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JungeWelt Artikel "Stoiber gegen Stoiber" - Interesant was Schörder das so verspricht

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  • JungeWelt Artikel "Stoiber gegen Stoiber" - Interesant was Schörder das so verspricht

    Hallo Leute

    das habe ich gestern in der JungenWelt gelesen.
    Ich finde das höchst interesant und würde es auch absolut Lustig finden wenn
    es nicht so ernst wäre..... Da sieht man wie herumgelogen wird nur um Wählerstimmen zu bekommen...

    16.08.2005

    Stoiber gegen Stoiber
    von Ulrich Schwemin

    Bayerischer Ministerpräsident sagt Fernsehduell mit Oskar Lafontaine ab. Angela Merkel will Angleichung des ALG II Ost an Westniveau verhindern

    Es ist soweit. Das Arbeitslosengeld (ALG) II Ost soll von 331 Euro auf das Westniveau 345 Euro aufgestockt werden. Bundeskanzler Gerhard Schröder
    (SPD) halte den Zeitpunkt für gekommen, die bestehenden Unterschiede aufzuheben, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg am Montag in Berlin. Noch im August solle ein entsprechender Gesetzentwurf dem Bundeskabinett vorgelegt werden. Daß dieser vom aufgelösten Bundestag gar nicht mehr beschlossen werden kann, dürfte Schröder völlig egal sein.
    Denn es geht um nichts anderes als Wahlkampf, den er für die SPD und die CDU/CSU weiter unfreiwillig (?) für die Linkspartei führt.

    Der Zeitpunkt der Ankündigung des Bundeskanzlers ist aus SPD-Sicht deshalb ideal, weil seine Herausforderin Angela Merkel am gleichen Tag der Chemnitzer Freien Presse verklickert hatte, daß sie grundsätzlich gegen die ALG-II-Angleichung Ost an das Westniveau sei. Begründung: Einfach kein Geld da, leider. Das ist natürlich beinhart gelogen, zumal es sich mit 260 Millionen Euro um eine vergleichsweise lächerliche Summe handelt. Ein zweiter Grund der Ablehnung bestünde darin, daß viele Berufsanfänger noch weniger verdienten als ALG-II-Empfänger. Das ist schlimm genug; daß jedoch das eine nicht als Argument gegen das andere taugt, hat die Kandidatin offenbar nicht bemerkt.

    Vermutlich drängte es Angela Merkel einmal mehr in die Schlagzeilen. Und dabei wollte es die CDU-Chefin, die sich ihrer ostdeutschen Herkunft nur sehr ungern und nie öffentlich erinnert, nicht bei den rüden, aber eher langweiligen Beschimpfungen ihrer Ostlandsleute durch Schönbohm, Stoiber und Oettinger bewenden lassen. Nach dem Motto, verbale Beleidigung ist gut, materielle Bestrafung ist besser, entschloß sie sich zur konsequenten Verteidigung der in Ostdeutschland verbreiteten Armut.

    Einen ähnlich dümmlichen Wahlkampf hat am Montag erneut der Chef des bayerischen Freistaates, Edmund Stoiber, geführt. Daß er versucht, die Kanzlerkandidatin zu demontieren, ist seit Monaten unübersehbar. Noch größere Freude scheint er jedoch daran zu finden, sich selbst zu zerlegen. Sein Wochenendangebot an den Linkspartei-Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine, sich in einem Fernsehduell zu streiten, hat viele so überrascht, als würde das Huhn den Adler zum Wettbewerb im Fliegen fordern. Stoibers Ex-Wahlkampfmanager Michael Spreng wertete Stoibers Absicht denn auch umgehend als völlig unverständlich. »Damit macht Stoiber die Mitte für die SPD frei«, sagte Spreng dem Berliner Tagesspiegel. »Es ist ein Kardinalfehler, den rechten Gegenpol zur linken PDS zu geben.« Befragt, ob Stoiber gegen Lafontaine überhaupt eine Chance habe, antwortete er: »Ich finde das zumindest mutig.« Von Spreng auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, erinnerte sich der bayerische Ministerpräsident spät, aber nicht zu spät, daß er nicht fliegen kann, und ließ das inzwischen von Sat.1 bereits geplante Fernsehduell wieder absagen.

    Politischen Weitblick hat derweil Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm bewiesen, der die Serie der CDU-Wahlkampfpleiten mit seinem Gestammel über »Zwangsproletarisierung« kindermeuchelnder Ostdeutscher eingeleitet hatte. Schon vor Stoibers Rückzug vom Fernsehduell erklärte er in Potsdam: »Edmund Stoiber sollte sich um die Bundestagswahl in den alten Ländern kümmern. Wir kümmern uns um die neuen Länder.«

    Man darf gespannt sein, wie diese Drohung umgesetzt wird.
    quelle : JungeWelt

    was haltet ihr davon ?

    Es grüßt euch

    Euer

    Dominion
    Schwule dürfen weder Blut noch Organe Spenden http://www.schwulst.de/content/SchwuleBlutspende
    Liebe ist ein Menschenrecht - Niemand sollte anderen DAS verwehren! :)[/CENTER]

  • #2
    Naja, ist klar das Schröder auch weiterhin auf Stimmenfang ist. Was allerdings nach der gestellten Vertrauensfrage ein wenig schizophren erscheint. Weil wer Neuwahlen will der zweifelt auch das Vertrauen der Bevölkerung an.

    Und das Stoiber erst ein öffentliches Duell mit Lafontaine ankündigt und dann es wieder zurückzieht zeigt doch das er alle verschaukelt. Rhetorisch könnte er dem Oskar auch gar nicht das Wasser reichen.

    Ingesamt macht die CDU/CSU alles um Stimmen zu verlieren. Das kann für die SPD, Grünen und Linksparteien nur besser sein.

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    • #3
      Schörder hat schon 2002 das blaue vom Himmel gelogen (wie die Union auch teilweise). Solange es Stimmen bringt ist es denen scheisegal was sie so alles versprechen. In dieser Hinischt gefällt mir die Union etwas besser, die sagen wenigstens das die Kassen lehr sind.
      Und 260 Millionen sind zwar vergleichsweise nicht viel, aber bei der Haushaltslage ist das schon ein hübsches Sümchen das dem nächsten Finazminister Kopfzerbrechen bereiten könnte.

      Zu Stoiber: Wenn der Lafontaine ein "Duell" bzw. "Schlagabtausch" anbietet und die Medien daraus ein "Fernsehduell" machen wollen, dann ist das zwar Stoibers Problem wenn er das klarstellen muss, aber keine Schwäche von ihm oder ein Rückzieher.

      Seine Äuserungen mögen dem Rest der Republik zwar etwas seltsam vorkommen, aber so reden die im Rst von Bayern (Franken ist etwas anders gelagert) des öfteren. Wenn man heute so einen Aufstand um sowas macht sollte man sich mal die Birzeltreden von Franz Joseph Strauß anhören. Dagegen waren Stoibers Aussagen eher schwach.
      Klar kann ich es verstehen, das das im Osten nicht so doll ankommt, aber zu einem gewissen Teil hat unser "Landesvater" auch recht mit seiner Kritik. Freilich kann man es weniger scharf formulieren, aber in Bayern wird halt gerne Klartext gesprochen.
      Was die Medien wieder teilweise draus machen ist jedenfalls überzogen. Zumindest meiner Meinung nach.

      Kommentar


      • #4
        Inwiefern hat er denn bitte Recht mit seiner Kritik an der intellektuellen Leistungsfähigkeit unserer ostdeutschen Mitbürger (als Westdeutscher mit einer ostdeutschen Mutter betrifft mich so eine Beleidigung dann ja fast schon direkt)?

        Wie ist dieser angebliche "Klartext" denn bitte mit Fakten belegt und wieso sind die Wähler dumm, wenn sie nicht die Union, sondern lieber die Linkspartei wählen?
        Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
        Makes perfect sense.

        Kommentar


        • #5
          Zitat von Cmdr. Ch`ReI
          Schörder hat schon 2002 das blaue vom Himmel gelogen (wie die Union auch teilweise). Solange es Stimmen bringt ist es denen scheisegal was sie so alles versprechen. In dieser Hinischt gefällt mir die Union etwas besser, die sagen wenigstens das die Kassen lehr sind.
          Und 260 Millionen sind zwar vergleichsweise nicht viel, aber bei der Haushaltslage ist das schon ein hübsches Sümchen das dem nächsten Finazminister Kopfzerbrechen bereiten könnte.
          Die CDU macht das aber auch nur neuerdings als Parteistrategie weil ein allgemeines Mißtrauen in der Politik herrscht. Und weil immer auf den Wahlversprechen Schröders rumgehackt wurde. Und ihre angeblich-ehrlichen Informationen sind doch nur fadenscheinig und Augenwischerei.

          Zu Stoiber: Wenn der Lafontaine ein "Duell" bzw. "Schlagabtausch" anbietet und die Medien daraus ein "Fernsehduell" machen wollen, dann ist das zwar Stoibers Problem wenn er das klarstellen muss, aber keine Schwäche von ihm oder ein Rückzieher.
          Ich meine das Stoiber nach einem Fernsehduell gefragt wurde. Weiß es aber nicht genau.


          Seine Äuserungen mögen dem Rest der Republik zwar etwas seltsam vorkommen, aber so reden die im Rst von Bayern (Franken ist etwas anders gelagert) des öfteren. Wenn man heute so einen Aufstand um sowas macht sollte man sich mal die Birzeltreden von Franz Joseph Strauß anhören. Dagegen waren Stoibers Aussagen eher schwach.
          Vielleicht sollte das mal den Bayern zu denken geben. Wie heisst noch mal der Spruch: "Ein Frosch der in im Brunnen lebt bekommt vom großen Teich nichts mit." oder so ähnlich?


          Klar kann ich es verstehen, das das im Osten nicht so doll ankommt, aber zu einem gewissen Teil hat unser "Landesvater" auch recht mit seiner Kritik. Freilich kann man es weniger scharf formulieren, aber in Bayern wird halt gerne Klartext gesprochen.
          In Bayern neigt man wohl zu wenig Taktgefühl.

          Was die Medien wieder teilweise draus machen ist jedenfalls überzogen. Zumindest meiner Meinung nach.
          Finde ich nicht. Und es war auch nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Stoiber hatte Lafontaine, Gysi und die Wähler angesprochen. Das wurde auch nochmal von Glos bei Christiansen und von anderen bestätigt.

          Also nichts um sich rauszureden oder zu relativieren.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von Skymarshall
            Die CDU macht das aber auch nur neuerdings als Parteistrategie weil ein allgemeines Mißtrauen in der Politik herrscht. Und weil immer auf den Wahlversprechen Schröders rumgehackt wurde. Und ihre angeblich-ehrlichen Informationen sind doch nur fadenscheinig und Augenwischerei.
            Klar macht sie es nur deswegen. Weils halt auch positiv ankommt und die Menschen es mittlerweile doch gefressen haben, das es besser ist die Wahrheit zu erfahren als Versprechungen zu bekommen. Wenns nicht so wäre würden die genau das gleiche wie Schröder machen.
            Ob die Infos "ehrlich" sind wird wohl von Fall zu Fall unterschiedlich sein.

            Zitat von Skymarshall
            Ich meine das Stoiber nach einem Fernsehduell gefragt wurde. Weiß es aber nicht genau.
            Also ich hab in den (bayerischen) Medien was von (wörtlich) einem "Schlagabtausch" gehört. Aber ich weis es auch nicht genau. Die Sache hatte sich recht schnell entwickelt udn ich hab da grad nicht auf die Nachrichten geachtet. Am nächsten Tag war dann schon der "Rückzieher" da.

            Zitat von Skymarschall
            Vielleicht sollte das mal den Bayern zu denken geben. Wie heisst noch mal der Spruch: "Ein Frosch der in im Brunnen lebt bekommt vom großen Teich nichts mit." oder so ähnlich?
            Möglich
            Aber ich glaube es würde schon reichen, wenn jeder vom jedem etwas lernt...
            Perfekt haben wir es hier "unten" keineswegs. Aber doch teilweise etwas besser als anderswo.

            Zitat von Skymarshal
            In Bayern neigt man wohl zu wenig Taktgefühl.
            Och naja, kommt auf die Region, die Zielgruppe und auf das Thema an.
            Aber grundsätzlich stimmt es schon, das man es in Bayern nicht immer so genau nimmt mit dem Taktgefühl als anderswo. Lieder mal was klar formulieren als ständig drum rum reden. Zumindesst manchmal.
            Politiker machen sich das natürlich zu nutze. Hier vertragen es die Leute wenn es mal klar ausgesprochen wird. Und es gefällt ihnen. Meistens geben sie den Politikern dann recht, merken aber auch durchaus, dass man das woanders so nicht hätte sagen können. (in Franken ist das noch ein wenig anders)

            Zitat von Skymarshall
            Finde ich nicht. Und es war auch nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Stoiber hatte Lafontaine, Gysi und die Wähler angesprochen. Das wurde auch nochmal von Glos bei Christiansen und von anderen bestätigt.

            Also nichts um sich rauszureden oder zu relativieren.
            Darauf wollte ich eigentlich nicht hinaus. Klar hat er die Spitzen der PDS mti Anhängsel angesprochen, genauso wie halt auch die "Idioten" die diese Partei wählen. Das kann ich perösnlich auch nicht ganz verstehen, warum man gerade da im Osten auf eine Partei setzt deren vorgängerverinigung das Land runtergewirtschaftet hat. Ein wenig mehr "Dankbarkeit", wenn man es so ausdrücken will, für die Milliarden die "wir" da "rüber" geschauffelt haben wäre auhc nciht schlecht. Wir hätten hier in Nordbayern auch die eine oder andere Innenstadt die renoviert werden könnte. Aber lassen wir das, hab keinen Bock auf eine OSt-West-Debatte. Verständlicherweise fühlen sich die "Ostdeutschen" sehr schnell auf den Schlips getreten.

            Worauf ich eigentlich mit meiner Aussage anspielen wollte: Ich finde die Medien gehen in der Interpretation des Verhalten Stoibers viel zu weit. Wegen ein paar Ausagen auf einer Wahlkampfvertanstaltung in Bayern nach dem ersten Maß Bier und der Tatsache, das er noch nciht weis wohin er dann gehen will würde ich jetzt nicht so weit gehen und sagen das stoiber Merkel ständig Knübbel zwischen die Füße wirft und deren Sturz vorbereitet.
            Aber da kann ruhig jeder seine Meinung haben, im Endeffekt weis es nur Stoiber.
            Als "Bayer" und jemand den den Ministerpräsidenten halt doch etwas besser kennt als ein Bremer würde ich es halt so einschätzen.

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            • #7
              Freie Wähler als "Idioten" zu beschimpfen, weil sie eine frei wählbare Partei in einem freien Land wählen...
              Das Demokratieverständins macher Personen ist schon interessant.

              Ist es vielleicht im geringsten möglichen, dass die Union aus inhaltlichen Gründen nicht gewählt wird und nicht weil die Anderswählenden "Idioten" sind?

              Man kann ja gerne anderer Meinung sein und soll es sogar sein. So soll das in einer pluralistischen Gesellschaft sein, aber als "Idiot" würde ich mich auch nicht beschimpfen lassen.

              Und mal allgemein: wessen politische Entscheidungen immer auf "Dankbarkeit" und Loyalität basieren, kann IMO nur schlechte Entscheidungen ohne Nachhaltigkeit treffen. Ganz gemäß dem Lemming-Prinzip.
              Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
              Makes perfect sense.

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              • #8
                Zitat von Harmakhis
                Freie Wähler als "Idioten" zu beschimpfen, weil sie eine frei wählbare Partei in einem freien Land wählen...
                Das Demokratieverständins macher Personen ist schon interessant.
                Damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich halt niemanden der was anderes wählt, als es Stoiber passt für einen Idioten. Deswegen auch die Anführungszeichen. Wollte damit eher die letztendliche Aussage des Ministerpräsidenten nehmen, obwohl ich es so nie formulieren würde. Ich finnds halt merkwürdig, das man die PDS wählt, aber "Idioten" sind die Wähler dann noch lange nicht.

                Zitat von Hamarkhis
                Ist es vielleicht im geringsten möglichen, dass die Union aus inhaltlichen Gründen nicht gewählt wird und nicht weil die Anderswählenden "Idioten" sind?
                Klar ist es möglich. Hab null dagegen, wenn jemand sagt, er kann die Union wegen der Inhalte nicht wählen. Mir gefällt vieles auch nicht. Aber eben noch weniger bei den anderen Parteien. Und die Führungsköpfe sind mir persönlich auch lieber. Andersdenkende sidn für mich keine Idioten. Vielleicht sind sie dem Ministerpräsidenten etwas suspekt und er hat ein wenig tief in die falsche Kiste gegriffen bei seiner Wortwahl. Verstehen kann ichs, das er es merkwürdig findet, wenn jemand im Osten die SED-Nachfolgerpartei wählt , bzw. von so vielen gewählt wird. Idioten sind das aber dann (für mich) noch nicht.

                Zitat von Hamarkhis
                Man kann ja gerne anderer Meinung sein und soll es sogar sein. So soll das in einer pluralistischen Gesellschaft sein, aber als "Idiot" würde ich mich auch nicht beschimpfen lassen.
                Tja wer will das schon? Als "Idiot" hat man mich zwar noch nicht beschimpft, aber hier, im Beruf und in der Öffentlichkeit kriegt man mit meiner Meinung schon manches böse Wort zu hören. Kans ja verstehen, wenn meine Meinung nicht von jedem geteilt wird, aber manches ist schon nicht so dolle.

                Zitat von Hamarkhis
                Und mal allgemein: wessen politische Entscheidungen immer auf "Dankbarkeit" und Loyalität basieren, kann IMO nur schlechte Entscheidungen ohne Nachhaltigkeit treffen. Ganz gemäß dem Lemming-Prinzip.
                Ja kann sein, nicht desto trotz wäre sowohl Innenpolitisch als auch Ausenpolitisch ein wenig Dankbarkeit und Loyalität nicht fehl am Platz. Die PDS/SED hat die Wiedervereinigung nicht gerade gefördert. Kann mich da noch an ganz andere Denkmodelle erinnern. Das Loyalität usw. zu denen die einem mal aus der scheise geholfen haben immer nur schlechte Entscheidungen mitsichbringt glaub ich persönlcih nicht. Auch Nachhaltigkeit kann da trotzdem immer gegeben sein.

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                • #9
                  Zitat von Cmdr. Ch`ReI
                  Seine Äuserungen mögen dem Rest der Republik zwar etwas seltsam vorkommen, aber so reden die im Rst von Bayern (Franken ist etwas anders gelagert) des öfteren.
                  Ich würde sagen, dass die Gleichsetzung der Einwohner eines Bundeslands (Bayern) mit einer rechten Partei (CSU) im Endeffekt eine Beleidigung ist. Es ist keineswegs so, dass die Ausfälle Stoibers & Co normal wären. Sie sind nur normal für Stoiber und andere Mitglieder dieses Amigo-Haufens (der übrigens bei der letzten Landtagswahl nur von 33,9% der Wahlberechtigten unterstützt wurde).
                  Zitat von Cmdr. Ch`ReI
                  Vielleicht sind sie dem Ministerpräsidenten etwas suspekt und er hat ein wenig tief in die falsche Kiste gegriffen bei seiner Wortwahl.
                  Stoiber hat schon sein sehr seltsames Demokratieverständnis deutlich gemacht. Stoiber hat u.a. behauptet, dass 20% der Bevölkerung kein Recht hätten die Wahl zu entscheiden. Also ob 20% alleine die Wahl entscheiden könnten. Stoiber hetzt bewusst gegen die neuen Ländern (und nicht nur gegen die Linkspartei) und versucht damit im Westen Stimmen zu sammeln. Man könnte übrigens durchaus sagen, dass Stoiber aus Frust über die letzte Wahlniederlage und seine Niederlage bei der jetzigen Kanzlerkandidatenkanditatur der Union auch bewusst gegen die ehemalige FDJ-Sekretärin für Propaganda und Agition hetzt.
                  Zitat von Cmdr. Ch`ReI
                  Ja kann sein, nicht desto trotz wäre sowohl Innenpolitisch als auch Ausenpolitisch ein wenig Dankbarkeit und Loyalität nicht fehl am Platz.
                  Für was Dankbarkeit und zu wem Loyalität? Dankbarkeit dafür, dass Konzernen aus dem Westen massiv Kohle in den Arsch geschoben wurde und dies als Hilfen für den Osten deklariert wurde? Dankbarkeit für einen Bruch eines Wahlversprechens ("blühende Länder"). Die Unterstützung der Union ist im Endeffekt - ausser man gehört zu den Reichsten - ein klassisches Eigentor, was sich sozial und finanziell übel auswirken wird.
                  Resistance is fertile
                  Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
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                  • #10
                    Zitat von max
                    Ich würde sagen, dass die Gleichsetzung der Einwohner eines Bundeslands (Bayern) mit einer rechten Partei (CSU) im Endeffekt eine Beleidigung ist.
                    Ne, als Beleidigung würde ich das als Bayern nicht auffassen. Und die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung halt auch nicht. Ob man die CDU als "rechts" bezeichnen muss... Es gäbe passendere Adjektive

                    Zitat von max
                    Es ist keineswegs so, dass die Ausfälle Stoibers & Co normal wären.
                    Auch wenn es dir schwer verständlich ist, so wird auf den Wahlveranstaltungen in Bayern seit Jahrzehnten geredet (zumindest teilweise). Die Opposition steht der Regierung da manchmal nicht nach.
                    Wenns dem Rest des Landes noch nicht aufgefallen ist, kann ich auch nicht helfen. Im Vergleich zudem was FJS teilweise abgelassen hat ist die doch im Grunde teilweise nachvollziebare Kritik von Stoiber doch recht harmlos. Defftig zwar, aber so sind wir hier halt manchmal.

                    Zitat von max
                    Sie sind nur normal für Stoiber und andere Mitglieder dieses Amigo-Haufens (der übrigens bei der letzten Landtagswahl nur von 33,9% der Wahlberechtigten unterstützt wurde).
                    Klar, macht rießig Spaß auf ein paar Skandälchen rumzureiten, die schon Jahre zurückliegen und nahezu aufgearbeitet sind. Die CSU ist eine Partei mit stinknormalen Politikern und wie überall anderswo auch gibt es dort halt auch Vetternwirtschaft und ähnliches. Stoibers Mannschaft deswegen als "Amigo-Haufen" zu beschimpfen halt ich für ziemlich dumm. Aber das steht jedem frei.
                    Und wir können gerne mal ausrechnen wieviel den die SPD im LAnd hier oder bundesweit so geholt hat. Über 50% der möglichen Stimmen des Volkes hat schon seit längerem keine Partei mehr geholt. Sowas anzukreiden ist recht kurzsichtig, fällt es doch auf das andere politische Lager genauso zurück.

                    Zitat von max
                    Stoiber hat schon sein sehr seltsames Demokratieverständnis deutlich gemacht. Stoiber hat u.a. behauptet, dass 20% der Bevölkerung kein Recht hätten die Wahl zu entscheiden. Also ob 20% alleine die Wahl entscheiden könnten.
                    Nun, die Wahl können 20 % der Bevölkerung sehr wohl entscheiden.
                    Hat man ja 2002 gesehen.
                    Ob sie nun das recht dazu haben ist ne andere Frage. Problematisch wird es IMO erst, wenn das ganze so knapp ist, das eine winzige Gruppe Wechselwähler die auf ihre Tagesstimmung achtet über die nächsten vier Jahre entscheiden kann.
                    Stoiber hat nicht unbedingt den ganzen Osten von der Wahl ausschliesen wollen. Halt die die immernoch meinen die SED-Nachfolgepartei mit Anhängsel sei eine wirkliche Alternative bzw. die die meinen das der Osten immernoch total benachteiligt wird und vom Rest dort drüben beleidigt sind. Auschliesen ist auch nicht das richtige Wort, eher sollten solche Leute halt nicht eine Wahl entscheiden können. Obs so vollständig richtig ist, lass ich mal dahingestellt, einige Aussagen Stoibers kann ich persönlich jedoch nachvollziehen.

                    Zitat von max
                    Für was Dankbarkeit und zu wem Loyalität? Dankbarkeit dafür, dass Konzernen aus dem Westen massiv Kohle in den Arsch geschoben wurde und dies als Hilfen für den Osten deklariert wurde?
                    Dankbarkeit dafür, das wir denen dort drüben endlos viel Geld (was ja grundsätzlich richtig so ist) rübergeschauffelt haben, das uns jetzt fehlt. Insb. in den sozialen Sicherungssystemen, wo die Renter und Arbeitslose im Osten halt recht wenig eingezahlt haben. Sowas erzeugt nunmal ein Ungleichgewicht, unter dem alle zu leiden haben.
                    Oder Dankbarkeit für die total toll renovierten Innenstädte, straßen und Autobahnen. Freilich ist das nicht überall so, aber im Westen hätten viele diese Hilfe genauso verdammt dringend nötig gehabt wie der Osten. An die hat damals kaum jemand gedacht.
                    Zitat von max
                    Dankbarkeit für einen Bruch eines Wahlversprechens ("blühende Länder"). Die Unterstützung der Union ist im Endeffekt - ausser man gehört zu den Reichsten - ein klassisches Eigentor, was sich sozial und finanziell übel auswirken wird.
                    Für den Bruch einens Wahlversprechens muss man natürlich nicht dankabr sein. Aber war es den wirklich ein Versprechen? Wäre das Wort "Vision" nicht angebrachter? Kann man "blühende Landschaften" überhaupt versprechen? Was können Politiker da überhaupt bewirken aus Geld zu Verfügung zu stellen?
                    Nicht unbedingt viel. Der Osten wurde massiv Subvensoniert, nur hat man halt übersehen, das eine sofortangleichung an das Westdeutschennivau nur dazu führt, das die Firmen halt noch weiter im Osten investieren. Dort ist nämlich auch der eiserne Vorhang gefallen.




                    Stoiber hetzt bewusst gegen die neuen Ländern (und nicht nur gegen die Linkspartei) und versucht damit im Westen Stimmen zu sammeln. Man könnte übrigens durchaus sagen, dass Stoiber aus Frust über die letzte Wahlniederlage und seine Niederlage bei der jetzigen Kanzlerkandidatenkanditatur der Union auch bewusst gegen die ehemalige FDJ-Sekretärin für Propaganda und Agition hetzt.

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Cmdr. Ch`ReI
                      Nun, die Wahl können 20 % der Bevölkerung sehr wohl entscheiden.
                      Hat man ja 2002 gesehen.
                      Ob sie nun das recht dazu haben ist ne andere Frage. Problematisch wird es IMO erst, wenn das ganze so knapp ist, das eine winzige Gruppe Wechselwähler die auf ihre Tagesstimmung achtet über die nächsten vier Jahre entscheiden kann.
                      Ist es nicht Aufgabe der Parteien die Wähler entsprechend zu überzeugen, dass sie eben nicht nach ihrer Tagesstimmung entscheiden sondern eine echte Alternative sehen?

                      Stoiber hat nicht unbedingt den ganzen Osten von der Wahl ausschliesen wollen. Halt die die immernoch meinen die SED-Nachfolgepartei mit Anhängsel sei eine wirkliche Alternative bzw. die die meinen das der Osten immernoch total benachteiligt wird und vom Rest dort drüben beleidigt sind. Auschliesen ist auch nicht das richtige Wort, eher sollten solche Leute halt nicht eine Wahl entscheiden können. Obs so vollständig richtig ist, lass ich mal dahingestellt, einige Aussagen Stoibers kann ich persönlich jedoch nachvollziehen.
                      Welche Leute sollten denn eine Wahl entscheiden? Die, die richtig wählen? Wer bestimmt das? Und wer bestimmt, dass die Entscheidung von Linksparteiwählern falsch ist und diese Unrecht haben, wenn sie Linkspartei als wirkliche Alternative gegenüber Rot-Grün wahrnehmen?
                      Das sind doch alles sehr subjektive Entscheidungen, da es in der Politik, ebenso wie im Rest des Lebens, keine absolute Wahrheit gibt. Wenn Stoiber so der Meinung ist, dass es eine gnadenlos dumme Idee ist links zu wählen, dann soll er das mal schön klar darlegen und sich mit der Oskar bitte direkt auseinandersetzen, damit der Wähler selbst entscheiden kann und sich nicht irgendwelche quasi-beleidigenden und semi-antidemokratischen Platitüden anhören muss.
                      Insofern ist es im besten Fall ein Zeichen von Ignoranz, im schlimmsten Fall ein Zeichen von grundsätzlicher Demokratiefeindlichkeit, wenn man gewissen Wählerkreisen aufgrund ihrer Wahl das Wahlrecht absprechen will.

                      Des Weiteren ist es völlig müßig zu sagen, dass ausgerechnet die 10%, die für die Linkspartei stimmen die Wahl entscheiden. Das können genauso 10% von SPD oder jeweils 5% von den Grünen und der FDP sein. Weil ja wirklich jede Stimme zählt. Wenn die Union also doch nicht die Regierung (ohne SPD) wird stellen können, dann ist das nicht die "Schuld" der Linkswähler, sondern die
                      "Schuld" eines jeden Wählers, der nicht für die Union gestimmt hat.
                      Und denen will Herr Stoiber ja hoffentlich nicht auch die nötige Intelligenz für die Teilnahme an einer Bundestagswahl, sowie das Entscheidungsrecht über die Geschicke dieses Landes absprechen.
                      Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                      Makes perfect sense.

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                      • #12
                        Zitat von Harmakhis
                        Ist es nicht Aufgabe der Parteien die Wähler entsprechend zu überzeugen, dass sie eben nicht nach ihrer Tagesstimmung entscheiden sondern eine echte Alternative sehen?
                        Ja theoretisch schon. Dummerweise gelingt das den Parteien bei immer mehr Menschen nicht mehr.

                        Zitat von Harmakhis
                        Welche Leute sollten denn eine Wahl entscheiden? Die, die richtig wählen? Wer bestimmt das? Und wer bestimmt, dass die Entscheidung von Linksparteiwählern falsch ist und diese Unrecht haben, wenn sie Linkspartei als wirkliche Alternative gegenüber Rot-Grün wahrnehmen?
                        Das sind doch alles sehr subjektive Entscheidungen, da es in der Politik, ebenso wie im Rest des Lebens, keine absolute Wahrheit gibt.
                        Klar sind das subjektive Entscheidungen eines jeden einzelnen, die keiner einfach mal so generell zu bewerten hat. Aber trotzdem kann ich diese Wahlentscheidung halt nicht nachvollziehen und es wäre mir nicht recht, wenn durch diese Wähler eine Wahl entschieden werden würde (bzw. eher eine große Koalition zu stande kommt).

                        Zitat von Harmakhis
                        Wenn Stoiber so der Meinung ist, dass es eine gnadenlos dumme Idee ist links zu wählen, dann soll er das mal schön klar darlegen und sich mit der Oskar bitte direkt auseinandersetzen, damit der Wähler selbst entscheiden kann und sich nicht irgendwelche quasi-beleidigenden und semi-antidemokratischen Platitüden anhören muss.
                        Ja, soll er von mir aus gerne machen. Allerdings reicht hierbei sehr wohl ein "Print-Duell". Auf die Selbstdarstellerfähigkeiten der Kontrahenten kommt es ned an, sondern auf die Inhalte.

                        Zitat von Harmakhis
                        Insofern ist es im besten Fall ein Zeichen von Ignoranz, im schlimmsten Fall ein Zeichen von grundsätzlicher Demokratiefeindlichkeit, wenn man gewissen Wählerkreisen aufgrund ihrer Wahl das Wahlrecht absprechen will.
                        Ich glaub persönlich nicht, das Stoiber denen das Recht absprechen wollte PDS zu wählen oder sonstwas. Er findet es halt nicht in Ordnung, das aufgrund der seiner MEinung nach falschen Meinung dieser Leute eine Wahl einen Drall in die falsche Richtung bekommt.
                        Es hat ja auch jeder das Recht NPD zu wählen, aber es will auch keiner, das die Partei dann irgendwas ausrichten kann. Klar ist die NPD nicht mit der Linkspartei gleichzusetzen, aber grundsätzlich ist es ein ähnliches Problem. Haltr nur auf der anderen Politischen Straßenseite. Nach Meinung Stoibers sind die Forderungen dieser Partei halt so falsch, das es nciht sein darf, das die zuviel einfluss gewinnen und womöglich die Wahl beeinflussen. Würde das die NPD in der selben Position machen können wäre der Aufschrei (ja aus anderen Gründen) rießengroß.

                        Zitat von Harmakhis
                        Des Weiteren ist es völlig müßig zu sagen, dass ausgerechnet die 10%, die für die Linkspartei stimmen die Wahl entscheiden.
                        Rein wahltechnisch schaden die 10 % der Wähler der Linkspartei der SPD er mehr als der CDU oder gar der FDP, das ist schon klar. Aber durch diese 10% könnte eben Schwarz-Gelb verhindert werden, was doch die meistens Wähler befürworten. Nicht weil es die Schuld der Linkswähler ist das es nicht für Union und FDP langt, sondern weil durch ihr Votum halt nunmal die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag verändert werden. Verloren hat die Union und FDP dann die Stimmen mit Sicherheit nicht an die Linken.
                        Rein mathematisch würde es halt ohne die Linkspartei viel leichter reichen im BT. Obwohl der Stimmenanteil bei Union und FDp trotzdem gleich bleibt.

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                        • #13
                          Zitat von Cmdr. Ch`ReI
                          Ja theoretisch schon. Dummerweise gelingt das den Parteien bei immer mehr Menschen nicht mehr.
                          Dann haben sie es wohl nicht verdient gewählt zu werden.

                          Klar sind das subjektive Entscheidungen eines jeden einzelnen, die keiner einfach mal so generell zu bewerten hat. Aber trotzdem kann ich diese Wahlentscheidung halt nicht nachvollziehen und es wäre mir nicht recht, wenn durch diese Wähler eine Wahl entschieden werden würde (bzw. eher eine große Koalition zu stande kommt).
                          Das kannst du gerne so empfinden. Ein Politiker darf das IMO aber nicht aussprechen, da er als solcher auch eine Vorbildfunktion hat und Respekt gegenüber der Meinungspluralität zeigen muss.

                          Ich glaub persönlich nicht, das Stoiber denen das Recht absprechen wollte PDS zu wählen oder sonstwas. Er findet es halt nicht in Ordnung, das aufgrund der seiner MEinung nach falschen Meinung dieser Leute eine Wahl einen Drall in die falsche Richtung bekommt.
                          Es hat ja auch jeder das Recht NPD zu wählen, aber es will auch keiner, das die Partei dann irgendwas ausrichten kann. Klar ist die NPD nicht mit der Linkspartei gleichzusetzen, aber grundsätzlich ist es ein ähnliches Problem. Haltr nur auf der anderen Politischen Straßenseite. Nach Meinung Stoibers sind die Forderungen dieser Partei halt so falsch, das es nciht sein darf, das die zuviel einfluss gewinnen und womöglich die Wahl beeinflussen. Würde das die NPD in der selben Position machen können wäre der Aufschrei (ja aus anderen Gründen) rießengroß.
                          Also ich glaube mal, dass wenn die Grünen (oder meinetwegen die ÖDP o.ä.) auf einmal so einflußreichen wären, würde Stoiber wohl ähnlich scharf schießen. Für ist ja jeder Rechts und Links von ihm nicht ganz normal im Kopf. Außerdem erkennst du ja selber richtig, dass man Linkspartei und NPD nicht gleichsetzen kann, es handelt sich hier auch nicht einfach um gespiegelte Extreme. Die Linkspartei ist in keinem Fall demokratiefeindlich oder sonstwie verfassungsfeindlich eingestellt, was die NPD hingegen ja latent ist.

                          Generell kann ich den Gedankengang jedoch immernoch nicht nachvollziehen, wie man den Wähler hier die Schuld geben kann und wieso man das über versucht. Das ist ähnlich absurd, wie wenn ein besoffener Autofahrer, der in einer Kurve von der Straße abkommt das Städtische Bauamt verklagen würde, weil es an der Stelle eine Kurve gebaut hatte.
                          Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                          Makes perfect sense.

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                          • #14
                            Zitat von Cmdr. Ch`ReI

                            Dankbarkeit dafür, das wir denen dort drüben endlos viel Geld (was ja grundsätzlich richtig so ist) rübergeschauffelt haben, das uns jetzt fehlt. Insb. in den sozialen Sicherungssystemen, wo die Renter und Arbeitslose im Osten halt recht wenig eingezahlt haben. Sowas erzeugt nunmal ein Ungleichgewicht, unter dem alle zu leiden haben.
                            Oder Dankbarkeit für die total toll renovierten Innenstädte, straßen und Autobahnen. Freilich ist das nicht überall so, aber im Westen hätten viele diese Hilfe genauso verdammt dringend nötig gehabt wie der Osten. An die hat damals kaum jemand gedacht.
                            Sind Westdeutsche dafür dankber, dass die DDR ganz alleine die Reparationskosten für die Sowjetunion aufbringen musste?

                            Werden die ostdeutschen Städte denn immer auch von ostdeutschen Firmen saniert?

                            Wer plant, baut und betreibt eigentlich die Meisten der tollen neuen Supermärkte?

                            Was ist mit den 17 Millionen neuen Kunden für westdeutsche Produkte? Wieviele Arbeitsplätze wurden dadurch wohl im Westen gesichert, wieviele geschaffen?
                            Wessen Konjunktur hat nach der Wende nur so gebrummt?
                            Kann man den realen Wert all der Immobilien und Grundstücke, die durch die Treuhand für einen Apfel und 'nem Ei an westdeutsche "Investoren" verscherbelt wurden überhaupt beziffern?

                            Was ist mit den billigen Arbeitskräften im Osten?
                            Was ist mit den hochqualifizierten Facharbeitern/Akademikern die den Osten verlassen haben, weil sie dort keine Arbeit finden und nun mit ihrem "Know How" die westdeutsche Wirtschaft stärken?

                            Würden einige Westdeutsche zwischen zwei Bierzeltbesuchen mal öfters ihren gesunden Menschenverstand benutzen, würden sie vielleicht merken, dass sie sich den "Soli" quasi selber zahlen, genau wie die Ostdeutschen auch.

                            Übrigens musste mein Bruder während seines Informatikstudiums in Sachsen kurz nach der Wende, einigen der ersten bayrischen Abiturienten dort Nachhilfe in Mathe geben, weil sie gemessen am DDR-Standart doch etwas hiterherhinkten. Soviel zum Thema "Klugheit"...

                            succo
                            Zuletzt geändert von succo; 17.08.2005, 23:04.
                            Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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                            • #15
                              Zitat von Cmdr. Ch`ReI
                              Ne, als Beleidigung würde ich das als Bayern nicht auffassen.
                              Zitat von Cmdr. Ch`ReI
                              Auch wenn es dir schwer verständlich ist, so wird auf den Wahlveranstaltungen in Bayern seit Jahrzehnten geredet (zumindest teilweise).
                              Nur ein Tipp: du bist nicht der einzige Mensch, der aus Bayern kommt. Es soll durchaus noch andere geben. Ich bin z.B. rein zufällig in Bayern geboren und habe bisher immer in Bayern gelebt. Ich bin sehr wohl der Meinung, dass eine Gleichsetzung der CSU mit Bayern eine Beleidigung für die Mehrheit der Bayern ist, die nicht die CSU gewählt haben.
                              Zitat von Cmdr. Ch`ReI
                              Nun, die Wahl können 20 % der Bevölkerung sehr wohl entscheiden.
                              Hat man ja 2002 gesehen.
                              Ob sie nun das recht dazu haben ist ne andere Frage.
                              Quatsch. Die Union hat bundesweit nicht genügend Stimmen erhalten und dabei besonders im Norden und im Osten schlecht abgeschnitten. Wenn die Union nicht genügend Unterstützung gewinnen kann, hat sie keine demokratische Mehrheit. Ganz einfach.
                              Zitat von Cmdr. Ch`ReI
                              Dankbarkeit dafür, das wir denen dort drüben endlos viel Geld (was ja grundsätzlich richtig so ist) rübergeschauffelt haben, das uns jetzt fehlt.
                              Der Grossteil der Kohle ging an westdeutsche Konzerne. Ein Grossteil der Steuersenkungen der letzten Jahren war zugunsten der Reichsten (mehrheitlich im Westen). Welches Geld fehlt denn? Es gibt heute pro Person deutlich mehr Geld, als vor 1990. Man sollte schon überlegen, wer die Kohle kassiert hat, also wie der vorhandene Reichtum verteilt ist. Aber wahrscheinlich bemerkst du nicht einmal, dass man deinen Lohn dauernd kürzt.
                              Resistance is fertile
                              Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
                              The only general I like is called strike

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