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Umfragen: Beeinflussung oder repräsentativ?

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  • Umfragen: Beeinflussung oder repräsentativ?

    Viele kennen wohl die "Umfragen" des Industriellen-Lobbyistenverbands "Initiative Soziale Marktwirtschaft", deren Antwortmöglichkeit nur die Antwort zulassen, die die Autoren später veröffentlichen wollen.

    Aber die "Forschungsgruppe Wahlen" scheint da nicht sehr viel besser zu sein, wenn man folgenden Artikel liest:
    Endlich repräsentativ!
    Resistance is fertile
    Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
    The only general I like is called strike

  • #2
    Also Umfragen beeinflussen ganz klar die Meinungen. Darin wird deutlich, dass die Medien die vierte Macht im Staat sind. Dass diese nicht repräsentativ sind, sah man ja ganz deutlich bei den Bundestagswahlen 2005. Zudem sind viele Menschen von irgendwelchen Anrufen genervt - nehmen diese nicht immer ernst, was zusätzlich gegen den repräsentativen Charakter schlägt.

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    • #3
      Zitat von max
      Viele kennen wohl die "Umfragen" des Industriellen-Lobbyistenverbands "Initiative Soziale Marktwirtschaft", deren Antwortmöglichkeit nur die Antwort zulassen, die die Autoren später veröffentlichen wollen.

      Aber die "Forschungsgruppe Wahlen" scheint da nicht sehr viel besser zu sein, wenn man folgenden Artikel liest:
      Endlich repräsentativ!
      Netter Artikel - erinnert mich an ein paar verkorkste Internetumfrage, die ich mitgemacht habe.

      Generell ist bei Umfragen ein Problem, dass die Antworten zu ungenau sind oder die Fragen zu breit gefächert. Es ist schon passiert, dass es nur positive oder negative ++, +, --, - gab. Ein "keine Meinung" usw. gab es nicht. Es ist aber auch schon passiert, dass die Frage zu viel unter einen Hut nimmt z.B. bei "Perspektive Deutschland". Da gibt es eine Frage ob man für mehr Eigenverantwortung ist. Gleichzeitig wird aber in die Frage gepackt, ob die sozialen Unterschiede viel größer sein sollte als heute.
      Da diese Zusammenfassung praktisch unbrauchbar für mich ist, muss ich die Frage mit "Nichts davon" beantworten.
      Die Fragen werden wegen der Auswertbarkeit sehr strikt gestellt. Aber ein bis zwei "neutrale" Optionen, wäre hilfreich.

      Umfragen können aber denke ich generell von jedem missbraucht werden. Kommt halt auch drauf an wen man frägt. Wenn die IG Metall nur Mitglieder frägt, ist das denke ich genauso wenig represativ wie wenn nur CDU-Mitglieder befragt werden.

      Zur genauen Frage: Beeinflussung oder representativ. Representativ finde ich erst ab 5% Befragte, der entsprechenden Zielgruppe. Beeinflussung - klar gibt es. Fragen werden so gestellt das es auf bestimmte Produkte usw. hinausläuft.
      Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
      Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
      Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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      • #4
        Ich halte auch nicht viel von Meinungsumfragen dieser Art. Besonders inhaltsleer finde ich die Umfragen über die Einschätzung der Arbeit von Spitzenpolitikern. Inhaltsleer deshalb, weil die Bewertung von Politikern nicht auf Grundlage messbarer Größen erfolgt (und auch nicht erfolgen kann), sondern lediglich auf Basis von charismatischer Ausstrahlung und Sympathie.
        Ebenfalls ungeeignet sind solche Meinungsumfragen für die Einschätzung komplexer Sachverhalte (Irakkrieg, soziale Gerechtigkeit usw.). Zwei oder drei Antwortkategorien (ja/gut, nein/schlecht und weiß nicht) sind einfach zu wenig, um wirklich die Gedanken eines Befragten zu messen. Ganz davon abgesehen, erfordert die Bewertung eines bestimmten Sachverhaltes eine gewisse Bedenkzeit - Zeit, die bei telephonischen Umfragen dieser Art nicht zur Verfügung steht.
        Mein Profil bei Last-FM:
        http://www.last.fm/user/LARG0/

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