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Die Zukunft des Geldes

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  • Die Zukunft des Geldes

    Dieser Beitrag richtet sich an alle, für die sich Science-Fiction nicht in der oberflächlichen Begeisterung für "Monster und Strahlenwaffen" (Zitat Isaac Asimov) erschöpft, sondern ganz im Geiste von Sir Arthur Charles Clarke als ein "wesentliches Training für all jene, die mehr als ein paar Jahre in die Zukunft schauen wollen".

    Ich habe in 25 Jahren die "großen Vier" fast vollständig gelesen und einige hundert utopische Romane von anderen Autoren dazu. In all diesen Romanen, die wunderbare Technologien und großartige Zivilisationsmodelle entwerfen und beschreiben, wurde ein zentrales Thema stets ausgelassen: Das Geld.

    Langweilig? Uninteressant? - Von wegen!

    Nichts, aber auch gar nichts in der langen Geschichte der Menschheit hat das Entstehen und Vergehen, sowie das ganze Sozialwesen aller unterschiedlichen Kulturen und Zivilisationen so beeinflußt und zwangsgelenkt, wie das Wesen das Geldes. Praktisch alle Kriege sind daraus entstanden (genauer: mußten daraus entstehen) und auch das lesen beliebig vieler guter Science Fiction läßt einen gänzlich blind vor der Zukunft bleiben, solange man das Wesen des Geldes nicht verstanden hat!

    Dieser Zusammenhang wurde mir schlagartig klar, als ich vor vier Jahren erstmalig mit der Thematik der Freiwirtschaftslehre konfrontiert wurde. Ohne dieses Wissen versteht man weder die Geschichte, noch die Gegenwart und hat keine blasse Ahnung davon, wie sich die Zukunft entwickeln wird und unter welchen Voraussetzungen sie sich überhaupt entwickeln kann.

    Vor fast 40 Jahren schrieb Arthur C. Clarke im Vorwort zu "2001":

    "Man bedenke, es handelt sich nur um einen Roman. Die Zukunft wird - wie stets - weit erstaunlicher sein."

    Ist die Zukunft von damals heute "erstaunlicher" als die Fiktion? Sie ist es nicht - ganz im Gegenteil! Das erste mal in der Kinogeschichte konnte die Realität (zumindest in Bezug auf die konkret visualisierte Technologie) die Fiktion nicht einholen.

    Übt man sich ein wenig in ganzheitlichem Denken, wird dagegen klar, dass wir heute bereits ohne weiteres Menschen zum Jupitersystem geschickt haben könnten, wäre auf der Konferenz von Bretton Woods im Jahr 1944 der Bancor-Plan von John Maynard Keynes angenommen und umgesetzt worden.

    Soviel erst mal vorab, die Zusammenhänge werde ich noch erklären.

  • #2
    Zitat von Zukunftsforscher Beitrag anzeigen
    Dieser Zusammenhang wurde mir schlagartig klar, als ich vor vier Jahren erstmalig mit der Thematik der Freiwirtschaftslehre konfrontiert wurde.
    Aha, darum geht es also. Na, dann kannst du mir bestimmt erklären, wie die "Freiwirtschaft" ohne Zins auskommt. Wenn ich 100 Euro habe und diese entweder behalten oder dir leihen könnte und ich würde von dir keine Entschädigung bekommen (Zins), würde ich dir dann das Geld geben?

    Übt man sich ein wenig in ganzheitlichem Denken, wird dagegen klar, dass wir heute bereits ohne weiteres Menschen zum Jupitersystem geschickt haben könnten, wäre auf der Konferenz von Bretton Woods im Jahr 1944 der Bancor-Plan von John Maynard Keynes angenommen und umgesetzt worden.

    Soviel erst mal vorab, die Zusammenhänge werde ich noch erklären.
    Na, du verkaufst ja die Weltwährung als beste Lösung. Bin ja mal gespannt, wie du uns die Zusammenhänge zwischen einer Weltwährung und unterschiedlichen Geldpolitiken für unterschiedlich entwickelte Länder und die Eigenschaften einer Zahlungsbilanz erklärst.
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    • #3
      Ich kann mir gut vorstellen das in der Zukunft nur noch mit CHip-Karten, oder Implantaten welche eingescannt werden, bezahlt wird. Allerdings ist das nur in den entsprechenden modernisierten Gesellschaften möglich.

      Aber an eine Vereinheitlichung der Wärungen und Abschaffung von Zinsen glaube ich weniger. Das sind ja eigentlich Dinge welche die (Welt)Wirtschaft mit ankurbeln. Natürlich kann es auch Deflationen und Geldwertverlust geben. Hat alles seine Vor/Nachteile.

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      • #4
        Erst mal Danke für das Interesse und vorab noch eine Bitte: Dies soll keine politische Diskussion werden! Dafür gibt es genügend andere Foren. In der Science Fiction erfreut man sich an genial konstruierten Zukunftsmodellen und indem man sie (politisch) vorurteilsfrei durchdenkt, gewinnt man mitunter wertvolle Erkenntnisse und sieht Zusammenhänge in der Gegenwart, die man sonst niemals durchdacht hätte. Genauso soll es auch hier sein - kein politischer Streit, sondern Erkenntnisgewinn. Ansonsten kann ich garantieren, dass wir gerade bei dem per definitionem heikelsten politischen Thema aller Zeiten, der Freiwirtschaft, auf keinen grünen Zweig kommen werden!

        Auch die bisherigen Antworten haben nur bestätigt: Beim Geld ist die allgemeine Unwissenheit grenzenlos. Wir alle brauchen das Zeug, verstehen aber nichts davon, und stolpern allein deshalb von einer Katastrophe in die andere. Nicht nur Einzelne, sondern ganze Zivilisationen.

        Mit Geld kann man genau 3 Dinge machen:

        1. ausgeben (konsumieren)
        2. behalten (horten, spekulieren)
        3. verleihen (anlegen)

        (Das Geldverbrennen wäre unter Punkt 2 einzuordnen, kann aber für eine volkswirtschaftliche Gesamtbetrachtung außer Acht gelassen werden.)

        Wenn man nur lange genug nachdenkt, reichen diese wenigen Angaben bereits aus, um unangreifbar zu beweisen, dass eine Volkswirtschaft immer nur von einem Krieg bis zum nächsten existieren kann, unter der Voraussetzung, dass im ersten Krieg möglichst viel Sachkapital zerstört worden ist und mit der Gewißheit, dass der nächste Krieg unausweichlich ist. Es sei denn, es handelt sich um eine Freiwirtschaft.

        Als weitere Diskussionsgrundlage ist hier mal eine stichpunktartige Gegenüberstellung zwischen einer kapitalistischen Marktwirtschaft (Zinswirtschaft) und einer Freiwirtschaft:

        kapitalistische Marktwirtschaft>> Angebot = 1,05Nachfrage, Kapitalmarktzins auch bei gesättigtem Markt stets größer Null, Liquiditätsfalle bei einem jährlichen Wirtschaftswachstum von unter 3%, dadurch systembedingte Aufblähung des Kapitalmarktes, permanenter Verschuldungszwang, Geldmenge muß ständig über das reale Wirtschaftswachstum hinaus erweitert werden, systembedingtes exponentielles Auseinanderdriften von allgemeiner Verschuldung und individueller Vermögen, systembedingte Wirtschaftsschwankungen durch doppelte positive Rückkopplung von Preisbildung und tatsächlich umlaufender Geldmenge, schleichende Inflation zur einigermaßen sicheren Vermeidung einer sich selbst beschleunigenden Deflation erforderlich, tatsächlich umlaufende Geldmenge ist nicht bestimmbar, EZB hat praktisch keinen Einfluß auf die Wertstabilität der Währung und kann somit auch mit 18.000 Mitarbeitern ihren eigentlichen Hauptzweck nicht erfüllen, Landwirtschaft und Ökologie werden abgezinst und müssen somit subventioniert werden, das gleiche gilt für regenerative Energien, alles "nur" Wirtschaftliche, aber noch nicht Rentable entfällt, dadurch stetig ansteigende kapitalismusbedingte Arbeitslosigkeit, systembedingte Tendenz zu Wegwerfprodukten mit maximaler Rendite

        Freiwirtschaft>> Angebot = Nachfrage, Kapitalmarktzins bei gesättigtem Markt um +-Null, Zentralbankgeldmenge = tatsächlich umlaufende Geldmenge, Wirtschaftlichkeit = Rentabilität, Währung ist absolut stabil, absolute Preisstabilität, dadurch zuverlässige Planungssicherheit für langfristige Projekte, ökologische Landwirtschaft und regenerative Energien sind automatisch rentabel, stets nachvollziehbares Preis-Leistungsverhältnis aller Produkte, Vollbeschäftigung durch automatische Rentabilität alles Wirtschaftlichen, systembedingte Tendenz zur andauernden Substitution von Quantität durch Qualität

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        • #5
          Zitat von Zukunftsforscher Beitrag anzeigen
          Erst mal Danke für das Interesse und vorab noch eine Bitte: Dies soll keine politische Diskussion werden! Dafür gibt es genügend andere Foren. In der Science Fiction erfreut man sich an genial konstruierten Zukunftsmodellen und indem man sie (politisch) vorurteilsfrei durchdenkt, gewinnt man mitunter wertvolle Erkenntnisse und sieht Zusammenhänge in der Gegenwart, die man sonst niemals durchdacht hätte. Genauso soll es auch hier sein - kein politischer Streit, sondern Erkenntnisgewinn.
          Also es tut mir herzlich leid, aber wer dermaßen Original-Keynes und Freiwirtschaft runterbetet ohne sich aber politischen Diskussionen zu stellen (oder sogar wissenschaftlichen Diskussionen, denn Keynes Lehren wurden weitesgehend integriert, verbessert oder widerlegt ), ist meiner Meinung nach nicht ernstzunehmen. Hast meine Fragen oben gelesen oder langt es nur, uns hier fragwürdige Behauptungen als "Wahrheit" oder "Zukunftsforschung" zu verkaufen? Schreib doch mal was über Keynes, Gesell (und deren Hintergründe, Gesinnungen). Stell doch nicht alles als bewiesene Tatsachen hin!
          Zitat von Zukunftsforscher Beitrag anzeigen
          Mit Geld kann man genau 3 Dinge machen:

          1. ausgeben (konsumieren)
          2. behalten (horten, spekulieren)
          3. verleihen (anlegen)
          Hach, die Keynes'sche Geldhaltung. Das einzig vernünftige in der Lehre. Könntest du wenigsten die Geldhaltungsmotive korrekt darstellen? Wenn man spekuliert, behält man das Geld?
          Forum verlassen.

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          • #6
            Zitat von Zukunftsforscher Beitrag anzeigen
            Freiwirtschaft>> Angebot = Nachfrage, Kapitalmarktzins bei gesättigtem Markt um +-Null, Zentralbankgeldmenge = tatsächlich umlaufende Geldmenge, Wirtschaftlichkeit = Rentabilität, Währung ist absolut stabil, absolute Preisstabilität, dadurch zuverlässige Planungssicherheit für langfristige Projekte, ökologische Landwirtschaft und regenerative Energien sind automatisch rentabel, stets nachvollziehbares Preis-Leistungsverhältnis aller Produkte, Vollbeschäftigung durch automatische Rentabilität alles Wirtschaftlichen, systembedingte Tendenz zur andauernden Substitution von Quantität durch Qualität
            Das klingt alles wunderbar, gerade, wenn auch ich das System oder System "Geld" hasse, weil es unmenschlich und unfair ist und wer nicht genügend hat, hat weniger Freiheit(en).
            Aber: Wie gesagt, klingt das alles wunderbar, aber eines stimmt daran mal (noch?) nicht: Warum soll das bei einer Freiwirtschaft angeblich so gesichert so sein? Was sind die Knackpunkte, was in der Freiwirtschaft wirklich anders gemacht wird, so dass es diese Auswirkungen haben soll? Nur durch eine internationale "Kunstwährung", an der sich alle anderen markttechnisch orientieren?
            Und ein Punkt, egal welches System man nimmt, kann man niemals exakt gleich übereinstellen: Das das Angebot exakt der Nachfrage entspricht! Dazu müsste man in die Zukunft vorausehen können oder omnipotent sein.
            Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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            • #7
              Zitat von Zukunftsforscher Beitrag anzeigen
              Wenn man nur lange genug nachdenkt, reichen diese wenigen Angaben bereits aus, um unangreifbar zu beweisen, dass eine Volkswirtschaft immer nur von einem Krieg bis zum nächsten existieren kann (...)
              Behaupte nicht, dass man das beweisen kann. Beweis es.
              This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
              "I was a victim of a series of accidents, as are we all."
              Yossarian Lives!

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              • #8
                Ich will hier nichts "verkaufen", schon gar nicht meine eigene Meinung, sondern zum selbständigen Denken anregen. Anders als z.B. die Phyik, ist die "herrschende" Ökonomielehre immer mit Filz und Politik verknüpft. Alle Aussagen auf diesem Gebiet sind immer mit der Frage zu verbinden "wer profitiert davon?". Insofern habe ich überhaupt nichts gegen eine politische Diskussion, solange sie sich nicht darin erschöpft, sich politische Meinungen und Gegenmeinungen unreflektiert an den Kopf zu werfen, ohne dabei jemals zum Kern der Sache vorzustoßen. Politik ist nur "heiße Luft", die zuallererst den Politikern nützt.

                Eine Freiwirtschaft unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch von einer Zinswirtschaft, dass sie eine andere Form von Geld benutzt, genannt "Freigeld". Im Gegensatz zum gebräuchlichen "Gewohnheitsgeld", das ich hier mal "Zinsgeld" nenne:

                Zinsgeld ist gleichzeitig allgemein verbindliches Tauschmittel und zugleich Wertaufbewahrungsmittel.

                Freigeld ist ausschließlich ein allgemein verbindliches Tauschmittel.

                Das Freigeld ist dadurch von seiner (parasitären!) Funktion als Wertaufbewahrungsmittel befreit, da es mit einer ca. 5%igen Umlaufsicherungsgebühr belastet ist, die selektiv nur auf liquide Kassenbestände (gehortetes Geld) erhoben wird. Damit wird Geldhortung, also ein Herausziehen von Geld aus dem Kreislauf, aktiv und selektiv bestraft, und somit kann Freigeld im Gegensatz zu Zinsgeld auch zinsfrei verliehen werden, da der Verleiher die Umlaufsicherungsgebühr (=Negativzins) einspart. Spekulation ist insofern und überwiegend als Geldhortung zu betrachten, sobald es sich um keine arbeitsplatzschaffende langfristige Investition, sondern um eine kurzfristige Spekulation handelt.

                Der Vorteil von Freigeld: Ein Geld dass ohne Nebenwirkungen funktioniert.

                Der "Vorteil" (es fragt sich immer, Vorteil für wen!?) von Zinsgeld: Es ist die perfideste Methode von Ausbeutung und Unterdrückung, die je erfunden wurde! Regelmäßige Wirtschaftskrisen "aus heiterem Himmel" und Kriege sind vorprogrammiert.

                Selbstverständlich dringt dieser Zusammenhang kaum an die Öffentlichkeit, denn "über Geld spricht man doch nicht". Man hat es schließlich und sieht zu, dass man möglichst viele Zinsen bekommt.

                Das wußten auch schon Aristoteles, Jesus und Mohammed, aber auf den entscheidenden Trick mit der Umlaufsicherungsgebühr kam erst der Begründer der Freiwirtschaftslehre, Silvio Gesell, veröffentlicht 1916 in "Die natürliche Wirtschaftsordnung". Ein einfaches Zinsverbot, wie es im Islam heute noch besteht, reicht leider nicht aus. Es bildet sich dadurch lediglich ein blühender Schwarzmarkt für den Geldverleih mit z.T. noch schlimmeren Folgen.

                Der ganze andauernde Hickhack zwischen Juden, Christen und Islam ist letztlich nur darauf zurückzuführen! Alles andere ist bewußte oder unbewußte Augenwischerei! Besonders delikat: Das jüdische Gesetz verbietet das Zinsnehmen gegenüber Juden, erlaubt aber ausdrücklich den Juden das Zinsnehmen von Nichtjuden! Na, fällt da was auf?

                Der Zusammenhalt der Juden in ihrer Urgemeinde bestand darin, dass sie eine (weitestgehend unbewußte) Erfindung gemacht hatten, die auch schon andere Hochkulturen vor ihnen unbewußt erfunden hatten, aber im Laufe der Geschichte immer wieder (ebenso unbewußt) "vergessen" wurde.

                Die Juden erfanden den Schekel, eine Währung, die nicht aus Edelmetall, sondern lediglich aus beschrifteten Tontäfelchen bestand, deren Gegenwert durch (verderbliches!) eingelagertes Getreide abgesichert war. Damit hatte der Schekel eine eingebaute Umlaufsicherung und konnte zinsfrei verliehen werden. Der Kreditnehmer mußte sich lediglich verpflichen, die gleiche Menge Getreide zu ersetzen, die zum Zeitpunkt des Leihvorgangs noch vorhanden war.

                Also: Warum hat bis heute noch kein Mensch den Jupiter umkreist, und warum beschäftigen wir uns lieber mit Krieg-spielen? Weil es ja soooo komfortabel ist, das "liebe Geld für sich arbeiten zu lassen". Leider können Zinsen immer nur durch die Mehrarbeit anderer (der Kreditnehmer) erwirtschaftet werden. Diese Weisheit behält man als Anlageberater aber lieber für sich. Genauso wie die Tatsache, dass 90% aller arbeitenden Menschen 3-4 Monate im Jahr ausschließlich für Zinsen arbeiten, die die restlichen 10% kassieren. Sie sind aber gar nicht verschuldet? Macht nichts - die Zinsen sind bereits in allen Produktpreisen eingerechnet. 30% in allen Waren, 75% in der Wohnungsmiete, Tendenz selbstverständlich exponentiell steigend. Ein exponentielles Wachstum kann nie auf Dauer gutgehen? Selbstverständlich, deswegen gibt es ja immer wieder Wirtschaftskriesen und Kriege.

                Alles übertrieben? Man bedenke die tatsächliche Größenordnung: In Deutschland beträgt heute die leistungslose Zinsumschichtung von arm zu reich eine Milliarde€ täglich, Tendenz exponentiell steigend. Dieses Geld ist volkswirtschaftlich gesehen reiner Verlußt, es schafft keine Arbeitsplätze. Bis auf jene 200.000 staatliche Rückverteilungsstregen, die den "Sozialstaat" verwalten. Lediglich die "moderne" Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken ist heute dafür verantwortlich, dass die Wirtschaft sich noch irgendwie über Wasser hält und nicht schon längst in eine galoppierende Deflation mit anschließender Hyperinflation entartet ist. Das ist aber nur ein höchst fragiles Herauszögern, wobei sich der Kapitalmarkt immer weiter aufbläht und sich von der Realwirtschaft entkoppelt.

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                • #9
                  Zitat von Zukunftsforscher Beitrag anzeigen
                  Auch die bisherigen Antworten haben nur bestätigt: Beim Geld ist die allgemeine Unwissenheit grenzenlos.
                  Solchen Bemerkungen gegenüer maestro und Skymarshall verleiten ja schon mal sehr zum Einstieg in diese Diskussion

                  Ich will nur zuerst mal darauf hinweisen, dass dieses Thema unter http://www.scifi-forum.de/off-topic/...wachsdumm.html und auch unter http://www.scifi-forum.de/science-fi...lschaft-4.html behandelt wurde.

                  Zitat von Zukunftsforscher Beitrag anzeigen
                  1. ausgeben (konsumieren)
                  2. behalten (horten, spekulieren)
                  3. verleihen (anlegen)
                  Der Unterschied zwischen Spekulieren und Anlegen ist mir nicht klar (von der Steuergesetzgebung mal abgesehen). Und das Horten wird durch die Umlaufsicherungsgebühr (vulgo "Inflation") weitgehend verhindert.
                  Der Mensch ist endlich auch ein Federvieh, denn gar mancher zeigt, wie er a Feder in die Hand nimmt, dass er ein Viech ist.
                  Johann Nestroy

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                  • #10
                    Nett das du hier als Wirtschaftsfachmann einschreitest, Locksley.

                    Ich bin ja eher ein Laie. Deswegen nochmal zwei Fragen:

                    1.) Ist die "Umlaufsicherungsgebühr" der Leitzins? Wie z.B. der EZB?

                    2.) Der Unterschied zwischen spekulieren und anlegen nicht, dass letzteres sich eher auf längere Zeiträume bezieht?

                    Also Spekulanten schneller wieder verkaufen als reine Anleger?

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                    • #11
                      Zukunftsforscher!
                      Erläutere mir bitte im Zusammenhang nochmal was Freiland war, ich kann mir das nie merken.
                      Dann möchte ich auch wissen was Zinsen waren, und auf welche Arten man Geld verdienen kann.
                      This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
                      "I was a victim of a series of accidents, as are we all."
                      Yossarian Lives!

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                      • #12
                        Zitat von Skymarshall Beitrag anzeigen
                        Nett das du hier als Wirtschaftsfachmann einschreitest, Locksley.
                        Das bin ich nun glücklicherweise wirklich nicht, aber danke für die Blumen

                        Zitat von Skymarshall Beitrag anzeigen
                        2.) Der Unterschied zwischen spekulieren und anlegen nicht, dass letzteres sich eher auf längere Zeiträume bezieht?
                        Also Spekulanten schneller wieder verkaufen als reine Anleger?
                        1) kann ich nicht beantworten, bezüglich 2) hast Du natürlich recht. Aber ich sehe halt keinen großen qualitativen Unterschied darin... ("Wo ist die Grenze?")
                        Und Zukunftsforscher hat hier eine Unterscheidung zwischen Spekulieren auf der einen Seite und Anlegen auf der anderen Seite gemacht, die ich nicht nachvollziehen kann.


                        .
                        EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                        Locksley schrieb nach 45 Sekunden:

                        Zitat von Zocktan Beitrag anzeigen
                        Erläutere mir bitte im Zusammenhang nochmal was Freiland war, ich kann mir das nie merken.
                        Das sind vor allem Eier
                        Zuletzt geändert von Locksley; 16.05.2007, 19:55. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
                        Der Mensch ist endlich auch ein Federvieh, denn gar mancher zeigt, wie er a Feder in die Hand nimmt, dass er ein Viech ist.
                        Johann Nestroy

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                        • #13
                          Zitat von Locksley Beitrag anzeigen
                          2) hast Du natürlich recht. Aber ich sehe halt keinen großen qualitativen Unterschied darin... ("Wo ist die Grenze?")
                          Und Zukunftsforscher hat hier eine Unterscheidung zwischen Spekulieren auf der einen Seite und Anlegen auf der anderen Seite gemacht, die ich nicht nachvollziehen kann.
                          Wenn ich das gegeneinander abgrenzen müßte, würde ich sagen, dass Anleger Wertschöpfung anstreben und Spekulanten Handel mit Vermögenswerten treiben.


                          Zitat von Locksley Beitrag anzeigen
                          Das sind vor allem Eier
                          Dachte ich auch schon dran ...
                          This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
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                          • #14
                            Zitat von Locksley Beitrag anzeigen
                            Das bin ich nun glücklicherweise wirklich nicht, aber danke für die Blumen
                            Ich dachte du hast BWL oder sowas studiert?

                            1) kann ich nicht beantworten, bezüglich
                            Warum? Hat sich so angehört...

                            2) hast Du natürlich recht. Aber ich sehe halt keinen großen qualitativen Unterschied darin... ("Wo ist die Grenze?")
                            Und Zukunftsforscher hat hier eine Unterscheidung zwischen Spekulieren auf der einen Seite und Anlegen auf der anderen Seite gemacht, die ich nicht nachvollziehen kann.
                            Naja, die Grenze ist wohl schwer zu finden. Aber Anleger sind eher die welche abwarten und Tee trinken. Die haben Fonds und wenn eine Aktie fällt verkaufen sie die nicht gleich, lassen sie und warten bis die anderen steigen. So würde ich es jedenfalls machen.

                            Leider habe ich keine Kohle zum anlegen...

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                            • #15
                              Zitat von Zocktan Beitrag anzeigen
                              Wenn ich das gegeneinander abgrenzen müßte, würde ich sagen, dass Anleger Wertschöpfung anstreben und Spekulanten Handel mit Vermögenswerten treiben.
                              Hmm, ok, auch nicht schlecht...

                              Zitat von Skymarshall Beitrag anzeigen
                              Ich dachte du hast BWL oder sowas studiert?
                              Nein, Mathematik
                              Habe mit Wirtschaft wirklich wenig bis nichts am Hut. Das finde ich eh schade, vor allem was BWL betrifft.
                              Der Mensch ist endlich auch ein Federvieh, denn gar mancher zeigt, wie er a Feder in die Hand nimmt, dass er ein Viech ist.
                              Johann Nestroy

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