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Bush in Wien - eine Stadt im Ausnahmezustand

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  • Bush in Wien - eine Stadt im Ausnahmezustand

    am 20. juni ist es so weit. der amerikanische präsident george w. bush kommt nach wien (österreich). dieser besuch legt einen großteil der wiener innenstatdt lahm. scharfschützen auf den dächern, flugverbotszonen, sperrgebiete für zivilisten, behinderung der öffentlichen verkehrsmittel.
    nicht mal wenn alle 25 EU-regierungscheffs gleichzeitig in wien wären, wird so viel aufwand betrieben.

    hier ein interessanter link, zu allem was den bush-besuch betrifft. kann ich nur empfehlen.



    ~ j. caesar ~
    Zuletzt geändert von Julius Caesar; 19.06.2006, 20:09.
    Möge der Glanz seines Schattens auf euch fallen!
    Lexx

  • #2
    War doch in Mainz damals genauso: Das gesamte Rhein-Main-Gebiet war im Ausnahmezustand und regelrecht lahmgelegt. Selbst die Anwohner durften nicht mal ansatzweise in die Nähe der Route der Präsidentenlimousine kommen. Alles nötig aus "Sicherheitsgründen". Und dann, einen Tag später kam außerhalb Deutschlands das völlig sorgenfreie und unbeschwerte Bad in der Menge...

    Mein Beileid nach Wien, wenn's da genauso kommt.
    Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
    -Peter Ustinov

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    • #3
      Bitte dem Imperator laut zujubeln...

      Ich finde das gar nicht so schlecht, wenn all diese Sicherheitsmassnahmen nötig sind: Dann merken die Amis mal, wie beliebt sie selbst bei ihren engsten Verbündeten sind...
      Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
      Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

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      • #4
        Beliebt? Du meinst wohl eher wichtig
        Also beim Teletext stand, dass sie zumindest die Kanaldeckel nicht zuschweissen wie in Mainz?!
        Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
        Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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        • #5
          Anscheinend hat jemand sehr deutlich seine Meinung zu Bush zum Ausdruck gebracht. Denn in der Nähe der Hofburg, nahe dem Hotel wo er übernachtet und am Weg vom Flughafen in die Wiener Innenstadt wurden drei verdächtige Pakete entdeckt. Zwei wurden gesprengt und eins vorsichtig geöffnet. Dabei soll es sich um Bomben-Attrappen gehandelt haben.
          "Not born. SHIT into existence." - Noman the Golgothan
          "Man schicke dem Substantiv zwanzig Adjektive voraus, und niemand wird merken, daß man einen Haufen Kot beschreibt. Adjektive wirken wie eine Nebelbank."
          Norman Mailer

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          • #6
            Ach schade, hatte gedacht die Überschrift lautet "Bush in Wien - Eine Stadt im Freudentaumel".
            "Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien!" (Andi Möller) - "Und jetzt skandieren die Fans wieder: Türkiye, Türkiye. Was so viel heißt wie Türkei, Türkei." (Heribert Faßbender) - "Das war ein wunderschöner Augenblick als der Bundestrainer sagte: Komm Steffen, zieh deine Sachen aus, jetzt geht´s los!" (S. Freund) - "Ein Lothar Matthäus lässt sich nicht von seinem Körper besiegen, ein Lothar Matthäus entscheidet selbst über sein Schicksal." (L. Matthäus)

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            • #7
              Zitat von Tordal
              Anscheinend hat jemand sehr deutlich seine Meinung zu Bush zum Ausdruck gebracht. (...) Dabei soll es sich um Bomben-Attrappen gehandelt haben.
              Bei allem Verständnis für das Bedürfnis, dem Unmut über den Bush-Besuch Luft machen zu müssen - aber da hört der Spaß auf. Zumal man mit solchen ach so schlauen Aktionen bestenfalls die Passanten und die Polizisten straft...
              Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
              -Peter Ustinov

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              • #8
                Warum ist der denn nicht zum Opernball gekommen?
                Am besten mit Mama Bush!

                Ich habe fast den Eindruck, dass Bush mal wieder Klinken putzen geht. Scheint wohl auch nötig zu sein, bei den momentanen Berichten von Übergriffen, Selbstmorden unter US-Aufsicht usw...
                Na ja, wünsche den Wienern eine gelassene Zeit während dieses Besuches des "Imperators".
                "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
                ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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                • #9
                  heute wurde der steffansplatz gesperrt.
                  gesperrt desswegen, weil laura bush ihn überqueren musste.
                  als clinton in wien war, fuhr er durch eine menschenmenge!

                  aber was soll's, um 19:00 uhr wird er eh wieder aufbrechen, ein verkehrskaos verurrsachen, die öffis lahm legen und verärgerte wiener zurück lassen.

                  PS: 1 mio € (!) hatten die sicherheitsmasnahmen gekosstet...


                  ~ j. caesar ~
                  Möge der Glanz seines Schattens auf euch fallen!
                  Lexx

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                  • #10
                    Hatte heute gehört, dass wohl Tausende (oder Zehntausend(e)?) Demonstranten gegen Bush auf den Straßen wären!?!
                    Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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                    • #11
                      Ich war zwar in Wien, hab mich aber von dem Rummel ferngehalten. Ein bischen übertrieben ist diese ganze Hysterie um Bush schon.
                      Textemitter, powered by C8H10N4O2

                      It takes the Power of a Pentium to run Windows, but it took the Power of 3 C-64 to fly to the Moon!

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                      • #12
                        Also meine bescheidene Meinung: übel! Und zwar die "Demo". Hmm, war es überhaupt ne Demo? Vielleicht eher eine "Parade" mit ein paar Fahnen...
                        Dieses happening bestätigt mich in meiner Meinung, mich sogenannter "Demonstationen" in Zukunft wirklich fernzuhalten.

                        edit: aber ich habe mich sicher wie noch nie zuvor gefühlt. Sowas sollten wir immer haben...ich glaube das würde manchen hier im Forum sogar tatsächlich gefallen )
                        Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
                        Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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                        • #13
                          Zitat von Eye-Q
                          Also meine bescheidene Meinung: übel! Und zwar die "Demo". Hmm, war es überhaupt ne Demo? Vielleicht eher eine "Parade" mit ein paar Fahnen...
                          Dieses happening bestätigt mich in meiner Meinung, mich sogenannter "Demonstationen" in Zukunft wirklich fernzuhalten.
                          Wieso, was war denn?
                          Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
                          -Peter Ustinov

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                          • #14
                            jetzt ist er zwar schon einige zeit lang wieder weg, der texanische cowboy, aber hab den zeitungasartikel leider erst jetzt wieder gefunden.
                            ist zwar etwas viel zum lesen, aber sehr empfehlenswert.



                            Die Presse:

                            Bush in Wien:
                            18 Stunden auf Dach versteckt

                            VON MICHAEL LOHMEYER UND KLAUS STÖGER (Die Presse) 23.06.2006

                            Ein Wiener schlich sich auf das Dach der irakischen Botschaft in der Verbotszone - mit direktem Blick auf das keine 100 Meter entfernte Hotel Intercontinental, in dem US-Präsident George W. Bush logierte.



                            WIEN. "Hände hoch, eine Drehung, dass man sieht, ich bin unbewaffnet. Dann hab ich noch eine Minute Zeit - oder weniger." Denn Joachim Schreiber weiß, er wird im Visier der Scharfschützen stehen. Das ist der Plan, den der 27-jährige Wiener hat, als er am Dienstag nachmittag ins Eckhaus Kantgasse/
                            Johannesgasse geht. 15.30, es befinden sich noch Bauarbeiter in dem Gebäude, das direkt an das Haus der irakischen Botschaft anschließt. Sie steht vis-à-vis des Hotels Intercontinental. Hier wird US-Präsident George W. Bush erwartet.


                            Ausgerüstet ist er mit drei Litern Wasser und einem zusammengerollten Stoff-Banner, das er vom Dach der Botschaft entrollen will, wenn der Bush-Konvoi Mittwoch Früh zu den Gipfelgesprächen mit EU-Politikern in die Hofburg fährt: Zweieinhalb Meter breit, sieben Meter lang, mit Ketten beschwert und dem Slogan: "Change the System". Schreiber, Student und Kletterer, agiert für die kleine, gewaltfreie Friedensgruppe "Resistance for Peace". Zielstrebig geht er durchs Stiegenhaus, grüßt wie selbstverständlich die Bauarbeiter: "Servas." Dachluke auf, hinaus und hinüber aufs Dach der Botschaft - freie Sicht aufs "Intercont".


                            Es wird Abend, die Hubschrauber ziehen immer engere Kreise über dem Hotel, Polizei kontrolliert das Umfeld. "Ich bin in den Dachboden, die Hubschrauber nur wenige Meter darüber. Es war so heiß, dass ich sicher war - ich werde auch mit Wärmebildkameras nicht entdeckt." Das Wasser geht aus, der 27-Jährige steigt ins Nebenhaus und holt sich von der Bau-Wasserleitung zu trinken. Wieder auf dem Botschaftsdach, beobachtet er, wie Scharfschützen-Trupps Stellung beziehen - auf dem Dach des "Intercont", dem Gewerbehaus (Rudolf Sallinger-Platz), auf der RZB-Zentrale. Bush kommt an.


                            Mittwoch: "Auf dem Dach gibt es ein paar blickdichte Ecken." Es dämmert, der Aktivist rutscht flach auf dem Boden zum Banner. Letzte Vorbereitungen, dann verschwindet er wieder auf dem benachbarten Dachboden. Die Scharfschützen sehen ihn nicht.


                            Es ist mittlerweile 9.15 Uhr; demnächst fährt der Bush-Konvoi los. Ein Baupolier hört verdächtige Geräusche - und verständigt die Polizei. Jetzt geht alles schnell: Die Ferngläser der Scharfschützen schwenken auf das Botschaftsdach, zwei Cobra-Leute zwängen sich durch die Dachluke. Zuvor hatten sie die Erlaubnis der Irakis eingeholt - die Botschaft ist exterritorial.


                            Joachim Schreiber reißt die Hände hoch, dreht sich. Zum Stoff-Banner kommt er nicht mehr. Nach 18 Stunden holt ihn ein "Cobra"-Mann vom Dach. Schreiber behauptet: "Er hat gesagt: ,Hut ab'." Die Personalien werden aufgenommen, das Banner beschlagnahmt - Verfahren gibt es keines, es "ist keine Straftat in Österreich" begangen worden, sei ihm gesagt worden.


                            Innenministerium und Wiener Polizei bestätigten den Vorfall. Ihre Version: Schreiber sei von Luftbeobachtern der Cobra entdeckt worden. Und: "Er hat zu keiner Zeit ein Sicherheitsrisiko dargestellt." Allerdings: Wäre er bewaffnet gewesen, so hätte er direkt das Hotel Intercontinental im Visier gehabt. Rudolf Gollia, Sprecher des Innenministeriums: "Er hatte keine Waffe."

                            Einem hohen Wiener Polizisten rutscht dann aber ein "unangenehm" heraus. Er meint aber: "Auch wenn er eine Waffe gehabt hätte: Er hat nur auf den Haupteingang gesehen - und den haben Bush und seine Frau nicht benutzt."


                            Protest Auf Botschaft
                            18 Stunden lang befindet sich der 27-jährige Wiener Joachim Schreiber auf dem Dach der irakischen Botschaft - gegenüber dem Hotel, in dem Georg W. Bush übernachtet. Er will für die Organisation "Resistance for Peace" ein Protest-Banner entrollen. Mit seinem Handy fotografiert er vom Dach - etwa den "Intercont"-Eingang am Mittwoch um 5.28 Uhr (Bild). Entdeckt wird der friedliche Aktivist, kurz bevor sich der Bush-Konvoi zur Hofburg in Bewegung setzt. Zuvor hat Schreiber stundenlang Scharfschützen beobachtet, ist jedoch selbst unentdeckt geblieben. Schreiber ist Student und "Industriekletterer" - er erledigt riskante Kletteraufträge.



                            hier noch ein link zur diashow.


                            ~ j. caesar ~
                            Möge der Glanz seines Schattens auf euch fallen!
                            Lexx

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                            • #15
                              Ähm, er wurde auf dem Dach der irakischen Botschaft verhaftet? Geht das eigentlich, denn immerhin handelt es sich um österr. Exekutive auf "fremden" Boden? Das wäre dann ja doch ein "internationaler Zwischenfall" oder sowas in der Art, oder?

                              2sandswind: die Demo war ein Sammelsurium (wie so oft) obskurer "Linker", dann noch eine Raveparty. Wenn das keine "Anti-Bush" Demo gewesen wäre, hätte sie auch als "Pro-Bush" durchgehen können, weil ein nicht unerheblicher Teil der Demo eine Party war und man deswegen denken konnte, dass sich die Leute e freuen und tanzen, dass er in Wien wäre...
                              Ausserdem gab es einige Reden mit denen ich nichts anfangen konnte bzw mehr als skeptisch war.
                              Höchstinteressant war aber ein Auftritt von orthodoxen Rabbis die sich mit den Palästinensern solidarisierten.
                              Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
                              Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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