was jetzt aber nicht heißen soll das ich gegen Ausländer bin. Ich bin halt dafür nicht jeden Asylbewerber auch aufzunewhmen. Und auch mehrmals straffällig gewordene Ausländer ohne großes wenn und aber Abzuschiebnen.
    Wenn sie sich hier in Deutschland benhmen, können so viele hier rum rennen wie will. Dann ist es mir auch egal ob sie ein Kopftuch oder sonstige religiöse Merkmale tragen.
    Ich sehe es nur nicht ein Resozialisierungs-Programme oder das Gefängnis für die zu bezahlen.
    Und ich finde zuerst sollte die BRD kommen und dann erst Europa. Wir haben hier genug eigene Probleme.

    Wobei ich schon beim nächsten Thema wäre: Dem Strafsystem.
    Ich bin bin für die Todesstrafe für Drogendealer, Vergewältiger und Kinderschänder. Ohne Wenn und aber ab auf den E-Stuhl.
    Und ich bin für höhere Strafen für jugendliche Straftäter. Nur weil jemand unter 14 soll er straffrei davonkommen? Nix da.

    Zu den anderen angesprochenen Punkten:

    Aussenpolitik:
    Ich bin gegen die EU. Jedenfalls zum jetztigen zeitpunkt. Deutschland hat mehr als genug Probleme. Und dann bezahlen wir noch für halb Europa mit und haben nichts davon.
    Durch die EU wird in Europa alles auf eine Stufe gestellt. Wenn die EU sich durchsetzt wird vor allem in der Landwirtschaft in Deutschland alles vor die Hunde gehen. In etwa 2 Jahren werden mehr als die Hälfte aller deutscher Milch-Bauern Konkurs anmelden. Eben weil die Förderung der tollen EU gestrichen wird.
    Daraus folgt das der Milchpreis um bis zu 50% steigt und wir wieder einige zehntausend Arbeitslose mehr haben.
    Noch ein gutes Beispiel ist der Euro. Man kann aus ein paar starken und vielen schwachen Währungen keine starke machen.
    Zuerst Deutschland, dann Europa. nicht umgekehrt!!!

    Bildung: Sehr wichtig. Wenn ich mir ein paar Praktikanten bei uns im Betrieb ansehen. Die berherrschen ja nicht mal die Rechtschreibung.
    (Keine Kommentare. Beim schnellen Tippen können schon mal Fehler auftreten)
    Aber das Geld wandert ja in die Taschen der Damen und Herren in Berlin und Brüssel.
    Die Bildung muss deutschlandweit gleichgestellt werden. Gleiche Lehrpläne usw

    Sitz im Sicherheitsrat: Nein absolut nicht. Viel zu teuer.
    Homo-Ehe: Ist mir egal
    Wirtschaft: Förderung der Mittelständischen Betriebe
    Steuern: Erleichterung für die Kleinverdiener, Höhere Steuern für Leute die mehr als 50.000€ netto im Jahr verdienen.
    If one day speed kills me, do not cry because I was smiling
    - Paul Walker
    1973 - 2013

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    • #3
      Ich schließe mich in meinen Vorstellungen den Ausführungen Locksleys an; und ich würde mich als liberal bezeichnen.

      Der Staat sollte sich soweit wie möglich aus der Wirtschaft heraushalten und gute Rahmenbedingungen schaffen.
      Auch hier sollte der Staat nicht um des Staates Willen existieren, sondern den Bürgern dienen.

      Von der EU und der Zusammenarbeit der einzelnen armen wie reichen Länder bin ich begeistert; was zählt, ist NICHT der Nationalstaat, sondern die Menschen dieser Erde.

      Dass das relativ reiche Europa auch Menschen aus armen Ländern aufnimmt, ist für mich eine Sache der Menschlichkeit.
      Wichtig ist, dass wir alle Menschen sind. Nationalstaaten werden in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten hoffentlich an Bedeutung verlieren (wer weiß?) und hinter z.B. die Europäische Union zurücktreten.

      Die Todestrafe und ähnliches lehne ich ab, denn auch eine vor dem Gesetz legale Hinrichtung
      ist ein Mord an einem Menschen.

      Die Homo-Ehe darf, ja sollte man ruhig einführen. Gleiches Recht für alle.
      Ich sehe da keine Bedrohung für die "traditionelle christliche Ehe und Familie".

      Und was die Bildung betrifft:
      Sie ist sehr wichtig; vor allem die Allgemeinbildung.

      Abitur und Studium sind für mich sehr wichtig,aber noch dringender ist es, bei den Kindern ein Interesse an der Welt um sie herum zu wecken.
      Da kann Bildung - und nicht nur SCHULbildung- einen großen Beitrag leisten.
      Aber nicht nur Staat und Schule sind für die Kinder verantwortlich, sondern auch die Eltern und vor allem die Medien (DSDSS & Nokia lassen grüßen, Ignatius und Hatschepsut schweigen derweilen ) ).

      Vorschläge, z.B. Besserverdienenden mehr Steuern als den weniger wohlhabenden Mitbürgern aufzuerlegen oder von einem "Reichen" mehr Geld für eine medizinische Behandlung zu verlangen,als ein "Armer" bezahlen müsste, halte ich für ungerecht. Es sollte niemand dafür bestraft werden, dass er z.B. ein langes Studium oder eine harte Ausbildung abgeleistet hat und für sein Geld (im Allgemeinen) hart arbeitet.
      Jeder hat mittlerweile die Chance, sich gut ausbilden zu lassen und Karriere zu machen. Zumindest im sogenannten "Westen".


      Am wichtigsten ist mir jedoch die Demokratie. Daran "glaube" ich.
      Zuletzt geändert von K´Ehleyr; 19.10.2004, 21:33. Grund: Ergänzung
      "If there's nothing wrong with me, maybe there's something wrong with the universe!" (Dr. Beverly)

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      • #4
        Nun...

        Ich glaube politisch daran, dass der einzele Mensch sehr egoistisch ist und Liberalismus deswegen sehr gefährlich sein kann. Zwar sollte sich der Staat soweit wie möglich aus Wirtschaft und vor allem Privatleben der Bürger heraushalten wie möglich, jedoch ist es aufgrund der Natur des Menschen IMHO einfach nötig, dass der Staat an manchen Stelle vehemment eingreift.

        Dies gilt besonders im Zuge der sogenannten "Chancengleichheit", die leider auch heutzutage nur graue Theorie ist und absolut nichts mit der Realität gemein hat. Global erst recht, aber auch in unserem nationalen Rahmen.
        Hier muss der Staat - da Wirtschaft und Gesellschaft im Regelfall das freiwillig nicht tun - eingreifen, um einen Konsens zwischen "Arm" und "Reich" zu bilden, da "Arm" leider immer noch viel zu oft auch "schlechte Bildung, schlechter Job, schlechtes Leben" bedeutet.
        Ich finde, dass die Gesellschaft als ganzes Opfer machen muss, damit der einzelne glücklich sein kann. Dazu gehören vor allem Opfer der finanziellen Art.
        So gesehen bin ich wohl eher als sozialistisch oder links zu sehen.
        Jedoch denke ich generell das ein radikal vereinfachtes Steuersystem das beste wäre. Als Beispiel: es gibt nur noch einen Steuersatz für alle, aber dafür keinerlei und wirklich gar keine Möglichkeiten etwas abzuschreiben. Alle zahlen den gleichen Prozentsatz ihres Einkommens. Ich denke das wäre am fairsten und effektivsten.

        Trotz allem denke ich, dass der Staat wie gesagt für eine gute Infrastruktur sorgen sollte, gewisse soziale Unebenheiten abfangen muss, aber seine Finger auf der Gegenseite total von den Menschen- und Bürgerrechten lassen soll. solche Justizmethoden wie sie zurzeit in Deutschland leider auch schon um sich greifen - der Lauschangriff z.B. - finde ich trotz Terrorismus nicht gerechtfertigt. Da halte ich es mit ST: "Ist das erste Glied der Kette geschmiedet..."

        Trotzdem hören die Freiheit der Bürger da auf, wo die Freiheiten der Mitbürger beginnen, deswegen halte ich nichts davon unter dem Deckmantel der individuellen Freiheit z.B. Waffenbesitz zu legalisieren.

        Was EU und Konsorten angeht, bin ich ein riesiger Unterstützen von diesen. Vor allem in Europa habe ich durch viele Reisen gemerkt, dass es schon so etwas wie einen "Europäer" gibt und das mit der EU nur das zusammenkommt, was schon lange zusammen gehört.
        Unterstützung von ärmeren Staaten usw. halte ich dabei auch für völlig gerechtfertigt, da jeder Staat etwa szu bieten hat und nur zusammen die Europäer noch eine Rolle in der Welt spielen können. Einzeln könnten wir nie unsere Interessen durchsetzen vor allem gegen die USA und wohl in Zukunft auch das aufstrebende China.
        Einigkeit bedeutet hier langfristig Macht, Sicherheit und Wohlstand.

        Todesstrafe, drakonische Bestrafungen durch die Justiz lehne ich kategorisch ab, egal wie schlimm die Tat. Die Justiz sollte ein Werkzeug der Vernunft, Gerechtigkeit und Resozialisierung sein und keines der Rache.

        Ansonsten was Homo-Ehe usw. angeht, denke ich dass es selbstverständlich ist sowas zu erlauben. Alle Menschen sind letztlich gleichgestellt und Ehen zwischen Weißen und Farbigen sind ja auch nicht verboten...

        Was Bildung angeht glaube ich, dass da mehr Wettbewerb rein müsste. Wenn schulen ihren Etat nach Leistung, Anstrenung usw. bekommen würden und dabei mehr Freiraum beim Gestalten der Lehrpläne und des Unterrichts hätten, würde das sicherlich viel bringen.

        Sonst denke ich, dass was Demokratie angeht sicherlich noch viel getan werden kann, was die Mitbestimmung angeht. Ich bin ein totaler Fan von Direkter Demokratie - der wahren Demokratie und nicht diese Repräsentative-Papiertiger-Teil - und denke man sollte dies öfters nützen. Wenn nicht gleich auf Bundesebene, so doch au Landes- und vorallem Regionalebene.
        Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
        Makes perfect sense.

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        • #5
          Zitat von K´Ehleyr
          Jeder hat mittlerweile die Chance, sich gut ausbilden zu lassen und Karriere zu machen. Zumindest im sogenannten "Westen".
          Na ja, ein bisschen "blauäugig" ist das schon. Du darfst nicht vergessen, dass PISA unter anderem sehr deutlich gezeigt hat, dass nirgendwo der spätere Bildungsweg so sehr von der sozialen Herkunft bestimmt wird, wie in Deutschland.

          Gruß, succo
          Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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          • #6
            Zitat von succo

            Na ja, ein bisschen "blauäugig" ist das schon. Du darfst nicht vergessen, dass PISA unter anderem sehr deutlich gezeigt hat, dass nirgendwo der spätere Bildungsweg so sehr von der sozialen Herkunft bestimmt wird, wie in Deutschland.

            Gruß, succo
            Ja, so ist das- leider. Das hätte ich noch hinzufügen sollen und vielleicht war ich nicht ganz deutlich...
            ...aber ich wage zu behaupten,eine CHANCE - so klein sie auch sein mag und wie groß die Steine auch sein mögen, die einem solchen Kind von Umgebung und auch von der Familie in den Weg gelegt werden können ( á la "Was! Du willst studieren?! Dein Vater war ein braver Arbeiter, von uns bekommst du kein Geld!") können- besteht zumindest.
            Im Gegensatz zu z.B. einigen "Entwicklungsländern".

            Es steht jedem frei, ob er den Nachmittag lieber mit Kippe und Kumpels in der Spielhalle verbringt ( ), oder ein wenig für die eigene Zukunft LERNT .
            Gut, Kinder aus "ärmeren" Familien haben etwas andere Vorbilder als die Arzttochter oder der Lehrerssohn ...
            Aber in dem Fall sind nicht nur Staat und Schule, sondern auch die Eltern gefordert.
            Zuletzt geändert von K´Ehleyr; 19.10.2004, 23:10.
            "If there's nothing wrong with me, maybe there's something wrong with the universe!" (Dr. Beverly)

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            • #7
              Zitat von K´Ehleyr
              Ja, so ist das- leider. Das hätte ich noch hinzufügen sollen...aber ich wage zu behaupten,eine CHANCE- so klein sie auch sein mag und wie groß die Steine auch sein mögen, die einem solchen Kind von Umgebung und auch von der Familie in den Weg gelegt werden ( á la "Was! Du willst studieren?! Dein Vater war ein braver Arbeiter, von uns bekommst du kein Geld!") können- hat jeder.
              Wenn man sie auch nutzt.
              Es steht jedem frei, ob er den Nachmittag lieber mit Kippe und Kumpels auf der Straße verbringt ( ), oder lernt .
              Gut, Kinder aus "ärmeren" Familien haben etwas andere Vorbilder als die Tochter von zwei Ärzten oder der Managersohn ...
              Stimmt im Prinzip, aber die Frage ist ja, ob man in seiner Kindheit die Chance bekommt, sein Potential zu erkennen und da ist es natürlich eher hinderlich, wenn man Kinder im Alter von 10 Jahren schon in 3 "Intelligenzgruppen" aufteilt. Akademiker-Kinder haben da halt meist bessere Karten, da sie ja in der Regel schon mit vielen Büchern und in einer intellektuellen Umgebung aufgewachsen sind.
              Außerdem wird Prof. Dr. Soundso wohl auch kaum zulassen, dass seine Sprößlinge selbst bei einer entsprechenden Beurteilung eine Hauptschule besuchen.
              Zur Not gibt es ja immer noch Waldorfschulen.

              Gruß, succo
              Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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              • #8
                @succo
                Wollte gerade meinen Beitrag gemütlich editieren, aber dann bist du mir zuvorgekommen.
                Ich habe auch oft erlebt/ gehört ,dass Lehrer einen Viertklässler eher für die Hauptschule vorschlägt, wenn dieses Kind aus "ärmeren" Verhältnissen stammt...unser Haupt-/Real-/Gymnasialsystem ist nicht mehr zeitgemäß.

                Wenn die Schüler derart aufgeteilt werden sollen, dann doch bitte später, nicht schon nach dem zehnten Lebensjahr.

                Das wäre wohl wieder eine Sache für die Politik....und wir wären wieder beim Thema.
                "If there's nothing wrong with me, maybe there's something wrong with the universe!" (Dr. Beverly)

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                • #9
                  Was diese Schuldiskussion angeht, muss ich sagen, dass ich ein Befürworter einer gewissen Selektion bin.
                  In der Grundschule hatten wir zahlreiche leistungsschwache Schüler in der Klasse, und ich selbst und die anderen leistungsstärkeren haben schon darunter gelitten, dass das Lerntempo sehr den Schwächeren angepasst werden sollte.
                  Wird dies bis in ein höheres Alter fortgesetzt, wird man zwar in der Breite bessere Ergebnisse erzielen, aber die Förderung der stärkeren Schüler und auch deren Motivation wird in den Keller gehen.
                  “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
                  They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
                  Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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                  • #10
                    Zitat von Nicolas Hazen
                    Was diese Schuldiskussion angeht, muss ich sagen, dass ich ein Befürworter einer gewissen Selektion bin.
                    In der Grundschule hatten wir zahlreiche leistungsschwache Schüler in der Klasse, und ich selbst und die anderen leistungsstärkeren haben schon darunter gelitten, dass das Lerntempo sehr den Schwächeren angepasst werden sollte.
                    Wird dies bis in ein höheres Alter fortgesetzt, wird man zwar in der Breite bessere Ergebnisse erzielen, aber die Förderung der stärkeren Schüler und auch deren Motivation wird in den Keller gehen.
                    Das Lerntempo der "Schwächeren" kann sich durchaus steigern, wenn sie Chance dazu erhalten.
                    Außerdem ist es ein Unterschied, ab man gut oder schlecht in der 4. Klasse oder gut oder schlecht in der 10. Klasse ist. Es gibt genügend Menschen, die in der Grundchule noch Einser-Schüler waren und in der Oberstufe sitzenblieben. Andere galten in der Grundschule als "lernschwach" und wurden später zu Einser-Schülern.
                    Letzten Endes sprechen auch die PISA-Ergebnisse für sich. Fast alle großen Gewinner hatte ein einheitliches Schulsystem, ohne Selektion in der Grundschulphase und 12 jahre bis zum Abitur.

                    Gruß, succo
                    Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von succo
                      Das Lerntempo der "Schwächeren" kann sich durchaus steigern, wenn sie Chance dazu erhalten.
                      Ja, da stimme ich durchaus zu, ohne Frage.
                      Aber dies muss durch gezielte Förderung der schwächeren Schüler geschehen, und nicht so , wie ich es erfahren habe , durch eine massive Reduzierung des Lerntempos insgsamt, was den besseren Schülern die Fähigkeit nimmt, in der selben Zeit mehr Wissen zu erwerben.
                      “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
                      They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
                      Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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                      • #12
                        Da stimme ich dir auch zu. Eins der Erfolgsgeheimnisse aus Skandinavien ist ja auch die individuelle Förderung Einzelner innerhalb eines einheitlichen Schulsystems.

                        Gruß, succo
                        Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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                        • #13
                          Hmm mal sehen, also ich würde mich als einen liberalen bezeichnen mit einem konservativen Einschlag. Aber so genau kann ich das gar nicht sage, da ich in fast jeder Partei Ideen finde, die mir zusagen würden (ausser bei PDS oder NPD...) Auf jeden Fall lasse ich mich nicht gerne in eine Ecke drängen, da jede Partei ihre schlechten Seiten hat. Aus diesem Grund werde ich wahrscheinlich nie fest zu einer Partei gehören.

                          Nun zu den verschiedenen Teilgebieten, die schon einige Angerissen haben:

                          Aussenpolitik:
                          Deutschland muss Internation wieder eine größere Rolle spielen. Sei es als Vermittler oder als Friedensstifter. Das es auch geht, hat die Afghanistankonferenz in Berlin gezeigt. Die Rolle als Friedensstifter ist zur Zeit noch nicht so stark möglich, weil die Infrastruktur dazu fehlt (Bundeswehr ist also noch nicht um-/ausgerüstet).

                          Innenpolitik:

                          Sozialstaat:
                          Der Sozialstaat ist tot - es lebe der Sozialstaat. Das das Modell wie es nach dem Krieg geplant war, nicht mehr tragfähig ist, ist glaube ich jedem klar. Das bedeutet aber auch nicht im Umkehrschluss, das wir nun mit einer Säge durch den Wald rennen sollten. Um weiter gewisse Sozialleistungen, wie eine Kranken-, oder Arbeitslosenversicherung aufrecht erhalten zu können, ist es fast unumgänglich das die Rentenversicherung von privat übernommen wird und zwar von jedem selbst und nicht wieder durch ein zu enges Paragraphenkorsett. Man hat mal ausgerechnet das wenn jemand anstatt in die Rente einzuzahlen, sein Geld monatlich in die Schweiz schicken würde, hätte er am Ende mehr als doppelt so viel, wie er in Deutschland erhalten würde. Nachdem die Fairness im Generationenvertrag eh nicht mehr gewährleistet ist, sollte ein auf 15 Jahre begrenzter Übergang stattfinden, wo die Leute immer mehr selbst einzahlen müssen.

                          Bildung/Forschung:
                          In Sachen Bildung und Forschung sind wir immer noch zu konservativ eingestellt. Die Forschung wird so oder so betrieben, warum dann nicht auch hier? Die Forscher wandern nur aus und die Firmen melden ihr patent dann eben woanders an. Kaufen tun wir es dann ja doch.
                          In Sachen Schule braucht es mindestens 50 % mehr Etat. Wie könnte das erreicht werden? Nun ich denke das wirkliche Schulen genug Geld hätten, wenn das Studium privat finanziert werden würde. Wenn die Hochschulen dann das Geld wirklich für sich verwenden könnten und nicht an die Landesregierung abgeben müssten, wäre beiden geholfen. Jetzt wird es wieder heissen, dass es sich nicht jeder leisten kann zu studieren. Das mag sicher auf den einen oder anderen Fall zutreffen, aber warum wird die Möglichkeit eines Studiendarlehens ins Auge gefasst? Piloten z.B. bekommen von der Fluggesellschaft ein Darlehen, mit der sie die Ausbildung finanzieren. Es könnte ja ähnlich wie das Bafög gehandhabt werden. Mit zusätzlichen Vergünstigungen, dass wenn jemand in der Regelstudienzeit fertig wird, muss er/sie es nur noch zu 3/4 zurückzahlen, wenn der Abschluss überdurchschnittlich gut ist nur zu 50%...

                          Umwelt:
                          Den Umweltschutz konsequent weiterführen, aber bitte realistisch! Die AkWs abzuschalten um dann in ein paar Jahren teuren und dreckigen Strom aus tschechischen Kohlekraftwerken zu beziehen ist nicht ökologisch!
                          Die Weiterentwicklung umweltschonender Treibstoffe ist wichtig und sollte energisch betrieben werden. Die effizientere Nutzung dessen was wir haben. Solarenergie z.B. Diese aber bitte nicht auf der grünen Wiese und hoch vom Staat bezuschusst (auf die nächsten 10 Jahre... ) Zur Zeit haben Solarzellen eine Effizienzquote von ca. 15 % Wenn dies auf 40 % gesteigert werden könnte und sie alltagstauglich eingesetzt werden könnten (in form von dachziegel, oder als hauswandfarbe... dann könnte ein Haus ziemlich viel Geld sparen.
                          Auch ist es denkbar sog. Biokraftwerke zu "errichten". Errichten stimmt in diesem Fall nicht ganz, weil es sie in "Rohform" schon gibt. Jedes Klärwerk konnte ein Biokraftwerk sein, zum einen hat man Bakterien gefunden, die Strom produzieren, zum anderen kann man die Gase verwenden.
                          Maut könnte auch hilfreich sein, warum sollten wir ausgerechnet das einzige Lnad in Europa ohne Maut sein - Aber wenn dann bitte nicht zur Finanzierung der Rentenkasse

                          Miltär:
                          Wie bereichts angesprochen, muss das Militär mal gründlich Aufgeräumt werden. Ausserdem sollte die Wehrpflicht wegfallen. Stattdessen sollte es einen 6 Monatigen "Wahlpflichtdienst" geben, der aber nicht mehr vom Staat sondern von den Unternehmen selbst bezahlt wird. Unternehmen ist jetzt das falsche Wort, damit meine ich eigentlich Sozialdienste, Rettungsdienst, THW usw.
                          Jeder egal ob weiblich oder männlich sollte diesen 6 Monatigen Dienst tun (wer sich zum Militär verpflichtet (min. 4 Jahre) oder eine Ausbildung einem der Berufe macht kann befreit werden.. Er/sie sollte ganz einfach wählen können was sie machen.
                          Ich bin mir nicht 100% sicher, aber recht viel teuerer als diese 1 bis 2 Eurojobs kann dies auch nicht sein. Somit auch finanzierbar für die Sozialdienste und wenn sie sich nicht mal mehr das leisten können, dann stimmt schon von haus aus was nicht dort.

                          Zuwanderung:
                          Da habe ich eigentlich nur die Vorstellung, dass die ähnlich wie in anderen Ländern gehandhabt werden sollte. Zuwanderung ja, aber:
                          * wenn es sich um wirtschaftsflüchtlinge handelt, sollte ein Nachweis vorhanden sein, dass sie in Deutschland eine Arbeit haben/haben werden (ähnlich USA usw.)
                          * Krisenflüchtlinge sollten ohne umschweife aufgenommen werden, müssen aber nach der Krise wieder zurück, es sei denn:
                          * sie haben mittlerweile eine Arbeit gefunden und für alle gilt:
                          * sie müssen deutsch lernen und beherrschen. Jemand der seit 10 Jahren ist und immer noch kein Deutsch kann, kann man einfach nicht bescheinigen, dass er sich "integrieren" will. Sorry ist aber so. -Bei Wirtschaftsflüchtlingen gilt das Gleiche. Beim Einreisen, müssen sie einen gewissen Sprachstand haben und nach 12 Monaten einen weiteren Deutschtest bestehen.

                          Föderalismus/Parteiensystem/Wahlen:
                          9 Bundesländer:
                          1. Schleswig-Holstein/Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern
                          2. Berlin/Brandenburg
                          3. Bremen/Niedersachsen
                          4. NRW
                          5. Rheinland-Pfalz/Saarland
                          6. Baden-Württemberg
                          7. Bayern
                          8. Hessen/Thüringen
                          9. Sachsen/Sachsen-Anhalt

                          Bundestagswahlen alle 5 statt alle 4 Jahre und zwar fest an einem Termin (1. Sonntag im September 05,10,15... usw)

                          Landtagswahlen fest alle 5 Jahre und zwar genau am selben Tag wie die Bundestagswahlen oder genau in der Mitte (als 2,5 Jahre nach der BTW)

                          Auf diese Art könnte man wieder Politik machen ohne dauernd den Wähler hinterher laufen zu müssen.

                          Auch sollte die Kanzlerschaft auf 2 Perioden beschränkt sein, wie die des Bundespräsidenten (so was wie mit Kohl 16 Jahre lang kann nicht gut sein - damit meine ich eine Partei zu lange an der Macht.

                          Die Wahlen sollten auch so sein, wie in England. Die Partei die die Meisten Stimmen hat regiert die nächsten 5 Jahre. Die Stimmen der anderen gehen "verloren". Vielleicht bringt das auch wieder mehr Leute zum wählen.

                          ******************************************************

                          So das ist in groben Zügen meine Meinung zur deutschen Politik. Am besten wäre es wenn die Parteien zusammenstehen würden und zusammen das beste heraussuchen und dann umsetzen würden. Aber die sind ja eher mit Stimmenfang beschäftigt.

                          jetzt glühen mir die Finger. Bei fragen einfach eine PM oder so, ich weis ja nicht in wie weit der Post auch zum diskutieren gedacht ist.
                          Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
                          Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
                          Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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                          • #14
                            Da hier anscheinend alles etwas "erfahrenere" Leute gerade geschrieben haben, einmal ein etwas jüngerer Beitrag.

                            1.
                            Ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich in eine Partei eintretenwerde, in welche, da bin ich mir allerdings noch nicht sicher. Ich habe nichts gegen Ausländer, was eher mit der Herkunft zusammenhängt. Ich habe nähmlich schon oft erlebt, dass man manchmal kämpfen muss wie ein Tier, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten, nur weil man einen Akzent hat. (Hab ich aber zum Glück nicht). Von Abschiebung halte ich nicht viel. In der Regel werden willkürlich oft dieFalschen abgeschoben. Ich kannte jamenden, der lebt seit 20 Jahren in Deutschland, spricht perfekt Deutsch und darf nicht einmal eine Ausbildung anfangen. Man könte ja als Auslaänder den Aubildungsplatz belgen. Lächerlich. Entscheidend ist das Auftreten und die Qualifikation. In diesem Sinne ist Deutschland (muss ich leider zugeben) sehr konservativ.
                            (Ich spreche jetzt natürlich nicht über alle Betriebe und Lehrstellen)

                            2.
                            Was mir sehr wichtig ist, dass ist die Wirtschaftspolitik.

                            Mit ihr steht und fällt unser Sozialstaat. Keine Wirtschaft, kein Motor, kein Staat. Die Deutsche Wirtschaftspolitik sollte mehr an sich selber denken, als "Wie baue ich lieber mein Nachbarland auf". Klingt zwar etwas egoistisch, aber ich lebe hier und nicht in dem besagten Nachbarland. Hilft uns China etwa oder Russland? Allein das Thema "Plagiate" Wir schicken China die Pläne für den Transrapid, was fährt nach einiger Zeit in China? Der eigene Transrapid.
                            Oder in den fünziger Jahren mit den Autos. Alle lachten als die Japanischen Saatsbürger mit Fotokameras die ganzen Autos wie verrückt fotographierten.
                            Was war das Ergebniss? Mitsubishi, Toyota etc...Die deutsche Wirtschaftspolitik sollte in dieser Hinsicht anders vorgehen. Die USA schütz ihre Märkte ja schließlich auch. Warum sollten wir das also nicht?

                            3.Todesstrafe: Ich bin gegen jegliche Todesstrafen. Sie sind inhuman und menschenunwürdig. Allerdings bin ich nicht für eine Freislassung von Mördern und Sexualstraftätern. Man hört oft "Die Person ist geheilt", daraufhin das nächste Verbrechen.

                            4. Umweltschutz. Ja, aber im Rahmen und nicht diese blödsinnigen Winkraftwerke in Deutschland. Wasserstoff ist die Zukunft. Freut sich die Ölindustrie abernicht drüber. Deswegen kommt es auch zu keiner gescheiten Investition. Da gefällt es einigen anscheinend ganz und gar nicht, dass es schon Wasserstoffmotoren gibt.

                            5. EU: Ja, aber nicht wie zum jetzigen Zeitpunkt. Eher wie die USA. Zum jetzigen Zeitpunkt kocht doch jeder immer noch seine eigen Suppe. Man sollte
                            einen EU Präsidenten mit mehr Machtbefugnissen ausstatten und die Länder gescheit eingliedern. Alleine schon ein eWirtschaftliche Regelung wird solange diskutiert bis sie totgeredet ist. Gur es ist verständlich, wer will schon seine Macht an einen noch höheren abgeben?

                            6. Familienpolitik. Und hier meine ich gescheite!!!
                            Nicht dieses Sytem: Frau geht in Mutterschaftsurlaub bekommt Geld, Mann geht auch, beide bekommen mehr Geld, beide haben aber weniger Geld, da keiner Arbeiten geht. (Wer denkt sich sowas aus). Beide sollten arbeiten gehen. Ich möchte keine Freundin habe die nur zu Hause rumhockt. (Gibt es heutzutage glücklicherweise kaum noch). Es sollten eine gut Ganztagsbetreung geben, die die Eltern etwas entlastet und ihnen die Möglichkeit gibt zur Arbeit zu gehen. Damit meine ich von mindestens 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr.

                            So ich bin am Ende angelangt, danke fürs Lesen. (Aplaus an meine E-Mail Adresse^^)

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                            • #15
                              Umweltschutz. Ja, aber im Rahmen und nicht diese blödsinnigen Winkraftwerke in Deutschland. Wasserstoff ist die Zukunft.
                              Ähm... Wasserstoff ist ein Energieträger (wie eine Batterie oder ein Akku), keine Energiequelle (wie Erdöl, Windkraftwerke, Atomkraftwerke...). Windkraftwerke kannst du nicht durch "Wasserstoff" ersetzen, denn diesen musst du erst mal herstellen (er kommt ja praktisch nicht natürlich in der Umwelt vor).
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