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Beweis für Reichensteuer=Neidsteuer?

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  • Beweis für Reichensteuer=Neidsteuer?

    Zitat von gmx
    Zwei Drittel der Deutschen empfinden Neid auf andere

    Baierbrunn (dpa) - Zwei Drittel der Deutschen sind laut einer Umfrage neidisch auf andere. Doch mehr als jeder Zweite versucht, das Gefühl der Missgunst zu unterdrücken. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1978 Bundesbürgern, die die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der "Apotheken- Umschau" durchführte.

    Jeder Vierte, so fanden die Meinungsforscher heraus, vergleicht seine Lebenssituation häufig mit der anderer Menschen. Bei mehr als 40 Prozent richten sich die Neidgefühle gegen Freunde und Bekannte. Dagegen missgönnen nur zwölf Prozent Prominenten ihren luxuriösen Lebensstil.

    Mehr als ein Fünftel der Befragten ist der Meinung, im Vergleich mit anderen Menschen zu kurz gekommen zu sein. Bei jedem Zehnten entwickelt sich aus dem Neid die Wut über vermeintliche Ungerechtigkeiten. Gut vier Prozent gaben an, dass sie sich sogar schon zu einem Versuch hinreißen ließen, beneideten Mitmenschen zu schaden.

    Quelle: www.gmx.de
    Ich weis jetzt schon das wieder Argumente kommen werden wie z.B. 1978 Befragte sind nicht representativ oder GMX ist keine seriöse Quelle. Für mich bestätigt es aber das, was ich schon länger vermutet habe.

    Die Überschrift für dieses Thema habe ich bewusst kontrovers gewählt. Ich finde eine Zusatzsteuer für Privatpersonen die >= 250.000,- Euro im Jahr verdienen in Ordnung. Es könnte IMO sogar auf 100.000,- gesenkt werden. Eine solche Steuer für Personengesellschaften lehne ich aber ab, weil es nur den Mittelstand treffen würde.
    Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
    Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
    Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

  • #2
    Zitat von gmx.de
    Bei mehr als 40 Prozent richten sich die Neidgefühle gegen Freunde und Bekannte. Dagegen missgönnen nur zwölf Prozent Prominenten ihren luxuriösen Lebensstil.
    Was steht hier: 40% sind neidisch auf Leute, die wohl meist der gleichen Klasse angehören. 12% neiden "Prominenten" ihren Lebensstil, wobei "Prominent" auch keineswegs identisch mit "Reich" ist.

    Was hat also diese Umfrage mit der Reichensteuer zu tun?

    Oder soll ich jetzt behaupten, dass die Aussage "Ich finde eine Zusatzsteuer für Privatpersonen die >= 250.000,- Euro im Jahr verdienen in Ordnung. Es könnte IMO sogar auf 100.000,- gesenkt werden." auf Neid beruht?
    Resistance is fertile
    Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
    The only general I like is called strike

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    • #3
      Wie, was, wo? Nur 2/3 der Deutschen empfinden Neid auf andere?

      EnterpriseE

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      • #4
        Zitat von matrix089
        Ich weis jetzt schon das wieder Argumente kommen werden wie z.B. 1978 Befragte sind nicht representativ oder GMX ist keine seriöse Quelle. Für mich bestätigt es aber das, was ich schon länger vermutet habe.
        Gut, ich denke wirklich, daß das Ding nicht repräsentativ ist. Aber meiner Meinung nach hast Du recht - einige Deutsche scheinen wirklich sehr auf der Neidwelle zu reiten und "dem Nachbarn" den Wohlstand nicht gönnen zu können. Ich habe manchmal wirklich den Eindruck, daß bestimmte Anzeichen für Wohlstand prinzipiell erst mal mit Argwohn beäugt werden. Mag ja sein, daß das nur subjektives Empfinden ist, aber so eine Umfrage gibt zumindest mal einen Hinweis auf so eine Haltung. Schade eigentlich, denn nicht immer ist Wohlstand Zufall, sondern hart erarbeitet.

        Zitat von max
        Was hat also diese Umfrage mit der Reichensteuer zu tun?
        Naja, die Umfrage sicher nicht sonderlich viel. Wenn man diese Grundhaltung aber mal zugrundelegt, dürfe die Motivation bei einigen Bürgern für die "Reichesteuer" durchaus ein gewisser Neid sein. Das wird ja schon daraus ersichtlich, daß der Nutzen dieser Steuer sehr umstritten ist und gerade in der SPD bewußt als Mittel zur Besänftigung der Linken eingesetzt werden soll.
        Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
        -Peter Ustinov

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        • #5
          Zitat von max
          Was hat also diese Umfrage mit der Reichensteuer zu tun?
          Wie gesagt es sollte nur den Neid aufs Kapital symbolisieren, den ich in unserer Gesellschaft bemerke.

          Oder soll ich jetzt behaupten, dass die Aussage "Ich finde eine Zusatzsteuer für Privatpersonen die >= 250.000,- Euro im Jahr verdienen in Ordnung. Es könnte IMO sogar auf 100.000,- gesenkt werden." auf Neid beruht?
          Naja damit würdest du "Konsistenz" beweisen.

          Ich denke mir nur, das jemand der 100.000,- Euro im Jahr verdient es nicht so schlimm finden würde statt 42% - 45% Steuern zu bezahlen. Damit könnte er auch was fürs Land tun. Es darf bloß nicht sein, dass man mehr Steuern bezahlt, als man herausbekommt. Außerdem sollte dann das Gemecker aufhören von wegen "DIE REICHEN...". Die Reichen müssen auch doppelt so viel Steuern zahlen wie Andere.
          Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
          Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
          Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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          • #6
            Zitat von EnterpriseE
            Wie, was, wo? Nur 2/3 der Deutschen empfinden Neid auf andere?

            EnterpriseE
            Also mich hat es erschreckt das es soviele sind.

            Und zur "Analogie" mit der Reichensteuer: Das wird gerne als Gegenargument benutzt um soziale Ungerechtigkeiten zu verschleiern - die Leute wären doch nur neidisch. Das ist populistisches Gerede um von diesen Ungerechtigkeiten abzulenken welche faktisch vorhanden sind.

            Zitat von Matrix089
            Die Reichen müssen auch doppelt so viel Steuern zahlen wie Andere.
            Es ist eben an den Lohn gekoppelt. Aber zusätzlich werden die Wenigverdiener durch andere Steuern immer mehr belastet. Die Lebenhaltungskosten sind irgendwann für die Kleinen so nicht mehr tragbar.

            Deswegen sollen die Starken auch mehr zum Staat beitragen.

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            • #7
              Ich hätte auf mehr Neider getippt und frage mich auch gleichzeitig, ob Neid nicht auch ein gewisser Ansporn sein kann.
              Eine positive Motivation sozusagen, es auch so gut zu haben, wie der Beneidete.

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              • #8
                Zitat von Ezri Chaz
                Ich hätte auf mehr Neider getippt und frage mich auch gleichzeitig, ob Neid nicht auch ein gewisser Ansporn sein kann.
                Eine positive Motivation sozusagen, es auch so gut zu haben, wie der Beneidete.
                Der negative Effekt ist wohl die Verschuldung der Privathaushalte. 3/4 aller Haushalte sollen ja verschuldet sein.

                Viele machen das um mit anderen "mithalten" zu können und nicht um wirklich das nötigste zu finanzieren. Wenn ich sehe was bei uns im Schnitt für Autos rumfahren, dann kann ich das gut erkennen. Da reicht kein Kleinwagen, nein Mittelklasse und am besten von deutschen Herstellern.

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                • #9
                  Zitat von Skymarshall
                  Deswegen sollen die Starken auch mehr zum Staat beitragen.
                  Das ist sicher richtig so, damit dürfte an sich auch keiner ein Problem haben. Da die "Reichensteuer" aber wohl kaum was bringen wird, stellt sich schon die Frage nach dem Sinn einer solchen Abgabe. Wenn es nur um die Symbolwirkung geht, hat es für mich schon den Beigeschmack einer "Neidfrage".

                  Ich denke eher, man sollte Steuerschlupflöcher schließen und dafür sorgen, daß tatsächlich jeder angemessen der bestehenden Steuerpflicht nachkommt. Momentan gibt es im komplizierten Steuerrecht eher zu viele Möglichkeiten, sich arm zu rechnen. Je größer das Vermögen ist, desto breiter gestreut ist es in der Regel auch - und schon geht die große Verrechnung los. Da könnte man viel mehr rausholen und zu einer fairen Besteuerung auch größerer Vermögen kommen.
                  Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
                  -Peter Ustinov

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                  • #10
                    Eine ordentliche Reform des Steuersystems? *gg* das ist Utopie vom allerfeinsten ich glaub das versuchen einige Leute schon seit 40 Jahren, was rauskommt, ist immer eine Verschlimmerung des ganzen -.-

                    Anm.: soweit ich weiss, sind von ALLEN weltweit existierenden Steuergesetzen und Regelung dazu, ca 60% in deutscher Sprache verfasst... viel Spaß beim lesen ^.^
                    Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

                    Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

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                    • #11
                      Zitat von Suthriel
                      Eine ordentliche Reform des Steuersystems? *gg* das ist Utopie vom allerfeinsten ich glaub das versuchen einige Leute schon seit 40 Jahren, was rauskommt, ist immer eine Verschlimmerung des ganzen
                      Naja, seit 40 Jahren haben alle versucht, ihre Partikularinteressen reinzumogeln. Deshalb ist es ja so kompliziert: Ausnahme hier, Rückausnahme da, Abschreibungsmöglichkeiten sowieso. Wenn man mal eine ernsthafte Reform anstreben würde, müßte die natürlich in Richtung einer Vereinfachung gehen. Das hat bisher eben noch keiner versucht.

                      (Aber ich gebe es gerne zu: Realistisch ist das leider nicht. )
                      Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
                      -Peter Ustinov

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                      • #12
                        Zitat von Sandswind
                        Wenn man mal eine ernsthafte Reform anstreben würde, müßte die natürlich in Richtung einer Vereinfachung gehen. Das hat bisher eben noch keiner versucht.
                        Irre ich mich, oder hat nicht genau das der Herr Friedrich Merz vor den letzten Bundestagwahlen probiert? War das nicht seine Idee mit dem dreistuffigen Steuermodell? Ist natürlich gescheitert... was auch ganz klar ist. Die Leute mit Geld sind die Lobby und die Lobby wird sich nicht ins eigene Fleisch schneiden.

                        Zitat von matrix089
                        Ich denke mir nur, das jemand der 100.000,- Euro im Jahr verdient es nicht so schlimm finden würde statt 42% - 45% Steuern zu bezahlen.
                        Ähm, für den fiktiven Fall dass ich mal 100.000 im Jahr verdienen würde, kann ich dir Brief und Siegel darauf geben, dass es mich stören würde plötzlich 3000 Eure mehr abzudrücken. Ich meine mir wirds ja dann sicherlich auch nicht geschenkt.

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                        • #13
                          Zitat von matrix089
                          Wie gesagt es sollte nur den Neid aufs Kapital symbolisieren, den ich in unserer Gesellschaft bemerke.
                          Aber genau dies zeigt doch deine Umfrage gerade nicht! Dort steht, dass nur 12% "Prominenten" (wer immer das auch ist) ihren Lebensstandard neiden. Die Superreichen in der BRD sind im Gegenteil den meisten Leuten sogar recht unbekannt, also kaum "prominent". Eine grössere Gruppe (40%) ist auf Freunde und Bekannte neidisch - was aber meist dann Menschen aus der gleichen Klasse und meist sogar der gleichen Schicht sind. Also wie kommst du auf Neid?
                          Zitat von matrix089
                          Ich denke mir nur, das jemand der 100.000,- Euro im Jahr verdient es nicht so schlimm finden würde statt 42% - 45% Steuern zu bezahlen.
                          Abgesehen davon, dass diese Leute dies natürlich schlimm finden, ist 45% deutlich weniger, als der Steuersatz vor Schröders Steuersenkungen für die Reichen war.
                          Zitat von matrix089
                          Es darf bloß nicht sein, dass man mehr Steuern bezahlt, als man herausbekommt.
                          Das geht wohl kaum oder? Oder hast du dafür ein Beispiel?
                          Zitat von matrix089
                          Außerdem sollte dann das Gemecker aufhören von wegen "DIE REICHEN...". Die Reichen müssen auch doppelt so viel Steuern zahlen wie Andere.
                          Die Reichen zahlen im Vergleich zu Normalverdienern tatsächlich prozentuall sogar deutlich weniger Steuern, da sie weit mehr Möglichkeiten haben, ihr Einkommen für die Steuern klein zu rechnen. Die Belastung mit Abgaben und Steurn auf Einkommen aus Gewinn und Vermögen beträgt durchschnittlich nur ein Drittel der Belastung von Löhnen. Dazu kommt noch, dass der Anteil an den gezahlten Verbrauchssteuern im Vergleich zum Gesamteinkommen bei niedrigen Einkommen sehr viel höher ist, da diese einen viel grösseren Anteil ihres Einkommens verkonsumieren müssen. Kurz: der Staat wird heute grösstenteils von Menschen mit geringen und mittleren Einkommen finanziert, während die Reichen kaum zur Finanzierung beitragen, aber einen erheblichen Teil der Kosten verursachen (u.a. durch die Massenarbeitslosigkeit). Daran wird sich auch durch die "Reichensteuer" nichts ändern.

                          Sandswind hat schon recht: diese "Reichensteuer" ist eigentlich nur eine Verarsche, die dazu dient, dass die Regierung Merkel behaupten kann, dass sie nicht nur die Arbeiterklasse und Arme belastet, sondern auch Reiche.
                          Resistance is fertile
                          Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
                          The only general I like is called strike

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                          • #14
                            Die Reichen zahlen im Vergleich zu Normalverdienern tatsächlich prozentuall sogar deutlich weniger Steuern
                            Naja. Zu dieser Aussage wollen die Daten erstmal zurecht gebogen sein. Soweit mir bekannt zahlen die oberen 10% etwa 50% des gesamten Steueraufkommens, während es Millionen gibt, die gar keine Steuern zahlen. Da klafft IMO eine erhebliche Schere, wenn man Steuern nicht gerade als Umverteilungsinstrument betrachtet.

                            Um mal etwas weiter auszuholen: Der Bundeshaushalt 2005 hat im Vergleich zu 1984 einen mehr als doppelt so hohen Anteil an Renten, der Anteil der gesamten Sozialleistungen ist von ~32% auf ~51% gestiegen.
                            Es stellt sich also die Frage nach dem Sinn einer Reichensteuer. Wenn mittlerweile mehr als die Hälfte des Bundeshaushaltes für Sozialleistungen draufgehen, die eigentlich (volkswirtschaftlich gesehen) nicht nur unnötig sind (Arbeitslosengeld) oder auf Fehlern der Vergangenheit beruhen (Rente), dann muss die Lösung eher lauten hier Gelder freizuschaufeln, indem man zB einen Minijobarbeitsmarkt aufbaut, oder die Leute länger arbeiten läßt, als dass man mit irgendwelchen Steuererhöhungen das Problem nach hinten verschiebt.
                            können wir nicht?

                            macht nix! wir tun einfach so als ob!

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                            • #15
                              Zitat von blueflash
                              Naja. Zu dieser Aussage wollen die Daten erstmal zurecht gebogen sein. Soweit mir bekannt zahlen die oberen 10% etwa 50% des gesamten Steueraufkommens, während es Millionen gibt, die gar keine Steuern zahlen.
                              Diese Aussagen ist höchstens für die Einkommenssteuern richtig, insgesamt aber sicher vollkommen falsch. Die Angaben darüber, dass die Steuern für Reichen nur noch einen kleinen Anteil am Gesamtsteuereinkommen ausmachen, habe ich schon öfters gepostet. Ich kann es gerne heute abend noch einmal machen. Dazu würde mich interessieren, woher deine Angabe kommt.
                              Zitat von blueflash
                              Wenn mittlerweile mehr als die Hälfte des Bundeshaushaltes für Sozialleistungen draufgehen, die eigentlich (volkswirtschaftlich gesehen) nicht nur unnötig sind (Arbeitslosengeld) oder auf Fehlern der Vergangenheit beruhen (Rente), dann muss die Lösung eher lauten hier Gelder freizuschaufeln, indem man zB einen Minijobarbeitsmarkt aufbaut, oder die Leute länger arbeiten läßt, als dass man mit irgendwelchen Steuererhöhungen das Problem nach hinten verschiebt.
                              Hier handelt es sich um essentielle Ausgaben, die den Lebensunterhalt von Millionen sicher stellen.

                              Woher kommen diese Ausgaben? Ganz einfach: durch die Massenarbeitslosigkeit, die primär durch zwei Punkte bedingt ist: Rationalisierungen der Kapitalisten und Arbeitsplatzvernichtung im Öffentlichen Dienst, um die Steuern für die Reichen senken zu können. (Man könnte noch Arbeitsplatzverlagerungen dazu zählen, die ebenfalls getätigt wurden, um die Profite zu erhöhen, aber diese machen nur einen klein Teil der vernichtenten Arbeitsplätze aus).

                              Eine Minijobarbeitsmarkt wird dagegen hier sogar den Steueranteil erhöhen, da Renteneinnahmen und Sozialabgaben nicht von den Minijobern eingezahlt werden (bzw. nur verminderte Sätze) und gleichzeitig der Anteil derer steigt, die trotz Arbeit zusätzliche staatliche Unterstützung beantragen dürfen, weil sie sonst unter der Armutsgrenze leben. Minijober sind dazu auch verstärkt auf steuerfinanzierte staatliche Transferleistungen im sehr wahrscheinlichen Fall einer erneuten Arbeitslosigkeit und in jedem Fall bei der Rente angewiesen.

                              Der Billiglohnbereich ist dazu längst Realität und keine neue Forderung oder Idee - und eben mit für diese Probleme verantwortlich.

                              Genau der Billigslohnsektor und die Massenarbeitslosigkeit sind doch typische Beispiele für die Umverteilung des insgesamt produzierten Reichtums zu einer kleinen Minderheit auf Kosten eines sinkenden Lebensstandard der Arbeiterklasse und steigender Armut - eben working poor und Arbeitslose.

                              Genau hier zeigt sich doch, wie die Verteilung nicht mehr funktioniert, was u.a. ja auch daran liegt, dass die Steuerlast zugunsten der Reichsten umverteilt wurde.
                              Resistance is fertile
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