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Der TV-Dreikampf m. Fischer, Westerwelle & Lafontaine - wer war besser ?

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  • Der TV-Dreikampf m. Fischer, Westerwelle & Lafontaine - wer war besser ?

    Hallo Leute,

    nachdem es einen Thread über "Das TV-Duell" über Schrödi und Merkli gab
    frage ich euch - wer war besser von den 3en ? Davon eine Umfrage wäre interesant

    Ich fand Lafontaine am besten !

    Und ihr ?

    Es gibt übrigens eine Wiederholung :
    Wiederholung : 17.30 Uhr auf PHOENIX !
    Berlin Mitte spezial, politische Talkshow mit Maybrit Illner

    Der TV-Dreikampf mit "Joseph" Joschka Fischer, Guido Westerwelle und Oskar Lafontaine
    Es grüßt euch

    Dominion
    Schwule dürfen weder Blut noch Organe Spenden http://www.schwulst.de/content/SchwuleBlutspende
    Liebe ist ein Menschenrecht - Niemand sollte anderen DAS verwehren! :)[/CENTER]

  • #2
    werds mir heute aufnehmen. danach geb ich dir bescheid
    Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
    Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
    Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

    Kommentar


    • #3
      Ich habs gerade an.

      Ich muss sagen, dass ich zwischen Fischer und Westerwelle (totale Überraschung) schwanke. Beide können mit guten Sachargumenten glänzen, wobei Westerwelle höflicher ist, Fischer hingegen teilweise recht spitz, teilweise frech seine klientelbezogene Politik angreift.
      Lafontaine ist in meinen Augen nur noch sehr blass, er kann weder mit irgendwelchen Sachargumenten noch mit Rhetorik überzeugen. Ganz negativ fällt mir auf, dass er seine Aussagen sehr allgemein hält, sich scheinbar nicht vorbereitet hat. Da war Fischer deutlich besser, er hat sogar seinen Besuch in einer "geretteten Privatklinik" "in den neuen Bundesländern" erwähnt (Pritzwalker KMG Klinik).
      können wir nicht?

      macht nix! wir tun einfach so als ob!

      Kommentar


      • #4
        Wenn die drei zusammen auftreten, ist immer noch der am überzeugendsten, der auch alleine am überzeugendsten ist und das ist

        Guido Westerwelle

        Er hat klar die besten Argumente und war rhetorisch wie auch von der Argumentationsstruktur mal wieder perfekt.

        Die anderen beiden haben es ihm auch sehr leicht gemacht, - da man klar gemerkt hat, dass sie noch nicht in der Realität von 2005 angekommen sind.
        Außerdem haben sie sich in einen Kleinkrieg gegeneinander aufgerieben, was Westerwelle perfekt zu nutzen wußte.

        Kommentar


        • #5
          Mir kamen die Herrschaften alle sehr gereizt und aggressiv vor. Auch Herr Fischer.

          Rhetorisch tun sich alle nichts. Und das Westerwelle gut argumentiert ist mir neu. Er tut doch immer so als wenn er Politik für die gesamte Bevölkerung macht. Schon wenn er "Der Bürger zu Hause" gesagt hat, da hat sich bei mir der Magen umgedreht. Er ist ein schleimiger Heuchler und mehr nicht.

          Lafontaine spricht schon eher aus der Sicht der meisten Bürger. Doch reitet er ein wenig auf der Angstwelle und verspricht das blaue vom Himmel. Das ist illusionär und realitätsfremd. Weil "die Linke" keine Ideen hat wie diese Wunschträume umgesetzt werden sollen.

          Fischer hat die Politik der Regierung verteidigt und eigentlich nicht viel neues gesagt.


          Ingesamt würde ich für Fischer stimmen weil er für mich die größte Authenzität hat. Selbst nach der Visa Sache. Die anderen beiden machen auf mich einen zu heuchlerischen und hinterhältigen Eindruck.

          Kommentar


          • #6
            Westerwelle ist für mich eine Schande...
            Er ist einfach ein schleimi...

            Ich distanzire mich voll und ganz von ihn...

            Fischer hat ja mit Dreck geschmissen als ihm nicht s merh einfiel was er sagen könnte, da hat er Lafontaine dann nur noch Agresiv mit Dreck beschmissen...

            Zumal wird Fischer eh immer Agresiv... Und er wird sehr schnell Agresiv...

            Lafontaine war gut... Aber er war mir zu Zahm. Kritisch ! Wirkloch kritisch aber zu ZAhm...,

            habe vorhin das geschaut

            vor ORT
            Sa, 10.09.05, 14.15 - 15.45 Uhr
            Wahl '05

            VOR ORT

            Potsdam:
            Wahlkampfveranstaltung der Linkspartei mit den Spitzenkandidaten Gregor Gysi (Linkspartei.PDS) und Oskar Lafontaine (Linkspartei)
            ,

            da war Laonontaine in seinen Element...

            Also für mich hatte Laofontaine wirklich am besten abgeschnitten....

            Es grüßt

            Dominion
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            • #7
              Ich habe den Dreikampf leider nicht gesehen, aber einige von euch sind unverständlicher Weise über das teilweise aggressive Auftreten unseres Aussenministers überrascht;

              Was mich zu dem Schluß bringt, dass viele von euch nicht mit Joschkas Vergangenheit vertraut sind;

              der Mann war ein Steineschmeisser, bevor er sich der Politik als seriöser Mann zu gewendet hat.

              Von daher ist er auf jeden Fall nicht so ein geleckter "Pseudo" Politiker, wie andere im Bundestag...

              Ich find Joschka klasse!!!
              Ich bin Aragorn, Arathorns Sohn, und ich will mein Leben daran setzen, euch zu retten
              Ich kann auch ohne Alkohol nicht lustig sein, echt jetzt !!!

              Kommentar


              • #8
                Zitat von Dominion
                Westerwelle ist für mich eine Schande...
                Er ist einfach ein schleimi...

                Ich distanzire mich voll und ganz von ihn...

                Fischer hat ja mit Dreck geschmissen als ihm nicht s merh einfiel was er sagen könnte, da hat er Lafontaine dann nur noch Agresiv mit Dreck beschmissen...

                Zumal wird Fischer eh immer Agresiv... Und er wird sehr schnell Agresiv...
                Und was ist mit Lafontaine?
                Lafontaine lümmert sich einen Dreck um die uns Büger, der Einzige Grund für seine "Rückkehr" in die Politik sind doch seine Rachegelüste gegen Schröder, wollt Ihr solch einem Mensche eure Stimme geben?

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                • #9
                  Hallöchen

                  Ich persöhnlich halte ja nichts von Joseph Fischer...

                  "Unser Steineschmeißer" und "unser Weiße Turnschuhe träger" und ganz wichtig unser "Kriegsgegener" hat seine Ideale in den Müll geschmissen, den er fühlt sich in seiner jetzigen Rolle mehr als gut...

                  Genauso ist es mit unseren Otto Schily, der hat früher im Prozess in Stammheim die RAF verteten als Anwalt....

                  Joseph Fischer & Otto Schily sind veräter die ihre Fahne in den Wind hängen...

                  Unser Kanzler Schödi unser Joseph Fischer und Lafontaine haben zugestimmt und unterschrieben bei keinen Völkerrechtswiedrigen Krieg mit zu mischen und..... als es soweit war..... also der Jugoslawien Krieg begann ist Lafontaine gegangen den er wollte nicht bei einen Völkerrechtswiedrigen Krieg mit mischen...

                  Aber unserer "Kriegsgegener" Joseph Fischer und unser aller (noch?) Kanzler Schröder machten weiter mit ihren Völkerrechtswiedrigen Krieg...

                  Zitat :
                  "Verbot des Angriffskrieges" (Art. 26 des Grundgesetzes) und Gewaltverbot des Völkerrechts (Art. 2 der UN-Charta) – beide Konsequenzen aus dem zweiten "Weltkrieg" – werden von der rot-grünen Bundesregierung sowie von der Mehrheit (außer der PDS) des Bundestages vulgär geschichtsvergessen ignoriert, und die Bundeswehr fliegt mit am Bombardement auf Städte und Zivilbevölkerung in Yugoslawien.
                  quelle : hier

                  Dabei sollte und darf vom Deutschen Boden nie wieder Krieg ausgehen !

                  Unser Ausenminister und Schrödi sind dafür das Deutschland am Hinukusch verteidigt wird...
                  Usw... Usw.....

                  Beim Irak Krieg war Schrödi ja offiziel zumindest gegen den Krieg, aber er hat hinterherum am Krieg mitgemacht und auch wieder das Völkerrecht gebrochen,wie auch in diesen Artikel Bestätigt wird...
                  auzug aus JUNGE WELT Artikel :

                  10.09.2005

                  Inland
                  Frank Brendle

                  Völkerrecht gebrochen

                  Bundesverwaltungsgericht verurteilt Unterstützung der Bundesregierung des Irak-Krieges als rechtswidrig

                  Die Bundesregierung hat mit der Unterstützung des Irak-Krieges das Völkerrecht verletzt. Entsprechende Vorwürfe aus der Friedensbewegung sind nun vom Bundesverwaltungsgericht ausdrücklich bestätigt worden. Die Leipziger Richter legten in dieser Woche die schriftliche Begründung zu einem bereits im Juni ergangenen Urteil vor. Darin werden hinsichtlich des Krieges und der deutschen Unterstützungsleistungen »gravierende rechtliche Bedenken« geäußert.


                  Zweigleisig gefahren

                  Vor knapp drei Jahren, mitten im letzten Bundestagswahlkampf, hatte sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) öffentlich gegen den Kriegskurs der USA gestellt und eine deutsche Beteiligung am Irak-Krieg ausgeschlossen. »Für Abenteuer stehen wir nicht zur Verfügung«, erklärte Schröder. Tatsächlich ist die Bundesregierung zweigleisig gefahren: Auf diplomatischem Parkett agierte sie gegen die Kriegsvorbereitungen der USA und Großbritanniens, in der Sache gewährte sie uneingeschränkte Unterstützung, ausgenommen die direkte Entsendung eigener Soldaten. Die USA erhielten ungehinderte Überflugs- und Transitrechte im Bundesgebiet bzw. dem deutschen Luftraum; Kriegsgerät und Mannschaften wurden in Deutschland umgeladen und in Richtung Kriegsschauplatz weitertransportiert. US-Truppen trainierten auf dem Übungsplatz in Grafenwöhr den Einsatz im Irak. Damit die Kriegsvorbereitungen reibungslos vonstatten gehen konnten, bezogen 7000 Bundeswehrsoldaten Wachposten vor amerikanischen Kasernen. In Kuwait standen Spürpanzer des Typs »Fuchs« der »Koalition der Willigen« zur Verfügung. Schließlich flogen deutsche Besatzungsmitglieder weiterhin an Bord der AWACS-Aufklärungsflugzeuge der NATO mit, die von der Türkei aus den irakischen Luftraum ausspähten.

                  Die Friedensbewegung sah in diesen Maßnahmen einen Verstoß gegen Völkerrecht und Grundgesetz. In einem Aufruf an Soldaten der Bundeswehr wurden diese aufgefordert, »sich allen Befehlen zu widersetzen, deren Umsetzung der Vorbereitung oder Führung eines Krieges gegen den Irak dienen«. Ein Major, der genau dies tat, wurde wegen Ungehorsams degradiert und zog dagegen vors Bundesverwaltungsgericht. Dieses hat jetzt die Position der Friedensbewegung bestätigt. An der Entscheidung war unter anderem auch Richter Dieter Deisenroth beteiligt, der als Vorstandsmitglied der »Juristen und Juristinnen gegen atomare, biologische und chemische Waffen« schon Ende 2002 in einem Gutachten erklärt hatte, völkerrechtswidrig handle »nicht nur der Aggressor, sondern auch derjenige Staat, der einem Aggressor hilft«.

                  Im Urteil ist ausdrücklich festgehalten, daß es für den Irak-Krieg keine völkerrechtliche Grundlage gegeben hat. In bezug auf die Bundesrepublik weisen die Richter die Behauptung zurück, Deutschland sei ein neutraler Staat gewesen – ein solcher hätte nämlich die völkerrechtliche Verpflichtung, »jede Verletzung seiner Neutralität, wenn nötig mit Gewalt, zurückzuweisen«. Die Bundesregierung habe aber mit ihren Unterstützungsleistungen geradezu den Zweck verfolgt, »das militärische Vorgehen der USA und des UK zu erleichtern oder gar zu fördern«, schreiben die Richter.

                  Das von der Bundesregierung bemühte Argument, Deutschland sei nur seinen Verpflichtungen als NATO-Mitglied nachgekommen, läßt das Gericht nicht gelten. Es gebe keine Verpflichtung, »entgegen der UN-Charta und dem geltenden Völkerrecht völkerrechtswidrige Handlungen von NATO-Partnern zu unterstützen«.Während sich offizielle Stellen mit Kommentaren zu dem Urteil zurückhalten, stößt es bei Friedensgruppen auf große Resonanz. Ralf Siemens von der Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär sieht das Bemühen der SPD, sich auch in diesem Wahlkampf als »Friedenspartei« aufzuführen, durch das Urteil konterkariert. Die Friedensbewegung habe einen Anstoß erhalten, das Augenmerk nicht nur auf die USA zu richten, sondern »das Agieren der Bundeswehr verstärkt zu beobachten«.


                  Schallende Ohrfeige

                  Damit, daß beim nächsten völkerrechtswidrigen Krieg Soldaten in Massen rebellieren und sich auf den jetzt geschaffenen Präzedenzfall berufen, ist allerdings nicht zu rechnen. Das Urteil beschränkt die Straffreiheit soldatischen Ungehorsams auf das Vorliegen einer Gewissensentscheidung bzw. eines Verstoßes gegen das Völkerrecht. So wie auch heute noch jeder Kriegsdienstverweigerer erst anerkannt wird, wenn er eine ausführliche »Gewissensbegründung« vorgelegt hat, so – und noch viel strenger – müssen auch Berufssoldaten ihren Vorgesetzten bzw. im Streitfall den Gerichten ihre Gewissensnöte darlegen. Die Zahl derjenigen Soldaten, die das Ideal des Bundesverwaltungsgerichts vom »mitdenkenden Gehorsam« erfüllen, ist ohnehin verschwindend gering. Diejenigen Bundeswehrsoldaten, die noch Landesverteidigung an der Elbe statt am Hindukusch gelernt haben, sind in den vergangenen 15 Jahren durch eine neue Generation verdrängt worden, die »einsatznah« ausgebildet wurde.

                  Das Urteil ist nicht nur für die Bundesregierung eine schallende Ohrfeige, sondern auch für den Generalbundesanwalt. Dieser hatte im März 2003 eine Strafanzeige der PDS gegen den Bundeskanzler »wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Angriffskrieges« nicht angenommen. Es liege fern, hatte er damals geschrieben, »bloße Duldungs- oder Unterlassungshandlungen unter dem Begriff der Kriegsbeteiligung zu subsumieren«. Nachdem nun ein Bundesgericht das Verhalten der Bundesregierung klipp und klar als Beihilfe zum Völkerrechtsbruch deklariert hat, darf man gespannt sein, mit welcher Begründung der Generalbundesanwalt die nächsten Anzeigen gegen führende Politiker zurückweisen wird.


                  Das Fallbeispiel: Bundeswehrmajor Florian Pfaff

                  Die Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts bezieht sich auf den Fall eines Bundeswehrmajors, der seinen Vorgesetzten unmittelbar nach Beginn des Krieges gegen den Irak mitgeteilt hatte, er halte den Krieg für völkerrechtswidrig und werde keine Befehle befolgen, die eine Unterstützung des Krieges darstellen. Der damals 46jährige Florian Pfaff war mit der Entwicklung einer Software beschäftigt, mit der in der Bundeswehr künftig der gesamte Materialbereich gemanagt werden soll. Der Major, der der kritischen Soldatenvereinigung Darmstädter Signal angehört, erklärte gegenüber der DFG-VK-Zeitschrift ZivilCourage: »Wenn ich dieses Projekt weiter betreut hätte, wäre ich an absolut allem beteiligt gewesen, auch an der Bewachung der US-Kasernen oder den AWACS-Einsätzen. Damit wäre ich indirekt am Krieg beteiligt gewesen.«

                  Weil sein Kommandeur ihm keine anderweitige Tätigkeit zuweisen wollte, verweigerte Pfaff den weiteren Dienst. Er berief sich dabei auf das Soldatengesetz, demzufolge Befehle, die sich gegen das Völkerrecht richten, nicht ausgeführt werden dürfen.

                  Später wurde gegen den Major ein Disziplinarverfahren wegen Ungehorsams eingeleitet. Ein Truppendienstgericht degradierte ihn im Februar 2004 zum Hauptmann. Der Militärrichter behauptete, daß Pfaffs Tätigkeit in keiner Weise eine Unterstützung des US-Krieges darstelle. Außerdem leide die Funktionsfähigkeit der Armee, wenn die »Bereitschaft zum Gehorsam« fehle.

                  Gegen dieses Urteil legte Pfaff Berufung ein – genauso wie der Wehrdisziplinaranwalt, der dem unbequemen Offizier vorwarf, »gegen soldatische Kernpflichten« verstoßen zu haben, und seine »Entfernung aus dem Dienstverhältnis« forderte.

                  Der zweite Wehrdienstsenat des Bundesverwaltungsgerichtes gab Pfaff nun in vollem Umfang Recht. Die Richter betonten, die Pflicht eines Soldaten zum Gehorsam ende dort, wo sein Gewissen die Ausführung eines Befehls verbiete. Auch Befehle, die sich gegen die Menschenwürde oder das Völkerrecht richteten, bräuchten nicht befolgt zu werden.


                  Dokumentiert: »Beihilfe zu einem völkerrechtlichen Delikt ist selbst ein völkerrechtliches Delikt«

                  * Die wichtigsten Ausführungen des Bundesverwaltungsgerichts zum völkerrechtswidrigen Charakter des Irak-Krieges und seiner Unterstützung durch die Bundesregierung:


                  Gegen den am 20. März 2003 von den USA und vom Vereinigten Königreich (UK) begonnenen Krieg gegen den Irak bestanden und bestehen gravierende rechtliche Bedenken im Hinblick auf das Gewaltverbot der UN-Charta und das sonstige geltende Völkerrecht. Für den Krieg konnten sich die Regierungen der USA und des UK weder auf sie ermächtigende Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates noch auf das in Art. 51 UN-Charta gewährleistete Selbstverteidigungsrecht stützen (...)

                  Rechtlich unverbindlich ist (...) ein Befehl, dessen Erteilung oder Ausführung als Handlung zu qualifizieren ist, die geeignet ist und in der Absicht vorgenommen wird, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören (...)

                  Ein Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot kann nicht ohne weiteres deshalb verneint werden, weil die Regierung der Bundesrepublik Deutschland öffentlich wiederholt zum Ausdruck gebracht hatte, »daß sich deutsche Soldaten an Kampfhandlungen nicht beteiligen werden.« Die Unterstützung einer völkerrechtswidrigen Militäraktion kann nicht nur durch ein Tun oder (...) durch Unterlassen begangen werden. Eine Beihilfe zu einem völkerrechtlichen Delikt ist selbst ein völkerrechtliches Delikt.

                  Der neutrale Staat ist völkerrechtlich gehalten, jede Verletzung seiner Neutralität, wenn nötig mit Gewalt, zurückzuweisen (...) Streitkräfte einer Konfliktpartei, die sich auf dem Gebiet des »neutralen Staates« befinden, sind daran zu hindern, an den Kampfhandlungen teilzunehmen (...)

                  Weder der NATO-Vertrag, das NATO-Truppenstatut noch andere NATO-Abkommen sehen eine Verpflichtung der Bundesrepublik Deutschland vor, entgegen der UN-Charta und dem geltenden Völkerrecht völkerrechtswidrige Handlungen von NATO-Partnern zu unterstützen. Was gegen die UN-Charta verstößt, kann und darf die NATO nicht beschließen und durchführen. (...)

                  Es bestehen gegen mehrere (...) festgestellte Unterstützungsleistungen der Bundesrepublik Deutschland zugunsten der USA und des UK im Zusammenhang mit dem (...) Krieg gegen den Irak gravierende völkerrechtliche Bedenken. Dies gilt jedenfalls für die Gewährung von Überflugrechten für Militärluftfahrzeuge der USA und des UK, die im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg über das Bundesgebiet hinweg in das Kriegsgebiet in der Golfregion flogen oder von dort zurückkamen. Ebenfalls gilt dies für die Zulassung der Entsendung von Truppen, des Transports von Waffen und militärischen Versorgungsgütern von deutschem Boden aus in das Kriegsgebiet sowie für alle Unternehmungen, die dazu führen konnten, daß das Staatsgebiet Deutschlands als Ausgangspunkt oder »Drehscheibe« für gegen den Irak gerichtete militärische Operationen diente. Denn objektiver Sinn und Zweck dieser Maßnahmen war es, das militärische Vorgehen der USA und des UK zu erleichtern oder gar zu fördern. Wegen dieser Zielrichtung bestehen gegen das diesbezügliche Verhalten der Bundesregierung im Hinblick auf das völkerrechtliche Gewaltverbot und die angeführten Bestimmungen des V. Haager Abkommens gravierende völkerrechtliche Bedenken. (...)

                  * Das Urteil im Wortlaut unter: www.bundesverwaltungsgericht.de
                  Das alleine sind gründe die für mich gegen Jospeh Fischer und natürlich gegen Schröder zu sein, aber auch gegen Merkel, den die hat bevor der Irak Krieg begann den USA mitgeteilt das wenn sie an der Macht gewesen wäre in dem Krieg mitgemischt hätte...

                  Tja...

                  Aber das ist halt meine Meinung...

                  Es grüßt jedenfalls

                  Dominion
                  Zuletzt geändert von Dominion; 10.09.2005, 20:01.
                  Schwule dürfen weder Blut noch Organe Spenden http://www.schwulst.de/content/SchwuleBlutspende
                  Liebe ist ein Menschenrecht - Niemand sollte anderen DAS verwehren! :)[/CENTER]

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                  • #10
                    Ich dachte immer der Lafontaine wäre gegangen (geflohen wohl eher), als im das Finanzministerium um die Ohren flog? Naja, jedem seine edle Legende.

                    Und was diesen Artikel angeht: Ich halte es für äußerst bedenklich, die Handlungen der Bundesregierung als Unterstützung des US-Einsatzes auszulegen. Was wurde denn gemacht?
                    1. Die USA haben Stützpunkte auf deutschem Boden und den Luftraum genutzt. Diese Möglichkeiten standen ihnen auch lange vorher schon offen. Es handelt sich also nicht um eine explizite Unterstützung des Irakkrieges.
                    2. Die Bewachung der US-Liegenschaften. Schlicht und ergreifend eine Kernaufgabe der Bundeswehr, die Sicherheit verbündeter Streitkräfte auf deutschem Boden sicherzustellen. Darüber hinaus ebenfalls keine explizite Unterstützung.
                    3. Awacs Überwachung Türkei/USA. Da sowohl die USA als auch die Türkei Bündnispartner der BRD sind, verstehe ich auch hier nicht, wo das illegal sein soll.
                    4. Fuchs Spürpanzer. Diese waren wegen Endouring Freedom in Kuweit, nicht wegen des Irakkrieges.

                    Es bleibt also festzustellen, dass die BRD die USA nicht unterstützt hat, sie aber auch nicht behindert. Dies ist allerdings das gute Recht eines neutralen Staates.
                    Will man der Argumentation dieses Artikels folgen, hätten sofort jegliche Kontakte zwischen der BRD und den USA abgebrochen werden, alle Beziehungen eingestellt werden müssen, nur um zu verhindern, dass die BRD Völerrechtswidrig handelt.
                    können wir nicht?

                    macht nix! wir tun einfach so als ob!

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von blueflash
                      Es bleibt also festzustellen, dass die BRD die USA nicht unterstützt hat, sie aber auch nicht behindert. Dies ist allerdings das gute Recht eines neutralen Staates.
                      Will man der Argumentation dieses Artikels folgen, hätten sofort jegliche Kontakte zwischen der BRD und den USA abgebrochen werden, alle Beziehungen eingestellt werden müssen, nur um zu verhindern, dass die BRD Völerrechtswidrig handelt.
                      Ganz so radikal zwar nicht, aber hätte man den Artikel so ausgelegt, wie er IMO ursprünglich gedacht gewesen war - die Amis dachten damals bloß nie, dass er gegen sie verwendet werden könnte - dann hätten sich keine deutschen Streitkräfte direkt oder indirekt an den Kampfhandlungen beteiligen dürfen. Damit ist die Bewachung von US Stützpunkten weiterhin legal, der AWACS Einsatz, ebenso wie die Überflugrechte aber IMNSHO aber nicht.

                      Letztlich aber geal, da dies nur ein Ärgernis für die Amis, aber kein Hindernis gewesen wäre.
                      Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                      Makes perfect sense.

                      Kommentar


                      • #12
                        Bin gerade mittendrin. Muss sagen, Lafontaine und Westerwelle haben sich bisher am besten hervorgetan. Lafontaine durch 2-3 gute Kernaussagen, Westerwelle sogar etwas mehr, weil er noch objektiver an die Sache rangeht. Von Fischer bin ich enttäuscht. Er hat von den dreien meine meiste Sympathie, aber er ist zu aggressiv anstatt mit Argumenten zu antworten. Stattdessen "bellt" er nur.

                        Meine "Hitlist" sieht nach 54 Min. so aus:

                        1. Westerwelle
                        2. Lafontain
                        3. Fischer
                        Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
                        Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
                        Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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                        • #13
                          Ich habe zwar den Dreikampf nicht gesehen, doch ich bin von anderen Interviews mal einfach davon überzeugt, dass Dr. Westerwelle die beste Figur gemacht hat. Seine Aussagen sind handfest, in meinen Augen durchdacht und ich habe bei ihm nicht das Gefühl, dass er sich den politischen Kleinkriegen hingibt. Was er bisher sagte und was ich gesehen habe, fand ich durchaus klug und richtig und auf mich macht der Mann einen durchaus kompetenten Eindruck.

                          Lafontaine ist für mich absolut keine Alternative. Seine Rückkehr in die Politik und vorallem der Weg, wie er gegangen wurde, finde ich doch äußerst fraglich. Und allein dadurch finde ich seine ganze Person irgendwie fraglich. Das Vorgehen wirkt für mich, als wolle er mit Ach und Krach wieder eine Rolle spielen und seinen persönlichen Rachefeldzug gegen Schrödi führen.

                          Dieser Mann sollte in meinen Augen keine aktive Rolle mehr in der Politik spielen dürfen.

                          Dominion, darf ich fragen, aus welchem Bundesland du kommst?
                          Punkt.

                          Kommentar


                          • #14
                            Für Windsor's Ohren und Augen gedacht:

                            Lafontaine hat damals gesagt, dass die dt. Einheit nicht so einfach von Statten gehen kann und das uns das so einiges kostet, dass wir das langsamer angehen sollten. Keiner wollte das hören. Aber er hatte Recht!

                            Er und die anderen WASGler sind immer ihren sozialen Grundsätzen treu geblieben, der Rest der SPD leider nicht.
                            Immer sich selbst treu geblieben und gründeten nun, weil's nicht mehr anders ging, eine eigene Partei, beruhend immernoch auf den gleichen Grundsätzen, die für echte Sozialität steht.
                            Und dafür werden Lafontaine und Co. nun beschuldigt, sie haben Verrat begangen und würden nur davon laufen.

                            Windsor, kommt Dir das nicht selbst ein wenig propagandistisch vor und mußt Du das direkt glauben, wenn CDU, FDP, SPD,etc. sowie (meine Beobachtung: hauptsächlich die öffentlich rechtlichen) TV-Sender das so proklammieren?
                            Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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                            • #15
                              Zitat von Windsor
                              Dominion, darf ich fragen, aus welchem Bundesland du kommst?
                              Ich bin ein Hesse... (Westdeutschland)
                              aber ich mag die Ostdeutschen sehr !
                              Ich verstehe gar nicht wieso auf denen immer herumgehackt wird...
                              Schwule dürfen weder Blut noch Organe Spenden http://www.schwulst.de/content/SchwuleBlutspende
                              Liebe ist ein Menschenrecht - Niemand sollte anderen DAS verwehren! :)[/CENTER]

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