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Gedanken nach der US-Wahl

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  • Gedanken nach der US-Wahl

    5 Tage sind vorbei. 5 Tage des Grübelns, des Verzweifelns. Die Wut ist abgeflaut, es macht sich Platz fei für konstruktive Gedanken und Gefühle.

    Ich werde nicht damit beginnen, mir und den Lesern dieses Berichtes ein Trostpflaster zu verpassen. Die Welt ist und wird gefährlicher werden, das Risiko von entstehenden Eskalationen weltweit ist gestiegen mit der Wiederwahl Bushs und ich möchte auch gar nicht in irgendwelchen Szenarien rum irren, die am Ende nur noch mehr Angst erzeugen. Davon haben die Republikaner eh schon genug profitiert. Somit komme ich auch zu meiner ersten Hoffnung.

    Wenn die Menschen, ob nun in den USA oder weltweit, etwas verstanden haben, dann die Tatsache, wie sich Meinungen von Menschen beeinflussen lassen.
    Ich bin kein gebildeter Politologe oder Sozialwissenschaftler, aber ich habe verstanden, was es bedeutet, wenn freier Wille gelähmt wird. Das amerkanische Volk wurde, schon lange vor dem eigentlichen Wahlkampf, an eine Infusion gelegt, in der das wirkungsvollste Medikament zur Blockierung freien Denkens enthalten war. Es nennt sich Angst.
    Glücklicherweise gibt es für viele Medikamente Gegenmedikamente und unerwünschte Effekte können beseitigt werden.
    Stellt sich die Frage, wie dieses Gegenmedikament heißt und wie es am sinnvollsten angewendet wird. Es nennt sich Neugierde und jeder weiß aus seinem Alltag, wie machtvoll diese bei Entscheidungsängsten sein kann.

    In diesen Tagen publizieren einige US-Bürger ihren Frust in den Medien, so auch im Internet.(SPIEGEL ONLINE)
    Einige bekunden ihre fassungslose Enttäuschung und andere gehen gar den Weg des persönlichen Entschuldigens gegenüber der restlichen Weltbevölkerung. Wahrlich ein Novum!
    Berühmte Künstler, so auch Michael Moore, geben auf ihre Art teils lustige, aber wahrlich ernst gemeinte Ansichten zur Wahl. Sie sind lesenwert! Robert Redford bittet gar Irland um eine lebenslange Aufenthaltsberechtigung und amerikanische Frauen werben um Heirat, damit sie auswandern können.
    Um noch mal auf Robert Redford zurück zu kommen, es gut zu wissen, dass er der Schirmherr des Sundance Film Festivals ist. Eine mediale Plattform, die an Bedeutung gewonnen hat und sich weiter im Ansehen steigert. Ich denke mir, wir werden in den nächsten 4 Jahren gute Filme von dort erwarten.
    Das sogenannte Independent Movies inzwischen mehr und mehr den notwendigen Schliff an Commerzialität erhalten ist kein Nachteil, da es doch dienlich ist, möglichst ein breites Publikum zu erreichen. Neugierde lässt sich auf diese Art wunderbar verbreiten und der kulturelle Faktor wird auch unter den „Auserwählten“ der religiösen Wählerschicht in den USA dafür sorgen, dass diese Heilung ihren von Angst gequälten Seelen Ruhe und Frieden verschafft. Wahrlich eine schöne Hoffnung!

    Hillary lächelte! Es war ein schönes Lächeln, ruhig und wissend. Sie war einer der ersten namhaften Demokratinnen, die sich der Öffentlichkeit nach der Wahl zeigten. Ssie sprach nicht viel und das meiste ihrer Botschaft lag ebend genau in dieser mimischen Gestik. Sie wird in 4 Jahren zur Wahl antreten und ich zweifle nicht einen Deut daran, dass sie die ersten Frau im Oval Office sein wird. Hoffnung Nummer 2!

    Der Irak. Wohl zu gleichen Anteilen Hauptbestandteil der Droge Angst wie es das Terrornetzwerk Al Quaida ist, könnte sich am Ende als eines der größten Hoffnungsfaktoren für ein Umdenken in der Welt heraus stellen.
    Als eine der größten Auswirkungen menschlicher Lügerei, sorgt der andauernde Krieg im Irak dafür, dass ein anderes Gefühl die Angst in den amerikanischen Familien ersetzt. Die Trauer ist ein starkes Gefühl und bereitet den Boden für Neugier. Der Protest aus den Familien über ihre unnötigen Verluste ist noch verhalten, befindet sich aber im Wachstum, so auch die Bereitschaft dafür, anderen Argumenten gegenüber sich zu öffnen.
    Vor dem Hintergrund des sich in Amerika ausbreitenden Bewusstsein der Liberalisierung des Wahlsystems in der USA, nenne ich das ganz bstimmt Hoffnung Nummer3.

    Es wird weiteren Terror geben und mir fällt es nicht leicht, meine 4. Hoffnung hier zu beschreiben.
    Weitere Menschen werden sterben und die in Hoffnung Nummer 3 beschriebene Trauer wird zu einem Katalysator werden.
    Osama Bin Laden stellte in seinem zu letzt veröffentlichen Video die Frage, ich zitiere:
    [...]Ich sage euch: Sicherheit ist ein wichtiges Element menschlichen Lebens, und freie Menschen geben ihre Sicherheit nicht auf. Es ist nicht wie (US-Präsident George W. Bush) sagt, dass wir Freiheit hassen. Er soll uns doch einmal sagen, warum wir beispielsweise nicht Schweden angegriffen haben.[...] (Quelle)
    Osama Bin Laden ist ein Mörder und es steht für mich außer Frage, dass diese Art und Weise des Beeinflussens von Menschen ganz und gar abscheulich ist. Es ist frapierend, doch dieser Lebensverachtende Mensch benutzt die gleichen Intrumente zur Fanatisierung wie Bush es tut. Die beiden haben viele Gemeinsamkeiten!
    In der aus dem Video zitierten Frage steckt eine verblüffende Logik und die Einsicht in das Denken dieses Menschen zeigt, dass sein genanntes Ziel ein nobles ist. Dass er auf seinem Weg verblendet ist und sicherlich nicht in den Genuß innerer Freiheit gekommen ist noch kommen wird, kann bedauert werden. Auf jeden Fall nennt er ganz klar, was nötig ist für diese Welt. Freiheit!
    Ob wir wollen oder nicht, diese Botschaft ist global und gülig für jede Religion, Glauben und Lebenseinstellung. Ich habe große Hoffnung, dass sie verstanden wird, auch wenn ich jeden zukünftigen Toten dieser unsäglichen Auseinandersetzung schon jetzt betrauere.

    Die Welt dreht sich weiter und so wie John Kerry sagte, dass am nächsten Morgen nach der Wahl wichtig ist als Amerikaner aufzuwachen, so sage ich das es auch für alle anderen Menschen ein Erwachen geben wird, wo wir wissen warum die Freiheit für alle ein zu erwerbendes Gut ist.
    Zuletzt geändert von EVENTHORIZON; 08.11.2004, 06:08.
    "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
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  • #2
    Ich habe keine Ahnung wie ich auf den Beitrag von Event antworten könnte. Auf jeden Fall finde ich, dass es zum Nachdenken anregt. Statt jetzt direkt auf den Beitrag einzugehen, werde ich einfach mal schildern, wie es mir ergangen ist in der Wahlnacht und wie ich mich jetzt fühle. (Ich hoffe das ist ok so Event )

    Also es hat schon am Abend zuvor angefangen. Ich habe mich gefreut wie ein Kind auf Weihnachten. Wie ein Mensch, der schon lange darauf gewartet hat, dass etwas passiert.

    Um 3 Uhr morgens, so hat es geheissen, sollten die ersten Hochrechnungen kommen. Mein Vater meinte das es eh keinen Zweck hat, weil Bush ja eh wieder alles so gedreht hat, dass es zu seinen Gunsten ausgehen wird. Also entschloss ich mich nicht aufzubleiben, ich könnte eh nichts an dem Ergebniss ändern.

    Leider war die Nacht doch nicht so ruhig wie ich mir gedacht hatte. Komischer Weise hatte ich einen "Albtraum", das Kerry die Wahl nicht gewinnen würde. Ich kann mich nur noch daran erinnern das ich im Traum zu ihm gesagt haben muss, dass ich hoffe, dass er das nächste Mal wieder antritt.

    Beim Aufwachen dann die erschreckende Neuigkeit. Bush liegt vorn und hat Florida schon in der Tasche. Ohio ist der Schlüsselstaat um den sich alles dreht. Erschreckender war nur noch, das als ich die Landkarte gesehen habe und nur die Küstengebiete für Kerry gestimmt hatten und selbst da nicht alle.

    Ein gewisses Gefühl der Ohnmacht beschlich mich, als ich ausser Haus ging. Wie können nur so viele Menschen für Bush stimmen? Nochdazu wo Kerry die Rededuelle gewonnen hatte? Diese Gefühl ist leider immer noch da. Aber ich weis auch aus Erfahrung, dass die Leute da drüben bewusst dumm gehalten werden. Da fast nur Sport im Fernsehen kommt oder Gewaltfilme und kaum ein Programm Nachrichten sendet, ist es klar das die Leute nicht wissen was abgeht.

    Es ist wirklich wie in der Republik aller Republiken - Es ist wie in Rom. Es gibt Brot und Spiele und wer damit nicht zufrieden ist wird mit Angst im Zaum gehalten.

    Was kann man jetzt erwarten, nach dem Sieg von Bush? Nun etwas ist so gut wie sicher. Der Iran wird nicht mehr lange ohne den "Stempel" der USA leben.

    Die einzigen Sachen die mir noch mut geben sind die:

    * Bush kann nur noch diese Amtszeit im Weissen Haus verbringen
    * Bush wird in dieser Amtszeit die Fehler seiner ersten ausbügeln müssen
    * Hilary Clinton wird nächste Präsidentin

    Es scheint so als ob nicht nur die Deutschen aus ihren "Wahlfehlern" lernen müssen. Wir erinnern uns das Hitler auch legal an die Macht gekommen ist und die Ängste der Menschen ausgenutzt hat. Hoffen wir das sich die Geschichte hier nicht selbst wiederholt.

    In diesem Sinne!
    Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
    Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
    Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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    • #3
      Welchen Kurs schlägt Bush nun ein?

      Klar, es war zu erwarten. Bush wird kurz nach seiner 2. Amtseinführung sich dem "alten" Kontinent zu wenden. Siehe auch diesen Bericht

      Viele politische Beobachter erwarten, dass er nun einen Schmusekurs mit Europa beginnen wird.
      Es heisst ja, dass amerikanische Präsidenten ihre 2. Amtszeit dazu benutzen, um etwas für die Geschichtsbücher zu produzieren und sich selbst ein Denkmal setzen. Im gewissen Sinne hat Bush das ja schon in seiner 1. Amtszeit geschafft.
      Aufspaltung alter Allianzen, Beginn eines Glaubenskrieges und die offene Zurschaustellung hegiomonaler Ansprüche der letzten Supermacht.

      Ich frage mich, wozu er nun seine 2. Amtszeit nutzen wird?
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      • #4
        Ich sage einfach mal, dass Bush seine 2. Amtszeit wieder kräftig dazu nutzen wird, neues Doku-Material für noch mindestens einen weiteren Moore-Film zu liefern

        Spaß beiseite. Ich denke mal, dass er es seinem möglichen republikanischen Nachfolger möglichst einfach machen möchte, auch wieder ins Amt zu kommen, und dass er deshalb die religiöse Rechte noch weiter auf seine Partei einschießt, indem er quasi alles in ihrem Sinn macht. Er wird also nicht wirklich auf Europa zugehen, eher wird er versuchen, Europa näher in seine Richtung zu locken.
        Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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        • #5
          @ Spocky

          Michael Moore ist schon dabei, einen neuen Film zu planen. Dieses Mal über das amerikanische Gesundheitswesen und ich bin mir da ziemlich sicher, dass auch Bush einiges zu diesem Film beitragen wird.
          Siehe auch diesen Bericht
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          • #6
            Ich mag die Filme von Michael Moore. Obwohl man diese auch genau hinterfragen sollte. Er ist ja immerhin Demokrat!

            Aber die Regierung unter Bush hat schon viel Unsinn gemacht, bzw macht ihn weiter. Da stimme ich zu. Ärgert mich auch das Kerry nicht gewonnen hat.

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            • #7
              Moore ist kein Demokrat. Er ist eher Nader-Anhänger, also ein Grüner, aber weil die eh keine Chance haben, unterstützt er ein Stück weit auch die Demokraten, damits wenigstens kein Republikaner wird.
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              • #8
                Er ist eher Nader-Anhänger, also ein Grüner, aber weil die eh keine Chance haben, unterstützt er ein Stück weit auch die Demokraten, damits wenigstens kein Republikaner wird.
                Nader ist wohl leider auch mitschuldig am Ausgang dieser Wahl. Es ist schon beachtenswert, wie er sich seit Jahrzehnten dem Kampf gegen die rücksichtslose Umweltpolitik seines Landes und die Behandlung von Unterprivilgierten widmet. Dafür verdient er wirklich Anerkennung aber bei der Wahl als unabhängiger Kandidat anzutreten, war IMO ein Riesenfehler. Er hat dadurch Kerry wichtige Stimmen gekostet und somit seinen erbittertsten Gegnern Rückenwind verschafft. Deswegen haben ihn auch die Republikaner indirekt unterstützt, da sie wussten, er hätte in den USA niemals einen Hauch einer Chance, zu gewinnen
                Wer nähmlich mit h schreibt, ist dähmlich!

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                • #9
                  Wie Nader schon nach der letzten Wahl sagte: "Wenn Gore nicht in der Lage ist, von sich aus gegen Bush zu gewinnen, hat er es auch nicht verdient, Präsident zu werden." Diesmal müsste man nur Gore durch Kerry ersetzen und die Aussage bleibt weiter stimmig.

                  Wenn man überhaupt jemandem die Schuld geben darf, dann dem US Wahlsystem.
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                  • #10
                    Zitat von Spocky
                    Wie Nader schon nach der letzten Wahl sagte: "Wenn Gore nicht in der Lage ist, von sich aus gegen Bush zu gewinnen, hat er es auch nicht verdient, Präsident zu werden." Diesmal müsste man nur Gore durch Kerry ersetzen und die Aussage bleibt weiter stimmig.

                    Wenn man überhaupt jemandem die Schuld geben darf, dann dem US Wahlsystem.
                    Deinem ersten Sätzen stimme ich eher zu. Nicht Nader ist für die Niederlage Kerrys verantwortlich, sondern Kerry und die Demokraten selbst. Wenn man angesichts so vieler Steilvorlagen - Desaster im Irak, schlechte Wirtschaftslage, Umverteilungspolitik zu den Reichen bei zunehmender Armut, Angriffe auf die Grundrechte etc. - von Bush nicht die Wahl gewinnt, dann ist man schon selbst für dese Niederlage verantwortlich. Kerry ist DAS Beispiel für den Opportunismus und dauernde Meinungsänderungen der US-Liberalen. Es ist klar, dass so jemanden nicht viele zutrauen, dass sie wirklich etwas ändern.
                    Resistance is fertile
                    Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
                    The only general I like is called strike

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                    • #11
                      Wie Nader schon nach der letzten Wahl sagte: "Wenn Gore nicht in der Lage ist, von sich aus gegen Bush zu gewinnen, hat er es auch nicht verdient, Präsident zu werden." Diesmal müsste man nur Gore durch Kerry ersetzen und die Aussage bleibt weiter stimmig.
                      Aber trotzdem würden sich viele wohler fühlen, wenn Kerry im Amt säße als Bush, nicht wahr? Ich bezeichne Kerry sicher nicht als Engel aber zumindest wäre er die bessere Wahl. Und was Nader angeht, habe ich nur gesagt er ist mitschuldig, nicht zu welchem Teil. Er hat nichts falsches getan, allerdings auch nicht wirklich etwas kluges mit dieser Entscheidung
                      Wer nähmlich mit h schreibt, ist dähmlich!

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                      • #12
                        Hähä. Ein Threat für mich

                        Also wie die meisten ja wissen war ich für Bush und ich bin auch froh über den Ausgang.
                        Dem Wahlsystem aknn man in diesem Jahr keinen Vorwurf machen da Bush ja wohl auch die meisten Stimmen hatte.

                        Wie die wenigsten wissen bin ich von Natur aus eher Demokrat als Republikaner und 2000 war ich für Gore. Nur in diesem Jahr habe ich in Bush das kleinere Übel gesehen.
                        Bush wird sich in den kommenden 4 Jahren eher um die USA und deren Beziehung zu Europa kümmern (müssen). Alleine besthen sie auch nicht im Irak.
                        Ein neuer Krieg ist unwarscheinlich da die Amerikaner im Irak und in Afghanistan noch genug zu tun haben.
                        Und auch eine Annäherung was den Weltklimagipfel angeht kam auch schon von Seitens Bush. Also bis jetzt läuft es doch ganz prima.

                        Und zu denken das Kerry etwas anders machen würde ist blauäugig. Bush kann es sich jetzt nicht mehr erlauben neuen Streß anzufangen.
                        Kerry hätte (nehmen wir mal das Beispiel Nordkorea) noch mehr Spielraum zur Verfügung um die Muskeln spielen zu lassen.

                        Ausserdem sorgt Bush, auch wenn sich das jetzt etwas egoistisch anhört, mehr für Arbeitsplätze in der BRD.
                        Kerry wollte die amerikanische Industrie (wie GM oder Ford) mehr an Amerika selbst binden. Das hätte unter anderen bedeutet das die OPEL Werke in Bochum und Rüsselsheim warscheinlich geschlossen worden wären, was ja zum Glück nochmal abgewendet wurde.

                        Also ich bin zufreiden mit dem Ausgang der Wahl.
                        If one day speed kills me, do not cry because I was smiling
                        - Paul Walker
                        1973 - 2013

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                        • #13
                          Grundsätzlich dürfte aufgrund der bereits bestehenden imperialen Überdehnung ein neuer Krieg in der Tat eher unwahrscheinlich sein, allerdings ist die Macht des petro-militärischen Komplexes in den USA nicht zu unterschätzen, so dass man im Kampf um die Vorherrschaft um das Öl nicht unbedingt mit an und für sich rationellen Entscheidungen der US-Regierung rechnen kann.

                          Ein Krieg gegen den Iran, der die USA der totalen Kontrolle über die Weltölreserven ein weiteres Stück näher bringen würde, ist IMO nicht kategorisch auszuschließen.
                          “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
                          They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
                          Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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                          • #14
                            Das nicht.
                            Aber ich denke mit Kerry wären wir näher dran als mit Bush.
                            Der hat sein Pulver eben schon verschossen.
                            Der MUSS sich jetzt mehr mit den USA-internen Problemen auseinander setzen.
                            If one day speed kills me, do not cry because I was smiling
                            - Paul Walker
                            1973 - 2013

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                            • #15
                              Na ja, gerade weil Bush sich mit internen Problemem auseinander setzen muss, habe ich die Befürchtung, dass er zur Ablenkung von internen Problemem lieber die Welt als Problemfeld beackern wird.
                              Sicherlich wird er wohl keinen neuen Krieg starten, aber den Boden bereiten kann er allemal dafür.

                              Die UNO wird sicherlich unter seiner 2. Amtszeit noch weiter in den Hintergrund gedrückt werden und die Bemühungen Europas den Iran mit in die Verhandlungen um das Atomprogramm werden durch ihn auch nicht leichter.

                              Dann stehe ich weiterhin skeptisch einem Mann gegenüber, der von sich behauptet, er handle in Gottes Namen.

                              Allgemein gesagt, habe ich nichts gegen die USA und sicherlich lebe ich auch mit vielen der Errungenschaften dieses Landes in Zufriedenheit. Es wäre heuchlerisch, das Gegenteil zu behaupten. Nur trenne ich das ganz klar von der Person Bush.
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