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CDU Kompetenzteam aufgestellt!

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  • CDU Kompetenzteam aufgestellt!

    Angela Merkel hat die Kandidaten nun genannt:


    Finanzen

    Der ehemalige Verfassungsrichter und Steuerexperte Paul Kirchhoff. Anstatt Friedrich Merz der ja von allen Ämter zurückgetreten ist.


    Innenpolitik

    Der bayrische Innenminister Günther Beckstein.


    Ost-Koordination

    Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus.


    Außen - und Verteidigungspolitik

    Wolfgang Schäuble.


    Wirtschaft - und Arbeit


    Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller.


    Das sind die wichtigsten Funktionen.



    Aber


    Festlegungen auf künftige Ministerien sind damit noch nicht getroffen - schließlich hängt die Postenverteilung vom Wahlergebnis ab. Althaus hatte in der Vergangenheit wiederholt erklärt, er sehe seinen Platz weiter in Thüringen, Müller hatte entsprechende Fragen nach einem Wechsel nach Berlin stets offen gelassen. Doch dürften sich einige Mitglieder des Teams bei einem Wahlsieg auch am Kabinettstisch wiederfinden - so die niedersächsische Sozial-, Gesundheits- und Frauenministerin Ursula van der Leyen.

    Die Vorstellung des Kompetenzteams sollte eigentlich Merkel allein überlassen sein. Doch auch da hatte sich Stoiber vorgedrängt und Namen genannt: den stellvertretenden Unions-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Schäuble, der für Außen- und Sicherheitspolitik zuständig sein wird, und den bayerischen Innenminister Günther Beckstein für innere Sicherheit. Das hatte für Unmut gesorgt.


    Mit der Vorstellung des Teams soll endlich ein Bild der Geschlossenheit transportiert werden. Auch Edmund Stoiber, der Quertreiber, soll bei der Vorstellung dabei sein. Für Spekulationen hatte zuletzt das beredte Schweigen vieler westdeutscher CDU-Ministerpräsidenten in den letzten Tagen gesorgt, die Merkel im Fernduell mit München mit Ausnahme von Niedersachsens Christian Wulff nicht gerade hilfreich zur Seite gesprungen waren.
    Quelle:Spiegel


    Stoiber wird sich wohl das Amt als Superminister abschminken müssen. Er hat sich bis jetzt auch nicht festgelegt ob er nach Berlin kommen will. In den Personalfragen ist er Merkel wieder mal zuvorgekommen obwohl es nicht seine Aufgabe ist. Irgendwie versucht er ihr das Leben richtig schwer zu machen.

    Mir jedenfalls sind die meisten der genannten Politiker völlig unsymphatisch. Und ob sie kompetenter sind sei mal so dahingestellt.

  • #2
    Bin ich eigentlich der einzige, der diesen Namen - Kompetenzteam - völlig affig findet?

    Ich kann da eigentlich nicht viel über die Leute sagen. Ich weiß nur, dass ich mich auf ein Innenministerium unter Herrn Beckstein sicher nicht freue und Frau Schavan als Bildungsministerin ist dann der "Dolchstoß" für anständige Bildungspolitik in Deutschland. Andererseits sollte ich mich als Baden-Württemberger wohl freuen, wenn wir sie hier endlich nach Berlin wegloben können.
    Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
    Makes perfect sense.

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    • #3
      Zitat von Harmakhis
      Bin ich eigentlich der einzige, der diesen Namen - Kompetenzteam - völlig affig findet?
      Nicht wirklich. Ich wollte zuerst "Kasperletheater" schreiben.

      Ich kann da eigentlich nicht viel über die Leute sagen. Ich weiß nur, dass ich mich auf ein Innenministerium unter Herrn Beckstein sicher nicht freue und Frau Schavan als Bildungsministerin ist dann der "Dolchstoß" für anständige Bildungspolitik in Deutschland. Andererseits sollte ich mich als Baden-Württemberger wohl freuen, wenn wir sie hier endlich nach Berlin wegloben können.
      Ist die Frau Schavan wirklich so schlimm? Weiß nicht so viel über sie.

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      • #4
        Zitat von Skymarshall
        Ist die Frau Schavan wirklich so schlimm? Weiß nicht so viel über sie.
        Naja, ich kann nur so über sie urteilen, was sie in BaWü mit unserem Schulsystem gemacht hat und wie sich immer dazu geäußert hat. Ich war der erste Jahrgang der von diesem neuen System "gesegnet" worden ist und ich finde die Reform gelinde gesagt scheiße... IMO ein Schritt in die völlig falsche Richtung, um grundlegende Probleme wie Gelder- und Lehrermangel zu kaschieren.
        Insofern glaube ich nicht, dass die Frau "kompetent" genug für ein Kompetenzteam ist...
        Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
        Makes perfect sense.

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        • #5
          Zitat von Skymarshall
          Ist die Frau Schavan wirklich so schlimm? Weiß nicht so viel über sie.
          Ich auch nicht. Würde mich auch interessieren.
          EDIT: Danke ich habs gesehen
          Aber was wurde den genau so falsch gemacht, von der? Soweit ich mich erinnern kann ist Baden-Würtemberg doch bei Pisa garnichtmal so schlecht, oder? Lehrermangel usw. hat jeder, auch wir in Bayern, und ändern tun die da nie was, weils teuer is. Schlechter als unsere Ex-Kultusministerin Hohlmeier wird sie schon sein.

          Und, naja mit Beckstein wird es (wenn es denn dazu kommt) auch auszuhalten sein. Bei einer großen Koalition (die ich für am wahscheinlichsten halte) wird Schilly garantiert Innenminister bleiben (wenn er will). Die beiden haben mehr oder weniger die gleichen Anscihten, nur ist Schilly für seine Überzeugungen halt in der falschen Koalition. Ähnliches könnte auch Beckstein blühen, wenn sich die FDP später mal querstellt. Mit der wäre noch weniger zu machen als mit der SPD.
          Aber gut, noch ist ned soweit, ingesamt ist aber mein "höchster Vorgesetzter" besser als sein Ruf auserhalb der Landesgrenzen.

          Wolfgang Schäuble halt ich ebenfalls für sehr kompetent, der Rest ist austauschbar.
          Hängt auch verdammt viel von der Koalition dann ab, so dass sich Merkel kaum wird festlegen können, wenn sie haben will. Natürlich spielt auch mit rein, das sich Stoiber nicht entscheiden will (aus seiner Sicht taktisch verständlich, aber förderlich für den Wahlkampf ist das sicher nicht) und keiner weis wie es um Friedrich Merz steht.
          Merkel hat mit ihren Kompetenzteam (der Name stört mich jetzt ned, findet erstmal wasd besseres) kaum konkreter werden können.

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          • #6
            Na die guten PISA-Wertungen hatten wir in BaWü schon vor der Reform, die ja erst seit dem Schuljahr 2003/2004 gilt. Generell wird in BaWü ja der G12-Zug verbindlich eingefügt und die Leistungs- und Grundkurse zugunsten von Profil- und Neigungsfächer abgeschafft. Mathe und Deutsch sind dabei 4-stündig Pflicht, dann eine Fremdsprache, sowie ein naturwissenschaftliches und ein geisteswissenschaftliches Fach (bis hier alle vierstündig) und Sport (min. 2-stündig) sind Pflicht. Ist alles sehr kompliziert geworden, weil man noch eine mindest Stundenanzahl braucht usw.
            Das generelle Problem ist aber, dass durch die Auflösung von Leistungs- und Grundkursen schlechte und gute Schüler wahllos zusammengeworfen werden, besonders in Deutsch, Mathe und Englisch und damit ein ordentlicher Unterricht, der den Bedürfnissen der Schüler gerecht wird, gänzlich unmöglich wird. Ich habe live erleben dürfen, wie die Guten durch die Schlechten ausgebremst worden sind, die Schlechten den Guten nie folgen konnten und dann letztlich die Lehrer unbezahlte Überstunden machen mussten, um in Extrastunden die Schlechten soweit an die Guten heranzuholen, dass sie nicht durchfallen.
            Und das kann es IMO halt nicht sein. Eine Wahl des "Schwierigkeitgrades" eines Faches nach Vorliebe und Können des Schülers hat IMO sehr viel Sinn gemacht, vor allem da so auch eine bessere Vorspezialisierung für das spätere Berufs- und Studienleben möglich war. Inzwischen hat man in der Oberstufe eigentlich jedes Fach und sehr viel mehr zu tun (ich hatte z.B. je nach Halbjahr entweder 33 oder 36 Wochenstunden, meine Kumpels aus der vorherigen Abitursklasse hatten um die 26 Wochenstunden).

            Und ich persönlich finde halt nicht, dass die Oberstufe noch Allgemeinbildung (so die offizielle Begründung) vermitteln soll. Dazu ist Grundschule bis Mittelstufe da. Was man bis Klasse 11 nicht geschafft hat, schafft man in 12 und 13 auch nicht mehr. Die Oberstufe soll prinzipiell aufs Studium vorbereiten und dazu gehört halt auch die Spezialisierung auf Fächer, die dem gewünschten Studienfach entsprechen und die Möglichkeit Fächern aus dem Weg zu gehen, wo man sicher schlecht abschneidet und was einem dann die Zulassungschancen versaut (mir geht das mit Mathe so).
            Außerdem kann man bei dem Stoff der einem in der Oberstufe (außer Deutsch vielleicht) vermittelt wird, kaum noch von Allgemeinbildung sprechen. Besonders was ich in Mathe, Erdkunde und Physik gelernt habe geht IMO über ganz normale Allgemeinbildung hinaus und war schon sehr speziell.
            Des Weiteren wurden dann (nicht generell, aber in Stuttgart sehr häufig) außerschulische Aktivitäten meistens ersatzlos gestrichen (wie Studien- und Bildungsfahrten), sowie sonstige Weiterbildungsmöglichkeiten müssen auf eigene Kappe der Lehrer ablaufen (wie in Erdkunde z.B. die Besuche von Vorträgen, Museen, u.ä.). Die Lehrer müssen mit ihrem eigenen Geld und ihrer Freizeit für die Lücken des Lehrplans aufkommen, da die Lehrpläne inzwischen immer mehr wieder zu reinen Büffelstunden führen.
            Die einzigen Ausnahmen bilden die zwingenden Referate (vier pro Oberstufenjahr) und die erweiterte mündliche Prüfung im Abitur (ebenfalls ein vorbereitetes Referat), sowie die zukünftige Einführung von "Pool-Stunden", die die Lehrer etwas freier vom Lehrplanen verwenden werden dürfen. Das waren IMO ganz gescheite Änderungen, der Rest geht IMO nur auf Kosten der Bildung.

            Ganz zu schweigen von der Arbeitszeiterhöhung der Lehrer bei gleichzeitiger Kürzung des Weihnachts- und Urlaubgeldes, was noch mehr zu einer Mehrbelastung der Lehrer und damit Senkung der Unterrichtsqualität beiträgt.

            Und mir ging es an meiner Schule noch gut, da mir mit einem neuen Rektor und dessen Beziehungen etwas mehr Mittel an der Schule hatten und durch Glück in das Gesamtschulenprogramm der Bundesregierung aufgenommen worden sind und somit jetzt Geldmittel haben, um zumindest die Ausstattung und das Gebäude an die Bedürfnisse der Schüler anzupassen.

            Generell läuft im Bildungssystem ja viel falsch, vor allem bei der Mitbestimmung der Schulen und Schüler an der Gestaltung des Schulalltages. Hier haben einerseits die Landes- und Bundesbehörden, aber auch die Lehrer und Eltern zu viel Einfluß im Vergleich zu den Schülern. Ich saß zwei Jahre im Schulrat und Elternbeirat und habe dort die Schülerschaft als stellvertretender Schülersprecher vertreten und es ist immer wieder erschreckend gewesen, was sich Lehrer aber vor allem Eltern alles im angeblichen Namen ihrer Kinder anmaßen. Anstatt auf die Idee zu kommen, die Betroffenen direkt zu fragen...
            Hier müsste man IMO auch weitreichende Reformen durchführen und eine gewisse "Demokratisierung" des Schulwesens durchführen. Unserer Schule hat zumindest eine äußerst aggressive SMV und Schülerzeitung nur gut getan, sowie die ganzen Arbeitsgemeinschaften, die größtenteils auf Schülerinitiativen gegründet worden sind und die Schule erst zu einem ertragbaren Ort gemacht haben.
            Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
            Makes perfect sense.

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            • #7
              Zitat von Skymarshall
              Nicht wirklich. Ich wollte zuerst "Kasperletheater" schreiben.
              Das ist zuviel Arbeit. Ich hätte einfach ein In- vornedran gesetzt

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              • #8
                Zitat von Cmdr. Ch`ReI
                Aber was wurde den genau so falsch gemacht, von der? Soweit ich mich erinnern kann ist Baden-Würtemberg doch bei Pisa garnichtmal so schlecht, oder?
                Was überhaupt nichts aussagt. Die Ländervergleiche sind absoluter Unfug. Die Stadtstaaten schneiden am schlechtesten ab. Warum wohl? Als Stadtstaaten haben sie den höchsten Prozentsatz an Schülern aus sozialen Brennpunkten. NRW wird durch das Ruhrgebiet runtergezogen. Ich bin mir recht sicher wenn ich mal den Landesdurchschnitt Baden Württemberg mit eventuellen Einzelergebnissen in Mannheim vergleiche wird sich eine ziemliche Diskrepanz auftun.

                Aber gut, noch ist ned soweit, ingesamt ist aber mein "höchster Vorgesetzter" besser als sein Ruf auserhalb der Landesgrenzen.
                Ja sicher. Das hab ich mehrere Jahre in Würzburg gesehen, wo jeden Samstag am Hauptbahnhof alles, was eine etwas dunklere Hautfarbe hatte oder männlich war und lange Haare hatte, gefilzt wurde und zwar nicht selten recht gründlich: Hände an die Wand und Beine breit... Ganz zu schweigen vom Verhalten gegenüber Demonstranten oder auch nur Teilnehmern politischer Gegenveranstaltungen zu Veranstaltungen wie der Münchener Sicherheitskonferenz.

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                • #9
                  @ Harmakhis
                  Ja, danke wirklich mal interessant zu lesen wie es bei euch so läuft.
                  Mit einem "G-12-Zug" seit ihr ja nicht mal so schlecht dran, da haben wir hier mit unserem "G-8" seit neusten was ganz dolles...
                  Ich muss gleich sagen, ich war nie auf nem Gymnasium und bin nur zur (allerdings sehr guten) Mittleren Reife gekommen. Da blieb mir viel erspart.
                  Jedenfalls fehlt mir deswegen auch ein wenig das Hintergrundwissen zu Gymnasien.
                  Aber ich kann deine Klagen schon sehrgut nachvollziehen. „Schwächere“ haben uns in der Realschule auch des öfteren aufgehalten. Freilich ist es da relativ unwichtig.
                  Im Gymnasium aber halt schon. Bei uns hier gibt es so was jedenfalls nicht, soweit mir bekannt ist darf man immer noch „wählen“, allerdings mit ein paar Regeln.
                  36 Wochenstunden ist schon recht happig für nen Schüler, hatte mal 34, das lang wirklich. Jetzt wer so was für mich schon doll, darf jetzt 42 volle Stunden Arbeiten.
                  Was ihr da noch so gelernt hab in der Oberstufe weis ich ned, insofern dürfte es schon stimmen, Allgemeinbildung ist das kaum mehr. Denk aber auch dran, das so was früher total normal war. Würde ich jetzt mein Abitur nachholen müsste ich das auf der „FOS“ ähnlich machen. Zwei Jahre alle Fächer, und dann nur Fachabitur...
                  Das man kaum mal „nach drausen“ sieht sondern sich mehr oder weniger an den Lehrplan klammert kenn ich auch noch sehr gut. Gezahlt haben wir das dann aber doch noch selber, obwohl bei uns Lehrer nicht gerade arm sind. (im Vergleich zu meinem Gehalt jetzt). Von Arbeitszeiterhöhungen können in Bayern nicht nur Lehrer ein Liedchen singen...

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                  • #10
                    Ach übrigens... mir fällt gerade auf - mit G12 meine ich natürlich G8. Ich hab das irrtümlich auf die gesamte Schulzeit bezogen, aber die Zahl drückt ja nur die Zahl der Klasse in der weiterführenden Schule aus. Jedenfalls ab... diesem Schuljahr, wenn ich mich nicht irre, ist das Abitur in der 12. Klasse und nicht erst 13. Klasse.
                    Dafür fällt dann sozusagen die 11. Klasse raus. Wie sinnvoll das in Hinsicht auf PISA und sowieso die Bildung allgemein ist, sei mal dahingestellt. Ich halte nichts davon dem Drängen des Arbeitsmarktes nach immer früheren Arbeitsbeginn zum gunsten einer lascheren (Vor-)Ausbildung nachzugeben.

                    Ehrlich gesagt glaube ich kaum, dass es bei der Bewerbung einen Unterschied macht ob ich 26 oder 27 bin. Das Wissensdefizit, durch das fehlende Schuljahr, hingegen kann sich im Studium oder der Ausbildung durchaus empfindlich bemerkbar machen.
                    Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                    Makes perfect sense.

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                    • #11
                      Zitat von Hamarkhis
                      Ach übrigens... mir fällt gerade auf - mit G12 meine ich natürlich G8.
                      Ja, das kam mir etwas spanisch vor „G-12“ wäre doch etwas lang. Ihr kriegt das also auch? Naja, viel Spaß dabei.

                      Zitat von Hamarkhis
                      Wie sinnvoll das in Hinsicht auf PISA und sowieso die Bildung allgemein ist, sei mal dahingestellt. Ich halte nichts davon dem Drängen des Arbeitsmarktes nach immer früheren Arbeitsbeginn zum gunsten einer lascheren (Vor-)Ausbildung nachzugeben.
                      Sinnvoll ist das G-8 bildungstechnisch wohl kaum. Ein paar Vorteile gibt es zwar, aber die Nachteile überwiegen doch sehr stark. Wird halt gemacht weil’s weniger kosten soll.
                      Dem Drängen des Arbeitsmarktes würde ich da auch nicht nachgeben wollen. Es macht da null unterschied ob man 12 oder 13 Klassen macht. Wohl aber ob man mit ner drei oder ner vier im Zeugnis rauskommt. Dann heißt nämlich sehr schnell wieder Schotten dicht für diese viel zu schlechten Bewerber...

                      Zitat von Hamarkhis
                      Ehrlich gesagt glaube ich kaum, dass es bei der Bewerbung einen Unterschied macht ob ich 26 oder 27 bin. Das Wissensdefizit, durch das fehlende Schuljahr, hingegen kann sich im Studium oder der Ausbildung durchaus empfindlich bemerkbar machen.
                      Ne, das macht wirklich keinen Unterschied. Da wiegt das Wissensdefizit viel stärker, da hast du vollkommen recht.
                      Das Niveau auf diese Weise anzuheben ist wahrlich nicht die beste Idee. Gegen Entrümpelung der Lehrpläne hab ich ja nichts, aber deswegen braucht noch kein Schuljahr wegfallen.
                      Besonders auch die etwas kleineren Kinder werden da schon in der 5. Klasse hart rangenommen. Im Vergleich dazu ist die Grundschule (wo man IMO noch mehr reinpacken könnte) ein schlechter Witz. Wenn ich mir da die Probleme von ein paar Kumpels vor Augen führe die sie schon mit einem G-9-System in der 5. gehabt haben...
                      (und dumm oder faul sind die nicht unbedingt) Das is echt hart und verdammt stressig. Auch für die Eltern. Für jemanden der auf dem Land lebt kommen da noch ganz andere Probleme auf. Mit den schlechten Busverbindungen ist Nachmittagsunterricht in der 5. Klasse überhaupt nicht witzig.
                      Naja, ich kann eigentlich nur sagen: Ich bin sehr froh das ich aus dem ganzen draußen bin, obwohl ich mich über meine Schulzeit kaum beklagen kann. Wenn ich mir ansehe was jetzt in meiner alten schule los ist, seit sie die Sechsstufige Realschule eingeführt haben...

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                      • #12
                        Dieses "Kompetenzteam" ist ein billiger Versuch die Widersprüche innerhalb der Union zu übertünchen - und von Stoibers/Oettingers/Schönbohms Beleidigungen abzulenken. Es gibt z.B. kaum Gemeinsamkeiten zwischen z.B. Kirchhof und Müller. Kirchhof ist ein neoliberaler Fanatiker (abgesehen von reaktionären Ansichten zur Familienpolitik), während Müller behauptet den alten Sozialstaat erhalten zu wollen. Kirchhof ist übrigens gegen die Mehrwertsteuererhöhung aus dem Wahlprogramm (so viel zur Ehrlichkeit). Weiterer deutlicher Widerspruch: Schäuble droht z.B. dem Iran mit Krieg (und betätigt sich als Schosshund des Kriegsverbrechers Bush), während die Parteispitze offiziell gegen Krieg ist.
                        Resistance is fertile
                        Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
                        The only general I like is called strike

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                        • #13
                          Dass Frau Schavan als kompetent für die Bildung gelten soll, finde ich auch eine absolute Lachplatte, da kann ich Harmakhis nur beipflichten. Was hat die Frau denn bisher geleistet? Unter ihrer Führung hat Baden-Württemberg einige Plätze im Deutschen Rankung verloren (von 2 auf 4 oder so) und was noch schlimmer ist, Baden-Württemberg war das einzige Bundesland, das seine Punktezahl zwischen der 1. und der 2. Pisastudie so gut wie gar nicht hat steigern können und die soll nun ins Kompetenzteam für eine mögliche Unionsregierung? Nein danke, ich glaub ich muss k*****...
                          Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                          endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
                          Klickt für Bananen!
                          Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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                          • #14
                            Also zur Pisa-Studie habe ich ja was im anderen Thread gesagt. Möchte mich nicht nochmal wiederholen.

                            Und das Abitur ab Klasse 12 kann eigentlich nur ein Vorteil sein. Für die Wirtschaft und die Schüler. Auch wenn das eine Jahr fehlt. Es sei denn man verteilt den Stoff noch auf die 2 anderen Jahre. Es gibt ja auch verkürzbare Ausbildungen. Dann müssen sich die Schüler eben anstrengen. Vielleicht so ne Art 12 A und B Abitur.

                            Auch sollten Langzeitstudenten gründlich zur Kasse gebeten wären. Es kann nicht sein das die sich ihr halbes Leben an Uni´s rumtreiben und nicht wissen was sie machen wollen oder keinen Bock zum arbeiten haben.

                            @Max: Das sind in der Tat viele Widersprüche.

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                            • #15
                              Zitat von Skymarshall
                              Und das Abitur ab Klasse 12 kann eigentlich nur ein Vorteil sein. Für die Wirtschaft und die Schüler. Auch wenn das eine Jahr fehlt. Es sei denn man verteilt den Stoff noch auf die 2 anderen Jahre. Es gibt ja auch verkürzbare Ausbildungen. Dann müssen sich die Schüler eben anstrengen. Vielleicht so ne Art 12 A und B Abitur.
                              Was für einschneidende Vorteile hat denn ein Abitur ein Jahr früher? Gar keins. Das macht absolut nichts und ist reiner Aktionismus.
                              Der aber deutlich gesteigerte Lernstress, fehlender Stoff und fehlende Unterrichtsergänzungen aufgrund der knapperen Zeit machen sich aber bei der Bildung der Schüler sicher bemerkbar und können durchaus sehr nachteilig für Schüler, wie für die Wirtschaft sein, weil man den Leuten dann in der Ausbildung oder Studium wieder mehr beibringen muss.

                              Erklär mir mal einer wofür dieses "so schnell wie möglich in den Beruf" gut sein soll. Das geht alles nur auf Kosten der (Aus-)Bildung, der Qualifikation und damit der Qualität der von den Leuten geschaffenen Werten.
                              Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                              Makes perfect sense.

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