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Integration "neu", aber wie?

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  • #31
    Zitat von matrix089
    Arbeitslosigkeit kann wirklich alle treffen. Aber ich denke diese Leute werden nicht auf der faulen Haut sitzen und sich schnell einen anderen Job suchen.
    Aber was für ein Start in die dt. Staatsbürgerschaft ist das, wenn man als Arbeitsloser startet? Da ist es nicht zu viel verlangt, dass die Leute sich Jobs suchen. Sollte ein Gehalt nicht ausreichen, muss man eben einen zusätzlichen Nebenjob annehmen. Ich habe das schon so gemacht, meine Eltern auch... Dazu gehört natürlich dann auch, dass die Frau auch arbeitet (und nicht zu Hause eingesperrt wird).
    Theoretisch ja. Aber wenn ich an die Arbeitslosenzahlen denke, frage ich mich wirklich wie gut da die Chancen stehen eine Arbeit zu finden. Klar, man sagt leicht mal das man Arbeit findet wenn man nur möchte. Allerdings haben es Personen um die es geht schwerer: eben Ausländer und haben meistens eine niedrige Qualifikation. Und wenns hoch kommt auch noch in einem "schlechten" Alter, sprich über 40 oder so.
    Und selbst wenn sie dann ne Arbeit haben, was für ne Bezahlung? Wenn ich da an die Pakistani (oder Inder) bei uns denke die bei jedem Wind und Wetter irgendwo auf der Strasse stehen und verkaufen... Dann bei der Miete bzw Suche nach einer Whg die Probleme (hohe Preise weil ihnen ja nichts andere übrig bleibt, oder gegen Vorurteile ankämpfen müssen), kann denke ich schon ziemlich ein Teufelskreis sein.

    Zitat von matrix089
    Ich weis nicht wo du das herausgelesen hast, aber von mir kann es nicht sein. Wenn die Leute die dt. Staatsbürgerschaft erhalten haben, sind sie wie Deutsche zu behandeln. Sie haben nicht mehr Druck als Du oder ich.
    Den Druck wie Du in siehst existiert nur in den 3 Jahren "Probezeit" bis zur Einbürgerung.
    Stimmt, da habe ich bei dir etwas schlampig gelesen (allerdings die 2, 3 anderen waren definitiv so). Insofern liest sich das grossteils nicht so schlecht. Ich schreibe deswegen grossteils, weil hier wieder die Realität ins Spiel kommt: ließe sich das überhaupt (noch) umsetzen?
    Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
    Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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    • #32
      Solltest du mal auswandern, dann wünsche ich dir, dass du solche Gesetze, wie von dir vorgeschlagen, nicht befolgen musst.
      Wieso? Was ist daran bitte überzogen? Das sind die absoluten Grundlagen.

      Wenn ich nur Arbeiten will, kann ich das ja entsprechend ohne Einbürgerung in den meisten Staaten mit Greencard.

      Wenn ich die Staatsbürgerschaft eines anderen Landes übernehme, muss ich zwangsläufig alles oben genannte erfüllen, weil ich sonst produktiv an der Gesellschaft nicht teilnehmen kann.

      Was nutzt mir die US Staatsbürgerschaft wenn ich kein Wort Englisch spreche? Warum sollte ich zur Wahl gehen wenn ich weder meine Grundrechte kenne noch das Wesen des Staates verstehe?

      Ich habe mich auch der herrschenden Kultur zu unterwerfen. Wenn ich jetzt nach Saudi Arabien zöge und dort genauso lebe wie hier, mach ich mir sicher keine Freunde. Wenn mir die Kultur partout nicht gefällt, warum will ich dann Staatsbürger werden?

      Ich finde das absolut nicht überzogen.
      Eine Erinnerung ihres Atlantisbeauftragten:
      Antiker,Galaxie,Hive

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      • #33
        Ja ja, ich wiederhole mich.

        Aber eine Staatsbürgerschaft ist keine Integration und in diesem Topic wurde nach Integrationsvorschlägen gefragt, oder?

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        • #34
          Zitat von tsuribito
          Wer sich nicht daran halten will, wird nicht eingebürgert. Wer später dagegen verstösst, wird notfalls staatenlos abgeschoben.

          Weiterhin sollten gewisse unter Migranten verbreitete Sprachen vollständig für den Vertrags und Geschäftsverkehr illegalisiert werden.
          Deine Vorschläge sehe ich nur als Grundlage das noch weniger zu repektieren was du forderst! Warum sollte ich mich als Ausländer dann anstrengen wenn ich sowieso zu jeder Zeit meine Staatsbürgerschaft wieder aberkannt bekomme?

          Und Menschen zu Verbrechern zu machen weil sie eine andere SPRACHE benutzen ist ja überhaupt toll. Ich hole auch meinen Kollegen wenn jemand aus dem ehemaligen YU kommt, schlicht und einfach weils dann einfacher geht. Und selbst wenn es verpflichtende Kurse gäbe, gestehe ich Älteren Menschen zu, dass sie mit Fremdsprachen einfach Probleme haben (aber das sie zumindest was können sollten sehe ich schon ein). Sofern es aber um Verträge usw geht, muss das ja e ohnehin (oder?) in dt sein.
          Da könnte man genauso rückwirkend einen Schwarzen alle Rechte entziehen, weil er halt doch nicht die richtige Farbe hat...

          Und bei allen Forderungen nach Kenntnisse über Verfassung etc traue ich mich zu wetten, dass, gesetzten Fall es würde umgesetzt werden, sich die Neo-Eingebürgerten besser auskennen würden als so mancher Einheimische.
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          • #35
            Zitat von Eye-Q
            Und Menschen zu Verbrechern zu machen weil sie eine andere SPRACHE benutzen ist ja überhaupt toll.
            Das ist natürlich vollkommener Quatsch. Jeder kann sich in der Sprache unterhalten, die er am besten beherrscht und die er für angemessen hält. Das hat ja auch nichts mit dem Erfordernis des Erlernens der Sprache des Landes zu tun, in dem man leben will - denn die Sprache wird schlicht und ergreifend jeden Tag benutzt werden müssen, wenn man sich unter der einheimischen Bevölkerung bewegen will.

            Und Verträge nur in deutscher Sprache - dann können wir wirklich die Bordsteine hochklappen und dichtmachen. Das gab es wohl zum letzten mal im Zeitalter des Merkantilismus, da war Export und Außenhandel ja sowieso nicht durch Verträge, sondern riesige Schutzzölle geprägt. Wenn wir dann alle Verträge stur in deutscher Sprache abschließen, waren wir die längste Zeit Exportweltmeister. Außerdem gibt's da noch sowas wie Vertragsfreiheit etc., etc., etc... Das ist sicher kein Vorschlag, der integrierend wirkt, sondern bestenfalls erdrückend.

            Zitat von Eye-Q
            Und bei allen Forderungen nach Kenntnisse über Verfassung etc traue ich mich zu wetten, dass, gesetzten Fall es würde umgesetzt werden, sich die Neo-Eingebürgerten besser auskennen würden als so mancher Einheimische.
            Definitiv, leider. Dann sollte man sich aber mal fragen, was in der Schule falsch gemacht wird, denn eigentlich werden ja nur Fragen zum Grundaufbau von Staat und Gesellschaft gestellt. Wissen ist Macht, und das sollte jeder haben - immerhin gehen auch Alteingesessene wählen und sollten wissen, was sie damit bewirken, und um was sich die einzelnen Themen drehen.
            Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
            -Peter Ustinov

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            • #36
              Zu deinem ersten Teil musst du nicht mich anfahren, sondern tsuribito.
              Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
              Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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              • #37
                Zitat von Eye-Q
                Zu deinem ersten Teil musst du nicht mich anfahren, sondern tsuribito.
                So war's auch gemeint, das Zitat kam der Einfachheit halber von Dir. Anfahren wollte ich sowieso keinen.
                Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
                -Peter Ustinov

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                • #38
                  Bevor man sich über die Techniken den Kopf zerbricht, sollte man vielleicht überlegen, wer sich denn überhaupt integrieren lassen will.

                  Da geb ich mal zwei Beispiele vor, eines kennt man aus dem Fernsehen:

                  1. Familie Reimann, die vor zwei Jahren von Schenefeld nach Texas auswanderten.
                  Amerika ist schon immer das Land ihrer Träume gewesen und trotz mangelhafter Englishkenntnisse haben sie hochmotiviert in den USA mal eben nebenbei ein annehmbares English gelernt. Mit absoluter Begesiterung haben sie ihre Umwelt imitiert und sich auf diese Art und Weise integriert und eingegliedert.

                  2. Ich, ich bin ohne jede Ahnung in die Schweiz gegagen, weil mein Mann Schweizer ist. Ich hab mich nie mit diesem Land auseinandergesetzt. Es war für mich immer nur ein Wwort im Atlas und Haupstadt ist Bern. Ich hab bevor ich meinen Mann kennenlernte nie auch nur einen Gedanken an das Land verschwendet. Die einzige Motivation für mich in die Schweiz zu gehen, ist mein Mann. Ich kann mich mit nichts hier identifizieren, ich verspüre kein Verlangen danach in irgendeiner Form Schweizer zu werden. Nächstes Jahr kann ich den Schweizer Paß haben, wenn ich möchte. Aber warum? Ich bin keine Schweizerin und ich wills auch nicht werden. Ich lebe hier nur. Ich integriere mich also nicht und werde meinen Mann einpacken und mit nehmen. Ist fraglich, ob er sich in Deutschland integrieren kann. Wenn nicht, dann müssesn wir uns ein Land suchen, daß uns beide brennend interessiert und wir uns als Heimat vorstellen können.

                  Nun behaupte ich mal frech, man kann nur Menschen integrieren, die das auch wirklich wollen. Und diese integrieren sich von selber.
                  Der Wirtschaftsflüchtling wird sich nicht integrieren, weil seine Motivation nicht das Gastland ist, sondern seine eigene Not.
                  Der Familiennachzug wird sich nicht integrieren, weil er nur da hingeht, wo sein Partner/Familie auch hingeht, ohne Identifikation mit dem Gastland.

                  Was einem so einfällt, wenn man wegen Wäschewaschen erst um 5 Uhr morgens ins Bett kommt...

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                  • #39
                    Zitat von tsuribito
                    Ich habe mich auch der herrschenden Kultur zu unterwerfen.
                    Wobei mir der Begriff "unterwerfen" nicht gefällt. Anpassen finde ich da angebrachter. Sklaven mussten sich früher unterwerfen...

                    Wenn ich jetzt nach Saudi Arabien zöge und dort genauso lebe wie hier, mach ich mir sicher keine Freunde. Wenn mir die Kultur partout nicht gefällt, warum will ich dann Staatsbürger werden?

                    Ich finde das absolut nicht überzogen.
                    In der Hinsicht und einigen anderen Punkten gebe ich dir Recht.

                    Nur wie Sandswind schon sagte sind Verträge nur in Deutsch bei Globalisierung gar nicht möglich.

                    Natürlich sollten die Ausländer beim deutschen Arbeitgeber Deutsch sprechen. Machen sie ja meistens auch. Müssen sie sogar um sich zu verständigen.

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                    • #40
                      Zitat von tsuribito
                      Die Vorraussetzungen für die Staatsbürgerschaft sollten sein:

                      Beherrschen der Deutschen Sprache in Schrift und Wort.
                      Anerkennung und vor allem Kenntnis der Verfassung
                      Einordnung unter die Kultur und Sitten der Bevölkerung

                      Natürlich mittels Test zu überprüfen.

                      Wer sich nicht daran halten will, wird nicht eingebürgert. Wer später dagegen verstösst, wird notfalls staatenlos abgeschoben.

                      Weiterhin sollten gewisse unter Migranten verbreitete Sprachen vollständig für den Vertrags und Geschäftsverkehr illegalisiert werden.
                      Ich muss tsurbito vollinhaltlich zustimmen. Einwanderer, die sich nicht an unsere Gesetze halten bzw. halten wollen, haben hier nichts zu suchen.

                      EnterpriseE

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                      • #41
                        Oke, es kamen einige mehr oder weniger gute Vorschläge.
                        Wie soll man das aber mit der Anzahl der Bewerber handhaben? Die Formalien kann man ja theoretisch schnell und leicht umsetzen. Aber ich vermute, dass es (streng) limitiert werden soll, oder?
                        Denn auch wenn man davon ausgeht, dass sich jene die die Staatsbürgerschaft wollen auch daran halten und vieles/alles dafür tun, wird es einen Unterschied machen ob es nur ein paar Tausend pro Jahr gibt, oder (um es überspitzt auszudrücken) Hunderttausende (auch wenn sich alle an alles halten würden)?!
                        Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
                        Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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                        • #42
                          Zitat von Eye-Q
                          Die Formalien kann man ja theoretisch schnell und leicht umsetzen.
                          Naja, wenn man wirklich so eine Art Schulungsjahr(e) durchführen wollte, würde das natürlich entsprechend dauern. Dann kommt noch der übliche Amtsschimmel dazu, der da galoppiert...

                          Zitat von Eye-Q
                          Wie soll man das aber mit der Anzahl der Bewerber handhaben? Aber ich vermute, dass es (streng) limitiert werden soll, oder?
                          Aus meiner Sicht nicht, die Staatsbürgerschaft ist ja keine Greencard. Ich denke, eine mit einer Schulung verbundene Einbürgerung könnte zwar eine gewisse Abschreckungswirkung haben (die ich nicht beabsichtige), aber ansonsten regelt das schlicht und ergreifend der Bedarf, die Möglichkeit und das Interesse: Wer eine gewisse Zeit hier gelebt hat und sich entsprechend hat schulen lassen, kann die Staatsbürgerschaft erlangen. Das reicht als "Hürde" (was es ja faktisch darstellt) vollkommen aus, da braucht es keine mengenmäßigen Limitierungen, denn es soll ja lediglich gewährleistet werden, daß die Neubürger sich auskennen und wissen, was auf sie zukommt.
                          Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
                          -Peter Ustinov

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                          • #43
                            Sandswind,

                            soll die Teilnahme an den Schulungen ausreichen, für den Erwerb der Staatsbürgerschaft, oder sollten die Schulungen mit einem Test abgeschlossen werden?

                            Ansonsten stimme ich dir zu.

                            EnterpriseE

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                            • #44
                              Das betrifft "normale" Ausländer, aber was ist zB mit Wirtschaftsfllüchtlingengen die ja immer zahlreicher werden?
                              Ich denke nicht, dass das ne abschreckende Wirkung hat...
                              Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
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                              • #45
                                Zitat von Eye-Q
                                Das betrifft "normale" Ausländer, aber was ist zB mit Wirtschaftsfllüchtlingengen die ja immer zahlreicher werden?
                                Ich denke nicht, dass das ne abschreckende Wirkung hat...
                                Das ist sehr abhängig vom Einzelfall und führt ja eher in die Diskussion um Asylbewerber, da wirtschaftliche Not oft nicht (bzw. nie...) als Asylgrund anerkannt wird. Asyl hat ja auch an sich nichts mit der Staatsbürgerschaft zu tun; in der Regel wünscht ein Asylbewerber ja Schutz vor Verfolgung.

                                @ EnterpriseE: Ich hatte das ein paar Posts weiter oben schonmal ausgeführt. Ich halte einen Test am Ende für sinnvoll, wenn er nicht als "Gesinnungstest" oder reiner "Stadt-Land-Fluß-Test", sondern als realistischer "Grundkurs" über Staat, Gesellschaft etc. ausgestaltet wird. Mindestens so wichtig ist auch ein Deutschtest, da die Sprache des aufnehmenden Landes die Grundovraussetzung für eine spätere Teilhabe am Gemeinwesen ist.
                                Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
                                -Peter Ustinov

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